EWE auf der großen Leinwand (22. April)

EWE-Plakat

Ich mal wieder in eigener Sache: Am 22. April ist EWE im Rahmen des Filmclub Verlängertes Wohnzimmer im gleichnamigen Theater (Frankfurter Allee 91, Berlin) auf der großen Leinwand zu sehen. Mittlerweile habe ich Seite360 ja schon öfter mit EWE zugespammt (siehe Related Posts), deshalb belasse ich es bei der kurzen Ankündigung. Ich selbst werde wahrscheinlich nicht vor Ort sein (sondern stattdessen Prag aufmischen), Johannes ist aber definitiv da und wird dem interessierten Publikum mit Sicherheit auch ein paar Fragen zur Produktion und unseren Gedanken hinter dem Film beantworten. Falls ihr EWE noch nicht gesehen habt, ist das auf jeden Fall eine gute Chance den 20Minüter im Breitwand-Format zu genießen.

EWE erzählt die Geschichte eines Staates, in dem Überwachung zum Alltag gehört. Jeder Mensch ist sowohl Überwacher als auch Überwachter, Opfer und Täter zugleich… Und alle haben sich mit dieser Art zu leben arrangiert. Auch Nicolai, ein erfolgreicher Journalist, hat schon lange die Kameras um sich herum vergessen. Seinem Beobachtungssoll geht er gewissenhaft nach – bis er zum ersten Mal in seinem Leben einen Blick hinter die Fassade der ganzheitlichen, demokratischen Überwachung wirft…

Erzählt wird der Film durch in sich ruhende Standbilder, die filmische Bewegungen ahnen lassen, andeuten und ansetzen ohne sie allerdings vollkommen auszureizen.

EWE entwirft auf dokumentarische Weise die düstere und zugleich ironische Dystopie einer Welt, in der die Verletzung der Privatsphäre Bürgerpflicht ist.

Die 80er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts III

Wir werden international in unserer dritten 80er Thriller-Retrospektive. War der letzte Artikel noch von amerikanischen Genre-Beiträgen geprägt, beweisen nun Frankreich, Japan und Australien, dass auch sie ihr Publikum in Atem halten können. Mit Todesstille demonstriert Phillip Noyce eindringlich, wie viel sich aus einer minimalistischen Disposition und den richtigen Spannungsmomenten herausholen lässt, mit seinem Alterswerk Auf Liebe und Tod verbeugt sich François Truffaut mit einem Augenzwinkern vor dem Film Noir und den Krimis der Nouvelle Vague, während der ebenfalls aus Frankreich stammende Le Prix du Danger weit Richtung Zukunft weist und als besserer Running Man unter Beweis stellt, wie sich eine Science Fiction Dystopie realistisch und zeitnah, gegenwärtig erzählen lässt. Und dann gibt es natürlich noch Takeshi Kitano mit Violent Cop, der bereits in den 80ern wusste, wie sich Crime, Drama und abartige Komik perfekt kombinieren lassen. Ergänzt wird das Quartett durch den amerikanischen Romance-Krimi The Big Easy, der sich mit Charme und einer tollen Geschichte ins Herz seines Publikums spielt. Nach dem Klick gehts los…

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Kurzfilm der Woche: True Skin

Visuell beeindruckendes – im besten Sinne des Wortes ästhetisch und inhaltlich vollkommen überladenes – Cyberpunk-Drama, in dem in satten Neonfarben die Dystopie einer transhumanen Zukunft erzählt wird: Cyberware, Biotech, Bioware, Argumented Reality, Brain-Memories etc… eben alles was dazu gehört; und das irgendwo zwischen Blade Runner und den ästhetischen Visionen Chan-Won Parks. Neben den optischen Leckerbissen liefert der Film dann noch ein wenig humanistische Philosophie und Ethik, die allerdings erwartungsgemäß in dem Farbenrausch ein wenig verloren gehen. Aber purer Eskapismus kann ja manchmal auch ganz wohltuend sein…

True Skin – A sci-fi short set in the not too distant future where augmentation is the way of life. For Kaye, still a natural, augmenting will help him keep pace in this now hyper-paced world. However, after acquiring an off-market prototype, Kaye quickly finds himself fighting not only for his own humanity, but something much larger.

