Someone called Steve Austin a SJW… Then this happened.

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Wegen seiner “progressiven” – manch einer würde sagen, einfach nur vernünftigen – Ansichten zu Themen wie Gay Marriage wurde Steve Austin als Social Justice Warrior bezeichnet (das englischsprachige Äquivalent zum “Gutmenschen”)… und er hat reagiert, wie es sich für einen Bad Ass Wrestler gehört. Ich feiere das gerade extrem ab und verzeihe dem Stone Cold dabei auch liebend gerne die Caps Locks. Social Justice Warriors of the world united. Let’s kick some asses!

via boing boing (Facebook)

Was passiert, wenn jemand ein “Band Aid 30″ Video auf Facebook teilt?


Einen habe ich noch für den Freitag Abend (und alle vom Internet gelangweilten Facebook-Timeline-Aktualisierer da draußen). Eine großartige Infografik von Misha Anouk darüber, was beim Teilen eines Band Aid 30 Videos auf Facebook passieren kann. Und ja, ich kann mich auch Mishas Geständnis anschließen: Entdecke mich so in ziemlich allen Beiträgen – abgesehen von den Verschwörungstheorie-Posts – wieder. Dieses Jahr aber nicht, da bleibt dieses Blogpost mein einziger Kommentar zu dem Thema… vielleicht… versprochen … hoffe ich…

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Band Aid 30 – Do They Know It’s Christmas? (2014) (Amazon Partnerlink für einen guten Zweck)

Facebook und Band Aid 30 via Kraftfuttermischwerk

Über den schleichenden Wertegewinn der jungen Generationen…

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Eröffnungsrede zum Kongress der Gesellschaft zum Erhalt des Status Quo und der konservativen Gesinnung (April 2014):

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe konservative Mitstreiter,
seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten sehen wir uns dem schleichenden Wertegewinn der uns folgenden Generationen ausgesetzt. Nicht nur dass dies eine immense Gefährdung für unseren Konservatismus darstellt, auch rückt es uns ältere Generationen immer aufs Neue in ein schlechtes Licht, müssen wir uns doch jedes Mal damit konfrontiert sehen, auf der scheinbar falschen Seite der Geschichte zu stehen. Aber meine liebe Mitstreiter, Larmoyanz – auch wenn wir diese perfekt beherrschen – hilft an dieser Stelle nicht weiter. Viel mehr ist es mir darum gelegen, die Problematik in diesem Vortrag und den folgenden Arbeitsgruppen zu analysieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, mit der wir sie nicht nur besser verstehen sondern im besten Falle auch effektiv bekämpfen können.

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Links fürs Wochenende

Günter Grass – Europas Schande

Ja, ja… wir sind ein Kulturblog und so. Und wenn Günter Grass mit viel Brimborium mal wieder ein neues Gedicht zu einem politischen – kontrovers diskutierten – Thema veröffentlicht, kommen wir daran nicht vorbei. Das Echo darauf hält sich aber dieses Mal in Grenzen. Ein Skandal ist ohnehin nicht zu erwarten, zumindest wenn es nach Spiegel Online geht. Ohnehin beschränken sich die Kommentare von den großen Medien bisher eher auf Agenturmeldungen. Er hat es schon wieder getan… Mehr fällt den meisten nicht dazu ein. Immerhin hat das Teil schon einen eigenen Wikipedia-Artikel (Das ging schnell). Weder auf Twitter noch sonst wo ist bisher allerdings viel passiert. Daher an dieser Stelle nur ein kurzer Hinweis auf die logische Forderung der @leipzigerin: Herr G. braucht ein Blog sowie meinen eigenen Analyseversuch. Vielleicht hat sich der Günter G. dieses Mal tatsächlich vergaloppiert mit seiner Suche nach Aufmerksamkeit und das große Echo bleibt aus. Wäre nicht allzu schade…

Im Auge des Shitstorms

Sarah Kuttner benutzt – um Alltagsrassismus anzuprangern – das Wort “Negerpuppe” und gerät ungewollt in einen albernen, vom Boulevard und empörten Facebook-Nutzern angestachelten Skandal, der auch zum kleinen Shitstörmchen wird. Mittlerweile hat sich die Lage Gott sei Dank beruhigt und ausgerechnet SPON ist mit einem differenzierten Artikel dafür verantwortlich.

Bertrand Russell explains: “Why I’m not a Christian.”

Lord Bertrand Russell’s famous (or infamous if you prefer) 1927 essay “Why I Am Not A Christian” is one of the “classics” of “atheist literature” and one that is still likely to be read to this very day by budding unbelievers trying to inch themselves out of the church pew

Forget me not (Browsergame)

Das schon längere Zeit als Download-Version erhältliche Independent Game “Forget me not” gibt es jetzt auch zum bequemen Spielen im Browser. Simples Prinzip, herausfordernder Schwierigkeitsgrad. Top Gameplay!

