Und dann war da noch der mumifizierte Mönch, der in einer Buddha-Statue gefunden wurde…

buddah

Jepp, die haben mittels CT-Scan eine mumifizierte Leiche gefunden. In a fucking Statue of Buddha. Manchmal rockt der – von den europäischen Esos und New Agern zerkaute, wiedergekäute und in klumpiger Form wieder ausgespuckte – Buddhismus doch noch!

This Buddha statue was exhibited earlier this year in an exhibition in the Drents Museum (where it was shown for the first time outside China). The mummified body of the Buddhist master Liuquan, a monk who lived around the year 1100 and who belonged to the Chinese Meditation School, is hidden in this precious reliquary dating from the eleventh or twelfth century.

Buddha Statue with Mummy in Hospital via Nerdcore (Photo by M. Elsevier Stokmans)

Abandoned Berlin – Das Buch zum Blog

91UuwpzM4ILCiarán Fahey, der mit Abandoned Berlin eines meiner liebsten Erkundungs- und Fotografieblogs betreibt, veröffentlicht im Februar die Trophäen seiner Touren in Buchform. Im Grunde genommen ein Must-Buy für jeden Abenteurer, Fotografen und Berlinliebhaber, habe ich doch im gleichnamigen Blog so manche großartige Inspiration für Großstadtbesichtigungen abseits der üblichen Touristenpfade gewonnen und mich mehr als einmal von Faheys fantastischen Fotos der verlassenen und vergessenen Orte begeistern lassen. Faheys Blog begeistert mit einer genialen Mischung aus Erlebnisberichten, Insidertipps für Wagemutige und Tonnen an Fotos, die Lust auf eigene Erkundungen wecken, garniert mit interessanten historischen Fakten und unterhaltsamen Anekdoten. Für mich besteht daher kein Zweifel, dass das Buch auch ein Großstadtabenteuer-Schmuckstück fürs Bücherregal wird. Zu finden gibt es den etwas anderen, zweisprachigen Touristenführer unter anderem für knapp 20 € bei Amazon (Partnerlink), und der wandert dort jetzt auch gleich mal in meinen Einkaufswagen.

Abandoned Berlin- There shall be a book!

Popmusikgeschichte: Der Amen-Break

Marinelli von den Blogrebellen berichtet von ein in Holz gefertigtes Kunstwerk, welches offensichtlich Schallwellen darstellt und das man auch kaufen kann. Es sei der Amen-Break, sagt er. Eigentlich kenne ich nur einen einzigen Breakloop und war schon auf der richtigen Spur, wusste bisher jedoch nicht wie der der/das Break heißt. Jedenfalls, unglaublich cool und wichtig ist das angehängte YT-Video, in welchem Popmusikgeschichte erzählt wird. Um es mit Marinelli kurz zu sagen: ohne den Amen-Break würde sich Hip Hop und Drum & Bass heute ganz anders anhören. Das Video zeigt warum das so ist, aus welchem Stück der Break ursprünglich stammt und zu was er sich entwickelte. Wer weiß, ob es Drum & Bass ohne diesen Breakbeat überhaupt gäbe, baut diese Musikrichtung doch konsequent auf Funk auf.

Coen Country (Supercut)

Mit Supercuts bin ich noch lange nicht durch. Vor allem wenn sie so großartig geschnitten sind wie dieser Ritt durch die Themen, Bilder und Köpfe der gesamten Coen-Filmografie. Da wirkt auch die Selbsttitulierung als Video Essay alles andere als großspurig. Besser kann man kaum die Meisterwerke der beiden Regie-Brüder komprimiert zusammenführen.

This short video-essay examines various themes present in the work of the Coen brothers. While other essays have assembled several recurring visual tropes: elevators, dogs, dream sequences, bathrooms etc., this essay has the characters talk to one another across the films so we can more clearly hear the Coens’ dominant concerns: identity, miscommunication and morality. Taken as a trinity, these elements indicate that the Coens’ true subject is the search for value in a random and amoral universe.