Written & Directed by: Stephan Zlotescu
Director of Photography: H1
Original Music: J-Punch
Producer: Christopher Sewall
Manager: Scott Glassgold / IAM Entertainment

An N1ON Production

True Skin via misterhonk

EWE mal wieder…

Ich mache es in diesem Fall kurz: Infos zum Film hier, Veranstaltung dort.

Kommt auf jeden Fall vorbei, wenn ihr das aktuelle Filmprojekt von Johannes und mir noch nicht gesehen habt.

EWE (Everybody Watchs Everybody, BRD 2011, 22 min) ist ein Film der Berliner Filmemacher Johannes Franke und Florian Bayer. EWE erzählt die Geschichte eines Staates, in dem Überwachung zum Alltag gehört. Jeder Mensch ist sowohl Überwacher als auch Überwachter, Opfer und Täter zugleich … Und alle haben sich mit dieser Art zu leben arrangiert. Auch Nicolai, ein erfolgreicher Journalist, hat schon lange die Kameras um sich herum ve

rgessen. Seinem Beobachtungssoll geht er gewissenhaft nach – bis er zum ersten Mal in seinem Leben einen Blick hinter die Fassade der ganzheitlichen, demokratischen Überwachung wirft…Erzählt wird der Film durch in sich ruhende Standbilder, die filmische Bewegungen ahnen lassen, andeuten und ansetzen ohne sie allerdings vollkommen auszureizen.EWE entwirft auf dokumentarische Weise die düstere und zugleich ironische Dystopie einer Welt, in der die Verletzung der Privatsphäre Bürgerpflicht ist.DISKUSSION

Der Film wirft zahlreiche Fragen zur Wirkung von Videoüberwachung auf. Was ist der Nutzen, was sind die Gefahren? Wie sehr beeinträchtigt das Beobachtetsein unser Leben? Sind wir noch wir selbst?
Darüber wollen wir im Anschluss des Films mit den beiden Regisseuren sowie einem Experten für Videoüberwachung sprechen.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr mit uns diskutiert.

Mittwoch, 7. November 2012 im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin; präsentiert von der Humanistischen Union
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Filmabriss: Red State, Sleeping Beauty, Chronicle, Monsters, The Hunger Games

So…  ich habe mal wieder Lust auf einen kleinen Filmabriss. Deser Artikel liegt schon seit Januar 2012 ohne größere textuelle Bestückung bei unseren Entwürfen rum und wartet geradezu darauf, endlich mit Lob und Verriss gefüllt zu werden. Dementsprechend gibt es hier keinen großen neuen Stoff zu finden. Kinogänger können gleich weiter wandern, das Haltbarkeitsdatum für die Leinwand ist bei diesen Filmen längst abgelaufen. Aber gerade Leute wie ich, die eine sympathische Videothek ihres Vertrauens in der Nähe haben und am Überlegen sind, was sie sich aus dem Filmprogramm der letzten 12 Monate als nächstes ausleihen könnten, dürften hier fündig werden: Tarantinoeskes von Kevin Smith in Red State, Arthausiges in Sleeping Beauty, Sci-Fi-Action mit einem Schuss Gesellschaftskritik in Chronicle und Monsters… und der große Teenager-Hype The Hunger Games. Ich versuche die entsprechenden Rezensionen ein wenig rough zu halten: Keine großen Inhaltsangaben, keine tiefschürfenden Analysen, stattdessen just my two cents zu dem DVD-Kram, den ich mir aus dem aktuellen Programm in letzter Zeit so gegeben habe. Viel Spaß.

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Huxley versus Orwell, or: Welcome to the Brave New World

Tolles kleines Web-Comic von Stuart McMillen, welches veranschaulicht, dass wir bereits in der Brave New World leben, dass also Huxley recht behalten hat und eben nicht Orwells dystopische Vision von “1984″. Zumindest gilt das vorübergehend, denn was nicht ist…

Hier gehts zum Comic!

