Schlagwort-Archiv: CGI

CGI sucks! Really?

Ja, we all have been there: CGI nervt, die Filme haben nicht mehr die Qualität von früher, Computereffekte zerstören die Illusion, Uncanny Valley, blablabla und so weiter. Das reicht so langsam mal… und das sage ich als großer Fans der “echten” Special Effects der alten Schule. CGI hat der Filmwelt eine Menge Gutes gebracht, vor allem wenn es richtig eingesetzt wurde. Und dieses kleine Video-Essay bringt das dann auch ziemlich gut auf den Punkt, ohne Früher-war-alles-besser-Bullshit.

Why CGI sucks (Except it doesn’t) via Seitvertreib

This is not CGI… It’s Stop-Motion of a 3D-Print

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…So schlicht und doch so beeindruckend: Die Designer von DBLG haben Bewegungsabläufe eines zuvor am Computer animierten Eisbären mittels 3D-Printer ausgedruckt und aus den einzelnen Bewegungen einen traditionellen Stop-Motion-Short gebastelt, der verblüffend nach CGI aussieht. Nachdem die Computeranimation sich also sichtlich bemühte, das Uncanny Valley zu überwinden und damit dem traditionellen Trickfilm nacheiferte, durfte sie nun Vorlage sein für einen traditionellen Trickfilm, der wiederum alles tut, um so auszusehen wie sein digitaler Konterpart. Bring your own Meta Level…

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via Cartoonbrew

George Lucas’ Statement zu Änderungen an Filmklassikern 1988… …und heute

George Lucas fand es ja in den letzten Jahren ganz schnieke, seinen alten Star Wars Teilen zu neuem “Glanz” zu verhelfen. Hineingepflanzte CGI-Teppiche, die der Umgebung neues Leben verleihen sollten, einen kompletten Computer-Yoda, der den liebevollen und mächtigen  Jedi-Ritter zu einem Animationsspielzeug degradiert… und nun ganz frisch bestätigt – und in diesem Fall kann ich den Aufschrei eines jeden Star Wars Nerd verstehen: Darth Vader schreit “Nooo!” in Die Rückkehr der Jedi Ritter (1983 2011), wenn er den Imperator die Brüstung hinunterstürzt.

No, no, nooooo! Wie würdevoll, erhaben und gänsehauterzeugend war doch die stumme Original-Variante im Vergleich zu diesem zusammengebastelteten Quasi-Leak, in dem Darth Vader da weitermachen darf, wo er in Episode I – III aufgehört hat: Als billige Lachnummer, als Witzfigur, als mutierter Schnösel Anakin Skywalker, der nur ein Schatten des grandiosen Darth Vaders aus Episode IV – VI ist… Okay genug gerantet. Viel interessanter als die vergewaltigen Klassiker ist George Lucas’ Statement zur Vergewaltigung von Klassikern. 1988 hielt Lucas eine Rede vor dem amerikanischen Kongress. Es ging um die Diskussion Nachkolorierung von Schwarz-Weiß-Filmen, ja oder nein? und Lucas nahm diesbezüglich eine ziemlich dogmatische Position ein, indem er die Ausbeutung und Veränderung klassischer Kulturgüter – auch von Filmen – als barbarisch bezeichnete:

People who alter or destroy works of art and our cultural heritage for profit or as an exercise of power are barbarians, and if the laws of the United States continue to condone this behavior, history will surely classify us as a barbaric society. The preservation of our cultural heritage may not seem to be as politically sensitive an issue as “when life begins” or “when it should be appropriately terminated,” but it is important because it goes to the heart of what sets mankind apart. Creative expression is at the core of our humanness. Art is a distinctly human endeavor. We must have respect for it if we are to have any respect for the human race.

(…)

In the future it will become even easier for old negatives to become lost and be “replaced” by new altered negatives. This would be a great loss to our society. Our cultural history must not be allowed to be rewritten.

Ganze Rede bei /Film via Nerdcore

Rise of the Planet of the Apes – Trailer

Ich war ja überhaupt nicht begeistert von Tim Burtons Neuinterpretation von “Planet der Affen” (2001). Im Original von 1968 war das Erschreckende das menschliche Verhalten der behaarten Primaten und damit einhergehend das animalische Auftreten der im Film vorkommenden Menschen, die nicht reden konnten und sich archaisch und atavistisch verhielten. Tim Burton dagegen machte – zugegeben mit recht schicker CGI – die Affen wieder zu Tieren und hatte offensichtlich nicht den Schneid den menschlichen Protagonisten das “Humanistische” zu nehmen.

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Die 90er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts II

Dass die 90er Jahre keineswegs ein rein amerikanisches Zeichentrickjahrzehnt waren, hatte die letzte Trickfilmretrospektive bereits unter Beweis gestellt. Hier sind die USA sogar in der Unterzahl. Dominiert werden die 90er Zeichentrickklassiker von Asien – selbstredend insbesondere dem Studio Ghibli. Aber auch eine klassische Disney-Produktion hat sich hierher verirrt, und sogar ein unglaublich bezaubernder Hybrid aus traditioneller Zeichentrickkunst und Up-to-Date-Computeranimationen.

