Animated Short der Woche: Mortys

Der Tod (wie in Eine Zeit ohne Tod in weiblicher Form) wird mit den Vorzügen der modernen Technik konfrontiert, und zwar von ihrem Sohn, der sich nichts mehr wünscht, als dass seine Mutter etwas weniger Arbeit und dafür mehr Zeit für ihn hat. Mortys ist ein burtonesker, sehr schöner und kurzweiliger französischer Animationsfilm (englisch untertitelt), der mit leichtfüßigem Humor eine im Grunde genommen ziemlich düstere Geschichte erzählt.

“Au 21eme siecle, un conflit affectif et générationnel entre une mère et son fils à un détail près…La mère n’est autre que la Mort.”

Mortys est un film co-réalisé par, Gaëlle Lebègue (modélisation, blend shape, animation), Ness (direction artistique, décors, matte painting, caméra mapping, texture), Mathieu Vidal (character design, modélisation, blend shape, animation), Nicolas Villeneuve (direction de production, lighting, rendering, compositing) et produit par l’ESMA de Montpellier.

Mortys a remporté le second prix du jury de fin d’étude composé entre autres de Dreamworks, Framestore, Dneg, The Mill, Nwave, Chez Eddy, Mac Guff, Ilion, Ubisoft, Delapost…etc…

Mortys (Frankreich, 2011)

Regie: Gaëlle Lebègue

Idee: Mathieu Vidal

Offizielle Website

via Seitvertreib

Fundstücke aus der SoundCloud: Shlohmo, Nocow, Downliners Sekt

Da folgende Künstler noch nicht ganz in das öffentliche Gehör Eingang gefunden haben und auch nicht in unserer Hörenswert-Serie (April, Mai, Juni,) auftauchen, wollen wir an dieser Stelle auf sie hinweisen, mit dem Wunsch, dass sie unbedingt erhört werden sollten. Unbekanntes und unabhängiges aus der Soundcloud, direkt auf den Teller: weiterlesen

Trailer zum Dokumentarfilm Pearl Jam Twenty

Yeah! Als Kind der 80er und folgerichtig Jugendlicher der 90er Jahre bin ich mit Grunge groß geworden. Und auch wenn ich Nirvana oder Alice in Chains heutzutage den pathetischen “Last Survivors” Pearl Jam vorziehe, so verbinde ich mit diesen doch einige der schönsten musikalischen Momente meiner Jugend. Regisseur Cameron Crowe (Almost Famous) hat den Seattler Urgesteinen ein filmisches Denkmal gesetzt, das deren mittlerweile 20jährige Karriere dokumentiert. Must see, must see, must see!

Pearl Jam Twenty chronicles the years leading up to the band’s formation, the chaos that ensued soon-after their rise to megastardom, their step back from center stage, and the creation of a trusted circle that would surround them—giving way to a work culture that would sustain them. Told in big themes and bold colors with blistering sound, the film is carved from over 1,200 hours of rarely-seen and never-before seen footage spanning the band’s career. Pearl Jam Twenty is the definitive portrait of Pearl Jam: part concert film, part intimate insider-hang, part testimonial to the power of music and uncompromising artists.

via Filmfreunde

Israel Chamber Orchestra spielt Richard Wagners “Siegfried-Idyll” in Bayreuth

Das Israel Chamber Orchestra (ICO) wird heute Abend Richard Wagners “Siegfried-Idyll” zum ersten Mal in Bayreuth aufführen. Über politische Implikationen zu debattieren, erscheint mir diesbezüglich gerade ziemlich müßig… zumal die vermeintliche Wagner-Feindlichkeit Israels allzu gerne von rechts außen (aber nicht nur von da) maßlos überhöht wird.

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L.A. with no cars

Eine Metropole ohne Autos. Kein Gehupe, kein Lärm und keine Staumeldungen. Ross Ching hat mit einer Canon 60D,  Final Cut und After Effects ein beeindruckendes Werk der Stille geschaffen. No Cars go…

Auf seiner Homepage wird übrigens noch einmal das Video und seine Bearbeitung Schritt für Schritt erklärt.

Heroin aus der Steckdose? – Dokumentation zum Phänomen “World of Warcraft”

Die Dokumentation “Heroin aus der Steckdose? – Spielen und Leben in zwei Welten” von Daniel Debray setzt sich mit dem Phänomen World of Warcraft und dessen Spielern auseinander. Porträtiert werden Menschen, die mal mehr mal weniger Zeit in den virtuellen Welten des berühmten MMORPG verbringen. Der halbstündige Film ist im Rahmen einer Bachelor-Thesis entstanden und kommt angenehm klischeefrei daher, spult im Gegensatz zu viel zu vielen anderen Dokumentationen über das Thema nicht das Standardprogramm von Sucht und Verwahrlosung ab, sondern konzentriert sich auf die Faszination, die das Online Rollenspiel auf seine Nutzer ausübt. Sehenswert!

