Schlagwort-Archiv: Bastardpop

Dieses Bowie/Lemmy-Mashup ist gar nicht mal so scheiße…

…okay, der Titel dieses Postings klingt gerade härter als es eigentlich sollte. Ace of Space ist alles andere als ein perfektes Mashup (sind wahrscheinlich auch einfach die beiden falschen Songs gekreuzt), geht aber zum richtigen Moment richtig ab und schafft es dennoch irgendwie – wie auch immer – die Space Rock Oper und den Rock N Roll Gassenhauer gekonnt zu verquirlen. Und jetzt bitte irgendwer Achim Mentzel und ein paar Snape-Zitate drunterhauen…

Ace of Space Tribute via Kraftfuttermischwerk

Beklopptes Mashup ist bekloppt (Linkin Park vs. Smash Mouth)

shrek-hybrid

This shouldn’t work, why does this work? – Der Titel sagt eigentlich schon alles. Bastard Pop kann vieles: Begeistern, rocken, verblüffen… aber auch – wie in diesem Fall – schlicht erheitern. Mit Genregrößen wie den Kleptones oder Girl Talk kann es dieser irre Mashup-Song zwar nicht aufnehmen, aber es ist allemal ordentlich überraschend, wie der Gute Laune Fun-Punk von Smash Mouth mit dem pathetischen Nu Metal von Linkin Park harmoniert. Allein der Pfeifpart… Gold!

via Maik

Nationalhymnen-Mashup: Every national anthem at once

Um das schnell zu disclaimern: Ich finde Nationalhymnen meistens ganz schrecklich: Der Pathos, die überzeichnete Ergriffenheit, die vollkommene Ironiefreiheit gepaart mit parolemhaften Monumentalismus. Die Ursprünge der meisten Hymnen sind historisch bedingt im 19. Jahrhundert zu verorten und die einzelnen Stücke sind daher viel zu oft von einem schrecklich klebrigen Romantik-Geist durchzogen. Außerdem habe ich auch irgendwie so ein grundsätzliches Problem mit dem Nationenbegriff als solchen. Das geht noch nicht mal so sehr in die “Deutschland halt’s Maul!”-Richtung, mich nervt einfach tierisch eine metaphysische, nahezu sakrale Aufladung des Nationenbegriffs, die nicht im geringsten berücksichtigt, dass unsere heutigen Nationalstaaten primär Konstrukte sind (sei es aus dem 19. oder 20. Jahrhundert), deren Grenzen einfach mal in erster Linie arbiträr verlaufen und deren vermeintlich genuine kulturelle Identität auch irgendwie nur mit viel Hängen und Würgen zurechtgezimmert werden kann. Ja, ich bin Internationalist und Antinationalist. Durch und durch! Basta!

Eigentlich habe ich jetzt aber nur so viel gefachsimpelt, weil ich einen guten Einleitungstext für dieses wirklich grandiose Nationalhymnen-Mashup brauchte:  National Anthems hat sämtliche Nationalhymnen der Welt (zumindest die sämtlicher UN-Länder, der beiden Beobachter Palästina und Vatikan sowie dem UN-Anwärter Taiwan) zu einem großartigen Bastardpop-Opus zusammengebastelt. Los gehts mit der Hymne Uruguays (die längste Nationalhymne der Welt) und peu à peu gesellen sich weitere Hymnen zu dem Reigen, bis das Gesamtwerk schließlich gegen Ende in ein infernales Noise-Spektakel mündet. Kann man durchaus auch als eine Art Kritik am Nationenbegriff lesen. Während die einzelnen stolzen Hymnen noch harmonisch und pompös klingen, entwickelt sich im Laufe der Zeit mit weiter hinzukommenden Nationen ein atonales Monstrum, das am Ende zwangsläufig ins Chaos münden muss. Die letzten anstrengenden Sekunden kann man dann auch nur noch als beeindruckend apokalyptisch bezeichnen, vielleicht auch ein Zeichen dafür wohin die nationalstaatliche Reise hingehen könnte. Andererseits… zumindest Europa hat das ja auch schon irgendwie hinter sich und eigentlich bin ich, was globale Politik betrifft, grundsätzlich eher ein Optimist (auch wenn ohne Frage noch mehr als genug schief läuft in der Welt). Insofern, genug davon. Einfach genießen, Gänsehaut wachsen lassen und mit der politischen Überinterpretation aufhören: Großartige Mashups sind halt auch einfach nur großartig.

