Sind Rickrolls homophob, rassistisch und sexistisch?

rickrollJeder, der hier regelmäßig mitliest, weiß, dass ich schon ziemlich stolz bin, zur PC/Gutmenschen-Fraktion von Seite360 zu gehören. Beim Lesen der Überschrift dieses ziemlich ausführlichen Medium-Longreads musste aber selbst ich kurz schmunzeln: Rickrolling is sexist, racist and often transphobic in context. Klingt erst einmal nach ziemlich hartem Tobak gegenüber dem beliebten Internet-Scherz. Setzt man sich allerdings mit dem entsprechenden Text auseinander, kommt man nicht umhin festzustellen: Ja, da ist verdammt viel dran. Klar, man kann alles überinterpretieren, aber die hier zusammengesuchten Fakten sprechen schon eine ziemlich eindeutige Sprache, gerade auch was Ursprung und Verbreiter des Rickrollings betrifft.

Dennoch finde ich, dass dieses Essay etwas über sein Ziel hinausschießt und auch nicht gerade zimperlich ist, wenn es darum geht, die gesamte Netzgemeinde unter Generalverdacht zu stellen. Als wichtigen Diskursbeitrag sollte man ihn aber trotzdem gelesen haben. Was denkt ihr?

Rickrolls sind sexistisch, rassistisch und im Kontext of transphob via boingboing

Spaß mit dem Beantworten von Spam-Mails

Ja, ich weiß. Ihr habt das vermutlich schon alle gesehen. Ich auch, schon mehrmals. Und ich könnte immer noch jedes Mal vor Lachen vom Stuhl kippen, wenn es über den Bildschirm rattert. Daher wird es jetzt doch einmal schnell ins Blog geklebt.

This is what happens when you reply to spam email

The Boy With A Camera For A Face – Surrealer Kurzfilm von Spencer Brown

kamerakopf
Notiz für dieses Jahr: Dringend mehr Kurzfilme anschauen.

The Boy with a Camera for a Face is satirical fairy tale about a boy born with a camera instead of a head, whose every moment is transformed by the fact he is recording it. Accompanied by a voice over narration read by Steven Berkoff, the film tells an epic story in fifteen minutes about the way we live today. …We follow him from his birth through to adulthood, and experience his inability to live a normal life.

The Boy with a Camera for a Face from Spencer Brown on Vimeo.

Oh, das steht Ihnen aber! – Penis- ääähhh Fashion

Soraya Doolbaz ist Fotografin, um schwanz ääh ganz genau zu sein, sowas wie ne Modefotografin, oder so, glaube ich. Ihre Models jedenfalls sind Penisse, die sie einkleidet in Szene setzt und die Fotos dann für viel Geld verkauft.

Auf ihrer Seite dicturegallery steht ääähhh noch mehr Kunst zum Verkauf.

via

Real Rollercoaster with Virtual Reality Gimmick

virtual_reality_achterbahn_galactica

Will. Das. Fahren. Jetzt. Sofort!

Welcome to the future! In 3016 Forbidden Valley was chosen as the new home for a new space port operated by Galactica – The Universe’s first spaceflight voyager.

Partnering with Air Space Technologies to develop a multi-dimensional portal using the Resort’s iconic flying coaster as the propulsion device, Galactica will send passengers soaring through interstellar space for the first time in history, providing unrivalled access to the limitless wonders of space as never experienced before.

Galactica via I fucking love science

Dieses Bowie/Lemmy-Mashup ist gar nicht mal so scheiße…

…okay, der Titel dieses Postings klingt gerade härter als es eigentlich sollte. Ace of Space ist alles andere als ein perfektes Mashup (sind wahrscheinlich auch einfach die beiden falschen Songs gekreuzt), geht aber zum richtigen Moment richtig ab und schafft es dennoch irgendwie – wie auch immer – die Space Rock Oper und den Rock N Roll Gassenhauer gekonnt zu verquirlen. Und jetzt bitte irgendwer Achim Mentzel und ein paar Snape-Zitate drunterhauen…

Ace of Space Tribute via Kraftfuttermischwerk

Apparences – Paris als surreale Ghost Town

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What if our environnement was like a movie set? What would be our life in this fake world?
“Apparences” is a 4K short film showing Paris like a fake city with ghostly human presence.

Manchmal kann mich das Web doch wieder verzaubern.

Apparences (4K) from Claire&Max on Vimeo.

Die 80er Jahre: Die besten Zeichentrickfilme des Jahrzehnts II

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Nachdem wir im ersten Teil unserer 80er Retrospektive doch einen starken Fokus auf “erwachsenen” Zeichentrick hatten, soll es in diesem Teil etwas familientauglicher zu Sache gehen. Aber keine Sorge, wir werden uns nicht nur klassischem Disney-Blockbusterkino der Marke Arielle widmen. Neben der exzentrischen, wilden Version des Disney-Kinos mit Ghiblis Das Schloss im Himmel haben es uns hier vor allem die Europäer angetan. Mit Walhalla findet eine gekonnte Verbrüderung nordischer Mythologie und traditioneller Familienunterhaltung statt, und mit Asterix bei den Briten dürfte wohl die beste Verfilmung der berühmten Goscinny- und Uderzo-Comics vorliegen. Und wenn es dann doch etwas ernster werden soll, gibt es mit Akira immer noch einen der besten Animes und asiatischen Science Fiction Werke der Filmgeschichte. Viel Vergnügen.

