Ohrwurm: Pale – Town Called Malice

Hm, mal kurz einen Blick in das Redaktionsbüro werfen: Der Staub liegt meterhoch und die Pizzaschachteln stapeln sich. Ich war im Urlaub in Berlin (siehe Redaktionsticker zum Cl-Finale) und haben den Winterurlaub bei gefühlten 5° in Bayern nachgeholt. Nun ist aber endgültig Schluß mit der Frühlingsdepression und ich widme den Ohrwurm meiner ehemaligen Jugendliebe Pale, die auf ihrem besten Album Razzmattaz einige großartige Hits wie A Town Called Malice oder Teenage Heaven hatten.

Mixtape: Four Tet feat. Grimes, Atoms For Peace,Jai Paul & Prince (Stream & Download)

Erstens: Menschen sind scheiße. Gerade beim Spaziergehen am Duisburger Innenhafen mal wieder festgestellt. Zweitens: Four Tet ist es absolut nicht. Das neue Mixtape, was er für eine Radioshow kompiliert hat, ist mal wieder erste Sahne und tönt natürlich viel besser als jede Proll-Mucke, die derzeit aus tiefergelegten Abschlepp-Karren rummst. Drittens: Menschen sind scheiße, Erdinger Alkoholfreies nicht. Prost!

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Bernhard Waldenfels und die Phänomenologie des Fremden

Zu einem kleinen Nachtrag zu meiner Vorbereitung auf die Philosophie-Abschlussprüfung fühle ich mich dann doch noch verpflichtet. Wie ich in dem Artikel über Edmund Husserls Cartesianische Meditationen bereits angekündigt – und bis jetzt noch nicht eingelöst – habe, wollte ich noch ein wenig Kritik an Husserls phänomenologischem Weg vom transzendentalen Ego zu einer intersubjektiven Monadengemeinschaft und der damit verbundenen Begründung einer objektiven Welt üben. Diese Kritik möchte ich mit Hilfe eines weitaus jüngeren Phänomenologen wahrnehmen: Der 1934 geborene Philosoph Bernhard Waldenfels hat sich insbesondere in den 90er Jahren durch seine Studien zu einer Phänomenologie des Fremden in der phänomenologischen – und ganz allgemein philosophischen – Szene einen Namen gemacht. In diesen untersucht er das Wechselspiel von Eigenheit und Fremdheit, die verschiedenen Arten wie das Fremde in Ordnungen und vor allem außerhalb von Ordnungen auftritt und wie der Mensch auf das Fremde als Phänomen reagiert. Gerade seine Charakterisierungen des Fremden bieten sich geradezu an, um sich kritisch mit Husserls “Egologie” auseinanderzusetzen, auch wenn Waldenfels bis heute zwar ein kritischer und dennoch begeisterter Rezipient des Godfather of Phenomenology ist.

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Wie es sich anfühlt 34 zu sein…

tl;dr

Ich bin vor ein paar Tagen 34 geworden und wurde häufig gefragt wie es sich nun eigentlich anfühlt so alt zu sein… Ich bin einfach ein wenig müder als früher, müder von vielen Diskussion, in denen alles so ausdifferenziert ist, dass man wieder am Anfang ankommt oder  sich im Kreis dreht oder im schlechtesten Fall jemand nur sein Recht auf Rechthaberei einfordert, müder von kaum zu überschauenden Rechnungen und tollen Finanz-Modellen, die mir mein Sparkassen-Berater andrehen und die ich einfach nicht verstehen möchte. Müder auch von diesem schlechten Gewissen, das man hat, wenn man auf der besser gestellten Hälfte dieses Globus lebt, während es so vielen Menschen auf diesem Planeten so schlecht geht, während mein Essen im Kühlschrank mal wieder das Verfallsdatum überschritten hat. Müder auch um die Liebe einer Frau zu kämpfen, weil ich einfach desillusioniert bin. Müder davon die Welt verändern zu wollen, weil ich das ganz einfach nie konnte und nicht kann. Müder auch von Rückschlägen, von denen mich mache stärker gemacht haben, aber auch viele sehr viel Kraft gekostet haben. Müder von dem Gedanken, meine Eltern schon bald zu verlieren. Müder, dass das Ende der Beginn von dem Ende ist. Müder von neuer Musik, die sich anhört, als ob sie schon dreimal gab. Müder gegen den Mainstream zu sein und ein Teil von ihm zu sein. Ich will eigentlich nur leben,und das ist schon schwierig genug. Ich freue mich schon auf das nächste Update dieses Artikels, wenn ich alles widerrufe. That`s it.

Musikvideo der Woche: Phoenix – Entertainment

Was soll ich noch zu diesem Wetter sagen? Vielleicht mal gar nix und was Phoenix hier in diesem Video (des Jahres?) reinhauen ist wirklich eines: ganz, ganz großes E N T E R T A I N M E N T.

Phoenix – Entertainment (2013)

Regie: Patrik Daughters

Album: Bankrupt!