Every National Anthem at once via Seitvertreib

Mashup-Germany – Top of the Pops 2012 (Scream & Shout)

Mashup-Germany hat wie bereits 2011 mal wieder einen sehr schicken Mashup aus den erfolgreichsten Popsongs des Jahres zusammengestellt. Und wie letztes Jahr muss ich wiederum konstatieren, dass ich viel zu wenig Radio höre, viel zu wenig MTV sehe und generell was Hits betrifft ziemlich hinterher hinke. Klar, die Künstler und Interpreten kenne ich so ziemlich alle, aber der einzige Ohrwurm, den ich auf Anhieb wiedererkannt habe, ist der Gangnam Style. Immerhin gibt dieser Mix noch einmal Gelegenheit, auch als Unwissender das Pop-Jahr Revue passieren zu lassen, ohne sich exzessiv durch die Charts klicken zu müssen. Wie man es von Mashup-Germany gewohnt ist, sauber gemixt, großartig homogenisiert und dennoch den einzelnen Versatzstücken genug Raum zum Atmen lassend.

Mixing:
Mashup-Germany mixing:

Mat Zo, Arthy – Mozart
Klangkarussell – Sonnentanz
Tacabro – Tacata
Jennifer Lopez feat. Pitbull – Dance again
Owl City feat. Carly Rae Jepsen – Good time
Katy Perry – Part of me
Kelly Clarkson – (What doesn’t kill you) Stronger
Rihanna – Diamonds
Flo Rida – Whistle
Adele – Set the world on fire
Calvin Harris – Let’s go
Will.I.Am feat. Britney Spears – Scream & Shout
The Wanted – Glad you came
Jessie J. – Domino
Carly Rae Jepsen – Glad you came
Dada Life – Kick out the Epic Motherf****er
PSY – Gangnam Style
Asaf Avidan & the Mojos – One Day / Reckoning Song (Wankelmut Remix)
Of Monsters And Men – Little Talks
Damian Marley feat. Skrillex – Make it bun dem
Fun – We are young
Linkin Park – Burn it down
Sean Paul – She doesn’t mind
Gym class Heroes – Ass back home
Ellie Goulding – Lights
Nicki Minaj – Starships
Rihanna – You da one
Justin Bieber – As long as you love me
Lady Gaga – You and I
DJ Fresh feat. Rita Ora – Hot right now
Adele – Skyfall
Lykke Li – I follow rivers
Coldplay – Paradise



via Mashup-Germany 

Metallica feat. Herbie Hancock – Master of Doin’ It (Mashup)

Erschreckend stimmiges Mashup aus dem Thrash-Metal-Übersong und dem Großmeister des Jazz/Funk/Fusion. Herbie Hancock trifft Metallica. Das rockt wie Sau und ist zudem einfach mal verdammt sexy.

OBEY YOUR FUNK!

Metallica and Herbie Hancock carve a steaming chunk of funkadelic metal cheese (via Interweb3000)

Mashup of the seven geofucked YouTube/GEMA-Tracks

Sehr coole Aktion vom Musikpartisanen, der die sieben Musikstücke, die laut dem Landgericht Hamburg von Youtube gelöscht werden müssen, zu einem “schicken” Bastard-Pop-Song gemasht und auf Soundcloud hochgeladen hat. Mittlerweile ist das Teil auch (via KFMW) auf YouTube aufgetucht und wird dort mit Sicherheit ein paar mal die Delete/Reupload-Runde drehen.

via Nerdcore

Mashup-Germany – Top Of The Pops 2011 – [What the Fuck]

Okay… das ist an für sich schon alles ziemlich schlimm, was sich 2011 offensichtlich im Musikfernsehen und in den deutschen Charts getummelt hat. Im Mashup-Supercut von Mashup-Germany kommt es allerdings trotzdem ziemlich groß, fetzt gerade zu und lässt diesen kalten Samstag Morgen amtlich beginnen. Jetzt bin ich wach.

