Steampunk Game Boy

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Retrogaming mit Klasse: Die französische Künstlerin Elise Siegwald hat das Handheld-Device meiner Kindheit im schicken Jules Verne Look neu eingekleidet, inklusive überdimensionalem Lupen-Display, rustikaler Lackierung und pittoresker Zahnradmechanik. Sehr schön.

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Steampunk Game Boy via Visual News

Improvisation No.2

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Ich habe – sorry Rinko – fremdgebloggt. Im wundervollen Videospielfeuilleton videogametourism findet ihr ab sofort meinen Beitrag zu der Reihe Games that never were, den zu lesen ich euch hiermit wärmstens ans Herz lege (und nebenbei auch noch kurz anmerke, dass es sich ohnehin immer lohnt, bei den Videogametouristen vorbeizuschauen, wenn ihr auf intelligente Texte zu Videospielen und zur Videospielkultur steht).

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“Please applaud with Hands only” – Hinweistafeln aus den Kindertagen des Kinos

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Wenn man heutzutage ins Kino geht, kommt man vor Beginn des Films neben der Werbung und dem Trailerprogramm zumindest an zwei dezenten Hinweistafeln nicht vorbei: Zu einem wäre das “Handys aus!”, mittlerweile in teilweise rührenden, teilweise überraschend cleveren Kurzfilmen unter das Zuschauervolk gebracht. Und zum zweiten der obligatorische – im Ton meistens um einiges rauere – Imperativ “Denk nicht einmal im Traum daran, das Folgende mitzufilmen!”

In der Frühzeit des Kinos gab es weder Handys noch Kompaktkameras, mit denen man cineastisches Raubrittertum hätte begehen können. Dafür gab es allerdings übergroße, für den Kinobesuch offensichtlich nur bedingt geeignete Damenhüte, Fußgetrampel, das den Kinosaal zum Einsturz bringen konnte und zahllose Regenschirme, die in den Lichtspielhäusern vergessen wurden. Davon zeugen jedenfalls diese Kino-Tafeln aus dem frühen 20. Jahrhundert. Weitaus weniger penetrant als jedes “Langnese gibt es auch hier im Kino”, und ein freundliches “Good Night” deutet auch darauf hin, dass die Kinobetreiber anno dazumal weitaus freundlicher zu ihrem Publikum waren.

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Die Kunst von Michal Mráz

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Die Gemälde des slowakischen Künstlers Michal Mráz sind collagierte Visionen in denen, mit beinah psychoanalytischem Blick, Wunsch und Realität in einer feierlichen Unordnung zusammenfallen. Oder um es hipper zu formulieren: Dass Hineinragen der morpheuschen Matrix in die Realität. Mráz kombiniert dazu verschiedene Stile. Photorealistische Malerei trifft auf aquarellartige oder ölfarbige Hintergründe, welche verfallen und modern. Die figürlichen Motive entnahm er aus dem LIFE-Magazin oder anderen Tages- und Fotozeitungen. Das Zusammentreffen von ikonischen Archetypen des Fotojournalismus mit natürlichen und architektonischen Motiven, die das Archetypische des Fotojournalismus hervor- und zugleich aufheben, entlarvt die Gemachtheit der ursprünglichen Fotografien. In diesem Sinne ist Mráz Kunst das Nebeneinander von Soll und Trieb. Zwar eine Metaphysik des Scheiterns, doch auch eine Symphonie auf Sisyphos. Ich bin mir sicher, Mráz hätte sich gut mit Camus verstanden.

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via faith is torment

Michal Mráz auf facebook

Disney-Prinzessinnen als Steine

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Okay, schuldig. Ich liebe die Remixes von Disney-Figuren, die man auf Deviant Art, Tumblr und Co. zu hauf findet, und ich habe sie in den letzten Jahren auch mehr als einmal verbloggt. Aber gerade was die Reinterpretation und Dekonstruktion des klassischen Disney-Prinzessinnen betrifft, gab es in jüngster Vergangenheit doch einen gewissen, anstrengenden Overkill. Ich scheine zumindest nicht der einzige zu sein, der mittlerweile genervt mit den Augen rollt, wenn die neusten Disney-Prinzessinnen als Zombies, Disney Prinzessinnen während eines Bad Hair Days, Disney-Prinzessinnen als Superhelden Kunstwerke im Newsfeeds aufploppen.

Und für alle, denen es ähnlich geht, gibt es jetzt Bolks Disney-Prinzessinnen als Steine zu bewundern. Damit dürfte alles gesagt sein. Danke Bolk. Und bitte, bitte, bitte sucht euch ein neues Betätigungsfeld liebe Deviant Artists.

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Disney Princess Pile of Rocks via A.V. Club

Dreaming with Jeff “The Dude” Bridges’ Sleeping Tapes

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Der einzige wahre Dude Jeff Bridges hat ein Schlaftabletten-Album aufgenommen, das wohl schon jetzt zu den schrägsten musikalischen Veröffentlichungen 2015 gehören dürfte. Dreaming with Jeff ist eine Collage aus Ambient Sounds, Spoken Words, Songwriter-Fragmenten und allerhand schrägen, einlullenden Drone Soundschnipseln. Ziemlich anders, ziemlich skurril, ziemlich unheimlich… und alles in allem, ziemlich schön.

