SciFi Filmabriss: The Congress, Interstellar, Young Ones, Apollo 18, Alles eine Frage der Zeit

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Zum Start von 2015 und Rückblick auf das vergangene Jahr, noch einmal Science Fiction satt. Nicht alle der hier rezensierten Filme stammen aus dem Jahr 2014, aber alle habe ich irgendwann in den letzten Monaten gesehen. Und so ziemlich alle – abgesehen von Interstellar – findet Ihr auch mittlerweile in eurer Videothek des Vertrauens. Wenn es also für das Ende von 2014, für den Beginn von 2015 noch einmal futuristisch, spacig, prophetisch werden soll, werdet Ihr hier bestimmt den ein oder anderen potentiellen Kandidaten für einen gemütlichen Filmabend zwischen den Jahren zum Jahresauftakt finden.

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Fitter Happier

more productive
comfortable
not drinking too much
regular exercise at the gym (3 days a week)
getting on better with your associate employee contemporaries
at ease
eating well (no more microwave dinners and saturated fats)
a patient better driver
a safer car (baby smiling in back seat)
sleeping well (no bad dreams)
no paranoia
careful to all animals (never washing spiders down the plughole)
keep in contact with old friends (enjoy a drink now and then)
will frequently check credit at (moral) bank (hole in wall)
favours for favours
fond but not in love
charity standing orders
on sundays ring road supermarket
(no killing moths or putting boiling water on the ants)
car wash (also on sundays)
no longer afraid of the dark
or midday shadows
nothing so ridiculously teenage and desperate
nothing so childish
at a better pace
slower and more calculated
no chance of escape
now self-employed
concerned (but powerless)
an empowered and informed member of society (pragmatism not idealism)
will not cry in public
less chance of illness
tires that grip in the wet (shot of baby strapped in back seat)
a good memory
still cries at a good film
still kisses with saliva
no longer empty and frantic
like a cat
tied to a stick
that’s driven into
frozen winter shit (the ability to laugh at weakness)
calm
fitter, healthier and more productive
a pig
in a cage
on antibiotics.

Euch allen einen guten Start ins neue Jahr…

Deep Dark Fears by Fran Krause

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Gruseln zum Jahresabschluss: Illustrator Fran Krause hat sich in simplen – dafür aber umso verstörenderen – Illustrationen den verborgenen Ängsten verschiedener Menschen angekommen. Das Ergebnis sind minimalistische Bizarrerien, die auf den ersten Blick absurd und irrational erscheinen, in denen man allerdings seine eigenen Ängste sehr schnell widergespiegelt findet. Der menschliche Verstand ist ein böser Troll und die eigene Kreativität kann mitunter dein ärgster Feind sein. Mehr davon gibt es in Krauses TumblrFacebook oder Instagram zu sehen. Außerdem könnt ihr die Teile auch als Prints kaufen.

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Deep Dark Fears via Bored Panda

Das Jahr 2014

Welch tolles compendium des vergangenen Jahres. Wer, so wie ich, nicht alles wiedererkennt, findet auf beutlerink.com, was auch die Quelle ist, eine Liste der Ereignisse plus ein kleines making-of und hier das Bild in größer. Was mich dennoch stört: die Welt ist mir hier viel zu heile. Das Wiedererkennungsspiel ist lustig, aber es ist auch ziemlich verniedlicht und viel Relevantes ausgespart, während man auf anderes hätte verzichten können. Kurz: 2014 war ein krasseres Jahr (im Sinne von “unschön”) , als dieses Bild vorgibt.

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via this isn´t happiness

Nintendo goes Pulp Fiction

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Fantastische Remix-Kunst von Astor Alexander (Behance, Tumblr, und DeviantArt): Nintendo-Ikonen als klassische Pulp Fiction Novels, inklusive Femmes Fatales, räudigen Ermittlern, sexy Bounty Hunter Science Fiction und abblätternden Groschenroman-Seiten. So und nicht anders!

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PulpNintendo via The Escapist

Kleines & Gemeines von Lucas Levitan

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Hihi! Ich kann mich einfach nicht einkriegen. Dieser Mashup von Instragram-Fotos und den Zeichnungen von dem Brasilianer Lucas Levitan sind knuddelig, gemein und mitunter einfach herzerwärmend.

