43 Cartoon-Intros in 5 Minuten

Nette Spielerei vom ACJW Ensemble der Carnegie Hall und der Kornharber Brown Produktionsschmiede: 43 Zeichentrick-Intros, von Klassikern wie dem Pink Panther bis hin zu neuen Serien von Avatar bis Family Guy, innerhalb von 5 Minuten klassisch runtergespielt. Zeichentrick-Highlights im Performance-Video geben mal mehr, meist weniger dezente Hinweise darauf, um welches Intro es sich gerade handelt. Klar, irgendwie ein bisschen… naja… belanglos, aber gerade im Moment ist mir auch … naja… irgendwie ein bisschen… nach Sachen, bei denen ich einfach nur “nett” denke…

via Clockworker

Dumb ways to die…

Großartiger Cartoon-Song, dessen eigentlicher Sinn es ist, zu mehr Vorsicht im Bezug auf den Schienenverkehr aufzurufen. Mission accomplished würde ich sagen, außerdem habe ich jetzt einen fiesen Ohrwurm und werde zudem die Bilder von diesen niedlichen, suizidalen Darwin-Award-Toons einfach nicht mehr los. Sweet! Hier gibt es das Ganze nochmal als Animated Gif-Sammlung.

Dumb ways to die via Seitvertreib

NICHTLUSTIG – Crowdfunding für Trickserie

Joscha Sauer ist einer der besten Cartoonisten Deutschlands. Seine Nichtlustig-Cartoons wirken mitunter wie kranke, surreale Ausgeburten eines Uli Steins auf LSD in irgendeiner kafkaesken Paralleldimension. Manchmal springt zwar auch Sauer auf den klassischen Kalauer-Zug auf, für den man deutsche Cartoons einfach nur doof findet, oft verbergen sich aber hinter seinen Comic-Strips absurde Kleinode an theatralischer Anti-Komik, die sich zwischen Gaga, Dada und allen Schattierungen dazwischen bewegen, manchmal sind sie sogar geradezu episch, unfassbar grandios, wie beispielsweise dieser hier, der nach wie vor mit zum Wunderbarsten gehört, was je aus Cartoonisten-Hand produziert wurde.

Anyway, der Joscha sammelt gerade für die Umsetzung einer Nichtlustig-Trickserie und die ersten Filmschnipsel, die es davon zu sehen gibt, stellen schon ganz gut unter Beweis, dass sich die scheinbar antikonzeptuale Konzeptkunst seiner anarchischen Episoden auch animiert verdammt gut macht. Also, Unterstützung ist angesagt: 100.000 € werden benötigt, damit die erste Episode fertig gestellt werden kann, weitere Drehbücher warten in der Pipeline auf ihre Umsetzung und mit etwas Glück, wird nichtlustig.tv zum nächsten großen Lichtblick am deutschen Trickserien-Horizont:

Nichtlustig.tv Crowdfunding

Redux Riding Hood – Ein Disney-Märchen läuft Amok

Die Geschichte hinter Steve Moores Redux Riding Hood (1997) ist mindestens genau so spannend wie der eigentliche Film. Gegen Mitte der 90er plante Disney unter dem Projektnamen Totally Twisted Fairy Tales zusammen mit MovieToons eine Reihe von animated Shorts, die klassische Märchenstoffe düsterer, schräger und vor allem erwachsener erzählen sollten. Moores Neuinterpretation ist dann tatsächlich der einzige Film, der dafür produziert wurde: 1997 fertig gestellt, im selben Jahr mit einer Oscar-Nominierung geadelt, ein Jahr später von Disney in den Giftschrank verbannt.