Betörend futuristische Maschinenmenschen – Body Paintings von Michael Rosner

Ich habe das Gefühl, dass der eigentlich zeitlose Topos des Maschinenmenschen, der in den 80ern durch Filme wie Blade Runner eine kleine Renaissance erlebte, im Grunde genommen aber bis zur Düsterromantik zurückreicht (zum Beispiel bei E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann (1816)) gerade wieder voll im Trend ist. Kein Wunder, lässt sich doch nur bei wenigen Motiven so wunderbar der Humanismus in Kontrast zu Utopie und Dystopie eines Übermenschen setzen, eines perfekten Hybriden aus Natürlichkeit und Künstlichkeit, aus unheimlicher, maschineller Perfektion und formvollendeter Sinnlichkeit.

Diese Dichotomien bringt auch der amerikanische Body Artist Michael Rosner grandios auf den Punkt, wenn er halbnackte Menschen als betörende, gottgleiche Maschinen-Wesen in Szene setzt. Die daraus entstehenden, lebenden Skulpturen atmen ebenso Sinnlichkeit wie einen futuristischen Grusel, sind betörend, erotisch, mystifiziert und oszillieren zwischen maschineller Sakralität, hypnotischer Schönheit, düsterem Sex-Appeal und dystopischem Horror. Viele weiteren dieser unmenschlichen, gottgleichen Menschmaschinen – fotografiert von  Tim Engle - findet ihr in Rosners Eye Level Studio. Hinsurfen lohnt sich.

Menschmaschinen Body Art via Visual News

In eigener Sache: EWE – Kurzfilmpremiere am dritten August in Berlin

Joa… ich habe da ja schon vor einiger Zeit ein Drehbuch geschrieben und das Ganze zusammen mit Johannes (der hier auch ab und zu, in letzter Zeit viel zu selten, etwas schreibt) verfilmt. Dieser Film kommt nun nach diversen Screenings auf Festivals und bei Ausstellungen zu seiner ganz hochoffiziellen Premiere in Berlin. Wir zeigen den 20minütigen, dytopischen Thriller am 3. August  im Theater Verlängertes Wohnzimmer in Friedrichshain. Eintritt ist frei und ich würde mich auch freuen wenn einige von den Lesern und bloggenden Kollegen vorbeischauen würden.

Näheres erfahrt ihr auch in der Veranstaltungsankündigung auf Facebook sowie auf der offiziellen Website zum Film. Kommt reichlich!

Nachdem der Gone-Astray-Film EWE letztes Jahr erfolgreich auf drei Festivals gelaufen ist und wir fast ausschließlich positives Feedback erhalten haben, wollen wir dem finalen Schnitt nun endlich auch zu seiner offiziellen, verdienten Kino-Premiere verhelfen.

Hierfür steht uns das Theater “Verlängertes Wohnzimmer” (Frankfurter Allee 91, 10247 Berlin) zur Verfügung. Dort bekommen wir einen ordentlichen Bühnenraum inkl. Rückprojektionsleinwand, sowie einen Bar-Bereich (mit Getränken zu moderaten Preisen) und schöne Café-Atmosphäre. Es kann also ordentlich gefeiert werden. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Los gehts um 19 Uhr. Den Film werden wir wahrscheinlich so gegen halb 8 screenen. Danach gibt es noch ne kleine Aftershow-Party und das Screening von Zusatzmaterial und ein paar anderen Filmen…

EWE

EWE erzählt die Geschichte eines Staates, in dem Überwachung zum Alltag gehört. Jeder Mensch ist sowohl Überwacher als auch Überwachter, Opfer und Täter zugleich… Und alle haben sich mit dieser Art zu leben arrangiert. Auch Nicolai, ein erfolgreicher Journalist, hat schon lange die Kameras um sich herum vergessen. Seinem Beobachtungssoll geht er gewissenhaft nach – bis er zum ersten Mal in seinem Leben einen Blick hinter die Fassade der ganzheitlichen, demokratischen Überwachung wirft…

Erzählt wird der Film durch in sich ruhende Standbilder, die filmische Bewegungen ahnen lassen, andeuten und ansetzen ohne sie allerdings vollkommen auszureizen.
EWE entwirft auf dokumentarische Weise die düstere und zugleich ironische Dystopie einer Welt, in der die Verletzung der Privatsphäre Bürgerpflicht ist.

