A Drone in the New York Public Library

Sehr schöne von Morgan Holzer mit einer Drohne gemachte Aufnahmen aus der New York Public Library. Der Geek in mir jubelt und mein Bibliophilenherz frohlockt…

Certainly every time I set foot in this building I am reminded what a joy it is working here. I get to interact with people who are game for anything; people who understand that the library is a place to foster innovation and are willing to engage new audiences in crazy ways like flying a drone through a landmarked building.

Flying a Drone Around the Stephen A. Schwarzman Building via Book Patrol

Der echte René und der neoliberale Supermarkt

„Eigentlich lag das doch auf der Hand. Warum niemand früher auf diese Idee gekommen ist weiß ich auch nicht. Das Einzige was ich unterschätzte war das exponentielle Wachstum. Ich hab mich zwar mit der Berechnung der Schwere dunkler Materie befasst, aber dieses exponentielle Wachstum, das ja auch eher für Ökonomen und dergleichen interessant ist, also das hatte ich schlichtweg nicht auf dem Schirm.“

weiterlesen

Musiker, die Shirts von ihnen beeinflussten Bands tragen

Irks, was eine holprige Headline. Eigentlich ist es aber ganz einfach: Butcher Billy hat wichtigen Musik-Persönlichkeiten die Shirts von Bands übergestreift, die sie maßgeblich beeinflusst haben. Die Idee ware gut, die Ausführung finde ich eher so meh, da nun eindeutig Television Einfluss auf die Strokes waren und die Paul McCartney hat sicherlich einige Bands beeinflusst, aber Arcade Fire? Ich finde das trotzdem witzig und hoffe auf etwas einfallsreichere Nachahmer. Ian Curtis im Interpol-Shirt reißt aber alles raus!

Mehr Pics auf Behance

Malbuch-Röntgenbilder

Nettes Projekt des Künstlers Chris Panda, der klassische Malbuch-Bilder mit Skeletten ausgemalt hat und so die Disney-Charaktere im schicken Röntgenlook erscheinen lässt. Arielle will never be the same.

X-Ray Serie (auf Facebook) via geekologie

Beeindruckende vertikale Kirchenpanoramen von Richard Silver

Punkt 1: Ich bin Atheist. Und zwar durch und durch. Ich versuche gar nicht erst den Umweg über halbgaren Agnostizismus oder seine Derivate. Wenn es um Glauben geht bezeichne ich mich liebend gerne als gottlos, nicht glaubend, glaubend, dass es keinen Gott gibt… und jede terminologische Spielerei, ob das eine denn nun gleich dem anderen ist, kann mir dabei gestohlen bleiben. Maximal, sobald ich mich auf dem wissenschaftlichen Parkett bewege – und damit so weit weg vom Glauben, wie es nur irgendmöglich ist – greife ich ganz gerne auf die Selbstbezeichnung Ignostiker zurück. Das sind die Agnostiker, die eine Diskussion über Gott sinnlos halten, bis der Begriff  “Gott” überhaupt klar sprachlich eingegrenzt ist (ein gutes Mittel gegen die pantheistischen Schwärmer, für die Gott einfach alles ist, womit der Gottesbegriff schlicht zur leeren Hülle wird und durch beliebige andere spirituelle Begrifflichkeiten ersetzt werden könnte). Aber da ist auch immer viel Koketterie dabei. Im Grunde genommen bin ich Atheist und es müsste schon sehr viel passieren, dass sich das in diesem Leben noch ändert.

Punkt 2: Trotz meines Atheismus liebe ich Kirchen. Ich kann nicht genug bekommen von diesen opulenten, oft größenwahnsinnigen Orten, in denen Menschen Tempel für ihren eigenen Glauben errichtet haben. Meinetwegen sind es Gefängnisse oder Gräber Gottes, meinetwegen Symbole des pervertierten Glaubens und der Dekadenz des Christentums… beeindruckend sind sie dennoch. Und wenn ich unterwegs bin, egal ob in Deutschland, Europa oder sonstwo, komme ich an diesen Gebäuden einfach nicht vorbei, ohne zumindest kurz einen Blick hineinzuwerfen: Diese erhabene Atmosphäre, das Alter, die Detailverliebtheit, die mitunter schwindelerregende Höhe… und der Geruch. Gott, allein dieser fantastische Geruch! Und als Kirchenliebhaber muss ich einfach mal konstatieren: Ich habe noch keine so beeindruckenden fotografischen Impressionen der Gotteshäuser gesehen wie die vertikalen Panoramen von Richard Silver. Es ist so naheliegend, Kirchen genau in dieser Form auf das Medium Bild zu bannen, wandert bei einem Besuch in einer Kirche der Blick doch automatisch viel eher von oben nach unten als von links nach rechts. Schwindelig kann einem bei diesen Panoramafotos dann freilich auch werden, ein gottesfürchtiger Mensch würde ihnen vielleicht sogar eine transzendentale Kraft zuschreiben. In diesem Fall begnüge ich mich einfach mit dem ästhetischen Urteil: Fantastisch! Näher kann man einem realen Kirchenbesuch fotografisch wohl kaum kommen.