Coen Country (Vimeo) via Seitvertreib

Babo weiß nicht wer der Dada ist

Noch bis Sonntag (15.2.14) in der arte-mediathek. Es gab schon bessere “Durch-die-Nachts”, es gab aber auch schon welche die ich ausgemacht und welche die ich gar nicht erst geschaut hab. Hafti schien mir insgesamt ein wenig unenspannt. Das Format ist aber auch keines in denen Künstler wie Haftbefehl glänzen können. Auch Polak war irgendwie unausgeschlafen. Es kam kein wirkliches Gespräch auf, nur ein paar wichtige Sätze über Depressionen, an die Polak und auch Haftbefehls Vater litten.

#MONEYBOYLEAKS

Bildschirmfoto 2015-02-10 um 16.03.34

Bei der Lösung einer der letzten Rätselfragen der Menscheit: Ist Money Boy ein genialer Persiflierer, oder ein dummer?, ist man jetzt nur scheinbar einer Lösung auf der Spur. In einer “deutschlandweiten Kooperation” von Noisey, Redbull-Music und dem Splash Mag, wurde nach der ominösen Diplom/Magisterarbeit des Boys recherchiert. Mit Erfolg. Die Welt weiß nun, dass man in Österreich einen Magistertitel bekommt, wenn man eine Diplomarbeit schreibt. Huh? Ja! Schaut hier auf splash-mag.de das Titelblatt seiner Arbeit. Redbull-Music hat dazu ein äußerst belangloses Interview mit des Boys ehemaligen Professor gemacht. Und Noisey (Vice) hat ein paar noch langweiligere Zitate aus der Diplomarbeit. Warum belanglos und langweilig? Ausgehend vom Thema (Gangster-Rap in Deutschland. Die Rezeption aggressiver und sexistischer Songtexte und deren Effekte auf jugendliche Hörer) und den Zitaten der Arbeit, sehe ich darin keinen wissenschaftlichen Mehrwert. Im Grunde macht der Boy hier nichts anderes, als mit ein paar Fremdwörtern mehr oder weniger harten Rap so zu erklären, wie dieser sich für gewöhnlich selbstdarstellt. Wie etwa: (S. 83)

In ihren Texten nehmen die Akteure häufig auf ihre Potenz und Virilität Bezug. Die Selbstüberhöhung der eigenen Potenz sowie Verweise auf die eigenen Geschlechtsorgane sind typische Elemente des Battle-Rap.

(Selbstüberhöhung…) Also Money Boy als Money Boy mit korrekter Grammatik plus Fremdwörter. Ist der Boy sogar so genial, dass er vermag eine wissenschaftliche Arbeit zu persiflieren? Oder ist das alles nur Notwehr? Die ganze Diskussion ist ein Witz und gibt viel mehr Auskunft über die Vorurteile derjenigen, die sie führen, als über Money Boys IQ. Als ob sich an einer wissenschaftlichen Arbeit Intelligenz bemessen ließe. Eine Magister/Diplomarbeit ist zunächst einmal nur der Nachweis, dass man wissenschaftlich arbeiten kann. Als ob ein Uniabschluss als Garant für Intelligenz anzusehen sei. Waren bei den Pegidisten nicht auch verhältnismäßig viele Uniabsolventen, oder bei der AFD? Fakt ist, der Boy ist ein Künstler, der sich geschickt, oder aus Versehen am Markt etabliert hat. Fakt ist, niemand im deutschen Rap-Biz, entertaint more than der Boy. Wer den Boy verstehen will, der muss ihn hören.

So wie es sich für mich darstellt, als jemand der sich mit 30 fernab von der der Kollega-Zielgruppe befindet, ist neben Hafti der Boy am einflussreichsten was Slogans und Memes betrifft. Ich würde sogar sagen, dass der Boy gewissermaßen einen größeren Einflussbreich hat. Man muss sich nur die Verbreitung seiner Redeweise betrachten. Seit ein, zwei Jahren tauchen überall, zumindest in den Medien, die ich konsumiere, diese fehlerhafte Grammatik und die redundante Verwendung von Hilfsverben im Zusammenhang mit Anglizierung auf: “am swag haven”, “ein Interview maken”, am being sein tun”… . Money Boy selbst hat in einem Interview mal darauf hingewiesen, dass er das von amerikanischen Rappern übernommen hat. Ich glaube er nannte Lil Wayne. Verbreitung findet dieser Style dann durch andere, die darauf Bezug nehmen, wie zum Beispiel Audio88 im Song “Dies Das” mit Yassin und Dexter:

Ich tu Wievergleiche tun, so wie ein echter MC.

