Design

Mal eben ganz und gar großartig, berühmte Pixel-Helden mit Platons Höhlengleichnis gelesen. Macht Sinn: In der Rezeption der Spieler wurden die aus wenigen Pixeln bestehenden Sprites zu großen, tollkühnen Helden, zu echten Charakteren, die eben nicht in pixeligen 8-Bit-Welten herumtollten, sondern große Abenteuer-Tableaus betraten. Auch wenn wir als Spieler immer hinter die Schatten blickten, begaben wir uns freiwillig in die platonische Höhle, setzten uns ans Feuer und bewunderten die großen Schatten, die die einfachen Figuren an die Wand unserer Imagination warfen. Jetzt könnte man natürlich über den Verlust an Fantasie lamentieren, der mit der detaillierten heutigen Darstellung tougher Polygonhelden einhergeht, aber das wäre genau so albern, wie Literatur gegen Film auszuspielen. Das Medium hat sich nun mal geändert und die Möglichkeit zur platonischen Fantasterei ist daraus (fast) vollständig verschwunden. Das ist durchaus eine begrüßenswerte ästhetische Entwicklung. Mitunter macht es aber auch Sinn, sich mal wieder in das Suspension-of-Disbelief -Spiel zu begeben, und eine pixelige Samus Aran durch undetaillierte 8-Bit-Höhlen zu begleiten eine idealisierte abstrakte Weltraumheroin Samus Ara durch fantastische, dunkle, imaginierte Höhlen zu geleiten. (Abseits davon kann man diese schönen Illustrationen natürlich auch nach dem Prinzip lesen: “Große, zukünftige Polygonfiguren werfen ihren Schatten voraus.” Macht aber nur halb so viel Spaß.)

Die Bilder stammen alle von RileyRiot, der die Teile bei Redbubble auch als schicke Retrogamer-Shirts verkauft.

Becoming a Legend via Pixellevel

{ 0 comments }

Groß, einfach nur groß ist diese handliche Lampe, die sich wie ein Buch öffnen lässt und sowohl als größere Taschenlampe als auch statische Beleuchtung praktischen Nutzen und Design perfekt verbindet. Das Ganze ist mehr als nur eine Designstudie, sondern auch gleich ein Kickstarter-Projekt, das – wen wundert es – mittlerweile das angestrebte Finanzierungsziel locker übertrumpft und derzeit bereits über 150.000$ angesammelt hat. Die perfekte Lichtquelle für Bücherliebhaber wie mich und auch über den bibliophilen Touch hinaus einfach mal eine grandiose Idee.


Lumio: Kickstarterprojekt via Colossal

{ 0 comments }

Vielleicht ist es die perfekte Mischung aus harmonischer Kalligraphie und rüdem Tonfall. Vielleicht ist es die stimmungsvolle Kombination aus Tradition und Nerdyness. Vielleicht ist es die herrlich sublime Dekonstruktion des Wunsches nach einem gediegenen Weihnachtsfest. Aber am wahrscheinlichsten meldet sich hier dann doch einfach nur mein pubertäres Selbst zu Wort… Egal, diese Calligraphuck-Weihnachtskarte ist einfach großartig!

via

{ 0 comments }

Von wegen Nintendo Kiddie-Spiele und so…

Weitere epische, dunkle und schmutzige Videospiel-Prints von Ian Wilding gibt es in diversen Variationen bei Socity6 zu kaufen.

via pewpewpew

{ 0 comments }

Dem Bibliophilen in mir, der eben nicht nur den literarischen Inhalt sondern auch die mediale Materialität an Büchern schätzt, blutet dabei schon ein wenig das Herz, auch wenn das Konzept dahinter genial ist: Das argentinische Verlagshaus  Eterna Cadencia hat ein Buch geschaffen, das mit einer speziellen Tinte produziert wurde, die sich peu à peu auflöst, sobald sie zum ersten Mal mit Licht in Berührung gekommen ist. Das Ergebnis ist ein Buch mit einer Haltbarkeit von ungefähr zwei Monaten, während sich sein Inhalt sukzessive verflüchtigt. Ziel des Ganzen ist es natürlich, insbesondere jungen Autoren die Chance zu geben, eben nicht nach dem Kauf monatelang im Regal zu stehen, sondern tatsächlich gelesen und wahrgenommen zu werden. El Libro Que No Puede Esperar, das Buch, das nicht warten kann: Tolle Idee, schicke Umsetzung… aber kaufen könnte ich mir so etwas nie.

