Disney

Gibt es in den Weiten des Internet leider nur auf englisch, ist aber dennoch mehr als sehenswert. Es finden sich ja wirklich eine ganze Menge herausragender Verfilmungen von Charles Dickens’ A Christmas Carol (1843) da draußen und dennoch gehört der Disney-Cartoon von 1983 nach wie vor zu denen, die mich am meisten bewegen. Scrooge wird in dieser Version – passenderweise – von Dagobert Duck verkörpert, dessen englischer Name Scrooge McDuck ist, natürlich angelehnt an die klassische Dickens-Figur. Seinen ersten Auftritt hatte Scrooge McDuck, der sich auch außerhalb von A Christmas Carol viele Eigenschaften mit dem berühmten Namenspatronen teilt, ebenfalls in einer Weihnachtsgeschichte, nämlich dem Comicheft Christmas on Bear Mountain (1947). In seinen Anfängen noch als eher unsympathisch charakterisiert, erarbeitete sich der reiche, geizige Grummelkopf schnell eine treue Fanbase und wurde von seinen Schöpfern daher peu à peu in einen sympathisch ambivalenten Charakter umgewandelt. Ich habe Dagobert schon immer geliebt, v.a. Dank der großartigen Serie und dem nicht minder großartigen Film Ducktales (1987 – 1990).

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Während ich derzeit mit Freundin und Familie feiere, versuche ich trotzdem auch online ein wenig Weihnachtsstimmung zu verbreiten und hacke deswegen – gute sieben Tage vorher – ein bisschen Christmas-Content in den Seite360-Kalender. Stimmungsvoll ist definitiv der Disney-Film Der Esel von Bethlehem (1978), der im Original The Small One heißt. Verantwortlich für den warmherzigen 20Minüter zeichnet sich niemand geringeres als Don Bluth, der nach seiner Zeit bei Disney mit unabhängigen Produktionen wie Mrs. Brisby und das Geheimnis von NIMH (1982) oder Feivel, der Mauswanderer (1986) wahre Zeichentrickmeisterwerke produzierte, die sich in ihrer Ernsthaftigkeit und ihrem Respekt gegenüber dem Publikum angenehm von der kunterbunten, heilen Disney-Welt abheben. Seinen Hang zum erwachsenen, düsteren Einschlag merkt man Bluth durchaus auch im Esel von Bethlehem an, trotz seines enormen christlichen Einschlags. Der Film steckt voller Herzenswärme, bietet ein paar großartige Songs und eine schöne, runde Geschichte, deren Ende zwar ziemlich früh zu erahnen ist – und zudem Atheisten eventuell ein bisschen zu viel Christenkitsch sein könnte -, die aber dennoch als stimmungsvolles Drama zu begeistern weiß. Ein echter Weihnachtsklassiker, und einmal im Jahr kann man ja auch den Skeptiker/Zyniker/Pragmatiker in Einem skeptisch/zynisch/pragmatisch sein lassen und sich einfach an fantastischen Weihnachts-Sentimentalitäten erfreuen.

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Jaja, Disney kauft die Star Wars Franchise und Millionen von Nerds laufen Amok. Warum eigentlich diese Hysterie? Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster und behaupte, dass ist das beste was der Space Opera passieren konnte. George Lucas hat die Prequels auch eigenmächtig ordentlich versemmelt und wenn ich zusätzlich daran denke, was er aus dem letzten Indiana Jones gemacht hat oder wie er mit den 70er und 80er Klassikern umgegangen ist (“Noooooo!”), dann kann es nur gut sein, wenn endlich mal jemand anderes an die Serie rangelassen wird. Und Disney hat in den letzten Jahren durchaus bewiesen, dass sie in der Lage sind großes, episches Popcorn-Kino zu machen: The Avengers, Tron legacy… okay, Fluch der Karibik fand ich doof, aber bei weitem nicht so doof, wie die letzten Lucas Verbrechen. Daher ein optimistischer Blick in die Zukunft meinerseits. Achso, unten im Video seht ihr dann, wie Darth Vader in Disneyland herumtollt. Just that. Schmunzeln musste ich trotzdem.