Sodass man zusammenfassend meinen könnte, dass der Boy seinen Fame auch dadurch bekommt, dass Wettbewerber ihn persiflieren.

via Falk Schacht auf Facebook

Studio Ghibli Land

tokyo-ghibli-land-1

Nachdem die Ghibli-Filme außerhalb Japans von Disney vertrieben werden und seit 2008 an der Spitze des Studios mit Kōji Hoshino der frühere Präsident von Disney Japan sitzt, wäre es auch wirklich mal an der Zeit, einen Ghibli Themepark zu eröffnen. Nach dem japanischen Künstler – und Träumer – TAKUMI könnte das ganze ungefähr so aussehen. Und auf einer Ponyo-Wildwasserbahn oder einer Laputa-Flugattraktion würde ich auf der Stelle mitfahren. Also bitte liebe Ghiblianer, setzt diesen hypothetischen Entwurf schnellstmöglich in die Tat um. Ein Ghibli Museum gibt es ja immerhin bereits.

tokyo-ghibli-land-4

tokyo-ghibli-land-5

via Spoon & Tamago

 

Steampunk Game Boy

gameboy1

Retrogaming mit Klasse: Die französische Künstlerin Elise Siegwald hat das Handheld-Device meiner Kindheit im schicken Jules Verne Look neu eingekleidet, inklusive überdimensionalem Lupen-Display, rustikaler Lackierung und pittoresker Zahnradmechanik. Sehr schön.

aed7f5140a79dd2a8fccf49541bef6db

gameboy3

7c882f43d512a1c1bd1a1bc0f09ff463

Steampunk Game Boy via Visual News

Improvisation No.2

iamerror

Ich habe – sorry Rinko – fremdgebloggt. Im wundervollen Videospielfeuilleton videogametourism findet ihr ab sofort meinen Beitrag zu der Reihe Games that never were, den zu lesen ich euch hiermit wärmstens ans Herz lege (und nebenbei auch noch kurz anmerke, dass es sich ohnehin immer lohnt, bei den Videogametouristen vorbeizuschauen, wenn ihr auf intelligente Texte zu Videospielen und zur Videospielkultur steht).

weiterlesen

“Please applaud with Hands only” – Hinweistafeln aus den Kindertagen des Kinos

3a11022r

Wenn man heutzutage ins Kino geht, kommt man vor Beginn des Films neben der Werbung und dem Trailerprogramm zumindest an zwei dezenten Hinweistafeln nicht vorbei: Zu einem wäre das “Handys aus!”, mittlerweile in teilweise rührenden, teilweise überraschend cleveren Kurzfilmen unter das Zuschauervolk gebracht. Und zum zweiten der obligatorische – im Ton meistens um einiges rauere – Imperativ “Denk nicht einmal im Traum daran, das Folgende mitzufilmen!”

In der Frühzeit des Kinos gab es weder Handys noch Kompaktkameras, mit denen man cineastisches Raubrittertum hätte begehen können. Dafür gab es allerdings übergroße, für den Kinobesuch offensichtlich nur bedingt geeignete Damenhüte, Fußgetrampel, das den Kinosaal zum Einsturz bringen konnte und zahllose Regenschirme, die in den Lichtspielhäusern vergessen wurden. Davon zeugen jedenfalls diese Kino-Tafeln aus dem frühen 20. Jahrhundert. Weitaus weniger penetrant als jedes “Langnese gibt es auch hier im Kino”, und ein freundliches “Good Night” deutet auch darauf hin, dass die Kinobetreiber anno dazumal weitaus freundlicher zu ihrem Publikum waren.

weiterlesen