Länge: 22 Minuten

www.ewe-der-film.de
www.theater-verlaengertes-wohnzimmer.de

Theater “Verlängertes Wohnzimmer”
Frankfurter Allee 91, 10247 Berlin

PS.: Wenn ihr kommen wollt, sagt bitte in dieser Gruppe zu, damit wir einen Überblick über die Anzahl der Gäste haben.
Lg, Florian und Johannes

Die 80er Jahre: Die besten Actionfilme des Jahrzehnts I

Okay… genug mit den weniger schönen Seiten des US-Actionkinos der 80er Jahre auseinandergesetzt. Jetzt geht es an die Highlights. Und die kommen zwar auch hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit dem asiatischen Genre-Vertreter A Better Tomorrow revolutioniert John Whoo das Hongkong-Kino und kreiert mal eben noch auf eigene Faust ein autonomes Subgenre, den Heroic Bloodshed Movie. Mit Klischees des Asiatischen Lifestyles und einer ordentlichen Eastern-Hommage erschafft John Carpenter in Big Trouble in Little China einen schrillen Fantasy/Action-Hybriden, während er in Die Klapperschlange unter Beweis stellt, dass auch dystopische, düstere, morbide Töne durchaus in das Genre passen können. Ebenfalls fantastisch geht es im furiosen Die Reise ins Ich zu, während uns Auf dem Highway ist die Hölle los uramerikanische, nostalgische Action-Unterhaltung präsentiert, die noch tief in den 70er Jahren verwurzelt ist.

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Links fürs Wochenende

A guide to electronic music…

…und zwar in einer ziemlich coolen, verdammt akribischen und detaillierten Facebook-Timeline

Rasperry Pi – der günstigste und kleinste Computer der Welt

Minds Delight Marco über einen wirklich genialen Kleinstrechner, der primär für den Einsatz in Dritte Welt Ländern entwickelt wurde, aber auch als Gadget für zu Hause praktisch zu sein scheint.

How to hack into an alien spaceship

Gedanken über Logik und Unlogik des berühmt berüchtigten Computerhacks gegen die Aliens in Independence Day.

Ein offener Brief an F.J.Wagner

Lieber Herr Wagner,

in Ihrer heutigen Bildkolumne lesen wir, dass Sie der (vermutlichen) Entdeckung des Higgsteilchens so gar nichts Positives abgewinnen können. Schade eigentlich, dass Ihnen das alles nur auf die Nerven geht. Vielleicht kann ich Ihnen ja ein bisschen zeigen, dass das mit dem Higgsteilchen gar nicht so nervig ist, wie Sie denken.

Passend dazu auch, gerade weil man nach dem Hype und Trubel vor einer Woche sich ruhig nochmal abseits von großen Presseveranstaltungen und medialem Dauergetöse mit der spannenden Teilchenphysik beschäftigen sollte: Das Higgs-Teilchen im Schnelldurchgang. Ebenfalls sehenswert, der Beitrag von minutephysics:

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Esowatch heißt jetzt Psiram

Ich finde ja den neuen Namen von Esowatch noch ungriffiger als GWUP, ändert aber nichts an der unglaublichen Wichtigkeit beider Projekte, gerade wenn man mal wieder – viel zu oft – kurz vorm Verzweifeln ist, wenn Leute aus dem Freundeskreis felsenfest von irgendwelchen Verschwörungstheorien oder pseudowissenschaftlichen, esoterischen Scharlatanerien wie der Homöopathie überzeugt sind. Und wenn wir schon dabei sind, auch ganz frisch, auch ziemlich vielversprechend, Der Skeptator, ein Blogportal und News-Aggregator für Skeptiker.

DLD Women 2012 bei dctp.tv

Und dann mach ich an dieser Stelle nochmal schnell Werbung für unsere Interviews auf der DLD Women 2012. Lohnt sich allein schon wegen des Guerilla Strickens mit Anke Domscheit-Berg, aber auch der Rest der insgesamt 11 Interviews ist mehr als sehenswert.

Architektur in (dystopischen) Filmen

Bei archdaily haben sie eine ziemlich spannende Reihe an Artikeln über Architektur in Filmen (u.a. THX 1138, Blade Runner und Metropolis) und auf Doktorsblog werden die nochmal aufgelistet und um weitere Analysen von thearchiblog.wordpress.com ergänzt. Ne Menge ordentlicher Lesestoff für Cineasten und Architektur-Freunde.

