John Bramblitt, der blinde Maler

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Mit 30 Jahren erblindete John Bramblitt vollkommen. Aufgrund einer Epilepsie, unter der er bereits seit seiner Kindheit litt, hatte er schon die Jahre zuvor sukzessive an Sehkraft eingebüßt, mit ihrem finalen Totalverlust gewann er schließlich allerdings etwas anderes: Die Freude am Malen.

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Gluten Free Museum

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Ich bin zwar gerade im Urlaub, das hier nicht mit euch zu teilen, würde ich mir aber nie verzeihen… ganz unabhängig davon, dass es im Moment ohnehin durch sämtliche Nerd- und Kulturblogs geht. Im glutenfreien Museum werden in klassischen Gemälden ebenso wie in bekannten Filmszenen sämtliche glutenhaltigen Produkte entfernt. Ein Traum für jeden hippen, ernährungssensiblen Prenzlberger…

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Gluten Free Museum via Dangerous Minds

Und dann waren da noch die Kunstwerke für blinde und sehbehinderte Menschen im Prado-Museum

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Erst mal mit einem Axiom starten: Konsequenter kultureller Fortschritt ist ohne Inklusion nicht machbar. Wenn wir wirklich das kulturelle Potential der Menschheit voll entfalten wollen, setzt dies zwingend voraus, dass wir allen Menschen den Zugang zu Kulturgütern ermöglichen, unabhängig von körperlichen oder sozialen Dispositionen.

Unter dem Titel Touching the Prado hat das Museo del Prado in Madrid als erstes klassisches, großes Museum eine Ausstellung am Start, in der blinde und sehbehinderte Menschen ursprünglich flache Bilder haptisch erleben können. Zur Erstellung der dreidimensionalen Reproduktionen traditioneller Gemälde – wie der Mona Lisa – wurde ein ziemlich komplexes Verfahren angewandt: Unter Zuhilfenahme von ultraviolettem Licht wurden die Texturen der Originale analysiert und anschließend mit einer speziellen Tinte im 3D-Druckverfahren in mehreren Layern den neuen Werken hinzugefügt. Das Ergebnis sind plastische, für Sehbehinderte zum ersten Mal voll, für Nicht-Sehbehinderte auf vollkommen neue Weise erlebbare Klassiker der Bildenden Künste.

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Bereits das Louvre und das MoMA hatten in der Vergangenheit mit verschiedenen Möglichkeiten experimentiert, blinden Menschen Ausstellungsstücke greifbar zu machen. Aber so weit wie das Prado Museum ist bis dato noch keine Kunstausstellung gegangen. Das Ergebnis ist nichts anderes als eine Braille-Schrift für die schönste Sprache der Welt…

At Museo del Prado, Blind Visitors Can Touch Masterpieces via Open Culture

Oddly Head’s obscure Hollywoodland

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Manchmal schräge, manchmal düstere, manchmal komische und manchmal einfach nur absurde Dekonstruktionen ikonischer Kinoszenen. Oddly Head krallt sich die Narrative der Filmfabrik und verabreicht ihnen Twists, die tief hineinschneiden in die Anatomie des amerikanischen Traums. Stark.

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Hollywoodland by Oddly Head via beautifuldecay

Max Hirshfeld: Menschen die auf Kunstwerke starren

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Es dürfte für den Kunstbetrieb, die Kulturindustrie, die Rezeptionsgesellschaft (beliebigen sozial- und kulturwissenschaftlichen Begriff bitte hier einfügen) wahrscheinlich nichts Notwendigeres und Spannenderes geben als eine Psychologie oder Soziologie des Museums- und Galeriebesuchers. Wie verhalten sich Menschen, die klassische Gemälde betrachten? Wie viel Kontemplation, wie viel analytische Kritik und vor allem wie viel Selbstpräsentation bis hin zum zur Schau getragenen Snobismus stecken in einer so simplen Handlung wie dem Anschauen von Kunst?

