60er

1960 – 1970

Ui, den habe ich wegen meiner Auszeit übersehen. Gaspar Noé war für diesen Clip verantwortlich und hat sich von dem 68-Kurzfilm “ ”N:O:T:H:I:N:G” inspirieren lassen.

Animal Collective –  Applesauce (2013)


Regie: Gaspar Noé
Album: Centipede Hz

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Die Amis sind ja absolut verwöhnt mit großartigen Serien, man denke nur an Boardwalk-Empire oder Breaking Bad. Mein Favorit ist und bleibt aber Mad Men, dieser großartige Gesellschaftsroman der Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts und stylish ohne Limit. Aber wie würden Don Draper, Roger Sterling und Pete Campell heute arbeiten und natürlich trinken?

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Der österreichische Künstler Günter Brus gelangte vom Expressionismus beeinflusst über die informelle Malerei französischer Prägung in den 60er Jahren schließlich zur Aktionskunst, in der er sich intensiv dem eigenen Körper als Leinwand, Kunstobjekt und Kunstwerk an und für sich widmete. Genau in diesen Zeitraum fällt auch seine beeindruckende Selbstbemalung, eine ganze Serie von künstlerischen Aktionen, bei denen er sich selbst zur Leinwand machte und dieses Framing zugleich auf nahezu brutale Weise aufbrach. Es ist mehr als beeindruckend, wie Brus in seiner Körperzeichnung jede Versuchung der egomanischen, narzistischen Kunst umschifft, indem er sich weniger zum Kunstwerk stilisiert, als viel mehr den physischen und psychischen Bruch des Künstlers bei der Kunstproduktion ins Zentrum rückt, indem die Selbstbemalung zur Selbstzerstörung und zur Dekonstruktion des kunstschaffenden Ichs wird. Durch die Auflösung des Framings wird so die Fragilität der Künstlerseele und die destruktive Kraft der Kunstproduktion offenbar.

So wurde die Aktion spätestens bei ihren folgenden Ausgeburten Selbstverstümmelung, Starrkrampf, Tranfusion und Tortur zu einer Thematisierung des selbstverletzenden Verhaltens, das einer jeden Kunstschöpfung innewohnt. Der Künstler schneidet ein Stück seines eigenen Fleischs heraus, um es als Kunstwerk der Öffentlichkeit darzubieten. Diese ist um das Werk bereichert, der Künstler indes hat ein Stück von sich selbst unwiederruflich für immer verloren…

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Coda Shetterly hat Frame für Frame eine 1080P-Fassung des Zeichentrick-Klassikers Bambi meets Godzilla (1969) gebastelt, die als respektvolle Restauration ein guter Ersatz für die Low Quality Uploads des Proto-Remix-Culture Shorts auf Youtube sein dürfte. In einem ausführlichen Blogpost spendiert uns der Restaurateur zusätzlich noch ein ziemlich spannendes Making of der gelungenen Überarbeitung.  Wer den Film noch nicht kennt – Shame on you! – sollte diese kulturelle Bildungslücke spätestens jetzt schnellstens füllen.

Bambi meets Godzilla Restoration via BoingBoing

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Evil Dead [Fede Alvarez]

Soso, ein Evil Dead Remake also. Im Gegensatz zu manch anderem Fan des Kult-Horrorflicks von 1981 kann ich für das Remake allerdings nicht so große Euphorie entwickeln. Klar, das sieht schon schick aus: Düstere Bilder, nette Jumpscares, offensichtlich ziemlich viel Splatter und Gore… halt so ein klassischer postmoderner Horrorschinken des neuen Jahrtausends. Trotz der berühmten Trademarks – Kettensäge, Falltür-Gefängnis, Baumvergewaltigung – hat das ästhetisch aber so gut wie nichts mit dem Original gemein. Es fehlt einfach diese dreckige, ätzende, schwarzhumorige gritty Note, die Sam Raimis Meisterwerk auszeichnet. Und Ash fehlt natürlich auch. Also versuche ich das ganze nicht als Erfüllung meiner feuchten Nerd-Horrorträume zu betrachten, und dann kann es sich tatsächlich durchaus sehen lassen. Wird bestimmt ein netter Horrorflick, der einen ungemütlichen Kinoabend ordentlich versüßen kann. Nichts für die Ewigkeit, nichts Notwendiges und nichts um den Nerd in mir zu befriedigen. Aber offensichtlich immerhin anständige Horror-Unterhaltung.