Schon merkwürdig, da wurde Steven Moore einerseits freie Hand bei der Inszenierung gelassen, andererseits schien das Ergebnis doch nicht so ganz dem von Disney intendierten Film zu entsprechen. Redux Riding Hood beginnt als eine Auseinandersetzung des älter gewordenen Wolfes mit seinem Rotkäppchen-Trauma und läuft gegen Ende total aus dem Ruder. Zu viel sei an dieser Stelle nicht gespoilert, aber der Film enthält unter anderem multible Wolf-Versionen, Zeitreisen und eine ordentlich psychotische Inszenierung. Gerade der nostalgische und zugleich schräge Stil, inklusive Hammer-Score erinnert nicht zuletzt an die mutigeren Tex-Avery-Cartoons der guten alten Zeit… hey, und der hat auch schon mal eine ziemlich erwachsene Red Hot Riding Hood (1943) im Programm, die ebenfalls mit Zensur und Giftschrank-Politik zu kämpfen hatte (die gibt es dann nach dem Klick zu sehen).

Auf seinem Blog erzählt Steve Moore mehr zur Entstehung des Films und zu den Kämpfen die er auszufechten hatte… (via /film)

weiterlesen

Animated Short der Woche II: Boris The Dog

Eigentlich wollte ich hier was über Penis-Nasen, Vagina-Köpfe, Nazi-Brüste und viel Gewalt schreiben, aber dann war mir die Dokumentation “Cartoons Kick-Ass” doch etwas zu langatmig und so bin ich bei dem Short Boris The Dog hängen geblieben, dem wohl wohl größten Psycho-Dog ever. Laughing My Fucking Ass Off und die Tatsache, dass der Zeichner von diesem Sado-Köter auch noch 20 Jahre bei der Sesamstraße in selbiger Position war, macht das ganze endgültig zu meinem persönlichen WTF-Moment des Abends.

Boris The Dog (1998)

Regie: Cevin D. Solving

Animationen: Bill Davis

Die komplette Doku Cartoons Kick-Ass, in der auch Boris vorkommt, gibt es bei MindsDelight.

Itchy and Scratchy Complete

Kommt gut auf den Sonntag-Nachmittag: Ein epischer Supercut sämtlicher jemals bei den Simpsons gezeigter “Itchy and Scratchy” Episoden, inklusive der wunderbaren Marge-Censorship-Version und der klassischen Stummfilm-Cartoons. Die in chronologischer Reihenfolge aneinander geschnittenen Episoden beweisen mit ihrer eindrucksvollen Gesamtlänge von über 45 Minuten, wie lange die Simpsons bereits über den TV-Bildschirm flimmern und eignen sich bestens als Hintergrundunterhaltung für den sonntägigen Mittagsschlaf.

via

Links fürs Weihnachtswochenende

Weihnachts-Cartoons bei NICHTLUSTIG

Just that! Zur Einstimmung aufs Fest…

Klugscheißer? Ein Ressentiment gegen Hochbegabte!

Harald Martenstein macht sich Gedanken über diskriminierende und diskriminierungsfreie Schimpfwörter und interessiert sich dabei vor allem für eine Facebook-Seite, die sich um das selbe Thema kümmert.

“Trash-Fernsehen ist wie Fast Food”

Interview mit Philipp Walilus, der im Fernsehen auf die billigen Sendeplätze abgeschoben ist, dessen herausragende TV-Satiren aber auf YouTube ein richtiger Renner sind. Der Channel Walulis sieht fern gehört einfach mal mit zum Besten, was es derzeit auf Youtube zu suscriben gibt.

Wissenschaft? Na klar!

Naturwissenschaft ist nicht nur wichtig, um zu verstehen, wie die Welt rund um uns funktioniert, sie ist auch noch spannend, sie ist schön, sie ist wertvolles Kulturgut. Eine Beobachtung, die uns ein neues Naturphänomen erkennen lässt, kann das selbe Bauchkribbeln hervorrufen wie gute Musik. Eine Theorie, die in schönen, einfachen Formeln große Wahrheiten festhält, kann ähnlich begeisternd sein wie Poesie.

