Aufklärung für Kinder von Walter Benjamin

Der Walter Benjamin war ein Guter, ein wirklich Guter. Dafür, dass sein Aura-Begriff von konservativen Kunst-Metaphysikern vollkommen überintrepretiert wird, kann er jedenfalls nicht, denn über Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (Partnerlink) hinaus hat er sich immer als kritischer Weiterführer aufgeklärter Gedanken im Geiste eines dialektischen Materialismus verstanden, ohne dabei jemals zu ideologisch zu werden. Ganz im Gegenteil: Benjamin gehörte zu den wenigen Anti-Ideologen, den differenzierten Beobachtern und Kritikern moderner Erscheinungen und ist damit auch in unserer heutigen postpostpostmodernen Zeit immer noch unendlich wertvoll. Ebenfalls in der Rolle des kritischen Aufklärers hat er von 1929 – 1932 in der Jugendstunde des Berliner Rundfunks aus seinen Texten gelesen.

Der Journalist Harald Wiese hat diese Texte wiederentdeckt und unterlegt mit eleganter Musik von Ulrich Mückenberger neu eingelesen. Das Ergebnis sind wunderbare philosophische Kleinode für Kinder und Jugendliche, die man aber auch sehr gut jenseits des 18. Lebensjahres genießen kann… Und das beste: Bei ubu gibt es das alles kostenlos als MP3s zum Downloaden und Hören.

Aufklärung für Kinder von Walter Benjamin (MP3s) via Ruhrbarone

Dramatik des 18. und 19. Jahrhunderts: Die Weimarer Klassik als Epochenübergang?

Bereits in meinem Text zum Sturm und Drang habe ich von der grundsätzlichen Schwierigkeit einer epochalen Kategorisierung und Eingrenzung gesprochen. Die Diversifizität dieser Generation zwingt geradezu die Kategorie selbst als solche in Frage zu stellen, nicht zuletzt auch, weil wir von einem relativ engen Zeitraum und einer überschaubaren Anzahl an Autoren reden. Mit der Weimarer Klassik wird es nicht einfacher. Wie beim Sturm und Drang geht es schon mit der zeitlichen Einordnung los: Wo anfangen? Bei der beginnenden Arbeit Goethes in Weimar 1775? Bei seiner Italienreise 1786 – 1788 und der damit verbundenen Fertigstellung der Iphigenie auf Tauris? Bei dem Zusammentreffen Schillers mit Goethe ab dem Jahre 1794? Ähnliche Frage, selbes Problem: Wo aufhören? Knallhart mit dem Jahrhundertwechsel? Mit dem Tod Schillers 1805? Mit dem Tod Goethes 1832? Ebenfalls problematisch, dass sich die Weimarer Klassik qua Definition vor allem aus der gemeinsamen Arbeit Goethes und Schillers speist. Aber eine Epoche aus gerade einmal zwei Akteuren konstruieren? Ganz zu schweigen davon, dass zeitgleich immer noch Sturm und Drang ähnliche Werke veröffentlicht wurden, bürgerliche Dramen der Aufklärung und die Romantik bereits im Entstehen begriffen ist. Trotz dieser Vorbehalte, die sich auch aus der geradezu dreisten Instrumentalisierung der Klassik im 19. und 20. Jahrhundert ergeben, schlage ich eine genauere Betrachtung der Klassik als Epochenübergang vom Zeitalter der Aufklärung zum – großteils konservativen – 19. Jahrhundert vor, weniger als klar eingegrenztes Normativ, als viel mehr ein literarisches Exempel an Aufklärungsdialektik und Wandel hin zum klassisch/romantischen Zeitalter… vielleicht auch als großer Endpunkt der Dramatik des 18. Jahrhunderts, da diese Gattung in den folgenden Jahren – trotz theoretischer Emporhebung zur größten aller literarischen Künste – praktisch sträflich vernachlässigt wurde.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Empfindsamkeit, Subjektivismus, Sturm & Drang und die Geniezeit

