Die 90er Jahre: Die besten Komödien des Jahrzehnts V

Der fünfte und vorletzte Teil unseres 90er Jahre Komödienrückblicks. Dieses Mal mit mindestens einem Titel, über dessen Nominierung man vorzüglich streiten kann… Aber so etwas gehört wohl in jede saubere Best-Of-Aufstellung (Ich verstehe immer noch nicht, wie Rinko Robbie da rein pressen konnte). Neben dem kontroversen Cable Guy genießen wir Humor von der Insel, Kulinarisches von Ang Lee, derbe Unterhaltung der Farrellys und Woody Allen, dem wir im letzten Teil noch mindestens einmal begegnen werden. Außerdem gibt es kuriose Filmrezensionen vom Mystery Science Theater und noch kuriosere Filmdrehs von Mr. Bowfinger. Rock on, die besten Komödien der 90er Jahre, nach dem Klick.

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Die 90er Jahre: Die besten Britpop-Alben des Jahrzehnts III

So, nun heißt es Abschied von Great Britain nehmen. Das ist ist der letzte Teil unseres Brit-Pop Specials. Noch einmal lassen wir diese große und erfolgreiche Zeit der Bands von der Insel aufleben. Mit den glamourösen Suede und Gene sollte spätestens jetzt klar werden, daß Britpop auch noch andere Einflüsse als die Beatles hatte, die natürlich zumindest für das Schaffen von Oasis wesentlich waren. Definitely Maybe ist schon so etwas wie  der Inbegriff dieses Genres, das in den Jahren 1994/95 erst richtig explodierte und keine zwei Jahre später wieder zusammenfiel. In diesem Sinne  laden wir noch einmal zu letzten großen Party ein und wünschen viel Spaß…

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Kubrick vs. Scorsese

35 Tage, 34 Filme, 1 Tribut…

So beschreibt Leandro Copperfield – der schon für den Clash der Coens mit Quentin Tarantino verantwortlich war – seine Hommage an Stanley Kubrick und Martin Scorsese. Genau das ist nämlich dieses Mashup-Video und alles andere als ein Filmmacher- Battle. Viel mehr ein pointierter Tanz der beiden New Hollywood Veteranen  und Regievirtuosen, die sich hier umschleichen, zueinander finden, auseinander driften und immer wieder eine ungewöhnliche harmonische Einheit bilden. Cineasten-Futter, wie es besser nicht gemasht sein könnte:

Many friends after seeing my video “Tarantino vs Coen Brothers” requested me to do a new video duel of directors, so I decided to do now a tribute to my two favorite directors, Stanley Kubrick and Martin Scorsese, were 25 days re-watching 34 films, selected more than 500 scenes, and a hard work editing.

via Filmmakeriq

Alle vermashten Filme nach dem Klick…

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Ellen Page jongliert

via Minds Delight

Bin jetzt schon in mehreren Blogs über dieses kurze – unglaublich charmante – Video gestolpert (zuerst bei Minds Delight soweit ich mich erinnere) und war wohl jedesmal zu verzückt, um es zu rebloggen. Bei Ellen Page war ich mir ja nie so ganz sicher, ob ich sie nun attraktiv, interessant oder einfach nur charmant finden soll… Oder aber ob ich mich auch schlicht von ihrem großen Schauspieltalent für ihre Person vereinnahmen lasse. Ich glaube dieser kurze Clip gibt die Antwort: Das ist Ellen Page! Sympathisch, natürlich, charmant, begabt, verspielt in ihrer Begabung, jedoch ohne damit rumzuposen. Einfach bezaubernd, entzückend, wunderbar… einfach … hach! Ich glaube mein Groupie-Hormon springt gerade an.

Interaktiver, virtueller Bibliophilen-Porno

40GB-Pixel Panoramfoto der Philosophieabteilung der Strahover Bibliothek in Prag… Bei 360Cities lässt sich in dem gigantischen Panorama dann auch ganz fein rumschwenken und in das Bild reinzoomen. Die Buchrücken sind einwandfrei zu erkennen, die Titel teilweise problemlos zu lesen. Und auch das Deckenfresko versteckt keines seiner Details.

