Albencover als Animated Gifs

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Wenn ihr ein paar wirklich coole Animationen diverser Albencover sehen wollt, schaut auf jeden Fall mal in JBs Tumblr vorbei: Einmal das gesamte Programm von 70′s Glam Rock und 80er Metal, über 90er Punk bis zum aktuellen Pink Floyd Album. Mein Favorit ist die derbe Vitalisierung von NOFX’ I heard they suck life.

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via Boing Boing

Ehrliche, resignierte Plakate von Linzie Hunter

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So… durchschnittlich. Großartig… eigentlich. Und unfassbar… okay. Die desillusionierenden Plakate Linzie Hunter sind fantastische, pointierte Abgesänge auf den Claim-Wahn der Print-Werbung… vielleicht.

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Linzie Hunter (Behance) via whudat

Strange Happy Meals by Newt Clements

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Der Künstler und Designer Newt Clements hat eine ganze Menge großartiger Designskizzen für Happy Meals mit popkulturellen Referenzen gestaltet. Am stärksten sind definitiv seine Mystery und Horror based themes, einfach weil sie einen perfekten Kontrapunkt zum bekannten “Don’t worry, everything is fine” Design der McDonalds Juniortüte setzen. Burger und Pommes mit Laura Palmer, Zombie- und Meth-Überraschung? I would buy it!

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Newt Clements Happy Meals (Pinterest) via Dangerous Minds

Die Bänke des literarischen London

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Sehr schönes Projekt des  National Literacy Trust: Ganz London wurde in deren Auftrag von Designern und Künstlern mit bibliophilen Bänken bestückt: Von Kinderbuchschätzen wie Dr. Seuss, über moderne Klassiker wie Mrs. Dalloway bis hin zur aktuellen Pop-Literatur. Oben seht ihr Dr. Seuss, dann folgen von oben nach unten Darwins Origin of Species, The Hitchhikers Guide, Alice Through the Looking-Glass. Menschen sollten sich viel öfter in ein gutes Buch setzen…

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Books about Town via boing boing

LEGO-Kampagne: Masters

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Nein, ich habe noch nicht genug von diesen ganzen LEGO/Pixel/Art-Mashups, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen. Und wenn das Ganze so simpel und gleichzeitig toll gemacht ist wie von Marco Sodano, dann umso weniger. Das Ganze wird wohl auch Teil einer echten Kampagne und wurde laut Sodano von LEGO selbst in Auftrag gegeben. Werbung. Trotzdem Kunst.

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LEGO Masters via FiT

Poetisches für den Sonntag: Klassische französische Filmplakate

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Design, das den Augen und dem cineastischen Geist eines jeden Filmfreundes schmeichelt. Drüben bei 50 Watts gibt es noch weitaus mehr davon zu sehen. Und an der Stelle kann gerne noch einmal betont werden: Was die Franzosen nach dem Krieg filmtechnisch angestellt haben (Stichwort: Nouvelle Vague, Truffaut, Godard, Malle u.a.), war nicht nur damals ein Fest für jeden Kinofreund. Konsequent, dass sich diese Liebe zum Medium selbst in der grafischen Präsentation der Werke – auch ausländischer Herkunft – widerspiegelt.

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via 50 Watts

The Uncomfortable – Manifeste der Ineffizienz

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In ihrem großartigen Projekt The Uncomfortable entwirft die griechische Architektin und Grafikerin Katerina Kamprani faszinierende, experimentelle 3D-Modelle, deren gemeinsamer Kern ein Alltagsgegenstand ist, der für den gewöhnlichen Gebrauch entfunktionalisiert wurde. Die frühere Funktion und Effizienz ist diesen Modellen nach wie vor eingeschrieben, sie sind unverwechselbar, direkt mit ihrer Funktionabilität assoziiert, wodurch in ihnen ein seltsam surrealer Bruch mittels minimalster Detailveränderungen stattfindet. Der Alltag, die Effizienz, der Sinn des Praktischen lösen sich in ihrer Konzeptionierung auf und zurück bleibt so etwas wie kaltes, zweckentbundenes Design, das eine ganz eigene Form von Schönheit entwickelt.

Die Objekte aus The Uncomfortable können als Angriff auf Designgeilheit – die nicht mehr den User sondern nur noch den Look im Sinn hat – gewertet werden, ebenso aber auch als Spiel mit den Möglichkeiten der Entpragmatisierung des Pragmatischen, als Rückkehr zur Form und Ästhetik in einer Welt, in der scheinbar alles auf irgendeine Weise effizient sein muss.