via Kotzendes Einhorn

{ 0 comments }

Das ist eigentlich so was für die Designer hier, ich finde es gerade trotzdem todschick. Die New Yorker Designerin/Künstlerin Tauba Auerbach hat den RGB Farbraum komplett in ein analoges Buch gebannt. Da mein Verständnis für derlei Farbdesign-Spielereien irgendwo bei Goethes Farbenlehre aufhört, verstumme ich an dieser Stelle beeindruckt und lasse die Bilder und das Konzeptvideo für sich sprechen.

via Designboom

{ 0 comments }

Künstlich sportlich

Ausgehend von Oscar Pistorius, der mit Beinprothesen in olympischen Laufdisziplinen antrat, untersucht Harro Albrecht die philosophische und ethische Dimension sportlicher Hilfsmittel. Wo hört Natürlichkeit auf und wo beginnt Doping?

Pussy Riot erteilen Richter eine Kunstlektion

Über den Auftritt der in Russland angeklagten Künstlerinnen Pussy Riot vor Gericht.

Das “christliche Europa” – Eine Fiktion

In Bezug auf die Identität Europas wird heutzutage zunehmend auf das christliche oder das christlich-jüdische Erbe verwiesen. Ein Blick in die Geschichtsbücher straft diese These Lügen – und lehrt uns, dass der Islam seit Jahrhunderten Teil von Europas Geschichte ist, schreibt Stefan Schreiner in seinem Essay.

Zu viele Patzer für ein Wissensmagazin

Über den Facebook-Shitstorm, der sich diese Woche über Galileo von Pro7 erstreckte…

Religiöses Ersatzwissen

Nicht die Frommen, sondern die Rationalen zeigen Demut vor der Schöpfung. Und in der Debatte um Beschneidung sind sie es, die sich mit Gegenargumenten auseinander setzen.

Top 5 Animated Google Doodle Games

Flash Mush – bei denen ich mir immer interessante Browsergame-Empfehlungen abhole – haben eine Liste der coolsten Google-Doodle-Games im Programm. Netter, spielerischer Casual-Zeitvertreib fürs Wochenende.

The Wikipedia Redefined

Großartiges Design-Konzept… jepp, genau das sollte die Wikimedia Foundation umsetzen.

Youtube Quest – A short Adventure Game

Thumbs up, allein schon für den Versuch mit der YT-Interaktivität ein richtiges Point&Click zu zaubern…

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko bastelt ein Mixtape mit J.Cole, Foster The People, Male Bonding, How To Dress Well, Tycho und Preteen Zenith zusammen. Im Internet tauchte einer der ersten Live-Auftritte von Rage against the Machine auf, während sich die Foo Fighters auch nach der guten alten Garagen-Zeit zurücksehen und einen Dokumentarfilm zu ihrer Garage Tour veröffentlichen.

{ 0 comments }

Das Design Studio Dorothy hat eine gigantische Straßenkarte entworfen, die komplett aus Filmtiteln zusammengesetzt ist: Elm Street, Lake Placid, Jurassic Park… alles da, wo es sein soll. Das überschreitet dann zwar mitunter die Grenze zur unfreiwilligen Komik, zum Beispiel wenn aus Forrest Gump Der Forrest Gump (Sprich, der Wald Gump) wird, ist aber ziemlich schick gestaltet und gefällt im nostalgischen, zeitlosen L.A.-Retro-Style.

The Map, which is loosely based on the style of a vintage Los Angeles street map has its own Hollywood Boulevard and includes districts dedicated to Hitchcock and Cult British Horror movies. Like most cities it also has its own Red Light area. There’s an A-Z key at the base of the Map listing all the films featured with their release dates and names of the directors.

Das Teil gibt es in der Standard-Edition für 25 £, und in der Limited Edition für 100 £ zu kaufen…

via langweiledich.net

{ 0 comments }

Das vom holländischen Design Kollektiv Dutch Invertuals entwickelte und von Raw Color für die Dutch Design Week umgesetzte Projekt Invertuals 3 ist eine abstrakte Auseinandersetzung mit Grenzen und Gefahren der individuellen Freiheit. Menschliche Körper sind in ihrer eigenen, in weißer Unschuld gefärbten, Blase als Unberührbare eingesperrt. Ihre Bewegungen scheinen wie eine Suche nach dem Sinn, das verzweifelte Ringen nach etwas Greifbaren in dem indifferenten, glasigen Nebel. Und dabei sind es immer der Selbstverlust, die Selbstaufgabe, die als greifbare Gefahr im endlosen, abstrakten Raum als Gefahr offensichtlich werden. Großer Symbolismus, eindringlich pointierter Minimalismus und wundervolle, ausdrucksstarke Performance- und Bildkunst.

