
Auch wenn 2013 mittlerweile schon ziemlich fortgeschritten ist, habe ich mit dem letzten Filmjahr immer noch nicht ganz abgeschlossen. Aber es wird! Und in mir ist dann doch der Gedanke – mittlerweile schon ziemlich weit – gereift hier wirklich in mehreren Portionen 2012 als Film- und Kinojahr genüsslich zu rekapitulieren. Im Mittelpunkt dieser Retrospektive soll das große Wort “Kinomagie” stehen: Filme, die episch waren, Filme, die verträumt waren, Filme die magisch waren und ihr Publikum auf irgendeine Weise verzaubern wollten. Ob sie damit Erfolg hatten, werde ich in den folgenden drei Reviews 100% subjektiv eruieren. Vorhang auf für den gigantomanischen Episodenfilm Cloud Atlas, der den Spagat zwischen Mainstream-Epos und Kunstfilm wagt, Vorhang auf für die fantastische Literaturverfilmung Life of Pi, die Spiritualismus und Exotik auf die Leinwand bringen will, Vorhang auf für den Überraschungsgast Beasts of the Southern Wild, der sozialromantische Botschaft mit fantastischen und surrealen Momenten kreuzt. Vorhang auf für das Kino als Hort des Magischen; mit Sicherheit nicht ohne Pathos und Größenwahn, dafür aber in seiner ureigensten Bestimmung.
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Während ich derzeit mit Freundin und Familie feiere, versuche ich trotzdem auch online ein wenig Weihnachtsstimmung zu verbreiten und hacke deswegen – gute sieben Tage vorher – ein bisschen Christmas-Content in den Seite360-Kalender. Stimmungsvoll ist definitiv der Disney-Film Der Esel von Bethlehem (1978), der im Original The Small One heißt. Verantwortlich für den warmherzigen 20Minüter zeichnet sich niemand geringeres als Don Bluth, der nach seiner Zeit bei Disney mit unabhängigen Produktionen wie Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH (1982) oder Feivel, der Mauswanderer (1986) wahre Zeichentrickmeisterwerke produzierte, die sich in ihrer Ernsthaftigkeit und ihrem Respekt gegenüber dem Publikum angenehm von der kunterbunten, heilen Disney-Welt abheben. Seinen Hang zum erwachsenen, düsteren Einschlag merkt man Bluth durchaus auch im Esel von Bethlehem an, trotz seines enormen christlichen Einschlags. Der Film steckt voller Herzenswärme, bietet ein paar großartige Songs und eine schöne, runde Geschichte, deren Ende zwar ziemlich früh zu erahnen ist – und zudem Atheisten eventuell ein bisschen zu viel Christenkitsch sein könnte -, die aber dennoch als stimmungsvolles Drama zu begeistern weiß. Ein echter Weihnachtsklassiker, und einmal im Jahr kann man ja auch den Skeptiker/Zyniker/Pragmatiker in Einem skeptisch/zynisch/pragmatisch sein lassen und sich einfach an fantastischen Weihnachts-Sentimentalitäten erfreuen.