Erinnert mich an meine Schulzeit, als ich meine künstlerische Ader in Schulbüchern ausgelebt habe und Kaiser Wilhelm einen Döner auf seinen Helm verpasst habe.

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Was passiert, wenn man über den Rahmen bekannter Plattencover hinausschaut?

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Yeah! Alberne Dekonstruktionskunst, die in diesem Moment genau mein Fall ist und geradezu nach einer Clickbait-Überschrift schreit. Ähnlich wie die Dark Sides of the Cover schert sich die Kreativfabrik Aptitude bei ihrer Spekulation über das Geschehen neben den berühmten Coverbildern weder um Ernsthaftigkeit noch um einen sozialkritischen Anspruch. Stattdessen gibt es infantilen Nonsens voll auf die Fresse. Und der passt in dem Fall einfach mal: So plantscht also das Nevermind-Baby hier mit Hai und Delphin, so latschen die Beatles entspannt über die Route 66, Michael Jackson erhält düstere Prophezeiungen von einem zukünftigen Macaulay Culkin und die Parklife-Hunde rennen vor einem gigantischen Hasen davon. Subtil geht anders. Aber wer braucht schon subtil?

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Espacios occultos – Die Leere der Leinwand

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In seiner Reihe Espacios occultos, zeichnet der spanische Künstler José Manuel Ballester berühmte Gemälde der Kunstgeschichte nach, verzichtet dabei jedoch auf sämtliche Personen, die auf den Originalen zu sehen sind. Die Enthumanisierung der Kunstwerke öffnet so den Blick des Betrachters für den Hintergrund, für das, was sonst hinter den Porträtierten verschwindet. Im wahrsten Sinne des Wortes versteckte Plätze kommen so plötzlich zum Vorschein: Eine einsame im Wasser treibende Muschel, die ihrer Rolle als Geburtsort der Venus beraubt ist, ein Hügel, einzig belebt von einer Blutlache, die ihn zum verlassenen Tatort der Erschießung der Aufständigen von Madrid werden lässt, eine verlassene Tafel, an der das letzte Abendmahl nur noch eine blasse Erinnerung zu sein scheint und ein inhumanes Chaos abstrakter Formen, die ein Guernica bilden, das die Menschen, die es einst bevölkerten, komplett vernichtet hat….

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Tausendteiliges CMYK-Puzzle

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Puzzlespaß für alle Farb- und Designfreunde. Das CMYK-Puzzle von Clemens Habicht besteht aus exakt 1000 Teilen, von denen jedes einzelne aus jeweils genau einer Farbe dieses Farbspektrums besteht. Die Herausforderung – die Teile alle so anzuordnen, dass die gesamte Farbpalette sichtbar wird – soll laut Macher weitaus niedriger sein, als man bei diesen epischen Ausmaßen vermuten könnte. Der intuitiven Farberkennung des menschlichen Auges sei Dank. Schönes Teil!

1000 Colours via Colossal

Hörenswertes: Scott Walker & Sunno))), Marianne Faithfull, Damien Rice, Pink Floyd, TV on The Radio

fluchtpunkthafen

Au revoir, auf Wiedersehen
goodbye, tschüss und baba
es ist soweit, adiós, au revoir
(Ja Panik- Au Revoir)

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15 Jahre – Happy Birthday, Plattentests.de

plattentests

Wenn ich nach meiner musikalischen Sozialisation gefragt werde, kommen mir natürlich als erstes die Bands in den Sinn, die ich als junger Teenager gehört habe: Nirvana, Metallica, NOFX, R.E.M… etc…. eben alles, was der early 90’s Alternative Rock und Metal so hergibt. Vielleicht verliere ich dann noch ein paar Worte dazu, wie ich von MTV geprägt wurde, wie ich die Plattensammlung meines älteren Bruders durchstöberte oder wie ich in den späteren 90ern auf diversen Festivals immer die Künstler suchte, von denen ich vorher noch gar nichts gehört hatte, einfach nur, um mir ein Bild davon zu machen, ob ihre Musik DIE perfekte Musik für mich sein könnte. Und dann, wenn es darum geht, welche schriftlichen Publikationen meinen Musikgeschmack entscheidend mitgeprägt haben, lande ich – noch vor Visions/Intro/Pitchfork/NME und Konsorten – ohne große Umwege direkt bei einem Namen: Plattentests Online. Ein – wohl gar nicht mal so kleines – Portal für Musikrezensionen, mit hervorragenden Texten, viel Potential für goldene musikalische Fundstücke abseits des Mainstream (und auch der eigenen Indie/Alternative/Rock Filter Bubble) und einem der außergewöhnlichsten Foren des gesamten Internets. Diese großartige Seite wurde diesen Monat 15 Jahre alt. Zeit für ein paar Glückwünsche und Worte des Dankes.

