Filmabriss (2012er Recap): Prometheus, Monsieur Lazhar, Iron Sky, The Hobbit

Spät dran und mit einigem Abstand – der einen (*hust) objektiveren Blick zulässt – will ich dann doch noch Kurzrezensionen zu ein paar 2012er Filmen nachschieben, die mir entweder in Erinnerung geblieben sind oder die ich tatsächlich erst vor kurzem gesehen habe. Wer meinen Arschloch-Zuschauer-Artikel gelesen hat, weiß, dass ich derzeit alles andere als gerne ins Kino gehe. Das liegt noch nicht einmal so sehr an dem – zugegeben von mir überzeichneten – Bild der nervenden Kinobesucher sondern einfach an dem meiner Meinung nach immer offensichtlicher werdenden Verfall der Institution Kino an und für sich: Überhöhte Preise, nervige 3D-Gimmicks, verloren gegangenes Flair und eine seltsame Form der Arroganz, mit der die Filmspelunken – ehemals Filmpaläste – glauben, ihren Besuchern mangelnden Komfort mit durchschnittlichen bis schlechten Filmen und übertriebenen Hypes versüßen zu müssen. Daher lautet mein Credo im Moment: Wenn schon Kino, dann lieber die kleinen, familiären Betriebe, die überraschende – von der Öffentlichkeit sträflich ignorierte – Perlen zu okayen Preisen und in gediegener Atmosphäre präsentieren. Und wenn es ein Blockbuster sein soll, genügt es auch vollkommen ein paar Monate zu warten, bis die Videothek meines Vertrauens (Nein, nicht kinoxto.2k oder so) den Film im Programm hat. Egal, hier soll es um die Filme gehen, und da ist alles dabei, was 2012 im zu bieten hatte: Hyperventilierender Hype (Prometheus), epischer Blockbuster (The Hobbit), ausgezeichnetes Arthaus-Drama (Monsieur Lazhar) und Direct-to-DVD-Trash mit originellen Produktionsumständen (Iron Sky). Bleibt die Frage, wie sich die eigentlichen Filme fernab ihres Paratextes/Kontextes schlagen. Und die soll im Folgenden beantwortet werden.

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Update or Die! – The Hobbit (Trickfilm von 1966)

Lange ist es nicht mehr hin, bis Peter Jacksons Vision von Tolkiens Kurzgeschichte Der kleine Hobbit (1937) die Lichtspielhäuser dieser Welt erreichen wird. Und wie zuvor bei den gigantischen Herr der Ringe Blockbustern gibt es auch zu The Hobbit, or There and Back Again (so der Originaltitel) Vorläufer aus dem Trickfilm-Genre. Neben dem TV-Musical The Hobbit (1977) von Rankin/Bass existiert zusätzlich eine mittlerweile relativ vergessene Verfilmung, die bereits 1966 das Licht der Welt erblickte. Verantwortlich für diese gerade mal 12Minuten kurze Trickfilm-Version ist niemand anderes als Gene Deitch, der in den 60ern und 70ern vor allem als “Tom und Jerry” Zeichner ziemlich fleißig war. Mit Hanna/Barbera-Knuffigkeit hat diese Tolkien-Verfilmung jedoch wenig gemein: Stattdessen dominieren schrille psychedelische und auch düstere Bilder die Geschichte um Bilbo Beutling und seine Reisen durch Mittelerde… Definitiv mehr, als bei der doch recht braven, kindgerechten Vorlage zu erwarten ist und ähnlich Ralf Bakshis Der Herr der Ringe (1978) eine angenehm kompromisslose Umsetzung der dunklen, schrägen Seiten von Tolkiens Kosmos. Die Blockbuster-Interpretation folgt dann im Sommer 2012, bis dahin genieße ich sehr gerne diese “etwas andere” Version der Mittelerdischen Legendenbildung.

via Kotzendes Einhorn

Die 00er Jahre: Die besten Filme des Jahrzehnts (Übersicht aller Artikel)

Es ist vollbracht! Alle Filme, alle Genres, alle Retrospektiven… übersichtlich aufgelistet, direkt nach dem Klick.

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Überblick aller bisher veröffentlichten 00er Film-Retrospektiven

Sonntag und mitten im Umzugstress… da das Wesentliche der Pack- und Abbau-To-Do-Liste erledigt ist, die Muse für einen größeren Artikel aber fehlt, poste ich an dieser Stelle einfach mal einen Überblick über unsere sich langsam häufenden 00er Film-Retrospektiven. Zur Versüßung des Wochenendes eine kleine Listenhysterie, direkt nach dem Klick…

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Die 00er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts

Mit den vergessenen Alben und den besten Popalben des Jahrzehnts haben wir das musikalische Dekade ja bereits ganz gut abgeklappert. Das selbe werden wir nun auch mit den cineastischen 00ern anstellen. In der folgenden Veröffentlichungsreihe werden wir jedem Genre einen kleinen Artikel gönnen und die beachteten, vergessenen und vor dem Vergessen zu bewahrenden filmischen Glanzlichter der Jahre 2000 bis 2010 auflisten. Den Anfang machen die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts.

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