Filmabriss: Captain Phillips, 12 Years a Slave, Snowpiercer, Trance – Gefährliche Erinnerung

Tom Hanks

Unbedingt mal wieder Zeit für einen aktuellen Filmabriss… Irgendwie tut es mir derzeit um so ziemlich jeden Film leid, den ich sehe und zu dem ich es nicht schaffe, wenigstens ein oder zwei Zeilen zu Papier zu bringen; liegt nicht nur daran, dass ich das Gefühl habe, Seite360 giere nach Content, sondern auch einfach weil das Niederschreiben mir selbst hilft meine Meinung zu dem entsprechenden Film zu verarbeiten und zu fixieren, auch über den (ähnlichen) Effekt eines  Nach-Kinobesuch-Gesprächs hinaus. Hier also jetzt ein paar kurze Gedanken zu einigen Filmen, die ich in den letzten Wochen/Monaten gesehen habe. Keine tiefgründige Analyse, keine umfangreiche Auseinandersetzung, nur ein oder zwei Cents, die ich glaube zu den Werken noch loswerden zu müssen. Dieses Mal sind die Big Budget Großprojekte an der Reihe: Zweimal Oscar-Gewinner in Captain Phillips und 12 Years a Slave, einmal stilsicherer Heist-Mindfuck in Trance, und einmal groteske Weltuntergangsphantasien zwischen Korea und Traumfabrik in Snowpiercer. 2014 ist btw. bis dato ein verdammt gutes Filmjahr.

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Ingmar Bergman zu den Academy Awards

Als Nachtrag zur sonntägigen Oscarverleihung. Ingmar Bergman lehnt 1960 die Oscar-Nominierung für Wilde Erdbeeren (1957) aus folgenden – im Grunde genommen ziemlich vagen – Gründen ab:

As Smultronstället (Wild Strawberries) didn’t compete for “OSCAR” I think it is wrong to nominate the picture and therefor [sic] I want to return the “CERTIFICATE OF NOMINATION”.

I have found that the “OSCAR” nomination is one for the motion picture art humiliating institution and ask you to be released from the attention of the jury in the future.

via The Criterion Collection

Links fürs Wochenende

Links gegen Geld

Eigentlich wollten wir zum “Bloggergate” (Hier der Artikel auf Netbooknews, der das ganze losgetreten hat) ja nichts posten, aber jetzt haben sich doch einige interessante Artikel zum Thema eingefunden. Oben der Taz-Artikel für den Überblick. Dann stellvertretend für die vielen Anfeindungen, denen Sacha Pallenberg seitdem ausgesetzt war, ein Artikel von Social Media Optimization. Dazu ergänzend ein sehr sympathischer Kommentar vom Urheber der Geschichte Pallenberg selbst. Robert Basic, dem Basic Thinking ja abgekauft wurde, äußert sich ebenso auf angenehm korrekte Weise. Dann gibts noch ein Interview mit dem “Beschuldigten” Christoph Berger von Onlinekosten.de, und nicht vergessen werden sollte die juristische Bewertung von Schleichwerbung ganz allgemein, sehr elegant und lesenswert bei Schwenke und Dramburg. Einen Kommentar zu der Geschichte ersparen wir uns dann mal an dieser Stelle. Die Links dürften reichen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Falls nicht, gibt es noch eine sehr gute, übersichtliche Linksammlung von Robert Basic.

PS.: Wir versichern, für die im vorkommenden Text vorhandenen Links nicht bezahlt worden zu sein.

PPS.: Wir sind keiner der betroffenen “Kleinblogs”. Bisher wollte uns noch niemand Geld für irgendwelche Links bezahlen. Kommt vielleicht noch.^^

Die Moderne ist unsere Antike

Slow media zur Entwicklung der Kunst in der Postpostmoderne und zur Renaissance des Enthusiasmus und Dilletantismus in unserer Zeit.

Metagames: Games about Games

Superber Artikel von Andy Baio über von ihm gesammelte Metagames: Gemeine “Abusive Games”, minimalistische Spielerlebnisse, komplett durchdrehende Spielmechaniken, Gameverarbeitungen des Gewaltdiskurses und natürlich die obligatorischen selbstreferenziellen Metagames… Von Basted über Super PSTW Action RPG bis hin zu Wario Ware ist alles dabei. [via]

Fotos von Tomohide Ikeya

Wunderschöne, ästhetische Leckerbissen zwischen Erotik, Dunkelheit und purem Wohlgefallen.

Everything is a Remix

Wo gerade Teil 2 von Kirby Fergusons großartiger Dokumentation “Everything is a Remix” veröffentlicht wurde, verlinken wir nochmal schnell auf die Projektseite. Neben den beiden bis dato veröffentlichten 10Minütern über Remixes und künstlerische “Diebstähle” gibt es Neuigkeiten zu den weiteren geplanten Teilen, weitere Videos, sowie die Möglichkeit das coole Projekt zu unterstützen. [via]

In wie vielen Wiederholungen musste Bill Murray eigentlich den Murmeltiertag ertragen?

Letzte Woche war ja Groundhog day – schon wieder. Was liegt da also näher, als  einfach mal den gleichnamigen Film komplett durchzuexerzieren, um auf die Anzahl der darin stattfindenden Murmeltiertage zu kommen? Simon Gallagher hat genau das getan: Akribisch recherchiert, mit sinnvollen Multiplikatoren versehen, das nicht zu Sehende in die Rechnung integriert… und kommt damit auf eine Zahl, die weit von den Regisseur Harold Ramis geschätzten 10 Jahren entfernt liegt. Die Mühe hat sich gelohnt: Ein großartiger Filmnerd-Artikel. [via]

Warum der Oscar der wichtigste Filmpreis ist und ausgedient hat

Die Moviepiloten haben sich der altehrwürdigsten Veranstaltung überhaupt angenommen und konnten sich nicht auf eine Meinung einigen. Deswegen nun einen Tribut an die Jury, die Außensseitern wie Hurt Locker eine Chance gewährt und eine schonungslose Beweisführung, warum der Oscar nur noch eine geldgeile Kommerzveranstaltung ist.

But that was yesterday!

Wunderschönes Flashgame um Erinnern, Festhalten, darin Scheitern und niemals Aufgeben.

Oscar Nominierungen 2011 – Der immer wieder überraschende Traditionalismus der Academy

And the Winner is…. wird sich zeigen. Wie jedes Jahr liefern aber bereits die Nominierungen (und noch mehr die Nicht-Nominierungen) genug Stoff für Tratsch über aktuelle Filmtrends und vor allem darüber, wie die Academy aktuelle Filmtrends einschätzt und bewertet. Und wie so ziemlich jedes Jahr offenbart diese auch 2011 unverhohlen ihren Hang zum Traditionalismus.

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Animated Short der Woche: The Danish Poet

Eine wunderschöne kleine Geschichte über Liebe und Leben und Zufälle und Entscheidungen und Wetter und Weltraum und Chromosomen und Zellteilung und überhaupt…

The Danish Poet (Norwegen, Canada 2006)

Regie: Torill Kove

Erzählerin: Liv Ullman

Musik: Kevin Dean

Laufzeit: ca. 15 Minuten