Ich habe gerade mal sehr rudimentär quergesurft und tatsächlich nichts gefunden, was sich diesem Topos wissenschaftlich konkret nähern würde. Also Ihr Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaftler: Ran ans Werk. Zur Inspiration liegen diesem Post ein paar herausragende fotografische Eindrücke von Max Hirshfeld bei. Looking at Looking – Vom kuschelnden Paar über die interessierten – nach vorne gebeugten – Teens und die ratlosen Touristen bis hin zum alten Kunstkenner. Vom gedankenverlorenen im Gemälde Versinken über das scheinbare Zeit Abstehen bis hin zum mutmaßlich prätentiösen Hände hinter dem Rücken Falten ist alles dabei. Zahllose weitere Bilder dieser großartigen Reihe findet ihr hier.

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Berühmte Selbstporträts der Kunstgeschichte als Selfie

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Sehr schöne Idee von Samsung: Berühmte Künstler der Weltgeschichte nehmen ein Selfie von sich selber und heraus kommen die bekannten Selbstporträts von Van Gogh, Dürer und Frida Kahlo.

Bei Amazon ist die kompakte Kamera mit dem klappbaren Display für Selfie-Fans unter diesem Link verfügbar…

Samsung NX Mini Smart Systemkamera (20 Megapixel, 2-fach opt. Zoom, 7,5 cm (2,9 Zoll) Display, Full HD Video, bildstabilisiert, inkl. 9mm Objektiv) weiß

Noch mehr Pics auf Geekologie.

Neue ABVH Street Art Gifs

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Nicht das erste Mal, dass ich hier digitalisierte und anschließend animierte Urban Art poste… und mit Sicherheit auch nicht das letzte Mal. Vielleicht ist diese Form des Remixes eigener oder fremder Street Art sogar ein Ausweg aus der Kommerz-Sackgasse, in die die urbane Kunst in den letzten Jahren mehr als einmal gelaufen ist. Quasi ein Exit through the animated Gif Shop (Sorry für das!): Okkupationskunst aus dem öffentlichen Raum wird selbst von einer digitalen Verarbeitung okkupiert und dem digitalen (öffentlicheren) Raum übergeben, in dem sie durch die infinite Reproduktion praktisch (ökonomisch) wertlos und damit unmöglich für jegliche Kommerzialisierung wird. Diese Form der Kunst kann nur als animated Gif, also als fast schon antiartifizielles, herunterkomprimiertes Objekt des digitalen Raums existieren… und zudem als Objekt des Überangebots, das nur durch permanente Reproduktion lebendig gehalten wird, dadurch aber jeden Unikatscharakter verliert. Rettung der Aura durch den Tod der Aura in Zeiten der digitalen Reproduzierbarkeit… oder so…

Anyway, was ABVH da mal wieder macht, sieht verdammt gut aus und funktioniert perfekt als Mashup aus Urban Art und Digital Art.

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via the vandalList

Behind the Matrix – Berühmte Gemälde als Datenvisualisierungen

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Spannende digitale Konzeptkunst des Künstlers Yousuke Ozawa: In seinem jüngsten Projekt Data Visualization hat dieser berühmte Gemälde auf Google gesucht und aus den gefundenen Bildern mit technischer Hilfe ihren Code/Datenstrom extrahiert. Diesen wiederum hat er ausgedruckt und in einer Galerie ausgestellt. Digitale Nacktheit als Blick hinter die Matrix der bildenden Kunst. Stark.

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Data Visualization via Spoon & Tamago

Roadkill Funerals

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Die Künstlerin Maria Lonova Gribina bettet auf der Straße gefundene Tierkadaver in pittoreske Blumenarrangement und reproduziert damit fotografisch ein Ritual ihrer Kindheit: Die Beerdigung von zu Tode gefahrenen oder auf andere Weise der Straße zum Opfer gefallenen Tieren.