Mashup-Germany mixing:

Taio Cruz – Hangover
LMFAO – Party Rock Anthem
Adele – Rolling in the deep
David Guetta feat. Usher – Without you
David Guetta feat. Sia – Titanium
Snoop Dog – Sweat
Bruno Mars – Grenade
Avicii – Levels
Rihanna feat. Calvin Harris – We found Love
Jennifer Lopez – On the floor
Swedish House Mafia – Miami 2 Ibiza
Martin Solveig feat. Dragonette – Hello
Aura Dione – Geronimo
Sak Noel – Loca People
DJ Antoine – Welcome to St. Tropez
Britney Spears – Till the world ends
LMFAO – Sexy and I know it
Maroon 5 – Moves like Jagger
David Guetta feat. Flo Rida – Where dem Girls at
Jason Derulo – Don’t wanna go home
Enrique Iglesias – Tonight
Pitbull feat. Neyo – Give me everything (tonight)
Alexandra Stan – Mr. Saxobeat
Mono & Nikitaman – Dezibel
Black Eyed Peas – Just can’t get enough
Rihanna – S&M
Foster the People – Pumped up kicks
Coldplay – Paradise
Lady Gaga – Judas

Mashup-Germany – Top Of The Pops 2011 [What the Fuck] via Captain Obvious

The Nextmen vs. Bestival Mixtape

Sehr schönes DJ-Mixtape von The Nextmen zum demnächst auf der Isle of Wight steigenden Bestival (8. – 11. September 2011). Das Festival-Line-Up ist mit Bands wie unter anderem Primal Scream, The Cure, Björk und House of Pain schon mehr als amtlich. Wie The Nextmen dieses durch den Mix-Fleischwolf drehen und die verschiedensten Genres zu einem homogenen, runden Ganzen zusammen fließen lassen, vergoldet das satte Hit-Erlebnis aber nochmal. Der perfekte musikalische Mix, um die Sonne endlich mal hinter den Wolken hervorzulocken.

The Nextmen vs Bestival – 2011 by djmixes

Tracklist

01. Primal Scream – Loaded/The Nextmen w/Dynamite MC – Round Of Applause (Acapella)
02. Wretch 32 – Traktor
03. Labyrinth – Pass Out (Instrumental)/ Wretch 32 – Traktor (Acapella)
04. The Cure – The Love Cats
05. Krafty Kuts and A Skills – Peaches
06. Public Enemy – Rebel Without a Pause
07. Mz Bratt – Get Dark
08. Grandmaster Flash and The Furious Five – The Message
09. DJ Shadow – Organ Donor
10. Jess Mills – Vultures
11. Blondie – Rapture
12. Grandmaster Flash – Adventures of Grandmaster Flash On The Wheels Of Steel
13. House Of Pain – Jump Around
14. House Of Pain – Jump Around (Sabo’s Moombahstep Edit)
15. Mark Ronson and the Business Intl – Bang Bang Bang (U Tern’s Disco Dub)
16. DJ Zinc – Nexx/ Ms Dynamite – Wile Out (Acapella)
17. Robyn – With Every Heartbeat
18. Katy B – Broken Record (Zinc Remix)
19. Sbtrkt – Living Like I Do
20. LFO – LFO (Leeds Warehouse Mix)
21. Fake Blood – Fix Your Accent
22. Roska – Squark/ Kelis – Milkshake (Acapella)
23. Claude Vonstroke – The Whistler
24. TEED – How Far (2 Bears Mix)
25. Emalkay – Fabrication
26. Breakage Feat. Skream – Skreakage
27. Breakage – Together
28. Magnetic Man – I Need Air
29. Fatboy Slim – Praise You
30. James Blake – Limit To Your Love
31. London Elektricity – Elektricity Will Keep Me Warm

via Testspiel

Wugazi – 13 Chambers (Stream + Download)

Yes! Endlich mal wieder satte Bastardtöne und gehobene Mashup-Kunst für lau… Diese kommt von Cecil Otter und Swiss Andy, die den ohnehin schon vielseitigen Punk/Post-Hardcore-Crossover von Fugazi mit dem düsteren Hip Hop des Wu-Tang Clan gemasht haben. Das deftige Ergebnis, Wugazi – 13 Chambers, gibt es auf Soundcloud im Stream zu hören und es steht darüber hinaus als kostenloser Download zur Verfügung.