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Weitere Modelle der Serie von Katerina Kamprani via i-ref

Die Unwahrscheinlichkeit der Dinge

“Unlikely… but not Impossible” nennt der italienische Fotograf Giuseppe Colarusso seine Dekonstruktion alltäglicher Objekte und trifft damit genau ins Schwarze. Unter dem Titel IMPROBABILITA’ inszeniert er Alltagsobjekte mit einem kleinen Twist, der deren Funktionsfähigkeit konterkariert oder gar ins Gegenteil kehrt. Vertraute Dinge werde dadurch zu störrischen Paradoxien, zu abstrakten Eskapismen und surrealen Unsinns-Gegenständen. Dabei wird die Realität nicht nur – wie der Fotograf selbst angibt – überquert, viel mehr sind diese kruden Objekte eine augenzwinkernde Auseinandersetzung mit Ästhetizismus und Designgeilheit in der heutigen Konzeption des Praktikablen: Wann wird der Sinn zu Gunsten des Visuellen geopfert? Was zeichnet ein Objekt aus? Wann verliert es diese Auszeichnung? Und können wir uns angesichts der konzeptionellen, designtechnischen Überrealität überhaupt noch auf die Wirklichkeit der Dinge verlassen? Unwahrscheinlich… aber nicht unmöglich.

IMPROBABILITA’ by Giuseppe Colarusso via Colossal

99 Steps of Progress – Die Evolution des Menschen reinterpretiert

Unglaublich smarte Reinterpretationen des klassischen, allseits bekannten “March of progress”, der die Evolution des Menschen in einem minimalistischen Schaubild darstellt. In Maentis Interpretation werden dann mal gleich ein paar Schritte hinzugefügt, evolutionäre Prozesse konsequent zu Ende gedacht, politische Polemiken rausgehauen oder es wird einfach mit unzähligen popkulturellen Zitaten von Star Wars bis Portal gespielt. Wer das nötige Kleingeld beisammen hat, kann sich hier ein paar der schicken Designs auch gleich als T-Shirts oder Poster ordern…

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Becoming a Legend

Mal eben ganz und gar großartig, berühmte Pixel-Helden mit Platons Höhlengleichnis gelesen. Macht Sinn: In der Rezeption der Spieler wurden die aus wenigen Pixeln bestehenden Sprites zu großen, tollkühnen Helden, zu echten Charakteren, die eben nicht in pixeligen 8-Bit-Welten herumtollten, sondern große Abenteuer-Tableaus betraten. Auch wenn wir als Spieler immer hinter die Schatten blickten, begaben wir uns freiwillig in die platonische Höhle, setzten uns ans Feuer und bewunderten die großen Schatten, die die einfachen Figuren an die Wand unserer Imagination warfen. Jetzt könnte man natürlich über den Verlust an Fantasie lamentieren, der mit der detaillierten heutigen Darstellung tougher Polygonhelden einhergeht, aber das wäre genau so albern, wie Literatur gegen Film auszuspielen. Das Medium hat sich nun mal geändert und die Möglichkeit zur platonischen Fantasterei ist daraus (fast) vollständig verschwunden. Das ist durchaus eine begrüßenswerte ästhetische Entwicklung. Mitunter macht es aber auch Sinn, sich mal wieder in das Suspension-of-Disbelief -Spiel zu begeben, und eine pixelige Samus Aran durch undetaillierte 8-Bit-Höhlen zu begleiten eine idealisierte abstrakte Weltraumheroin Samus Ara durch fantastische, dunkle, imaginierte Höhlen zu geleiten. (Abseits davon kann man diese schönen Illustrationen natürlich auch nach dem Prinzip lesen: “Große, zukünftige Polygonfiguren werfen ihren Schatten voraus.” Macht aber nur halb so viel Spaß.)

Die Bilder stammen alle von RileyRiot, der die Teile bei Redbubble auch als schicke Retrogamer-Shirts verkauft.

Becoming a Legend via Pixellevel

Lumio: Beleuchtung im Buchformat

Groß, einfach nur groß ist diese handliche Lampe, die sich wie ein Buch öffnen lässt und sowohl als größere Taschenlampe als auch statische Beleuchtung praktischen Nutzen und Design perfekt verbindet. Das Ganze ist mehr als nur eine Designstudie, sondern auch gleich ein Kickstarter-Projekt, das – wen wundert es – mittlerweile das angestrebte Finanzierungsziel locker übertrumpft und derzeit bereits über 150.000$ angesammelt hat. Die perfekte Lichtquelle für Bücherliebhaber wie mich und auch über den bibliophilen Touch hinaus einfach mal eine grandiose Idee.


Lumio: Kickstarterprojekt via Colossal