80er

1980 – 1990

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Flo von so etwas nachts träumt…

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Joa… weiter gehts mit der Aufarbeitung des Kinojahres 2012: Die folgenden Reviews möchte ich dann mal unter dem Banner zusammenfassen: “Hipsters get, what hipsters want!” Sprich, Filme, die auf irgendeine Weise diesen Hipster-Link haben, sei es, weil sie sich besonders originell geben, sei es, weil sie besonders stylish sind, sei es weil sie als abstrakte Nerd-Kunstwerke daherkommen oder sei es einfach weil sie aus der Feder eines Hipster-Lieblings stammen. Das muss per se erst einmal kein Qualitätsmerkmal sein. Ein Film kann sehr wohl wie z.B. Drive voll im Trend liegen und dennoch über seine Zeit hinaus eine cineastische Wirkkraft entwickeln, ein Film kann wie Guy Maddins Keyhole als anspruchsvoller Ritt durch Genres daherkommen und trotzdem eine leere, nichtssagende Hülle bleiben. Filme können wie Tarantinos Django-Interpretation oder David Cronenbergs Cosmopolis ordentlich Namedropping betreiben und dennoch alle Erwartungen unterbieten, das Publikum unterwältigen. Und in jedem dieser Fälle ist selbstverständlich auch immer das jeweilige Gegenteil möglich. Welcher der folgenden Filme über Hipsters Liebling hinausreicht und welcher womöglich schnell vergessen gehört, erfahrt ihr in den Rezensionen nach dem Klick.

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Erstens: Menschen sind scheiße. Gerade beim Spaziergehen am Duisburger Innenhafen mal wieder festgestellt. Zweitens: Four Tet ist es absolut nicht. Das neue Mixtape, was er für eine Radioshow kompiliert hat, ist mal wieder erste Sahne und tönt natürlich viel besser als jede Proll-Mucke, die derzeit aus tiefergelegten Abschlepp-Karren rummst. Drittens: Menschen sind scheiße, Erdinger Alkoholfreies nicht. Prost!

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Um die britische Band Savages wird momentan ein großer Indie-Hype veranstaltet und nicht wenige sehen hier schon die Nachfolger von Siouxsie and the Banshees. Der Auftritt beim Coachella-Festival dieses Jahr war jedenfalls schwer umjubelt und ihr könnte euch nun per Stream entscheiden ob die Vorschusslorbeeren die Aufregung rechtfertigen.


P.S: Chrome zickt manchmal bei Flash-Sachen rum. Einfach noch einmal neu laden, falls es Probleme gibt.

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Zu einem kleinen Nachtrag zu meiner Vorbereitung auf die Philosophie-Abschlussprüfung fühle ich mich dann doch noch verpflichtet. Wie ich in dem Artikel über Edmund Husserls Cartesianische Meditationen bereits angekündigt – und bis jetzt noch nicht eingelöst – habe, wollte ich noch ein wenig Kritik an Husserls phänomenologischem Weg vom transzendentalen Ego zu einer intersubjektiven Monadengemeinschaft und der damit verbundenen Begründung einer objektiven Welt üben. Diese Kritik möchte ich mit Hilfe eines weitaus jüngeren Phänomenologen wahrnehmen: Der 1934 geborene Philosoph Bernhard Waldenfels hat sich insbesondere in den 90er Jahren durch seine Studien zu einer Phänomenologie des Fremden in der phänomenologischen – und ganz allgemein philosophischen – Szene einen Namen gemacht. In diesen untersucht er das Wechselspiel von Eigenheit und Fremdheit, die verschiedenen Arten wie das Fremde in Ordnungen und vor allem außerhalb von Ordnungen auftritt und wie der Mensch auf das Fremde als Phänomen reagiert. Gerade seine Charakterisierungen des Fremden bieten sich geradezu an, um sich kritisch mit Husserls “Egologie” auseinanderzusetzen, auch wenn Waldenfels bis heute zwar ein kritischer und dennoch begeisterter Rezipient des Godfather of Phenomenology ist.