Graphing the history of philosophy

Letztes Jahr auf Seite360:

Harry Potter- der vor kurzem übrigens sein fünfzehnjähriges Jubiläum feiert – wird auf Inspirationen aus der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts abgeklopft. Ebenfalls abgeklopft wird neues und etwas älteres Material aus der Videothek: Wer ist Hanna?, der alberne Horrorschocker The Human Centipede (First Sequence) und der deutsche Mysterythriller Die Tür stehen auf dem Programm. Für musikalisches Sommerfeeling sorgen The Pain Of Being Pure At Heart, die den Pott live ordentlich einheizen. Ein bisschen Nostalgie darf auch im Sommer nicht fehlen, und so erinnern wir uns an die besten New Black Cinema Filme der 90er Jahre und lesen Das Futuristische Manifest von Filippo Tommaso Marinetti.

Natürlich/unnatürlich/widernatürlich

Gesichter, die aus schrillen, dystopischen Landschaften entwachsen, Natur, die bewirtet und von sich selbst verzehrt und zerfressen wird und monumentale Tierskulpturen, die widernatürliche natürliche Formationen bilden. Der sizilianische Künstler Fulvio di Piazza hat den Surrealismus im Blut und den Schalk im Nacken.

via

Animated Short der Woche: Swelter

In einer postapokalyptischen Welt begeben sich ein Vater und seine Tochter auf die Suche nach dem wertvollsten Rohstoff überhaupt… Wasser. Allerdings sind sie nicht die einzigen, die das lebenswichtige Elixier benötigen. Jacob Streileins Swelter ist eine kurze aber ungemein intensive Dystopie, die mit ihrem abstrakten Zeichenstil an den Formalismus  russischer Ausprägung erinnert. So einfach die Geschichte auch konzipiert ist, so simpel sie aufgelöst wird, wirkt sie dennoch lange nach. Nach dem Klickt folgt noch ein roughes, skizziertes Process-Videos dieses kleinen Dystopie-Juwels.

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I want to see the big, wide world

Sehr gelungener Stop-Motion Filmvon Isabel Garrett, der wie eine schräge Version der Teletubbies startet und dann doch noch einen ziemlich düsteren, fast verstörenden Turn of Events spendiert bekommt.

A short animated film about a creature called Lolo, who lives with his mother in their own little cave. One day his boredom leads him to explore outside…

Shot on a Canon 500D and edited in After Effects
Direction and animation by Isabel Garrett, Sound design by Pete Cudmore

via

Civilisation II Dystopie: 3991 n.Chr.

Eine von Atomkriegen zerstörte Welt, die von Totenköpfen übersät nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Nur drei überlebende Nationen, die sich im ständigen kalten und auch heißen Krieg gegeneinander befinden. 90% der Weltbevölkerung ausgelöscht, die Städte produzieren nur noch Waffen, die Menschheit hungert… Nein, nicht die Vorlage für einen George Orwell Roman, sondern ein Spiel in Civilisation II (1996), das von Hardcore-Stratege Lycerius seit nunmehr 15 Jahren immer wieder gespielt wird. Dieser hat vor kurzem seine selbst erspielte, düstere Dystopie bei reddit vorgestellt und bei der Lösung der Probleme um Hilfe gebeten. Irgendwie eine ziemlich gruselige Geschichte, und sein größter Fehler liegt wohl nicht im Jetzt-Zustand sondern in der Vergangenheit: Hätte er die anderen Nationen rechtzeitig ausgelöscht, könnte er sich nun als alleiniger Welt-Hegemon darum kümmern, seinem Volk Glück und Wohlstand zu bringen. Ist aber kein moralisches Urteil, mit Moral ist man in der Civ-Reihe nie weit gekommen…

I’ve been playing the same game of Civ II for 10 years. Though long outdated, I grew fascinated with this particular game because by the time Civ III was released, I was already well into the distant future. I then thought that it might be interesting to see just how far into the future I could get and see what the ramifications would be. Naturally I play other games and have a life, but I often return to this game when I’m not doing anything and carry on. The results are as follows.

