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Ohrwurm: Serge Gainsbourg & Brigitte Bardot – Bonnie & Clyde

In meinen Träumen bin ich manchmal in den 60ern und genau so lässig-düster wie Serge Gainsbourg, immer noch der bedeutendste Künstler den Frankreich je hervor gebracht hat und singe ein Duett mit einer lasziven Blondine, die keine 6 Euro Shirts von Primark über ihren Schwabbelbauch zieht sondern einen eleganten Fummel. Ok, das ist kein Traum sondern das Video zu Bonnie & Clyde und bringt mir gerade französische Sommerbrise in meine Duisburger Wohnung.

Musikvideo der Woche: Animal Collective – Applesauce

Ui, den habe ich wegen meiner Auszeit übersehen. Gaspar Noé war für diesen Clip verantwortlich und hat sich von dem 68-Kurzfilm ” “N:O:T:H:I:N:G” inspirieren lassen.

Animal Collective –  Applesauce (2013)


Regie: Gaspar Noé
Album: Centipede Hz

Animated Short der Woche: Storytime

Heute wühlen wir mal wieder ganz tief in der Kurzfilmkiste und graben einen Kurzfilm von Terry Gilliam ( 12 Monkeys, Fear And Loathing In Las Vegas) von 1968 heraus.  In dem mal wieder typisch skurrilen Short ist zu sehen, wie der Ex-Monty Python Gilliam seine Karriere als  Cartoon Zeichner begann.

Storytime ( UK, 1968)

Regie: Terry Gilliam

Laufzeit: 8 Minuten

When You`re Strange – Eine weitere Doku über The Doors feat. Johnny Depp

Mal wieder eine weiterer Film über die Doors und den Mythos Jim Morrison, der in den späten 60ern den Prototyp des Rockstars mit seiner Mischung aus Genie, Wahnsinn und Egomanie verband, in den prüden Siebziger auch zur Symbolfigur als  Gegenkultur zum Establishment gefeiert wurde und erst gegen einen autoritären Vater und später gegen sämtliche Autoritäten, vor allem übermütige Polizeibeamte auflehnte.

Diese Zusammenfassung kann wohl mittlerweile jeder runterbeten, der auch nur eine Dokumentation über den Sommer of Love und den späteren Wandel zur Protestkultur der 68er angesehen hat, von denen es gefühlte 100 im Jahr gibt. Leider hat auch diese Dokumentation keine neuen Erkenntnisse auf Lager sondern ist eine Collage aus sattsam bekannten Fotos, Konzertfilm und einem monoton aus dem Off brummenden Johnny Depp, der hier mal wieder den unterdrückten Rocker in sich raus lässt und dessen Leben bis auf einen frühen Drogentod fast analog zu Morrisons Drogen –  und Musikkarriere verläuft, nur das Depp irgendwann seinen Dämonen entkommen konnte und mittlerweile wohl dieses etablierte Leben in Paris führt, welches der von Depression, Sinnsuche und Stimmungsschwankungen geplagte Morrison nicht mehr erleben konnte. Weiterlesen