Neues von Helge Schneider auf dctp.tv

Achja… der Helge… im verbalen Schlagabtausch mit Alexander Kluge immer herausragend. Und in diesem Fall in – selbst für dctp-Verhältnisse – ziemlich irren Rollen: Als Skilehrer der Kanzlerin, als Lenins Friseur, als verkanntes Model von Abu Dhabi und in inniger Beziehung zu seinem Saxophon. Kultur + WTF = TV-Highlight dieses Monats. Wir haben den 45Minüter auf dctp.tv gerade online gestellt; und das hier ist ein Einschalt-Befehl!

Neu im Catch-up Service: Late Night Show mit Helge Schneider; inklusive Bildergalerie und weiteren fantastischen Helge Schneider Filmen (magazin.dctp.tv)

► Late Night Show mit Helge Schneider (45 Minuten; dctp.tv Direktlink)

 

Schlussspurt: Die letzten Links des Tages

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Fernsehgeschichte: “Mach mal lauter!”

ZEIT-Leser erinnern sich an ihre TV-Rituale und -Erlebnisse von einst: Von Dalli Dalli bis zum WM-Finale 1974.


A short History of Game Panics (Boing Boing)

Do you know where your child is? Watch out: they might be in an arcade! Jesse Walker of Reason Magazine on video gaming’s juiciest moral panics.


Berühmte Frauengemälde in heutigen Topmodel-Maßen (Takepart)

Wenn die Venus und die Nymphen der Barockzeit die Maße heutiger Topmodels hätten. Schöne Photoshop-Arbeit des Takepart-Magazins.


A New Story Told at Ground Zero (NY Times)

Beeindruckender virtueller Rundgang durch das ebenfalls beeindruckende 9/11 Memorial Museum in New York.

Artikelbild via Comically Vintage

Why American Horror Story sucks… a little bit

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Verdammt nochmal, ich liebe diese Serie! Ich liebe, liebe, liebe sie! American Horror Story gehört für mich zu den großen Serien-Überraschungen der letzten Jahre. Habe ich sie bei Ankündigung und Präsentation der ersten Teaser noch als Standard-Mystery-Schmu abgetan, habe ich mich erst zu Beginn dieses Jahres – aus Mangel an anderem Material – auf die Horror-Serie von Ryan Murphy eingelassen… und sie hat mich umgehauen. Innerhalb kürzester Zeit habe ich die drei Staffeln weggesuchtet und kann es jetzt schon kaum erwarten, den Freakshow der kommenden vierten Staffel zu bewundern.  Daher ist dieses “Why … sucks!”-Resümee dann auch in erster Linie ein Versuch, mit Nitpicking gegen schwelendes Fanboytum anzukämpfen, in zweiter Linie dann aber doch auch eine Auseinandersetzung mit den zahllosen großen und kleinen Fehlern, die diese Serie beherbergt. Denn so genial sie auch ist, geschieht doch eine Menge stranges, dummes und einfach nur fragwürdiges Zeug im Verlauf ihrer drei Staffeln. Ganz schön schwer darauf herumzureiten, weil American Horror Story einfach mal Gott ist, aber ich will es dennoch (in diesem Fall auch relativ spoilerfrei) versuchen: Why American Horror Story sucks… zumindest ein bisschen.

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Schlussspurt: Die letzten Links des Tages

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Was sind und tun eigentlich Satanisten?

