20 Years – Happy Birthday, liebe Playstation

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Im Dezember 2014 wird die Sony PlayStation zwanzig Jahre alt. Um genau zu sein, am dritten Dezember 1994 erblickte sie in Japan das Licht der Welt. Die Amis mussten, so wie es damals üblich war, fast ein Jahr länger auf die US-Modelle der Konsole warten, die die Videospielwelt nachhaltig verändern sollte.  Und wir Europäer mussten sogar noch ein bisschen länger auf dem trockenen sitzen. Seit Ende September 1995 stand das Teil auch in deutschen Elektromärkten, und ich könnte jetzt viel über die technischen und historischen Hintergründe der PSX (warum eigentlich das “X”?) schreiben, darüber dass es fast zu einer Nintendo PlayStation gekommen wäre, dass selbst eine Sega PlayStation eine zeit lang eine Option war, aber all das kann man auch ganz gut bei Wikipedia nachlesen und diverse Videospieljournalisten, Vlogger und Blogger haben das schon weitaus ausführlicher und auch besser getan. Daher eher so ein paar persönliche Erinnerungen und Gedanken, garniert mit vielen Glückwünschen an die großartige, graue Kiste:

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Wohnzimmerinventar grausam auf Straße hingerichtet

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Die Pariser Objektkünstlerin Lor-K hat sich in ihrer Stadt auf die Suche nach weggeworfenen, liegen gelassenen und ausrangierten Möbelstücken gemacht und aus diesen großartig morbide Objektkunst kreiert. Auf offener Straße ausgeweidete Sofas, hingerichtete Fernseher und in Stücke geschlagene Waschbecken sind dabei herausgekommen: Konsumkritik trifft Thriller-Ästhetik trifft Splatter-Faszination. Fantastisch!

A l’ère de l’obsolescence programmée, le projet Objeticide nous confronte à la fin de vie de nos objets. Le sens de leur mort se retrouve figuré par la consistance organique de leur intérieur et le sang qui s’en écoule. Cette personnification nous offre une vision macabre et insolite. La comparaison au vivant est immédiate, évoquant les relations profondes que nous entretenons avec nos objets… Chaque meurtre vient à acquérir un sens particulier, tout en restant cohérent dans la série. Les Compliscopes réitèrent l’Objeticide et rend comparse celui qui l’active.

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Objecticide by Lor-K via citylab

FFO ART

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Wow! Einfach nur wow! Es ist echt verflucht lange her, dass ich aktuelle, derart beeindruckende, alles wegknallende Bildende Kunst gesehen habe. FFO’s Thema sind menschliche Beziehungen in allen erdenklichen Formen. Wie der anonyme Künstler, die anonyme Künstlerin dies in ihrem/seinem Tumblr umsetzt, sprengt aber jeglichen körperlichen und mentalen Rahmen:

Is this real? Or has this been happening inside my head?” 
Of course it is happening inside your head, but why on earth should that mean that it is not real?”

Körper werden destruiert und dekonstruiert, zerfließen mit der Umgebung, mit den Mitkörpern, werden aufgesprengt und in anatomisch nackte Monstren verwandelt. Surrealismus und Romantik treffen sich zum gemeinsamen Walzer, Erotik, Morbidität, Sehnsucht und Zynismus geben sich ein Stelldichein und dazwischen weiß der Betrachter nie, ob er sich gerade in einem Pop-Universe, einer pittoresken postmodernen Modenschau oder doch nur im Gehirn eines extrem dissoziativen Künstlers befindet. Anyway, ganz ganz große Kunst und mit das beste was mir in letzter Zeit auf Tumblr über den Weg gelaufen ist.

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FFO ART via doktorsblog

Through a Glass Darkly by Nick Turpin

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In seiner Fotoserie Through a Glass Darkly beobachtet der Londoner Fotograf Nick Turpin die Ruhe und Einsamkeit der winterlichen Stadt, wie sie sich in den Gesichtern von wartenden Buspassagieren widerspiegelt. Aus weiter Entfernung mit einem Teleobjektiv und extrem langer Belichtungszeit fotografiert, scheint durch die beschlagenen Scheiben des Busses nicht nur urbane Einsam

keit sondern auch die Schönheit, die in diesen Momenten der beschleunigten Entschleunigung schlummert. Die nächtliche, winterliche Stadt ist ein einsamer Ort, ist ein trauriger Ort, ist ein sakraler Ort, ist ein wunderschöner Ort. Beeindruckende Fotokunst.