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Tragisch, komisch, berührend… auch immer wieder groß.

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The future is now!

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Wenn Animal Collective ihr neues Album als Stream veröffentlichen muss man natürlich seinen Urlaub unterbrechen und gespannt auf ein mögliches Album des Jahres hoffen.

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Bildung durch Comics

Zeittaucher Christian Jung über die Frage, ob es didaktisch sinnvoll ist, historische Bildung über Comics zu vermitteln: “Comics können Bildung vermitteln. Jugendliche sind danach gebildeter. Auch ältere Menschen haben nach der Lektüre mehr Ahnung über Geschichte.”

Ein Meister des Fragments

Das Werk des Filmemachers Chris Marker ist riesig und hat andere Künstler inspiriert, die wir er wissen wollen, was es mit Blicken auf sich hat. 91 Jahre alt, ist Marker nun in Paris gestorben.

Immer wieder sehenswert, Markers fotografisches Meisterwerk La Jetée:

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The Top 50 Films of all Time

Wieder einmal haben fast 1000 Filmkritiker, Cineasten und Künstler gewählt, und wieder einmal ist das Ergebnis natürlich nicht im Geringsten anfechtbar. Überraschung 2012: Citizen Kane wurde von Platz eins verdrängt. Noch überraschender: Diesen Platz nimmt nun Hitchcocks zur Zeit seiner Veröffentlichung viel geschmähter Vertigo ein.

The Philosophy of Batman, Schopenhauer Edition 2 (englisch)

Ja, schrecklich diese Leute, die in Nolans The Dark Knight Rises unbedingt mehr sehen wollen als gut gemachte salzige Popcorn-Unterhaltung. Der Rundumschlag durch Schopenhauers Pessimismus in Verbindung mit dem dunklen Ritter ist dennoch lesenswert. Ebenso Teil 1, der sich mit dem Vorgänger The Dark Knight auseinandersetzt.

Hans Zimmer und das Ende der Filmmusik

Seine Beliebtheit gibt ihm Recht. Hans Zimmer und Personal prägen die Filmmusik des heutigen Mainstreamkinos. Mit systematischer Primitivität und ohrenbetäubendem Lärm versetzten sie einer großen Kunst den Todesstoß.

Das ist übrigens ein Penis

Es gibt tatsächlich eine ziemlich große Diskrepanz zwischen der Darstellung männlicher und weiblicher Nacktheit in Kunst und Medien. Elisabeth Raeter hat sich für die Zeit diese Diskrepanz genauer angeschaut. Ebenfalls dazu lesenswert, das Replik von Vicky Amesti (Les petits Plaisirs): Penis, Nacktheit, Porno.

Cinemaware Spielklassiker (Kostenloser Download)

Die Game-Schmiede Cinemaware hat sich vor allem in den 80ern mit den Umsetzungen diverser Filme – primär für den Amiga – einen Namen gemacht. Auf ihrer aktuellen Homepage bieten sie einige dieser Klassiker zum kostenlosen Download an. Am bekanntesten dürfte wohl das Strategiespiel Defender of the Crown (1986) sein, und das sit auch heute noch ohne wenn und aber spielenswert.

Tequila Zombies 2 (Browsergame)

Perfekt, um von der Plants vs. Zombies Sucht loszukommen, von der ich derzeit befallen bin: Eine coole, in Form von Comicstrips erzählte, Backstory, eine apokalyptische Welt, die von Zombies überrannt wird, ein Überlebender und eine Überlebende… und die Suche nach gutem Tequila. Das ganze spielt sich als launiges Actiongame ziemlich flott, macht verdammt viel Spaß und ist ein ordentlicher Action-, Splatterhappen für zwischendurch.

Das Internetphantom – oder: Für eine digitale Denkmalpflege

Was wir brauchen, damit das Internet nicht noch einmal von unseren Historikern als “Phantom” diskutiert wird, ist eine “digitale Denkmalpflege”. Zeitungen und Zeitschriften werden sorgfältig in denStaats- und Landesbibliotheken gesammelt und archiviert. Aber schon,wenn es um die Alltagskultur im Fernsehen – geschweige denn im Internet geht – wird die Quellensuche sehr schwierig.