Gamgea vor Ort: Computerspielemuseum Berlin

Schon etwas älterer Erfahrungsbericht vom wirklich tollen – wenn auch zu kleinen – Computerspielemuseum auf der Frankfurter Allee. Hingehen lohnt sich, auch wenn das Wetter derzeit eher nach See und Freibad schreit.

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Hilfe, wir werden inkompatibel

Nun also ist es mal wieder soweit. Revolution. Disruption. Oder wenigstens Evolution. Unter dem Begriff Zeitenwende macht es heute kein Experte mehr, der sich das Netz, die Software oder gar Mechatronik/Robotik vorgenommen hat. Da plätschern die Innovationen in der Automobilbranche, der Pharmaindustrie oder der Bankenwelt so vor sich hin. Aber die Welt der digitalen Technik hält wacker das Fähnchen der Innovation hoch. Nur wir dumme Gesellschaft kommen nicht mit – durch unser soziales Gewese…

Letztes Jahr auf Seite360:

Im Zuge der filmgeschichtlichen Exkurse erinnern wir uns an einen der ältesten Animationsfilme überhaupt. Florian erinnert sich mit viel Gänsehaut an die große Zeit von Sonny und Cher, lauscht noch einmal ihrer bewegenden Grabrede und hört ein-, zwei- vielleicht auch dreimal den wunderschönen Song “I got you babe”. Außerdem wirft er einen ätzenden Blick auf ätzende Videospielverfilmungen, wirft einen etwas analytischeren Blick auf David Finchers Fight Club und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Filmtiteln auf den Erfolg des jeweiligen Films. Rinko genießt währenddessen räudige Gitarrenmusik von Fucked Up in Köln und steckt ansonsten wohl irgendwie in dem selben Sommerloch, in das Flo und Marcus gerade geraten sind.

Links Fürs Wochenende

Urheberrecht die 85.

Dieses Mal wird die Aktion nicht im Handelsblatt gefeatured, sondern prominent in der Print-Ausgabe der ZEIT (während sich deren Online-Angebot ziemlich zurück hält). Ausgangspunkt ist eine Unterschriftenaktion mit dem Titel Wir sind die Urheber!, an der sich zahllose Verwerter und Künstler (insbesondere Autoren) beteiligen. Erste “Netzreaktionen” gab es unter anderem von Netzpolitik und Udo Vetter, außerdem einmal ein erbostes, verdammt zutreffendes Wir auch., einmal ein verdammt zutreffendes Ohne mich sowie den Versuch einen Konsens-Findung zum einen von Tom Hillenbrand unter dem Titel Wer hat an dem Ur gedreht?, zum anderen – wenn auch polemischer und konservativer – beim Börsenblatt, das ähnlich wie das Handelsblatt in diesem Fall eher auf der Seite der Urheber Rechteverwerter wirtschaftlichen Interessenten steht. Ebenfalls eine eher konservative – trotzdem differenzierte – Position (jetzt echt mal wertneutral gemeint) nimmt Boris Hänßler mit der Frage Ist das Urheberrecht für Uropas? ein.

Und dann gibt es natürlich noch die – angenehm unpolemische – Gegenaktionen Wir sind Urheber und Wir sind die Bürger! Zum vermeintlich stabilen Schulterschluss zwischen Urhebern und Verwertern ist zusätzlich der aktuelle Fall Village People interessant. In diesem hat sich Urheber Victor Willis in den USA vor Gericht erfolgreich gegen die Enteignung durch die Musikindustrie durchgesetzt.

Stoff für die Ohren gibt es auch zu der Diskussion: Das Kulturgespräch im Deutschlandfunk beschäftigt sich mit dem Digitalen Kulturkampf (45 Minuten), zu Gast sind Julia Schramm, Agnes Krummwiede und Niki Stein.

Ansonsten scheinen die Online-Ableger großer Printmedien mittlerweile – unabhängig von der eigenen Positionierung – etwas differenzierter und auch progressiver an die Sache heranzugehen, wie Christian Stöcker mit seinen fünf größten Irrtümern im Urheberrechtsstreit eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auch wenn es für die Netzuser und Piratenanhänger hier nichts wirklich neues zu lesen gibt, sei dennoch eine wärmste Empfehlung für den gut recherchierten, differenzierten Artikel ausgesprochen. Ebenfalls lesenswerte ein Fünf-Punkte-Plan im Freitag mit der Aufforderung: Schneiden wir den Kuchen neu an. Ebenso sei der Perlentaucher-Kommentar Wer den Apfel küsst empfohlen und Georg Diez hat sich ebenfalls herrlich direkt zu dem seiner Meinung nach Aufgeblasenen Protest geäußert: “Es ist eine Geste des Angstmachens und des Einschüchterns, eine Geste der Ab- und der Ausgrenzung. “Wir” wissen, wie es geht, “wir” schreiben Bücher und machen Kunst, “wir” sind nicht ihr. Das wirkt ein wenig wie früher auf dem Pausenhof: Klassenkeile für den Neuling und die Raucherecke nur für Oberstufenschüler.” Der Nilzenburger ist von beiden Seiten genervt und hat keine Lust mehr auf diese Kackdiskussion, Christopher Lauer von den Piraten dagegen findet den Protest richtig und die Debatte notwendig und schließt seinen Kommentar in der FAZ mit den Worten: “Ich habe keine Lust, jede Woche einen weiteren Aufruf für oder gegen das Urheberrecht zu lesen. Lasst uns endlich vernünftig miteinander reden.” Und irgendwie sind sie sich dann mit dieser Meinung, dass ein Handreichen, nicht ein Streit notwendig ist, doch alle erstaunlich einig, egal ob konservativ, progressiv, für oder gegen die Debatte…