The world is filled with too many restless people in need of rest – that’s why I filled my sleeping tapes with intriguing sounds, noises and other things to help you get a good night’s rest. – Jeff

 

Dreaming with Jeff via CoS

Best! Game Trailer! Ever!

Keine Ahnung, ob ich STRAFE jemals spielen werde. Und Geld für dieses Projekt gegen Kickstarter werfen, werde ich wohl auch nicht. Ich mag nicht einmal das Genre des klassischen 90er Jahre Egoshooters. Beim Spielen von derlei Trash wurde ich damals regelmäßig von Motion Sickness heimgesucht. Außerdem ist es eigentlich ganz gut, dass wir diese Epoche der Videospielgeschichte hinter uns gelassen haben. Und mittlerweile können Videospiele ja weitaus mehr, sind mitunter sogar Kunst und so… Aber, bei Gott… dieser Trailer! Ein Meisterwerk!

The future of video games: the fastest, bloodiest, deadliest, most adjective-abusing, action-packed first-person shooter of 1996.

STRAFE (Kickstarter) via polygon

SAFI – Sagen und Denken

Einer meiner Vorsätze für das Jahr 2015: Mal wieder etwas mehr neue Musik kennenlernen. Von SAFI habe ich bis dato noch nie gehört (obwohl sie wohl schon etwas länger dabei sind) und der Vorbote ihres kommenden Albums “Sagen und Denken” klingt verdammt spannend. Irgendwo zwischen Postcore, deutschem Indie-Rock mit leicht kryptischen Texten und verträumter Noise-Attitüde… Die großartige Stimme von Sängerin Safi scheint immer ein bisschen zu brüchig, zu fragil, sowohl für die eindringlichen Lyrics als auch das sie begleitende Saiteninferno. Genau dadurch schafft sie aber eine unheimlich enervierende Spannung, die sich konsequent durch diesen fantastischen Shoegaze/Rock/Core-Song zieht. Erscheinen soll das Album im Mai… Man darf gespannt sein.

SAFI via Plattentests

Super Mario als künstliche Intelligenz

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In einem Forschungsprojekt der Universität Tübingen wird eine Super Mario AI in Java programmiert, die dazu in der Lage ist, neue Informationen abzuspeichern, logisch im Spielverlauf anzuwenden und dadurch generell autonom zu lernen. Dabei wird dem künstlich intelligenten Mario ein eigener Charakter gegeben, indem ihm zum Beispiel ein “Hunger” nach Münzen einprogrammiert und die Fähigkeit gegeben wird, je nach eigener Gemütslage und Motivation, eigenständig Ziele anzustreben.

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Max Hirshfeld: Menschen die auf Kunstwerke starren

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Es dürfte für den Kunstbetrieb, die Kulturindustrie, die Rezeptionsgesellschaft (beliebigen sozial- und kulturwissenschaftlichen Begriff bitte hier einfügen) wahrscheinlich nichts Notwendigeres und Spannenderes geben als eine Psychologie oder Soziologie des Museums- und Galeriebesuchers. Wie verhalten sich Menschen, die klassische Gemälde betrachten? Wie viel Kontemplation, wie viel analytische Kritik und vor allem wie viel Selbstpräsentation bis hin zum zur Schau getragenen Snobismus stecken in einer so simplen Handlung wie dem Anschauen von Kunst?

Ich habe gerade mal sehr rudimentär quergesurft und tatsächlich nichts gefunden, was sich diesem Topos wissenschaftlich konkret nähern würde. Also Ihr Kultur-, Geistes- und Sozialwissenschaftler: Ran ans Werk. Zur Inspiration liegen diesem Post ein paar herausragende fotografische Eindrücke von Max Hirshfeld bei. Looking at Looking – Vom kuschelnden Paar über die interessierten – nach vorne gebeugten – Teens und die ratlosen Touristen bis hin zum alten Kunstkenner. Vom gedankenverlorenen im Gemälde Versinken über das scheinbare Zeit Abstehen bis hin zum mutmaßlich prätentiösen Hände hinter dem Rücken Falten ist alles dabei. Zahllose weitere Bilder dieser großartigen Reihe findet ihr hier.

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via

Direkt aus Helge Schneiders Experimentierkeller

Man vergisst ja allzu gerne im Angesicht – der zugegeben wirklich genialen – Blödelfilme und von Katzeklo was für ein Multitalent Helge Schneider doch ist. Wenn er einfach mal nur er selbst sein kann, dann geht er auf jeden Fall ab wie Schmidts Katze (oder so…). Meine Top3 der Helge’schen Veröffentlichungen sind btw.:

1.) Die Arbeiten mit Alexander Kluge 
2.) Seine Jazzalben
3.) Doc Snyder

…aber Katzeklo schafft es auch in die Top10.

via Dressed like Machines