Musikvideo der Woche: Frankie Goes To Hollywood – Relax

30 Jahre hat dieser Song auf dem Buckel und irgendwie hat sich relativ wenig getan. Die Bundeskanzlerin tut sich ja bekanntlich schwer mit dem Adoptionsrecht für Homosexuelle und Russland Präsident Putin bekommt bestimmt schon Stresspickel, wenn in seiner Nähe jemand eine Banane isst. Der Song hat also von seiner Aktualität nichts verloren und das Video, so traurig wie das eigentlich ist, würde wohl auch heute wieder für Aufruhr sorgen. Das Musikvideo produzierte Candyman-Filmregisseur Bernard Rose.

Frankie Goes To Hollywood – Relax (1983)

Regie:Bernhard Rose
Album:Welcome to the Pleasuredome

Eine typische Wahlsondersendung (Walulis sieht fern)

Eine absolute Schande wie die wirklich großartige Sendung “Walulis sieht fern” da irgendwo auf einem Spartensender verheizt wird, aber zum Glück haben Youtube und Mediatheken das olle TV eh abgelöst. In der neuesten Ausgabe parodiert Walulis mal wieder sehr gekonnt den nichtssagenden Politikersprech und die obligatorische Selbstbeweihräucherung während einer Wahlsondersendung.

Breaking Bad s05e14: Ozymandias – Die große Tragödie

Eine Schockstarre scheint sich über die Breaking Bad Fans gelegt zu haben… Im Gegensatz zu den Vorwochen lassen Recaps und Rezensionen auf sich warten, einzeln angesprochen, enthuscht den Fans und Enthusiasten meistens nur ein “krass” oder “heftig” … und ich selbst weiß auch gar nicht, wo ich jetzt ansetzen soll, um meine Gedanken zur Folge s05e14 niederzuschreiben. Verwunderlich, haben wir es doch mit der Episode Ozymandias mit der vermutlich besten Episode der fünften Staffel zu tun. Wenig verwunderlich, handelt es sich bei dieser jedoch auch um die extremste Episode der fünften Staffel. Habe ich letzte Woche noch den Genrespagat abgefeiert, der Breaking Bad wieder einmal fulminant gelungen war, so lässt sich nach der jüngsten Entwicklung nur konstatieren: Die Tragödie hat zurückgeschlagen. Bösartiger, düsterer und dramatischer als jemals zuvor. Gleichzeitig hat mit Ozymandias eine Entwicklung auch ihren Endpunkt erreicht. Das “höher, schneller, weiter” Prinzip Heisenbergs wurde bereits zu Beginn der zweiten Staffel abgebremst – nicht nur, da der Protagonist sich aus dem Geschäft zurückgezogen hat, sondern auch weil er durch seinen Nemesis Hank enttarnt wurde. Nun hat diese Abbremsung zum endgültigen Stop geführt. In der Folge bleibt Walt nur noch übrig die Scherben zusammenzukehren.

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Links fürs Wochenende

Warum Wählen keinen Gewinn bringt – und warum die Demokratie trotzdem funktioniert

Gedanken von Thomas Grüter über die Irrationalität der Demokratie… Ich persönlich habe da mittlerweile, Dank heftiger Diskussionen der letzten Wochen, ein relativ dickes Fell entwickelt, wenn es darum geht zu verteidigen, warum es aus individueller Perspektive höchst irrational ist, wählen zu gehen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Stimme in irgendeiner Form das Wahlergebnis beeinflusst, praktisch gegen 0 tendiert. Wahrscheinlich hat jedes alberne Facebook-Posting, jede kleine politische Äußerung von mir mehr Einfluss auf den Ausgang der Wahl als die Tatsache, dass ich auch dieses Jahr wieder in die Kabine gehen und mein Kreuzchen machen werde. Ein demokratisches Dilemma eben… und wie (fast) immer werde ich auch bei der Bundestagswahl 2013 wieder einmal irrational handeln. Mich gegenüber Nichtwählern erhaben, verantwortungsbewusster oder gar demokratischer zu fühlen, ist dabei allerdings nicht drin.

Der Kampf der Kleinen (Video: 90 Minuten)

ARD-Reportage über die kleinen Splitterparteien, die regelmäßig an der 5%-Hürde scheitern und trotzdem um jedes kleine bisschen Aufmerksamkeit kämpfen.