Spätestens jetzt, wenn wir zu den Empfindsamen, den Stürmern, den Drängern und den Verfechtern eines radikal autonomen Subjekts kommen, wird es ganz schön schwer, die Strukturierung der Epoche einigermaßen aufrecht zu halten. Das beginnt schon mit der Kategorisierung: Sturm und Drang? Geniezeit? Genieepoche? Subjektivismus? Anything Else? Das geht weiter mit der Datierung dieser Epoche: Wo setzen wir an? Bei der empfindsamen Literatur eines Klopstock? Bei den Irrationalisten? Bei der Philosophie und Ästhetik Herders? Oder greifen wir ganz weit zurück und finden den Appell an die Leidenschaften und die Ablehnung des Gottsched’schen Formbegriffs schon bei Nicolai und Mendelssohn (exemplarisch im Briefwechsel über das Trauerspiel mit Lessing)? Nicht minder kompliziert wird es, wenn wir uns die Gleichzeitigkeit der Ereignisse anschauen: Der Beginn des Sturm und Drang wird gerne auf Goethes Reise nach Straßburg im Jahre 1770 datiert, gerne auch ein bisschen vorgegriffen auf die Jahre 1767 oder 1768. In dieser Zeit etablierte sich gerade das Hamburger Nationaltheater, das voll und ganz dem Sinne der bürgerlichen Dramatik und des bürgerlichen Lust- und Trauerspiels diente. Lessing veröffentlichte Emilia Galotti 1772, seinen Nathan gar 1779 als der eigentliche Sturm und Drang schon fast am Ausklingen war. Ferner veröffnetlichten die Stürmer und Dränger auch bürgerliche Trauerspiele, der Spät-Stürmer Schiller zum Beispiel Kabale und Liebe (1784), Lenz den Hofmeister und die Soldaten. Im Folgenden will ich versuchen diesem Kuddelmuddel ein wenig Herr zu werden. Über Schiller (der einen eigenen Text spendiert bekommt) will ich mich dann zur Klassik und zum Ende des Jahrhunderts vorwurschteln.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Gotthold Ephraim Lessing II

Als Dramaturg und Berater des Hamburger Nationaltheater begleitete Lessing von 1767 bis 1769 die dort aufgeführten Stücke kritisch kommentierend und ironisch reflektierend. Das dabei entstandene Werk, die Hamburgische Dramaturgie (1767 – 1769) ist ganz ähnlich wie die Reflexion des Trauerspiels im Briefwechsel mit Nicolai und Mendelssohn kein geschlossenes theoretisches Werk. Stattdessen vermischen sich Literaturkritik mit Aufführungskritik mit allgemeinen Beobachtungen und theoretischen Überlegungen zum Drama und Theater. Gerade durch diese offene Form sind die zahllosen Aufsätze jedoch eine stilprägende Innovation der Theaterkritik überhaupt, wenn man so will eine frühe Form des Feuilleton, die Lessing sprachlich und inhaltlich auf dem Höhepunkt seines kritischen Schaffens zeigt.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781)

Für die deutsche Dramatik des 18. Jahrhunderts nimmt Gotthold Ephraim Lessing gleich in zweierlei Hinsicht eine exponierte Stellung ein. Anhand seiner dramatischen Theorie sowie zweier exemplarischer Werke sorgt er an zwei markanten Schwellenjahrzehnten mindestens für eine Reformation wenn nicht gar Revolution der dramatischen Theorie und Praxis. Die erste dieser beiden Reformen ist die Etablierung einer bürgerlichen Tragödie, in der nicht nur das Publikum als bürgerlich vorausgesetzt wird, sondern auch die Protagonisten selbst zumindest ethisch und strukturell aus dem Bürgertum stammen. Dies programmatisch im Briefwechsel über das Trauerspiel (1757/1756) mit Moses Mendelssohn und Friedrich Nicolai bestimmt, findet seine Umsetzung in der ebenso prototypischen wie bereits problematisierenden und differenzierenden Tragödie Miss Sara Sampson (1755). Die zweite große Reformation Lessings ist die Kontrastierung des bürgerlichen Ethos im Zusammenstoß mit der Welt des Adels. Dies geschieht mit Emilia Galotti (1772) und liefert neue Impulse für ein dahin festgefahrenes, zur Formel verkommenes bürgerliches Trauerspiel. Neben diesen beiden Schwellenwerken stechen auch seine Theoretischen Schriften Hamburgische Dramaturgie (1767 – 1769) und Laokoon (1766) sowie seine Dramen Nathan der Weise (1779) und Minna von Barnhelm (1767) aus den Werken der damaligen Zeit hervor. Betrachtet man daneben noch seine Verdienste für die deutsche Shakespeare-Rezeption sowie seine Impulse für ein Nationaltheater, steht es außer Frage, dass er zu den wichtigsten Theoretikern und Praktikern der damaligen Zeit gehört. Das verdient natürlich mehr als einen Artikel, und so widme ich mich hier erst einmal seiner frühen Dramaturgie und Miss Sara Sampson um in einem folgenden Text zu den späteren Werken zu gelangen.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Das bürgerliche Trauerspiel