“Ich kann doch machen, was ich will”

Ganz ehrlich, wer hat diesen großartigen Spruch, meist vorgetragen von nervigen Ignoranten, nicht schon einmal gehört? Der dauerplappende Vollhonk  oder Depp, der sich das ganze Konzert darauf konzentriert, schlechte und verwackelte Aufnahmen zu machen. Oli Schulz hat sich bei seinem Auftritt bei Stefan Raab besonders über Trolls auf Youtube und eben diese besonders großartige Typ an Konzertgängern aufgeregt. Sehr lustig, sehr lesenswert und sehr traurig. Mach dir nichts draus, Oli. Wir werde es niemals ändern, aber schön das du es mal gesagt hast.

Geht das Indie richtige Richtung?

Dennis von Superlevel macht sich Gedanken über die Indie-Kategorisierung bei Videospielen. Passend dazu auch: Bestes Indie-Spiel: Was die Branche denkt.

Geschichte (MP3)

Unsere Biographie besteht aus Fragmenten, Versatzstücken, einzelnen Geschichten. Allen gemein ist, dass sie uns ausmachen – ob gut oder schlecht, ob heute noch nachvollziehbar oder nicht, ob fact oder fiction. Wie wir sie lesen, liegt ganz bei uns.

Die Show aus dem Netz

Jürgen Vielmeier über die rasant wachsende Zahl an web-TV-Formaten, die direkt von und für Content-Verwerter wie YouTube oder Vimeo produziert werden.

Von Durchfallerkrankungen und Einschaltquoten

Vom Einfachen gibt es meist mehr als vom Komplizierten – das stimmt bei biologischen Organismen genauso wie bei Kulturgütern und Ideen. Vor allzu simplen Qualitätsbewertungen sollten wir uns hüten.

Hardcore wird weiblicher

Um ehrlich zu sein, hätten Against Me! relativ wenig Chancen hier besprochen zu werden. Ich habe die mal so Mitte der 00er Jahre gehört und so richtig abfeiern konnte ich deren etwas eindimensionalen HC/Punk nicht so wirklich. Umso überraschender die Nachricht, dass Frontsänger Tom Gabel nun eine Frau sein möchte und schon seit seiner Kindheit das Gefühl hat im falschen Körper zu leben. So richtig will das visuell nicht in mein Gehirn vordringen, da Gabel auch rein vom Kleidungs-Code nicht unbedingt eine Ausnahme-Rolle in der Szene spielt(e) und seit Jahren schon erheiratet ist. Die Reaktionen seitens der Hardcore-Fans sind erfreulicherweise wohlwollend und zeigt das auch HC und Metal mittlerweile im 21. Jhrdt angekommen ist, wie man schon früher an dem Outing von Life Of Agony Sänger(in) Keith Caputo und der neuen Welle von Hardcore Bands sehen kann, die Homofeindlichkeit und Ignoranz gegenüber sexueller Orientierung nicht als Vorbild sehen.

Letztes Jahr auf Seite360:

Retro, Retro, Nostalgie, Retro und so weiter: Rinko kümmert sich um die breitbeinigen Testosteronbolzen der 90er Jahre im Rückblick auf die besten Hardrock-Alben des Jahrzehnts, Florian erinnert sich anlässlich des vierten Teils der Scream-Saga an den Beginn der Franchise mit Scream (1996) sowie seinen beiden Fortsetzungen. Abseits davon wird es kuschelig in der 90er Jahre Aufarbeitung: Die besten Tragikomödien Teil 3Die besten Tragikomödien Teil 4 und Gedanken über den Stellenwert von American Beauty im tragikomischen Kino der Dekade. Aber aktuelle Filme und aktuelle Alben werden auch unter die Lupe genommen. Musikalisch gibt es verspultes und verkopftes Material von 31 Knots, Gabby Young and other Animals, Blackmail und Wonga. Für das filmische Kontrastprogramm sorgen in diesem Fall Source Code, Paul – Ein Alien auf der Flucht und Wir sind die Nacht

Was gesagt werden sollte.

