Videospiele in der ständigen Ausstellung im Museum of Modern Art in New York

Das Museum of Modern Art in New York hat endlich (jetzt erst?) seine ständige Ausstellung um Video- und Computerspiele ergänzt. 14 Games sind in die permanente Kollektion gewandert. Mal abgesehen davon, dass es grundsätzlich begrüßenswert ist, wenn das Medium Spiel von etablierten Kulturinstitutionen gewürdigt wird, stellt sich natürlich fast zwingend die Frage: Durch welche Eigenschaften verdient es ein Spiel in den kulturellen Kanon aufgenommen zu werden? Wann ist ein Spiel “museumsreif”? Ist der künstlerische Anspruch entscheidend oder ist es die Historizität bzw. der Einfluss, den das jeweilige Spiel auf das Medium als solches hatte? Ein Blick auf die Liste der aufgenommenen Spiele offenbart, dass die Verantwortlichen des MoMA sich um eine – vielleicht nicht ganz ideale – Zwischenlösung bemüht haben.

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Musikvideo der Woche: Kate Bush – Wuthering Heights

Och jo, so ein Klassiker zur Abendstund. Drei nervige Arschloch-Wochen liegen übrigens nun endlich hinter mir und ab nächste Woche wird es hier wieder lebendiger.

Wuthering Heights was released as Kate’s debut single in January 1978. It became a No.1 hit in the UK singles chart and remains Kate’s biggest-selling single.

Two music videos were created to accompany “Wuthering Heights.” In Version 1, Kate can be seen performing the song in a dark room filled with white mist while wearing a white dress — this was the UK release. In Version 2 Kate dances in an outdoor environment while wearing a red dress — this video was produced for the American release.

The song appears on Kate’s 1978 debut album, The Kick Inside, and was also re-recorded in 1986 for the greatest-hits album The Whole Story.

“Wuthering Heights” came 32nd in Q magazine’s Top 100 Singles of All Time, voted by readers.

Kate Bush –  Wuthering Heights (1978)

Regisseur: Kate Bush

Album: The Kick Inside

Urlaubsgrüße von Jean-Luc Godard, Wim Wenders und Heiner Müller…

Egal was jetzt noch kommt… der Sommer ist einfach mal im Arsch. Nehmen wir das doch einfach zum Anlass, um uns ein wenig in nostalgischer Weltflucht zu üben und schauen uns dieses wunderbare Film-Material von Ira Schneider an. Dieser teilte sich in den 70ern mit Jean Pierre Gorin ein Haus unter der Sonne Kalifornien, in dem allerhand prominente Filmemacher und Künstler der damaligen Zeit zu Besuch waren. A Weekend at the Beach with Jean-Luc Godard (1979)  ist eine zehnminütige Impression der unbeschwerten Tage, die sie damals erlebten. Keine große Kunst, keine artifizielle Dekonstruktion, just The Wonder Years of the Golden Age of Cinema. Allein diese großen künstlerischen Genies, unbeschwert im atypischen Homevideo-Format zu sehen, ist schon ziemlich strange und gerade deswegen ein besonderer Genuss.

via cargo

Anmerkungen zum Actionkino der 80er Jahre II: Inszenierungsmuster und Fetische

Im ersten Teil der Anmerkungen zum Actionkino der 80er Jahre ging es vor allem um den Typus des neuen Actionhelden, verkörpert unter anderem von Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stalone oder Michael Dudikoff. Von deren Typologie sind wir auf die Militarisierung des Helden gestoßen und von dieser wollen wir uns nun vorsichtig weiter durch das Genre hangeln: Spezifika, Fetische und Inszenierungsmuster stehen auf dem Programm. Wie schlug sich die Militarisierung in den Inszenierungen der Filme wieder? Welche Rolle spielte dabei die Gewalt? Welche die Politik? Wie repräsentiert diese den Geist des Jahrzehnts? Und was ist darüber hinaus noch so geschehen?

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Anmerkungen zum Actionkino der 80er Jahre I: Die Genese des Actionhelden

Bevor es in die Halbzeit unserer 80er Jahre Filmretrospektive geht, steht das Actionkino vor der Tür und damit natürlich eine Menge Stoff, um sich Gedanken über die Widerspiegelung gesellschaftlicher Zusammenhänge in Filmen zu machen. Gerade beim Action-Genre der 80er Jahre bietet sich das an, finden wir hier doch sehr auffallende Spezifika, sei es der muskelbepackte, testosteronschwangere Held, die Arbeit mit Feindbildern wie den Kommunisten oder schlicht und ergreifend den Wandel vom Schusswechsel zur Explosion, von der Autoverfolgungsjagd zum Kriegsszenario. Daher will ich im Folgenden der Abarbeitung meiner liebsten Action-Flicks der Dekade ein paar Gedanken vorausschicken… keine Sorge, keine allzu tief schürfende, wissenschaftliche Analyse, auch kein großer Rückgriff auf Fachliteratur, dafür aber ein paar Gedanken anhand von Topoi und Motiven, darüber was das Actionkino der 80er Jahre auszeichnet… sowohl im Positiven wie im Negativen.

