Dutch Delight – Niederländische Gemälde animiert

Um ehrlich zu sein, ich habe schon schönere/poetischere/kreativere Animationen klassischer Gemälde gesehen. Diese Form der Remake-Kunst ist aber noch so frisch und allein von ihrer Idee her schon absolut, exakt, genau mein Fall, dass ich auch auf diese animierten Reinterpretationen berühmter Gemälde aus dem Rijksmuseum Amsterdam gerne verlinke.

Direktlink via Faith is Tornment

The British Library veröffentlicht Tonnen von Bildern auf Flickr

Über 65.000 Bücher vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Über eine Million Scans, alle urheberrechtsfrei: Fotografien, Buchillustrationen, Grafiken… die gerade auf Flickr veröffentlichten Scans der British Library haben durchaus das Zeug zu einer der größten Bilder-Fundgruben im Internet zu werden, zumal offensichtlich zusätzlich geplant ist, eine Oberfläche zu veröffentlichen, auf der User die Bilder kommentieren und ihren Inhalt beschreiben können. Ein großartiges Geschenk für das Internet und zudem ein weiterer wichtiger Schritt, um dieses zu einem gigantischen Archiv der menschlichen Kultur werden zu lassen:

We have released over a million images onto Flickr Commons for anyone to use, remix and repurpose. These images were taken from the pages of 17th, 18th and 19th century books digitised by Microsoft who then generously gifted the scanned images to us, allowing us to release them back into the Public Domain.

A Million First Steps + The British Library Flickr via Creative Review

Dramatik des 18. und 19. Jahrhunderts: Übersicht, Thesen und Probleme

So… geschafft. Der letzte Artikel zu meiner etwas ausgeuferten Prüfungsvorbereitung. Der chronologische, analystische und interpretatorische Überblick ist selbstverständlich primär die Grundlage für das eigene Prüfungsgespräch. Ich weiß, dass ich in meinen Texten Lücken gelassen habe: Ich hätte auf das ein oder andere Drama, den ein oder anderen Autoren dezidierter eingehen können, ich hätte komplett andere Werke wählen können und wäre damit womöglich zu einer komplett anderen Literaturgeschichtsschreibung gekommen. Die Literaturgeschichte trägt per se in sich schon den Hauch der Willkür: Was wir als wichtig erachten, was kommende Generationen als wichtig erachten, was früher Einzug in den Kanon gefunden hat, was heute kanonisiert ist… all das scheint zumindest bis zu einem gewissen Maße arbiträr.  Aber genau an jenem Punkt möchte ich in der mündlichen Prüfung auch mit meinen Thesen ansetzen, die einerseits begründen, warum ich ausgerechnet auf Lessing, Schiller etc. eingehe, andererseits genau aber jene Konzentration problematisieren soll und damit auch durchaus Fragen zum literaturwissenschaftlichen Feld generell stellt. Im Folgenden also ein kurzer Überblick über die hier veröffentlichten Artikel, dann die Thesen inklusive kurzen Erläuterungen und zum Abschluss schließlich noch einige Literaturempfehlungen sowohl im Bezug auf Quellen als auch Sekundärliteratur. Rock on, Science!

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Dramatik des 18. und 19. Jahrhunderts: Heinrich von Kleist der Grenzgänger

