Schlagwort-Archiv: 3D

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Spider-Mans neuer Kumpel: Bathroom Boarder

Animationskünstler Russell Etheridge hat wieder mal was kurzweiliges ge-… äääh -ollied! Videoportal Vine zeigt ja schon seit einigen Jahren, dass kleine Geschichten nicht nur super funktionieren, sondern dieselben sich auch an der zusammengeschrumpften Aufmerksamkeitsspanne anschmiegen. Vielleicht ist das aber auch eine Huhn-oder-Ei-Frage.

via Seitvertreib

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Und dann waren da noch die Kunstwerke für blinde und sehbehinderte Menschen im Prado-Museum

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Erst mal mit einem Axiom starten: Konsequenter kultureller Fortschritt ist ohne Inklusion nicht machbar. Wenn wir wirklich das kulturelle Potential der Menschheit voll entfalten wollen, setzt dies zwingend voraus, dass wir allen Menschen den Zugang zu Kulturgütern ermöglichen, unabhängig von körperlichen oder sozialen Dispositionen.

Unter dem Titel Touching the Prado hat das Museo del Prado in Madrid als erstes klassisches, großes Museum eine Ausstellung am Start, in der blinde und sehbehinderte Menschen ursprünglich flache Bilder haptisch erleben können. Zur Erstellung der dreidimensionalen Reproduktionen traditioneller Gemälde – wie der Mona Lisa – wurde ein ziemlich komplexes Verfahren angewandt: Unter Zuhilfenahme von ultraviolettem Licht wurden die Texturen der Originale analysiert und anschließend mit einer speziellen Tinte im 3D-Druckverfahren in mehreren Layern den neuen Werken hinzugefügt. Das Ergebnis sind plastische, für Sehbehinderte zum ersten Mal voll, für Nicht-Sehbehinderte auf vollkommen neue Weise erlebbare Klassiker der Bildenden Künste.

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Bereits das Louvre und das MoMA hatten in der Vergangenheit mit verschiedenen Möglichkeiten experimentiert, blinden Menschen Ausstellungsstücke greifbar zu machen. Aber so weit wie das Prado Museum ist bis dato noch keine Kunstausstellung gegangen. Das Ergebnis ist nichts anderes als eine Braille-Schrift für die schönste Sprache der Welt…

At Museo del Prado, Blind Visitors Can Touch Masterpieces via Open Culture

Die Mona Lisa, Prototyp eines stereoskopischen 3D-Gemäldes?

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2012 haben Wissenschaftler im Museo del Prado in Madrid hinter einer scheinbar leeren schwarzen Fläche eine fast exakte Kopie von Leonardo Da Vincis Mona Lisa entdeckt, bei der noch nicht ganz klar ist, ob sie dem großen Meister selbst oder einem seiner Schüler zugeschrieben werden kann. Viel spannender als dieser Fund ist allerdings was andere Wissenschaftler daraus gemacht haben: Forscher von der Universität Bamberg haben nämlich entdeckt, dass die horizontale Differenz zwischen “Original” und “Kopie” ziemlich exakt 69mm beträgt, was wiederum ziemlich genau der durchschnittlichen horizontalen Distanz zwischen den beiden menschlichen Augen entspricht. Sprich, die beiden Bilder zusammen ergäben das, was Avatar niemals sein konnte, ein perfektes stereoskopisches Kunstwerk. Die Mona Lisa, ein frühes Exempel von 3D-Kunst… Whoaah!

Turns out, the real “Mona Lisa,” or “La Gioconda,” and the Prado cousin were painted from slightly different perspectives. Carbon and Vera Hesslinger of Germany’s University of Mainz figured out this perspective shift by looking at so-called trajectories, or the paths from a distinctive point on the source, such as the tip of Mona Lisa’s nose, to a target, or the observer’s (or painter’s) eyes. The scientists also asked people to estimate the perspective of the “Mona Lisa” sitter, something Carbon called a psychological assessment of the perspective.


Did da Vinci Create a 3-D ‘Mona Lisa’? (Discovery News) via Boing Boing

(S)NES Games als 3D Diorama

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Ich bin leider der weltschlechteste Bastler, falls sich aber mal jemand an die 30 h Arbeit machen und die Welt um Mario mal plastisch darstellen möchte, auf seiner Facebook-Seite gibt es nette Bastelanleitung von dem positiv Verrückten Wuppes aus Luxembourg.