Warum schweige ich nicht,

quatsche ich doch viel zu lange schon,

argumentiere mit etwas,

was in rabulistischem Wahn offensichtlich

geschaffen wurde, geübt wurde

und dazu führt, dass der Inhalt

im politischen Diskurs nur noch zu Fußnoten verkommt.

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Links fürs Wochenende

Der Tod und das Social Web

Thomas Gigold über die Rolle der digitalen Sphäre am Ende des Lebens.

Die Grass-Debatte:

Puh, da gibt es so viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Nee, okay… eigentlich ist es klar. Natürlich erstmal mit dem Gedicht selbst, Was gesagt werden muss. Einen guten Kommentar gibt es von Josef Joffe, der sich Gedanken über den innerlichen Antisemitismus Grass’ macht: Der Antisemitismus will raus. Etwas handwerklicher geht da Frank Schirrmacher vor, der das Gedicht auseinander nimmt und unter dem Titel Was Grass uns sagen will eine mögliche Interpretation anbietet.

Die SZ selbst stellt noch einmal einen kleinen Überblick der empörten Reaktionen zusammen, die auf Grass in den letzten Tagen hereingeprasselt sind. Laut dem Postillon haben die Vereinten Nationen ein Tinten- und Pfeifentabakembargo über Grass verhängt. Broder stellt fest, Günther Grass sei zwar nicht ganz dicht, aber ein Dichter, während einer der wenigen wohlwollenden Kommentare von Thomas Nehls stammt. Dieser verlangt Friedenspreis statt Schelte für den in der Kritik stehenden Lyriker. Dieser hat selbst natürlich auch nochmal reagiert (siehe Video unten), woraufhin Arno Frank feststellt, dass sich Grass nur noch weiter in seinem selbstverzapften Unsinn verstrickt. Und Broder langt in diesem Fall auch nochmal nach: “Ein autoritärer Knochen spielt verfolgte Unschuld”… Meiner Meinung nach summa summarum viel zu viel Aufregung um ein politisch eindimensionales, unterdurchschnittliches Gedicht.

Sensationalist Movie Posters, 1956-1973

Futter für die Augen vom Retronauten

Eine kurze Geschichte vom Kopieren und Kapieren

Wolfgang Messer begibt sich auf eine kleine Zeitreise in die Geschichte der analogen und digitalen Kopie des 20. Jahrhunderts:

Kein (Urheber-, Nutzungs-, Lizenz-, Leistungsschutz-, Anti-Produktpiraterie-)Recht der Welt – und sei es auch noch so neu und genial konstruiert – wird die Zeit komplett zurück drehen können. Es wird allenfalls noch notdürftig ein paar Wunden verbinden und Brüche schienen, aber nichts mehr wirklich heilen. Möglicherweise richtet es stattdessen sogar neuen Schaden an. Viele Chancen vertan und wenig kapiert, schon lange.

Gottes geliebte Söhne

Er ist homosexuell und Kandidat für das Priesteramt. Die katholische Kirche sieht das nicht vor, sie nennt sein Leben „ungeordnet“. Anvertrauen kann sich der junge Mann niemandem – und ringt mit seiner Berufung.

Die sixtinische Kapelle online

Ein wenig Besinnung für die feierlichen Ostertage, inklusive sakraler Klänge und interaktiver Features.

Machen Pornofilme Religiöse (un-)glücklich?

Pornofilme werden von glücklich Verheirateten seltener angeschaut und machen auch nicht wirklich glücklich. Aber massiv beeinträchtigen sie das Lebensglück (nur) jener, die glauben, dass solche Filme zu verdammen seien – und sie dennoch anschauen.

Die Handelsblatt-Debatte:

Das Handelsblatt, das Autoren auch gerne mal Kriegserklärungen an die Netzgemeinde schreiben lässt – hat unter dem Slogan Mein Kopf gehört mir die Statements von “mehr als hundert Vertreter aus Kunst, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik” zu Urheberrecht und geistigem Eigentum veröffentlicht. Reaktionen aus der “Netzwelt” ließen natürlich nicht lange auf sich warten: So stellt Marcel Weiss auf Neunetz fest, dass sich unter den 100 Handelsblatt-Kreativen gerade mal 26 Kreativschaffende, dafür aber 47 Manager befinden und spricht von einer kompletten Selbstdemontage des Handelsblatt, während  Markus Beckedahl dem Wirtschaftsmagazin Kampagnen”journalismus” vom Feinsten attestiert. Schön bissig nimmt Thomas Knüwer den zu den Promi-Statements veröffentlichten Artikel auseinander: Das Handelsblatt schwurbelt durch die unreale Welt lautet sein Fazit.