Wenn wir uns Heinrich von Kleist (1777 – 1811) zuwenden, kommen wir um zwei wichtige Eigenschaften nicht herum, die ihn als klaren Grenzgänger zwischen den Epochen charakterisieren. Offensichtlich ist zum einen, dass Kleists Veröffentlichungen allesamt nach der Jahrhundertwende stattfanden. Sowohl seine Dramen als auch prosaische Werke entstanden nach dem Jahrhundertwechsel, fast alle wurden in einem engen Zeitraum zwischen 1805 und dem Jahr 1811 kurz vor seinem Selbstmord veröffentlicht. Gleichsam starb Kleist aber vor der großen Niederlage Napoleons, vor dem Wiener Kongress und damit auch vor dem Beginn der Restauration und Biedermeier-Zeit, die gemeinhin als Beginn des 19. Jahrhunderts markiert werden. Als zweites fällt auf, dass sich Kleist nicht so richtig einordnen lässt: Zeitlich fällt er irgendwie in die klassisch/romantische Epoche, bei der die Klassik einerseits als Abschluss des 18. Jahrhunderts gelesen werden kann, während die Romantik andererseits bereits den Beginn des 19. Jahrhunderts trägt. Kleists Dramen weisen zwar durchaus eine Nähe zu den Dramen Goethes und Schillers auf, scheinen aber zugleich über diese hinauszugehen, mitnichten den optimistischen Universalismus der Klassik zu tragen. Ich schlage daher vor Kleist nicht nur als epochalen Grenzgänger zu betrachten sondern ebenso als dezidierten Anti-Klassiker, der gerade in seiner Dramatik bereits Motive und Topoi der literarischen Moderne antizipiert.

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Dramatik des 18. und 19. Jahrhunderts: Heinrich von Kleist – Ein Gewitter-Leben

Der Kleist-Text ist im Prinzip fertig und muss nur noch korrigiert werden. Bis dahin empfehle ich den großartigen dctp.tv-Beitrag: Ein Gewitter-Leben mit Jens Bisky.

Dramatik des 18. und 19. Jahrhunderts: Die Weimarer Klassik als Epochenübergang?

Bereits in meinem Text zum Sturm und Drang habe ich von der grundsätzlichen Schwierigkeit einer epochalen Kategorisierung und Eingrenzung gesprochen. Die Diversifizität dieser Generation zwingt geradezu die Kategorie selbst als solche in Frage zu stellen, nicht zuletzt auch, weil wir von einem relativ engen Zeitraum und einer überschaubaren Anzahl an Autoren reden. Mit der Weimarer Klassik wird es nicht einfacher. Wie beim Sturm und Drang geht es schon mit der zeitlichen Einordnung los: Wo anfangen? Bei der beginnenden Arbeit Goethes in Weimar 1775? Bei seiner Italienreise 1786 – 1788 und der damit verbundenen Fertigstellung der Iphigenie auf Tauris? Bei dem Zusammentreffen Schillers mit Goethe ab dem Jahre 1794? Ähnliche Frage, selbes Problem: Wo aufhören? Knallhart mit dem Jahrhundertwechsel? Mit dem Tod Schillers 1805? Mit dem Tod Goethes 1832? Ebenfalls problematisch, dass sich die Weimarer Klassik qua Definition vor allem aus der gemeinsamen Arbeit Goethes und Schillers speist. Aber eine Epoche aus gerade einmal zwei Akteuren konstruieren? Ganz zu schweigen davon, dass zeitgleich immer noch Sturm und Drang ähnliche Werke veröffentlicht wurden, bürgerliche Dramen der Aufklärung und die Romantik bereits im Entstehen begriffen ist. Trotz dieser Vorbehalte, die sich auch aus der geradezu dreisten Instrumentalisierung der Klassik im 19. und 20. Jahrhundert ergeben, schlage ich eine genauere Betrachtung der Klassik als Epochenübergang vom Zeitalter der Aufklärung zum – großteils konservativen – 19. Jahrhundert vor, weniger als klar eingegrenztes Normativ, als viel mehr ein literarisches Exempel an Aufklärungsdialektik und Wandel hin zum klassisch/romantischen Zeitalter… vielleicht auch als großer Endpunkt der Dramatik des 18. Jahrhunderts, da diese Gattung in den folgenden Jahren – trotz theoretischer Emporhebung zur größten aller literarischen Künste – praktisch sträflich vernachlässigt wurde.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Friedrich Schiller

