Stop-Motion Parkour durch den…Park

parkuuur

Oh Gott! Ich bin total verliebt in dieses Video. Endlich mal kein Hipstermatic-Pseudokunst-Sonstwasfuck, sondern einfach ein unfassbar spaßiges und doch bestimmt in seiner Art aufwändiges Video.

Die beiden Sklacker-Typen Sam Gorski and Niko Pueringer simulieren eine Stop-Motion-Verfolgsjagd plus irrwitzige Parkour-Simulation. Nerdigere und infantilere Action gibt es diese Woche bestimmt nicht mehr!

The Empire Strikes Back Uncut: Fully Fanmade Awesomeness

empire-strikes-back-uncut

That’s it. Und ich hätte das Teil eigentlich schon viel früher hier reintackern sollen. Der zweite Teil der Star Wars Uncut Reihe, Episode V der Weltraumsaga, zusammengesetzt aus von Fans nachgestellten Szenen. Wie schon in Teil 1 kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Großartige Animationen stehen neben verwackelten Homevideo-Aufnahmen, stehen neben trashigen Reinterpretationen, stehen neben skurrilen, gewitzten, absurden und kreativen Ideen. Besser als jede von George Lucas gepimpte “Darth Vader schreit “Nooooo’” Neuauflage.

With more than 480 fan-made segments culled from over 1,500 submissions, The Empire Strikes Back Uncut (also known as ESB Uncut) features a stunning mash-up of styles and filmmaking techniques, including live action, animation, and stop-motion. The project launched in 2013, with fans claiming 15-second scenes to reimagine as they saw fit – resulting in sequences created with everything from action figures to cardboard props to stunning visual effects. Helmed by Casey Pugh, who oversaw 2010’s Emmy-winning Star Wars Uncut, the new film has a wonderful homemade charm, stands as an affectionate tribute to The Empire Strikes Back, and is a testament to the talent, imagination, and dedication of Star Wars fans.

Star Wars Uncut via Boing Boing

Les Revenants / The Returned – Review, Staffel 1

Les_Revenants_Screenshot

Seit der ersten Staffel der Sopranos und der daraus resultierenden, tatsächlich überwältigenden, Welle an fantastischen Tripple A Serien aus den USA gehört es vor allem in Deutschland zum beliebtesten Volkssport der Feuilletonisten, über die vor sich hindarbende Serienlandschaft in Europa zu lästern. Mag das angesichts der miserablen Lage im deutschsprachigen Raum seine Berechtigung haben (Oh yeah! Noch ein Tatort-Klon), so haben andere europäische Länder in den letzten Jahren das ein oder andere mal bewiesen, dass auch der alte Kontinent dazu in der Lage ist, mit High Quality Serien zu punkten. Erinnert sei an dieser Stelle nur an die herausragende Roboterserie Real Human, die mittlerweile in die zweite Staffel gegangen ist und die sich weder ästhetisch noch inhaltlich vor den großen US-Serien verstecken muss.

2014: Bühne frei für das nächste, große, potentielle Serienmeisterwerk, fabriqué aux Europe: Les Revenants alias The Returned aus dem französischsprachigen Raum. Ein faszinierender Hybrid aus Drama, Mystery, Grusel und sozialer Parabel, den sich der aufgeschlossene Serienfreund keinesfalls entgehen lassen sollte.

weiterlesen

Franz Kafkas Verwandlung gespielt von einem Androiden

Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Roboter verwandelt…

Regisseur und Dramatiker Oriza Hirata hat gemeinsam mit dem Robotiker Hiroshi Ishiguro Franz Kafkas Parabel “Die Verwandlung” in einer Adaption für das digitale Zeitalter auf die Bühne gebracht. Der Protagonist Gregor Samsa wird in dieser Variante - La Metamorphose version Androide – von einem weißmaskierten, nackten Androiden verkörpert, während die restliche Besetzung aus menschlichen Schauspielern besteht. Das Stück soll auf französisch mit japanischen Untertiteln zuerst in Yokohama, später aber auch in Frankreich aufgeführt werden… und natürlich passt dieses Konzept der Reinterpretation des Kafka-Stoffes perfekt in das beginnende “Cyborg”-Zeitalter.

