Wenn bekannte Regisseure Architekten wären – Federico Babina: Archidirector

07_ARCHIDIRECTOR_David-Lynch-01_700

Federico Babina schafft bezaubernde Grafiken, bei denen Cineasten das Herz aufgeht. In seiner Reihe Archidirector entwirft er, ausgehend von der Filmästhetik eines spezifischen Regisseurs, architektonische Grafiken. Das ganze ist dann so eine Art Hybrid aus Filmposter und minimalistisch-geradlinigem Designporn. Auf seiner Seite gibt es noch mehr davon und andere Architektur-Something-Flicks.

 011_ARCHIDIRECTOR_Jacques-Tati-01_700

02_ARCHIDIRECTOR_george-lucas-01_700

via this isn´t happiness

Über Musik reden ist wie zu Architektur tanzen

015_bjork

Selten hat der der Satz von Frank Zappa besser gepasst als zu diesen schönen Postern, die Bands als Gebäude darstellen. Ich würde gerne in das retrofuturistische Björk-Haus einziehen oder doch lieber das Mosaik-Haus von Radiohead?

archdaily2

weiterlesen

Links fürs Wochenende

A guide to electronic music…

…und zwar in einer ziemlich coolen, verdammt akribischen und detaillierten Facebook-Timeline

Rasperry Pi – der günstigste und kleinste Computer der Welt

Minds Delight Marco über einen wirklich genialen Kleinstrechner, der primär für den Einsatz in Dritte Welt Ländern entwickelt wurde, aber auch als Gadget für zu Hause praktisch zu sein scheint.

How to hack into an alien spaceship

Gedanken über Logik und Unlogik des berühmt berüchtigten Computerhacks gegen die Aliens in Independence Day.

Ein offener Brief an F.J.Wagner

Lieber Herr Wagner,

in Ihrer heutigen Bildkolumne lesen wir, dass Sie der (vermutlichen) Entdeckung des Higgsteilchens so gar nichts Positives abgewinnen können. Schade eigentlich, dass Ihnen das alles nur auf die Nerven geht. Vielleicht kann ich Ihnen ja ein bisschen zeigen, dass das mit dem Higgsteilchen gar nicht so nervig ist, wie Sie denken.

Passend dazu auch, gerade weil man nach dem Hype und Trubel vor einer Woche sich ruhig nochmal abseits von großen Presseveranstaltungen und medialem Dauergetöse mit der spannenden Teilchenphysik beschäftigen sollte: Das Higgs-Teilchen im Schnelldurchgang. Ebenfalls sehenswert, der Beitrag von minutephysics:

.

Esowatch heißt jetzt Psiram

Ich finde ja den neuen Namen von Esowatch noch ungriffiger als GWUP, ändert aber nichts an der unglaublichen Wichtigkeit beider Projekte, gerade wenn man mal wieder – viel zu oft – kurz vorm Verzweifeln ist, wenn Leute aus dem Freundeskreis felsenfest von irgendwelchen Verschwörungstheorien oder pseudowissenschaftlichen, esoterischen Scharlatanerien wie der Homöopathie überzeugt sind. Und wenn wir schon dabei sind, auch ganz frisch, auch ziemlich vielversprechend, Der Skeptator, ein Blogportal und News-Aggregator für Skeptiker.

DLD Women 2012 bei dctp.tv

Und dann mach ich an dieser Stelle nochmal schnell Werbung für unsere Interviews auf der DLD Women 2012. Lohnt sich allein schon wegen des Guerilla Strickens mit Anke Domscheit-Berg, aber auch der Rest der insgesamt 11 Interviews ist mehr als sehenswert.

Architektur in (dystopischen) Filmen

Bei archdaily haben sie eine ziemlich spannende Reihe an Artikeln über Architektur in Filmen (u.a. THX 1138, Blade Runner und Metropolis) und auf Doktorsblog werden die nochmal aufgelistet und um weitere Analysen von thearchiblog.wordpress.com ergänzt. Ne Menge ordentlicher Lesestoff für Cineasten und Architektur-Freunde.