Bei my modern metropolis gibt es weitere Bilder + ein spannendes Interview mit Richard Silver.

Website von Richard Silver

Wer ist schon perfekt?

Mal wieder eine tolle Aktion von Pro Infirmis! Wir hatten die bereits schon 2011 mal auf dem Schirm und auch das hier geht bestimmt wieder heftigst viral.

 

Die Zürcher Bahnhofstrasse glänzt in der Vorweihnachtszeit mit schmucken Auslagen.
In den Schaufenstern von fünf Modegeschäften sind heute jedoch besondere Schaufensterpuppen mit Behinderung im Einsatz. Die Figuren wurden massstabgetreu als dreidimensionale Abbilder von Miss Handicap 2010 Jasmin Rechsteiner, Radiomoderator und Filmkritiker Alex Oberholzer, Leichtathlet Urs Kolly, Bloggerin Nadja Schmid sowie Schauspieler Erwin Aljukic geschaffen.

 

BBC Newcomer für 2014

Ich habe ja meine Muffeligkeit in Sachen Musik 2013 schon zum Ausdruck gebracht und wartet erst einmal bis ich bei dem Rant über dieses maue Musikjahr angelangt bin. Kann ja nur besser werden und die BBC hat sich schon mal ein paar Newcomer für das neue Musikjahr angeschaut. Ich bin momentan aufgrund meiner Frustration noch eher wenig gewillt unseren Watchout zu starten und naja, so wirklich zünden will das hier auch nicht gerade. Ich wünsche aber trotzdem viel Spaß beim Entdecken und vielleicht bekommen wir unserem Watchout noch etwas mehr hin.

Link

 

XBox One und Playstation 4? …Kommen mir nicht ins Haus!

Weihnachtszeit, Geschenkezeit, Konsumzeit… und die neuen Konsolen sind mittlerweile auch auf dem Markt. Und was soll ich sagen? Ich habe gerade nicht die geringste Lust auch nur einen Cent in die XBox oder die Playstation 4 zu investieren. Im Gegenteil: Bei mir ist gerade das Ranting-Fieber ausgebrochen und ich muss an dieser Stelle einfach mal über den gesamten Launch der selbsternannten Next Gen ablästern. Dabei sah es Anfang des Jahres echt gut aus: Ich war heiß auf die neue Videospielgeneration, nachdem ich um die Vertreter der letzten Generation einen großen Bogen gemacht hatte und mittlerweile doch bereue so manches großes Spielerlebnis verpasst zu haben. Ja, ich hatte Bock auf schicke neue Grafiken, auf coole High End Technik, auf tatsächliche HD/3D-whatever Erlebnisse. Ich habe den Erstpräsentationen entgegengefiebert, war leicht ernüchtert bei der Vorstellung der PS4, war geschockt bei der versemmelten Party zur XBox One und ich habe mir das ganze weitere Jahr Gedanken gemacht: Playstation? Vielleicht doch noch die Box, wenn das Software-Lineup stimmt? Vielleicht doch sogar Nintendo? Ach nee, eigentlich will ich High End und nicht so ne Semi Next Gen? Also am ehesten Sony…? Ich war hin- und hergerissen. Und jetzt? Mehr als nur Ernüchterung… geradezu ein GAU für einen alteingesessenen, anspruchsvollen und in der Vergangenheit oft verwöhnten Gamer wie mich.

weiterlesen

Loop Portraits von Romain Laurent

Unter dem Label One Loop Portrait a Week veröffentlicht der Fotograf Romain Laurent derzeit enorm spannende Cinemagramm-Miniaturen in seinem Tumblr. Hier wurden die Cinemagramm-Möglichkeiten tatsächlich auch mal sinnvoll eingesetzt. Die minimalen Bewegungen der Porträtierten stehen immer in einem Kontext der körperlichen Externalisierung und Interaktionen mit der “Dingwelt”. So werden Blätter aus Röcken aufgewirbelt, aus den Mündern bilden sich enorme Rauchschwaden, Luft wird aufgewirbelt und Objekte werden manipuliert. Mit einem Hauch von Surrealismus, vor allem aber höchst lebendig und weltumarmend. Hinsurfen lohnt sich

One Loop Portrait a Week via Interweb3000

Assassin’s Creed IV – Armageddon Game Glitch

Die Welt geht unter, die Menschen schreien um Hilfe und werden schließlich unter himmlischen Chorälen in den Himmel erhoben, während der Avatar des Spielers einsam zurückbleibt… Gott, wie ich Game Glitches manchmal liebe!