Dutch Invertuals are responding to the prevailing spirit of uncertainty and the downside of freedom. Through research and experiment, the group of designers translated the theme of vulnerability to contemporary designs.
Raw Color created the photo-series for this years exhibition expressing each participants vulnerability.

Invertuals 3 via benhammer

{ 0 comments }

Schießen Sie nicht auf den Pappkameraden

Großartiger Essay über Mythos und Wirklichkeit der “Political Correctness”. Ließe sich so auch in vielerlei Hinsicht auf den unsäglichen Begriff des “Gutmenschen” übertragen:

Dass „Neger“ eine üble Bezeichnung ist, weil sie bis zum Hals im Bodensatz einer langen Kolonialgeschichte aus Unterdrückung, Versklavung und Ermordung steht, konnte man 1990 schon wissen. Weil es aber plötzlich „PC“ gibt, darf man richtig „inkorrekt“ noch länger so tun, als wisse man davon nichts. Denn „politisch inkorrekt“ funktioniert wie ein Schutzanzug, der gegen das Wissen vom „falsch“ und eine dahingehende Kritik imprägniert. Trickreicherweise sieht der Schutzanzug aus wie das Gewand eines Märtyrers: Seht her, ich traue mich „noch“, „Klartext“ zu reden!

Top 20 Iconic Movie Posters

Gesammelt und kommentiert vom Creative Bloq. Zu Wort kommen Designer, Künstler und Cineasten, die ikonische Filmplakate wie das zu Ghostbusters oder Pulp Fiction analysieren, historisch einordnen oder schlicht und ergreifend abfeiern.

My Kiez is my Castle

Über die mitunter absurde, mitunter aber vor allem auch einfach beängstigende Abneigung der Berliner Kiez-Bewohner gegenüber Touristen.

Halluzinationsgefahr

Über den Amoklauf von Aurora wurde ja eigentlich schon mehr als genug berichtet. Bert Rebhandl betrachtet die Geschehnisse um die “The Dark Knight Rises”-Premiere, den Schrecken und die Reaktionen der Presse noch einmal aus einer anderen, lesens- und beachtenswerten Perspektive.

Edzard Ernst -”Little H”

Der renomierte und gegen die Esoterik kampferprobte Professor für Alternativmedizin Edzard Ernst äußerst sich zu der #Camgate-Geschichte (Schmutzige Methoden der sanften Medizin), bei der es vor allem darum ging, dass ein Blogger – gesponsort von homöopathischen Unternehmen – im Netz auf diversen Websites ordentlich gegen Homöopathie-Kritiker und Alternativmedizin-Skeptiker schoss. So dreckig diese ganze Geschichte auch ist, so habe ich doch das Gefühl, dass von ihr vor allem die positive Auswirkung ausgeht, dass sich auch Leute, die zuvor nicht in dem Thema drin waren, kritisch mit der Homöopathie auseinandersetzen, die einfach mal mit zu den nervigsten pseudowissenschaftlichen Erscheinungen unserer Zeit gehört. Eine deutsche Übersetzung des Textes gibt es bei Psiram.

Judging a Book by its Cover

Eine Sechsjährige errät anhand der Covergestaltung, wovon berühmte  Werke der Weltliteratur wie Der große Gatsby oder Clockwork Orange handeln könnten. So schreibt sie über Hermann Hesses Steppenwolf:

“That looks VERY CREEPY!!!” (My daughter insisted that there be three, exactly three exclamation points). “It looks like it would be scary and very very strange and about creepy things. The story is about a very very hairy eagle who hangs out with fancy ladies.”

Oswald the Elephan (Browsergame)

Lust auf ein wirklich stressiges, unglaublich schön anzusehendes Abusing Game? Dann ist Oswald the Elephant das Richtige.

