H. R. Giger ist gestorben

Giger wurde wegen eines Sturzes ins Krankenhaus eingeliefert und erlag gestern den Verletzungen. Er wurde 74 Jahre alt. Gigers Welt war zwar nie so ganz die meine, aber mit seinem Artwork für Ridley Scotts “Alien”, vor allem mit dem Design dieser Kreatur, hat er einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum popkulturellen Kino geliefert. Zurecht erhielt er 1980 dafür den Oscar in der Kategorie “Beste visuelle Effekte”. R.I.P.

via moviepilot

Bernhard Waldenfels und die Phänomenologie des Fremden

Zu einem kleinen Nachtrag zu meiner Vorbereitung auf die Philosophie-Abschlussprüfung fühle ich mich dann doch noch verpflichtet. Wie ich in dem Artikel über Edmund Husserls Cartesianische Meditationen bereits angekündigt – und bis jetzt noch nicht eingelöst – habe, wollte ich noch ein wenig Kritik an Husserls phänomenologischem Weg vom transzendentalen Ego zu einer intersubjektiven Monadengemeinschaft und der damit verbundenen Begründung einer objektiven Welt üben. Diese Kritik möchte ich mit Hilfe eines weitaus jüngeren Phänomenologen wahrnehmen: Der 1934 geborene Philosoph Bernhard Waldenfels hat sich insbesondere in den 90er Jahren durch seine Studien zu einer Phänomenologie des Fremden in der phänomenologischen – und ganz allgemein philosophischen – Szene einen Namen gemacht. In diesen untersucht er das Wechselspiel von Eigenheit und Fremdheit, die verschiedenen Arten wie das Fremde in Ordnungen und vor allem außerhalb von Ordnungen auftritt und wie der Mensch auf das Fremde als Phänomen reagiert. Gerade seine Charakterisierungen des Fremden bieten sich geradezu an, um sich kritisch mit Husserls “Egologie” auseinanderzusetzen, auch wenn Waldenfels bis heute zwar ein kritischer und dennoch begeisterter Rezipient des Godfather of Phenomenology ist.

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Filmabriss (2012er Recap): Prometheus, Monsieur Lazhar, Iron Sky, The Hobbit

Spät dran und mit einigem Abstand – der einen (*hust) objektiveren Blick zulässt – will ich dann doch noch Kurzrezensionen zu ein paar 2012er Filmen nachschieben, die mir entweder in Erinnerung geblieben sind oder die ich tatsächlich erst vor kurzem gesehen habe. Wer meinen Arschloch-Zuschauer-Artikel gelesen hat, weiß, dass ich derzeit alles andere als gerne ins Kino gehe. Das liegt noch nicht einmal so sehr an dem – zugegeben von mir überzeichneten – Bild der nervenden Kinobesucher sondern einfach an dem meiner Meinung nach immer offensichtlicher werdenden Verfall der Institution Kino an und für sich: Überhöhte Preise, nervige 3D-Gimmicks, verloren gegangenes Flair und eine seltsame Form der Arroganz, mit der die Filmspelunken – ehemals Filmpaläste – glauben, ihren Besuchern mangelnden Komfort mit durchschnittlichen bis schlechten Filmen und übertriebenen Hypes versüßen zu müssen. Daher lautet mein Credo im Moment: Wenn schon Kino, dann lieber die kleinen, familiären Betriebe, die überraschende – von der Öffentlichkeit sträflich ignorierte – Perlen zu okayen Preisen und in gediegener Atmosphäre präsentieren. Und wenn es ein Blockbuster sein soll, genügt es auch vollkommen ein paar Monate zu warten, bis die Videothek meines Vertrauens (Nein, nicht kinoxto.2k oder so) den Film im Programm hat. Egal, hier soll es um die Filme gehen, und da ist alles dabei, was 2012 im zu bieten hatte: Hyperventilierender Hype (Prometheus), epischer Blockbuster (The Hobbit), ausgezeichnetes Arthaus-Drama (Monsieur Lazhar) und Direct-to-DVD-Trash mit originellen Produktionsumständen (Iron Sky). Bleibt die Frage, wie sich die eigentlichen Filme fernab ihres Paratextes/Kontextes schlagen. Und die soll im Folgenden beantwortet werden.

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Creepy Probeaufnahmen aus Alien

Jepp, da kann ich Marco eigentlich nur zustimmen. Mindestens unangenehm, im Grunde genommen aber ziemlich verstörend. Der 2,13 Meter große Bolaji Badejo zwängt sich halbnackt, nur mit Slip bekleidet in die Maske des Aliens und übt für die Kamera schon einmal die prototypischen Bewegungsmuster des xenomorphen Monsters. Ich liebe die ersten Alien-Filme (inklusive dem unterschätzten dritten Teil) ja alle (Teil 4 dagegen würde ich am liebsten vergessen), freue mich wie Bolle auf Prometheus und dieses verdammte Wesen kann mir nach wie vor eine höllische Angst einjagen… Aber das da ist in der Tat gruseliger als alle Filme zusammen genommen. Nicht nur wegen der verstörenden Musik sondern vor allem auch wegen dieser irgendwie ziemlich abartigen Hybrid-Form aus Mensch und Weltraum-Monster.

