Die 80er Jahre: Die besten surrealistischen Filme des Jahrzehnts I

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Im Grunde genommen ist Kino des Surrealismus in den 80er Jahren bereits ziemlich am Ende. Mit Luis Buñuel stirbt 1983 der wohl wegweisendste Regisseur des Genres und hinterlässt eine Lücke, die sich so schnell nicht schließen wird. Zwar wies David Lynch mit Eraserhead bereits 1977 einen Weg in die Zukunft des surrealen Films – zwischen Avantgarde und unterhaltsamem Genrekino -, in den 80ern kümmert er sich jedoch eher um “bodenständigere” Projekte wie seinen Elefantenmenschen oder Blue Velvet. Während der neue Surrealismus noch ein wenig in Wartestellung verharrt, lassen aber immerhin die Altmeister mit interessanten Spätwerken aufhorchen: Fellini, Godard, Kluge… die Filmemacher des ersten Beitrags zum surrealen Kino der 80er lesen sich wie ein who is who vergangener Jahrzehnte. Warum sie auch in dieser Dekade begeistern können, lest Ihr hier…

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The Empire Strikes Back Uncut: Fully Fanmade Awesomeness

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That’s it. Und ich hätte das Teil eigentlich schon viel früher hier reintackern sollen. Der zweite Teil der Star Wars Uncut Reihe, Episode V der Weltraumsaga, zusammengesetzt aus von Fans nachgestellten Szenen. Wie schon in Teil 1 kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Großartige Animationen stehen neben verwackelten Homevideo-Aufnahmen, stehen neben trashigen Reinterpretationen, stehen neben skurrilen, gewitzten, absurden und kreativen Ideen. Besser als jede von George Lucas gepimpte “Darth Vader schreit “Nooooo'” Neuauflage.

With more than 480 fan-made segments culled from over 1,500 submissions, The Empire Strikes Back Uncut (also known as ESB Uncut) features a stunning mash-up of styles and filmmaking techniques, including live action, animation, and stop-motion. The project launched in 2013, with fans claiming 15-second scenes to reimagine as they saw fit – resulting in sequences created with everything from action figures to cardboard props to stunning visual effects. Helmed by Casey Pugh, who oversaw 2010’s Emmy-winning Star Wars Uncut, the new film has a wonderful homemade charm, stands as an affectionate tribute to The Empire Strikes Back, and is a testament to the talent, imagination, and dedication of Star Wars fans.

Star Wars Uncut via Boing Boing

Zarathustra die fette Katze infiltriert klassische Gemälde

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Die Künstlerin Svetlana Petrova lässt ihren dicken Kater Zarathustra auf Gemälde los… und der macht dabei natürlich das, was Katzen am besten können: Raum für sich beanspruchen: Egal ob während der Geburt der Venus, im Beharren der Erinnerung oder in den Armen der Mona Lisa, Zarathustra weiß, wie man Aufmerksamkeit auf sich zieht und schmiegt sich brutal aber auch perfekt in die klassischen Gemälde ein.

Großartige Remix-Kunst in der Catconten-Camouflage, irgendwo zwischen Kreischen, Lachen und begeistertem Staunen. Petrova selbst über ihre Arbeit:

I’m a professional artist, and I was fond of Internet memes, and I thought maybe I can make an Internet meme who would at the same time [be] a work of art. And I did this.

Leute! Groß! Surft da hin!

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petrovacollage2Fat Cat Art via Beautiful/Decay

Comic Collage Art by Mike Alcantara

Schon ein paar Tage in meinem rss-Reader gespeichert… vorenthalten möchte ich euch diese großartigen Superhelden-Collagen allerdings nichts. Mike Alcantaras Arbeiten sprühen geradezu vor Leben, stecken voller Dynamik und transferieren das visuelle Chaos einer Comic-Collage perfekt in postmoderne Helden-Ikonographie. Zu bestaunen und zu kaufen gibt es die Teile bei etsy oder gleich auf Alcantaras Facebook-Page, wo man auf dem Laufenden bleiben kann. Und so einen Joker würde ich mir jetzt gerade echt gerne an die Wand hängen.

All pieces are done on canvas and are made from 100% comic….no pencil, marker, paint…..etc.

ComicCollageArt via Maik

1 Song, 16 Genres: “What a Wonderful World” einmal quer durch die Musikgeschichte

Cooooooles (mit ganz vielen “o”) Konzept, gelungene Umsetzung, auch wenn nicht alle Genres so 100% akkurat getroffen sind. Die cdza-Musiker haben sich Louis Armstrongs Klassiker What a wonderful world (1968) vorgeknöpft und diesen – ohne Schnitt – einmal quer durch die Musikgeschichte transportiert. In dem Video sehen wir den Song in einem Take, von Gregorianischen Chorälen über die Klassik, den Jazz bis hin zur Rock Musik wandern … und am Schluss geht alles im Dub Step Chaos unter. Groß!