Auch Dirk von Gehlen meldet sich zu Wort: Vom Wissen der Wichser, ebenso Stefan Niggemeier, der passend feststellt Euren Kopf habt ihr längst verloren und den Verantwortlichen der Kampagne einige weitere lesenswerte Links ans Herz legt. Eine ebenfalls gute Linksammlung haben die Piraten auf Google+ zusammengestellt, während Richard Gutjahr zum anschwelenden Twitter-Shitstorm verschmitzt feststellt:

Letztes Jahr auf Seite360:

Florian sinniert über Grenzen und Möglichkeiten des aktuellen Zombiefilms und sucht in der Veröffentlichungsflut des Jahres 2011 nach hörenswerten Alben für den April. Fündig wird er bei den Mountain Goats, Za!, Explosions in the Sky und Colin Stetson. Für den nötigen Schub Nostalgie sorgen die besten Komödien der 90er Jahre. Ansonsten freuen wir uns alle so wie dieses Jahr (ähmm) am schönen Wetter und geben uns diversen Frühlingsgefühlen hin.

Links fürs Wochenende

Karl May zum 100. Todestag

Ich war nie sonderlich großer Karl May Fan, aber dank der Cowboy-und-Indianer-Liebe meines Vaters war der Abenteuer-Schwindler in meiner Kindheit doch stets präsent. Zu seinem 100. Todestag spielt er in der deutschen Presse natürlich wieder eine außerordentliche Rolle. So begibt sich Henning Sußebach auf die Suche nach den heutigen Indianern und schreibt einen langen, aber wirklich großartigen Artikel unter dem Titel Wenn Winnetou das wüsste. Roger Willemsen stellt im Westen fest: Diese Kunst darf schwindeln! während sich Hans-Paul Nosko an eine Jugend im Zeichen von Karl May erinnert. Auch in dem dctp-Format 10 vor 11 wird dem Superstar der Abenteuerliteratur gedacht. Dort spricht Prof. Dr. Helmut Schmiedt über die reißerischen Märchen des fantasievollen Erzählers. Und für die notwendige kritische Distanz sorgt Georg Diez auf seiner Reise Durchs wilde Ironiestan. Dort kommt er zu dem – mir sehr sympathischen – Fazit:

Und wenn heute alle groß Karl May feiern? Dann weiß ich, warum ich Karl May nie mochte.

Wie die Sprache das Denken formt

Lera Boroditsky untersucht die unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten verschiedener Kulturkreise. Eine Fünfjährige Aborigine kann ohne mit der Wimper zu zucken mit geschlossenen Augen nach Norden zeigen, während zahllose Wissenschaftler aus anderen Kulturkreisen mit der Frage nach der Himmelsrichtung hoffnungslos überfordert sind. Woran liegt dies? Die verblüffende Antwort: An der Sprache.

Don’t shoot the Puppy! (Browsergame)

Hartes, hartes, wirklich hartes Browsergame, das die Geduld des Spielers herausfordert und zugleich seine Nerven strapaziert.

Movies as Code

Sehr schönes Blog, in dem Filme als Code-Snippets umgesetzt werden. Ein bisschen grundsätzliche Ahnung sollte man allerdings vom Programmieren haben, um das lustig zu finden (mein Wissen – das jetzt nicht sooo doll ist – reicht gerade aus). Nerdiges Beispiel: Die Star Trek Franchise:

Public Sub StarTrekMovies()
Dim intStarTrekMovie As Integer
For intStarTrekMovie = 1 To 6
If intStarTrekMovie Mod 2 = 0 Then
MsgBox(“Star Trek Movie #” & intStarTrekMovie & ” was great!”, , “Star Trek Movies”)
Else
MsgBox(“Star Trek Movie #” & intStarTrekMovie & ” stunk!”)
End If
Next
End Sub

Angst vor dem Volk im Netz

Sascha Lobo analysiert die Angst vor der Tyrannei der Masse, wie sie vor kurzem vom FDP Generalsekretär Patrick Döring geäußert wurde. Passend dazu auch: Piratenpartei und FDP: Wenn Startups die Originale überholen.

Get the Balance right

Spätestens nach dem Rant von Sven Regener im Zündfunk und den darauf folgenden Reaktionen könnte man die Debatte ums Urheberrecht und um Unterhaltungsinhalte im Netz als abgeschlossen ansehen. Denn sie tritt auf der Stelle: Die Fronten sind verhärtet, alle haben Recht und die jeweils anderen haben keine Ahnung. Deswegen glaube ich auch sagen zu können, was sich an der aktuellen rechtlichen Situation ändern wird: Sehr wenig.

Vollkommen seriöse Esoterik

Video-Impressionen von der Esoterik-Messe in Wien, zusammengestellt vom ScienceBlogger Florian Freistetter.

Der offene Brief von 51 Tatort-Autoren zu den Topics Urheberrecht, geistiges Eigentum und Schutzfristen, sowie eine ziemlich ausführliche, unglaublich treffsichere Antwort des Chaos Computer Club.