Interview von Ben Harder mit der Religionswissenschaftlerin Dagmar Fügmann über ihre Doktorarbeit Zeitgenössischer Satanismus in Deutschland: Weltbilder und Wertvorstellungen im Satanismus (Partnerlink). (GWUP)


Top 10 Drehbücher zu Serienpiloten

Auf der Internetplattform Screencraft stehen derzeit die Drehbücher der Piloten zu einigen der erfolgreichsten TV-Serien der letzten 15 Jahre zur Verfügung. Darunter befinden sich die Scripte der bahnbrechenden Drama-Serien “The Sopranos” (HBO), “Mad Men” (AMC) und “Breaking Bad” (AMC). (FLIXE)


Krautreporter

Bei uns in der Redaktion hat noch niemand (aus verschiedenen Gründen) den Donate-Button geklickt. Das kann aber sehr wohl noch kommen. Im Internet wird auf jeden Fall schon fleißig über das Projekt diskutiert und gestritten. Und das ist immer, immer, immer gut… vollkommen unabhängig wie jung ein Projekt ist. Sie unter anderem: Fünf Gründe, warum ich von dem Krautreporter-Konzept enttäuscht bin; Kaum Krautreporterinnen; die kritische Auseinandersetzung mit der Kritik und natürlich die obligatorische kritik-kritiker kritik. Und das Netz sprach: “Es werde Meta!”


Ein neuer Baum der Erkenntnis

Der Künstler und postmoderne Frankenstein Joe Davis will den Inhalt der Wikipedia in Gensequenzen transformieren und diese der DNA eines Apfelbaums einpflegen. Das Ergebnis wäre dann ein aktualisierter Baum der Erkenntnis: Don’t eat this Fruit or I start an Editwar!”


Good Vibrations – Film über einen Plattenladen in Glasgow

“Die Bomben mit Musik bekämpfen! Das ist Terri Hooleys Plan, als er in den 70ern in Belfast einen Plattenladen mitten auf einer umkämpften Straßenmeile eröffnet. GOOD VIBRATIONS ist fortan Treffpunkt der nordirischen Underground-Szene, von Punks, Nerds, Rebellen und Teenies. Hier wächst über die aufkeimende Punk-Bewegung neue Hoffnung für einen geistigen Widerstand. Terri Hooley wird zum geliebten und gehassten Labelgründer und Konzertveranstalter, bringt Bands wie THE UNDERTONES groß raus. Sein Herz schlägt dabei immer für musikalischen Exzess und ideelle Freiheit, nicht für finanzielle Sicherheit. Seine private Existenz verliert er damit aus den Augen und bleibt sich dennoch immer treu.

Eine wahre Geschichte.”


Dieser geile Song aus der Apple-Werbung…

ist uuuuuuuuuralt und hört auf den schönen Namen “Gigantic” und ist auf der immer noch großen LP “Surfer Rosa” zu finden. Kauft besser gleich das ganze Kult-Album von 1988, anstatt den Song in übelster Quali von YT zu rippen.


*Artikelbild: Bartolomeo Passarotti - The Butcher’s Shop (1580) via Arfur’s

The Evolution of Visual Effects (Supercut)

Und noch einmal im eskapistischen Zeitraffer durch die Filmgeschichte der Visual Effects. Schöner – und vor allem pathetischer – Supercut von Jim Casey:

A homage to the great moments that changed visual effects:
Took a little while to put together but I think its conveys the evolution of visual effects quite well. I tired to the best of my ability to order these clips chronologically (except for of course the first 3)

Direktlink via Boing Boing

Tätowierte Porzellanfiguren von Jessica Harrison

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Take this, Kitsch! Die Künstlerin Jessica Harrison bemalt klassische unfassbar kitschig idealisierte Porzellanfiguren von Frauen mit genau so klassischen, idealisierten Tätowierungen von Matrosen. Ein großartiges Spiel mit prototypischen, traditionellen Erscheinungsbildern und Stilisierungen: Auf der einen Seite die zarten, fragilen “Püppchen”, auf der anderen Seite die zumindest in der zeitgenössischen Rezeption derben, von Männlichkeit sprühenden Seemann-Tattoos.

Andererseits sind diese ikonischen Bilder von zerstochenen Herzen und holden Seejungfrauen selbst wieder um Kitsch in ihrer reinsten Form, stereotype Männlichkeits-Ikonographien, die in ihrer Schlichtheit nicht weniger plump und sentimental daherkommen, wie die Fläche auf der sie hier verewigt werden. Fight Fire with Fire, dem Kitsch mit Kitsch begegnet und durch diese Multiplikation etwas tatsächlich kitschfreies, originär künstlerisches geschaffen. Groß!