Mathematiker beweisen die Existenz Gottes? Nicht wirklich…

Florian Freistetter über den ontologischen Gottesbeweis von Kurt Gödel und über die grundsätzliche Problematik der Prämissen, wenn man Gott mit Werkzeugen der Logik auf die Schliche kommen will. Passend dazu auch der Artikel Gottesbeweis per Mathematik und Computer? von Jürgen Schönstein.

…und der Tempel des Todes

Alle tun es, keiner spricht darüber – aber hiermit hat das Schweigen ein Ende. Vier Betroffene berichten von ihrer persönlichen Beziehung zu einem Spiel, das durch die ‘Daily Challenge’ einen sozialen Aspekt dazugewonnen hat. Wir finden: Spelunky ist jetzt schon ein Klassiker des Gamedesigns.

Vier Blickwinkel auf ein Spiel, vier Texte, vier Spelunky-Opfer … und der Tempel des Todes.

Und wer davon nicht überzeugt ist, der kann es einfach selbst antesten: Das Original-Spelunky zum kostenlosen Download, oder die kostenpflichtige Steam- und XBox-Variante.

Sorry Mario Bros (Freeware-Game)

Wo wir schon bei herausfordernden Plattformern sind: In Sorry Mario Bros wird das sattsam bekannte Damsel-in-Distress Konzept der Mario-Serie auf den Kopf gestellt, indem der Spieler die Steuerung von Princess Peach übernimmt und hier dabei hilft, sich mit eigener Kraft aus Bowsers Schloss zu befreien.

Djändan (Gendern, das)

Gegenderte, also vermeintlich dem Geschlecht des vermuteten Kunden angepaßte Produkte, (via) finde ich persönlich ja ganz wunderbar. Jaja, wirklich!

Listen to Wikipedia

Data-Vertonung der Internet-Enzyklopädie, bei der Bearbeitungen, Neukreationen und Löschungen von Artikeln in nahezu meditative Töne übersetzt werden. Hier noch mal für  näher Interessierte die Story zum Projekt bei Verge: Fall asleep to the sound of Wikipedia (via)

Download Free Music from 150+ Classical Composers

Klassischer Sound fürs Wochenende…

Mad Magazine #1

…und klassischer Lesestoff fürs Wochenende. Die Erstausgabe des Mad Magazine gibt es derzeit als Kindle-Edition im ebook-Format bei Amazon für lau. (via) Edit: Leider nur bei Amazon.com. Keine Ahnung, ob man da trotzdem auch aus Deutschland rankommt. Alternativ gibt es das Teil ebenfalls kostenlos bei Comixology

Musikvideo der Woche: Arcade Fire – Reflektor

 Yay! Arcade Fire sind endlich zurück! Der neue Song spaltet gerade den Freundeskreis ziemlich und ist sehr groovy ausgefallen. Ich behaupte mal die kanadischen Indie-Legenden nie so funky gehört zu haben und trotzdem meistern sie auch diese Hürde, als ob sie nie was anderes gemacht haben. Wartet also gefälligst mit euren “Best Albums of 2013″- Listen bevor das neue Album Ende Oktober erscheint.

Arcade Fire – Reflektor (2013)

Regie: Anton Corbjin
Album: Reflektor

Joking Bad – Breaking Bad Parodie in der Jimmy Fallon Show

Sorry Flo, den muss ich dann noch raus hauen! Einer der Comedy-Götter aus Amerika hat mal wieder zugeschlagen. Jimmy Kimmel prankt das ganze Internet, der andere Jimmy nimmt sich die beste Serie aller Zeiten vor. In verdammt kultigen 13 Minuten kommen übrigens auch die Original Schauspieler aus Breaking Bad vor. So, wie will man das noch überbieten?