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko freut sich auf das Haldern Festival und sucht nach Leben in der Zombie-Veranstaltung des Echo 2011, Florian findet Leben in den ersten hörenswerten Alben des Frühlings: Mit von der Partie sind Têtes Raides, Nicolas Jaar, Home Video, Jonny Greenwood sowie Gold Panda. Während Justice es mit Adidas und Roman Gavras versuchen, steigen Radiohead ins Zeitungsgeschäft ein und sorgt Weeknd zumindest bei Florian für Kopfschütteln. Ansonsten läuft mal wieder alles nach dem “Früher war alles besser!”-Prinzip: Rinko trauert weiterhin dem Brit-Pop der 90er Jahre hinterher, Florian erinnert sich an die gute alte Zeit als Slacker (und deren Filme) noch cool waren und in der Satiren und Grotesken noch Niveau besaßen. 90er Jahre Nostalgie als Flucht vor der nervtötenden Gegenwart. It worked!

Links fürs Wochenende

Verschwörungstheorien oder strukturelle Analyse des 11. September

Das Thema lässt mich noch nicht los. Und gerade im Hinblick auf die zahlreichen hervorragenden Widerlegungen der obskuren Nanothermit-, Cruise Misile- und False Flagg-Theorien versetzt es mich doch immer wieder in Erstaunen, wie hartnäckig Verschwörungstheoretiker an ihren längst widerlegten in sich zusammenfallenden Gedankengebäuden festhalten. Michael Albert und Stephen R. Shalom lieferten bereits 2002 im Zmag eine gute Erklärung für das Verhalten der Truthseeker und vergleichen das Prozedere der Verschwörungstheorie mit wissenschaftlichen, strukturellen Analysen. Trotz des Alters immer noch lesenswert, gerade weil auch ein eleganter Bogen zu den Gefahren geschlagen wird, die von VTlern ausgehen. Um diesen entgegen zu wirken gibt es selbstverständlich auch nach wie vor aktuelle und ständig aktualisierte Links: Auf Mosaik9/11 habe ich ja schon bei den letzten Links fürs Wochenende verwiesen. Wer noch tiefer eintauchen will, sollte unbedingt bei Debunking9/11 vorbeischauen. Und wer ein wenig zu dem Thema lachen will, dem empfehle ich: Neue Verschwörungstheorie: Stecken Verschwörungstheoretiker hinter den Anschlägen vom 11. September? Ich habe an dieser Stelle erstmal fertig mit dem Thema.

Die Lücke

Regisseur Christoph Hochhäusler (Unter dir die Stadt) über Utopie und Wirklichkeit des deutschen Films:

Ich wünschte, ich könnte Filme machen, die ganz direkt sind, mehr oder weniger nur aus Rohstoffen bestehen, ein konkretes Kino, weder „Avantgarde” noch „Kommerz”.

Die Lücke, die hier klafft, muss die praktische Arbeit schliessen.

Kunst und Terror

Claudia Bodin und Ute Thon waren für das Art-Magazin unterwegs, um die besten, provokantesten und lohnenswertesten Ausstellungen rund um die künstlerische Verarbeitung von 9/11 ausfindig zu machen.

The Artist is Present

Art-Performance-Game nach einem konzeptionellen Kunstwerk von Marina Abramovic. Dazu auch passend dieser Film zur ursprünglichen Ausstellung, deren Höhepunkt die Vorlage für dieses Geduldsspiel war. Mehr Kunstspiel geht echt nicht.

Im Allgemeinen das Hohe wiederfinden

Kein Etikett blieb lange an ihm haften. Zu seinem Markenzeichen wurde allein der Stilsprung. Jetzt ist der Pop-Art-Pionier Richard Hamilton im Alter von 89 Jahren gestorben.

Reich, aber sexy

Interessante Analyse des derzeitigen “Entwicklungsstandorts” Berlin: Wo geht die Reise hin? Zum Londoner Snobismus? Zur urbanen Bürgerlichkeit? Oder weiter zu einer großstädtischen Vielfalt, in der Prekariat und High Society nur einen Katzensprung voneinander entfernt sind?

Die Partei: Wahlkampf mit Krawallsatire

Über das Wechselspiel zwischen der Titanic-Partei, Martin Sonneborn und den Medien, die irgendwie immer noch nicht recht wissen, wo sie “Die Partei” einzuordnen haben und wie sie mit dieser schlagfertig umgehen können, ohne zu Spielverderbern zu werden.

Letzte Jahr auf Seite360:

Die 00er Filmretrospektiven haben so etwas wie Halbzeit, während der Sommer sich brutal dem Ende neigt. Rinko blickt daher noch einmal wehmütig auf das Haldern Open Air zurück, während Florian schon voll im Prog-Herbst angekommen ist und sich dort Demians Mute vorknöpft. Passend zur anstehenden dunklen Jahreszeit werfen wir einen Blick auf die extremen und schockierenden Filme der 00er Jahre und verlieren uns in absonderlichen Skurrilitäten von Terry Gilliam.