The 36 worst Action Figures from iconic Toy Lines

All das, was damals kein Kind unterm Weihnachtsbaum sehen wollte. Grauenhafte Actionfiguren, die sich irgendwie in eigentlich ziemlich coole Spielzeugserien geschmuggelt haben: Prostitute April O’Neil, Stinkor, German Mechanic from Indiana Jones, Wheelchair Rocky, Invisible Woman, Aunt Mary from Spiderman and many more.

The Word ALONE

Nettes, kleines Puzzlespiel für zwischendurch. Kombination aus Scrabble und einem entspannten Tetris-Klon, die zumindest für eine oder zwei Runden Spaß macht, allerdings kein Suchtpotential birgt. Gut so, schließlich will man an diesem Wochenende ja auch Zeit für seine Liebsten haben.

Disneycember

Doug Walker alias That Guy with the Glasses produziert derzeit knackige, pointierte Video-Reviews zu so ziemlich jedem Disney-Zeichentrickfilm, der jemals produziert wurde. Und an Weihnachten gibt es nachweislich nichts Schöneres, als sich an all die wunderbaren Momente der Kindheit zu erinnern, zu denen die Walt Disney Company ebenfalls nachweislich einen erheblichen Teil beigetragen hat.

Letztes Jahr auf Seite360:

Wie dieses Jahr, wie jedes Jahr… WEIHNACHTEN! Und damit auch so etwas wie ein wohlverdienter Kurzurlaub für alle Schreibenden. Das waren dann zusätzlich auch die letzten Tage, die wir auf unserer alten Domain unter wordpress.com unterwegs waren. Noch vor dem Jahreswechsel haben wir alles zusammengepackt und sind auf die Domain hier umgezogen, wo wir uns seitdem ausgebreitet und es uns gemütlich gemacht haben…

Links fürs Wochenende

Europa: Entgleist das Jahrhundert?

Ein Gespräch mit Alexander Kluge

Unveröffentlichte “New Yorker Cartoons”

Schlechter Geschmack ist Geschmackssache… und irgendwie sind fast alle dieser fiesen, kleinen, gehässigen – mintunter ungemein intelligenten – Zeichnungen einfach mal unglaublich komisch.

Ausstellung: Als die Kunst ins Leben trat

Warum die Postmoderne mausetot ist – und nie lebendiger war als heute.

Internetabhängig – Ich so

Aus Gründen… und diese wird wohl jeder exzessivere Netzuser auch bei sich feststellen.
Dazu auch passend: Internetsucht – Panikmache statt Information.

Last Meals Project

Makaberes, poetisches, informatives und zugleich ungemein spannendes Projekt, in dem kurz und knapp Henkersmahlzeiten und deren Besteller präsentiert werden.

So könnte Najims Leben aussehen

Axel Brüggemann spekuliert für den Freitag über das Leben des sieben Milliardsten Erdenbürgers…

How Jurassic Park should have ended

Eine Überdosis Rock

Allgemeine, kontextualisierende und persönliche Erinnerungen an das Use your Illusion Doppelpack von Guns N’ Roses, das – wie viele großartige Album – dieses Jahr sein zwanzigjähriges Jubiläum feiert.

Retrozirkel

Wollte ich schon länger mal empfehlen. Hervorragender Audiopodcast mit Videospielklassikern der 80er und 90er Jahre. Diese Woche mit einer – eigentlich wie immer – unglaublich interessanten Betrachtung des NES-Klassikers Metroid.

Diamond Hollow II – Browsergame

THIS…. WILL …. EAT …. YOUR …. TIME!

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko betrachtet verträumt die rosa Indie-Pop-Wolken von Belle & Sebastian und erfreut sich an Newton Faulkners Interpretation von Massive Attacks Teardrop.  Der Trailer zu Tom Tykwers neuem Film Drei entpuppt sich als wahres Kurzfilm-Meisterwerk, und am Historikertag in Berlin wird über die Kulturgeschichte des Tragens referiert.