Mehr dieser wundervollen, poetischen Aufnahmen findet ihr in Nick Turpins Portfolio. Also schaut da unbedingt vorbei

“For now we see through a glass, darkly; but then face to face: now I know in part; but then shall I know even as also I am known”

1 Corinthians 13:12

These pictures of London Bus passengers in the winter months were made at night from a raised platform with a long lens hand held at 1/40th second, on the limits of what modern camera sensors can record.

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Through a glass darkly via ignant

I [Heart] The Walk (Supercut)

Heute ist so ein bisschen Supercut-Tag bei uns… und einen habe ich noch dafür: Menschen die auf Kameras zugehen, sich neben Kameras herbewegen, in das Szenenbild hineinlaufen, es wieder verlassen, von der Kamera verfolgt werden, und so weiter… Schlicht gehende Menschen. Aber verdammt gut – und cineastisch – zusammengeschnitten, inklusive hervorragender Musik aus der French House Ecke. So müssen Supercuts und nicht anders.

I [Heart] The Walk (Supercut) via Seitvertreib

Steadicam Progress: Paul Thomas Andersons Karriere in 5 beeindruckenden Szenen

…Tja, was soll man hier noch viel sagen. P.T.Anderson ist neben den Coens, Béla Tarr, Lars von Trier, Quentin Tarantino und Christopher Nolan (Ja, ich streite sehr gerne mit euch über die letzten beiden genannten) einer der besten noch lebenden Regisseure. Und warum das unter anderem so ist, bringt Kevin B. Lee in seinem Videoessay über die beeindruckendsten (Steadicam-)Einstellungen des Regisseurs perfekt auf den Punkt. Nicht nur ein schnöder Supercut, sondern akribische Filmarchäologie. 10 Minuten, die alles andere als verschenkt sind.

The Career of Paul Thomas Anderson in Five Shots via pewpewpew

He-Man Oneliner und Skeletor Insults (Supercuts)

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Bei so viel – selbst im Namen – zur Schau getragenem Testosteron vergisst man nur allzu gerne, dass He-Man in erster Linie der Held der einfältigen, naiven, maximal putzig witzigen Oneliner ist. Im Prinzip die Mylittlepony-Version von Bruce Willis und Äktschn-Arnie…

Achja, und Skeletor sollte man auch nicht nur nach seinem Äußeren beurteilen. Hinter der unheimlichen Sensemann-Fratze steckt nämlich in Wahrheit ein sehr sensibler – und ziemlich trotziger – Fünfjähriger, der beim “Mensch ärgere dich nicht” einfach nicht verlieren kann. DreamWorksTV bringt das unbedarfte Gemüt sowohl von Super Hero als auch von Super Villain in den jeweiligen Supercuts perfekt auf den Punkt. Gott, was habe ich diese Serie geliebt!

Skeletor hasn’t just mastered evil, he’s also mastered the art of the BURN! Watch some of skeletor’s funniest, punniest, most rediculous insults in the history of He-Man and the Masters of the Universe!

Skeletor may be the master of the insult, but HE-MAN is still the Master of the Universe, and has some great one-liners of his own!

via seriesly awesome

LEGO in den 70ern: The urge to create is equally strong in all children

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Henry Warren bringt es auf Twitter auf den Punkt: “Lego had it nailed in the 70’s”. Jo, die waren ihrer Zeit ein gutes Stück voraus. What happened?

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The urge to create is equally strong in all children. Boys and girls. It’s imagination that counts. Not skill. You build whatever comes into your head, the way you want it. A bed or a truck. A dolls house or a spaceship. A lot of boys like dolls houses. They’re more human than spaceships. A lot of girls prefer spaceships. They’re more exciting than dolls houses. The most important thing is to put the right material in their hands and let them create whatever appeals to them. 

Und auch LEGO Deutschland hat sich diesem Aufruf angeschlossen:

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Daran sollte man denken, wenn man LEGO kauft

Jedes Kind betätigt sich schöpferisch und hat eine bestimmte Art, sich auszudrücken, Kinder malen, reiten, klettern, verkleiden sich, bauen im Sand oder spielen mit Bausteinen. LEGO kommt dem Tatendrang der Kinder entgegen. Man kann mit den kleinen fabenfrohen Steinen bauen, was man will, was einem gefällt. Ob Junge oder Mädchen, LEGO setzt der Phantasie keine Grenzen. Ein Mädchen baut ein Raumschiff. Ein Junge spielt mit der Puppenstube; weil eine Puppenstube menschlicher ist. Das Spiel mit einem Raumschiff ist dagegen interessanter und spannender. Aber das wichtigste ist, daß man das richtige Spielmaterial in die Hände bekommt. Erst dann kann man nach Herzenslust schaffen und spielen. 