Hiroshi Ishiguro ist übrigens kein Unbekannter, wenn es um die Auslotung des Uncanny Valley und die Menschlichkeit der Robotik geht. Überzeugen könnt ihr euch davon in dem dctp-Beitrag “Doppelgänger und Avatare”, in dem es unter anderem um Ishiguros “Bühnen-Roboter” Maximal Human geht.

via The Telegraph

The Great Martian War – Der Erste Weltkrieg als Krieg der Welten

Großartiges Viral vom History Channel zu “The Great Martian War”, eine Art History/SciFi-Mashup Mockumentary, in der die Alliierten im ersten Weltkrieg monströsen Alien-Tripods gegenübertreten.

On its 100th anniversary, The Great Martian War tells the story of the catastrophic events and unimaginable horrors of 1913-17, when Humankind was pitted against a savage Alien invasion.

With powerful and detailed First World War parallels, The Great Martian War fuses sci-fi fantasy with specialist factual history to explore the real-world tragedies and unique horror of World War One.

via Interweb

Bill Murray singt Bob Dylan (St. Vincent-Trailer)

bill

Bob Dylan? Ja, mir total egal. Der Star ist hier natürlich Bill Murray, der es schafft noch schiefer als das Original “Shelter On The Storm” zu singen.

Das Ganze ist übrigens ein Trailer für die Indie-Komödie St.Vincent.

Mr.BeanCeption klassischer Gemälde

Rowan-Atkinson-Inserted-into-Famous-Paintings-10

Irgendwie haben mich die Malkovich-Fotografien, die vor einer Woche durch sämtliche Nerd- und Kulturblogs durchgerauscht sind ziemlich kalt gelassen. Liegt vielleicht daran, dass ich insgeheim gehofft habe, rechtzeitig bevor der Trend vorbei ist eine genialere, nicht ganz so naheliegende Celebrity-Inception klassischer, ikonischer Bilder zu finden. There it is! Künstler/Karikaturist Rodney Pike mixt Mr. Bean aka Rowan Atkinson aka Mr. Blackadder in klassische Gemälde und das Ergebnis ist einfach nur fantastisch. Und gerade wenn man Atkinson in seiner Rolle als Blackadder-Repräsentanten durch die verschiedensten Jahrhunderte kennt und schätzt, sogar weitaus konsequenter als die Idee John Malkovich ikonische Bilder infiltrieren zu lassen.

Rowan-Atkinson-Inserted-into-Famous-Paintings-1

Rowan-Atkinson-Inserted-into-Famous-Paintings-5-600x733

Rowan-Atkinson-Inserted-into-Famous-Paintings-8-600x712

Rodney Pike (Deviantart) via Visual News

Behind the Scenes: Sex mit Brooklyn Decker und Patrick Wilson

Wunderbares Behind the Sexscene Video aus der kommenden Actioncomedy Stretch. Einfach alles ist hier fantastisch: Die fröhliche Stimmung am Set, das Positionsgesuche von Patrick Wilson und Brooklyn Decker, die Professionalität und gleichzeitige Entspanntheit der Akteure, der launige Kommentar von Regisseur Joe Carnahan, der ziemlich begeistert auf die Performance der beiden reagiert… nur länger könnte dieser Blick hinter die Kulissen einer Sexszene sein. Mehr davon bitte, liebe Making Of Verantwortliche!

via

Sin Springfield

UnReal-Estate-81__700

Fantastische, dunkle und abgründige Zeichnungen von Tim Doyle, in denen Springfield als Stadt mit düsteren Geheimnissen dargestellt wird. Das Ganze erinnert vom Stil ein wenig an klassische Pulp Noir Comics (ja, so etwas gab es auch schon vor Frank Miller), ohne das zu sehr auf die edgy Atmosphäre draufgedrückt werden würde. Die Heimat der Simpsons als potentieller Sündenpfuhl, als Stadt im Zwielicht. Stark.