Ein ziemlich cooles Interview mit Bolaji Badejo, dessen Auftritt im ersten Alien (1979) tatsächlich seine einzige Filmrolle blieb, gibt es hier zu finden. Und ich harre – trotz ernüchternder Kritiken aus den USA – weiter dem demnächst hierzulande anlaufenden Prequel.

via Minds Delight

Viral zum Alien-Prequel “Prometheus”!

Wer die Alien-Reihe kennt, weiß das Androiden immer zentrale Figuren waren. Nach Ian Holm, Lance Henriksen und Winona Ryder, mimt diesmal der großartige Michael Fassbender den künstlichen Menschen und das so gut, dass er mir echt Angst macht! Und an alle anderen Regisseur und Produzenten: SO macht man Werbung für Filme!

Prometheus Trailer #2

Eigentlich ist Florian für das Trailer-Programm zuständig, aber der neue Prometheus Trailer…holy shit, jetzt will ich den verdammten Film wirklich sofort sehen!  Ich habe leider wegen der Arbeit nicht viel Zeit um genau zu recherchieren, aber ich bin mir gerade echt sicher, dass ich diese sonderbare Felsformation (ganz am Anfang) auf meinem letzten Schottland-Urlaub gesehen habe und sich diese auf einer der Hebriden-Inseln befinden müsste. Wer mehr darüber weiß darf sich gerne per mail oder unten in den Kommentaren melden.

Trailerprogramm: Prometheus, The Hobbit, Bad Ass, John Carter, Keyhole, Schilf, Mars et Avril, MIB 3, The Theatre Bizarre, A Monster Calls

So, Winternickerchen ist vorbei… und damit zurück zur Seite360-Normalität. Irgendwann im Frühherbst dieses Jahres haben wir damit angefangen, Trailer zu kommenden Filmen in einzelne, wöchentliche Artikel zu hauen, die meistens Dienstags veröffentlicht wurden. Das will ich versuchen in der Form auch nächstes Jahr weiter zu führen, einfach weil es irgendwie doch mehr Sinn macht, kommende Filme und spannende Trailer geballt zusammen zu fassen, anstatt das Blog täglich mit einzelnen Artikeln, die nur einen Trailer enthalten, zuzuspammen. Da die letzten Wochen diesbezüglich nicht viel bis gar nichts gelaufen ist, gibt es einiges nachzuholen… Sprich, ne Menge frischer und weniger frischer Trailer folgen nach dem Klick.

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Superior Firepower: The Making of Aliens – Dokumentation

Okay… ich habe das jetzt noch nicht gesehen und werde dieses Wochenende vermutlich auch nicht mehr dazu kommen. Aber, trotzdem gibt es an dieser Stelle erst einmal ein präventives “Wow!”. Über drei Stunden dauert das Making of Superior Firepower, in dem es um die Entstehung des zweiten Teils der legendären Sci-Fi-Horror-Franchise Aliens (1986) geht. Das wird demnächst definitiv verschlungen:

This feature-length documentary plus extras, made especially for the 2003 Aliens (1986) DVD release, is incredibly informative with all its interviews with both the cast and crew, as well as behind the scenes footage filmed during the making of the film. Every possible element towards what went into making the movie is included here and gives fans an overload of information to fill their brains with.

via Mururoar

Die 90er Jahre: Die besten Science Fiction Filme des Jahrzehnts I

Viel Sehenswertes ist im Weltraum der 90er Jahre nicht geschehen. Dafür wie schon bei den besten Science Fiction Filmen der 00er umsomehr auf einer (potentiell) zukünftigen Erde. Das mag vor allem mit einem erneuten Endzeit- und Dystopienhype des ausgehenden 20. Jahrhunderts zusammenhängen (übrigens ganz ähnlich dem des ausgehenden 19. Jahrhunderts). Jedenfalls war der Blick in die Zukunft, den viele Filmmacher in den 90ern wagten, oft ein kritischer, skeptischer, einer, der relevante Themen der 90er aufgriff und in ein mögliches – von düsteres bis buntes – 21. Jahrhundert transformierte. Jedenfalls waren die gelungenen Prophezeiungen zahlreich genug vertreten, dass das Science Fiction Genre zwei Artikel spendiert bekommt… Den ersten Teil gibt es direkt hier…

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Animated Short der Woche: ETA

Düster, Futuristisch, gravitätisch.

ETA ( 2008 )

Regie: Henrik Bjerregaard Clausen

Original Music & Sound Editing: Rasmus Kudahl Kaae Munch