Die 80er Jahre: Die besten surrealistischen Filme des Jahrzehnts II

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Surrealismus, Nummer zwei. Man kann durchaus die Behauptung vertreten, dass nach der goldenen Ära des surrealistischen Films der Surrealismus ziemlich tot war. Genuin surreal waren schon die Filme der ersten 80er-Liste kaum, viel eher Genrehybriden, Experimentalfilme oder vom Surrealismus inspirierte Werke. Das ist auch im zweiten Artikel kaum anders. Mit Jodorowskys Santa Sangre hat sich zumindest eine unbestreitbare Ikone des surrealen Kinos hineingemogelt, wenn auch mit einem Film, der die meiste Zeit über anderen Vorbildern huldigt. Abgesehen davon gibt es Surrealismus im Gewand des Bodyhorrors (Videodrome), Surrealismus im Gewand des Mystery (Angel Heart) und Surrealismus im Gewand des fantastischen Avantgardekinos (Alice). Ist das Genre tot? Vielleicht, aber die Frucht aus diesem Schoß ist äußerst lebendig.

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Die 80er Jahre: Die besten Fantasyfilme und Märchen des Jahrzehnts II

Fantasy und Märchen die Zweite: Dieses Mal klammern wir das fantastische Kino aus Europa mit den amerikanischen Vertretern des Genres ein: Zum einen skurril Satirisches mit den Hexen von Eastwick, zum anderen versponnen Unterhaltsames bei Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft. Die großartige Astrid Lindgren steuert dagegen poetische, stille Meisterwerke mit Ronja Räubertochter und Mio, mein Mio bei. Michael Ende ist auch mit von der Partie, mit der großartigen, ebenso poetischen Allegorie Momo. Und dann darf es auch mal richtig schräg werden: Jan Švankmajers Alice ist wohl eine der dunkelsten, abstrusesten Märchen-Interpretationen der Filmgeschichte überhaupt, während Terry Jones’ Erik der Wikinger tief im Sagenschatz der nordischen Mythologie wühlt und daraus einen herrlich grotesken Mix aus Monty Python und Wickie und die starken Männer zaubert.

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Poetisches für den Sonntag: Alice im Wunderland illustriert von Salvador Dali

Im Jahre 1969 ließ der Verlag Random House den surrealistischen Maler Salvador Dali Lewis Carrolls Alice im Wunderland (1864) illustrieren. Die dabei entstandenen Zeichnungen erinnern nicht zuletzt an Dalis Beiträge zu dem surrealen Disney-Film Destino (1945 – 2003) und bilden eine wunderbare Melange aus verspielter Zeichenkunst, Symbolismus und den klassischen surrealen Dali-Trademarks. Oben seht ihr Down the Rabbit Hole, weitere dieser tollen Zeichnungen gibt es beim Retronauten (wo sonst) zu bewundern. Und nach dem Klick folgt noch ein kleiner Videoguide zu dem Buch selbst.

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3D-Kino – Zukunft oder Eintagsfliege? – Ein Kommentar in zwei Teilen

Zu den Problemen des 3D-Effekts beim Blockbuster Avatar habe ich mich ja bereits in der Rezension zu dem Kassenmagneten geäußert. Ein Artikel von Oliver Lysiak bei Moviepilot unter dem Titel „3D nervt!“ hat mich nun dazu inspiriert, dem letzten cineastischen Schrei einen eigenen Kommentar zu widmen. Dabei versuche ich mich was Polemik betrifft – im Rahmen des Möglichen – weitestgehend zurückzuhalten. Ich selbst bin alles andere als ein Freund des derzeitigen Real-D und Fake-D Trends, will diesen Artikel aber dennoch so objektiv wie möglich halten. Es geht hier weder um eine Verfluchung noch eine enthusiastische Abfeierung der neuen Möglichkeiten. Der Blick soll sowohl Apologien als auch Kritiken zu Wort kommen lassen, gerade weil beide Fronten mitunter so verhärtet scheinen, dass eine sachliche Diskussion alles andere als einfach ist. Genau diesen Fronten werde ich mich im ersten Teil widmen. Wie sind ihre Argumente? Sind diese haltbar? Ist der Graben zwischen ihnen wirklich so tief? Von dieser Basis aus werde ich mich langsam durch das Thema schlängeln, vorbei an einer Beobachtung des Effekts als solchen bis hin zu einer utopischen, optimistischen Prognose darüber, was 3D in Zukunft alles leisten könnte.

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Klassiker des selbstreflexiven Kinos – Klappe die Vierte: Jean-Luc Godards „Week End" (1967)

Godards Week End (eines der wenigen Anglizismen im Französischen) ist zweifellos ein gewagtes Experiment der Geschichte des erzählenden Kinos. In erster Linie ist Week End ein filmisches, kaputtes Etwas. Es gibt wenige selbstreferenzielle Elemente und man könnte meinen, dass Selbstreflexivität nicht im Vordergrund steht. In Wahrheit aber ist dieser Film auf einer poetisch-avantgardistischen Ebene durchaus selbstreflexiv. Godard untersucht hier nicht den Film, sondern stellt die Frage nach dem Sinn von Filmkunst in der zerstörerischen und ausbeuterischen Kapitalgesellschaft der westlich zivilisierten Welt.

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Alice through the years…>

Tim Burton befindet sich in guter Gesellschaft: Egal ob als Stummfilm, als Disney Zeichentrickfilmklassiker, als Broadway-Musical mit Meryl Streep, als psychedelischer Drogentrip Jefferson Airplanes, als verstörender Stop-Motion-Alptraum, als skurriler Anime, als melancholische Reise einer gealterten 80Jährigen, als buntes kindgerechtes Sesamstraßenmärchen, als Textadventure, als Horror-Videogameadaption, als Vorlage für postmoderne Collagekunst Sigmar Polkes oder gar als frivoler 70er Jahre Porno. Die Reihe an Alice-Adaptionen, Variationen und Neuinterpretationen ist unendlich lang.

Eine kleine, unvollständige Retrospektive…

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