via Gamgea

Art X Smart – Gadgets in klassischen Kunstwerken

Verdammt… das ist sowas von Hipster-Kultur, das es mir fast schon peinlich ist, das an dieser Stelle zu teilen: Der koreanische Illustrator Kim Dong-Kyu verpflanzt iPhones und iPads in klassische Meisterwerke der Bildenden Kunst und dürfte damit voll und ganz den Nerv des urbanen, ironischen Trendsetters treffen. Ich würde die Bilder auch tatsächlich dann erst einmal als das nehmen, was sie sind: Schicke Mashup-Spielereien ohne größeren Hintergrund, ohne große Relevanz…

….Wäre da nicht dieses eine fantastische Bild dabei, auf dem Caspar David Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer (1818) ganz zeitgemäß mit einem iPhone in der Hand auf dem monumentalen Berg thront und das beeindruckende Nebelmeer mit seinem Device digitalisiert.

Es ist lange her, das ich derart prägnant den Zeitgeist des digitalen Zeitalters auf ein Bild gebannt gesehen habe: Gerade dieser Bruch, die monumentale Weite des romantischen Gemäldes gebrochen durch ihre eigene Medialisierung, indem sie zu einem digitalen Abbild auf einem Gadget zusammenschrumpft, lässt dieses Bild fast schon erhaben wirken. Man könnte hier natürlich den einfachsten Weg gehen und das ganze als Kritik an der medialen Vermittlung unserer Zeit lesen, ich finde eine Deutung des Bildes ohne Zeigefinger aber weitaus spannender: Wie medialisiert ist unsere Welt? Was gewinnen, was verlieren wir dadurch? Und wie ist es möglich das schönegutewahre digital zu reproduzieren? Wird durch den ironischen Bruch innerhalb des Bildes nicht vielleicht sogar deutlich, wie anmaßend die romantische Kunstära war, wie sie in ihrem Pomp ästhetische Auren zurechtkonstruierte, wie sie ihren eigenen Repräsentationen einen Wert gab, der die Kunst geradezu ins Metaphysische übersteigerte? Und ist dieser “laxe” Umgang mit Kunst in unserer Zeit nicht auch ein Stück Erlösung des Werkes, da es durch die digitale Reproduktion von all dem metaphysischen Ballast vergangener Kunstepochen befreit wird? Wir digitalisieren, teilen, reproduzieren… und ehren dadurch endlich wieder das Kunstwerk als solches; nicht irgendein zurechtgebasteltes Phantasma von transzendentaler Wahrheit in der Einzigartigkeit des Mediums. Was der Wanderer auf diesem Bild macht ist in gewissem Sinne auch eine Demokratisierung der Kunst, eine Zerstörung des Despotismus der Romantik, eine Befreiung des Augenblicks von ästhetischen Fesseln die Ewigkeit postulieren, ein Zurückführen des Bildes zum Bild.

Anyway, ein fantastisches Mashup. Die anderen Bilder von Kim Dong-Kyu sind zwar eher so nette Spielereien, trotzdem soll an dieser Stelle nicht auf ihre Verlinkung verzichtet werden.

Art X Smart via Visual News

Only God Forgives: Ein offener Brief an Nicolas Winding Refn

Nein, lieber Herr Refn, wirkliche Freunde werden wir in diesem Leben wohl nicht mehr. Dabei will ich Ihnen nicht einmal vorwerfen, dass sie der wohl überbewertetste Regisseur unserer Tage sind. Schließlich können sie dafür nun wirklich nichts, oder? Okay, die ein oder andere ästhetizistische Hipster-Masturbation haben Sie in ihren letzten Filmen schon verbrochen, von kalkulierter Jagd nach Stimmvieh (bei der Wahl um den größten lebenden Regisseur) ist das dennoch weit entfernt. Nein, ich nehme Ihnen den Hype um sie wirklich nicht übel, im Grunde genommen mag ich Ihre Filme ja auch: Den düsteren transzendentalen Trip, Valhalla Rising, der ist wirklich großes Kino, das Slow Motion Actiondrama Drive, ja auch das hat seine Momente… und ja, auch die Pusher-Filme und Bronson sind düstere Action-Bastarde, in denen verdammt viel Kreativität steckt. Ich glaube Ihnen sofort, dass sie mit Herzblut dabei sind und ihre Filme tatsächlich – ohne jede Kalkulation – anders erzählen wollen. Aber um Gottes Willen, müssen sie dabei immer so dick auftragen? Müssen sie dabei immer so sehr den Style- und Design-Göttern huldigen, sich derart in ihren glänzenden und zugleich schmutzigen Bildern verlieren, dass sie drumherum vollkommen vergessen, irgendetwas mit Substanz zu erzählen?

weiterlesen