Filmabriss: Captain Phillips, 12 Years a Slave, Snowpiercer, Trance – Gefährliche Erinnerung

Tom Hanks

Unbedingt mal wieder Zeit für einen aktuellen Filmabriss… Irgendwie tut es mir derzeit um so ziemlich jeden Film leid, den ich sehe und zu dem ich es nicht schaffe, wenigstens ein oder zwei Zeilen zu Papier zu bringen; liegt nicht nur daran, dass ich das Gefühl habe, Seite360 giere nach Content, sondern auch einfach weil das Niederschreiben mir selbst hilft meine Meinung zu dem entsprechenden Film zu verarbeiten und zu fixieren, auch über den (ähnlichen) Effekt eines  Nach-Kinobesuch-Gesprächs hinaus. Hier also jetzt ein paar kurze Gedanken zu einigen Filmen, die ich in den letzten Wochen/Monaten gesehen habe. Keine tiefgründige Analyse, keine umfangreiche Auseinandersetzung, nur ein oder zwei Cents, die ich glaube zu den Werken noch loswerden zu müssen. Dieses Mal sind die Big Budget Großprojekte an der Reihe: Zweimal Oscar-Gewinner in Captain Phillips und 12 Years a Slave, einmal stilsicherer Heist-Mindfuck in Trance, und einmal groteske Weltuntergangsphantasien zwischen Korea und Traumfabrik in Snowpiercer. 2014 ist btw. bis dato ein verdammt gutes Filmjahr.

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Musikvideo der Woche: Casiokids – Olympiske Leker

In ein paar Stunden steigt die Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele in London und wir stimmen uns schon mal mit dem handgezeichneten Video von den Casiokids drauf an. Ich freue mich übrigens wie ein kleines Kind auf die Party heute abend, die kein Geringerer als Danny Boyle entworfen hat und wenn ein Volk Eier in der Hose für ausgefallene Ideen abseits der Norm hat dann sind es die Briten.

Casiokids – Olympiske Leker(2012)

Regie: Chad Blevins

Album:Aabenbaringen Over Aaskammen

The Films of…Guy Ritchie, Tim Burton, Ridley Scott, Christopher Nolan, Danny Boyle (and many more)

In unserer Redaktion ist eindeutig Florian der größere Film-Nerd von uns Beiden und er könnte noch im Schlaf irgendwas über komische Kunstfilme aus den 70ern erzählen. Kees van Dijkhuizen jr. hingegen hat sich weitaus weniger subtilen Stoff ausgesucht, aber auf die Idee die Filme von Guy Ritchie, Tim Burton, Ridley Scott, Christopher Nolan,Danny Boyle u.v.a. auf ihre typischsten Szenen zu cutten, ist großartig und gerade eine extrem willkommene Abwechslung von dem wahrscheinlich bisher scheußlichsten, nassesten und langweiligsten Tag in diesem Jahr. Mich hätte ja noch Michael Bay interessiert, aber eine 5 minütige Anreihung von Explosionen muss dann auch nicht sein.

 

 

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Die 90er Jahre: Die besten Tragikomödien des Jahrzehnts II

Irgendetwas müssen sie den Amis Ende der 90er in ihre Longdrinks gekippt haben. Ausgerechnet Hollywood, das uns noch anfangs mit empathisch-naiven Komödien wie Mrs Doubtfire oder Peter Pan eine zuckersüße Heile Welt mit Moralgarnierung servierte, dekonstruierte plötzlich genüsslich das eigene Ideal der amerikanischen Saubermann-Familie und führte in einer bis dato ungewohnten Bissigkeit hinter die Fassade des amerikanischen Traums. Den bitteren Tiefgang des europäischen Kinos wollte zwar auch keiner so wirklich, aber als selbst Jim Carrey plötzlich seiner eindimensionaler Rolle als Hollywoods Grimassenschneider den Mittelfinger entgegen streckte, Anarcho Komiker verkörperte und ins Satire-Fach wechselte, war klar, dass dies der Beginn einer neuen tragikomisch grotesken Zeit sein konnte.

