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I see my Mural and I want to paint it black – Blu zeigt der Gentrifizierung den Stinkefinger

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Das BLU-Mural an der Curvystraße gehörte nicht nur zu den ikonischsten Urban Art Stücken Berlin, darüber hinaus zauberte es auch mir, selbst beim hundertsten Vorbeigehen, immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Das war Kreuzberg, das war Berlin… und nun ist es weg, für immer. Vom Meister selbst beauftragt, einmal komplett mit schwarz überzeichnet, so dass nur noch – für kurze Zeit – ein Stinkefinger zu sehen war, der der schwarzen Tapezierung letztendlich aber auch zum Opfer fiel.

Hintergrund der Aktion ist, dass ein Münchner Investor die Curvy-Branche bebauen wollte und schon länger klar war, dass Blus urbanes Meisterwerk dieses Bebauungsplänen im Weg stand. Es gab ne Petition bei Change.org, das Werk unter Denkmalschutz zu stellen, es gab Proteste, es gab das bekannte Aufbäumen gegen die Gentrifizierung. Und nun hat Blu selbst einen Schlussstrich unter die Sache gezogen. Breit, schwarz, konsequent… und vor allem nicht zu übersehen. Die ganze Aktion hat schon etwas von einer Beerdigung: Ein dunkler, trauriger Moment für Street Art Freunde.

The Pessimism, Despair and Hypocrisy of Berlin’s Street Art via Kotzendes Einhorn und Nerdcore

Musikvideo der Woche: Blu – Doinnothin’ Feat. U-God (Prod. By Flying Lotus)

Ich bin ehrlich gesagt momentan nicht mehr so up-to-date was Hip Hop Underground angeht, aber wenn der von mir hochgeschätzte Flying Lotus zusammen mit dem Newcomer Blu sowas Krankes wie Doinnothin’ raushaut ist das schon `ne tolle Sache.  Blu`s Album “No York” kann man übrigens als Free Download runterladen.

Blu- Doinnothin’ Feat. U-God (Prod. By Flying Lotus) (2011)

Regie: David M. Helman

Album: No York

Animated Short der Woche: Big Bang Big Boom

Kreationismus suckt… so eine wahnsinnige Wall Painted Animation kann von den Intelligent Design Anhängern jedenfalls nicht erwartet werden. Hier taumeln Einzeller um Schrott herum, jagen große Fische kleine Fische auf verwaisten Parkplätzen, mutieren Echsen auf Straßenmauern und graben sich Krustentiere ihren Weg durch den großstädtischen Strand. Alles in wunderbar unperfekter Stop-Motion, entlang an Beton, Stein, Sand, Wasser, durch Türen, Fenster, Autos; mit Farbe und all dem anderen Material, das die urbane Landschaft hergibt. In diesem Sinne: Do the Evolution!

Big Bang Big Boom (2010)

Regie & Animation: Blu

Soundtrack: Andrea Martignoni