Und dann waren da noch die eingemauerten USB-Sticks von Aram Bartholl, die bei der Kölner Polizei für ziemlichen Wirbel sorgten…

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Bei den so genannten Dead Drops handelt es sich um eine Idee von Aram Bartholl, der schon seit einigen Jahren mit spannenden Kunstaktionen an der Schnittstelle zwischen Digitalität und Realität, Mensch und Maschine unterwegs ist. Dazu gehören unter anderem seine BYOD (Bring your own disk and crush it) Installation, mit der er Museumsbesucher dazu einlud, ihre eigenen Festplatten bis zur Unlesbarkeit zu zerstören, der Kill Your Phone Workshop, dessen Ziel es ist, jedes Signal unterdrückende Phonecases zu bauen, oder Forgot your Password?, ein achtbändiges literarisches Epos, bestehend aus 4,7 Millionen gehackten LinkedIn-Passwörtern in alphabetischer Reihenfolge. Die Stoßrichtung dürfte damit ungefähr klar sein. Jeder, der sich für die Vermengung von Kultur, digitaler Technik und Philosophie interessiert, sollte sich näher mit Bartholls faszinierendem Werk auseinandersetzen. Die Dead Drops selbst gehören nicht zu seinen neusten Arbeiten (genau genommen gibt es sie sogar bereits seit 2010), aber zu denen, die in jüngster Zeit in Deutschland den meisten Wirbel verursachten…

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Behind the Matrix – Berühmte Gemälde als Datenvisualisierungen

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Spannende digitale Konzeptkunst des Künstlers Yousuke Ozawa: In seinem jüngsten Projekt Data Visualization hat dieser berühmte Gemälde auf Google gesucht und aus den gefundenen Bildern mit technischer Hilfe ihren Code/Datenstrom extrahiert. Diesen wiederum hat er ausgedruckt und in einer Galerie ausgestellt. Digitale Nacktheit als Blick hinter die Matrix der bildenden Kunst. Stark.

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Data Visualization via Spoon & Tamago

Filmabriss (Science Fiction, 2014): Under the Skin, Elysium, Edge of Tomorrow, Transcendence

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So es ist mal wieder an der Zeit für einen kleinen Filmabriss, der sich tatsächlich konsequent aktuellen Filmen widmet: 2014 scheint wie bereits 2013 auf den ersten Blick ein ganz hervorragendes Jahr für das SciFi Genre sein. Nachdem ich vor ziemlich genau einem Jahr meine Begeisterung für Oblivion und Ender’s Game und vor knapp einem halben Jahr meine Begeisterung für Her, Lucy und den Planet der Affen kundgetan habe, sind in den letzten Monaten noch ein paar weitere interessante Genre-Beiträge durch mein Heimkino gerauscht, und das dann auch gleich in den unterschiedlichsten Variationen: Zum einen das Genre als Leinwand für artifizielles, eskapistisches Kunstkino in der Scarlett Johansson One-Woman-Show Under the Skin, zum Zweiten das Genre als Leinwand für dystopische Gesellschaftskritik in Elysium, zum Dritten das Genre als Hintergrund einer philosophischen Auseinandersetzung mit KI und Digitalität in Transcendence und last but not least, das Genre als Vorwand für Big Budget Kriegs- und Actionkino in Edge of Tomorrow. Welcher der Beiträge was taugt, lest ihr nach dem Klick.

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Virtueller Sex – Luxuria Superbia für Android, iOS & PC

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Dafür, dass das Medium Spiel noch so jung ist, holt es derzeit mit erstaunlich großen Schritten gegenüber den etablierten Medien wie Film und Literatur auf. Dank der Entdeckung der Möglichkeiten des Kunst- und Independent Games in den letzten Jahren erleben die Spieler gerade eine Zeit, in der zahllose Entwickler beweisen, dass es durchaus möglich ist, auf dem Videospiel-Markt mit viel Experimentierfreude so etwas wie Avantgarde zu produzieren – und sogar zu verkaufen -, während die teuren Blockbuster-Produktionen beweisen, dass auch in Videogame-Land Hollywood-Standards möglich sind. Und doch, trotz dieser Entwicklung gibt es einige Sujets und Topoi, die im Medium derzeit nicht einmal ein Nischendasein führen, sondern schlicht und ergreifend gar keine Rolle spielen. Eines davon ist die Erotik: Weder infantile Fuck ‘em Adventures wie Leisure Suit Larry (1987) noch QTE-Bettakrobatik wie in den Quantic Dream Games konnten bisher diese Lücke füllen. Was bis dato maximal möglich schien, war es Sex zu thematisieren und – knapp vor explizit – im Spiel darzustellen. Von Erotik indes keine Spur. Der Independent Games Festival Gewinner Luxuria Superbia tritt nun an, diesen Missstand zu beheben.

