Hörenswertes, Herbst: Castanets, Swans, Electric Wizard, …And you will know us by the trail of dead

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Sorry Leute. Seht es ein. Der Sommer ist vorbei, der Punk ist tot und der Pop riecht schlecht. Anbei sende ich euch trotzdem ein paar kalte Grüße, serviert von (Schenkt ihm endlich die Aufmerksamkeit, die er verdient) Raymond Raposa aka Castanets, den  auf ihrem eigenen Trip hängengebliebenen (wenn es möglich wäre, würde ich eure Musik ficken!) Swans, den nach wie vor umtriebigen (Wo liegt meine Bongh?) Electric Wizard und den Seite360-Dauergästen (sorry, aber verdammt seid ihr alt geworden!) …And you will know us by the trail of dead. Das wird ein guter Herbst…

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Thom Yorke – Tomorrow`s Modern Boxes (Download)

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Ich bin nicht erst seit U2 kein großer Freund von Musik verschenken, aber Thom Yorke bietet ja hier die Möglichkeit eines Download für 6 $ (4,72€ Paypal/Kreditkarte) an oder eben einen Free Download über Bit-Torrent..

Mal sehen ob der Radiohead-Sänger sein wirklich gutes Debüt-Album “The Eraser” noch einmal überbieten kann.

Update: Sry, fälschlicherweise habe ich behauptet es handelt es sich um einen Free Download, betrifft aber nur einen Song + Video.

Zum Download hier entlang.

Musikvideo der Woche: Kate Bush – Wuthering Heights

Och jo, so ein Klassiker zur Abendstund. Drei nervige Arschloch-Wochen liegen übrigens nun endlich hinter mir und ab nächste Woche wird es hier wieder lebendiger.

Wuthering Heights was released as Kate’s debut single in January 1978. It became a No.1 hit in the UK singles chart and remains Kate’s biggest-selling single.

Two music videos were created to accompany “Wuthering Heights.” In Version 1, Kate can be seen performing the song in a dark room filled with white mist while wearing a white dress — this was the UK release. In Version 2 Kate dances in an outdoor environment while wearing a red dress — this video was produced for the American release.

The song appears on Kate’s 1978 debut album, The Kick Inside, and was also re-recorded in 1986 for the greatest-hits album The Whole Story.

“Wuthering Heights” came 32nd in Q magazine’s Top 100 Singles of All Time, voted by readers.

Kate Bush –  Wuthering Heights (1978)

Regisseur: Kate Bush

Album: The Kick Inside

Foals – Inhaler (Video)

Ich rante ja mal gerne über die britischen Bands und deren Retro-Einfallslosigkeit ab. Eine große Ausnahme bleiben aber die Foals, die erst noch eine dieser 00er Post-Punk Bands waren, sich aber davon schon auf dem zweiten Album deutlich emanzipiert haben und mittlerweile die wirklich spannende Prog-Pop-Band sind, für die Muse fälschlicherweise immer gehalten werden. Inhaler ist das erste Lebenszeichen seit dem formidablen Total Life Forever und erste Vorgeschmack auf neue Album Holy Fire. Ich spüre seit langem wieder eine kribbelnde Vorfreude und warte auf was Großes.

Update: Sry, das allseits beliebte Arschloch-Unternehmen hat auch hier wieder zugeschlagen.

Hörenswertes Herbst 2012 II: Converge, Swans, The Mountain Goats, Dinosaur Jr, Portico Quartet

Lauter gute alte Freunde…

So kann der zweite Hörenswert-Artikel für den Herbst zusammengefasst werden. Ihr wisst schon, die Typen, die man einfach schon immer mochte, die man aber irgendwie trotzdem eine Zeit lang gar nicht mehr auf dem Plan hatte. Und dann sind sie plötzlich wieder da. Man freut sich, quatscht mit ihnen, feiert mit ihnen, und so plötzlich wie sie gekommen sind verschwinden sie auch wieder. Aber zumindest lassen sie ein gutes Gefühl zurück. Vielleicht denkt man sich sogar: “Ja, die könnte ich bei Gelegenheit mal wieder anrufen.” , und vergisst sie dann doch wieder ein wenig… zumindest bis zur nächsten großartigen Zusammenkunft.