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The Hobbit in der Sowjetunion (1976)

Ein großartiger kulturhistorischer Leckerbissen wurde die Tage mal wieder vom Retronauten hervorgekramt. 1976 erschien in der Sowjetunion die russische Übersetzung von J.R.R. Tolkiens The Hobbit or There and Back Again (1937), unterlegt mit wunderbaren Illustrationen von M. Belomlinskij. Demnächst kommt dann ja auch Peter Jacksons “The Hobbit” in die Kinos und wird mit Sicherheit ein großer, bunter und mitreißender Fantasy-Blockbuster. So originell illustriert wie in der damaligen russischen Variante wird er indes mit Sicherheit nicht sein.

Weitere Bilder des “sowjetischen” Hobbit beim Retronauten

Creepy Probeaufnahmen aus Alien

Jepp, da kann ich Marco eigentlich nur zustimmen. Mindestens unangenehm, im Grunde genommen aber ziemlich verstörend. Der 2,13 Meter große Bolaji Badejo zwängt sich halbnackt, nur mit Slip bekleidet in die Maske des Aliens und übt für die Kamera schon einmal die prototypischen Bewegungsmuster des xenomorphen Monsters. Ich liebe die ersten Alien-Filme (inklusive dem unterschätzten dritten Teil) ja alle (Teil 4 dagegen würde ich am liebsten vergessen), freue mich wie Bolle auf Prometheus und dieses verdammte Wesen kann mir nach wie vor eine höllische Angst einjagen… Aber das da ist in der Tat gruseliger als alle Filme zusammen genommen. Nicht nur wegen der verstörenden Musik sondern vor allem auch wegen dieser irgendwie ziemlich abartigen Hybrid-Form aus Mensch und Weltraum-Monster.

Ein ziemlich cooles Interview mit Bolaji Badejo, dessen Auftritt im ersten Alien (1979) tatsächlich seine einzige Filmrolle blieb, gibt es hier zu finden. Und ich harre – trotz ernüchternder Kritiken aus den USA – weiter dem demnächst hierzulande anlaufenden Prequel.

via Minds Delight

Metallica feat. Herbie Hancock – Master of Doin’ It (Mashup)

Erschreckend stimmiges Mashup aus dem Thrash-Metal-Übersong und dem Großmeister des Jazz/Funk/Fusion. Herbie Hancock trifft Metallica. Das rockt wie Sau und ist zudem einfach mal verdammt sexy.

OBEY YOUR FUNK!

Metallica and Herbie Hancock carve a steaming chunk of funkadelic metal cheese (via Interweb3000)

Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts III

Die Schublade ist weiterhin der Feind. Und so dürfen in diesem Artikel Radiohead vom Brit-Pop aus Richtung Progressive Rock schielen, wie es mit Sicherheit einige britische Rocker in den 90ern getan haben, wenn auch kein einziger so konsequent wie Thom Yorke und seine Mannen. Vom Art Pop und Postrock kommt Mark Hollis hereingeschneit und selbst Pallas, Robert Fripp und David Sylvian durchbrechen ihre Traditionen, während zumindest  Höyry-Kone den Banner des klassischen Progressive oben halten (Und wie sie das machen!). Achja, und ein klein wenig Jahre Reminiszenz an die 80er Jahre – oder wie ich sie nenne: “Die dunkle Ära des Prog” – hat sich auch hierher verirrt; mit Collage, die den Neo Prog Sound von Marillion gekonnt in die nächste Dekade  transferieren. Progressive Rock, Art Rock, Art Pop, Post- irgendwas? Die Schublade ist tot, es lebe die Schublade!

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts II

Wie schon im letzten Artikel mit der Aufnahme von The Gathering angedeutet, lässt sich durchaus darüber streiten, was zum Progresive Rock gezählt werden darf und was nicht. Aber das Streiten mit Dogmatikern nervt und Hand aufs Herz: Der Prog gehört zu den Genres mit den konservativsten Anhängern, ausgerechnet die Musik, deren Attribut vom lateinischen progressus = Fortschritt abstammt, hat Fans, die sämtliche Neuerungen am liebsten für nichtig erklären und sich in engen Genre-Grenzen am wohlsten fühlen, gerade wenn es um die Verteidigung der Nische gegenüber dem so genannten Mainstream geht. Insofern dürfte die Aufnahme von Muse für einiges Kopfschütteln unter den True Proggern sorgen. Auch dass The Tea Party hier reingehören, wird mit Sicherheit so mancher Prog-Jünger verneinen. Dagegen dürften sowohl The Flower Kings als auch Spock’s Beard und Änglagård einhellig Zustimmung ernten, während Happy Family mit ihrem what the fuckigen Zeuhl-Sound wiederum am anderen Ende des Spektrums angesiedelt sind und all jenen ans Herz gelegt werden können, die schon immer die freakigen, andersartigen und abseitigen Momente der Schublade bevorzugten.