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Art X Smart – Gadgets in klassischen Kunstwerken

Verdammt… das ist sowas von Hipster-Kultur, das es mir fast schon peinlich ist, das an dieser Stelle zu teilen: Der koreanische Illustrator Kim Dong-Kyu verpflanzt iPhones und iPads in klassische Meisterwerke der Bildenden Kunst und dürfte damit voll und ganz den Nerv des urbanen, ironischen Trendsetters treffen. Ich würde die Bilder auch tatsächlich dann erst einmal als das nehmen, was sie sind: Schicke Mashup-Spielereien ohne größeren Hintergrund, ohne große Relevanz…

….Wäre da nicht dieses eine fantastische Bild dabei, auf dem Caspar David Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer (1818) ganz zeitgemäß mit einem iPhone in der Hand auf dem monumentalen Berg thront und das beeindruckende Nebelmeer mit seinem Device digitalisiert.

Es ist lange her, das ich derart prägnant den Zeitgeist des digitalen Zeitalters auf ein Bild gebannt gesehen habe: Gerade dieser Bruch, die monumentale Weite des romantischen Gemäldes gebrochen durch ihre eigene Medialisierung, indem sie zu einem digitalen Abbild auf einem Gadget zusammenschrumpft, lässt dieses Bild fast schon erhaben wirken. Man könnte hier natürlich den einfachsten Weg gehen und das ganze als Kritik an der medialen Vermittlung unserer Zeit lesen, ich finde eine Deutung des Bildes ohne Zeigefinger aber weitaus spannender: Wie medialisiert ist unsere Welt? Was gewinnen, was verlieren wir dadurch? Und wie ist es möglich das schönegutewahre digital zu reproduzieren? Wird durch den ironischen Bruch innerhalb des Bildes nicht vielleicht sogar deutlich, wie anmaßend die romantische Kunstära war, wie sie in ihrem Pomp ästhetische Auren zurechtkonstruierte, wie sie ihren eigenen Repräsentationen einen Wert gab, der die Kunst geradezu ins Metaphysische übersteigerte? Und ist dieser “laxe” Umgang mit Kunst in unserer Zeit nicht auch ein Stück Erlösung des Werkes, da es durch die digitale Reproduktion von all dem metaphysischen Ballast vergangener Kunstepochen befreit wird? Wir digitalisieren, teilen, reproduzieren… und ehren dadurch endlich wieder das Kunstwerk als solches; nicht irgendein zurechtgebasteltes Phantasma von transzendentaler Wahrheit in der Einzigartigkeit des Mediums. Was der Wanderer auf diesem Bild macht ist in gewissem Sinne auch eine Demokratisierung der Kunst, eine Zerstörung des Despotismus der Romantik, eine Befreiung des Augenblicks von ästhetischen Fesseln die Ewigkeit postulieren, ein Zurückführen des Bildes zum Bild.

Anyway, ein fantastisches Mashup. Die anderen Bilder von Kim Dong-Kyu sind zwar eher so nette Spielereien, trotzdem soll an dieser Stelle nicht auf ihre Verlinkung verzichtet werden.

Art X Smart via Visual News

re:publica 2013 Nachtrag

Shew… zwischen Magisterarbeit und Job bin ich nach wie vor leider noch im Blogvernachlässigungsmodus. Einen kleinen Nachtrag zur re:publica wollte ich trotzdem noch hier reintackern. Wie schon die Jahre zuvor war ich während des Großteils der Messe an meinen Arbeitsplatz gekettet (siehe Foto oben) und konnte deswegen exakt 0 (in Worten: Null) Reden und Workshops live miterleben. Meine Eindrücke vom Event beschränken sich daher zwangsläufig auf Rundgänge über das Gelände in den Pausen, die Videos von interessanten Vorträgen (die ich mittlerweile ganz gut abgegrast habe) und natürlich die Interviews, die wir zusammen mit Philip gedreht haben, bzw. die Gespräche mit deren Protagonisten davor und danach.