John Darnielle sorgt mit den Mountain Goats für gemütliche amerikanische Lagerfeuerstimmung, Dinosaur Jr lassen an die guten alten Zeiten zurückdenken, als alles noch irgendwie easy war, die Swans dagegen erinnern einen daran, dass es immer noch ein Stück abgehobener geht und mit dem Portico Quartet kann man sich schlicht und ergreifend wohlfühlen, wenn auch auf sehr spezielle Weise. Achja, und dann gibt es natürlich Converge, die wieder einmal keine Ruhe, kein Punkt und kein Komma kennen und dich blutend auf dem angesengten Wohnzimmerteppich liegen lassen. “Bis zum nächsten Mal!” ruft man ihnen dennoch fröhlich hinterher, während man einen ausgeschlagenen Zahn ausspuckt und die blauen Flecken zählt. So ist das eben mit guten Freunden…

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Hörenswertes Juni 2012 II: The Smashing Pumpkins, DIIV, Hot Chip, Cro,The Gaslight Anthem, Frank Ocean

Schuldig. Es ist allein meine Schuld das hier gerade in der Hörenswertes-Rubrik kaum noch was läuft. Leute, ich verspreche euch wieder jede Menge Rezis am laufenen Band, sobald ich meinen Jahresurlaub angetreten habe und wieder halbwegs fit in der Birne bin. Bis dahin gibt es das eventuelle Comeback der Smashing Pumpkins, schlaue Sexyiness von Hot Chip, Gutgelauntes von Cro, Geniales von Frank Ocean, Sommerliches von Diiv und für handgeriebenen Käse sind The Gaslight Anthem zuständig.

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts IV

Ich befinde mich gerade in so einer Art unheimlichem Progressive Rock Rausch, Dank dem ich die entsprechenden Artikel beinahe in einem Rutsch runter geschrieben habe. Ich hoffe mal, dass sich meine derzeitige Begeisterung für die Art Rock Nische auch ein wenig in den Texten Lobeshymnen auf die Genre-Alben der 90er Jahre niedergeschlagen hat. Wie bei jedem guten Rausch wird früher oder später der Kater folgen und diesen werde ich mit den Stooges, Ramones und Sex Pistols dann auch hoffentlich erfolgreich bekämpfen. Bis dahin gibt es aber noch einmal eine volle Ladung Prog-Rock der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts. Morte Macabre laden zum düsteren Tanz ein, Mats / Morgan versetzen dem Fusion neue Stromschläge, Tool weiden sich in Undertow in einer Mischung aus Stoner, Alternative und Art Rock, während Bondage Fruit und Simon Steensland den Zeuhl erfolgreich in eine neue Epoche transferieren. Auch Buckethead und Tenhi klingen alles andere als nach klassischem RetroProg und mixen stattdessen Ambient, Postrock, Gothic, Metal, Experimental und was ihnen sonst noch in den Kram passt in ihren originellen, ungewöhnlichen Sound. Schubladenzertrümmerung erfolgreich, würde ich sagen: Der Patient lebt.

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts III

Die Schublade ist weiterhin der Feind. Und so dürfen in diesem Artikel Radiohead vom Brit-Pop aus Richtung Progressive Rock schielen, wie es mit Sicherheit einige britische Rocker in den 90ern getan haben, wenn auch kein einziger so konsequent wie Thom Yorke und seine Mannen. Vom Art Pop und Postrock kommt Mark Hollis hereingeschneit und selbst Pallas, Robert Fripp und David Sylvian durchbrechen ihre Traditionen, während zumindest  Höyry-Kone den Banner des klassischen Progressive oben halten (Und wie sie das machen!). Achja, und ein klein wenig Jahre Reminiszenz an die 80er Jahre – oder wie ich sie nenne: “Die dunkle Ära des Prog” – hat sich auch hierher verirrt; mit Collage, die den Neo Prog Sound von Marillion gekonnt in die nächste Dekade  transferieren. Progressive Rock, Art Rock, Art Pop, Post- irgendwas? Die Schublade ist tot, es lebe die Schublade!