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Goodbye David Bowie

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Es ist schon ein merkwürdiger Zufall: Einen Tag vor Bowies Tod habe ich sein neustes – und letztes – Album Blackstar in aller Ruhe einmal komplett durchgehört… und es hat mich schlicht umgehauen. Überraschend umgehauen. Überraschend im Sinne von: “Oh mein Gott. Den hatte ich gerade gar nicht auf dem Schirm! What a fucking masterpiece!” Ich habe ehrlich gesagt David Bowies Veröffentlichungen nie entgegengefiebert, sie nie aktiv begleitet. Die Musik des Chamäleons des Pop hatte immer etwas Unantastbares für mich, etwas – ja ich weiß, das ist im Falle Bowies alles andere als originell – Außerirdisches. Und so war ich auch nie im engsten Sinne des Wortes Fan dieses Ausnahmekünstlers. Was jedoch im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass ich ihn nicht ausgiebig und viel gehört hätte.

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The Art Of Ian Moore

Ian Moore 4

Das unruhige Spiel von Psyche und Körper, mal morbid, mal naiv, auch unfertig, liegengelassen, aber immer voller Energie und Bewegung.

Meinte Spinoza nicht mal, dass man Fließgesetze anwenden müsse, wenn man das Denken verstehen oder darüber Aussagen treffen will? Im unteren Bild erscheint das Innere fast schon gasförmig. Im Moment seiner Selbstbetrachtung löst es sich auf.

ian moore - fellin gassy

Und selbst wenn ein Bild auf den ersten Blick unbeweglich wirkt, versteckt sich da immer eine potentielle Energie. Es ist ein bisschen die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt.

ian moore - Another on social anxiety

Ian Moore - the daily grind

 Ian Moore auf tumblr.

AGDQ 2016

Die letzten Tage lief – Ich Depp habe es wieder einmal viel zu spät mitgekriegt – das großartige Speedrunner Charity Event Awesome Games Done Quick 2016, und oben seht ihr The Mexican Runner, wie er den Turbo Tunnel in Battletoads mit verbundenen Augen spielt (ab Minute 4:15). Jeder der dieses Spiel einmal selbst durchlitten hat, sollte jetzt ein großes “Fuck! Really?” ausstoßen. Ich schaffe das Teil auf jeden Fall nicht, selbst wenn meine Augen weit offen sind.

Auch nicht schlecht: Das Live Race einiger wirklich sicker Mario Maker Level, die extra für das Event erstellt wurden. (btw., Mario Maker ist neben Obey mein persönliches Game of the Year)

Die 90er Jahre: Die besten Pop-Alben des Jahrzehnts IV

90erpop

Ich setze mal da an, wo Rinko bei der letzten 90er Pop-Retrospektive aufgehört hat… und kann einfach nicht anders als zu sagen: Da fehlt aber noch ein bisschen etwas! Pop zu mögen ist ja spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends wieder ein Indiz für Coolness. In den 90ern sah das jedoch noch komplett anders aus. Nicht nur, dass man in dieser Dekade – im Gegensatz zu den 80ern und 00ern – als Pophörer quasi dazu prädestiniert war, von Grungern, Punks und Metalheads mit einer Gitarre erschlagen zu werden, dies hatte auch seine Berechtigung. Denn wirklich coolen Pop – im ureigentlichsten Sinne des Wortes – gab es in diesem Jahrzehnt einfach nicht. Und so müssen wir für diesen Artikel einmal ganz tief durchatmen und uns auf unsere absolute Uncoolness besinnen, können dabei aber feststellen, dass auch uncoole Musik verdammt gut sein kann; so wie bei den absoluten uncoolen Genesis, angeführt vom komplett uncoolen Phil Collins, oder bei Dido, die trotz Gastauftritt bei Eminem noch nie cool war. Und dann gibt es natürlich noch Robbie Williams, bei dem man damals eine Zeit lang nicht genau wusste, ob man ihn cool finden durfte, eine Frage die dann spätestens im vergleich mit dem anderen großen Boygroup-Aussteiger Justin Timberlake negativ beantwortet werden konnte.

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Of Oz the Wizard – …in Kansas not

Aufgeräumt? Alle Wörter (alle!) von Victor Flemings Meilenstein der Filmgeschichte “The Wizard of Oz” in alphabetischer Reihenfolge geschnitten. Ich wünschte mir so eine Arbeit von Michael Bays Bayhem-Streifen, so besäßen sie zumindest einen Mehrwert, aber man kann ja nicht alles haben.

Of Oz the Wizard from Matt Bucy on Vimeo.

via Revolver, Zeitschrift für Film (on Facebook)

Die 90er: Die besten Emo-Alben des Jahrzehnts II

windfetzen

Ich war ehrlich gesagt etwas sehr hart mit dem 00er-Jahre-Emo und irgendwie verorte ich viele der guten Alben aus diesem Jahrzehnt merkwürdigerweise in der vorausgehenden Dekade. Natürlich will ich hier nicht die Großartigkeit von Bands New End Original oder Talking Back Sunday diskreditieren, aber irgendwann drehten die 00er doch in den wenig guten Kram, der einer ganzen Szene einen Schlag verpasste, von dem sie sich lange nicht mehr erholte.

So, nun aber wieder zurück zu den 90ern. Die Get Up Kids leiten also auch den zweiten Teil ein: Okay, genauer gesagt nur ein Teil von Ihnen mit dem nicht minder tollen Sideproject The New Amsterdams. Etwas mehr auf die Ohren gibt es von New Found Glory, denen wir vielleicht auch etwas Blink 182 und viele andere Pop-Punker zu verdanken haben. Mineral und Cristie Frint Dive versuchen derweil ihren Ruf wiederherzustellen und zeigen sich als Innovatoren.

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