Warum? Ja warum eigentlich bekommt Friedrich Schiller (1759 – 1805) an dieser Stelle einen eigenen Artikel spendiert? Bei Lessing macht das Ganze noch Sinn, sticht er mit seinen revolutionären Neuerungen wie der Etablierung des bürgerlichen Trauerspiels im deutschsprachigen Raum durch Miss Sara Sampson oder der Konfrontation der bürgerlichen Welt mit dem höfischen Laster in Emilia Galotti aus den Dramaturgen seiner Zeit heraus. Aber Schiller? Klar, der Kanon und so, aber Goethe wurde hier auch nur barsch im Sturm und Drang eingeordnet. Der Grund für die Sonderstellung Schillers ist ein anderer: Schiller ist im Grunde genommen ein zu spät Gekommener. Sein eigentliches Erstlingwerk, Die Räuber (1781), ein Sturm und Drang Drama schreibt er, als der Sturm und Drang längst vorbei ist. Mit Kabale und Liebe (1783) schreibt er ein Bürgerliches Trauerspiel, als diese Gattung längst in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, und mit seiner Annäherung an Goethe in den 90er Jahren generiert er zwar etwas, was gemeinhin als Weimarer Klassik bezeichnet wird, greift dabei aber auch auf Topoi, Stilistiken und Motive zurück, die Goethe vor ihm bereits etablierte. Schiller als bloßen Epigonen abzutun, würde diesem großen Künstler aber ein gewaltiges Unrecht antun: Schiller ist nicht einfach ein zu spät Kommer, er ist ein Abschließer: Seine Räuber setzen einen Schlusspunkt unter die Zeit des Sturm und Drang, sein Kabale und Liebe rechnet mit dem bürgerlichen Trauerspiel ab, sein Don Carlos (1788) problematisiert das historische Drama… und alle diese Stücke sind so viel wertvoller als viele seiner Quellen und Inspirationen. Leidenschaft, Vernunft, Krisen… in Schillers Dramatik kulminieren die Topoi eines ganzen Jahrhunderts, bis dieses schließlich von ihm in Zusammenarbeit mit Goethe endgültig abgeschlossen wird.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Empfindsamkeit, Subjektivismus, Sturm & Drang und die Geniezeit

Spätestens jetzt, wenn wir zu den Empfindsamen, den Stürmern, den Drängern und den Verfechtern eines radikal autonomen Subjekts kommen, wird es ganz schön schwer, die Strukturierung der Epoche einigermaßen aufrecht zu halten. Das beginnt schon mit der Kategorisierung: Sturm und Drang? Geniezeit? Genieepoche? Subjektivismus? Anything Else? Das geht weiter mit der Datierung dieser Epoche: Wo setzen wir an? Bei der empfindsamen Literatur eines Klopstock? Bei den Irrationalisten? Bei der Philosophie und Ästhetik Herders? Oder greifen wir ganz weit zurück und finden den Appell an die Leidenschaften und die Ablehnung des Gottsched’schen Formbegriffs schon bei Nicolai und Mendelssohn (exemplarisch im Briefwechsel über das Trauerspiel mit Lessing)? Nicht minder kompliziert wird es, wenn wir uns die Gleichzeitigkeit der Ereignisse anschauen: Der Beginn des Sturm und Drang wird gerne auf Goethes Reise nach Straßburg im Jahre 1770 datiert, gerne auch ein bisschen vorgegriffen auf die Jahre 1767 oder 1768. In dieser Zeit etablierte sich gerade das Hamburger Nationaltheater, das voll und ganz dem Sinne der bürgerlichen Dramatik und des bürgerlichen Lust- und Trauerspiels diente. Lessing veröffentlichte Emilia Galotti 1772, seinen Nathan gar 1779 als der eigentliche Sturm und Drang schon fast am Ausklingen war. Ferner veröffnetlichten die Stürmer und Dränger auch bürgerliche Trauerspiele, der Spät-Stürmer Schiller zum Beispiel Kabale und Liebe (1784), Lenz den Hofmeister und die Soldaten. Im Folgenden will ich versuchen diesem Kuddelmuddel ein wenig Herr zu werden. Über Schiller (der einen eigenen Text spendiert bekommt) will ich mich dann zur Klassik und zum Ende des Jahrhunderts vorwurschteln.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Gotthold Ephraim Lessing II