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts II

Wie schon im letzten Artikel mit der Aufnahme von The Gathering angedeutet, lässt sich durchaus darüber streiten, was zum Progresive Rock gezählt werden darf und was nicht. Aber das Streiten mit Dogmatikern nervt und Hand aufs Herz: Der Prog gehört zu den Genres mit den konservativsten Anhängern, ausgerechnet die Musik, deren Attribut vom lateinischen progressus = Fortschritt abstammt, hat Fans, die sämtliche Neuerungen am liebsten für nichtig erklären und sich in engen Genre-Grenzen am wohlsten fühlen, gerade wenn es um die Verteidigung der Nische gegenüber dem so genannten Mainstream geht. Insofern dürfte die Aufnahme von Muse für einiges Kopfschütteln unter den True Proggern sorgen. Auch dass The Tea Party hier reingehören, wird mit Sicherheit so mancher Prog-Jünger verneinen. Dagegen dürften sowohl The Flower Kings als auch Spock’s Beard und Änglagård einhellig Zustimmung ernten, während Happy Family mit ihrem what the fuckigen Zeuhl-Sound wiederum am anderen Ende des Spektrums angesiedelt sind und all jenen ans Herz gelegt werden können, die schon immer die freakigen, andersartigen und abseitigen Momente der Schublade bevorzugten.

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Hörenswertes März 2012 II: Grimes, Gazpacho, Islet, Xiu Xiu, Terry Malts

Jetzt habe ich doch noch ausführlich und mehrmals Grimes gehört, einfach um wirklich was aktuelles bei den zweiten Hörempfehlungen für März dabei zu haben. Denn ansonsten stammen die rezensierten Alben doch primär aus den Vormonaten (was deren Qualität freilich nicht im geringsten schmälert). Ob der hippe Electro-Pop auf Visions hält, was der Hype verspricht, könnt ihr nach dem Klick lesen. Ergänzt werden kann so viel Trendyness nur durch knallharte Anti-Trends: Obwohl Neo-Prog irgendwie ziemlich tot ist, hatte ich eine gute Zeit mit Gazpacho, die irgendwo zwischen Anathema, Porcupine Tree und Dredg nach den verlorenen Höhen des neoprogressiven Himmels suchen. Terry Malts spielen 70er Fuzzie-Punk, wie er traditioneller nicht sein könnte, Xiu Xiu besinnt sich ebenfalls auf seine Experimental-Wurzeln, während die einzig wirklich, wirklich – verdammt so was von wirklich – originellen Klänge dieser Hörnswert-Runde von den grandiosen Islet stammen. Aber auch Unoriginelles kann hörenswert sein, wie eigentlich alle folgenden Alben unter Beweis stellen. Achja, es ist März, die Sonne scheint und es wird echt mal wieder Zeit für großartige Musik. Das Folgende dürfte die notwendige Ladung sein, um den Frühling würdevoll zu begrüßen…

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Hörenswertes Herbst 2011: Yann Tiersen, Priestbird, Collapse under the Empire, The Book of Knots

Warum zu Hölle sind wir eigentlich im Moment so trantütig, was Hörenswertes-Artikel betrifft? Rinko hat seinen Neusten schon ewig in der Warteschleife und ich habe für diese vier Reviews auch gefühlte drei Jahre gebraucht. Dabei benötigt der Mensch doch gerade in der kalten Jahreszeit – die jetzt voller Wucht zuschlägt – warme, fesselnde und epische Klänge, die ihm sagen, dass trotz sibirischer Temperaturen alles irgendwie gut wird. Hier sind sie nun also, nicht mehr ganz taufrisch, aber perfekt in den Herbst passend und diesen von seiner epischen, romantisch verdrogten und düsteren Seite repräsentierend. Während Priestbird mit wohl temperiertem Hippie-Art-Folk noch für die richtige Untermalung der Kaltwetter-Romantik sorgen, entführen uns Yann Tiersen und Collapse under the Empire bereits aus der urbanen Herbst-Tristesse, ziehen uns hinauf in himmlische Gefilde und ein Stückchen weiter, bis wir schließlich komplett im Weltraum angekommen sind. Dort ist es freilich wieder kalt, sau kalt, und wir werden von düsteren Avantgarde-Klängen von The Book of Knots durch die kosmische Finsternis gejagt. Aber im Grunde genommen passt das ja auch ganz gut zur derzeitigen Atmosphäre zwischen herbstlicher Tristesse, gelegentlichen Sonnen-Ausbrüchen und bangem Warten auf den Winter.