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Die 00er Jahre: Die besten Animationsfilme des Jahrzehnts

Nachdem wir letzte Woche dem klassischen Zeichentrick unsere Aufmerksamkeit gewidmet haben, werfen wir nun einen kleinen Blick auf die besten Animationsfilme des Jahrzehnts. Hierbei handelt sich – im Gegensatz zu den Trickfilmen – fast ausschließlich um Familenunterhaltung, hauptsächlich von einer  bestimmten Produktionsschmiede mit P. Aber es gibt auch den ein oder anderen düsteren, erwachsenen, schrägen Ausreißer. Genretechnisch geht es ohnehin bunt zu: Science Fiction, Fantasy, Abenteuer, Parodien… von allem etwas. Meist am Computer entstanden, jedoch mit einigen rotoskopischen, knetgeformten, Stop-Motion-Animierten Ausnahmen… Well on. Die besten Animationsfilme, direkt nach dem Break…

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Die 00er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts

Mit den vergessenen Alben und den besten Popalben des Jahrzehnts haben wir das musikalische Dekade ja bereits ganz gut abgeklappert. Das selbe werden wir nun auch mit den cineastischen 00ern anstellen. In der folgenden Veröffentlichungsreihe werden wir jedem Genre einen kleinen Artikel gönnen und die beachteten, vergessenen und vor dem Vergessen zu bewahrenden filmischen Glanzlichter der Jahre 2000 bis 2010 auflisten. Den Anfang machen die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts.

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3D-Kino – Zukunft oder Eintagsfliege? – Teil 2

In Teil 1 habe ich mich mit den Apologeten und Kritikern der neuen Technik auseinandergesetzt und einen Blick auf die aktuelle Real-D-Filmlandschaft geworfen: Das Zwischenfazit. Auf der einen Seite stehen die technikfeindlichen, konservativen Cineasten, auf der anderen die enthusiastischen, bildervernarrten Techniknerds. Beide Seiten haben wunderbare Argumente für und gegen die Technik und beide Seiten stehen in einer unendlich langen kulturellen Tradition des Generationenkonflikts. Die derzeitigen Filme, die eine vermeintliche kulturelle Evolution verkünden leben primär von ihrer Bildgewalt und stehen vollkommen unter dem Scheffel des gefeierten 3D-Effektes selbst. Bleibt die Frage: Wie evolutionär ist dieser? Wie verändert er Sehgewohnheiten und steckt in ihm tatsächlich das Potential die Kinowelt zu revolutionieren?

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3D-Kino – Zukunft oder Eintagsfliege? – Ein Kommentar in zwei Teilen

Zu den Problemen des 3D-Effekts beim Blockbuster Avatar habe ich mich ja bereits in der Rezension zu dem Kassenmagneten geäußert. Ein Artikel von Oliver Lysiak bei Moviepilot unter dem Titel „3D nervt!“ hat mich nun dazu inspiriert, dem letzten cineastischen Schrei einen eigenen Kommentar zu widmen. Dabei versuche ich mich was Polemik betrifft – im Rahmen des Möglichen – weitestgehend zurückzuhalten. Ich selbst bin alles andere als ein Freund des derzeitigen Real-D und Fake-D Trends, will diesen Artikel aber dennoch so objektiv wie möglich halten. Es geht hier weder um eine Verfluchung noch eine enthusiastische Abfeierung der neuen Möglichkeiten. Der Blick soll sowohl Apologien als auch Kritiken zu Wort kommen lassen, gerade weil beide Fronten mitunter so verhärtet scheinen, dass eine sachliche Diskussion alles andere als einfach ist. Genau diesen Fronten werde ich mich im ersten Teil widmen. Wie sind ihre Argumente? Sind diese haltbar? Ist der Graben zwischen ihnen wirklich so tief? Von dieser Basis aus werde ich mich langsam durch das Thema schlängeln, vorbei an einer Beobachtung des Effekts als solchen bis hin zu einer utopischen, optimistischen Prognose darüber, was 3D in Zukunft alles leisten könnte.

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„Avatar“ – Trailer zum neuen Film von James Cameron gibt Rätsel auf

Nach dem Jahrhunderterfolg von „Titanic“ hat James Cameron das einzig Richtige gemacht, nämlich sich zurückgezogen und somit Abstand gewonnen. Zwölf Jahre nach dem Kinostart von „Titanic“ kehrt er nun auf die große Leinwand zurück und das Damoklesschwert des Erfolges schwebt automatisch über seinem neuen Projekt „Avatar“. An den fast zwei Milliarden Dollar Einspielergebnis und an den elf Oscars wird sich „Avatar“ messen müssen, nicht zuletzt deswegen, da die jahrelange Entwicklungszeit immense Produktionskosten verschlungen hat und Cameron immer wieder großspurig die technischen Neuerungen anpreist.

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