Hörenswertes: Olli Schulz, Joye Bada$$, Gaz Coombes, Noel Gallagher, Bilderbuch; Klassiker: Caribou

wiresless

Wie immer zeitversetzt kommt die hörenswertesten Alben. Wo Olli Schulz noch den Winter-Blues im Gepäck hat ist bei der aktuellsten Platte in dieser Rubrik der Sommer aber so etwas von da. Dieses Album gehört bald rauf und runter gehört und macht klar, dass deutschsprachiger Pop in gut nicht bei uns zu finden ist, sondern hinter der Grenze zur Alpenrepublik. Noel und Gaz winken derweil von der Insel rüber und befinden sich auch derweil in ihrem dritten Frühling, was man an den erwachseneren und trotzdem gut gelaunten Platten deutlich hört. Joey Bada$$ macht gleich bei der kleinen Nostalgie-Runde mit und bringt uns den Hip Hop der 90er zurück.

Wer nach diesen aktuell schönsten Platten immer noch nicht genug hat, darf sich gerne noch einmal den Klassiker “Andorra” anhören, der sich in seiner wunderbaren Leichtigkeit perfekt in das derzeit sommerliche Ambiente einfügt.

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Hörenswertes: D’Angelo, J.Cole, Haftbefehl, Run The Jewels, Big K.R.I.T.

Hrmpf, ich will mich gar nicht mit einer Entschuldigung aufhalten. Ich habe es total verpennt und werde die nächste Hörenswertes-Rubrik viel schneller an den Start bringen. Hier also noch der Best of The Rest 2014, während ich Besserung für 2015 gelobe und mich nicht wieder zu sehr…oh, wow ein tanzender Hund in meiner Timeline!

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Hörenswertes: Scott Walker & Sunno))), Marianne Faithfull, Damien Rice, Pink Floyd, TV on The Radio

fluchtpunkthafen

Au revoir, auf Wiedersehen
goodbye, tschüss und baba
es ist soweit, adiós, au revoir
(Ja Panik- Au Revoir)

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15 Jahre – Happy Birthday, Plattentests.de

plattentests

Wenn ich nach meiner musikalischen Sozialisation gefragt werde, kommen mir natürlich als erstes die Bands in den Sinn, die ich als junger Teenager gehört habe: Nirvana, Metallica, NOFX, R.E.M… etc…. eben alles, was der early 90’s Alternative Rock und Metal so hergibt. Vielleicht verliere ich dann noch ein paar Worte dazu, wie ich von MTV geprägt wurde, wie ich die Plattensammlung meines älteren Bruders durchstöberte oder wie ich in den späteren 90ern auf diversen Festivals immer die Künstler suchte, von denen ich vorher noch gar nichts gehört hatte, einfach nur, um mir ein Bild davon zu machen, ob ihre Musik DIE perfekte Musik für mich sein könnte. Und dann, wenn es darum geht, welche schriftlichen Publikationen meinen Musikgeschmack entscheidend mitgeprägt haben, lande ich – noch vor Visions/Intro/Pitchfork/NME und Konsorten – ohne große Umwege direkt bei einem Namen: Plattentests Online. Ein – wohl gar nicht mal so kleines – Portal für Musikrezensionen, mit hervorragenden Texten, viel Potential für goldene musikalische Fundstücke abseits des Mainstream (und auch der eigenen Indie/Alternative/Rock Filter Bubble) und einem der außergewöhnlichsten Foren des gesamten Internets. Diese großartige Seite wurde diesen Monat 15 Jahre alt. Zeit für ein paar Glückwünsche und Worte des Dankes.

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Steadicam Progress: Paul Thomas Andersons Karriere in 5 beeindruckenden Szenen

…Tja, was soll man hier noch viel sagen. P.T.Anderson ist neben den Coens, Béla Tarr, Lars von Trier, Quentin Tarantino und Christopher Nolan (Ja, ich streite sehr gerne mit euch über die letzten beiden genannten) einer der besten noch lebenden Regisseure. Und warum das unter anderem so ist, bringt Kevin B. Lee in seinem Videoessay über die beeindruckendsten (Steadicam-)Einstellungen des Regisseurs perfekt auf den Punkt. Nicht nur ein schnöder Supercut, sondern akribische Filmarchäologie. 10 Minuten, die alles andere als verschenkt sind.

The Career of Paul Thomas Anderson in Five Shots via pewpewpew

Happy Birthday, Naughty Dog

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Die Videospielszene applaudiert gerade ordentlich der Spielschmiede Naughty Dog zum (sehr großzügig gemessenen) 30. Geburtstag… zurecht. Kaum ein anderer Entwickler hat in den letzten 20 Jahren derart konstant gute Qualität in allen möglichen Genres abgeliefert. Nimmt man es genau mit dem Alter des mittlerweile Playstation-exklusiven Softwarelieferanten, kommt man allerdings nicht daran vorbei, auf ihre Anfänge zu sprechen zu kommen. 1984 als Jam Software gegründet, versprühte Naughty Dog in seinen Anfangszeiten nämlich keineswegs den Gaming-Esprit, den man heutzutage von ihnen gewohnt ist. Mit Spielen wie Dream Zone und dem unsäglichen Way of the Warrior waren sie sogar lange Zeit eher ein Garant für durchwachsene Metascores und enttäuschte Spieler, die sich von inspiriert klingenden Game-Beschriebungen und grafischen Extravaganzen täuschen ließen.

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Über Musik reden ist wie zu Architektur tanzen

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Selten hat der der Satz von Frank Zappa besser gepasst als zu diesen schönen Postern, die Bands als Gebäude darstellen. Ich würde gerne in das retrofuturistische Björk-Haus einziehen oder doch lieber das Mosaik-Haus von Radiohead?