Im Wired-Magazin gibt es dann noch Bilder von Jeffrey Martin und seinem gigantomanischen Photoshooting in der Bibliothekshalle und ne Menge technischer Details, die mich im Moment gerade mal so gar nicht interessieren. Cooler sind dann schon diese Fakten:

In other regards, viewing Martin’s web-based panorama might actually be better than an actual visit, especially when it comes to exploring the fresco high above the books. Completed in 1794, Franz Anton Maulbertsch’s trompe l’oeil ceiling depicts dozens of historical and religious figures, ranging from Noah and Moses to the French encyclopedists.

From inside the library, you can see why historians, scholars and travelers would flock here. A giant, four-volume set marked Musée Français, contained in a standalone, statue-topped wooden case, is believed to be one of only four extant copies. It’s a gift from Marie Louise, the second wife of Emperor Napoleon.

Beyond the rare tomes, guests who look carefully at the bookshelves might spot two hidden doors, masked with fake book spines, that lead to secret stairways

Wenn ich groß bin, will ich auch so ne Bibliothek besitzen…

via Interfilm

Hörenswertes: April 2011 (II): Panda Bear, The Head And The Heart, The Naked And Famous, Jamie Woon

Mein Herz tanzt und jedes Molekül bewegt (Mia). Jap, wir nähern uns mit großen Schritten dem Wonnemonat Mai und frühsommerliche Temparaturen verlangen nicht mehr Weltuntergangs-Stimmung und hoffnungslose Traurigkeit sondern tanzbare Rhythmen vom psychedelischen Panda Bear, den Herz-Schmerz Electro-Pop von The Naked And Famous und Dub-Pop von Jamie Woon. Nur die Folkies von The Head And The Heart fallen aus dem Programm, laden aber zu einem ruhigen Waldspaziergang durch die amerikanische Idylle ein.

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Kurzfilm der Woche: 28 Seconds later

Chance erkannt und genutzt… allein das verdient schon Applaus:

This is one of 5 films I made while working on the set of 28 Weeks Later. There are so many resources lying around on the film set that are often doing nothing. I decided to commandeer as much as I could and make some short films in the down time. This technique I called Surfing the Main Unit. In this film all the props, actors, guns and special effects are borrowed from the film, 28 Weeks Later.

Shot in 1 day at the ‘Creature Effects’ workshop on a Sony A1E.

28 Seconds later (Großbritannien 2007)

Regie: Damien Joseph Wasylki

via Minds Delight

 

Am darauffolgenden Tag starb niemand – Rezension zu José Saramagos Roman “Eine Zeit ohne Tod” (2005)

Die Personifizierung des Todes hat eine lange literarische und mediale Tradition. Ob als Gevatter Tod der alle gleich macht im gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm, als nüchterner schachspielender Sensemann in Ingmar Bergmans “Das siebente Siegel” oder als melancholischer Lebemann Joe Black, sobald der Tod menschliche Züge bekommt, sind einer parabolischen Verwertung Tür und Tor geöffnet. In seinem kleinen Roman “Eine Zeit ohne Tod” (250 Seiten) bediente sich auch José Saramago († 18. Juni 2010) der fabelhaften Möglichkeiten des tödlichen Gleichmachers und schuf damit eine ebenso spröde wie spannende Parabel auf die Grenzen des Lebens und ein originelles “Was wäre wenn…”-Szenario, in dem der Tod gegen seine eigene Profession aufbegehrt, indem er zuerst abwesend, schließlich prophetisch und zu guter Letzt menschlich ist.