Hier noch ein paar Bilder seines bisherigen Oeuvres:

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This is not CGI… It’s Stop-Motion of a 3D-Print

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…So schlicht und doch so beeindruckend: Die Designer von DBLG haben Bewegungsabläufe eines zuvor am Computer animierten Eisbären mittels 3D-Printer ausgedruckt und aus den einzelnen Bewegungen einen traditionellen Stop-Motion-Short gebastelt, der verblüffend nach CGI aussieht. Nachdem die Computeranimation sich also sichtlich bemühte, das Uncanny Valley zu überwinden und damit dem traditionellen Trickfilm nacheiferte, durfte sie nun Vorlage sein für einen traditionellen Trickfilm, der wiederum alles tut, um so auszusehen wie sein digitaler Konterpart. Bring your own Meta Level…

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via Cartoonbrew

High Frame Rate – Gimmick oder Zukunft der Bildtechnik?

Vor drei Jahren habe ich hier zwei Artikel veröffentlicht, in denen ich mich mit der 3D-Technik auseinandergesetzt habe, die Dank Avatar damals einen enormen Popularitätsschub erlebte. So wie James Camerons Science Fiction Blockbuster quasi die Geburtsstunde einer New Wave of 3D-Cinema war, könnte nun auch Der Hobbit von Peter Jackson die Geburtsstunde einer vollkommen neuen Bildtechnik sein. High Frame Rate ist das Zauberwort: 48 Bilder pro Sekunde, doppelt so viele wie im gewohnten Kino. Die Verfechter dieser Technik versprechen fantastische, so niemals gesehene Bilder, eine enorme Verbesserung der 3D-Technik und mit beidem verbunden eine Immersion, die sich deutlich von allen vorherigen cineastischen Erlebnissen abhebt. Die Kritiker und Skeptiker lästern über Soap- und Theaterfeeling, machen Witze über Benny-Hill-Effekte und sehen in der neuen Technik, ähnlich wie zuvor beim 3D, nichts weiter als ein überflüssiges Gimmick, das zudem der Immersion eher abträglich ist. Nachdem meine Eindrücke vom Hobbit (Kritik folgt) und der neuen Technik noch ziemlich frisch sind, bietet es sich doch an, das ganze HFR-Ding genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich versuche dabei thesenartig vorzugehen, allein schon weil sich ein wirklich endgültiges Urteil wegen der Frische des Prinzips verbietet. Dabei will ich sowohl auf die Technik als solche, als auch deren Wirkung auf die Zuschauer und nicht zuletzt auch auf deren Potential und Zukunft eingehen. Wie immer natürlich absolut objektiv, dabei höchst subjektiv gefärbt und komplett unvoreingenommen voreingenommen…

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3D-Notizblockzeichnungen von Nagai Hideyuki

Ich schiebe der Super-Mario-Street-Art mal gleich noch weitere beeindruckende 3D-Kunstwerke hinterher. In diesem Fall von dem japanischen Künstler Nagai Hideyuki (der erschreckend junge 21 Jahre alt ist), in diesem Fall angefertigt auf Notizblöcken. So skizziert und rough Bilder auch mögen müssen, die Fotos sowie das Entstehungs-Video nach dem Klick beweisen, dass da verdammt viel Arbeit dahinter steckt.

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Dreidimensionale Zeichnungen von Robin Kosnas

In seiner Reihe Cloud of Lines versucht sich der Budapester Künstler Robin Kosnas an der Verschmelzung von zweidimensionaler und dreidimensionaler Kunst, von Malerei und Plastik sowie Digitalem und Analogen. Dass die Ergebnisse beeindruckend sind, lässt sich wohl bereits am oberen Bild (Nip in the bud) zweilsohne erkennen, aber auch der Schöpfungsprozess an und für sich ist bereits faszinierend:

Kosnas zeichnet sämtliche feine Linien, die schließlich die menschlichen Körper bilden, per Hand. Mittels Motion Tracking wird dieses Free Hand Drawing digitalisiert und anschließend wiederum mittels Laser in Glas gebrannt. Traditionelle künstlerische Handarbeit geht den Weg über ein digitales Medium, um schließlich dreidimensional in ein haptisches Medium wieder eingeschrieben zu werden… Vielleicht wirken gerade deswegen die entstandenen menschlichen Körper so organisch und zugleich so fremd, irgendwie distanziert und dennoch ganz nah am Menschen. Bei My Modern Met erzählt Kosnas in einem kurzen Interview mehr zu seinen Inspirationen und dem Schöpfungsprozess. Lesenswert.