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Die 90er Jahre: Die besten Drogenfilme des Jahrzehnts

Wir unterbrechen die 90er Komödienretrospektive für ein kleines Subgenre, das in den 90ern jedoch omnipräsent war. Drogen waren der Pop dieses Jahrzehnts. Auf die eher düsteren 80er folgte eine hedonistische Dekade, in der möglichst lange, euphorisch und ekstatisch gefeiert wurde. Ectasy wurde schnell zur Modedroge Nr 1 und ebenso wie sich LSD auf das Wirken vieler Filmemacher der 60er auswirkte, hatten andere bewusstseinserweiternte Mittel Einfluss auf die 90er, in denen der sogenannte bleiche und ungesunde Heroin-Chic es sogar dank Models wie Kate Moss auf die Laufstege dieser Welt schaffte. Auch auf dem Plakat von Trainsspotting schaut uns ein kotzbleicher Ewan McGregor entgegen. Doch genau wie es in den Kriegsfilmen der Dekade nur selten wirkliche Gewinner gab, sind auch die hier nominierten Filme kein affirmatives Statement für Drogen, sondern zeigen gleichberechtigt sowohl ihre bewusstseinfördernde als auch destruktive Kraft.

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Die 90er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts I

Wow! Die 90er waren ein mehr als sattes Jahr für gute Liebesfilme. Und dementsprechend bekommen sie hier, wie schon die Horrorfilme, gleich zwei Artikel spendiert. Diese Überfülle an hervorragenden Liebesfilmen – insbesondere aus den USA – lag vor allem daran, dass das romantische Kino in den 90ern nicht nur ein- oder zwei- sondern gleich mehrspurig fahren durfte: Romcom und Screwball erlebten eine unerwartete Renaissance, Hollywood durfte sich und das Massenpublikum mit epischen Schnulzen erfreuen, Independentregisseure entedeckten plötzlich die Möglichkeiten des romantischen Kinos, und ganz nebenbei erblickten noch ein paar schwarze, düstere und abwegige Liebesreigen das Licht der Welt. Die besten Liebesfilme der 90er: Wir haben sie geschaut, gesammelt und liefern auch hiermit die erste Portion feinstes Romantikkino…

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Die 00er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts

Wenden wir uns nach der epischen Vergangenheit und Gegenwart der Zukunft zu. Sie war schon ein bisschen mau im letzten Jahrzehnt. Die große Reanimation der Star Wars Franchise brachte allenfalls einen unterdurchschnittlichen, einen miesen und einen ganz netten Film hervor. Ansonsten gab es viel Massenware, einige ganz nette Fantasyhybriden und auch richtigen Trash wie den Scientology-Abkömmling “Battlefield Earth”. Aber immerhin ein paar wenige Perlen und Glanzlichter haben es dann doch auf die große Leinwandgeschafft. Wir haben sie rausgepickt und stellen sie hier vor…

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Die 00er Jahre: Die besten Horrorfilme des Jahrzehnts

Nach den besten Fantasyfilmen des Jahrzehnts bleiben wir noch kurz im phantastischen Bereich. Grusel- und horrortechnisch ist so manches passiert in der letzten Dekade. Es gab eine ausufernde Zombie-Widergeburt, einen unglaublichen Hype um das asiatische Gruselkino (das diesen Artikel auch wie eine Welle überfluten wird), eine strukturell interessante Horror Nouvelle Vague aus Frankreich und die Ankunft des Splatter, Gore und Midnightmovies im Mainstreamkino. Folgerichtig erlebte der Horrorfilm einen wahren Boom, ein Hoch an Zuschauerzahlen, das man seit der verebbenden Slasher-Welle nicht mehr für möglich gehalten hatte und eine ganze Riege an erstklassigen, zweitklassigen und leider auch drittklassigen Filmen. Unsere Highlights des Spuk- und Blutoverkills wollen wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten.

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