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I see my Mural and I want to paint it black – Blu zeigt der Gentrifizierung den Stinkefinger

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Das BLU-Mural an der Curvystraße gehörte nicht nur zu den ikonischsten Urban Art Stücken Berlin, darüber hinaus zauberte es auch mir, selbst beim hundertsten Vorbeigehen, immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Das war Kreuzberg, das war Berlin… und nun ist es weg, für immer. Vom Meister selbst beauftragt, einmal komplett mit schwarz überzeichnet, so dass nur noch – für kurze Zeit – ein Stinkefinger zu sehen war, der der schwarzen Tapezierung letztendlich aber auch zum Opfer fiel.

Hintergrund der Aktion ist, dass ein Münchner Investor die Curvy-Branche bebauen wollte und schon länger klar war, dass Blus urbanes Meisterwerk dieses Bebauungsplänen im Weg stand. Es gab ne Petition bei Change.org, das Werk unter Denkmalschutz zu stellen, es gab Proteste, es gab das bekannte Aufbäumen gegen die Gentrifizierung. Und nun hat Blu selbst einen Schlussstrich unter die Sache gezogen. Breit, schwarz, konsequent… und vor allem nicht zu übersehen. Die ganze Aktion hat schon etwas von einer Beerdigung: Ein dunkler, trauriger Moment für Street Art Freunde.

The Pessimism, Despair and Hypocrisy of Berlin’s Street Art via Kotzendes Einhorn und Nerdcore

Vater spielt mit seinem Sohn die Evolution der Videospiele nach

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Wunderbares Projekt eines Vaters, der seinen Sohn einmal die komplette Geschichte der Videospiele – von den Dark Ages of Atari VCS2600 bis zu den Playstation Games von heute – hat spielen lassen. Dabei hat das Ganze durchaus einen gewissen Experimentalcharakter: Immerhin wusste der Dreijährige, als er mit dieser Zeitreise anfing, nichts von großen 3D-Welten, Polygonen, HD-Grafik und 60 fps. Stattdessen präsentierte ihm sein Vater über mehrere Jahre lang die Evolution der Videospiele im Zeitraffer, gerade so als würde sie in dieser Zeit live geschehen… Und das Ergebnis ist mehr als beeindruckend. Im zarten Alter von 6 Jahren z.B. hat der junge Videospielentdecker das erste Legend of Zelda – ohne irgendeine Hilfe – selbstständig komplett durchgespielt; ein Titel an dem sich nicht nur so ziemlich alle Kids von heute die Zähne ausbeißen, sondern das auch zu meiner Zeit den Ruf hatte, ein verflucht schweres Game zu sein. Nerd-Daddy of the decade!

Playing With My Son via Boing Boing

Let´s Play – African MineCraft

Die Demokratische Republik Kongo ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt. Zugleich ist es eines der Ärmsten. Gewissermaßen entblößt die jüngere Geschichte der Demokratischen Republik Kongo, mit ihren jahrelangen Bürgerkriegen, den unethischen und unmoralischen Charakter des neoliberalen Kapitalismus und seiner Ideologie des freien Marktes. Hier wird deutlich was passiert, wenn der Markt ohne Kontrolle walten darf. Internationale Konzerne profitierten nicht nur vom Bürgerkrieg, sondern sorgten indirekt für dessen Aufrechterhaltung, da sich die Bürgerkriegsparteien mit Coltan, Diamanten und Gold finanzierten.

Idee, Animation, Musik: tilted MF