Während die normative Dramentheorie Gottscheds wichtige Impulse für die Etablierung eines bürgerlichen Theaters lieferte und diese auch in den rührenden Lustspielen und bürgerlichen Komödien der Gottschedin oder von Gellert umgesetzt wurden, findet die eigentliche Einkehr des bürgerlichen Protagonisten sowie der bürgerlichen Topoi in das Drama in Deutschland erst gute zwanzig Jahre später statt. Erst die Öffnung der Tragödie für bürgerliche Protagonisten sorgt auch für eine tatsächliche Öffnung dieser Gattung für ein bürgerliches Publikum. In Folge der Vorreiter dieser Dramenform entsteht eine ganze Reihe bürgerlicher Trauerspiele, die mal mehr, mal weniger formell gehalten sind und sich in Motiven, Topoi und Stilistiken stark ähneln. Natürlich spielt hierbei vor allem der Dreiklang Lessing, Lenz, Schiller eine exponierte Rolle, aber auch andere Dramatiker der Zeit wenden sich diesen Themen zu. Im Folgenden will ich mich vor allem auf die gemeinsamen Charakteristika des bürgerlichen Trauerspiels konzentrieren und auf einige Prototypen näher eingehen. Den großen, kanonisierten Dichtern werde ich zu einem späteren Zeitpunkt einzelne Artikel widmen.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Johann Christoph Gottsched (1700 – 1766)

Ich werde zum ersten großen, kanonisierten Dramatiker des 18. Jahrhunderts Johann Christoph Gottsched (1700–1766) etwas weniger schreiben als zu den folgenden Personen, da er zwar am Anfang einer Kette von Dramatikern steht, deren Ziel es war, ein Theater für den Bürger zu etablieren, allerdings selbst keine Tragödien mit bürgerlichen Protagonisten entwarf. Im Gegensatz zu dem ihm folgenden Vertretern eines bürgerlichen Trauerspiels steht das Tragödien-Konzept Gottscheds noch ganz in der Tradition der französischen Klassik, arbeitet noch mit der Ständeklausel (Tragödien mit adligen Protagonisten, Komödien mit bürgerlichen) und ist bei weitem nicht so stark auf ein emanzipiertes, bürgerliches Theater ausgerichtet wie das seiner Nachfolger. Ohnehin ist Gottsched weniger ein genuiner Dramatiker wie Lessing oder Schiller als viel mehr Theoretiker und vor allem Übersetzer. Sein berühmtestes Stück Sterbender Cato (1731) stammt zum Großteil nicht aus seiner eigenen Feder sondern ist eine Mischung verschiedener Übersetzungen und Inspirationen, was Lessing zu dem ätzenden Kommentar veranlasste, Gottsched habe hier “mit Kleister und Schere” gearbeitet. Dennoch ist Gottsched für viele Impulse für das Theater der Aufklärung verantwortlich und somit ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Dramatik des 18. Jahrhunderts überhaupt.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Versuch einer allgemeinen Strukturierung

Also wie angedroht, nutze ich – während ich gleichzeitig die normale Bloggerei auf ein Minimum zurückschraube – Seite360 jetzt einfach mal kurz, um meine eigene Prüfungsvorbereitung in klare Bahnen zu lenken. Gleich zwei Vorwarnungen zu diesem Artikel: Erstens, das ist ein Experiment. Keine Ahnung, ob das funktioniert, ob es Sinn macht, ob sich überhaupt irgendjemand dafür interessiert. Wenn es nicht klappt, kann es sein, dass das der einzige Artikel zum Thema bleibt und ihr – falls Interesse besteht – auf andere Literatur ausweichen müsst. Zweitens, das ist wahrscheinlich der egoistischste Text, den ich je auf diesem Blog veröffentlicht habe und je veröffentlichen werde. Ich reflektiere hier ziemlich rough meine Recherche, sprich germanistische/literaturwissenschaftliche Fachtexte. Ich will zwar, gerade im Hinblick auf den Zweck als Vorbereitung für die einstündige mündliche Prüfung, versuchen, das alles auch für Laien verständlich und interessant zu gestalten, werde aber nicht um Fachtermini drumherum kommen und an der ein oder anderen Stelle so schreiben, dass ein wenig Backgroundwissen vorausgesetzt wird (auch wenn ich das zu vermeiden versuche).