via Netzpiloten

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Hipsters sind ja schon so Mainstream, da musste ja folgerichtig ein Disney-Musical zu dem Thema gedreht werden. Ich hätte mich ja mehr über Goofy in Skinny Jeans und rosa Vintage-Brille gefreut, aber naja…

via

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Die Geschichte hinter Steve Moores Redux Riding Hood (1997) ist mindestens genau so spannend wie der eigentliche Film. Gegen Mitte der 90er plante Disney unter dem Projektnamen Totally Twisted Fairy Tales zusammen mit MovieToons eine Reihe von animated Shorts, die klassische Märchenstoffe düsterer, schräger und vor allem erwachsener erzählen sollten. Moores Neuinterpretation ist dann tatsächlich der einzige Film, der dafür produziert wurde: 1997 fertig gestellt, im selben Jahr mit einer Oscar-Nominierung geadelt, ein Jahr später von Disney in den Giftschrank verbannt.

Schon merkwürdig, da wurde Steven Moore einerseits freie Hand bei der Inszenierung gelassen, andererseits schien das Ergebnis doch nicht so ganz dem von Disney intendierten Film zu entsprechen. Redux Riding Hood beginnt als eine Auseinandersetzung des älter gewordenen Wolfes mit seinem Rotkäppchen-Trauma und läuft gegen Ende total aus dem Ruder. Zu viel sei an dieser Stelle nicht gespoilert, aber der Film enthält unter anderem multible Wolf-Versionen, Zeitreisen und eine ordentlich psychotische Inszenierung. Gerade der nostalgische und zugleich schräge Stil, inklusive Hammer-Score erinnert nicht zuletzt an die mutigeren Tex-Avery-Cartoons der guten alten Zeit… hey, und der hat auch schon mal eine ziemlich erwachsene Red Hot Riding Hood (1943) im Programm, die ebenfalls mit Zensur und Giftschrank-Politik zu kämpfen hatte (die gibt es dann nach dem Klick zu sehen).

Auf seinem Blog erzählt Steve Moore mehr zur Entstehung des Films und zu den Kämpfen die er auszufechten hatte… (via /film)

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Das würde also dabei herauskommen, wenn Lars von Trier oder Vinterberg die Geschichte von Donald Duck erzählen würden. Ein düsterer, deprimierender, mit verwackelter Handkamera und schiefen Schnitten inszenierter Arthaus-Film zwischen absurdem Melodram und naturalistischer Tragödie. Da können auch Tick, Trick und Track nicht mehr helfen…

From Icelandic comedy group Mid-Island, comes a mock trailer for a dogma film about the lives and times of Donald Duck.. in danish!

Donald leads a tormented life on the unforgiving streets of Duckburg, where sometimes he must betray his own conscience to make ends meet.

Donald has to raise his 3 nephews, deal with a cheating girlfriend and put up with working for his stingy uncle; the richest duck in down. This is a tale everyone can relate to.

The sketch was premiered in the comedy show Mid-Island on Channel 2, Iceland, april 12, 2012.

via

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Im Jahr 1946 produzierte Disney mit The Story of Menstruation einen Aufklärungsfilm für US-Schulen, der die Herausforderungen junger Mädchen zu Beginn der Pubertät zum Thema hatte. Vordergründig ging es natürlich um die Veränderungen des weiblichen Körpers, im Besonderen um die beginnende Menstruation. Tatsächlich war der Film aber neben dem Marketing für die Damenbinde Kotex von Kimberly-Clark – die den Film mitproduzierten – eine saubere, brave, eben disney-konforme Auseinandersetzung mit der Pubertät: Hygienisch rein, asexuell und skrupellos das patriarchische Gesellschaftsbild der 40er und 50er Jahre kolportierend. Janice Delaney schrieb dazu:

„In der Welt von Disney ist die Regelblutung nicht blutrot, sondern schneeweiß. Die Zeichnungen einer Vagina gleichen eher dem Querschnitt eines Spülbeckens als dem Inneren und Äußeren eines weiblichen Körpers. Es gibt kein Hymen, keine Klitoris und keine Schamlippen; der ganze Fokus liegt auf dem kleinen Nest und seiner potentiellen Schleimhaut. Obwohl Disney und Kimberly-Clark zu Sport während der Periode raten, sind die Sport treibenden Zeichentrickmädchen (die wie Disneys Cinderella aussehen) ohne Füße dargestellt; Fahrräder bewegen sich wundersam die Straße hinunter, ohne von der Fahrerin irgendwie durch Muskel- oder Geisteskraft gelenkt zu werden. Wenig später gibt es ein Happy End mit einer Szene, die eine mit Lippenstift geschminkte Braut zeigt, unmittelbar gefolgt von einer Szene einer mit Lippenstift geschminkten Mutter mit Baby.“