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Regisseur Sidney Lumet gestorben

Gestern ist der amerikanische Regisseur Sidney Lumet im Alter von 86 Jahren gestorben und hinterlässt damit eine große Lücke in der amerikanischen Filmszene. Lumet gehörte zu jenen Regisseuren, die über die Jahrzehnte hinweg unermüdlich drehten, sich selbst nie verrieten, neue Filmkonzepte und Bewegungen in ihre Arbeit aufnahmen und dennoch ihrem eigenen Werk treu blieben. Davon zeugt seine beeindruckende Filmographie, deren Beginn in den 50er Jahren liegt und die bis in das 21. Jahrhundert reicht. Ein kleiner Rückblick…

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Zombiefilm Pontypool auf Arte+7 online

Vor kurzem noch in eine Reihe von aktuellen Zombiefilmen gestellt, die dem Genre neue Impulse geben, wurde Pontypool vorgestern auf Arte ausgestrahlt… und ist – Freude, Freude – daher für die nächsten 7 6 Tage auf Arte+7 im Stream verfügbar. Der kanadische Film hat zwar gerade gegen Ende seine Schwächen und kann seine Low Budget Herkunft nie so ganz verbergen, begeistert aber über weite Strecken als grimmiger Zombiestreifen, bei dem sich der Schrecken größtenteils akustisch und durch vage Informationshäppchen entwickelt. Also ansehen, so lange noch die Möglichkeit dazu besteht!

Direktlink via Nerdcore

Und wo ich gerade dabei bin, kann ich via Filmfreunde noch schnell auf das auf dem Film basierende Hörspiel der BBC hinweisen, das wie der Film viel zu lange an mir vorbeigegangen ist. Habe noch nicht reingehört, aber als “Radiofeature” funktioniert das Teil vielleicht sogar noch besser als visuell:

Worldplay: Pontypool for World Drama

 

Trailer zu Melancholia (Lars von Trier)

Nachdem sich das Publikum mittlerweile von dem Antichrist-Schock erholt haben dürfte, sickern peux a peux Informationen zum neuen Film von Lars von Trier durch. In Melancholia trifft mal wieder ein hochkarätiger Cast (unter anderem Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland und John Hurt) auf die melodramatische, groteske Inszenierungswut des kompromisslosen Regisseurs. Die Geschichte unterliegt (natürlich) strengster Geheimhaltung und auch der hier zu sehende Trailer lässt den Zuschauer eher verwirrt zurück. Es geht wohl um eine Hochzeit, Familienklüngel, einen Planeten auf Kollisionskurs zur Erde und das Ende der Welt. Zumindest dem Trailer nach eine Mischung aus Festen, Bis ans Ende der Welt und Antichrist, an den nicht nur das Titeldesign sondern auch die wunderschönen, verstörenden Bilder erinnern. Wir sind gespannt.

via Cinematze

Nintendo 3DS Safety Manual

Was ist eigentlich aus den großartigen Big N Lineups geworden? Zum NES-Launch gab es Super Mario Bros, Ice Climber, Duck Hunt, Excitebike und 14 weitere Titel. Das Super Nintendo startete mit Super Mario World, F-Zero und Pilotwings. Zum Nintendo64 gab es mit Mario64 (Achja…), Wave Race, Star Wars und Pilotwings64 auch gleich einige Hochkaräter zum Veröffentlichungstermin. Und selbst der vielgescholtene Game Cube hatte mit Luigi’s Mansion und Wave Race wenigstens zwei spannende – wenn auch enttäuschende – Launchtitel. Doch bereits da ging es bergab. Das einzige wirklich herausragende DS-Launch-Game war ausgerechnet das Mario64 Remake, die Wii-Erstkäufer wurden mit Sports und Play abgespeist, erhielten aber immerhin zeitnah ein semineues Zelda…

Und beim 3DS sieht es jetzt erstmal so richtig düster aus. Lego Star Wars, Nintendogs und zigtausend Remakes von Street Fighter bis Rayman? Come on! Das ist ärgerlich, vor allem weil die kommenden Releases für den DS-Nachfolger so einiges versprechen.  Dagegen steht ein Launch-Lineup, das nicht im geringsten dazu verleitet die neue Konsole gleich zu Beginn abzugreifen. Gerade bei einer so potenten Hardware darf echt mehr erwartet werden. Naja, wenigstens gibt es wie immer unzählige Sicherheitshinweise zum Launch des Handhelds. Und wem die immer noch zu wenig sind, der kann sich bei diesem Entwurf von Steve Napierski gleich doppelt und dreifach absichern. Beim alten Game Boy war es übrigens kein Problem, das System nach Mitternacht zu füttern. Zeiten ändern sich.

