Abandoned Barock

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Der irische Künstler Ted Pim nutzt verlassene und heruntergekommene Gebäude, um in diesen seine barocken Malereien zu verewigen und diese anschließend auf zwischen Klaustrophobie und Offenheit pendelnden, zentralsperspektivischen Fotos festzuhalten: Dunkel, mysteriös, monumental.

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Die Kunst von Ted Pim via Faith is Torment

Beauty – Berühmte Gemälde als Gif-Art

Woaa, das ist einfach mal wieder pure Schönheit. Rino Stefano Tagliafierro hat sich berühmte Gemälde, überwiegend aus dem Frühbarock und Neoklassizismus, wortwörtlich zur Brust genommen und heraus kommt wirklich schöne Gif-Art, die dem subtilem Reiz des Originals oder der opulenten Sinnlichkeit in nichts nachstehen. Bellisimo!

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Filmabriss: Stoker, Lore, Ginger & Rosa, Vielleicht lieber morgen

Mal wieder ein kleiner Überschlag an Filmen, die ich in den letzten Tagen, Wochen, Monaten gesehen habe. Was die vier Filme eint: Sie fallen allesamt irgendwie – mitunter auf sehr merkwürdige Weise – in den Bereich des Coming-of-Age Dramas: Teenagernöte, Teenagersorgen, Teenagergefühle… in allen vier Filmen relativ erfolgreich auf erfrischend klischeefreie Weise erzählt: So nutzt Stoker die Adoleszenz als Leinwand für einen düsteren Psychothriller, Lore setzt sich in ihr mit der deutschen Geschichte auseinander, Ginger & Rosa versucht sich gleich in einem universellen Generationenporträt der 60er Jahre, und last but not least entfaltet Vielleicht lieber Morgen auf dem Hintergrund einer rührenden Indie-Komödie die kraftvolle Erzählung eines Traumas und dessen Konsequenzen.

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Woodkid – The Golden Age (Full Album Stream)

Gääähn! Sry, ich bin einfach vieeel zu früh wach und höre mir nun einfach das neue Album von Woodkid im Stream an. Danach gehe ich bestimmt entspannter in die RE 3 nach Gelsenkirchen.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Versuch einer allgemeinen Strukturierung

Also wie angedroht, nutze ich – während ich gleichzeitig die normale Bloggerei auf ein Minimum zurückschraube – Seite360 jetzt einfach mal kurz, um meine eigene Prüfungsvorbereitung in klare Bahnen zu lenken. Gleich zwei Vorwarnungen zu diesem Artikel: Erstens, das ist ein Experiment. Keine Ahnung, ob das funktioniert, ob es Sinn macht, ob sich überhaupt irgendjemand dafür interessiert. Wenn es nicht klappt, kann es sein, dass das der einzige Artikel zum Thema bleibt und ihr – falls Interesse besteht – auf andere Literatur ausweichen müsst. Zweitens, das ist wahrscheinlich der egoistischste Text, den ich je auf diesem Blog veröffentlicht habe und je veröffentlichen werde. Ich reflektiere hier ziemlich rough meine Recherche, sprich germanistische/literaturwissenschaftliche Fachtexte. Ich will zwar, gerade im Hinblick auf den Zweck als Vorbereitung für die einstündige mündliche Prüfung, versuchen, das alles auch für Laien verständlich und interessant zu gestalten, werde aber nicht um Fachtermini drumherum kommen und an der ein oder anderen Stelle so schreiben, dass ein wenig Backgroundwissen vorausgesetzt wird (auch wenn ich das zu vermeiden versuche).

Trotzdem, wie gesagt, das soll dennoch nicht ganz ohne Mehrwert für euch bleiben. Sprich, wenn ihr Interesse an ein wenig Literaturgeschichte habt, falls ihr vielleicht selbst Literaturwissenschaften studiert oder gerade in der Abi-Vorbereitung seid, kann es durchaus sein, dass ihr hier die ein oder andere nützliche Info hier rausnehmen könnt. Kommentare, Ergänzungen, Kritik etc. eurerseits wären natürlich auch cool. Also viel Spaß oder fröhliches Ignorieren…

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Ex Libris: Gemälde von James McGrath

Oh ja, es ist definitiv mal wieder an der Zeit für große, epische Bibliophilie-Kunst. Die Bücher-Gemälde von James McGrath sind wunderbare, verzückende, beinahe barocke Literaturlandschafts-Impressionen. Verspielt, verschnörkelt und zugleich einfach so herrlich naiv, romantisch und monumental, dass es mir als Bibliophiler richtig warm ums Herz wird. Schaut euch unbedingt auch die anderen Gemälde auf James McGraths Website an!