My constant inspiration is the hectic, crazy world we live in. And of course the subtle beauty that is hidden and waits to be discovered. The concept behind “Nip in the Bud” revolves around the ruthless nature of consumerism. The fetus in the womb is being consumed by us: the consumers of present day. Even if unintentionally, but we do destroy our future with the harum scarum behavior of our societies.

Cloud of Lines by Robin Kosnas

Fragmentierter Humanoider Surrealismus

Einem von humanoiden Formen bevölkerten Gruselkabinett entsprungen scheinen die surrealen virtuellen Installationen des Künstlers Adam Martinakis. Aus fragmentierten, ineinander fließenden und versprengten Körpern, aus Raum und Vision entstehen beängstigende Installationen, die menschliche Körperlichkeit ebenso reflektieren wie Geist, Maschine und die alles verschlingende Kraft des metaphysischen und öffentlichen Raums. Großartige Kunst zwischen postmoderner Verzweiflung und nerdiger Horrorspielerei. Weitere Installationen gibt es bei Behance zu sehen. Einige meiner Favoriten folgen nach dem Klick.

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Animated Short der Woche: Plato

Irgendwie schon ein bisschen schade, dass unsere cineastischen Weekly-Rubriken derzeit so unschön brach liegen… daher gibt es heute das volle Short-Programm… Naja, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich meinen RSS-Reader ein wenig säubern will und bei den labeled News noch ne Menge Shorts rumzuliegen habe. Los gehts mit dem mehrfach ausgezeichneten Plato von Léonard Cohen (der nichts mit dem Suzanne-Sänger zu schaffen hat): Ein postmoderner, wunderbar selbstreferenzieller Zeichentrick-Trip zwischen zwei und drei Dimensionen:

Falling up, tumbling sideways, profound flatness and zigzagging lines. Hey, man! Where’s your cube? Welcome to Plato, somewhere between anamorphosis of reality and severity of imagination.

Techniques utilisées : Animation traditionnelle papier et volume
Logiciels : Final Cut, After Effect
Réalisation, scénario, graphisme et montage : Léonard Cohen
Musique : Romain Blanc-Tailleur, Pierre Bertaud du Chazaud, Mikaël Charry
Bruitages, Mixage : Quentin Romanet
Production : EnsAD/La Ménagerie/XBO films

via Seitvertreib

Coming Soon: Neuer Metallica-Film (in 3D)

Die Gerüchte sind schon etwas älter und jetzt (endlich?) von der Band bestätigt worden: Metallica arbeiten an einem weiteren Kinofilm, der 2013 in den Lichtspielhäusern dieser Welt anlaufen soll. Der Nachfolger zum – tatsächlich ziemlich großartigen – Some Kind of Monster (2004) soll komplett in 3D präsentiert werden und während ich den Jungs nach Lulu so ziemlich alles zutraue, rechne ich mit zwei potentiellen Möglichkeiten:

1. Unter dem Arbeitstitel “Some Kind of Music” soll die Entstehung des Albums Lulu dokumentiert werden. Die Kamera folgt der Band bei der Entführung Lou Reeds, wohnt den gemeinsamen Drogenexzessen bei und dokumentiert die Nervenzusammenbrüche der Produzenten des Albums. Dem automatisierten Shredder, in den die einzelnen aufgenommenen Tonspuren zur Generierung des Gesamt-Sounds geworfen wurden, wird besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet.

2. Lulu wird verfilmt: Metallica tuen sich mit David Lynch, Terry Gilliam und James Cameron zusammen und drehen mit diesen drei ein dreistündiges Epos. James Hetfield wird auf jeden Fall den Tisch spielen, der mittels aufwendiger CGI in jeder Szene präsent ist. Die Verfilmung des Wedekind-Klassikers als surreales Musical mit den Loutellica-Stücken wird zwischen Trash, Avantgarde und Blockbuster pendeln und am Ende fünf Oscars sowie sechs goldene Himbeeren gewinnen.

Happy New Year!!! As you know, we generally make it a policy not to comment on gossip or rumors, but we also pride ourselves on being first with ‘Tallica news. So, with that said, the more astute of you may have noticed a couple of mentions in trade publications, and most recently in the new issue of Rolling Stone, that a Metallica 3D movie is in the works. We’re here to tell you that, yes, there is indeed a 3D project in the very early stages of production! We wish we could tell you more right now, but we don’t have all the finer points nailed down just yet. What we can tell you is that we are planning on being in a theatre near you sometime in 2013 and as you hear us say ever so often, this will be the space for all the details as we finalize them.

Welcome to 2012… we’re pretty psyched about the year ahead!

News via Metal Hammer