From Duelinganalogs via Zockwerk Orange

Links fürs Wochenende

Getestet: KommtEssen – Der Selbstkoch-Lieferservice

Herr Paulsen von NutriCulinary testet das hervorragende und ausgewogene DIY-Essenspaket von KommtEssen.

Retro-TV Folge 55

Fernsehprogramm vom April 1988. Mit Vorsicht: Kinder aus der Kiste, Mord ist hier Hobby und Denver Clan

Behind Facebook

Das düstere Generationen-Portrait The Social Network hatten wir hier schon mal im Zuge der Oscar Nacht genauer beleuchtet, aber auch die für ihren investigativen Stil bekannt MTV Redaktion hat sich mal im Reich des Zuckerbergs umgeschaut.

Storify – Create Stories using Social Media

Die Idee ist simpel wie genial, so dass es verwundert, dass noch niemand zuvor auf die Idee gekommen ist: Nachrichten schreiben, indem man Tweets, Facebookbeiträge, Videos etc. sammelt und kommentiert. Ist natürlich mal wieder DIE Zukunft der Medienbranche. In diesem Fall aber tatsächlich vielversprechend.

10 Jahre Wikipedia

Interessante Infografiken zum 10jährigen Bestehen des legendären Weblexikons von der Deutschen Welle

Und vor drei Tassen Kaffee läuft bei mir gar nichts…

…ist eigentlich das Credo von Florian, aber auch der britische Musiker Bob Geldof scheint nicht ohne leben zu können. Ein angenehm entspanntes Interview, in dem der Sänger immer wieder viel Humor zeigt und bodenständig knorrig wirkt. Von Papi können die beiden Geldof Töchter ihren Gehirnschwund also nicht vererbt haben.

Marc Fischer ist tot

Marc, who? Eher weniger Leute werden aus dem Stuhl gefallen sein, als diese Nachricht auftauchte. Erst als die Meldung auf Spiegel, Welt und Musikexpress erschien, fühlte man sich ein wenig an den Fall Rocco Klein erinnert und merkte das uns doch ein Großer verlassen hat. Noch vor 2 Jahren gedachte Fischer auf einestages Michael Jackson, nun sind es seine Freunde und Kollegen die den Nachruf auf den Journalisten und Autoren verfassen müssen. R.I.P.

Wie ein Rufer in der Betonwüste…

So wirklich Spaß macht es eigentlich nicht über irgendwelche gute gemeinten Pott-Projekte zu schreiben, die von Seiten der Betreiber viel Motivation, dafür umso weniger Resonanz erfahren. Immerhin liest sich der derzeitige Versuch “DU it yourself”  auf dem Papier Monitor  relativ vielversprechend.

Letztes Jahr auf Seite360:

Mit dem ersten Musikvideo der Woche ist unsere Weekly-Rubrik so gut wie vollständig.  Florian findet Gefallen an hervorragendem Post Jazz vom Portico Quartet, rezensiert The Limits of Control von Jim Jarmusch und Herr Jensen steigt aus von Jakob Hein. Rinko entdeckt die Schwarzen Gedanken des Marsipulani Schöpfers André Franquin und die hellen Seiten des Lebens durch The Middle East. Ostern steht vor der Tür und beschert uns depressive, suizidale Häschen von Andy Riley; Malcolm McLaren stirbt und hinterlässt ein großes Loch in der Musikindustrie.