James Joyce liest Ulysses

Bookmark für später…  Die Buchhändlerin und Verlegerin Sylvia Beach verfrachtete 1924 James Joyce in ein Tonstudio, wo er eine Passage aus seinem Mammutwerk Ulysses vorlesen durfte. In ihren Memoiren schrieb sie dazu:

Joyce had chosen the speech in the Aeolus episode, the only passage that could be lifted out of Ulysses, he said, and the only one that was ‘declamatory’ and therefore suitable for recital. He had made up his mind, he told me, that this would be his only reading from Ulysses.

I have an idea that it was not for declamatory reasons alone that he chose this passage from Aeolus. I believe that it expressed something he wanted said and preserved in his own voice. As it rings out–’he lifted his voice above it boldly’–it is more, one feels, than mere oratory.

Ich mag Ulysses übrigens tatsächlich… wirklich… Natürlich ist das auch so ein Poser-Buch, das sich selbstverliebte Bildungsbürger ins Regal stellen. Zusätzlich ist es aber neben Manns Doktor Faustus und der Illuminatus-Trilogie einfach mal der beste Roman, der im 20. Jahrhundert geschrieben wurde.


via Kotzendes Einhorn und Open Culture

Introducing: Textbeute

Johannes, der hier hin und wieder auch ein wenig gebloggt hat, arbeitet seit neustem an einer wirklich schönen Podcast-Reihe, die er regelmäßig jeden Samstag auf YouTube veröffentlicht. Unter Textbeute liest er die verschiedensten (gemeinfreien) Texte, die er im Netz, der Bibliothek oder auf dem Flohmarkt erbeutet hat: Kurt Tucholsky musste bereits daran glauben, ebenso Manfred Kyber und – was mich persönlich besonders erfreut hat – der allseits beliebte Heinrich von Kleist. Vorbeischauen, oder besser gesagt “Vorbeihören” lohnt sich also in jedem Fall…


Textbeute bei Netzbeute

Errata corrige – Bücherpanoramen

Beeindruckende Installationen der Künstlerin Ekaterina Panikanova: Errata corrigere, zu deutsch “Korrekturverzeichnis” ist eine Sammlung fantastischer Bookshell-Konzepte, in denen die offenen und aneinandergereihten Bücher zur Leinwand für verspielte Skizzierungen, Zeichnungen und Collagen werden. Da lacht das Bibliophilen-Herz, da freut sich die Dekonstruktivisten-Leber, da genießt das Ästheten-Auge und da jauchzt das Remixer-Hirn.

Errata corrigere via colossal

Hörenswertes Sommer 2013 II: Disclosure, Boards of Canada, Beady Eye, Editors, Deafheaven, Kanye West

Uff, das wird ein Sommer! Ich könnte momentan eigentlich wöchentlich einen Hörenswertes-Artikel raushauen und würde immer noch hinterher hinken. Wem bei Boards of Canada nicht gerade das Wasser im Mund zusammen läuft, der benötigt entweder dringend musikalische Nachhilfe oder hat ganz einfach einer der wichtigsten elektronischen Acts der letzten 10 Jahre verpasst. Das Oasis-Nachfolge Projekt Beady Eye bemüht sich derweil noch um solche Wichtigkeit. So, genug Einleitungs-blabla getippt, das geht ja alles von eurer und meiner Zeit ab…

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Gespräche mit einer Zweijährigen… nachgestellt mit einem erwachsenen Mann

Eigentlich ein Fall von “Titel sagt schon alles”: Die Videos von Matthew Clarke gehören mit zum Absurdesten und Niedlichsten, was ich in letzter Zeit im Neuland zu sehen bekommen habe. Daher, anstatt groß über Subtext und grotesken Stil zu philosophieren, an dieser Stelle einfach die drei – absolut sehenswerten – Filme:




via Maik

Sigur Ros – Kveikur Live (Stream)

to celebrate the release of their new album kveikur, sigur rós will play a selection of songs from the record live during a special 360° interactive webcast from dresden, germany. during the show fans will be able to take control of the 360 cameras and watch the show from whichever angle they choose.

Und worauf wartet ihr jetzt noch?? Schnell, in einpaar Minuten geht es los!

Stream

Ohrwurm: Serge Gainsbourg & Brigitte Bardot – Bonnie & Clyde

In meinen Träumen bin ich manchmal in den 60ern und genau so lässig-düster wie Serge Gainsbourg, immer noch der bedeutendste Künstler den Frankreich je hervor gebracht hat und singe ein Duett mit einer lasziven Blondine, die keine 6 Euro Shirts von Primark über ihren Schwabbelbauch zieht sondern einen eleganten Fummel. Ok, das ist kein Traum sondern das Video zu Bonnie & Clyde und bringt mir gerade französische Sommerbrise in meine Duisburger Wohnung.

E3-Nachlese

Um dann doch noch ein paar Worte zur E3 zu verlieren… Immerhin verfolge ich spätestens seit Mitte letzten Jahres die aktuellen Videospielentwicklungen nicht nur recht gerne sondern auch tatsächlich konkret interessiert: Die Next-Gen steht vor der Tür und nachdem ich diese Generation ein wenig pausiert habe, was aktuelle Videogames betrifft, werde ich 2014 dann wohl doch zu einer der neueren (Wii U) oder neuesten (Playstation 4, XBox One) Konsolen greifen. Insofern war diese E3 für mich tatsächlich eine ziemlich relevante Entscheidungshilfe, insbesondere nachdem Nintendo den Start der Wii U so versemmelt hat, Sony mich mit der PS4-Präsentation nicht wirklich kicken konnte und Microsoft mit einigen seiner XBox One “Innovationen” geradezu Kopfschmerzen auslöste. Letzten Endes sind die Spiele entscheidend: Nicht die Mediacenter-Innovationen, nicht das Internetgedöns drumherum (für beides gibt es von GoogleAppleRaspberry weitaus bessere Alternativen) und auch nicht der sonstige Kram, den man sich mit Konsolen ans Bein binden kann. Wenn ich ne Next-Gen-Konsole kaufe, dann will ich zocken… und nichts anderes. Dementsprechend vielversprechend waren die Ankündigungen für die Electronic Entertainment Expo: Spiele, Spiele, Spiele… sowohl Exclusives als auch Multiplattformer und endlich relevante Eckdaten zu den neuen Babies der großen Hardwarehersteller, jenseits von technischen Masturbationsvorlagen wie Terraflops etc. Wie die einzelnen Maschinen Spiele sich schlagen und ob mein wankelndes Gemüt endlich eine Entscheidung getroffen hat, gibts nach dem Klick.

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Emoticons im Real-Life

Ok, bei diesem Projekt wäre man wieder an dem Punkt wo man sich überlegt ob das Leben die (Web-)Kunst oder umgekehrt die Kunst das Leben imitiert, aber die Fotoserie von Ted Sabarese ist lustig, auch wenn ich bei ihm :-P eindeutig die Zunge vermisse.

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K.I.Z. – Ich bin Adolf Hitler (Video)

Juchei, K.I.Z. melden sich mit einem neuen Mixtape zurück! Niemand Geringeres als Onki Addi stand diesmal Pate  für den neuen Song und bei ” Ich komme umsonst in den Club/Ich bin Adolf Hitler/Sein Scheitel Swag/Ich bin ein Hipster” muss ich halt trotz Brachial-Humor mal wieder lachen. Das Oliver Polak, Autor von “Ich darf das -”Ich bin Jude” die Hauptrolle im Musikvideo macht das Ganze natürlich nicht unkomischer.

via Vice