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Digitale und virtuelle Street Art von Sweza

So, an dieser Stelle erst einmal meine Aufforderung an alle Smartphone-, Kamera und Knipser-Besitzer dieser Welt: Leute, fotografiert mehr Street Art! Keine andere Kunstgattung – außer vielleicht die Bühne – besitzt so fragile, der Zeit ausgelieferte Einzelkunstwerke wie die (illegale) Kunst im öffentlichen Raum. Und jeder, wirklich jeder, der an der Erhaltung und Archivierung unserer Kultur interessiert ist, kann und sollte seinen Beitrag dazu leisten, dass eben auch die konstitutionell schwächste und qualitativ oft so starke Kunst überlebt und auch uns folgenden Generationen zugänglich ist.

Und damit zum Artikelthema: Der Berliner Künstler und Urban Artist Sweza kämpft darum, längst verblasste öffentliche Kunstwerke zurück zum Ort ihres Entstehens zu bringen. Dazu nutzt er QR-Codes (Ihr wisst schon, die Teile, die mittlerweile sämtliche PR-Agenturen dieser Welt für sich entdeckt haben), die er an den mittlerweile wieder brachliegenden Flächen ehemaliger Street Art Leinwände (sprich Mauern und Gebäude) platziert. Wer diese Codes abscannt wird zu dem einstigen Kunstwerk geleitet, das – zumeist von der Ordnungsmacht, seltener von der Witterung – brutalst entfernt wurde. Von Arte Creative gibt es einen super spannenden Beitrag zu seiner Arbeit zwischen klassischer Urban Art und digital Lifestyle.

via i-ref

Links fürs Wochenende

Das weltweit schwerste Sudoku…

…entwickelt von einem finnischen Mathematiker. Habe mich selbst noch nicht rangetraut, auch wenn ich Sudokus so grundsätzlich eigentlich sehr mag, auch und insbesondere die richtig schweren. Siehe dazu auch, Bericht vom Daily Telegraph: World’s hardest sudoku: can you crack it?

No Surprises? Der große Radiohead-Coveralbum-Showdown

Uli vergleicht bei Auftouren das OK-Computer-Tributalbum OKX (2007) von Stereogum (Download-Link) mit dem aktuellen OK-Computer-Tributalbum A Tribute To OK Computer (2012), das vom Musikexpress herausgegeben wurde.

21/22

Ausdeutungen des Balotelli-Jubels konnte man in der Süddeutschen, der Welt und der taz lesen. Keiner der Exegeten ist auf Cantona gekommen, um Balotelli einzuordnen. Das ist nicht verwunderlich, denn sie haben alle drei etwas anderes im Blick: dass Balotelli schwarz ist. Dass er so gejubelt hat, ist ihnen immer auch Zeichen seines Schwarz-Seins.

Liebling, ich habe ein Viral kreiert – Wie konnte das passieren?

Jannis von Netzfeuilleton fragt sich, wie sein Video Gratis-BILD Unboxing zum viralen Hit auf YouTube mit über 100.000 Visits werden konnte.

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Plants vs. Zombies online (Browsergame)

Zwar nur die gekürzte, dafür aber kostenlose Version des großartigen, großartigen, großartigen (Oh mein Gott, ist das großartig!) Tower-Defense-Games für PC und diverse Mobile Devices. Wer es noch nicht gespielt hat, sollte das jetzt ganz dringend nachholen. Eines der besten, lustigsten und putzigsten Strategiespiele der letzten zweitausend Jahre.

Warum Musik Angst einflößen kann

Was wäre ein Gruselfilm ohne schaurige Musik? – Forscher präsentieren nun eine Erklärung, warum uns beispielsweise die Musik bei der Duschszene des Hitchcock-Thrillers „Psycho“ einen Schauer über den Rücken jagt.

How I watch Movies

Infografik, über den Unterschied cineastischer Sehgewohnheiten zwischen Kinovorführung und Computer-Konsum. Traurig, aber allzu oft wahr.