Gema & Youtube Talk (6 Videos)

Schon zwei Wochen alt, aber auf jedenfall hörens- und sehenswert. Klaus Kauker – von dem btw. großartige Songanalysen und Musik-Grundkurse auf youtube veröffentlicht werden – spricht mit Peter Hempel von der GEMA über Urheberrechte, den Google-Streit und den ganzen Rest. Ergänzend dazu, die ebenfalls etwas ältere Gesprächsrunde der Piraten mit der GEMA (120 Minuten).

Letztes Jahr auf Seite360:

Ich machs mal wieder rough: Hörenswertes von Casper, Little Dragon,The Cool Kids  sowie Boris, John Tejada, Jakko Jakszyk, Robert Fripp & Mel Collins (A King Crimson ProjeKct) - Die großen Actionstars der 80er und 90er Jahre (und was von ihnen übrig ist) –  Filmrollen von Alfred Hitchcocks “The White Shadow” gefunden … uuuuund Freude schöner Götterfunken: 9Live gibt auf und stellt den Sendebetrieb ein.

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It`s so simple.

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Fetzen muss es! Immerhin ist Sommer, Schluss mit den netten Pop-Hymnen, rein ins Leben. Naja, bevor das hier zum Manifest für den Vitalismus wird, ich bin gerade einfach auf der Suche nach Rock, nach heftigen, schrammeligen, noisigen Klängen, nach fetziger und dennoch tanzbarer, nach wilder und dennoch eingängiger Musik. Ob ich sie gefunden habe? Zumindest partiell. King Tuff rocken und poppen ordentlich durch sommerliche Garage Sounds, 2:54 revitalisieren die sphärische Schrammel-Seite des Post Punk und The Future of the Left drehen komplett am Noise-Rad. dEUS dagegen wissen noch nicht genau wohin, produzieren dabei aber wieder eines ihrer besseren Alben, und dann gibt es noch Patti Smith. Und die ist ja jetzt alt und weise und geerdet… und verdammt nochmal, vermisse ich ihr junges, ungestümes, einfach mal fetzendes Ich! Was solls! Es ist Sommer und zum Nörgeln ist der Herbst da. Also fünfmal hörenswerten Rock/Pop der Marke zum Anfassen und Genießen. Viel Spaß.

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Einmal greifen wir noch in die Vollen des romantischen Kinos und einmal noch werfen wir dabei auch einen Blick weit über den großen Teich, direkt hinein in die Erzeugnisse der amerikanischen Traumfabrik. Es gab in Hollywood mit Sicherheit bessere Jahrzehnte für Liebesfilme als die 80er Jahre… und doch stammen aus der Zeit so manche zeitlose Klassiker, die auch heute noch die Rezeption wert sind. Ein Offizier und Gentleman ist einer davon, ebenso das große Afrika-Epos Jenseits von Afrika. Auch Die fabelhaften Baker Boys stehen für perfekte amerikanische Filmunterhaltung. Ein wenig europäischer wird es mit der äußerst gelungenen Kundera-Verfilmung Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins und mit dem wundervollen Teenie-Drama Pauline am Strand kommen wir schließlich doch wieder beim herausragenden französischen Kino der 80er Jahre an. And last but not least: Ein schwungvolles, berührendes literarisches Gesellschafts- und Liebesporträt made in Britain in der vorzüglichen Literaturverfilmung Zimmer mit Aussicht. Liebe und Romantik im Zeichen der 80er Jahre, die letzte. Nach dem Klick.

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Mal wieder ein etwas älteres Video aus den End-00er. Die Jungs von Grizzly Bear erfahren in dem Video zu Two Weeks eine ganz besondere Art der Erleuchtung und stehen am Schluss in Flammen.

Der Song selber beinhaltet Backing Vocals von Beach House Sängerin Victoria Legrand und das ein Warp-Act ein halbwegs normales Video herausbringt erleben wir wohl zum Glück nicht mehr. tl; dr wayne usw.

Grizzly Bear -  Two Weeks (2009)

Regie: Patrick Daughters

Album: Veckatimest

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Einer meiner schönsten Konzertmomente der letzten Jahre: Die verspulte Musik von Beach House im Sommer im Bühnen-Halbnebel zu erleben und dabei selber ordentlich benebelt zu sein. So geschehen auf dem Haldern und das neue Album geht konsequent den Weg zum cineastischen Epos weiter. So melancholisch wie eine französische Komödie der 60er war schon der Vorgänger Teenage Dream und Bloom wirkt noch epischer. Der Sommer ist rein musikalisch endgültig angekommen!

Stream bei NPR

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