WebTV-Highlights: Die Mondverschwörung, Homs, Nachrichten vom Großen Krieg, Kids react

kino

Jaja… im Moment sind wir alle wieder etwas faul, was Blogging-Aktivitäten betrifft. Marcus hat letzte Woche seine letzte Prüfung hinter sich gebracht, ich grüble im Moment über dem Seite360-Redesign (was für einen Nicht-Designer echt mal die Hölle ist) und Rinko entschwebt uns irgendwo auf Wolke 7. Anyway, hier ein kleines Lebenszeichen mit einigen wirklich sehenswerten Filmen, die sich derzeit in diesem Internet finden lassen, das trotz gegenteiliger Behauptungen alles andere als langweilig ist. Auf SPIEGEL.TV gibt es im Rahmen der Open Doku die großartige tragikomische Realsatire Die Mondverschwörung zu sehen, bei Arte+7 ist der herausragende, vor allem tragische, Homs – Ein zerstörter Traum reingerauscht und auf dctp.tv  gibt es im Catch-up Service Nachrichten vom Großen Krieg 1914-1918, Und als Goodie zum Abschluss noch eine tolle Kids React Episode, in der sich Kinder mit einem klassischen, traditionellen Wählscheibentelefon auseinandersetzen. Volles TV-Programm für einen ganzen Abend. Nach dem Klick…

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This Ain’t California – Doku über Skater in der DDR (Stream)

2011 hatten wir bereits über die Dokumentation This Ain`t California berichtet. Ich hatte damals bereits die Befürchtung den Film wohl nicht im Kino sehen zu können und freue mich natürlich über die Ausstrahlung auf Arte. Ein paar Tage ist der wirklich sehr sehenswerte Film noch als Stream online, ansonsten sei die bereits im März erschiene DVD ans Herz gelegt.

via Nerdcore

Berlin spricht Wände – Doku über die Berliner Street Art Szene

So, nachdem ich mit meinem Therapeuten geredet und mich für einen Häkel-Kurs zwecks Anti-Aggression angemeldet habe können wir ja wieder zu den wirklichen schönen Sachen im Leben kommen. Ich finde zwar Street Art mittlerweile etwas kommerzialisiert und hat für meinen Geschmack zu viele Mitläufer, aber interessant ist es ja nun wirklich und sieht auch überwiegend mal sehr schick aus.

via

Alexander Kluge – Alle Gefühle finden einen glücklichen Ausgang

Ab dem 24.4.2013 findet in der Cinémathèque Française, Paris eine Retrospektive zu Alexander Kluges Lebenswerk statt. Gezeigt werden alle seine Kinofilme und zusätzlich eine Menge Material aus dem dctp-Programm, inklusive teilweise unveröffentlichtem Footage. Zu diesem Anlass haben wir dann auch letzte Woche eine neue Themenschleife bei dctp.tv gelauncht, in der Ausschnitte des Programms gezeigt werden. Wer sich von den französischen Untertiteln nicht abschrecken lässt, findet dort eine Menge interessantes, informatives, experimentelles und obskures Material. Mein persönliches Highlight ist definitiv die 2002 produzierte Dokumentation “Alle Gefühle finden einen glücklichen Ausgang” von Angelika Wittlich: Diese folgt der Arbeit und dem Leben Kluges und zeigt dabei Bilder seines Studios, seiner Arbeits- und Schnittplätze, inklusive O-Tönen von Kluges Wegbegleitern wie Christoph Schlingensief und Oskar Negt. Unbedingt anschauen, das ganze ist ein großartiges Dokument deutscher Film- und Fernsehgeschichte.

“(…) Das Werk des Filmemachers und Intellektuellen Kluge thematisiert die Lebensbedingungen in der Nachkriegszeit, der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders, in den vom linksextremen Terrorismus geprägten 70er Jahren und im jetzigen Zeitalter des weltweit verbreiteten Kapitalismus.” (Pierre Gras)


Alle Gefühle finden einen glücklichen Ausgang auf dctp.tv

All Your History: Nintendo

Genau, das war’s. All your history are belong to us mit der wahrlich epischen Geschichte Nintendos: Von den Anfängen bis heute, von den früheren Arcade-Hits bis zur Wii U. Sieben Folgen à zehn Minuten… Ich habe das jetzt schon seit ner ganzen Woche im Browser geöffnet und immer noch nicht komplett gesehen (obwohl das bis jetzt gesehene wirklich fantastisch ist). In diesem Sinne: Für mich als erweitertes Lesezeichen, für euch als dicke Empfehlung: The History of Nintendo in knapp über einer Stunde. Sollte wohl jeder gesehen haben, der sich in der Videospielgeschichte zurechtfinden will…