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Die 90er Jahre: Die besten Progressive Rock Alben des Jahrzehnts I

Nachdem Rinko sich in Hip Hop Nischen herumgetrieben hat, wird es mal wieder Zeit für etwas populärere Genres (*hüstel). Dass Progressive Rock eigentlich ziemlich out of date ist, wahrscheinlich Zeit seines Bestehens out of date war, muss wohl nicht extra betont werden. Dürfte jeder wissen. Anyway, aktuelle und auch länger andauernde Trends sollten im Kanon keine Rolle spielen, und unabhängig von seinem Low Coolness-Faktor hat der Progressive Rock (oder Prog wie die Babyblauen liebevoll sagen) in den 90ern eine Menge toller Werke zwischen selbstverliebter Frickelei und bombastischem Monumentalismus abgeworfen. So begeistert Frank Zappa mit einem epischen Live-Doppelalbum, das auch  als einsteigerfreundliches Spätwerk funktioniert, King Crimson gelingt mit Thrak das kaum erwartete Comeback und mit Anekdoten, Porcupine Tree und The Gathering schießen die Progressive Rock Bands einer neuen Generation aus dem Boden. Die großen Unbekannten in dieser Runde bilden die Schweden Landberk, die mit atmosphärischem und trippigen Folk Post-Progressive begeistern.

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Hörenswertes Juni 2012 II: Patti Smith, 2:54, dEUS, King Tuff, The Future of the Left

Fetzen muss es! Immerhin ist Sommer, Schluss mit den netten Pop-Hymnen, rein ins Leben. Naja, bevor das hier zum Manifest für den Vitalismus wird, ich bin gerade einfach auf der Suche nach Rock, nach heftigen, schrammeligen, noisigen Klängen, nach fetziger und dennoch tanzbarer, nach wilder und dennoch eingängiger Musik. Ob ich sie gefunden habe? Zumindest partiell. King Tuff rocken und poppen ordentlich durch sommerliche Garage Sounds, 2:54 revitalisieren die sphärische Schrammel-Seite des Post Punk und The Future of the Left drehen komplett am Noise-Rad. dEUS dagegen wissen noch nicht genau wohin, produzieren dabei aber wieder eines ihrer besseren Alben, und dann gibt es noch Patti Smith. Und die ist ja jetzt alt und weise und geerdet… und verdammt nochmal, vermisse ich ihr junges, ungestümes, einfach mal fetzendes Ich! Was solls! Es ist Sommer und zum Nörgeln ist der Herbst da. Also fünfmal hörenswerten Rock/Pop der Marke zum Anfassen und Genießen. Viel Spaß.

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Space Invaders in Reality

Bisher fand ich die kleinen Pixel-Monster ja eigentlich ganz putzig, aber das hat sich nun dank Tom Carruthers erledigt. Dürfte jedenfalls meinen Highscore bei nächster Gelegenheit nach oben treiben, denn wer möchte sich bitte von so einem Viech den Schädel spalten lassen ?

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Die 80er Jahre: Die besten Teenager-Filme des Jahrzehnts I

Let’s go Subgenre… Während in den 50ern Liebesfilme, Komödien und auch Tragikomödien oft als klassische Screwball-Comedies für und mit Erwachsenen inszeniert wurden, entdeckte das Kino – vor allem das Amerikanische – bereits in den 70ern die Teenager nicht nur als Zielgruppe sondern auch als Protagonisten für sich. Dies mündete schließlich in die legendäre Flut an Teenager-Filmen im Laufe der 80er Jahre, die in den 90ern wieder einigermaßen verebbte, um den Slackern und Gangstern Platz zu machen. Diese Welle der Coming-of-Age Movies ist dominiert von zahllosen schlechten Teenie-Komödien, die meistens irgendwie John Hughes nacheiferten, der mit Breakfast Club, Pretty in Pink und Ferris macht blau Maßstäbe für das Genre setzte. Aber auch das Drama entdeckte den pubertierenden Protagonisten für sich, im ersten Artikel der Retrospektive vertreten durch Francis Ford Coppolas artifiziellen Rumble Fish und den herrlich nostalgischen, im Grunde genommen eher präpubertären Stand by me. Aber auch andere Genres fanden sich im Teenager-Format wieder. Das soll in den Teilen zwei und drei noch einmal intensiver berücksichtigt werden, einen kleinen Vorgeschmack gibt es jedoch bereits an dieser Stelle mit dem familiengerechten Action/Coming-of-Age-Hybriden Karate Kid, der trotz aller kultigen Sillyness auch als empathisches Jugend-Drama zu begeistern weiß.

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