UNDERGROUND NEW YORK PUBLIC LIBRARY

Bilder von lesenden Menschen in der New Yorker U-Bahn

The IRL-Fetish

Sehr cooler Artikel über den Real Life, bzw. Offline-Fetisch, über die permanente Gegenüberstellung von echtem Leben und digitaler Sphäre, sowie über den Stolz, mit dem viele “Offliner” ihr “wahres Leben” präsentieren:

In great part, the reason is that we have been taught to mistakenly view online as meaning not offline. The notion of the offline as real and authentic is a recent invention, corresponding with the rise of the online. If we can fix this false separation and view the digital and physical as enmeshed, we will understand that what we do while connected is inseparable from what we do when disconnected. That is, disconnection from the smartphone and social media isn’t really disconnection at all: The logic of social media follows us long after we log out. There was and is no offline; it is a lusted-after fetish object that some claim special ability to attain, and it has always been a phantom.

How Accurately Does Hollywood Age Actors?

Fotostrecke des Slate-Magazins über die Diskrepanz zwischen der “künstlerischen Alterung” von Darstellern in Hollywoodfilmen und ihrem tatsächlichen Alterungsprozess. So haben die Star Trek Schöpfer von 1967 nicht im Geringsten bedacht, wie James T. Kirk William Shatner im Alter in die Breite gehen könnte, überraschend gut getroffen dagegen sind die Protagonisten aus Back to the Future.

The Art of Danger and Suspense

Im wahrsten Sinne des Wortes spannende Fotos bei Creative Review: Glas, scharfe Kanten, fatale Winkel… Die Gefahr der Verletzung ist in jedes einzelne dieser Bilder eingeschrieben.

Letztes Jahr auf Seite360:

Weiter geht es mit den musikalischen 90er-Retrospektiven, weiter geht es im Speziellen mit dem besten Alternative Rock des Jahrzehnts. Ebenfalls Richtung 90er schielt die Betrachtung sämtlicher Kuriosita der Zelda-Reihe, seien es die grauenhaften CD-I-Games oder die groteske Zeichentrickserie. Ebenfalls etwas kurios aber darüber hinaus erfolgreich: Die Suche nach historischen Allegorien in der Harry-Potter-Reihe.

Dreidimensionale Zeichnungen von Robin Kosnas

In seiner Reihe Cloud of Lines versucht sich der Budapester Künstler Robin Kosnas an der Verschmelzung von zweidimensionaler und dreidimensionaler Kunst, von Malerei und Plastik sowie Digitalem und Analogen. Dass die Ergebnisse beeindruckend sind, lässt sich wohl bereits am oberen Bild (Nip in the bud) zweilsohne erkennen, aber auch der Schöpfungsprozess an und für sich ist bereits faszinierend:

Kosnas zeichnet sämtliche feine Linien, die schließlich die menschlichen Körper bilden, per Hand. Mittels Motion Tracking wird dieses Free Hand Drawing digitalisiert und anschließend wiederum mittels Laser in Glas gebrannt. Traditionelle künstlerische Handarbeit geht den Weg über ein digitales Medium, um schließlich dreidimensional in ein haptisches Medium wieder eingeschrieben zu werden… Vielleicht wirken gerade deswegen die entstandenen menschlichen Körper so organisch und zugleich so fremd, irgendwie distanziert und dennoch ganz nah am Menschen. Bei My Modern Met erzählt Kosnas in einem kurzen Interview mehr zu seinen Inspirationen und dem Schöpfungsprozess. Lesenswert.

My constant inspiration is the hectic, crazy world we live in. And of course the subtle beauty that is hidden and waits to be discovered. The concept behind “Nip in the Bud” revolves around the ruthless nature of consumerism. The fetus in the womb is being consumed by us: the consumers of present day. Even if unintentionally, but we do destroy our future with the harum scarum behavior of our societies.

Cloud of Lines by Robin Kosnas

Die 80er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts V

Zurück in die Zukunft… die Letzte. Waren die Vorgänger-Artikel noch alle ziemlich bunt durchmischt, heterogen in ihrer Filmauswahl, so bewegen wir uns nun auf doch relativ homogenen, familienaffinen Parkett. Die großen Independent- und Arthaus-Geschütze werden in der letzten 80er Jahre Science Fiction Retrospektive nicht mehr aufgefahren. Stattdessen gibt es viel Kuschel- und Wohlfühl-Fiction dem nostalgischen Fantasy-Trip Der Flug des Navigators, spannende genreübergreifende Action/Comedy-Unterhaltung in Zurück in die Zukunft 1 und 2, lässigen anachronistischen Disney-Quark in Tron und visionären Sci-Fi-Optimismus in Star Trek II – Der Zorn des Khan. Die einzig düstere Note setzt die pessimistische, Literaturverfilmung 1984… und mit dieser, nach wie vor brandaktuellen Dystopie landen wir wieder sanft in der Gegenwart und können uns anderen Genres widmen.

