Schlagwort-Archiv: Arte

Durch die Nacht mit…Olli Schulz und Tom Schilling

Mimimi, gerade nicht so viel Zeit für den Blog und deswegen keine detaillierte Einleitungen zu den Videos. Falls wirklich keiner das Format “Durch Die Nacht…” kennen sollte: 2 Honks laufen meist durch eine supergeili Großstadt, stellen sich gemeinsam ihre bevorzugten Kneipen vor und für gewöhnlich ist ein Part der wesentlich Aktivere. Das Rampensau Olli Schulz hier für die Punchlines verantwortlich ist klar und Schilling eher auf Understatement steht dürfte schon mal klar sein und trotzdem kommen die Beidem einem wesentlich authentischer vor als so manch anderer Promi, der seine totale Selbstdarstellung in diesem Format zelebrieren durfte. Den Tiefpunkt dieser Ausgabe stellt Steffen Seibert da, der langweiligsten Politiker-Sprech vor sich her sabbelt und auch allgemein eine für mich nervtötente schleimige Nicht-Aura hat.

Durch die Nacht mit Lena und Casper…

Für alle, die es gestern verpasst haben, hier nochmal schnell nachgereicht und eingebettet. Rinko sagt, dass er es “übertrieben langweilig und die Vorberichtserstattung tendenziös” fand. Ich bin gerade am schauen und finde es auch eher so meehh… gerade weil es irgendwie nicht die geringste Chemie zwischen Casper und Lena gibt. Naja, was soll’s. Für ein Frühstücksprogramm allemal ausreichend.

Zwei unterschiedliche Vertreter der aktuellen Musikszene treffen im nächtlichen Berlin aufeinander. Casper, der Hip-Hopper, und das freche Fräuleinwunder Lena Meyer-Landrut malen über den Dächern der Hauptstadt, klettern durch transparente Wolkenstädte im Kunstmuseum “Hamburger Bahnhof” und stellen sich den investigativen Fragen von Musikstudenten.
Sie backen gemeinsam Torten in einer trendigen Kreuzberger Konditorei, spielen unterirdisches Schwarzlicht-Minigolf und verpflegen sich mit Currywurst in Neukölln. Doch bringt sie diese Berliner Nacht voller Abwechslung einander näher? Casper, der sich auf einen vergnüglichen Abend gefreut hat, muss erkennen, dass Lena es ihm nicht leichtmachen will. Beim Karaoke in Friedrichshain sind aber beide schließlich in ihrem Element – die letzte Chance dieser Nacht, doch noch einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Durch die Nacht mit Casper, Lena und Rufus Wainwright

Fernsehen? Das ist doch soooo Casting-Show und Scripted Reality. Heute abend wird es allerdings richtig spannend, wenn der deutsche  Newcomer 2011 auf Raabs Casting-Produkt Lena trifft, die der Spiegel zum Fräulein-Wunder der Nation kürte und die seitdem mit arroganten Auftreten und Diven-Getue nervt. Wie man den Berichten auf Visions und Spex entnehmen kann, war der abend mit Madame für Casper nur mit Alk zu ertragen und schaut man sich die Ausschnitte an, möchte man es ihm nur allzu gerne glauben. Wesentlich ruhiger und harmonischer ist hingegen die Dokumentation “Prima Donna” auf 3Sat, die sich dem exzentrischen Songwriter Rufus Wainwright widmet und Super 8 Aufnahmen aus seiner Kindheit aber auch neues Filmmaterial zeigt, sowie Interviews mit der Familie. Wer sich nun partout nicht entscheiden kann, da die die Sendungen im TV fast zeitgleich laufen : Die Arte-Sendung gibt es danach noch ein paar Tage als Stream.

Durch die Nacht mit Casper und Lena

Samstag, 7.Januar

arte, um 23.50 Uhr

 

Prima Donna!

Samstag, 7. Januar 2012,

3Sat, um 23.35 Uhr

Links fürs Wochenende

Quotenoffensive bei Arte: Huch, wo ist denn der Anspruch hin?

Spiegel Online, Spiegel Online?, ausgerechnet Spiegel Online zeigt sich erschüttert angesichts des offensichtlich nahenden Anspruchsverlustes von Arte. Das von SPON zitierte interne Papier klingt allerdings tatsächlich ziemlich besorgniserregend.

Existiert Gott?

Eric Djebe setzt sich in diesem interessanten, leider viel zu kurzen, Artikel weniger mit der Existenz Gottes auseinander, sondern viel mehr mit dem Sinn und Unsinn dieser Frage und der Möglichkeit der Epistemologie diese in eine sinnvolle Frage zu tranformieren.

Hass und Diskriminierung: Was Burda für preiswürdig hält

Am Donnerstag Abend wurde Bushido mit dem Bambi für Integration ausgezeichnet, was für eine Menge Zündstoff in der feuilletonistischen Welt sorgte. Neben dem DWDL setzt sich auch Spiegel Online unter dem Titel Pöbeln bis der Preis kommt mit dem Sinn der Verleihung aber auch dem Sinn der Aufregung um Bushidos Ehrung auseinander. Auslöser der massiven Beschwerden gegen die Auszeichnung des Rap-Rüpels ist unter anderem eine Stellungnahme des LSVD, der sich vollkommen zurecht über die aggressive  Homophobie Bushidos auslässt, sowie ein offener Brief von Terre de Femmes zum Sexismus und der chauvinistischen, gewaltbereiten Agitation des deutschen Hip-Hop-Stars. Auch Meedia beschäftigt sich (linksatt) mit der Protestwelle gegen den Bushido-Bambi, während die altehrwürdige – etwas angegraute – feministische Institution Emma nur noch mit Hallo, gehts noch? reagieren kann.