Ex Libris: Paintings by James McGrath via Faith is Torment

Die 80er Jahre: Die besten Actionfilme des Jahrzehnts I

Okay… genug mit den weniger schönen Seiten des US-Actionkinos der 80er Jahre auseinandergesetzt. Jetzt geht es an die Highlights. Und die kommen zwar auch hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit dem asiatischen Genre-Vertreter A Better Tomorrow revolutioniert John Whoo das Hongkong-Kino und kreiert mal eben noch auf eigene Faust ein autonomes Subgenre, den Heroic Bloodshed Movie. Mit Klischees des Asiatischen Lifestyles und einer ordentlichen Eastern-Hommage erschafft John Carpenter in Big Trouble in Little China einen schrillen Fantasy/Action-Hybriden, während er in Die Klapperschlange unter Beweis stellt, dass auch dystopische, düstere, morbide Töne durchaus in das Genre passen können. Ebenfalls fantastisch geht es im furiosen Die Reise ins Ich zu, während uns Auf dem Highway ist die Hölle los uramerikanische, nostalgische Action-Unterhaltung präsentiert, die noch tief in den 70er Jahren verwurzelt ist.

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Die 80er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts I

Es musste ja irgendwann wieder so weit kommen… Das Genre, in dem ich immer Probleme habe, in dem ich mich oft, viel zu oft ein wenig unwohl fühle. Liegt es an meinem fehlenden Romantik-Gen, an der extremen Kitsch-Allergie oder daran, dass Liebesgeschichten im Kino für meinen Geschmack oft all zu peinlich und rosarot erzählt werden? Ich weiß es nicht, habe aber auch in den 80ern das Beste versucht, aus der riesigen Fülle an mittelmäßigen Romantik Flicks die Perlen herauszufischen. Hier kommt die erste Fuhre: Düster verkopftes Kunstkino in Black Out und Ein kurzer Film über die Liebe, episch Dekadentes in Gefährliche Liebschaften, sowie politisch und sozial Durchsetztes in Reds. Traditionell romantisch dagegen arbeitet Die Waffen der Frauen und findet dennoch originelle Ansätze, um sich von der durchschnittlichen Konkurrenz abzuheben. Um das zu erreichen kann man es auch gleich wie Woody Allen in Hannah und ihre Schwestern machen, indem man nicht nur eine, sondern gleich ein Dutzend (Liebes-)Geschichten erzählt und so unangestrengt Arthaus-Anspruch mit wohltemperierter romantischer Unterhaltung verbindet. Wie gesagt, nicht mein Genre… und dementsprechend sind meine Lieblingsfilme auch die, die aus den Grenzen des Herzschmerz ausbrechen.

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Passion Pit – Take A Walk (Stream)

Mehr Pop als hier geht kaum. Passion Pit sind nach langer Pause zurück und zeigen mit dem neuen Track, dass sie immer noch Songs von barocken Ausmaßen produzieren können und dieser Sommer zusammen mit Animal Collective besonders trippy wird.

via Stereogum

Johann Sebastian Bachs Orgelwerke für lau

Wenn ihr auf den Sonntag nichts besseres zu tun habt, könnt ihr euch dieser wirklich beeindruckenden Sammlung sämtlicher (!) Orgelwerke Johann Sebastian Bachs widmen. Eingespielt wurden die kostenlosen Barock-Interpretationen von Dr. James Kibbie von der University of Michigan, der für eine originalgetreue Umsetzung auf originale Barock-Orgeln in Leipzig zurückgriff. Also falls ihr Nachholbedarf in barocker Kirchenmusik habt, gibt es hier ein paar erlesene, bekannte Klassiker oder gleich – ordentlich in 13 Gruppen sortiert – die gesamten Aufnahmen zum Download.

via Openculture

Pfingstkultur>

Das fünfzig Tage nach Ostern gefeierte Pfingsten ist im Gegensatz zu Ostern und Weihnachten in seiner kulturellen Verwertung immer noch sehr stark mit den traditionellen christlichen Brauchtümen verknüpft und wurde nur sehr gering von der Folklore geschweige denn vom Pop beeinflusst. Es zelebriert die Ankunft des heiligen Geistes nach dem Tod Christi und gilt damit als Ursprungs- und Gründungsfest der christlichen Religion.

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

(Apg. 2, 1-4)

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Endgültig allerletzte Geschichten>

In einer vom Wasserstoffbombenkrieg zerstörten Gesellschaft gehen die Frauen im heiratsfähigen Alter in einen futuristischen Zoo und paaren sich in den Käfigen mit verschiedenen deformierten und nichtmenschlichen Lebensformen. In diesem Bericht hier paart sich eine Frau, die zusammengesetzt worden ist aus den zerstörten Leibern mehrerer Frauen, mit einer weiblichen Außerirdischen und wird, mit Hilfe futuristischer Technik, kurz darauf schwanger. Das Kind wird geboren, und sie und die weibliche Außerirdische in dem Käfig kämpfen darum, wer es bekommt. Die junge Menschenfrau gewinnt und frißt, ohne zu zögern, das Kind mit Haut und Haar auf. Gerade als sie damit fertig ist, entdeckt sie, daß das Kind Gott ist.

(Philip K. Dick – Die endgültig allerletzte Geschichte)

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