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Musik als Massenware?

“MP3 SONGS, DOWNLOAD HERE!” steht in etwas krakeligen Großbuchstaben auf diesem Plakat vor einem Geschäft in Singapur. Angeboten werden 1 Gigabyte für 6 und 2 Gigabyte für 10 Dollar. Das macht dann bis zu 300 Songs für ungefähr 3€, also ca. 1 Cent pro Song.

via Ole Reißmann (Foto, CC BY-SA 3.0)

Links fürs Wochenende

Lieber Sven Regener

Dirk von Gehlen antwortet auf Sven Regeners (Element of Crime) “Wut-Rede” im Interview mit dem Zündfunk zum Thema Urheberrecht in der digitalen Welt:

ikono.tv: „Was MTV für Musikvideos war, sind wir jetzt für die Kunst!“

In einem unscheinbaren Gebäude eines Werkhofes im Prenzlauer Berg produziert das 24-köpfige, multinationale Team von ikono.tv zusammen mit vielen freischaffenden Kreativen, vom Kameramann bis zur Kunsthistorikerin, in aller Stille Filme und Beiträge über zeitgenössische wie klassische Kunst, Kunstwerke, Werkschauen oder Ausstellungen einzelner Künstler.

Hinter den Kulissen des Fotojournalismus

Fotoserie

Komfortzone findet woanders Stadt

Aus Angst vor Sachschaden ziehen BMW und Guggenheim-Museum ein Kulturprojekt aus Kreuzberg ab. Berlin entgehe eine große Chance, heißt es. Aber worauf?

Faust-Statistiken

Eine schöne, kleine, quantitative Analyse des literarischen Klassikers.

FC Bayern A-Z

Launiges Mini-Glossar beim Freitag über Mythos und Wirklichkeit des FC Bayern München. Mal abgesehen davon, dass ich mich relativ wenig für Fußball interessiere, war das echt gut zu lesen, zumal mir dieser affektive Hass auf die Münchner schon immer etwas suspekt war.

7 Reasons it Sucks Living in an RPG World

Helden bestehlen sich, Shops verkaufen nur Abenteuerausrüstung, Bücher haben meistens nur ein paar Seiten und in deinem Keller leben überdimensionierte Tiere…ätzend!

You have forgotten to use a pen (Browsergame)

Unglaublich frustrierendes Geschicklichkeitsspiel für alle Tastatur-Veteranen…

Simple Motions (Browsergame)

Unglaublich befriedigendes Puzzle- und Rätselspiel, in dem ihr eine munter vor sich hinrollende Kugel durch das Setzen verschiedener Impulse dabei helfen müsst, Sterne einzusammeln und zur Zielfahne zu gelangen. Perfekte Physik, tolle Rätsel und schöne, simple Grafiken. Macht Laune.

Wie ein Belgier das Internet erfand…

Letztes Jahr auf Seite360:

Ein Filmabend, ein Filmabend! Der erste der Reihe und leider gab es davon in letzter Zeit viel zu wenige. Thema in diesem Fall: Dream a little Dream. Ansonsten stehen mal wieder Zeitreisen auf dem Programm: 90er Brit-Pop Nostalgie, 90er Comedy-Nostalgie, 90er Nu-Metal-Nostalgie, sowie ein Blick auf die besten Episodenfilme und Composite Films des selben Jahrzehnts. Außerdem setzen wir uns mit dem Western-Western True Grit auseinander und beschäftigen uns in einem mehr oder weniger aktuellen Filmabriss mit Bedways, Daybreaker, Für immer Shrek und Rampage von… Uwe Boll.