The Tetris Effect

The world’s first commercial electronic video game, Computer Space, was released in 1971. The world’s first electronic stock market, the National Association of Securities Dealers Automated Quotations (NASDAQ), opened in 1971. The world’s first scholarly journal devoted to the study of autism and autism spectrum disorders in children, The Journal of Autism and Developmental Disorders, published its first issue in 1971.

GEMA kassiert Geld für Veranstaltung auf der nur CC-Musik lief

Unfassbare Geschichte, die von einer ungeheuren Dreistigkeit von Seiten der GEMA zeugt…

Kommentar zum Perlentaucher-Urteil

Fünf Jahre lang wurde in Frankfurt ein Rechtsstreit um das Urheberrecht ausgefochten. Auf der einen Seite die mächtigen Zeitungsverlage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung und auf der anderen Seite das mühselig ernährende Eichhörnchen Perlentaucher.

Arthur recreates Scenes from classic movies

Neues Lieblingsblog für die nächsten sieben Tage: Nachwuchsdarsteller im besten Babyalter stellt Filmszenen von Teen Wolf über The Blair Witch Project bis American Beauty nach… so cute!

Warum Gott nie einen akademischen Titel bekam…

Letzes Jahr auf Seite360:

In einer weiteren Schlingensief-Retrospektive beschäftigen wir uns mit dem krassen TV-Format Talk 2000 und suchen nebenbei auch noch nach den besten TV-Serien der 00er Jahre. Die Premiere des Kurzfilms Little Brother is watching You steht bevor, ebenso wie Konzerte der Emocore/Alternative/Rock/Popper von Jimmy eat World.

Berliner Street Artist Evol bei Arte “Künstler Hautnah”

Arte hat derzeit schon seit Längerem ein ausgesprochenes Faible für Street Art und Urban Art. Die Sendung “Künstler Hautnah” folgt in diesem Fall dem Berliner Street Artist Evol und spendiert ihm ein halbstündiges Porträt. Ich selbst habe bis jetzt nur kurz reingeschaut, hau das jetzt aber gleich mal als Erinnerung für mich selbst hier rein und werde es mir bestimmt die Tage in voller Länge zu Gemüte führen.

Er gilt als Star der deutschen Streetart-Szene: Der 1972 geborene Künstler mit dem Namen Evol lebt in seiner Wahlheimat Berlin und gehört der jungen deutschen Kunstszene an. Sein Künstlername Evol geht auf einen Zufall zurück: So hieß die Marke seiner Turnschuhe, die er gerade trug, als er nach einem Namen für sich suchte.

Seit nunmehr 20 Jahren gestaltet Evol seine Werke vor allem mit Schablonen und Sprühdosen. Evol lässt sich bei seinen Bildern immer von der Stadt anregen und zeigt vor allem Straßenszenen, anonyme Wohnkomplexe und unbebautes Gelände. Pappe, Mülltonnen, Leuchtschilder und Stromkästen sind das Ausgangsmaterial für seine Kunstwerke, mit denen er kleine Stadtgeschichten erzählt. Seine Bilder zeigen häufig auch Häuser, die nach der Wende aufgegeben wurden. Vor allem um deren Schönheit festzuhalten, die es einmal gegeben habe, wie er sagt.

Dabei verfolgt er weniger einen nostalgischen, als einen stark dokumentarischen Ansatz, der auf das Alltägliche, nicht auf das Spektakuläre setzt. Basis sind Fotos, die auf Evols ausgedehnten Erkundungsgängen durch die Stadt entstehen. Mit seiner Kunst will er die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Stadtleben lenken und daran erinnern, dass viele Gebäude einmal ein besseres Leben versprachen.
Claire Laboreys Film zeigt Evol in seinem Atelier in Berlin. Hier schafft er Werke, die nicht nur für die Installation im städtischen Raum, sondern auch für Galerien bestimmt sind. Die Kamera folgt ihm außerdem durch die Straßen bis zu einem Abrissgebiet, das er gerade “neu gestaltet”.

via KFMW

Arte/Metropolis-Streetart-Kurzdoku: Urban Art in Berlin

Metropolis hat am Samstag eine siebenminütige Dokumentation über Berlin als Zentrum der Urban Art in Europa ausgestrahlt, und wie es sich gehört ist das ganze auch bei Arte+7 gelandet, wo es für den Rest der Woche einsehbar ist. Auf Youtube gibts den Bericht auch mittlerweile zu sehen, während bei Arte selbst noch Bonusmaterial und Zusatzinfos verfügbar sind. Vorbeisurfen lohnt sich also.

Berlin ist die Stadt der Straßenkunst – nirgendwo sonst in Deutschland bieten riesige Häuserwände an klaffenden Baulücken oder stillgelegte Fabriken mitten im Stadtgebiet so viel Platz für Kunst im öffentlichen Raum. Und so hat sich Berlin neben New York und Paris zu einem neuen Zentrum für eine Kunstform entwickelt, die auch für Museen und Galerien immer wichtiger wird: Urban Art.

via Minds Delight