Graphing the history of philosophy

Letztes Jahr auf Seite360:

Harry Potter- der vor kurzem übrigens sein fünfzehnjähriges Jubiläum feiert – wird auf Inspirationen aus der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts abgeklopft. Ebenfalls abgeklopft wird neues und etwas älteres Material aus der Videothek: Wer ist Hanna?, der alberne Horrorschocker The Human Centipede (First Sequence) und der deutsche Mysterythriller Die Tür stehen auf dem Programm. Für musikalisches Sommerfeeling sorgen The Pain Of Being Pure At Heart, die den Pott live ordentlich einheizen. Ein bisschen Nostalgie darf auch im Sommer nicht fehlen, und so erinnern wir uns an die besten New Black Cinema Filme der 90er Jahre und lesen Das Futuristische Manifest von Filippo Tommaso Marinetti.

Transparent House in Tokyo

Transparenz ist ja momentan nicht zuletzt wegen der Piraten-Partei ein hippes Modewort geworden. Wer diese mal so richtig ausleben und nicht drüber twittern möchte, dem empfehle ich einen Besuch im Transparent House der japanischen Architekten von Sou Fujimoto.

Ein schöner Beweis wie man Nutzen, Kunst, Philosophie und Ästhetik perfekt miteinander vereinen kann.

“The intriguing point of a tree is that these places are not hermetically isolated but are connected to one another in its unique relativity. To hear one’s voice from across and above, hopping over to another branch, a discussion taking place across branches by members from separate branches. These are some of the moments of richness encountered through such spatially dense living…”

“The white steel-frame structure itself shares no resemblance to a tree. Yet the life lived and the moments experienced in this space is a contemporary adaptation of the richness once experienced by the ancient predecessors from the time when they inhabited trees…”

(Sou Fujimoto)

Photos by Iwan Baan

via Bored Panda

Wall of Books (Konzeptstudie)

Ich kann mich gerade nicht entscheiden, ob diese Designstudie von Oliver Charles und Studenten der Architecture School of Paris La Siene für die Stockholm Library der dystopischen Bibliothek von Babel (1941) von Jorge Luis Borges nahe kommt, oder deren Gefährlichkeit durch die Trennung von Informationsfluss und räumlicher Erschließung abfedert. Kreiert wird hier jedenfalls ein Dualismus von Raum und Wissen, der die Wall of Books beinahe transzendental überhöht, verschärft noch durch den Schlund, der sich durch die organische Architektur auftut, die die monumentale Bücherwand elliptisch einrahmt. Dass diese im Gegensatz zum dreidimensionalen Raum praktisch in nur zwei Dimensionen stattfindet, bricht die Überstilisierung allerdings wiederum geschickt auf. Vielleicht kein Konzept für eine funktionale Bibliothek, aber allemal eine faszinierende Studie zur Konzeptionierung eines totalen, dualistischen Wissensraums.

Weitere Informationen und Bilder via Kulturtechno

Dieser architektonische Entwurf sieht nicht aus wie die einstürzenden Twin Towers…

…sondern ist einfach nur wunderschön. Trotzdem scheint in diem Winter wohl keine Sau klein genug zu sein, um nicht doch empört durchs Dorf gejagt zu werden. Anders lässt sich auf jeden Fall die Aufregung um den Entwurf des MVRDV für den Yongsan Dreamhub in Soul nicht erklären. Das imposante Bauprojekt, bei dem die zwei Türme des Geschäfts- und Erholungszentrum mit einer wolkenähnlichen Konstruktion verbunden sind, ging diese Woche durch die Presse, weil es angeblich an die explodierenden und einstürzenden Zwillingstürme des World Trade Centers erinnern würde. Bei einer solchen medialen Hysterie sieht natürlich jeder gerne, was er sehen will und sei es nur für den nächsten Schock, die nächste vermeintliche Provokation, die in den Blogs und Klatschblättern dieser Welt breitgetreten werden kann…