Links fürs Wochenende

Dieses Mal satt viele Links, die sich in den letzten 14 Tagen angesammelt haben. Das dürfte auch für zwei Wochenenden reichen…

God’s Blog

Der Herr ist sehr zufrieden mit seinem sechstägigen Werk und präsentiert das Ergebnis der Community. In dieser wiederum tummeln sich Fanboys, Trolle, Kritiker und Klugscheißer. Wie im echten Leben…

Hallo Charlotte

Offener Brief Alice Schwarzers an Charlotte Roche angesichts ihres Zweitwerks Schoßgebete. Christian Buß von SPON hat darauf mit einem Replik geantwortet. Der Kampf um den besseren und echteren Feminismus geht in die zweite Runde.

Spoiler Alert: Stories are not spoiled by Spoilers

Die UC San Diego hat anhand von klassischen Kurzgeschichten untersucht, inwiefern sich Spoiler auf das Lesevergnügen auswirken… mit überraschendem Ergebnis.

Großartig! Verstörend!! Ja!!!

Christoph Schröder über die Qualität von Klappentexten bei den aktuellen literarischen Neuerscheinungen: “Sind wir wirklich von drastischen, sezierenden, dichten Meisterwerken umgeben, die alle ihresgleichen suchen?”

Filmszene Relaunch

Der Dinosaurier unter den Filmreview-Seiten Filmszene wagt den großen Relaunch. Während der Betaphase können Leser sich an das neue Design gewöhnen und nach Fehlern suchen. Erster Eindruck: Aufgeräumt, stimmig, mit Drupal umgesetzt und weiterhin mit dem Primat des Textes versehen. Filmszene gehört nach wie vor zu den besten Kinoportalen im Netz.

Trainingshose als Symbol  der Resignation

Tyler Brûlé von Merian entdeckt in dem Einheitslook der Londoner Krawall-Teenies ein Politikum und ein Versagen der englischen Gesellschaft.

We have been here before

…Und der Economist stellt fest, dass die Jugend schon immer gewaltbereit, verwahrlost, assozial und respektlos war. Dass früher immer alles besser war (auch früher), und dass die Tradition des Kulturpessimismus eine feste Konstante in konservativer Gesellschaftskritik ist.

Post-Conflict Potter

Voldemort’s dead, but the struggle’s not over. How Harry Potter and the magical world of J.K. Rowling might begin the long process of reconciliation and reform.

Liebe Geisteswissenschaftler

Polemischer, überspitzter offener Brief zur Rolle der Geisteswissenschaftler in der digitalen Welt. Enthält durchaus einige Wahrheiten, vor allem die hiesige Kulturwissenschaft betreffend.

Wie funktioniert die “Incredible Shade Illusion”?

Derzeit macht eine erstaunliche Videoumsetzung einer klassischen optischen Illusion in den Blogs die Runde. Frank Nagel versucht dem ebenso genialen wie infamen Spiel mit der menschlichen Wahrnehmung auf die Schliche zu kommen.

Letztes Jahr auf Seite360:

Da wir letzte Woche wegen Urlaub, Arbeitsstress und xyz (beliebige Ausrede bitte hier einfügen!) nicht zu unseren Links fürs Wochenende gekommen sind, können wir heute auf gleich zwei Wochen aus dem Jahr 2010 zurückblicken. In diesen haben wir uns unter anderem mit Hypes und Anti-Hypes im aktuellen Popdiskurs auseinandergesetzt, uns die besten Animationsfilme der 00er Jahre sowie die besten Superheldenfilme des selben Jahrzehnts zur Brust genommen und die Suburbs von Arcade Fire rezensiert. Rinko hat sich noch einmal den Post-Metal-Klassiker Panopticon von Isis vorgeknöpft und nach Soundtrends von 2010 auf SoundCloud gesucht.

Links fürs Wochenende

“Unsere Kinder” – Jugend- und Protestkultur in der DDR

Superber Dokumentarfilm über Außenseiter-Jugendkulturen der DDR (Skinheads, Nazis, Punks…) von Roland Steiner aus dem Jahr 1986.  Auf youtube hochgeladen vom User wasisnhierlos2 und von Ronny vom KFMW in die obige sechsteilige Playlist gepackt.

99 Fragen an Michael Stipe

Interview der Zeit mit dem R.E.M. Frontmann und Sänger

Die erfundene Wirklichkeit im Fernsehen

Onlinepodcast von Reflexe über die Scripted Reality Formate, die nachmittags im Privatfernsehen laufen. Hörenswert.

PRIOR

Großartiges Flashgame. Eine interaktive, mysteriöse Reise, die weniger spielerisch als viel mher narrativ und ästhetisch anspruchsvoll ist. Gefunden im Zockwerk Orange.