Animated Short der Woche: Mac ‘n’ Cheese

Sehr coole, komplett vedrogte Dubstep-Verfolgungsjagd. Irgendwie wirr, irgendwie Speed, irgendwie halluzinogen… Die Pointe am Ende ist zwar – nunja – bekannt, was davor abgeht aber mehr als amtlich.

Mac ‘n’ Cheese is an animated short directed and created by four students at the Utrecht School of Arts in the Netherlands. This roughly two minute animation took about five months to make, and about a bajillion peanut butter sandwiches.

Synopsis: When you find yourself running scared and running out of energy, there’s only a few options left to outrun your opponent through the southern desert. Stopping at nothing, watch these two guys wear each other out and rip through boundaries hitherto unbroken. Enjoy the ride!

Mac ‘n’ Cheese (Niederlande 2011)

Animation: Tom Hankins, Gijs van Kooten, Guido Puijk, Roy Nieterau

Musik & Audio Design: Giulio Sterbini, Wouter Messelink, Peter-Paul Timmermans

http://www.macncheese.nl

via honk

Animated Short der Woche: Bambi meets Godzilla

Auch diese Woche sind wir wieder – aufgrund eines akuten Mangels an aktuellem Material – klassisch orientiert. Der kurze, pointierte Mashup Bambi meets Godzilla von Marv Newland ist so etwas wie die Blaupause des schwarzhumorigen Zeichentricks. 1969 entstanden, als South Park und Konsorten noch in weiter Ferne lagen, spielt der Film geschickt mit den Erwartungen des Publikums und seinem eigenen Titel. Das wirkt heute natürlich ein wenig angestaubt und ist auch gerade mit unserem kulturellen Background ein wenig vorhersehbar, macht aber immer noch höllischen Spaß und ist schlicht und ergreifend ein kultureller Markstein des bitterbösen, dekonstruktivistischen Trickfilms, ohne den postmoderne Geniestreiche wie Rejected kaum denkbar wären.

Bambi meets Godzilla (1969)

Regie: Marv Newland

Animated Short der Woche: Genre

Don Hertzfeld hatten wir ja schon mit Rejected am Start. Heute zeigen wir euch einen seiner ersten Filme: Das Studentenprojekt “Genre”. Ist natürlich mal wieder selbstreferenziell, postmodern, prätentiös und so weiter, vor allem aber ein erstklassiger, schwarzhumoriger Cartoon, der nicht nur auf die Anfänge des Trickfilms referiert, sondern gleich das gesamte Künstlertum aus diesem Bereich gehörig durch die Mangel dreht. Brachial, böse, unberechenbar, urkomisch und einfach Kult.

Genre (USA 1996)

Regie: Don Hertzfeld

Laufzeit: 5 Minuten

Animated Short der Woche: Kafkas "Ein Landarzt"

Kongenial wird hier eine der schönsten Kafka-Erzählungen animiert, eine Erzählung die selbst Kafka für gelungen hielt, scheiterte er doch sonst stets an seinem eigenen Anspruch. Dem Traumhaften und Surrealen des Textes wird Gestalt verliehen und die Japanische Sprache unterstreicht nochmal die groteske Note. Ein Anime aus einer anderen Welt.

Teil 1

Teil 2

Franz Kafka: Ein Landarzt (Kafka: Inaka Isha. Japan 2007)

Drehbuch, Animation, Produktion: Koji Yamamura

Laufzeit: 20 Minuten

http://www.imdb.com/name/nm0945520/

Animated Short der Woche: Rejected

Wirkt zuerst nur wie eine (sinn)lose Zusammenstellung schräger, schwarzhumoriger, surrealer, makaberer, morbider – manchmal auch geschmackloser – Trickfilm-Commercials. Aber es lohnt sich, bis zum Ende dran zu bleiben. Denn das hat es in sich…

Rejected (USA 2000)

Drehbuch, Animation, Produktion: Don Hertzfeld

Synchronisation: Robert May, Jennifer Nyholm, Don Hertzfeld

Laufzeit: 9 Minuten

http://www.bitterfilms.com/rejected.html