Bildschirmspiele haben eine große Faszinationskraft auf ihre Spieler. Woher diese Faszinationskraft kommt, welche individuellen Emotionen, Erfahrungen und Verbindungen die Spieler mit der virtuellen Welt koppeln und welche Gefahren gerade Online-Rollenspiele für den User beinhalten können zeigt dieser Dokumentarfilm. Er portraitiert wertfrei und möglichst objektiv das Leben zweier Spieler, die das Rollenspiel „World of Warcraft“ als wichtigen Bestandteil in ihr Leben integrieren und viel Zeit in der virtuellen Welt verbringen.

via Superlevel

Teil 2 und 3 nach dem Klick… weiterlesen

Kurzfilm der Woche: Meshes of the Afternoon

Es ist mal wieder an der Zeit für einen kleinen Griff in die vermeintliche Mottenkiste. Meshes of the Afternoon (1943) zählt neben dem andalusischen Hund zu den großen Klassikern des surrealistischen Films. Ein enges, klaustrophobisches Szenario; eine traumatische, symbolüberfrachtete Handlung, die trotz zahlloser Hinweise zu keiner Lösung findet, eine zyklische Struktur, das Spiel mit Redundanzen, Déja-Vus und Variationen… Meshes of the Afternoon stellt so etwas wie die amerikanische Antwort auf den europäischen Experimentalfilm sowie das kontinentale surrealistische Kino dar und hat Regisseure von Jean-Luc Godard über Alfred Hitchcock bis David Lynch maßgeblich in ihrem Schaffen beeinflusst.

Meshes of the Afternoon (USA, 1943)

Regie und Darsteller: Maya Deren, Alexander Hammid

Drehbuch: Maya Deren

Musik: Teiji Ito

Harry Potter als Anime- und Disney-Adaption

Derzeit grasiert ja bekanntlich das Potter-Fieber. Dank des zweiten Teils des siebten Teils (ähmmm) der Adaption von J.K. Rowlings Fantasysaga haben diverse Blogposts, Mashupfilme und Fanarts im Netz wieder einmal Hochkonjunktur. Und ja, ich muss zugeben, ich bin auch infiziert vom Potter-Fieber, und das nicht erst, seitdem uns die Nazi/Appeasement/Voldemort-Interpretation ordentlich Besucher von Google rüberspült. Harry Potter ist nunmal ungemein faszinierend, allein schon, weil er eben ein beispielloses Rezeptionsphänomen darstellt. Und auch wenn J.K. Rowling nicht die begnadetste Geschichtenerzählerin unter Gottes Sonne ist, kann sie zumindest eine Fantasywelt ungemein lebendig werden lassen. Auf jeden Fall scheinen auch Leute, die mit dem Hype zuvor nichts am Hut hatten, ebenfalls partiell angesteckt zu werden. So wie Gilly, der nach eigenem Bekunden noch keine Seite Harry Potter gelesen, aber trotzdem bei reedit diese beiden schicken Reinterpretationen des Potter-Kosmos rausgesucht hat, die ich hier einfach weiterreichen muss.

Harry Potter als Anime von 中川 und als  Disney-Zeichnung von Makani gibt es – wegen der extremen Höhe der Bilder – erst nach dem Klick.

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Berliner Street Artist Evol bei Arte “Künstler Hautnah”

Arte hat derzeit schon seit Längerem ein ausgesprochenes Faible für Street Art und Urban Art. Die Sendung “Künstler Hautnah” folgt in diesem Fall dem Berliner Street Artist Evol und spendiert ihm ein halbstündiges Porträt. Ich selbst habe bis jetzt nur kurz reingeschaut, hau das jetzt aber gleich mal als Erinnerung für mich selbst hier rein und werde es mir bestimmt die Tage in voller Länge zu Gemüte führen.

Er gilt als Star der deutschen Streetart-Szene: Der 1972 geborene Künstler mit dem Namen Evol lebt in seiner Wahlheimat Berlin und gehört der jungen deutschen Kunstszene an. Sein Künstlername Evol geht auf einen Zufall zurück: So hieß die Marke seiner Turnschuhe, die er gerade trug, als er nach einem Namen für sich suchte.

Seit nunmehr 20 Jahren gestaltet Evol seine Werke vor allem mit Schablonen und Sprühdosen. Evol lässt sich bei seinen Bildern immer von der Stadt anregen und zeigt vor allem Straßenszenen, anonyme Wohnkomplexe und unbebautes Gelände. Pappe, Mülltonnen, Leuchtschilder und Stromkästen sind das Ausgangsmaterial für seine Kunstwerke, mit denen er kleine Stadtgeschichten erzählt. Seine Bilder zeigen häufig auch Häuser, die nach der Wende aufgegeben wurden. Vor allem um deren Schönheit festzuhalten, die es einmal gegeben habe, wie er sagt.