weiterlesen

Masel Tov! – Zehn Jahre Jüdisches Museum Berlin

Diese Woche feiert das 2001 eröffnete Jüdische Museum Berlin sein zehnjähriges Bestehen. Und es gehört seit seinem Entwurf von Daniel Libeskind 1989 nicht nur zu den beeindruckendsten Museen sondern ebenso den faszinierendsten Bauwerken Berlins überhaupt. Ich kann gar nicht genau sagen, wie oft ich mittlerweile in dem Hybriden aus klasischem, barocken Altbau und postmodernem architektonischen Spiel zu Besuch war, kann aber mit Sicherheit sagen, dass sowohl Ausstellungsinhalt als auch Gebäude mich jedes mal aufs Neue faszinieren. Im Grund genommen ist es sogar so, dass sobald jemand den ich kenne nach Berlin kommt und ein gutes Museum besuchen will, ich ihn oder sie erst einmal in das Jüdische Museum schleppe… auch einfach weil das immer ein guter Grund ist, das Museum selbst nochmal zu sehen.

weiterlesen

Bibliophilen-Monument

Dieser fantastische Bücherturm ist leider nur ein imaginäres Konzept des Künstlers Anca Benara. Inspiriert wurde er zu dem bibliophilen Entwurf, als er von der Idee einer (nie gebauten) stalinistischen Statue hörte, die eine marxistisch-leninistische Bibliothek beherbergen sollte. Seine Version eines Bibliophilen-Monuments gelang als visuelles Konzept immerhin auf das Frontcover seines Buches Matter & History, in dem verschiedene historische Bauwerke so wie deren Geschichte und Entstehung dargestellt werden.

Envisioned and initiated by the artist Anca Benera, the project Matter & History documents in the form of book the exceptional state in which public monuments exist, searching how, in what way and why such representations survive in public space. The book brings together a series of case studies, presented in the form of individual files, which describe, logically and chronologically, the cultural and social conditions that led to the building of monuments; a collection of theoretical texts which highlight the historical behaviors, artistic practices and collective realities; and an audio CD that provides the listener with a fictional tour of 13 monuments around Bucharest, some of which no longer exist today.

via My modern Metropolis

Trailerprogramm: The Girl with the Dragon Tattoo, Attack the Block, Urbanized, Luck, The Grey, ZOMBINLADEN

The Girl with the Dragon Tattoo [David Fincher]

Seitdem es David Fincher sogar geschafft hat, die Geschichte eines Internet Start-Ups mitreißend zu erzählen, hat er bei mir so etwas wie Narrenfreiheit. Ich vertraue ihm… fast blind. Und auch wenn ich überhaupt kein Fan dieses nordischen Thrillerkonzepts à la Stieg Larsson bin, so scheint The Girl with the Dragon Tattoo mein Vorschussvertrauen nicht zu enttäuschen. Wirkt schön düster, dicht und vor allem mit permanenter Spannung aufgeladen. Wie gesagt, ich kenne weder die Vorlage noch deren erste filmische Umsetzung. Ich freue mich aber definitiv auf diese Interpretation des Fight-Club-Regisseurs.

weiterlesen

Beyond Infinity – Auf der Suche nach dem unendlichen Raum

Großartiges Installationskonzept des französischen Künstlers Serge Salat, der seine Besucher auf eine Reise in den unendlichen Raum einlädt: Zahllose Rahmen, architektonische Bögen, Spiegelwände und eine unheimliche Tiefe, erzeugen  ein Gefühl von Beklemmung und gleichzeitig einen Eindruck von kaum zu fassender, scheinbar unendlich weitreichender Schönheit. Weiteres beeindruckendes Anschauungsmaterial gibt es bei designboom.

via mymodernmet

Futuristische, verlassene Monumente im ehemaligen Jugoslawien

Die moderne Architektur und das Industriedesign des ehemaligen Jugoslawiens haben so manche faszinierende Bauwerke hervorgebracht. Cracktwo hat eine ganze Fotoserie der retrofuturistischen Monumente und Mahnmale veröffentlicht. Diese wirken mitunter größenwahnsinnig, beängstigend, gigantisch oder eben auch einfach nur verdammt stilverliebt und diversifiziert. Lieben Gruß an Andrei Tarkowski… Zwei weitere Bilder gibts nach dem Klick, den Rest auf Cracktwo:

weiterlesen