via

Breaking Bad s05e13: To’hajiilee – Unberechenbarkeiten und Genresprünge

Okay, sprechen wir kurz darüber, warum wir Breaking Bad lieben. Denn so sehr sich die ganzen Fans auch darüber einig sind, dass die Serie womöglich das TV-Ereignis des Jahrzehnts, The Best TV-Show except The Wire oder gleich die beste Fernsehserie aller Zeiten ist, so sehr scheinen doch die Meinungen auseinander zu gehen, warum Walter Whites Drogengeschichten ein derartiges Glanzlicht am TV-Himmel darstellen. Ich persönlich liebe ja vor allem die tragischen Momente Breaking Bads und habe jetzt auch schon mehrmals von dritter Stelle bestätigt bekommen, wie deprimierend die Serie auf den Zuschauer wirken kann (auch wenn ich gerade die tragischen Momente eher als reinigend im Sinne einer klassischen Katharsis wahrnehme). Abseits davon wird man aber auch oft genug mit einem Lob der komischen und bizarren Momente der Serie konfrontiert; oder aber auch einem Verweis auf den enervierenden Thrill und die ungeheuerliche Spannung, die Gilligans Meisterwerk auszeichnet; einem Hinweis auf die satirischen Spitzen und politischen Anspielungen (wenn auch deutlich seltener seit Staffel 2) oder gar einem Lob der herausragenden, tiefgründigen Symbolsprache (Wie z.B. Christian Alt in seinen mehr als lesenswerten Recaps). Frag zehn Breaking Bad Fanboys oder Fangirls, warum sie die Serie so schätzen und du erhältst zehn verschiedene Antworten, dessen bin ich mir sicher. Und warum diese ausufernde, lange Einleitung? Weil To’hajiilee einfach noch einmal sehr gut unter Beweis stellt, wie eklektisch und damit auch unberechenbar Breaking Bad mit seinen verschiedenen Genres und Atmosphären umgeht.

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Dark and edgy: A modern Trailer of “Monty Python and the Holy Grail”

…und schrammt dennoch so ganz knapp an der Kategorie “lächerlich” vorbei. Die virtuelle, abgründige, düstere und moderne Version der “Ritter der Kokosnuss” erinnert dabei nicht zu knapp an so ein paar Fantasy-Schinken aus den 80ern und 90ern, die auch unglaublich düster und realistisch sein wollten, oft aber zugleich beispiellos lächerlich und over the top daherkamen.

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Nach dem Festival Auftritt in Berlin: Kleine Retrospektive über Blur

Wir haben ja schon ewig lange keine Retrospektive mehr gestartet und nachdem wir schon Radiohead, Oasis und R.E.M einen Rückblick gegönnt haben, kommt nun eine weitere große Band in unsere Hall Of Fame. Blur waren wohl neben Oasis DAS Britpop-Phänomen der 90er Jahre und wo sich die Gallaghers doch immer eher wertkonservativ gaben, konnten sich Graham Coxon und Damon Albarn immer wieder für neue Einflüsse begeistern, die sie gerade in ihren Spätwerken konsequent verarbeiteten. Auch wenn die Band immer als typisch britisch galt, so waren es doch stets Lo-Fi-Einflüsse von amerikanischen Bands wie Pavement, die den besonderen Sound von Blur ausmachten.

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“Großer Satellit” auf ebay-Kleinanzeigen günstig abzugeben!

Das drobige Bild ist Bestandteil einer ebay-Kleinanzeige in dem ein “großer Satellit” für 40 Euro angepriesen wird! Ich so:”?” Das Bild so: “sdbhfzwb”. Im Übrigen war auch nicht angegeben, ob der Preis verhandelbar oder der Satellit noch funktionstüchtig ist. Schade, dächte ich wenn da nicht dieses “hbezqwpnd” wär.

Kimmel pranks the whole Internet


In der Regel verzichte ich auf den Klick, wenn mal wieder irgendein lustiges Fail-Video von Youtube in den üblichen verdächtigen sozialen Netzwerken die Runde macht. Und das Pannenvideo einer jungen Frau, die beim Twerking an der Zimmertür – Dank Unterstützung ihrer Mitbewohnerin – ins Straucheln gerät, stürzt und anschließend Feuer fängt, ist mir tatsächlich bis heute überhaupt nicht über den Weg gelaufen. Über 10 Millionen Views hat der Viral Hit erhalten… und wie sich nun herausstellt, handelt es sich dabei um einen geschickt eingefädelten Fake von Jimmy Kimmel selbst (der nach eigener Aussage auch der Typ war, der in Charlies Finger gebissen hat), mit dem er mal so eben die gesamte Fail-Video geile YouTube-Community (sprich: 90% aller Netzuser) verarscht hat. Nicht schlecht!

The video featured an inverted twerker named Caitlin Heller, who caught on fire after her roommate opened the door she was twerking against, causing her to spill over onto a table holding a lit candle. Kimmel showed a “full director’s cut” of the video on Jimmy Kimmel Live, which featured him coming through the door after the roommate and extinguishing the fire. It turns out that the twerker’s name isn’t Caitlin Heller, but Daphne Avalon. She works as a Hollywood stuntwoman.

via Nerdcore