Wugazi is a labor of love by Cecil Otter & Swiss Andy. A year’s worth of cutting up every imaginable Fugazi record and trying out every Wu-Tang acapella they could get their hands on, resulted in Wugazi: 13 Chambers (a must listen for anyone who even looked at a skateboard in the 90’s).

Wugazi • 13 Chambers by WUGAZI
via Doktor Katze

Bastardsong von Lobsterdust: Somebody to praise

Jefferson Airplane und Fatboy Slim, Praise you vs. Somebody to Love. Und wie es sich für ein ordentliches Stück Mashup-Pop gehört, fügen sich die beiden erstaunlich gut zusammen. Fatboy Slim himself findet das übrigens auch ziemlich schick und kommentiert es in seinem Facebook-Account knapp mit:

Mash Up of the day…

Recht hat der Mann.

via Langweiledichnet

DJ Shadow – I Gotta Rokk (Metal Madness Video)

Eigentlich sollte man ja nicht irgendwelche Sachen bloggen, die man eher so mau findet. Die meisten von euch dürfte es aber interessieren, dass DJ Shadow mit der “I gotta Rokk”-EP neues Material am Start hat und zum Titelstück mittlerweile auch ein Musikvideo auf Youtube zu sehen ist. Dieses ist tatsächlich ziemlich schick geschnitten, hat coolen Bilder und ein ordentliches Tempo. Schade nur, dass der dazu gehörende Song irgendwie so gar keinen richtigen Charme vermitteln will. In der Bastardpop- und Mashup-Szene gibts ja schon seit längerem einen Zug zum Rock und Metal (man höre sich nur mal die letzten beiden Girl Talk und Kleptones Alben an). DJ Shadow knüpft an diesen Trend an und produziert doch eher ziemlich durchschnittlichen 80’s durchwachsenen Sample-Durchschnitt. Schade, aber das Bekenntnis zum Rock scheint sich in der Musik nicht so wirklich niederzuschlagen. Anyway, hier das Video: “I Gotta Rokk” von DJ Shadow in der Metal Madness Version.

via Testspiel

Musikjahr 2010: Mashup- und Bastardpop Nachschlag

“Mix me Baby, mash me Baby, recreate me Baby!” Das Musikjahr 2010 kann nicht zu den Akten gelegt werden, so lange wir nicht ordentlich den Popkleptomanen und Rekonstruktivisten/Dekonstruktivisten gehuldigt haben. Mashup findet immer noch irgendwie an der Peripherie des ganzen Popbetriebs statt und selbst die ‘Stars’ der Szene werden von der breiten Öffentlichkeit eher marginal rezipiert. Umso wichtiger ist es, hier mal eine Lanze für die Masher und Mixer zu brechen. Girl Talk hat 2010 mal wieder gewütet, The Kleptones sogar gleich zweimal…. Summa Summarum drei ausgezeichnete Bastardpop-Alben aus dem vergangenen Jahr. Hier wollen wir sie noch einmal abfeiern…

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Musikjahr 2010 – Ein Nachschlag aus der Heimat

Jau… das Musikjahr ist zu Ende, die Musikveröffentlichungen wurden nochmal überflogen, die Bestenlisten wurden ausgewertet, die Kanons erstellt. Wir haben ihr trotzdem noch einen kleinen Nachschlag… und zwar komplett aus deutschen Landen. Denn neben den wie immer kassenträchtigen Neuveröffentlichungen von Wir sind Helden und Reinhard Mey und den erst seit neustem – aber auch wenig überraschend – kassenträchtigen Alben von Tocotronic und Unheilig gab es auch so manches unabhängige Kleinod. In dem ein oder anderen Falle so unabhängig, das es beinahe komplett übersehen wurde. Kristof Schreuf, Hans Unstern und Bratze: Deren drei eher am Rand des deutschen Musikbetriebs stattgefundenen neuen Alben soll hier nachträglich ein wenig Gerechtigkeit widerfahren…

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