Als Dramaturg und Berater des Hamburger Nationaltheater begleitete Lessing von 1767 bis 1769 die dort aufgeführten Stücke kritisch kommentierend und ironisch reflektierend. Das dabei entstandene Werk, die Hamburgische Dramaturgie (1767 – 1769) ist ganz ähnlich wie die Reflexion des Trauerspiels im Briefwechsel mit Nicolai und Mendelssohn kein geschlossenes theoretisches Werk. Stattdessen vermischen sich Literaturkritik mit Aufführungskritik mit allgemeinen Beobachtungen und theoretischen Überlegungen zum Drama und Theater. Gerade durch diese offene Form sind die zahllosen Aufsätze jedoch eine stilprägende Innovation der Theaterkritik überhaupt, wenn man so will eine frühe Form des Feuilleton, die Lessing sprachlich und inhaltlich auf dem Höhepunkt seines kritischen Schaffens zeigt.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781)

Für die deutsche Dramatik des 18. Jahrhunderts nimmt Gotthold Ephraim Lessing gleich in zweierlei Hinsicht eine exponierte Stellung ein. Anhand seiner dramatischen Theorie sowie zweier exemplarischer Werke sorgt er an zwei markanten Schwellenjahrzehnten mindestens für eine Reformation wenn nicht gar Revolution der dramatischen Theorie und Praxis. Die erste dieser beiden Reformen ist die Etablierung einer bürgerlichen Tragödie, in der nicht nur das Publikum als bürgerlich vorausgesetzt wird, sondern auch die Protagonisten selbst zumindest ethisch und strukturell aus dem Bürgertum stammen. Dies programmatisch im Briefwechsel über das Trauerspiel (1757/1756) mit Moses Mendelssohn und Friedrich Nicolai bestimmt, findet seine Umsetzung in der ebenso prototypischen wie bereits problematisierenden und differenzierenden Tragödie Miss Sara Sampson (1755). Die zweite große Reformation Lessings ist die Kontrastierung des bürgerlichen Ethos im Zusammenstoß mit der Welt des Adels. Dies geschieht mit Emilia Galotti (1772) und liefert neue Impulse für ein dahin festgefahrenes, zur Formel verkommenes bürgerliches Trauerspiel. Neben diesen beiden Schwellenwerken stechen auch seine Theoretischen Schriften Hamburgische Dramaturgie (1767 – 1769) und Laokoon (1766) sowie seine Dramen Nathan der Weise (1779) und Minna von Barnhelm (1767) aus den Werken der damaligen Zeit hervor. Betrachtet man daneben noch seine Verdienste für die deutsche Shakespeare-Rezeption sowie seine Impulse für ein Nationaltheater, steht es außer Frage, dass er zu den wichtigsten Theoretikern und Praktikern der damaligen Zeit gehört. Das verdient natürlich mehr als einen Artikel, und so widme ich mich hier erst einmal seiner frühen Dramaturgie und Miss Sara Sampson um in einem folgenden Text zu den späteren Werken zu gelangen.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Das bürgerliche Trauerspiel