Opus No. 7
An abridged history of Western Music, performing “What a Wonderful World” in 16 different genres.
cdza. We create musical video experiments

via

Klassische Gemälde als Collagen aus Lifestyle-Magazinen

Der in Sau Paolo geborene, mittlerweile in Brooklyn lebende Künstler Vik Muniz erstellt faszinierende Reproduktionen berühmter, klassischer Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Es ist ungemein faszinierend, wie die derzeit in der Galerie Xippas in Paris ausgestellten Collagen ins Detail gehen, wie sie Linie um Linie von solchen berühmten Gemälden wie Van Goghs Sternennacht (das hatten wir ja schon öfter hier als postmoderne Reproduktion) nachzeichnen, aus Text und Bild und Story Kunst bilden und zugleich in ein fragmentiertes, ironisches Spiel übergeben. Zweifellos große Collagen-Kunst, die auch den zweiten, dritten und vierten genaueren Blick wert ist.

via Flavorwire (wo es noch ein bisschen mehr zu sehen gibt)

Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts III

Die Schublade ist weiterhin der Feind. Und so dürfen in diesem Artikel Radiohead vom Brit-Pop aus Richtung Progressive Rock schielen, wie es mit Sicherheit einige britische Rocker in den 90ern getan haben, wenn auch kein einziger so konsequent wie Thom Yorke und seine Mannen. Vom Art Pop und Postrock kommt Mark Hollis hereingeschneit und selbst Pallas, Robert Fripp und David Sylvian durchbrechen ihre Traditionen, während zumindest  Höyry-Kone den Banner des klassischen Progressive oben halten (Und wie sie das machen!). Achja, und ein klein wenig Jahre Reminiszenz an die 80er Jahre – oder wie ich sie nenne: “Die dunkle Ära des Prog” – hat sich auch hierher verirrt; mit Collage, die den Neo Prog Sound von Marillion gekonnt in die nächste Dekade  transferieren. Progressive Rock, Art Rock, Art Pop, Post- irgendwas? Die Schublade ist tot, es lebe die Schublade!

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Brian Dettmer – Remixed Media: Buchstiche

Brian Dettmer kreiert aus Büchern herausragende Collagen, auf denen Papier, Holz und vor allem Schnitt eine fantastische Melange eingehen. Aus den ausgeschnittenen Seiten treten Bildfragmente, Textschnipsel und größere Panorama-Eindrücke hervor, gerahmt durch die Reste der Bücher, die nur noch eine Ahnung der einst darin enthaltenen Literatur zulassen. Großartige, materielle Dekonstruktionen im wahrsten Sinne des Wortes. Auf Dettmers Website und in seinem Flickr gibt es unzählige dieser faszinierenden Collagen zu bestaunen. Unbedingt vorbeisurfen.

via Paperbrains

Gemälde aus Weltkarten

Blue Horse, 2011 Inlaid maps on panel 20 x 30 inches

Einfach wundervoll. Matthew Cusick erschafft aus Weltkarten Gemälde, und somit einen ganz neuen Stil der Collage, der ich ja sonst kaum etwas abgewinnen kann. Wirklich fantastische Arbeiten, nur leider stellt er nur auf amerikanischem Grund und Boden aus, umso erfreulicher die große Auswahl der im Internet publizierten Werke:
http://mattcusick.com

Ambivalenz als Markenzeichen – Gerhard Richter Retrospektive im Tate Modern (London)

Mit einem Œuvre, das über fünf Jahrzehnte zurückreicht gehört Gerhard Richter mittlerweile zu den bekanntesten und angesehendsten Künstlern der deutschen Postmoderne. Das Tate Modern in London zeigt ab Donnerstag – anlässlich seines 80. Geburtstags im Februar dieses Jahres – eine Retrospektive des beeidnruckenden und zugleich beispiellos ambivalenten Werk des faszinierenden Künstlers. Popjunkies dürften ihn am ehesten als den Verantwortlichen für das Coverartwork von Sonic Youth – Daydream Nation (1988) kennen, für dessen Frontcover die Zeichnung Kerze (1983) herangezogen wurde. Aber auch darüber hinaus hat Richter seine Spuren in der internationalen Kunstszene des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Es dürfte wohl schwerlich jemand zu finden sein, der nicht mindestens einmal über ein Bild Richters gestolpert ist.

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Musikvideo der Woche

Spike Jonze, Chris Cunnigham und Michel Grondry… Wer die drei Namen nicht aus dem Stand runterbeten kann, hat sich nie ernsthaft mit Clip Kultur und deren Historie auseinander gesetzt. Alle drei gehören zu den großen Schrittmachern der Clipkultur der 90er und dürften eine ganze Generation mit ihren verstörenden und wundervollen Videos geprägt haben. Hyperballad ist in der – schon an Höhepunkten ohnehin nicht armen –  Werkschau von Michel Gondry der Clip, dem es hier endgültig gelingt, die Grenzen zwischen Fiktion und Realität aufzuheben und einfach nur das Video und die Kunst für sich sprechen lässt. Wie sollte man auch sonst etwas großartig erklären, das noch 16 Jahre später nicht wie von dieser Welt und von Menschenhand erschaffen wirkt?

Björk – Hyperballad

Album: Post (1996)

Regie: Michel Gondry

Intertextuelles Plagiatspanorama – Die endgültig allerletzte Meinung zu Helene Hegemann

(von Florian Bayer)

Dieser Text ist ein Plagiat! Dieser Text ist nicht selbst geschrieben. Er ist ein intertextuelles Panorama. Er enthält ohne genaue Quellenangaben Textschnipsel, Sätze und ganze Absätze von folgenden Autoren und Institutionen: DPA, Daniel Haas, David Hugendick, Pulp Fiction, Tocotronic, Louis Borges, Peter Kordt, Bob Dylan, Deef Pirmasens, Florian Bayer, die Gefühlskonserve, Ursula März, Jaques Derrida, Johann Wolfgang von Goethe, Jürgen Graf, BILD, Airen, FAZ, Gelnhäuser Tagesblatt, Christof Kerkmann, Die Zeit, Spiegel, Miguel de Unamuno, Christoph Menke, Stern, evangelisch.de, Dirk von Lowtzow, Helene Hegemann, wikipedia.de, Burghart Schmidt und Friedrich Schiller.

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