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Klassenfahrt nach Auschwitz (WDR-Dokumentation)

Die YouTube-Description weist darauf hin, dass jeder der die ersten zwei Minuten der Doku gesehen hat (die als Video mit dem Titel Warum fährst du nach Auschwitz? wohl gerade viral gehen), zumindest auch die letzten zwei Minuten sehen sollte. Aber im Grunde genommen ist die gesamte Doku wirklich mehr als lohnenswert. Gerade in unserer Zeit, da die letzten Zeitzeugen wohl nicht mehr lange leben werden, sind genau solche Filme ungemein wertvoll, dokumentieren sie doch ein Stück Erinnerungskultur, die in unserer Gesellschaft viel zu oft verächtlich gemacht wird. Und bevor die Frage kommt: Doch ich denke, es wurde bei weitem noch nicht genug über den Schrecken der NS-Vernichtungsmaschinerie geredet, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Zeit des Nationalsozialismus nicht einmal 70 Jahre zurück liegt.

via Doktorsblog

Urlaubsgrüße von Jean-Luc Godard, Wim Wenders und Heiner Müller…

Egal was jetzt noch kommt… der Sommer ist einfach mal im Arsch. Nehmen wir das doch einfach zum Anlass, um uns ein wenig in nostalgischer Weltflucht zu üben und schauen uns dieses wunderbare Film-Material von Ira Schneider an. Dieser teilte sich in den 70ern mit Jean Pierre Gorin ein Haus unter der Sonne Kalifornien, in dem allerhand prominente Filmemacher und Künstler der damaligen Zeit zu Besuch waren. A Weekend at the Beach with Jean-Luc Godard (1979)  ist eine zehnminütige Impression der unbeschwerten Tage, die sie damals erlebten. Keine große Kunst, keine artifizielle Dekonstruktion, just The Wonder Years of the Golden Age of Cinema. Allein diese großen künstlerischen Genies, unbeschwert im atypischen Homevideo-Format zu sehen, ist schon ziemlich strange und gerade deswegen ein besonderer Genuss.

via cargo

Kurzfilm der Woche: The Dragon in my Dreams

Mal wieder ein etwas älterer, aber immer noch verdammt sehenswerter Film: James Rolfe, bekannt aus seiner Rolle als Angry Video Game Nerd, in der er gerade einen abendfüllenden Spielfilm dreht, spürt seiner Kindheit und der besonderen Bedeutung eines Drachen in dieser nach. Dieser Spielplatz-Drache hat ihn bis in seine Träume verfolgt und seine Begeisterung für das Fantastische gerade als Filmemacher entscheidend geprägt. Die Kurzdokumentation, die James zurück zu dem Ort seiner Kindheit folgt, ist ein ungemein anrührender Hybrid aus Dokumentation, Spurensuche und Liebeserklärung an die Fantasie und die Begeisterung für den Film und das Cineastische. Stille, poetische Töne, die überraschen, wenn man James nur aus seiner Nerd-Rolle kennt, die aber noch einmal sehr gut unter Beweis stellen, dass er weitaus mehr kann, als den wütenden Zocker zu mimen.

This is sort of a psycho-analysis of myself. It’s about my earliest memory and what drove me to make movies.

Special thanks to everyone who submitted music. I had plenty of stuff to listen through and will always look back if I need more.

Also thanks to the workers for allowing me to film there. They told me the dragon is being moved to the front of the park. Nevertheless, it was my last time seeing it the way I remembered. I have yet to go back and see how it looks today, assuming it was moved successfully.

The Dragon in my Dreams (USA, 2010)

Regie: James Rolfe

Kamera: Matt Conant

The Evolution of 8-Bit Art

Spannende Kurzdoku von PBS Arts aus der Reihe OF BOOK. Im Mittelpunkt stehen kulturelle Entwicklung und vor allem Ästhetik der 8-Bit-Kunst, insbesondere auch ihre Rolle in unserer heutigen Kultur.