Graphitti-Blog: Die Welt erklärt in lustigen Grafiken

Hat mir letzte Woche den gesamten Sonntag Abend versüßt. Tolles Blog, das es mehr als einmal visuell direkt auf den Punkt bringt.

GEZ für alle

Im Konvergenzmedium Internet gibt es keinen Rundfunk und keinen vernünftigen Grund mehr, warum nur die Informationsangebote von ARD und ZDF unterstützt werden sollten. Plädoyer für eine Neuverteilung der Rundfunkabgabe.

Sucker Punch, Verrisse und die Kommentare: Hier dann mal gleich ein ganzer Tross von Links. Filmrezensenten und Feuilletonisten haben derzeit großen Spaß daran, Zack Snyders Sucker Punch in Grund und Boden zu rezensieren, während die “Hirn aus, Film an!”-Fraktion in den Foren ordentlich über die entsprechenden Verrisse herzieht, um sich schließlich verbale Duelle mit Filmnerds, Cineasten, Kino-Kids und Feuilletonisten zu liefern. Macht Spaß, dem ganzen Treiben zu folgen und der Film – der wohl tatsächlich in die Kategorie “urghh!” gehört – wird dabei irgendwie zur Nebensache. Unbedingt nicht nur die Verrisse sondern auch die Kommentare lesen: Die fünf FilmfreundeSPONZEITFilmszeneDiskussionen bei Moviepilot

Letztes Jahr auf Seite360:

Marcus erinnert an das Zusammentreffen von William S. Burroughs und Kurt Cobain. Rinko stellt Alt-Country von Peggy Sue vor und findet weiterhin Gefallen an Popalben der 00er Jahre, während Florian sich auf kommende Kultfilme freut (von denen sich im Nachhinein betrachtet die meisten als Rohrkrepierer erwiesen haben) und mal wieder in Demian von Hermann Hesse blättert. Mit Rejected gibt es nun auch den ersten Animated Short der Woche, mit I’m here einen großartigen Kurzfilm von Spike Jonze.

Links fürs Wochenende

50 schöne Romananfänge

Books, Drugs&Rock´n`Roll haben schöne Anfangssätze aus 50 Romanen gefunden und aufgelistet. Das macht Lust auf Lesen und das finden wir toll.

Worst Game Ever

AdultSwim präsentiert uns das schlechteste Spiel der Welt, das wirklich soooo schlecht ist das es das Gutsein überspringt und wieder beim Schlechtsein landet.

“Ich bin ein weißer Neger”

Mitreißendes Interview der Zeit mit dem Globalisierungskritiker Jean Ziegler, der trotz seiner 76 Jahre alles andere als altersmilde daherkommt.

Geld sammeln, ohne zu betteln

Und noch ein sehr guter Artikel in der Zeit: Über Crowdfunding, Mikro-Mäzenatentum, Micropayment… oder wie auch immer man die derzeit angesagte Finanzierungsform im kulturellen Independentbereich bezeichnen will. Und weils so schön ist auch gleich noch eine kleine Erfolgsmeldung. Das Kraftfuttermischwerk berichtet über den Bar25-Dokumentarfilm, der dank 270 Mikrospendern nun endlich vernünftig finanziert werden kann.

Warum mir O2 keinen Vertrag geben möchte II

Marco von Minds Delight hat vor einiger Zeit schonmal sehr amüsant über seine Probleme mit O2 gebloggt. Was er hier allerdings über Arvato Infoscore schreibt ist alles andere als lustig… eher beängstigend… wütend machend… und so überhaupt und gar nicht schön.

Cineastische Aussichten

Die fünf Filmfreunde schauen, was uns das Kinojahr 2011 so bescheren wird und rechnen nebenbei noch mit dem Kinojahr 2010 ab.

You talkin’ to me?

Spreeblick über sinnige und unsinnige Provokationen im Jahr 2010 und in der jüngeren und jüngsten Geschichte der Republik.

Euphorie, Hype, Fanboys, Kritiker, Nörgler, Quängler, Klugscheißer und der ganze Rest…

Bevor ich anfange, muss ich hier erst einmal was loswerden: Ich halte Tarkowski für ziemlich überschätzt. Viel zu orientierungslos erscheint mir sein Epos Andrej Rubljow, der viel gefeierte Stalker dümpelt in naiven, metaphysischen Fahrwassern und die geniale, komplexe Erzählung von Philip K. Dick “Solaris” hat der russische Avantgarde-Regisseur auf eine simple, spirituelle Botschaft reduziert. Einzig der kaleidoskopische “Spiegel” vermag es, mich wirklich mitzureißen. Aber der Kampf gegen Tarkowski käme einem Kampf gegen Windmühlen gleich: Der russische Autorenfilmer ist eine Ikone und ein immer gerne genommenes Schwert, wenn es um den Kampf gegen die Kritik an aktuellen Kinofilmen geht.

Womit wir beim Thema wären: weiterlesen