Während die normative Dramentheorie Gottscheds wichtige Impulse für die Etablierung eines bürgerlichen Theaters lieferte und diese auch in den rührenden Lustspielen und bürgerlichen Komödien der Gottschedin oder von Gellert umgesetzt wurden, findet die eigentliche Einkehr des bürgerlichen Protagonisten sowie der bürgerlichen Topoi in das Drama in Deutschland erst gute zwanzig Jahre später statt. Erst die Öffnung der Tragödie für bürgerliche Protagonisten sorgt auch für eine tatsächliche Öffnung dieser Gattung für ein bürgerliches Publikum. In Folge der Vorreiter dieser Dramenform entsteht eine ganze Reihe bürgerlicher Trauerspiele, die mal mehr, mal weniger formell gehalten sind und sich in Motiven, Topoi und Stilistiken stark ähneln. Natürlich spielt hierbei vor allem der Dreiklang Lessing, Lenz, Schiller eine exponierte Rolle, aber auch andere Dramatiker der Zeit wenden sich diesen Themen zu. Im Folgenden will ich mich vor allem auf die gemeinsamen Charakteristika des bürgerlichen Trauerspiels konzentrieren und auf einige Prototypen näher eingehen. Den großen, kanonisierten Dichtern werde ich zu einem späteren Zeitpunkt einzelne Artikel widmen.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Die bürgerliche und rührende Komödie

In der literaturhistorischen Rezeption des Theaters des 18. Jahrhunderts nimmt das bürgerliche Trauerspiel eine exponierte Stellung ein.  Ob dies nun daran liegt, dass die am stärksten kanonisierten Stücke der Zeit Miss Sara Sampson, Emilia Galotti, Der Hofmeister, Kabale und Liebe etc. bürgerliche Trauerspiele sind, oder ob gerade diese Stücke kanonisiert wurden, weil das bürgerliche Theater in der Rezeption durch das Bürgertum einen besonderen Stellenwert zugewiesen bekam (und bekommt) soll an dieser Stelle offen bleiben. Fest steht, dass die Beurteilung der Dramatik des 18. Jahrhunderts in der heutigen Literaturwissenschaft ohne eine Exponierung des bürgerlichen Theaters nicht auskommt. Auf die Diskrepanz zwischen zeitgenössischer Rezeption und heutiger Kanonisierung habe ich bereits in der strukturellen Übersicht des damaligen Theaters hingewiesen. Dazu gehört auch die Tatsache, dass in der damaligen Zeit ungleich mehr geschah als in der heutigen Rezeption der Ikonen wie Lessing, Schiller und Lenz gerne dargestellt wird. Im Folgenden werde ich mich daher auf allgemeine Charakteristika des bürgerlichen Theaters konzentrieren, in diesem Artikel vorerst der bürgerlichen, rührenden Komödie der 40er Jahre. Dem bürgerlichen Trauerspiel, sowie der Dramatik der großen drei (oder großen vier) werde ich mich in kommenden Artikeln dezidierter nähern.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Johann Christoph Gottsched (1700 – 1766)

Ich werde zum ersten großen, kanonisierten Dramatiker des 18. Jahrhunderts Johann Christoph Gottsched (1700–1766) etwas weniger schreiben als zu den folgenden Personen, da er zwar am Anfang einer Kette von Dramatikern steht, deren Ziel es war, ein Theater für den Bürger zu etablieren, allerdings selbst keine Tragödien mit bürgerlichen Protagonisten entwarf. Im Gegensatz zu dem ihm folgenden Vertretern eines bürgerlichen Trauerspiels steht das Tragödien-Konzept Gottscheds noch ganz in der Tradition der französischen Klassik, arbeitet noch mit der Ständeklausel (Tragödien mit adligen Protagonisten, Komödien mit bürgerlichen) und ist bei weitem nicht so stark auf ein emanzipiertes, bürgerliches Theater ausgerichtet wie das seiner Nachfolger. Ohnehin ist Gottsched weniger ein genuiner Dramatiker wie Lessing oder Schiller als viel mehr Theoretiker und vor allem Übersetzer. Sein berühmtestes Stück Sterbender Cato (1731) stammt zum Großteil nicht aus seiner eigenen Feder sondern ist eine Mischung verschiedener Übersetzungen und Inspirationen, was Lessing zu dem ätzenden Kommentar veranlasste, Gottsched habe hier “mit Kleister und Schere” gearbeitet. Dennoch ist Gottsched für viele Impulse für das Theater der Aufklärung verantwortlich und somit ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Dramatik des 18. Jahrhunderts überhaupt.