All Your History: Nintendo

Genau, das war’s. All your history are belong to us mit der wahrlich epischen Geschichte Nintendos: Von den Anfängen bis heute, von den früheren Arcade-Hits bis zur Wii U. Sieben Folgen à zehn Minuten… Ich habe das jetzt schon seit ner ganzen Woche im Browser geöffnet und immer noch nicht komplett gesehen (obwohl das bis jetzt gesehene wirklich fantastisch ist). In diesem Sinne: Für mich als erweitertes Lesezeichen, für euch als dicke Empfehlung: The History of Nintendo in knapp über einer Stunde. Sollte wohl jeder gesehen haben, der sich in der Videospielgeschichte zurechtfinden will…

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Musikvideo der Woche: The Von Bondies – C’mon C’mon

Jo, ich habe gerade eine heftige 00er-Retro-Phase. The Vines, The Strokes, The…und so weiter. Die Von Bondies habe ich auch nur mal so halb mitbekommen, aber C`Mon C`mon lief damals irgendwie auf jeder Indie-Party, oder ?

The Von Bondies – C’mon C’mon(2004)

Regie: Charles Jensen

Album: Pawn Shoppe Heart

Wie sich die Star Wars Rezeption im Laufe der Zeit gewandelt hat…

…Von den 70ern bis heute, von Krieg der Sterne Euphorie bis hin zum Prequel-Debakel und darüber hinaus. Passt.

Die komplette Grafik bei Dorkly via pewpewpew

Kurzfilm der Woche: Mama

Ein junges Mädchen wird von ihrer Schwester geweckt: Mama sei zurück und sie müssten schnellstens verschwinden… Was im weiteren Verlauf dieses Dreiminüters geschieht, ist im Grunde genommen ziemlicher Horror-Standard, aber derart packend inszeniert, dass es dir wirklich an mindestens zwei Stellen einen Mordsschrecken einjagen kann. Das empfand auch Guillermo del Toro so, der daraufhin beschloss die Idee des Kurzfilms in einen Langfilm umzuwandeln. Am 18. Januar soll Del Toros Langfilmversion dieses Minischockers in den Kinos anlaufen. Ob das Konzept auch in aufgeblähten 100 Minuten funktioniert, wird sich zeigen müssen, der Short hat allerdings auf jeden Fall – ähnlich wie Saw 0.5 – das Zeug zum kleinen, dreckigen und gehässigen Genreklassiker. Nach dem Klick Del Toros Kommentar zu dem Kurzfilm sowie der Trailer zum anstehenden Kinoschocker.

short film shoot on S 35mm .
Director by Andy Muschietti
Producer by Barbara Muschietti
Production company Toma 78
Art director Pancho Chamorro
Director of Photography Sebas Sarraute

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Musikvideo der Woche: The Strokes – Last Nite

Oh je, doch glatt das Musikvideo der Woche verschlafen. Passend zu meinem Kater und den dicken Augenringen den vielleicht einflussreichsten Rock-Song der 00er Jahre.

The Strokes – Last Night (2001)

Regie: Roman Coppola

Album: Is This It

Videospiele in der ständigen Ausstellung im Museum of Modern Art in New York

Das Museum of Modern Art in New York hat endlich (jetzt erst?) seine ständige Ausstellung um Video- und Computerspiele ergänzt. 14 Games sind in die permanente Kollektion gewandert. Mal abgesehen davon, dass es grundsätzlich begrüßenswert ist, wenn das Medium Spiel von etablierten Kulturinstitutionen gewürdigt wird, stellt sich natürlich fast zwingend die Frage: Durch welche Eigenschaften verdient es ein Spiel in den kulturellen Kanon aufgenommen zu werden? Wann ist ein Spiel “museumsreif”? Ist der künstlerische Anspruch entscheidend oder ist es die Historizität bzw. der Einfluss, den das jeweilige Spiel auf das Medium als solches hatte? Ein Blick auf die Liste der aufgenommenen Spiele offenbart, dass die Verantwortlichen des MoMA sich um eine – vielleicht nicht ganz ideale – Zwischenlösung bemüht haben.

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Arcade Fire – Reading Festival 2010

Sorry, in einer Woche geht es hier wieder rund. Ich muss momentan zu unchristlichen Zeiten in die Uni und selbst 3 Tassen Kaffee, die sich Kollege Florian Bayer schon morgens zwischen Aufstehen und Duschen reinkippt, bringen nicht den gewünschten Effekt. Ich vertröste euch mal deswegen mit einem richtig tollen Konzert von Arcade Fire, die 2010 in Reading rockten und 2013 ein neues Album herausbringen.

The Evolution of PC-Games

Großartiger Ritt durch die Computerspielgeschichte im epischen, musikalischen Electro-Rhythmus:

From the earliest text-based adventures to the latest modern shooters, Reverse Enginears has created a stunning musical composition featuring only sounds and music from PC games.

via Pixellevel