Musikvideo der Woche: Alt-J – Dissolve me

Es hat wirklich verdammt lange gebraucht bis mit dem merkwürdigen Mix aus Thom Yorke Gesang, Blues, Folk und Electro warm geworden bin, aber allein für dieses wunderbare Video lohnt es sich die Band mal genauer zu zoomen.

Alt-j – Dissolve me (2013)


Regie:Dawid Krępski
Album: An Awesome Wave

Rolling Stones@ Glastonbury 2013

Ihren tatsächlich ersten Auftritt beim legendären Glastonbury Festival hatten gestern die Rolling Stones. Ich habe leider nie so wirklich den Zugang zu denen gefunden, aber hey…wie die alten Herren mal so abrocken ringt schon ordentlich Respekt ab. Das Video dürfte nicht lange on sein und bald gebannt werden, also schnell anschauen!

Musikvideo der Woche: James Blake – Overgrown

An James Blake führt ja diesen Monat mal gar nichts vorbei. Ein bischen finde ich den Hype um den Slo-Mo-R`n B übertrieben und im Vergleich The Weekend spannender, aber zur Untermalung von düsteren und melancholischen Landschaften ist die Musik mehr als passend.

James Blake – Overgrown (2013)


Regie: Nabil Elderkin
Album: Overgrown

Hörenswertes Herbst 2012 III: Rival Sons, Godspeed You! Black Emperor, Max Richter, Brockdorff Klang Labor, Dreamscape

Herbst… und Sonne! Zumindest hier in Berlin. Und dennoch das Bedürfnis nach wohltuenden, wärmenden, angenehmen Klängen. Naja, wenn ich diesen musikalischen Schnell-Check überblicke, bleibt von Lagerfeuer-Romantik nicht viel übrig. Godspeed You! Black Emperor bereiten uns stattdessen mit ihrem Comeback auf den nahenden Weltuntergang vor, die Rival Sons reiten retroaktiv rockend in den Sonnenuntergang und Max Richter zerfleddert gleich alle vier Jahreszeiten so, dass kaum noch an einen gemütlichen Herbst-Abend zu denken ist. Immerhin lädt das  Brockdorff Klang Labor zu entspannten und selbstironischen deutschen Electro-Pop-Eskapaden ein… und ja: Kaum gekannt, fast vergessen, wieder aufgetaucht, sind sie doch noch zu hören: Die schmeichelnden, warmherzigen und zugleich traurigen Shoegaze-Klänge der frühen 90er Jahre, die perfekt zum aktuellen Herbst passen. Trotz ihres immensen Alters sind Dreamscape die große Entdeckung dieses Hörenwertes-Checks: Verträumt, verliebt, verloren und dabei einfach wunderschön. Alles wird gut.

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts IV

Ich befinde mich gerade in so einer Art unheimlichem Progressive Rock Rausch, Dank dem ich die entsprechenden Artikel beinahe in einem Rutsch runter geschrieben habe. Ich hoffe mal, dass sich meine derzeitige Begeisterung für die Art Rock Nische auch ein wenig in den Texten Lobeshymnen auf die Genre-Alben der 90er Jahre niedergeschlagen hat. Wie bei jedem guten Rausch wird früher oder später der Kater folgen und diesen werde ich mit den Stooges, Ramones und Sex Pistols dann auch hoffentlich erfolgreich bekämpfen. Bis dahin gibt es aber noch einmal eine volle Ladung Prog-Rock der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts. Morte Macabre laden zum düsteren Tanz ein, Mats / Morgan versetzen dem Fusion neue Stromschläge, Tool weiden sich in Undertow in einer Mischung aus Stoner, Alternative und Art Rock, während Bondage Fruit und Simon Steensland den Zeuhl erfolgreich in eine neue Epoche transferieren. Auch Buckethead und Tenhi klingen alles andere als nach klassischem RetroProg und mixen stattdessen Ambient, Postrock, Gothic, Metal, Experimental und was ihnen sonst noch in den Kram passt in ihren originellen, ungewöhnlichen Sound. Schubladenzertrümmerung erfolgreich, würde ich sagen: Der Patient lebt.

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Hörenswertes Juni 2012 II: Patti Smith, 2:54, dEUS, King Tuff, The Future of the Left

Fetzen muss es! Immerhin ist Sommer, Schluss mit den netten Pop-Hymnen, rein ins Leben. Naja, bevor das hier zum Manifest für den Vitalismus wird, ich bin gerade einfach auf der Suche nach Rock, nach heftigen, schrammeligen, noisigen Klängen, nach fetziger und dennoch tanzbarer, nach wilder und dennoch eingängiger Musik. Ob ich sie gefunden habe? Zumindest partiell. King Tuff rocken und poppen ordentlich durch sommerliche Garage Sounds, 2:54 revitalisieren die sphärische Schrammel-Seite des Post Punk und The Future of the Left drehen komplett am Noise-Rad. dEUS dagegen wissen noch nicht genau wohin, produzieren dabei aber wieder eines ihrer besseren Alben, und dann gibt es noch Patti Smith. Und die ist ja jetzt alt und weise und geerdet… und verdammt nochmal, vermisse ich ihr junges, ungestümes, einfach mal fetzendes Ich! Was solls! Es ist Sommer und zum Nörgeln ist der Herbst da. Also fünfmal hörenswerten Rock/Pop der Marke zum Anfassen und Genießen. Viel Spaß.

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Jack White – Blunderbuss (Stream)

Das neue Album von Jack White steht per Soundcloud auf der Homepage von Columbia Records bereit. 