Trotzdem, wie gesagt, das soll dennoch nicht ganz ohne Mehrwert für euch bleiben. Sprich, wenn ihr Interesse an ein wenig Literaturgeschichte habt, falls ihr vielleicht selbst Literaturwissenschaften studiert oder gerade in der Abi-Vorbereitung seid, kann es durchaus sein, dass ihr hier die ein oder andere nützliche Info hier rausnehmen könnt. Kommentare, Ergänzungen, Kritik etc. eurerseits wären natürlich auch cool. Also viel Spaß oder fröhliches Ignorieren…

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Links fürs Wochenende

Paintings with Guitars, Lutes etc.

Sehr schöne Pinterest-Seite von Heike Matthiesen. Gemälde von musizierenden Menschen aus verschiedenen Epochen, mit verschiedenen Instrumenten, von der Antike über den Barock bis zur Moderne.

Jean-Jaques Rousseau – Der wahre Egoist

“Rousseaus natürliche “Selbstliebe” ist besser als jede Moral.” schreibt Slavoj Žižek in diesem Essay anlässlich des 300. Geburtstags des großen Philosophen der Aufklärung.

Länger leben mit Rotwein. Tatsächlich?

Spannende, wissenschaftliche Auseinandersetzung über den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität, Indiz und Beweis, anhand der klassischen Annahme, das regelmäßiges, gemäßigtes Rotwein-Trinken zu einem längeren Leben führen kann.

Spielanalyse: Deutschland – Italien

Ähmm ja, vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen, mein letzter Beitrag zu dieser Fußball-EM, die mich emotional dann doch ziemlich kalt gelassen hat. An dieser Stelle sei trotzdem darauf hingewiesen, dass die (mit Abstand) besten Spielanalysen weder von Waldi noch von Olli kommen, sondern im großartigen Fußball-Blog Spielverlagerung zu finden sind.

Das Manifest für den neuen Theismus

Neue Theisten sind keine Glaubenden; wir vertrauen auf Evidenz. Wir schätzen wissenschaftliche, historische und interkulturelle Evidenzen mehr als alte Texte, religiöse Dogmen oder kirchliche Autorität. Wir schätzen auch wert, wie eine auf Evidenz erbaute Weltanschauung unsere Vereinigung mit Gott-Realität-Leben-Universum-Mysterium-Ganzheit bereichert und vertieft.

Das Ende vom Glied

Marina Weisband setzt sich angenehm differenziert mit der Debatte um das Verbot von Beschneidungen bei Kindern aus religiösen Gründen auseinander. Der Text ist weitaus besser, als der Titel vermuten lässt.

Mous Maze Speedrun (Browsergame)

Mal wieder so ein hysterisches, “Komm mit der Maus bloß nirgendwo ran und achte auf die Zeit! Um Himmels Willen achte auf die Zeit”-Geschicklichkeitsspiel. Macht in dem Fall aber echt Laune.

Go Go Goblin! (Browsergame)

Wieder mal so ein vollkommen überdrehtes “Schieß was ab und halte es so lange wie möglich in der Luft! Um Himmels Willen halte es in der Luft”-Geschicklichkeitsspiel. Der Abgeschossene ist in diesem Fall ein Goblins, Upgrades wie Raketen und Gleitschirme helfen. Nichts neues, macht aber auch Spaß.

How Games Are Meant To Be Played vs. How You Play Them

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Trotz Sommerloch hat auch der Juni 2011 einiges an hörenswerten und nicht hörenswerten Alben zu bieten. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, beschäftigt sich Rinko mit Bon Iver, Digitalism, Limp Bizkit und The Antlers und genießt nebenbei das Glastonbury Festival. Außerdem bietet die Frauenfußball-WM Anlass zu Gedanken über primären und sekundären Sexismus. Florian verharrt weiter in der Zelda-Nostalgie,  in diesem Fall bei den 3D-Spielen der Action-Adventure-Reihe und findet nebenbei noch Zeit, sich die besten Justizthriller und Gerichtsfilme der 90er Jahre sowie den legendär verbrämten Waterworld von und mit Kevin Costner zu Gemüte zu führen.

