U2 Olympiastadion Berlin, 18.07.2009

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U2 und Berlin, das ist eine besondere Geschichte. Hier entstand 1992 ihr vielleicht bestes Album „Achtung Baby“, welches mit dem euphorischen Stadionrock der 80er brach und zeitgemässe Hooklines und Experimente aus den Dance-Clubs zuließ. Das Album zementierte endgültig den Status von U2 als einer der erfolgreichsten Bands der Gegenwart und brachte Frontsänger Bono in eine schwere Identitäskrise, der er nur entkam,  indem er sich hinter einer monströsen Sonnenbrille versteckte und ein Bühnen Alter Ego namens McPhisto (in Ahlehnung an Mephisto) erschuf und mit Pop ein lautes Mifdlife Crisis Album erschuf, was zwar den ständigen Willen zur Veränderung demostrierte, aber dann doch allzu deutlich klarmachen sollte, dass U2 immer noch mit jüngeren Bands und dem damailigen Zeitgeist Schritt halten konnte.

Fast 11 Jahre später scheinen U2 ihren Frieden und ihre Standortbestimmung gefunden zu haben. Wärend die 90er noch ein Verteidigungskampf gegen die wütende neue Rockgeneration waren und Stadionrock-Antipathien als der neue Chic galten, können sich die irischen Rocker im Jahr 2009 ganz  entspannt zurücklehnen. In Zeiten von massiven Verkaufseinbrüchen verkaufen sich die Alben von U2 dank treuer Fanbase trotzdem  immer noch ordentlich und durch neuere Hits wie Beautiful Day konnte auch die jüngere Generation bei der Stange gehalten werden. Weiterlesen

Unerhört! Dramatiker entdeckt dass Menschen Frauen sind II – Henrik Ibsens “Hedda Gabler”

Ebenso wie Nora ist auch Hedda Gabler eingesperrt, doch Hedda ist von ganz anderem Kaliber. Sie ist, oder vielmehr war ein wildes Mädchen, eine Laura Palmer. Bevor sie sich mit dem sie langweilenden Kulturhistoriker Jörgen Tesman verheiratete, hatte sie einige Liebesbeziehungen. Eine Laura Palmer also, die versucht eine Lady Macbeth zu sein, wie wir sehen werden. Doch sie hat eben mehr gemein mit ersterer, der schönsten Wasserleiche der Welt aus „Twin Peaks“, als mit Lady Macbeth. Vor allem ist sie am Ende genauso tot.

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Unerhört! Dramatiker entdeckt dass Menschen Frauen sind I – Henrik Ibsens “Nora”

Mit „Stützen der Gesellschaft“ entwickelte Henrik Ibsen 1877 das naturalistische Gesellschaftsdrama. „Nora oder Ein Puppenheim“ (1879) und „Hedda Gabler“ (1890) entsprechen nicht ganz den Regeln des naturalistischen Dramas, weisen jedoch naturalistische Züge auf. Allen voran das kritisch- analysierende Moment.

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