Dabei verfolgt er weniger einen nostalgischen, als einen stark dokumentarischen Ansatz, der auf das Alltägliche, nicht auf das Spektakuläre setzt. Basis sind Fotos, die auf Evols ausgedehnten Erkundungsgängen durch die Stadt entstehen. Mit seiner Kunst will er die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Stadtleben lenken und daran erinnern, dass viele Gebäude einmal ein besseres Leben versprachen.
Claire Laboreys Film zeigt Evol in seinem Atelier in Berlin. Hier schafft er Werke, die nicht nur für die Installation im städtischen Raum, sondern auch für Galerien bestimmt sind. Die Kamera folgt ihm außerdem durch die Straßen bis zu einem Abrissgebiet, das er gerade “neu gestaltet”.

via KFMW

Amy Jade Winehouse (* 1983 ; † 2011)

Uff, eigentlich sind wir ja kein People-Magazin und bedienen keine Boulevard-Themen, aber der Tod von Sängerin Amy Winehouse bedarf vielleicht doch einigen Wörtern. Schließlich haben wir auch schon zum Tode von Rapper Guru und andern relevanten Filmpersönlichkeiten was geschrieben. Allerdings ist in diesem Falle schon  das Problem, dass Berühmtheit noch lang keine Relevanz impliziert,  “Back To Black” zwar sicherlich ein großartig produziertes Album war, aber sich, wie  fast jede Band oder jeder Künstler in den 00ern, einfach an dem Fundus der 60er und 70er  bediente. weiterlesen

Sasori – Den of the Beast bei Arte+7

Und weiter gehts mit der Sasori Scorpion Reihe auf Arte+7… Wer sich an den Revenge Thrillern, Exploitation- und “Women in Prison”-Bastarden aus Japan noch nicht satt gesehen hat, kann sich bis zum Ende der Woche den dritten Teil Sasori – Den of the Beast (1973) kostenlos online ansehen. Wie immer ohne Jugendfreigabe und daher erst zur späten Abendstunde.

Inspektor Kondo traut seinen Augen kaum: Die berüchtigte Gefängnisinsassin Sasori sitzt ihm in der U-Bahn gegenüber. Doch die Festnahme misslingt. Der ehrgeizige Inspektor setzt nun alles daran, Sasori zur Strecke zu bringen. Bald sind die Mauern Tokios voll von Suchplakaten und Polizeipatrouillen durchkämmen die Stadt.

Matsu findet Zuflucht bei der Prostituierten Yuki, doch beide geraten in die Fänge der grausamen Unterweltlady Tanida, die junge Frauen zu ihrem Vergnügen foltert. Auch wenn sie selbst vom Gesetz gejagt wird, lässt Sasori, die Rächerin, das nicht ungesühnt.

Trailer zu Andrew Niccols Science Fiction Thriller “In Time”

Ich lehne mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte: Justin Timberlake scheint mir derzeit einer der vielversprechendsten Nachwuchsschauspieler überhauptzu sein. Schon in “The Social Network” war er einfach nur grandios und stahl als heimliches Aushängeschild den vermeintlichen Protagonisten die Show. Und auch in Andrew Niccols Science Fiction Reißer “In Time” lässt er wieder seine schauspielerischen Muskeln spielen. Auch darüber hinaus wirkt die – etwas an Philip K. Dick erinnernde – Geschichte um Lebenszeit als Währung mehr als interessant. Könnte echt ein gelungener, intelligenter und spannender parabolischer Thriller werden. Wäre mal wieder an der Zeit…

Welcome to a world where time has become the ultimate currency. You stop aging at 25, but there’s a catch: you’re genetically-engineered to live only one more year, unless you can buy your way out of it. The rich “earn” decades at a time (remaining at age 25), becoming essentially immortal, while the rest beg, borrow or steal enough hours to make it through the day. When a man from the wrong side of the tracks is falsely accused of murder, he is forced to go on the run with a beautiful hostage. Living minute to minute, the duo’s love becomes a powerful tool in their war against the system.

via Affenheimtheater

Die 90er Jahre: Die besten Alternative Rock Alben des Jahrzehnts V

Jau, Rinko hat ja schon ordentlich gewütet… Auf ganze vier Artikel hat er es bei der Alternative Rock Retrospektive geschafft. Ein, zwei Ergänzungen brennen mir allerdings auch noch auf dem Herzen und so schiebe ich noch nen eigenen kleinen Beitrag nach. Über die Zuordnung zum Genre kann man natürlich vortrefflich streiten, wie bei so ziemlich jeder anderen Kategorie auch. Ob Dredgs Debütalbum vielleicht doch eher Art Rock ist, ob The God Machine nicht vielleicht irgendeine Form von Alternative Metal spielen, ob man Live nicht besser zum Grunge packt, ob die Queens of the stone age nicht einfach die Fortführung des Kyuss’schen Stoner Rock sind und so weiter und so fort…

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