Trailerprogramm: The Amazing Spider-Man, Osombie, Ai Weiwei, Red Lights, PlayStation Vita, Side by Side, Brake, Zelda: The Lost Oracle

The Amazing Spider-Man [Marc Webb]

Okay, auch auf die Gefahr hin, mich an dieser Stelle unbeliebt zu machen: Ich verstehe einfach nicht, warum es jetzt schon wieder einen Reboot des Spinnenmannes braucht. Und ja verdammt, ich liebe die Raimi-Trilogie, auch den verlachten dritten Teil. Scheiß auf die Goofyness, die zahllosen cheesy Momente, den Emo-Peter-Parker. Spiderman in der Raimi-Variante bietet perfektes Popcorn-Kino mit einigen überraschend gehaltvollen Drama-Elementen, coolen Oberbösewichtern und schicken Effekten. Da ist es mir auch egal, dass sich die neue Version stärker an die klassischen Comics anlehnt, dunkler und erwachsener ist. Nichts gegen Marc Webb, aber der neue Trailer wirkt auf mich doch ziemlich lame, vorausschaubar, und die Special F/X scheint eher einem besseren PS3-Game entsprungen. No need for this… und ich werde ihn mir wahrscheinlich trotzdem ansehen. (via)

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Links fürs Wochenende

Wie das Internet funktioniert

Die Digitale Gesellschaft hat in Zusammenarbeit mit European Digital Rights eine Broschüre über die Funktionsweise des Internets erstellt, die sich auch dezidiert an Nicht-Natives wendet.

Ein in sich abgeschlossener Mikrokosmos

J. De Lapuente über die Parallelwelt des Fernsehsenders RTL:

Kein deutscher Sender ist in sich so geschlossen, wie es RTL ist. Keiner hat eine derart übergreifende Konzeption. RTL schafft sich einen Mikrokosmos, der rund um die Uhr, quer durchs Programm, in jeder Sparte erhalten bleibt. Selbst Jauch, den man als RTL-Intellektuellen verkauft, kennt die Namen der GZSZ- oder DSDS-Figuren. RTL ist eine abgeschlossene Welt – die dort verbreitete Wirklichkeit ist konzipiert und verbindlich für alle Sendungen. Und die ganze Nation nimmt daran teil – jeder, der nicht RTL schaut, gehört einfach nicht zur RTL-Nation.

Der Aufruf des Verschwörungsrappers

Die sowohl inhaltlich als auch musikalisch schauderhaft schlechte, verschwörungsideologische Band “Die Bandbreite” ist empört, weil eine Hausarbeit über sie an der FH Düsseldorf mit “Mangelhaft” bewertet wurde. Kurios ist nicht nur die aggressive Videobotschaft des Sängers der Band sondern ebenso die – schlicht und ergreifend tatsächlich mangelhafte – Hausarbeit, die die Band selbst ins Netz gestellt und die beiden Autorinnen somit der Lächerlichkeit preisgegeben hat. Bei Reflexion finden sich noch weitere Hintergründe zu der kruden Band aus der Truther-Szene.

Peter Berling: Der Alleszermalmer

Peter Berling ist ein Universaltalent: Filmproduzent, Schauspieler, Autor. Nun hat er seine Biografie geschrieben. Sie erzählt von einem Lebemann, der die Stille sucht.

8 Political Photoshop Fails from 2011

Photoshop Disasters – die ohnehin immer wieder Spaß machen – hat gesammelt: Fliegende Chinesen, wegretuschierte Dissidenten, geklonte Massen, gewachsene Brüste und Geisterfahrer auf der Autobahn. Nicht nur die PR-Branche leistet sich den einen oder anderen Photoshop-Schnitzer, die Politik ist auch gut dabei…

Angst vor der Ungleichheit

Starten wir alle als unbeschriebene Blätter ins Leben? Es sieht nicht so aus. Aber trotzdem hält sich diese Illusion hartnäckig, vor allem aus Angst um die Grundlagen unserer Moral. Aber unsere Moral hängt nicht ab von Erkenntnissen der Genetik.

Clipart Covers

Sehr cooler Tumblr, auf dem populäre Platten-Artworks mit kostenlosen Cliparts nachgestellt werden. Als Typographie dient (natürlich!) Comic Sans. Musikgeschichte + 90er Jahre Feeling = Epic Win!

Pony-Creator

Noch so ein Zeitfresser, der derzeit bei Facebook und durch die Blogs kursiert. Male und gestalte dein eigenes Little Pony, inklusive massig Vorlagen und Farben.

Eine Begegnung der dritten Art

Fräulein Krise wird von einem ehemaligen Schüler über Facebook kontaktiert.