Sorry, Stream funktioniert aus mir noch unbekannten Gründen nicht. Es gibt dort zumindest alternativ die Möglichkeit das Album über Itunes zu hören. Jap, so bekämpft man erfolgreich Leaks. ;)

Link

Gary Clark Jr. – Third Stone From The Sun/If You Love Me Like You Say/Things Are Changin @Coachella 2012

So, immerhin ein paar Videos werden momentan offiziell frei gegeben. Es handelt sich dabei zwar nicht um die Headliner, aber es sind ein paar sehr interessante Newcomer wie Gary Clark Jr. dabei. Was der Mann da mit seiner Gitarre anstellt ist mal so Jimmy Hendrix, dass mir gerade die Kinnlade mal wieder auf den Boden knallt.

Gary Clark Jr. (born February 15, 1984), is an American guitarist and actor considered by some to be the leader of the Austin, Texas rock scene, playing in a style that has at times been compared to Jimi Hendrix.[1][2][3][4] Acclaimed as the savior of blues,[5][6] Clark has established a resume which has enabled him to share the stage with various legends of rock and roll.[7] His live performances, as well as his recordings, blend rock, soul and blues, infusing fluid guitar with a guttural howl and a falsetto trill that mix together. Despite his roots, Clark comes across as someone who is forging something unique in the music world.[8] More specifically, his 2010 self-titled EP debuts his ability to explore various genres of music, while demonstrating his independence and distinctiveness from the heavily saturated music industry.

(Wikipedia)

Musikvideo der Woche: Jack White – Sixteen Saltines

 Jack is back!  Für diesen Hammer-Spruch habe ich einen ganzen Tag gebraucht. Das Video ist wesentlich besser als mein blöder Kalauer und endlich mal wieder derber Rrrrock.

Jack White -  Sixteen Saltines (2012)

Regie: AG Rojas

Album: Blunderbuss

Hörenswertes Februar 2012: Errors, Tindersticks, Motorpsycho & Ståle Storløkken

Nachdem die letzten Hörenswert-Artikel von Rinko allein bestritten wurden, muss ich mich doch auch mal wieder zu Wort melden, allein schon, um auf diese drei wirklich spannenden Alben aufmerksam zu machen. Sowohl Motorpsycho in enger Zusammenarbeit mit Ståle Storløkken als auch die Tindersticks haben mit ihren aktuellen Outputs große Meisterwerke geschaffen, die bei meinen Best-Of des Jahres 2012 mit Sicherheit mehr als ein paar Worte mitzureden haben werden. Ergänzt werden die beiden Epen von ziemlich eigenwilligem, eigensinnigen Synthie/Ambient/Postrock von den Errors, die als musikalischer Anachronismus daherkommen und dennoch ein faszinierendes, wenn auch allzu eskapistisches Werk aus dem Hut zaubern. Achja, das Wetter heute nervt.

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Jack White – Love Interruption (Stream)

Also, ich weiß gar nicht was ich sagen soll… vielleicht einfach nur, dass ich hin und weg bin. Jack White von The White Stripes macht auf Lo-Fi… und wie! Die Solo-Single Love Interruption vom bald erscheinenden Album Blunderbass atmet nicht nur den Blues, die Nashville-Attitüde und den Geist der glorreichen analogen Zeit, sie ist auch zum Daniederknien amerikanisch, ruppig, rau und steckt dennoch voller Charme und Herzblut. Yes, I am in Love.


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Hörenswertes Dezember 2011: Gotye, The Black Keys, Tycho, The Roots

So, die letzte Advends-Kerze wurde ausgeblasen und die Geschenke gerade noch rechtzeitig über Amazon bestellt. Wir haben noch ein paar schön verpackte Hörenswertes-Geschenke gebastelt und wer es immer schon zuckrig mochte findet mit GOTYE ein Präsent unterm Baum, das es schwer macht, nicht doch mehr zu naschen als es einem gut tut. Währenddessen sind die Black Keys schon vom Eierlikör ordentlich bedröhnt, aber doch immer noch brav genug, um Oma nicht zu erschrecken. Die Roots dagegen haben weniger mit Konsum-Ritualen am Hut und beten stattdessen lieber ein eindringliches Weihnachtsgebet.

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Newcomer 2012 – Seite 360 wagt einen Blick in die Zukunft I

Es ist mal wieder Zeit einen Blick in die Glaskugel zu werfen und euch Künstler zu präsentieren, die großes Potential als Newcomer 2012 haben. Nicht ganz ohne Stolz können wir auch dieses Jahr sagen, dass wir einen ziemlich guten Riecher hatten und schon Ende des letzten Jahres eine gewisse Jessie J im Programm erwähnten, Jamie Woon schon früh toll fanden und den kommerziellen Erfolg von Far East Movement bereits vorher sagten. 2010 hatten wir ja bei Hurts auch schon auf das richtige Pferd gesetzt. Es lohnt sich also auch diesmal unsere Kandidaten für das nächste Jahr genauer anzuschauen, und mit Spannung zu verfolgen wer hier den Durchbruch schaffen könnte. Ich gebe zu, dass es diesmal keinen klaren Favoriten gibt, auch wenn ich Jamie N Commons derzeit ganz weit vorne sehe. Wer übrigens heiße Insider Tips an uns vertickern möchte kann dies hier bei den Comments oder per mail an redaktion@seite360.de tun. Da ich auf eure Mitarbeit hoffe, werde ich den Ausblick zum ersten Mal in mehrere Teile aufteilen.

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