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RemakeORama: Evil Dead, RoboCop, Oldboy, Maniac

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Es ist kein großes Geheimnis, dass der Traumfabrik in den letzten Jahren doch das eine oder andere Mal die kreativen und originellen Ideen fehlten, wenn es darum ging, Kinohits für die große Leinwand zu produzieren: Fortsetzungen, Remakes, Reboots, Prequels und Sequels wohin das cineastische Auge reicht. Und als ob das nicht schon frustrierend genug wäre, scheint selbst das vermeintliche Outsider- und Independent-Kino mittlerweile große Freude an der Resteverwertung gefunden zu haben. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass mittlerweile nicht nur Kassenschlager von einst durch die Konservationsmaschinerie gedreht werden, sondern ebenso dreckige Trash-Perlen, Splatter-Kultfilme und düstere, groteske Thriller-Dramen mit Exoten-Flair. Remaking ist keineswegs ein Privileg, das nur Hollywood vorbehalten ist und wird durchaus auch jenseits des großen Blockbuster-Kinos für die ganze Familie eingesetzt. Aber Remake ist auch nicht gleich Remake und selbst in der vermeintlichen Ideenlosigkeit lässt sich dann doch manchmal die ein oder andere Perle finden: Fünf aktuelle Remakes von “Indie-Klassikern” auf dem Prüfstand: Was machen sie besser, was machen sie schlechter als das Original. Und sind sie es wert geschaut zu werden?

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Hörenswertes Frühling 2014: Ja Panik, Beck, Neneh Cherry, Against Me,Elbow

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So, Winter! Du wurdest vor ein paar Tagen von den Meteorologen für beendet erklärt und ganz ehrlich, vermisst hat dich doch eh keiner! So klingen die hier vorgestellten Alben alle nach Lenz, aufblühendem Leben und Sahne in den Adern. Bei soviel sich bewegenden Molekülen findet man plötzlich gefallen an ehemals wenig geliebten Bands wie Ja Panik, die beswingt auf einmal eine spannende Facette von sich präsentieren, oder wie wäre es mit Against Me, deren Protest-Songs auch nun endlich wieder spannende Geschichten erzählen, und wem es nun gar zu warm ums Herz wird, der kann sich großartigste Melancholie von Beck einflößen, der auf dem neuen Album  zu Sea Change zurück kehrt und wieder schillert wie einst im Mai.

Beck – Morning Phase

(Caroline / Universal, 28.02.2014)

beck-morning-phase-608x608Der Morgen. Zeit des Anfangs, des Ankommen in der Realität, der leisen Euphorie oder auch der Niedergeschlagenheit, ob der Dinge die einen noch erwarten. Alles davon klingt wie das neue Album von Beck, der sich von seinem Eklektizismus wieder weg zum Songwritertum der 60er wendet und dem damit auch wieder tatsächlich etwas großes gelungen ist. Sea Change von 2003 war schon ein gewaltiges Album, passte aber nicht zum Image des ewig Jugendlichen mit seinen Flausen im Kopf. Zu altklug und zu schwer klang es für die Fans des sonst so infantilen Querdenkers. Auch wenn Beck immer noch aussieht wie gerade vom College geflogen, klingt seine Stimme doch gereift., folgt keinen Funk-Verrücktheiten, sondern orientiert sich an dem ätherischen Folk von Simon & Garfunkel und dem Entrückten der frühen Progrocker, als man mit King Crimson noch durch entfernte Traumwelten flog. Ein wunderbar homogenes Album, endlich wieder ein Klassiker der dem Ruf von Beck Hansen als Genie gerecht wird.


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Rock and Roll Heart – Lou Reed Dokumentation von 1998

 

Ach, ihr habt es eh schon überall gelesen. Saumieser Tag für die Musikwelt, die um einen großartigen und eigenwilligen Charakter ärmer ist. Hier die Dokumentation Rock and Roll Heart, die sich allen Höhen und auch Tiefen von Lou Reed widmet.

via

Zombies! Ninja-Rapper! Knarren!: Doctor P and Adam F feat. Method Man – The Pit (Video)

So Kinder, damals vor ca. 100 Jahren habe ich mir in einem Müller um die Ecke die The Anti Acoustic Warfare von Adam F. geholt. Wie der Titel vermutet war das keine Ansammlung von Folkies, die Vögel und Bäume besingen, stattdessen gab es lautige krachige Beats und ein paar angesagte Rapper. Die neuerliche Zuammenarbeit von Wu Tang Member Method Man und Adam F. ist auch mal wieder subtil wie Miley Cyrus, aber hey…das Video bläst mal alles Weg! Zombies! Roboter! Rapper-Ninjas! Fette Knarren! Hell yay!!!!

Nach dem Festival Auftritt in Berlin: Kleine Retrospektive über Blur

Wir haben ja schon ewig lange keine Retrospektive mehr gestartet und nachdem wir schon Radiohead, Oasis und R.E.M einen Rückblick gegönnt haben, kommt nun eine weitere große Band in unsere Hall Of Fame. Blur waren wohl neben Oasis DAS Britpop-Phänomen der 90er Jahre und wo sich die Gallaghers doch immer eher wertkonservativ gaben, konnten sich Graham Coxon und Damon Albarn immer wieder für neue Einflüsse begeistern, die sie gerade in ihren Spätwerken konsequent verarbeiteten. Auch wenn die Band immer als typisch britisch galt, so waren es doch stets Lo-Fi-Einflüsse von amerikanischen Bands wie Pavement, die den besonderen Sound von Blur ausmachten.

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