J. Delaney, M. J. Lupton, E. Toth: The Curse. A Cultural History of Menstruation (1988) (via)

Besser kann man es nicht ausdrücken… Und trotzdem ist es auch irgendwie eine Freude, diesen hoffnungslos naiven, schrecklich reaktionären und fast schon realsatirisch braven, antiqierten Aufklärungsfilm von einst zu sehen.

via

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Großartige Hybride aus Superhelden und Disney-Figuren sind im Rahmen eines Worth100-Contests entstanden. Ein Paar Favorites noch nach dem Klick, den Rest gibts auf der Contest-Seite selbst zu bestaunen…

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Puh… ganz schön düster, was uns Fotograf Thomas Czarnecki da auftischt. Erst vor kurzem hat Rinko hier ja schon mal ziemlich bissige Disney-Dekonstruktionen gepostet, die gefallenen und verlorenen Prinzessinnen und Märchenfiguren dieser Fotos gehen aber einen ganzen Schritt weiter… allein schon wegen der Dinge, die sie ausmalen ohne zu zeigen.

From Enchantment to Down via Whokilledbambi?

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Wunderbar gemeines Disney-Bashing von Flickr-User Rodolfo Loaiza, der die reaktionäre Heile Welt des Disney-Imperiums aufs Korn nimmt und dekonstruriert. Ich hätte mir noch einen Seitenhieb auf Walt Disney`s Denunzierung während der McCarthy-Ära gewünscht, aber brennendes Disneyland und Pinocchio als Fixer reicht ja auch schon.

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bad friends

WAR DIRTY

mehr Fotos in dem Flickr-Stream von Loaiza.

via FuckyeahTobiTobsen

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Serien-Unterhaltung die Erste: Wie schon in der 00er Retrospektive will ich zum Abschluss der 90er Kanonisierungs-Tour-de-Force noch einen kleinen Blick auf die TV-Landschaft des Jahrzehnts werfen. Gleich zu meiner Entschuldigung: Die meiste Zeit über in den 90ern war ich ein Jugendlicher, die andere Zeit ein Kind. Dementsprechend nostalgisch ist dieser Rückblick gefärbt. Es gibt mit Sicherheit mehr als genug Kandidaten, bei denen man heute denken könnte: What? Wieso gehören die da rein? Sollten hier nicht die besten Serien stehen? Nun, die TV-Erzeugnisse der 90er Jahre sind tatsächlich um einiges ruppiger gealtert als die cineastischen Perlen. Und ja, dieser Rückblick ist durch die rosarote Nostalgie-Brille geschrieben. Aber was solls. Ich habe diese Serien geliebt. Und die meisten liebe ich auch heute noch. Manche – wie die Batman Zeichentrickserie – habe ich sogar weitaus später erst für mich entdeckt. Aber den Großteil machen eben doch die Nostalgiehits aus: Star Trek TNG, Are you afraid of the Dark?, Alfred J. Kwak, Picket Fences… Gott, was habe ich die abgefeiert, was habe ich jeder neuen Folge entgegen gefiebert! Insofern teile ich an dieser Stelle auch einfach ein Stück Erinnerungskultur… Ähm, ja: Viel Spaß damit.

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Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass wir an dieser Stelle schon lange keinen Klassiker mehr gepostet hätten… Egal. Der hier gehört rein. Genau an diese Stelle. Salvador Dali trifft Walt Disney: Künstlerisch, kreativ, persönlich… Begonnen wurde mit Destino 1946, schlappe 60 Jahre später – im Jahr 2003 – erblickte der fertige Film das Licht der Öffentlichkeit. Dazwischen liegt eine lange Ära der Vergessenheit. Da die Disney-Studios in den 40ern am Hungertuch der Zeit zu knabbern hatten, wurde das Projekt begraben. Erst 1999 von Walt Disney Neffen Roy E. Disney während der Arbeit an Fantasia 2000 wiederentdeckt, wurde seitdem verbissen an der Finalisierung des Projekts gearbeitet. Gut so. Destino atmet auf wunderbare Weise den Geist des Surrealismus und der Zeichentrick-Kunst der goldenen Ära. Auf eindrucksvolle Weise verbindet er beide Welten und kreiert ein einzigartiges Erlebnis zwischen Pop- und Hochkultur.