  • The world is a hellish nightmare of suffering and devastation.
  • There are 3 remaining super nations in the year 3991 A.D, each competing for the scant resources left on the planet after dozens of nuclear wars have rendered vast swaths of the world uninhabitable wastelands.

-The ice caps have melted over 20 times (somehow) due primarily to the many nuclear wars. As a result, every inch of land in the world that isn’t a mountain is inundated swamp land, useless to farming. Most of which is irradiated anyway.

-As a result, big cities are a thing of the distant past. Roughly 90% of the worlds population (at it’s peak 2000 years ago) has died either from nuclear annihilation or famine caused by the global warming that has left absolutely zero arable land to farm. Engineers (late game worker units) are always busy continuously building roads so that new armies can reach the front lines. Roads that are destroyed the very next turn when the enemy goes. So there isn’t any time to clear swamps or clean up the nuclear fallout.

-Only 3 super massive nations are left. The Celts (me), The Vikings, And the Americans. Between the three of us, we have conquered all the other nations that have ever existed and assimilated them into our respective empires.

-You’ve heard of the 100 year war? Try the 1700 year war. The three remaining nations have been locked in an eternal death struggle for almost 2000 years. Peace seems to be impossible. Every time a cease fire is signed, the Vikings will surprise attack me or the Americans the very next turn, often with nuclear weapons. Even when the U.N forces a peace treaty. So I can only assume that peace will come only when they’re wiped out. It is this that perpetuates the war ad infinitum. Have any of you old Civ II players out there ever had this problem in the post-late game?

-Because of SDI, ICBMS are usually only used against armies outside of cities. Instead, cities are constantly attacked by spies who plant nuclear devices which then detonate (something I greatly miss from later civ games). Usually the down side to this is that every nation in the world declares war on you. But this is already the case so its no longer a deterrent to anyone. My self included.

-The only governments left are two theocracies and myself, a communist state. I wanted to stay a democracy, but the Senate would always over-rule me when I wanted to declare war before the Vikings did. This would delay my attack and render my turn and often my plans useless. And of course the Vikings would then break the cease fire like clockwork the very next turn. Something I also miss in later civ games is a little internal politics. Anyway, I was forced to do away with democracy roughly a thousand years ago because it was endangering my empire. But of course the people hate me now and every few years since then, there are massive guerrilla (late game barbarians) uprisings in the heart of my empire that I have to deal with which saps resources from the war effort.

-The military stalemate is air tight. The post-late game in civ II is perfectly balanced because all remaining nations already have all the technologies so there is no advantage. And there are so many units at once on the map that you could lose 20 tank units and not have your lines dented because you have a constant stream moving to the front. This also means that cities are not only tiny towns full of starving people, but that you can never improve the city. “So you want a granary so you can eat? Sorry; I have to build another tank instead. Maybe next time.”

-My goal for the next few years is to try and end the war and thus use the engineers to clear swamps and fallout so that farming may resume. I want to rebuild the world. But I’m not sure how. If any of you old Civ II players have any advice, I’m listening.

via Geekosystem

Filmabend: The Kids aren’t allright

Passend zu unserer Glorifizierung des Teenager-Films der 80er Jahre wird es mal wieder Zeit für einen ausgiebigen Filmabend, mit dem man locker ein viertel Wochenende – sprich Samstag Abend und Nacht – füllen kann. Und auch bei diesem sollen die Teenager im Mittelpunkt stehen, allerdings primär ihre dunklen und morbiden Seiten. Be afraid, the kid’s aren’t allright! Sie lügen, stehlen, morden in den schlimmsten Fällen sogar, werden zu pubertären Monstern und Unglücksbringern für die erwachsene Welt… denn sie wissen nicht was sie tun. Die folgenden Filme veranschaulichen, warum die Kids schon immer böse aber auch verloren, ohne Hoffnung waren, in den 50ern ebenso wie in den 70ern, in den 80er Jahren ebenso wie im neuen Jahrtausend. Eine kleine cineastische Zeitreise durch die Abgründe der Jugend, flankiert von passender Musik, gutem Essen und angenehmer Gesellschaft. Eben alles, was ein traditioneller Homevideo-Abend benötigt.

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