Mein Gott werde ich da gerade nostalgisch. Ein blutjunger Thomas Bangalter spielt 1996 ein Live-Set bei einem amerikanischen Festival und spielt genau diesen knackigen House, den ich auf dem Debüt-Album “Homework” so geliebt habe und die Franzosen seitdem auch nie wieder so hinbekommen haben. Heute machen sie glatte Disco-Tribute Alben, tragen doofe Roboter-Helme…aber das ist ja eine andere Geschichte.
Erstens: Menschen sind scheiße. Gerade beim Spaziergehen am Duisburger Innenhafen mal wieder festgestellt. Zweitens: Four Tet ist es absolut nicht. Das neue Mixtape, was er für eine Radioshow kompiliert hat, ist mal wieder erste Sahne und tönt natürlich viel besser als jede Proll-Mucke, die derzeit aus tiefergelegten Abschlepp-Karren rummst. Drittens: Menschen sind scheiße, Erdinger Alkoholfreies nicht. Prost!
Wie angekündigt widmen wir unsere Hörenswertes-Rubrik den ansteigenden Temperaturen und der sich bessernden Laune. Selbst die Okkult-Rocker von Ghost B.C. machen mit und lassen bei allem Düster-Image auch Selbsrironie durchblicken, Phoenix wagen großes Kino, Junip mögens es ruhig und Frank Turner begeistert die Massen. Als klarer Sieger gehen diesmal aber Chk Chk Chk hervor und bringen den Groove in den Frühling.
Mein Traum ist ja immer noch irgendwo in einem coolen Schuppen aufzulegen und den Anwesenden treibende Beats um die Ohren zu hauen. Nicolas Jaar hat es geschafft (gemein!) und legt hier ein formidables 45 Minuten langes DJ-Set auf. Wie immer in der für Jaar typisch hypnotischen Kraft, die weit von Prolo-Sachen wie Guetta oder welcher Ibiza-Größe auch immer liegt.
Endlich! Das erste Mal nach Ewigkeiten wieder vor die Tür gehen und zur Abwechslung keine sibirische Kälte, die einem im Wind um die Nase weht, sondern Grill-Geruch von Nachbars Garten und überall aufhellende Häuser-Fassaden und glückliche Gesichter. Naja, etwas übertrieben, und ich bin eigentlich noch zu sehr im Winter-Modus gefangen, als dass ich einfach so dem sonnigen Sonntags-Braten trauen könnte, aber dafür gibt es ja auch passende Musik, die einen in den Groove bringt. The Knife sind allerdings eher was für halluzinogene Trips, Tyler ist nun doch ein Sunnyboy, James Blake wehklagt weiterhin und When Nalda Becomes Punk haben wohl als einzige wirklich den Wetterwechsel registriert. Nächstes Mal wird es richtig poppig und bis dahin gönnt euch mal ein leckeres Eis, Stracciatella oder Nuss.
An James Blake führt ja diesen Monat mal gar nichts vorbei. Ein bischen finde ich den Hype um den Slo-Mo-R`n B übertrieben und im Vergleich The Weekend spannender, aber zur Untermalung von düsteren und melancholischen Landschaften ist die Musik mehr als passend.
Winter? Winter! Mir ist bewusst, dass wir hier Frühlingsanfang haben, aber nachdem mir gerade nach einem Kurztrip in den Supermarkt das Gesicht eingefroren ist - und ich mich danach am liebsten in den Backofen zum Auftauen gelegt hätte – verzichte ich mal auf das meteorologisch korrekte Frühling in der Headline. So richtig warm ums Herz wird einem bei den wirklich bezaubernden Daughter, Karl Bartos erzählt von früher, Depeche Mode verlieren sich in der Gegenwart, Devendra Banhart macht auf seriös und Kvevertak müssen sich in der Bild-Zeitung nun schon als Hipster-Metal bezeichnen lassen.
Endlich ist das Debutalbum von Blu, wohl einer der heißesten Producer und Rapper New Yorks, fertig und ab sofort als Stream verfügbar. Flyin Lotus hat kräftig mitgewirkt und nicht nur bei einem Song vorbei geschaut.
Was soll ich noch zu diesem Wetter sagen? Vielleicht mal gar nix und was Phoenix hier in diesem Video (des Jahres?) reinhauen ist wirklich eines: ganz, ganz großes E N T E R T A I N M E N T.
Am 12.04.2013 erscheint das Live-Album von Simian Mobile Disco (komischerweise auf Spotify schon in Gänze anhörbar). Hier als Vorgeschmack ein Live-Mitschnitt von dem letztjährigen Auftritt beim Sonar Festival in Barcelona. Lasst den Frühling beginnen!
Nee, bei dem grauen Suppe da draußen hole ich mir das gute Wetter vom Anfang der Woche per Clip zurück. Yadi zeigt euch wie man hip durch Marokko läuft und verdammt, irgendwann fange ich doch noch mit dem Rauchen an.
Uff, Momentan kommt man ja kaum noch hinterher mit den ganzen tollen Veröffentlichungen. Dazu kommen noch viele, viele Tipps die ich in meiner gesundsheitbedingten Abwesenheit nicht mitbekommen habe und nachholen muss, dazu wird (hoffentlich) noch ein Artikel mit den besten/vergessenen Alben 2012 erscheinen. Nun stürzen wir uns aber erstmal in die Gegenwart und präsentieren euch das Projekt von Ex-Gallows-Schreihals Frank Carter der es mit Pure Love wesentlich entspannter angeht, die stets verlässlichen I am Kloot, die erwachsen gewordenen Villagers und last but not least die neue Supergroup um Radiohead-Sänger Thom Yorke.
Lange Rede, kurzes Interesse. Das Superstar-Projekt Atoms For Peace (Thom Yorke, Flea von den Red Hot Chilli Peppers,Nigel Godrich) hat soeben sein Album als Stream bereit gestellt. Worauf wartet ihr noch? Ok, wahrscheinlich auf eine gute Connection, da der Server bald überlastet sein dürfte.