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Hörenswertes Juli 2011: Boris, John Tejada, Jakko Jakszyk, Robert Fripp & Mel Collins (A King Crimson ProjeKct)

Ja Freunde… es ist Sommer. Das Wetter beschissen, der Urlaub in weiter Ferne, die Stimmung trübe, und wir hinken Dank schreiberischem Sommerloch in unserer Hörenswert-Section mal wieder um einen ganzen Monat zurück… Doch es naht Erlösung, in Form von experimentellen, düsteren, verlockend avantgardistischen und vor allem ‘ähmmm’ progressiven Klängen. So rocken sich Boris zuerst durch einen klassisch progressiven Avantgarde/Drone/Metal-Whatever-Kosmos, um kurz darauf die progressiven Töne in geheimnisumwitterten progressiven Ambient-Klängen zu finden. John Tejada entdeckt das progressive Element in minimalistischen Electro-Sounds, während Robert Fripp in seinem King Crimson ProjecKt zusammen mit Jakko Jakszyk und Mel Collins das Progressive in, nunja, klassischem Progressive Rock auslotet. Wenn’s schon nichts zu Feiern gibt, dann wenigstens genug satte, verwobene Klänge, um andächtig vor den Lautsprechern zu knien. Und der Sommer wird ohnehin komplett überbewertet…

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Die 90er Jahre: Die besten Alternative Rock Alben des Jahrzehnts V

Jau, Rinko hat ja schon ordentlich gewütet… Auf ganze vier Artikel hat er es bei der Alternative Rock Retrospektive geschafft. Ein, zwei Ergänzungen brennen mir allerdings auch noch auf dem Herzen und so schiebe ich noch nen eigenen kleinen Beitrag nach. Über die Zuordnung zum Genre kann man natürlich vortrefflich streiten, wie bei so ziemlich jeder anderen Kategorie auch. Ob Dredgs Debütalbum vielleicht doch eher Art Rock ist, ob The God Machine nicht vielleicht irgendeine Form von Alternative Metal spielen, ob man Live nicht besser zum Grunge packt, ob die Queens of the stone age nicht einfach die Fortführung des Kyuss’schen Stoner Rock sind und so weiter und so fort…

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Die 90er Jahre: Die besten Alternative Rock Alben des Jahrzents I

So wirklich glücklich mit dem Begriff Alternative Rock dürfte wohl keine der hier aufgezählten Bands sein. Doch auch in den 90ern brauchte es Schubladen in die Künstler gesteckt wurden, die meistens erste Erfolge im Underground hatten und durch eine verträglichere Ausrichtung oder Stiländerungen eine breitere Käuferschicht und Fanbase erreichen konnten. Anders als bei vielen Bands aus dem Indie- oder Underground Bereich , der sich bewusst vom Mainstream-Kanälen abgrenzte (oder es zumindest vorgab), gab es bei den Alternative Rockern keine größeren Berührungsängste mit MTV oder Angst vor Verwendung der Songs in Massenmedien, was das Genre schnell in Veruf brachte. So steht dieses heutzutage im Ruf der angeblich (!) “ehrlichen und handgemachten Mucke” (was immer das auch bedeuten mag), die Klaus-Uwe auf dem Weg in sein Provinznest laut aufdreht. Wir begeben uns jedoch an die relativ unschuldigen Anfangstage und den kreativen Höhepunkt des Alternative Rock in den 90ern, als Stadionrocker wie U2 plötzlich auch mal anders sein wollten, die Präsidenten der USA der Generation X das Lächeln beibrachten und ein Sonderling namens Beck alles auf den Kopf stellte. weiterlesen