Die Identität eines Films: Cineastische Durchschnitts-Porträts

Die koreanische Künstlergruppe Shinseungback Kimyonghun erstellt in ihrem Projekt Portrait mittels Analyse-Software Durchschnittsgesichter aus allen Protagonisten eines Films. Oben ist Avatar zu sehen, darunter wird die Entstehung des Gesichts noch einmal in einem eindrucksvollen Produktionsprozess-Video dargestellt. Nach dem Klick folgen Black Swan, The Matrix, Amélie, Taxi Driver und Oldboy. Und was bleibt sonst noch viel zu sagen? Einfach eine großartige Mischung aus Analyse und Konzeptkunst, inklusive Nerdfaktor und erstaunlich ästhetischem Ergebnis, das mich spontan an die verschwommenen Fotografie-Zeichnungen eines Gerhard Richters erinnert. Top!

‘Portrait’ is a series of portraits representing an identity of a movie. A custom software detects faces from every 24 frames of a movie, and creates an average face of all found faces. The composite image reflects the centric figure(s) and the visual mood of the movie.

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Was für ein Bücher- und Lesetyp bist du?

Sommerzeit, Bücherzeit: Und wie jedes Jahr erneut die Konfrontation mit dem Paradox, dass ausgerechnet die strahlende Sonne dazu einlädt, sich hinter einem richtig guten, bevorzugt fetten, Schmöker zu verstecken, um nachher begeistert von der großartigen Urlaubslektüre zu erzählen. Wenn schon ein untätiger Tag am Strand/See/Campingplatz, dann wenigstens mit ein bisschen geistiger/kreativer Stimulans, die immer noch die beste Realitätsflucht liefert und den Urlaub auch konsequent Urlaub vom Real Life werden lässt. Nach dem Klick folgt eine dazu perfekt passende Infografik von Laura E. Kelly, in der sich so ziemlich jeder Leser und Bücherfreund bzw. -Feind wiederentdecken sollte. Ich bin wohl eher so ein Book abusing Typ. Ich liebe vor allem den Inhalt, liebe eigentlich auch das Material, dieses muss dann aber doch bei meinen Leseexzessen weitaus mehr leiden, als es verdient hätte. Wer mir mal ein Buch ausgeliehen hat, kann leider viel zu oft ein Lied davon singen. Daher an diese Stelle auch eine – wirklich ernstgemeinte – Entschuldigung an alle Bibliotheken, Bücher-Entleiher und Bibliophilen dieser Welt, die sich angesichts von Knickspuren, Seitenabnutzungen etc. wegen mir die Hände über dem Kopf zusammenschlagen mussten. Und jetzt schnell weiter im Programm…

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Spielberg, Art, Games, Angry Video Nerd und Satire

Au weia, da haben die Jungs von Pixeled Courier nen heftigen Buzz ausgelöst. In einem gefakten Artikel lässt sich Spielberg über den Vergleich von Games/Kino aus.

When asked if he had tried games like The Walking Dead, Journey and The Last of Us – games where empathy serves as a central aspect of the experience, Spielberg replied in the negative.

“No, I haven’t tried those games, but if they use a controller then they simply cannot be as artistic and daring as Indiana Jones IV.”

Der Rant wurde schon auf mehreren Gaming-Seiten, u.a.Gamestar und Gamona, übernommen und geistert auch als empörter Link auf Facebook rum. Dabei gab es doch so *hust* gelungene Umsetzungen von Jaws, Indy und Jurrasic Park und ich hätte durchaus Verständnis das die Regie-Legende danach keinen Nerv mehr auf Lizenzspiele gehabt hätte. Die Diskussion ist trotzdem spannend und wird hier sicherlich auch noch mal besprochen werden.

Kanye West/Daft Punk/Michael Jackson/Marilyn Manson-Mashup von Girl Talk

Mashup oder Bastard Pop ist zwar etwas wieder aus dem Focus der Hipster verschwunden, aber Girl Talk ist trotzdem immer noch eine Liga für sich. Der Mashup von Black Skinhead mit Beautiful People passt mal richtig gut, während ich einfach momentan zu sehr von Get Lucky genervt bin und Remenber The Time mal wirklich einer der schlechtesten Song vom King of Pop ist.

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Kings Of Leon – Supersoaker (Single)

Schöne neue Sommer-Single von den Kings Of Leon. Mit den gewinnt man zwar auch nicht mehr gerade den Coolness-Wettbewerb, aber erinnert mich angenehm an den 00er-Anfangsphase der Strokes und ist mit Sicherheit besser zu ertragen als Blurred Lines (was ein Scheißsong!!!).

Nirvana – Auftritt in einem Geschäft, Aberdeen,1988

Da bist du in den späten 80er in einem Electro-Laden in der amerikanischen Provinz und siehst drei zottelige Slacker spielen. Ich vermute ein Großteil der Kunden hätte kurz irritiert reingeschaut und wäre einfach weiter gegangen. Woher sollte man auch wissen das diese Typen ein paar Jahre später die Musikwelt auf den Kopf stellen und eines der wichtigsten Alben aller Zeiten veröffentlichen?

und hier ein kleiner Bericht zu dem Auftritt



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Durch die Nacht mit…Olli Schulz und Tom Schilling

Mimimi, gerade nicht so viel Zeit für den Blog und deswegen keine detaillierte Einleitungen zu den Videos. Falls wirklich keiner das Format “Durch Die Nacht…” kennen sollte: 2 Honks laufen meist durch eine supergeili Großstadt, stellen sich gemeinsam ihre bevorzugten Kneipen vor und für gewöhnlich ist ein Part der wesentlich Aktivere. Das Rampensau Olli Schulz hier für die Punchlines verantwortlich ist klar und Schilling eher auf Understatement steht dürfte schon mal klar sein und trotzdem kommen die Beidem einem wesentlich authentischer vor als so manch anderer Promi, der seine totale Selbstdarstellung in diesem Format zelebrieren durfte. Den Tiefpunkt dieser Ausgabe stellt Steffen Seibert da, der langweiligsten Politiker-Sprech vor sich her sabbelt und auch allgemein eine für mich nervtötente schleimige Nicht-Aura hat.