Beginning with early Atari and Nintendo video games, the 8-bit aesthetic has been a part of our culture for over 30 years. As it moved through the generations, 8-bit earned its independence from its video game roots. The idea of 8-bit now stands for a refreshing level of simplicity and minimalism, is capable of sonic and visual beauty, and points to the layer of technology that suffuses our modern lives. No longer just nostalgia art, contemporary 8-bit artists and chiptunes musicians have elevated the form to new levels of creativity and cultural reflection.

The Evolution of 8-Bit Art via Superlevel

Kurzfilm der Woche: The Hands of Hollywood

Kurz-Dokumentation und Interview-Film, in dem Aufstieg und Fall des berühmten Handmodels Steve Hershon geschildert werden. Für mich als Handfetischist quasi essentielles Pflichtprogramm…

Directed by
Ryan Palmieri

Produced and Edited by
Ryan Palmieri and Austin Conroy

Visual Effects
Jarrett Lehman

Sound Design
AJ Pyatak

via Cinematze

Kurzfilm der Woche: The American Who Quit Money To Live In A Cave

Ein wenig Pathos für den Montag-Morgen… auch okay:

Mark Sundeen, the author of book, ‘The Man Who Quit Money’ is a soulful journey into the spirit of Daniel Suelo. Suelo, gave up on money in 2000. He walked into a phone booth, pulled out 30 dollars and left it. Twelve years later, Suelo still does not have a personal i.d. bank accounts, a modern home, does not take money, or live off of federal welfare. Suelo, lives in caves in the canyon lands outside of Moab, UT. Suelo, harvests wild foods, eats roadkill, and dumpster dives. Suelo, is not an isolationist, he still is very active in the Moab community SE Utah politics and he is an active blogger.

Sundeen, knew Suelo from Moab, UT when they both worked together as cooks. But years later Sundeen came across Suelo in a market and payed him no attention. After Sundeen gave thought to the current economy and Suelo’s philosophy he was inspired to write about Suelo. Sundeen’s book focuses on one man, but the message of the book captures the American zeitgeist of a changing economy.

via

Warum liegt hier überhaupt Stroh rum? – Darum!

Womit diese Frage auch endlich – wenn auch auf ziemlich banale Weise – beantwortet wäre. Das berühmte, Mem-gewordene Zitat stammt by the way aus dem Pornofilm Achtzehneinhalb, der 2002 produziert wurde und damit stolze 10 Jahre auf dem Buckel hat. So viel filmhistorischer Exkurs muss sein…

Nils Molitor – Regisseur und Inhaber von Kietz Film
Im Interview mit Manuel Möglich in der Reportagereihe ‘Wildes Deutschland!’.
Die Folge gibt es in voller Länge in der ZDF-Mediathek: http://bit.ly/dUw5Le (dieser Ausschnitt ist bei ca. 25 Minuten zu sehen)

via Kotzendes Einhorn

Update or Die! – Ein Stummfilm erklärt Albert Einsteins Relativitätstheorie

Ein fasznierender Infotainment-Prototyp aus dem Jahr 1923:  Nachdem der deutsche Regisseur Hanns-Walter Kornblum einen eher zwiespältig rezipierten Film über Albert Einsteins Relativitätstheorie gedreht hatte, nahmen sich die Fleischer-Studios des Themas an und inszenierten mit The Einstein Theory of Relativity (1923) einen zwanzigminütigen Erklärbär-Film, der trotz seines “eingeschränkten” Stummfilm-Formats und der eher putzigen Animationen schon verdammt viele Elemente der auch heute noch sehr populären Infotainment-Nische aufweist. Weitere Informationen zu dieser äußerst charmanten Dokumentation findet ihr drüben bei Astrodicticum simplex.

via Clockworker

Update or Die! – A History of Horror with Mark Gatiss

Dokumentarische Cineasten-Awesomeness fürs Wochenende: Im großartigen BBC-Dreiteiler A History of Horror (2010) beleuchtet und feiert Hollywood-Darsteller Mark Gatiss die Geschichte des Horrorfilms. So kümmert er sich im ersten Teil Frankenstein goes to Hollywood um die goldene Ära des US-Horrorkinos, widmet sich in Teil 2 Home Counties Horror den britischen Hammer-Films, um dann schließlich im finalen, dritten Teil The American Scream einen Blick auf die New Hollywood Horrorfilme der 60er und 70er Jahre zu werfen. Pflichtfutter für alle Cineasten und Genre-Freunde.

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