Trailer zur 3. Staffel von „Californication“ online

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Seit Mitte Juli kann man den Trailer zur neuen Staffel der David Duchovny Festspiele, auch „Californication“ genannt, ansehen. Auch wenn die Ausschnitte definitiv Lust auf mehr machen, bleibt doch abzuwarten, ob an das hohe Niveau der ersten beiden Staffeln angeknüpft werden kann. Immerhin spielt Hanks Muse Karen hier nur eine untergeordnete Rolle, während die Serie bisher größtenteils vom prickelnden Zusammenspiel der beiden lebte. Wir in Deutschland schauen aber sowieso noch eine Zeit lang in die Röhre. So nennt RTL2 für den Start der 2. Staffel vage das Jahresende und auch die DVD zur 1. Staffel lässt noch bis zum 10. September auf sich warten. Anstatt Daumen zu drehen könnt Ihr Euch bis dahin ja wenigstens die Zeit in Hank-Manier vertreiben mit „Vodka, Weed and Warren Zevon“. weiterlesen

Was up? Hier kommt Brüno! (Rezension zu Cohens "Brüno")

An Sacha Baron Cohen scheiden sich ja bekanntlich die Geister. So war sein letzter Kinoausflug „Borat“ für manche eine grandiose Mischung aus Holzhammer-Humor und subtiler Gesellschaftskritik, für andere hingegen eine unzumutbare Parade ekelhafter Ferkeleien. Bei seinem neuen Streich „Brüno“ dürfte es sich genauso verhalten, wurde das Konzept doch nahezu komplett von „Borat“ übernommen und nur die Kunstfigur ausgetauscht. Wer „Borat“ mochte, sollte also auch mit „Brüno“ warm werden, soviel kann vorneweg schon gesagt werden.

Wer ist nun aber dieser Bruno (oder angeschwult: Brüno)?: Cohen schlüpft diesmal in die Rolle eines homosexuellen Österreichers, der als Modejournalist beim Fashion-Magazin „Funkyzeit“ gefeuert wurde und sich nun auf den Weg in die USA macht, um dort „mega famous zu werden. weiterlesen

Er kam, sah und schockierte (Rezension zu Cohens "Borat")

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Jagshemash!

Und mein Name Johannes. Ich bin sehr aufregend, sehr aufregend, denn ich euch heut erzählen über ein Films, das euch Lachens macht wie nie zuvor, obwohl es euch Weinens machen sollte. Klingen interessant? Passen auf:

Es kann ja so einfach sein, einen erfolgreichen Film zu drehen. Man erfindet eine Kunstfigur, vereint in ihr alle Klischees, die die Mottenkiste so ausspuckt, schickt sie in die ferne „U.S. und A.“ und lässt das Übrige mehr oder weniger auf sich zukommen. So geschehen beim britischen Komiker Sacha Baron Cohen, der in der Rolle des frauenfeindlichen, antisemitischen Steinzeit – Reporters Borat aus Kasachstan quer durch die Staaten reiste und dort vorgab, für das kasachische Fernsehen zu filmen, damit sein Heimatland vom „American Way of Life“ lernen kann. Aus diesem Filmmaterial bastelte Cohen schließlich einen der kontroversesten Filme der letzten Jahre, zog sich den Unmut von Privatpersonen wie Regierungen zu, und all das nur, weil in bester „Michael Moore“ – Manier einige Dinge ans Tageslicht kamen, die nicht so ganz in unsere Spaßgesellschaft passen wollen. Na ja, und natürlich auch aufgrund der Tatsache, dass es an allen Ecken und Enden vor Schweinereien nur so wimmelt. weiterlesen

U2 Olympiastadion Berlin, 18.07.2009

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U2 und Berlin, das ist eine besondere Geschichte. Hier entstand 1992 ihr vielleicht bestes Album „Achtung Baby“, welches mit dem euphorischen Stadionrock der 80er brach und zeitgemässe Hooklines und Experimente aus den Dance-Clubs zuließ. Das Album zementierte endgültig den Status von U2 als einer der erfolgreichsten Bands der Gegenwart und brachte Frontsänger Bono in eine schwere Identitäskrise, der er nur entkam,  indem er sich hinter einer monströsen Sonnenbrille versteckte und ein Bühnen Alter Ego namens McPhisto (in Ahlehnung an Mephisto) erschuf und mit Pop ein lautes Mifdlife Crisis Album erschuf, was zwar den ständigen Willen zur Veränderung demostrierte, aber dann doch allzu deutlich klarmachen sollte, dass U2 immer noch mit jüngeren Bands und dem damailigen Zeitgeist Schritt halten konnte.

Fast 11 Jahre später scheinen U2 ihren Frieden und ihre Standortbestimmung gefunden zu haben. Wärend die 90er noch ein Verteidigungskampf gegen die wütende neue Rockgeneration waren und Stadionrock-Antipathien als der neue Chic galten, können sich die irischen Rocker im Jahr 2009 ganz  entspannt zurücklehnen. In Zeiten von massiven Verkaufseinbrüchen verkaufen sich die Alben von U2 dank treuer Fanbase trotzdem  immer noch ordentlich und durch neuere Hits wie Beautiful Day konnte auch die jüngere Generation bei der Stange gehalten werden. weiterlesen

Unerhört! Dramatiker entdeckt dass Menschen Frauen sind II – Henrik Ibsens “Hedda Gabler”

Ebenso wie Nora ist auch Hedda Gabler eingesperrt, doch Hedda ist von ganz anderem Kaliber. Sie ist, oder vielmehr war ein wildes Mädchen, eine Laura Palmer. Bevor sie sich mit dem sie langweilenden Kulturhistoriker Jörgen Tesman verheiratete, hatte sie einige Liebesbeziehungen. Eine Laura Palmer also, die versucht eine Lady Macbeth zu sein, wie wir sehen werden. Doch sie hat eben mehr gemein mit ersterer, der schönsten Wasserleiche der Welt aus „Twin Peaks“, als mit Lady Macbeth. Vor allem ist sie am Ende genauso tot.

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Unerhört! Dramatiker entdeckt dass Menschen Frauen sind I – Henrik Ibsens “Nora”

Mit „Stützen der Gesellschaft“ entwickelte Henrik Ibsen 1877 das naturalistische Gesellschaftsdrama. „Nora oder Ein Puppenheim“ (1879) und „Hedda Gabler“ (1890) entsprechen nicht ganz den Regeln des naturalistischen Dramas, weisen jedoch naturalistische Züge auf. Allen voran das kritisch- analysierende Moment.

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