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Winter? Winter! Mir ist bewusst, dass wir hier Frühlingsanfang haben, aber nachdem mir gerade nach einem Kurztrip in den Supermarkt das Gesicht eingefroren ist  - und ich mich danach am liebsten in den Backofen zum Auftauen gelegt hätte – verzichte ich mal auf das meteorologisch korrekte Frühling in der Headline. So richtig warm ums Herz wird einem bei den wirklich bezaubernden Daughter, Karl Bartos erzählt von früher, Depeche Mode verlieren sich in der Gegenwart, Devendra Banhart macht auf seriös und Kvevertak müssen sich in der Bild-Zeitung nun schon als Hipster-Metal bezeichnen lassen.

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tl;dr

Ich bin vor ein paar Tagen 34 geworden und wurde häufig gefragt wie es sich nun eigentlich anfühlt so alt zu sein… Ich bin einfach ein wenig müder als früher, müder von vielen Diskussion, in denen alles so ausdifferenziert ist, dass man wieder am Anfang ankommt oder  sich im Kreis dreht oder im schlechtesten Fall jemand nur sein Recht auf Rechthaberei einfordert, müder von kaum zu überschauenden Rechnungen und tollen Finanz-Modellen, die mir mein Sparkassen-Berater andrehen und die ich einfach nicht verstehen möchte. Müder auch von diesem schlechten Gewissen, das man hat, wenn man auf der besser gestellten Hälfte dieses Globus lebt, während es so vielen Menschen auf diesem Planeten so schlecht geht, während mein Essen im Kühlschrank mal wieder das Verfallsdatum überschritten hat. Müder auch um die Liebe einer Frau zu kämpfen, weil ich einfach desillusioniert bin. Müder davon die Welt verändern zu wollen, weil ich das ganz einfach nie konnte und nicht kann. Müder auch von Rückschlägen, von denen mich mache stärker gemacht haben, aber auch viele sehr viel Kraft gekostet haben. Müder von dem Gedanken, meine Eltern schon bald zu verlieren. Müder, dass das Ende der Beginn von dem Ende ist. Müder von neuer Musik, die sich anhört, als ob sie schon dreimal gab. Müder gegen den Mainstream zu sein und ein Teil von ihm zu sein. Ich will eigentlich nur leben,und das ist schon schwierig genug. Ich freue mich schon auf das nächste Update dieses Artikels, wenn ich alles widerrufe. That`s it.

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Anita Sarkeesian aka feministfrequenzy hat endlich ihr erstes Video zu der mehrteiligen Serie Tropes vs. Women in Video Games veröffentlicht (von deren Kickstarter-Kampagne ich an früherer Stelle schon mal berichtet habe) und wie zu erwarten war gab es auch schon die ersten hysterischen Reaktionen aus der Videospielszene. Das Video selbst ist erwartungsgemäß verdammt gut geworden und behandelt das klassische Klischee der “Damsel in Distress”, wie es vor allem in Nintendo-Spielen der 80er und frühen 90er Jahre im Grunde genommen bis heute tausendmal durchgekaut wurde. Und eigentlich könnte es mir auch egal sein, was ein paar pubertierende Gamer – die sich nie mit Feminismus, Gender- und Kulturwissenschaft auseinandergesetzt haben – dazu für geistige Diarrhö absondern müssen, aber dafür liegt mir das Thema “Videospiele als Kulturgut” dann doch irgendwie zu sehr am Herzen, als dass ich dieses großartige Medium den gedankenlosen Zockern überlassen wollte. Anyway, im 4players-Forum ist mir schließlich der Kragen geplatzt und den (etwas längeren) Rant, den ich da abgefeuert habe, will ich euch nicht vorenthalten. Den gibt es nach dem Klick, jetzt erstmal das großartige 20minütige Video und die Bitte an alle Gamer, sich das Teil vorurteilslos anzuschauen und bevor sich der Schaum vorm Mund entwickelt zu bedenken: Niemand will euch euer Hobby kaputt machen, aber zu der Akzeptanz eines Mediums als Kulturgut (und genau dahin sollen mMn. Videospiele kommen) gehört nun mal auch die kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten dieses Mediums. Und auch wenn ich Sarkeesian hier zu 100% zustimme, kann ich die ganze Mario- und Zelda-Franchise immer noch mit viel Begeisterung spielen. So viel dazu.

This video explores how the Damsel in Distress became one of the most widely used gendered clichés in the history of gaming and why the trope has been core to the popularization and development of the medium itself.