Harrison proposes a multi-directional and pervasive model of skin as a space in which body and world mingle. Working with this moving space between artist/maker and viewer, she draws on the active body in both making and interpreting sculpture to unravel imaginative touch and proprioceptive sensation in sculptural practice. In this way, Harrison re-describes the body in sculpture through the skin, offering an alternative way of thinking about the body beyond a binary tradition of inside and outside.

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Ebenfalls sehenswert: Harrisons noch radikalerer Umgang mit den Porzellan-Frauen, wenn sie auf den Kitsch direkt mit physischer Gewalt reagiert. Diese und andere Werke sind Teil von Harrisons Ausstellung FLASH in der Galerie L.J. in Paris

via Colossal

LEGO-Kampagne: Masters

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Nein, ich habe noch nicht genug von diesen ganzen LEGO/Pixel/Art-Mashups, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen. Und wenn das Ganze so simpel und gleichzeitig toll gemacht ist wie von Marco Sodano, dann umso weniger. Das Ganze wird wohl auch Teil einer echten Kampagne und wurde laut Sodano von LEGO selbst in Auftrag gegeben. Werbung. Trotzdem Kunst.

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LEGO Masters via FiT

Sängerinnen von ADAM singen bis zum Orgasmus…

Warum ist das bis jetzt an mir vorbei gegangen? Die Sängerinnen der niederländischen Electropop-Band ADAM singen “Go to Go”, während sie gleichzeitig mit elektronischer Stimulation zum Orgasmus gebracht werden: Heiß, befreiend und einfach nur wunderschön. Erinnert natürlich an das großartige Hysterical Literature Projekt und bekommt daher in der B-Note ein paar Originalitätspunkte abgezogen: Im freien Gesang funktioniert das Konzept mMn. aber sogar um einiges besser als am Schreibtisch sitzend, einfach, weil die Protagonistinnen hier weitaus ungebundener, weniger beim Publikum und mehr bei sich selbst zu sein scheinen. Und nach wie vor gilt natürlich, dass Orgasmen mit zu den schönsten Erscheinungen dieser Welt gehören.

Direktorgasmus via Mind’s Delight

Gemälde-Dekonstruktionen von Valerie Hegarty

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Großartig aufgesprengte Gemälde von Valerie Hegarty, die sich irgendwo zwischen Malerei und Installation bewegen und sowohl einen düsteren als auch verdammt vitalen Touch mit sich bringen. Fast schon so etwas wie die Antithese zu Stillleben des 19. Jahrhunderts. Mehr davon gibt es in ihrem mehr als besuchenswerten Portfolio von 2013 zu sehen.

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Kunst von Valerie Hegarty via I need a Guide

H. R. Giger ist gestorben

Giger wurde wegen eines Sturzes ins Krankenhaus eingeliefert und erlag gestern den Verletzungen. Er wurde 74 Jahre alt. Gigers Welt war zwar nie so ganz die meine, aber mit seinem Artwork für Ridley Scotts “Alien”, vor allem mit dem Design dieser Kreatur, hat er einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum popkulturellen Kino geliefert. Zurecht erhielt er 1980 dafür den Oscar in der Kategorie “Beste visuelle Effekte”. R.I.P.

via moviepilot

Egal ob Mensch oder Wurst…

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Jedes Jahr frage ich mich erneut, was ich an dem jeweiligen Grand Prix d’ Eurovision Songcontest denn nun am schlimmsten finden soll. 2014 wurde mir die Antwort ziemlich leicht gemacht: Natürlich die nervigen, konservativen, homophoben, ewiggestrigen Kackbratzen, die nicht damit klar kommen, dass ein Mann in der Rolle einer Frau mit Bart den Sieg eingeheimst hat. Fuck you, assholes!

Foto via Barbara