Zelda Mystery of Solarus DX (Freeware-Game)

Fanmade Fortsetzung des grandiosen, grandiosen, grandiosen SNES-Zelda A Link to the Past (1991). Das Game, das sich grafisch und spielerisch stark an den 16-Bit-Klassiker anlehnt,  gibt es schon eine ganze Weile, wurde aber erst vor kurzem ins Englische übersetzt und ist daher dankenswerterweise nun auch für alle nicht französisch sprechenden Zeldafreaks in seiner ganzen Pracht genießbar.

Video Game Tourism

Tolles junges Videospiel-Blog, das den feuilletonistischen Weg einschlägt. Videospiele werden als Kunstform, als ästhetisches Erlebnis analysiert und dargestellt.

VGT ist ein Ort, an dem über Computerspiele geschrieben wird – und zwar so, wie wir es gerne auch in arrivierten Medien sehen würden. Computerspiele sind nicht nur ein sehr populäres Massenmedium, sondern möglicherweise auch die Kunstform des 21. Jahrhunderts. Denn schon im August 2008 machte es zumindest die EU-Kommission offiziell: Computer- und Videospiele sind Kulturgut, in dessen Erhaltung und Förderung auch öffentliche Mittel fließen sollen.

rrrrrrroll

Tumblr, in dem sich alles dreht. Mehr muss dazu eigentlich nicht gesagt werden.

Letztes Jahr auf Seite360:

Marcus begibt sich in die Soundcloud und gräbt mit Shlohmo, Nocow und Downliners Sekt hörenswerte Musik hervor. Die Darbietung von Wagners Siegfried-Idyll durch das Israel Chamber Orchestra in Bayreuth ist ein netter, kleiner feuilletonistischer Aufreger für das sonst weit klaffende Sommerloch. Ebenfalls aus dem Sommerloch reißt uns die erschreckende Nachricht vom Tod von Amy Winehouse, der Rinko einen kleinen Nachruf widmet. Ein wenig Nostalgie ist auch wieder am Start: Die besten Alternative Rock Alben der 90er entführen in diesem Fall zurück in die gute alte Zeit.

{ 0 comments }

by Dan Perjovschi via thisisnthappiness

{ 0 comments }

Die beiden Londoner Künstler und Designer  Ben West und Felix Heyes haben die 21.000 Wörter eines klassischen englischsprachigen Dictionarys durch Bilder ersetzt. Dabei griffen sie auf nichts geringeres auf die jeweils ersten Bilder-Suchergebnisse von Google zurück. Heraus gekommen ist ein ganz offensichtlich herrlich diversifiziertes Bilderbuch, in dem Nonsens-Pictures neben wissenschaftlichen Illustrationen stehen, Catcontent auf einer Seite mit Popstar-Fotos sowie Markenlogos auftaucht und sowohl Sinn- als auch Sinnlosigkeit gleichberechtigt nebeneinander existieren. Ein Kompendium des visuellen Internets 2012, eine absolute Momentaufnahme, eine Enzyklopädie zwischen jpg, png und gif und natürlich auch eine wunderbare Allegorie auf die Diversifizität des Internet überhaupt.

via Ignant

{ 0 comments }

…in einer wunderschönen Vektor-Collage. Daran, dass ich so 90% der Bilder sowohl Stage als auch Stern zuordnen kann, erkenne ich, dass ich das Spiel definitiv einmal zu oft gezockt habe.

Stars by kitsovereign via Neatorama

{ 0 comments }

by Alex Ziv via fecal face

{ 0 comments }

Nicolas Ritter, Student der Visual Communication, hat mit The Social Network eine ziemlich elegante Foto-Serie inszeniert, in der alltägliche, profane Handlungen auf Facebook als surreale, skurrile Choreographie performt werden. Dabei werden die beteiligten Darsteller und Models auf ziemlich unheimliche Weise anonymisiert und in grotesken Szenarien arrangiert, die auch einem Franz Kafka gefallen hätten. Die morbiden, düsteren Seiten der Sozialen Netzwerke, jedoch nicht ohne ein gehässiges Augenzwinkern. Oben seht ihr die Allegorie für das Fan-Werden. Unten als erstes “People you may know…” gefolgt von der Änderung des Beziehungsstatus. Alle weiteren Fotos gibt es bei Nicolas Ritter selbst zu sehen…

“The Social Network”
is a series of humorous
photographic illustrations
about facebook specific
vocabulary and staging
of banal things in social
networks.

The Social Network via Ignant

{ 0 comments }

Seite 1 von 612345...Letzte »