Over a summer holiday in the South of Sweden during bike trips to the beach, photographer Maria Lonova Gribina, encountered what anyone riding their bike near a busy road is bound to see — the unfortunate animals dashed by passing cars. The first was a bird. Far from being repulsed by its dormant form, she was reminded of her own childhood. „At the forest edge my brother and I buried birds and mice which had been throttled by a cat or had drowned in a pool,“ she says. „We decorated the graves with flowers. So in my photographs I decided to return to my first impressions of death.”

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Eine wunderschöne, romantische und auch würdevolle Auseinandersetzung mit dem alltäglichen Tod: Roadkill becomes art.

Maria Lonova Gribina Natura Morta: A Childhood Ritual Transforms Roadkill Into Art via Nerdcore

Deep Dark Fears by Fran Krause

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Gruseln zum Jahresabschluss: Illustrator Fran Krause hat sich in simplen – dafür aber umso verstörenderen – Illustrationen den verborgenen Ängsten verschiedener Menschen angekommen. Das Ergebnis sind minimalistische Bizarrerien, die auf den ersten Blick absurd und irrational erscheinen, in denen man allerdings seine eigenen Ängste sehr schnell widergespiegelt findet. Der menschliche Verstand ist ein böser Troll und die eigene Kreativität kann mitunter dein ärgster Feind sein. Mehr davon gibt es in Krauses TumblrFacebook oder Instagram zu sehen. Außerdem könnt ihr die Teile auch als Prints kaufen.

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Deep Dark Fears via Bored Panda

Espacios occultos – Die Leere der Leinwand

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In seiner Reihe Espacios occultos, zeichnet der spanische Künstler José Manuel Ballester berühmte Gemälde der Kunstgeschichte nach, verzichtet dabei jedoch auf sämtliche Personen, die auf den Originalen zu sehen sind. Die Enthumanisierung der Kunstwerke öffnet so den Blick des Betrachters für den Hintergrund, für das, was sonst hinter den Porträtierten verschwindet. Im wahrsten Sinne des Wortes versteckte Plätze kommen so plötzlich zum Vorschein: Eine einsame im Wasser treibende Muschel, die ihrer Rolle als Geburtsort der Venus beraubt ist, ein Hügel, einzig belebt von einer Blutlache, die ihn zum verlassenen Tatort der Erschießung der Aufständigen von Madrid werden lässt, eine verlassene Tafel, an der das letzte Abendmahl nur noch eine blasse Erinnerung zu sein scheint und ein inhumanes Chaos abstrakter Formen, die ein Guernica bilden, das die Menschen, die es einst bevölkerten, komplett vernichtet hat….

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CIA-Folter im Stile der Gemälde von George W. Bush

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Großartige, beklemmende Meta-Fuckup-Gemälde zwischen Politik- und Kunstkritik von Prachi Gupta von AnimalNY. Wie würden die Verhörmethoden der CIA wohl aussehen, wenn sie in George W. Bushs infantiler Wohlfülromantik gemalt wären…? So ungefähr, und damit ist wirklich schon verdammt viel über die Selbstwahrnehmung und das Wesen des konservativen Kerns der amerikanischen Terrorismusbekämpfung gesagt.

Since President Bush never fully looked into the details of the program he put into action, we thought it might be helpful to illustrate some of the gruesome examples of torture mentioned in the report and have him bear witness to them. In recent years, Bush has brushed away his crimes and revamped his public image with silly, innocent paintings. To be sure the president can understand the atrocities committed under his watch, we’ve represented them in an approximation of his own child-like painting style. This is what torture might look like through Bush’s eyes.

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HERE’S WHAT THE CIA’S TORTURE TECHNIQUES WOULD LOOK LIKE IF GEORGE W. BUSH PAINTED THEM via Nerdcore

Heiteres Nasenbluten

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Die Erhabenheit der Mona Lisa besteht vor allem darin, dass selbst eine idiopathische Epistaxis sie nicht in ihrem heiteren Posen stören kann. Von der russischen Künstlerin Svetlana Malygina. (via Boing Boing)