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Dramatik im 18. Jahrhundert: Versuch einer allgemeinen Strukturierung

Also wie angedroht, nutze ich – während ich gleichzeitig die normale Bloggerei auf ein Minimum zurückschraube – Seite360 jetzt einfach mal kurz, um meine eigene Prüfungsvorbereitung in klare Bahnen zu lenken. Gleich zwei Vorwarnungen zu diesem Artikel: Erstens, das ist ein Experiment. Keine Ahnung, ob das funktioniert, ob es Sinn macht, ob sich überhaupt irgendjemand dafür interessiert. Wenn es nicht klappt, kann es sein, dass das der einzige Artikel zum Thema bleibt und ihr – falls Interesse besteht – auf andere Literatur ausweichen müsst. Zweitens, das ist wahrscheinlich der egoistischste Text, den ich je auf diesem Blog veröffentlicht habe und je veröffentlichen werde. Ich reflektiere hier ziemlich rough meine Recherche, sprich germanistische/literaturwissenschaftliche Fachtexte. Ich will zwar, gerade im Hinblick auf den Zweck als Vorbereitung für die einstündige mündliche Prüfung, versuchen, das alles auch für Laien verständlich und interessant zu gestalten, werde aber nicht um Fachtermini drumherum kommen und an der ein oder anderen Stelle so schreiben, dass ein wenig Backgroundwissen vorausgesetzt wird (auch wenn ich das zu vermeiden versuche).

Trotzdem, wie gesagt, das soll dennoch nicht ganz ohne Mehrwert für euch bleiben. Sprich, wenn ihr Interesse an ein wenig Literaturgeschichte habt, falls ihr vielleicht selbst Literaturwissenschaften studiert oder gerade in der Abi-Vorbereitung seid, kann es durchaus sein, dass ihr hier die ein oder andere nützliche Info hier rausnehmen könnt. Kommentare, Ergänzungen, Kritik etc. eurerseits wären natürlich auch cool. Also viel Spaß oder fröhliches Ignorieren…

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Die 80er Jahre: Die besten Liebesfilme des Jahrzehnts I

Es musste ja irgendwann wieder so weit kommen… Das Genre, in dem ich immer Probleme habe, in dem ich mich oft, viel zu oft ein wenig unwohl fühle. Liegt es an meinem fehlenden Romantik-Gen, an der extremen Kitsch-Allergie oder daran, dass Liebesgeschichten im Kino für meinen Geschmack oft all zu peinlich und rosarot erzählt werden? Ich weiß es nicht, habe aber auch in den 80ern das Beste versucht, aus der riesigen Fülle an mittelmäßigen Romantik Flicks die Perlen herauszufischen. Hier kommt die erste Fuhre: Düster verkopftes Kunstkino in Black Out und Ein kurzer Film über die Liebe, episch Dekadentes in Gefährliche Liebschaften, sowie politisch und sozial Durchsetztes in Reds. Traditionell romantisch dagegen arbeitet Die Waffen der Frauen und findet dennoch originelle Ansätze, um sich von der durchschnittlichen Konkurrenz abzuheben. Um das zu erreichen kann man es auch gleich wie Woody Allen in Hannah und ihre Schwestern machen, indem man nicht nur eine, sondern gleich ein Dutzend (Liebes-)Geschichten erzählt und so unangestrengt Arthaus-Anspruch mit wohltemperierter romantischer Unterhaltung verbindet. Wie gesagt, nicht mein Genre… und dementsprechend sind meine Lieblingsfilme auch die, die aus den Grenzen des Herzschmerz ausbrechen.

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