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko findet in Adeles 21 ein uramerikanisches Album. Florian findet wenig Gefallen an der Shyamalan-Produktion Devil und sieht auch Aronofskys Black Swan eher als zwiespältigen Spaß an, begeistert sich dafür aber um so mehr an dem kruden Comic Axe Cop. Wie dieses Jahr bieten die Oscarnominierungen genug Raum um über den Konservatismus der Academy zu lästern. Da tut doch ein Blick in die nähere Vergangenheit gleich viel wohler. Auf dem Programm stehen die besten Tarantinoesken Filme, die besten Thrillerdie besten Thriller und ähmmm ja, die besten Thriller der 00er Jahre. Einen kleinen 2010er Nachschlag gibt es dann aber auch noch, in Form von hervorragenden Mashup- und Bastard-Pop Alben.

Links fürs Wochenende

Fotografen zusammen mit ihren berühmtesten Aufnahmen

Sehr schönes Foto-Projekt von Tim Mantoani. Bei Behind Photographs gibt es die Möglichkeit einen Blick in die Gesichter zu werfen, die sonst nur hinter der Kamera tätig sind.

Es gibt kein digitales Altpapier, oder: Die große Chance der Verlage im Web

Slow-Media über die Möglichkeit der digitalen Publikation, nicht zu dem Material zu werden, mit dem die Fische von Morgen eingewickelt werden:

Medien sind Eisberge. Die jeweils aktuellen Hefte und Ausgaben sind nur die sichtbare Spitze des ganzen. Der weit größere und gewichtigere Teil liegt in den Archiven vergraben. Bisher ist man davon ausgegangen, dass die Zeitung von gestern oder die Zeitschrift von vor zwei Monaten Ladenhüter sind, die nicht einmal mehr für das moderne Antiquariat taugen. Das Internet ändert dies grundlegend. Im Prinzip ist nämlich alles, was jemals in einem Medium veröffentlicht wurde, nur einen einzigen Mausklick entfernt.

10 Kickass-Things Mel Brooks did (Beside his Movies)

…denn er hat uns nicht nur Frankenstein Junior und Spaceballs geschenkt. Er hat auch den Broadway erobert, die Justice League of Comedy Writers gegründet, David Lynchs Elephant Man (1980) produziert und Gene Wilder sowie Dave Chappelle entdeckt. (englisch)

BILD soll nicht an mir verdienen (Udo Vetter)

Die BILD-Zeitung plant für den 23. Juni 2012 einen Coup. Sie möchte an diesem Tag jedem deutschen Haushalt eine kostenlose Ausgabe des Blattes in den Briefkasten legen. Anlass ist der 60. Geburtstag der BILD. Ich gehöre zu den Leuten, die BILD gerne feiern lassen – aber bitte nicht mit mir.

Midas (Browsergame)

Spannendes, poetisch philosophisches Flashgame aus der Ludum Dare Challenge (sprich: Es wurde innerhalb von 72 Stunden produziert). Als König Midas darf der Spieler bei diesem Plattform/Rätsel-Hybriden alles in Gold verwandeln… außer seine Angebetete, die am Ende jeden Levels auf ihn wartet.

Künstleraktion zu Sarrazin-Buch und Protest dagegen

Natürlich mal wieder mit der impliziten Frage: Wie weit darf die Kunst gehen?

Der tschechische Künstler Martin Zet hatte dazu aufgerufen, das seiner Ansicht nach ausländerfeindliche Sarrazin-Buch “Deutschland schafft sich ab” an verschiedenen Sammelstellen abzugeben. Bei der Berlin Biennale (27. April bis 1. Juli 2012) sollten die Bücher dann in einer Installation gezeigt und nachher für einen guten Zweck recycelt werden.

Letztes Jahr auf Seite360:

Weitere Portionen Hörenswertes für den Januar, in diesem Fall mit Anna Calvi, Tu Fawning, Qube und Fujiya And Miyagi sowie Hercules & Love Affair, außerdem ein Blick auf die besten Serienkillerfilme, die besten Thriller sowie die besten Actionfilme der 90er Jahre (in gleich zwei Teilen). Something Completly Different bei Ödön von Horváths “Jugend ohne Gott” und den Nu Metal Pionieren Snot… und ziemliche Aufregung, als Geekblog No.1 Nerdcore plötzlich down ist. Wie sich schnell herausstellt hat die Onlinewelt damit ihren ersten großen Aufreger für 2011, inklusive Shitstorm und allem was dazu gehört.