Destino began in 1946 as a collaboration between Walt Disney and the famed surrealist painter Salvador Dalí. A first-hand example of Disney’s interest in avant garde and experimental work in animation, Destino was to be awash with Dalí’s iconic melting clocks, marching ants and floating eyeballs. However, Destino was not completed at that time. In 2003, it was rediscovered by Walt’s nephew, Roy E. Disney, who took on the challenge of bringing the creation of these two great artists to fruition. In addition to the completed Destino, this exciting addition to the Walt Disney Treasures line also includes an all-new feature-length documentary that examines the surprising partnership between Dalí and Disney plus two new featurettes; “The Disney That Almost Was”, an examination of the studio’s unfinished projects; and “Encounters with Walt”, which addresses the surprisingly diverse group of celebrities and artists who were attracted to Walt Disney’s early work.

Destino (USA 1945 – 2003)

Regie: Dominique Monféry

Entwicklung: Salvador Dalí, John Hench, Donald W. Ernst

Produktion: Baker Bloodworth, Roy E. Disney

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Derzeit grasiert ja bekanntlich das Potter-Fieber. Dank des zweiten Teils des siebten Teils (ähmmm) der Adaption von J.K. Rowlings Fantasysaga haben diverse Blogposts, Mashupfilme und Fanarts im Netz wieder einmal Hochkonjunktur. Und ja, ich muss zugeben, ich bin auch infiziert vom Potter-Fieber, und das nicht erst, seitdem uns die Nazi/Appeasement/Voldemort-Interpretation ordentlich Besucher von Google rüberspült. Harry Potter ist nunmal ungemein faszinierend, allein schon, weil er eben ein beispielloses Rezeptionsphänomen darstellt. Und auch wenn J.K. Rowling nicht die begnadetste Geschichtenerzählerin unter Gottes Sonne ist, kann sie zumindest eine Fantasywelt ungemein lebendig werden lassen. Auf jeden Fall scheinen auch Leute, die mit dem Hype zuvor nichts am Hut hatten, ebenfalls partiell angesteckt zu werden. So wie Gilly, der nach eigenem Bekunden noch keine Seite Harry Potter gelesen, aber trotzdem bei reedit diese beiden schicken Reinterpretationen des Potter-Kosmos rausgesucht hat, die ich hier einfach weiterreichen muss.

Harry Potter als Anime von 中川 und als  Disney-Zeichnung von Makani gibt es – wegen der extremen Höhe der Bilder – erst nach dem Klick.

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…Kann in diesem Fall einfach mal unkommentiert stehen bleiben. (via)

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Okay… der Hype um Barack Obama ist ja mittlerweile so etwas wie eine olle Kamelle. Und ehrlich gesagt war mir dieser Hype damals schon etwas suspekt (Auch wenn ich nach wie vor unendlich glücklich darüber bin, dass Obama im damaligen Wahlkampf seinem Kontrahenten überlegen war). Aber diese Geschichte hier macht den derzeitigen US-Präsidenten – der sich mit dem Tod Osama Bin Ladens eventuell eine weitere Amtszeit gesichert hat – gleich wieder ungemein sympathisch. Nachdem er dem Druck von FOX und Donald Trump vor einigen Wochen nachgegeben und seine verdammte Geburtsurkunde gezeigt hatte, präsentierte er nun auch noch beim Pressegaladinner sein offzielles Geburtsvideo.

Humor ist für einen Politiker ohnehin schonmal ein Win… Disney auch… und dieses Fucking Best Musical Intro Ever erst Recht. Nach dem Klick gibts dann noch das wunderschöne Original aus The Lion King (Die besten Zeichentrickfilme der 90er). Und wer diesen nicht kennt, sollte das schnellstens nachholen…

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