Springfield-reimagined-as-a-deadbeat-town-__700

UnReal-Estate-31__700

UnReal-Estate-21__700

UnReal-Estate-11__700

UnReal Estate via Bored Panda

Hörenswertes: Alt-J, Rustie, Zoot Woman, Interpol, Cymbal Eat Guitars, Cel & Abdi, Thom Yorke und kein U2

Einen wunderschönen Feiertag! Die Einleitung fällt kurz aus, weil ich schnell raus in die Sonne möchte. Rustie hat Pop-ADHS, Zoot Woman immer noch Perfektionswahn, die Cymbal Eat Guitars läuten schon mal den Emo-Herbst ein, Interpol haben den ja irgendwie immer, Celo & Abdi fahren einen düsteren Gangsta-Film und Thom Yorke jammert eh ewig rum. Viel Spaß!

weiterlesen

Die Körper von Jon Jacobsen

tumblr_mwhwyl8nXY1qhaxf5o2_r1_500

Ob statisch oder als Gifs animiert, in der Remixkunst von Jon Jacobsen zwischen Fotografie, Farbe und digitaler Technik dissoziieren menschliche Körper im Rausch der Kunst, lösen sich auf im Spiel der Farben und Formen, werden aufgefressen von surrealen kreatürlichen Artifikationen und kämpfen dennoch immer weiter, um ihre Menschlichkeit zu erhalten. Es hat dabei schon immer etwas Inhumanes, wie die Kunst hier der Körper und Subjekte Herr wird, den Individualismus zur Farce, den Menschen zur Leinwand erklärt. Gleichzeitig besitzt Jacobsen aber dieses spezifische Augenzwinkern, das seine künstlerischen Übergriffe vor jeder Prätention, vor jedem artifiziellen Rumgewichse schützt. Und bei Gott, sehen die daraus entstandenen Bilder großartig aus…!

tumblr_mpdfq7q7VR1qhaxf5o1_1280

Jon-Jacobsen4

Jon-Jacobsen7

tumblr_mwhwyl8nXY1qhaxf5o5_r1_500

tumblr_n2dvsbUZk01qhaxf5o1_1280

Jon Jacobsen via art fucks me

Albencover als Animated Gifs

nofx

Wenn ihr ein paar wirklich coole Animationen diverser Albencover sehen wollt, schaut auf jeden Fall mal in JBs Tumblr vorbei: Einmal das gesamte Programm von 70′s Glam Rock und 80er Metal, über 90er Punk bis zum aktuellen Pink Floyd Album. Mein Favorit ist die derbe Vitalisierung von NOFX’ I heard they suck life.

tumblr_mv5ld2SrCM1sm0jo0o1_500

tumblr_n9edi5h6WI1sm0jo0o1_500

tumblr_na0arl0G9I1sm0jo0o1_r1_500

via Boing Boing

Die MS Stubnitz braucht Hilfe

Die ehemals zur DDR-Hochsee-Fischfangflotte gehörende MS Stubnitz ist seit mehr als zwanzig Jahren eine mobile Plattform für Kulturveranstaltungen aller Art: Live-Musik, Performances, Austellungen etc. Um ihre Betriebsgenehmigung zu erhalten muss das Schiff im Trockendock inspiziert und nötigenfalls instand gesetzt werden. Dafür brauch die Crew noch ein wenig finanziellen Support. Den könnt ihr über die Crowdfundingseite Nordstarter spenden. Zwischen der Aufrechterhaltung des Kulturbetriebes und der Verschrottung liegen keine 5000 Euro mehr.

 

Attachment – Eine poetische Maschine von David Colombini

Attachment ECAL/David Colombini from ECAL on Vimeo.

Über attachment.cc kann man eine Botschaft, Gedicht, Text etc. an die Apparatur schicken, die dann ihrerseits das Eingesandte einkapselt und mit einem biologisch abbaubaren Heliumballon ins IRGENDWO entläßt. Sweeet. Und kommunikativ-subversiv, weil es das Gelingen und Scheitern von Kommunikation versinnbildlicht. Frei nach McLuhan: Die Maschine ist die Message.

via Creative Applications Network

Sex in der DDR besser als in der BRD?

In der 2006er NSFW-Doku “Do Communists have better Sex?” wird das Sexualleben von DDRlern und BRDlern untersucht und Unterschiede festgestellt. Dass DDR-Frauen gegenüber Westfrauen viel emanzipierter waren ist relativ bekannt, doch es gibt noch mehr pikante Details, auch über Größenverhältnisse und cum-frequency. Scheinbar ist es so: Wenn es weniger Dinge gibt, kommen die Menschen öfter, zusammen. Mmmh komisch, bisher war ich froh, nur sieben Jahre DDR erlebt zu haben. Was mich wiederum nervt: Dass hier in Bezug auf die DDR von Kommunismus geredet wird. Im Grunde ist das die Wiederholung der SED-Rhetorik vom real existierenden Sozialismus, der sich 1989 als große Mär entpuppte.

via konbini