As a trope the Damsel in Distress is a plot device in which a female character is placed in a perilous situation from which she cannot escape on her own and must then be rescued by a male character, usually providing a core incentive or motivation for the protagonist’s quest.

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Politische Kultur trifft Popkultur: Richard Nixon und Robocop (1987)

The Story behind that Richard Nixon – Robocop Photo via This is not porn

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Genau, das war’s. All your history are belong to us mit der wahrlich epischen Geschichte Nintendos: Von den Anfängen bis heute, von den früheren Arcade-Hits bis zur Wii U. Sieben Folgen à zehn Minuten… Ich habe das jetzt schon seit ner ganzen Woche im Browser geöffnet und immer noch nicht komplett gesehen (obwohl das bis jetzt gesehene wirklich fantastisch ist). In diesem Sinne: Für mich als erweitertes Lesezeichen, für euch als dicke Empfehlung: The History of Nintendo in knapp über einer Stunde. Sollte wohl jeder gesehen haben, der sich in der Videospielgeschichte zurechtfinden will…

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Hui, da schwirrt doch noch ein neuer Strokes Song kurz vor dem Fußball-Bier rein. Ich mochte die letzten Alben ja so gar nicht, aber All The Time hat das Potential einer der besten Songs nach dem legendären “Is This It”-Debut zu werden.

via Stereogum

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…Von den 70ern bis heute, von Krieg der Sterne Euphorie bis hin zum Prequel-Debakel und darüber hinaus. Passt.

Die komplette Grafik bei Dorkly via pewpewpew

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Evil Dead [Fede Alvarez]

Soso, ein Evil Dead Remake also. Im Gegensatz zu manch anderem Fan des Kult-Horrorflicks von 1981 kann ich für das Remake allerdings nicht so große Euphorie entwickeln. Klar, das sieht schon schick aus: Düstere Bilder, nette Jumpscares, offensichtlich ziemlich viel Splatter und Gore… halt so ein klassischer postmoderner Horrorschinken des neuen Jahrtausends. Trotz der berühmten Trademarks – Kettensäge, Falltür-Gefängnis, Baumvergewaltigung – hat das ästhetisch aber so gut wie nichts mit dem Original gemein. Es fehlt einfach diese dreckige, ätzende, schwarzhumorige gritty Note, die Sam Raimis Meisterwerk auszeichnet. Und Ash fehlt natürlich auch. Also versuche ich das ganze nicht als Erfüllung meiner feuchten Nerd-Horrorträume zu betrachten, und dann kann es sich tatsächlich durchaus sehen lassen. Wird bestimmt ein netter Horrorflick, der einen ungemütlichen Kinoabend ordentlich versüßen kann. Nichts für die Ewigkeit, nichts Notwendiges und nichts um den Nerd in mir zu befriedigen. Aber offensichtlich immerhin anständige Horror-Unterhaltung.

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Gibt es in den Weiten des Internet leider nur auf englisch, ist aber dennoch mehr als sehenswert. Es finden sich ja wirklich eine ganze Menge herausragender Verfilmungen von Charles Dickens’ A Christmas Carol (1843) da draußen und dennoch gehört der Disney-Cartoon von 1983 nach wie vor zu denen, die mich am meisten bewegen. Scrooge wird in dieser Version – passenderweise – von Dagobert Duck verkörpert, dessen englischer Name Scrooge McDuck ist, natürlich angelehnt an die klassische Dickens-Figur. Seinen ersten Auftritt hatte Scrooge McDuck, der sich auch außerhalb von A Christmas Carol viele Eigenschaften mit dem berühmten Namenspatronen teilt, ebenfalls in einer Weihnachtsgeschichte, nämlich dem Comicheft Christmas on Bear Mountain (1947). In seinen Anfängen noch als eher unsympathisch charakterisiert, erarbeitete sich der reiche, geizige Grummelkopf schnell eine treue Fanbase und wurde von seinen Schöpfern daher peu à peu in einen sympathisch ambivalenten Charakter umgewandelt. Ich habe Dagobert schon immer geliebt, v.a. Dank der großartigen Serie und dem nicht minder großartigen Film Ducktales (1987 – 1990).

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