Trailerprogramm: 21 Jump Street, You are not so smart, Perfect Sense, Fear of Falling, I believe I can fly, GTA5, We are the Legion

We are the Legion [Luminant Media]

Für 2012 angesetzte Dokumentation über Ursprünge, Ideale, Attitüde und Aktionen der Hacktivisten von Anonymous, die ja derzeit – Dank der Drogenkriege in Mexiko – wieder in aller Munde sind. Sieht gut aus, gerade weil sich der Film offensichtlich in der Dynamik und im Rhythmus an der Geschwindigkeit des Netzes orientiert. Ordentliche Bilder, ein hektisches – und gerade dadurch passendes – Spiel mit der Bildgestaltung, viele Interviews und interessante “Actionshots”. Jepp, macht Laune.

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Links fürs Wochenende

Der redende Derwisch

Christoph Schlingensief antwortete im Jahr 2000 mit den Worten “Hätte Lust mich mit dir zu unterhalten” auf die begeisterte Reaktion eines 19jährigen auf 100 Jahre Adolf Hitler. Dieser erinnert sich bei einestages an den gemeinsamen Spaziergang durch Berlin.

Megamash (Flashgame)

Sehr, sehr coole Mashup-Browsergame, das gleich ein paar Dutzend Genres miteinander verbindet: Mario, Bomberman, R-Type, Boxxle etc.. werden einmal kräftig durcheinander gewürfelt und ergeben ein intelligentes, süchtig machendes Gesamtkonzept.

Was ist (heute) Aufklärung?

Jörg Friedrich reagiert auf das schnelle und leichtfertige Herbeizitieren der Aufklärung im Diskurs um Homöpathie, Wissenschaft und die Rolle der Philosophie in diesem Komplex.

SLAVOJ ŽIŽEK SPEAKS TO OCCUPY WALL STREET

Nachdem die 99% immer größere Kreise ziehen und jetzt wohl auch so langsam in Deutschland ankommen findet auch langsam eine Positionierung im intellektuellen Milieu statt. Zizeks Solidarisierung mit den Wall-Street-Besetzern mag zwar nicht sonderlich überraschen, ist aber allemal erfreulich.

Muslimischer Punk: “Es ist okay, verwirrt zu sein.”

Michael Muhammad Knight war strenggläubiger Muslim. Dann stürzte er in eine Glaubenskrise. Daraus halfen ihm ausgerechnet: Punks

Die Andersdenkenden

Interessanter Text über die beiden autistischen Brüder Konstantin und Kornelius, mit denen zusammen ich Philosophie studiert habe, und deren Art die Welt zu sehen wirklich einmalig ist.

Autobrandstifter fackelten Fluchtauto von Bahnbrandstiftern ab

Letztes Jahr auf Seite360:

Wie es der anarchischen Zeichentrickserie Family Guy gelingt, die Simpsons zu dekonstruieren, ist uns ein längst überfälliger Artikel wert. Passend dazu gibt es eine ebenso gehässige Simpsons-Dekonstruktion von Banksy zu bestaunen, der als erster Künstler überhaupt das Intro der Serie komplett selbst gestalten darf und daraus eine zynische, makabere Anklage gegen die Marketingpolitik von FOX bastelt. Die Stille nach dem Sturm liefert das neuste Album der japanischen Postcore-Band Envy – Recitation, während sich Serj Tarkian und Sufjan Stevens auf ihren neusten Alben noch weiter wegbewegen von ihrem klassischen, bekannten Sound. Und die 00er Jahre dürfen auch noch ein wenig gefeiert werden. Die besten Dramen und die besten Dokumentarfilme des Jahrzehnts werden gesucht und gefunden.

Filmabend: Was wir schon immer über Sex wissen wollten…

…aber bisher nicht zu fragen wagten. Unser heutiger Filmabend entführt uns in die direkte und unverblümte Welt der sexuellen Aufklärung und Revolution. Insbesondere die 60er und 70er Jahre waren prägend für unsere heute – zumindest partiell – unverklemmte Sexualmoral, deren Innovatoren und Wegbereiter wir heute cineastisch aufarbeiten wollen. Wir streifen an unserem Filmabend genau jene Jahrzehnte, bekommen von Woody Allen Antworten auf die dringlichsten Sex-Fragen, lernen mit Helga und Oswalt Kolle alles, was wir über unseren Körper wissen müssen und wohnen schließlich Andy Warhols intimem Blick auf die Sexualität von Paaren bei. Dazu werfen wir einen Blick auf die Ursprünge der sexuellen Revolution mit Alfred Charles Kinsey und schließen mit einem cleveren Kurzfilm den Bogen zur Sexualaufklärung von heute. Sieben Stunden, nach denen man alles Wichtige weiß, was man wissen muss. Viel Spaß!

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