LEGO zeigt, was Kinder können.

Ich kann mich nur wiederholen: Was ist passiert?

via Nerdcore

Ein Musikvideo als physikalisches Experimentierfeld

Großartiges Mashup nach dem Prinzip Science Vs. Music von Nigel Stanford. In CYMATICS geben die Schallwellen elektronischer Klänge den Takt vor, spielen mit Resonanz, Tesla-Spulen und all dem anderen Kram, der sonst in eine gute Physik-Vorlesung gehört. Great Job!

NigelStanford.com/Cymatics via Erklärfix

Forget me not! – Gegen das Vergessen in Spotify

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Nachdem vor kurzem herausgekommen ist, dass es in Spotify einen versteckten, noch nicht aktiven Code-Snippet für die Integration von Podcasts gibt, bin ich wieder schwer am Überlegen, mir demnächst ein Abo des Musik-Streaming-Dienstes zu gönnen. Bin nach wie vor Fan, insbesondere von der Desktop-Version inklusive Erweiterungsmöglichkeiten durch diverse Apps (unter anderem auch von den großen Musikzeitschriften wie Pitchfork oder NME), die es ziemlich komfortabel machen, aktuelle, spannende Musik zu entdecken.

Aber es gibt auch die dunklen Ecken in Spotify: Vergessene Künstler, vergessene Alben, Songs die auf dem Dienst noch überhaupt nicht gehört wurden und die ein Schattendasein zwischen all den anerkannten und gehypten Stücken fristen. Laut Forgotify betrifft dies rund 4 Millionen Songs. Und die Website hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Missstand zu bekämpfen. Per Random Prinzip kann man sich  dort von vergessenem Song zu vergessenem Song klicken. Beim Testlauf bin ich über die Live-Aufzeichnung irgendeines Kinderorchesters, eine Mozart-Aufnahme und schrammeligen, schrägen Indien-Rock (genau, Indien, nicht Indie) gestolpert. Musik hören gegen deren Vergessen. Gefällt.

Forgotify via Interweb3000

Poetisches für den Sonntag: Ein Plattenspieler unter dem Mikroskop

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Eigentlich sollte nicht ich das veröffentlichen, sondern unser Vinyl-Enthusiast Rinko. Anyway, wunderschön ist es, selbst wenn man weder Plattenspieler noch Platten zu Hause stehen hat. Ein Plattenspieler unter dem Mikroskop, extrem vergrößert bis zu dem Punkt, an dem man die Wellenform der gespielten Musik sehen kann. Gänsehaut!

via Kottke

Super Smash Bros. auf nem Taschenrechner

SmashGameplayDiesen Monat erscheint das neue Super Smash Bros und erweitert damit die Gründe, sich eine Wii U unter den Christbaum zu stellen um +1. Wer keine 300 € für eine neue Konsole ausgeben will, hat aber Ausweichmöglichkeiten: So z.B. einfach das Demake für Texas Instruments TI-83 oder TI-84 zu ordern (die es bei Amazon (Partnerlink) bereits für schlappe 100 € gibt). Das zu programmieren, ist dem Entwickler Hayleia gelungen: Genau genommen handelt es sich bei dem Spiel um ein Demake des Klassikers Smash Bros. ti84Melee für Nintendo Gamecube (das für die meisten Smash Bros. Profis nach wie vor das Referenzwerk der Serie ist), und das Teil läuft auf allen Taschenrechnern mit dem Zilog Z80-Chip (wozu die genannten Texas Instruments gehören). Dass man das Game so wie das Original zu viert spielen kann, ist wohl eher unwahrscheinlich (geschweige denn zu acht, wie es im aktuellen Wii U Teil der Fall ist), dafür gibt es das Ganze dann aber auch zum kostenlosen Download auf tiplanet.org. Coole Sache, und als nächstes dann bitte ein Demake des selben Spiels für NES, SNES oder Atari VCS 2600. Wäre ein guter Grund selbst für mich Emulatorenzocker die alten Konsolen mal wieder zu entstauben.

Smash Bros. Open für Taschenrechner via engadget

Mogwai @ Pitchfork Music Festival Paris

60 Minutes of pure Postrock Awesomeness. In your Face, November!

Setlist:
01. Heard About You Last Night
02. I’m Jim Morrison, I’m Dead
03. Travel is Dangerous
04. Rano Pano
05. Hunted By a Freak
06. Mogwai Fear Satan
07. Deesh
08. Remurdered
09. Teenage Exorcists
10. Mexican Grand Prix
11. We’re No Here

Mogwai Full Set – Pitchfork Music Festival Paris