Monty Python – Almost the Truth auf Arte+7

Seit Sonntag läuft auf Arte die sechsteilige Dokumentation “Monty Python – Fast die ganze Wahrheit” (Almost the Truth – The Lawyers Cut). Und wie es sich gehört, wird das ganze auch auf Arte+7 zum britisch-absurden Verzehr feilgeboten.

London, nach dem Krieg. In der ersten Folge ihrer Making-of-Reihe erzählt die Komikertruppe Monty Python von ihrer Kindheit, der Beziehung zu ihren Eltern und ihrer Inspirationen, die vor allem aus den Radioshows Anfang der 60er Jahre bezogen. Doch auch ihrer Lust, die ehrerbietige britische Gesellschaft anzugreifen – wobei sie weder die Queen noch die Religion scheuten – verleihen sie Ausdruck. Und vor allem schildern sie in der ersten Folge, wie sie sich eigentlich kennenlernten und ihre Kreativität bündelten, zuerst beim Satiremagazin “Help!”, dann über die erste Comedyshow im Footlight’s Club bis zu ihren ersten Comedyshows “That was the week that was” und “The Frost Report”, die in der BBC zu sehen waren.

Nach dem Klick die weiteren Folgen, die  bis dato online sind:

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Quentin Tarantino and the Night of the Living Dead Hitler-Witches auf dctp.tv

Ist das ein Aufreißer?! Quentin Tarantino, Zombies, Hexen, Hitler… und das ganze noch im hochkulturellen Korsett. Wahrscheinlich genau das, was der vollkommen misslungene Sucker Punch eigentlich wollte, aber nicht geschafft hat. Und das Beste daran: Das Teil kommt aus dem Hause Alexander Kluge, wird als launisches, sprödes Interview präsentiert und hat dctp-Stammgast und Multiakteur Peter Berling in der Rolle eines Tarantino-Darstellers mit an Bord. Hochkultur trifft Nerdkultur oder so ähnlich. Das relativ kurze Interview gibts in der Themenschleife Der Tag an dem Hitler sich erschoss zu sehen, die ohnehin voll mit weird Stuff ist: Unter anderem Helge Schneider als Historiker und Zeitzeuge, Dr. Mark Benecke als Experte für Hitlers Überreste und der von der FSK extra für das Thema komponierte Song “Vom Himmel hoch da komm ich her…”

Bei so etwas nutze ich das Blog hier gerne, um ein bisschen Werbung für meinen derzeitigen Arbeitgeber zu machen…

News of the Weekend – Mashup

Das wird mit Sicherheit nicht die letzte Zermashung des Obama-Stabs bleiben, ebenso wenig die letzte Verarbeitung des Balkon-Kindes… aber es ist jetzt schon das coolste Mem-Mashup der Woche, wenn nicht sogar des Jahres. Wenn aktuelle Meme zeitnah kollidieren… groß!

via boingboing

Barack Obama shows his Birth Video

Okay… der Hype um Barack Obama ist ja mittlerweile so etwas wie eine olle Kamelle. Und ehrlich gesagt war mir dieser Hype damals schon etwas suspekt (Auch wenn ich nach wie vor unendlich glücklich darüber bin, dass Obama im damaligen Wahlkampf seinem Kontrahenten überlegen war). Aber diese Geschichte hier macht den derzeitigen US-Präsidenten – der sich mit dem Tod Osama Bin Ladens eventuell eine weitere Amtszeit gesichert hat – gleich wieder ungemein sympathisch. Nachdem er dem Druck von FOX und Donald Trump vor einigen Wochen nachgegeben und seine verdammte Geburtsurkunde gezeigt hatte, präsentierte er nun auch noch beim Pressegaladinner sein offzielles Geburtsvideo.

Humor ist für einen Politiker ohnehin schonmal ein Win… Disney auch… und dieses Fucking Best Musical Intro Ever erst Recht. Nach dem Klick gibts dann noch das wunderschöne Original aus The Lion King (Die besten Zeichentrickfilme der 90er). Und wer diesen nicht kennt, sollte das schnellstens nachholen…

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Der Mann, der die Militäraktion gegen Osama Bin Laden tweetete (ohne davon zu wissen)

So, schnell das Unwesentliche abhaken: Das Imperfekt vom eingedeutschten Tweeten sieht ja mal so richtig beschissen aus…

Zurück zum Wesentlichen: Die Twitter-Welt ist um eine weitere faszinierende Geschichte reicher. @ReallyVirtual alias Sohaib Athar darf heute seine 24 Stunden Internet-Berühmtheit in vollen Zügen genießen erst einmal verdauen. Denn dieser junge Mann aus Abbottabad war quasi live dabei als Osama Bin Laden getötet wurde… jedenfalls in der Nachbarschaft. Und was um ihn herum passiert ist, hat er live auf seinem Twitter-Account verbreitet. Freilich ohne zu wissen, dass die Militäraktionen im Umkreises seiner Wohnung dem am meisten gesuchten Terroristen weltweit galten.

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The Twilight Sad – Acoustic EP für lau

Nada, nichts, nothing… genau so viel muss man für die digitale Version einer kürzlich aufgenommenen Akustiksession von The Twilight Sad bezahlen. Diese offenbart nicht nur neue Facetten des Sounds der Shoegaze-Band, der sonst sehr vom klassischen Wall of Sound dominiert wird, sondern gibt vermutlich sogar eine kleine Vorahnung auf das, was wir von The Twilight Sad in Zukunft erwarten dürfen. Immerhin sagte Drummer Mark Devine vor kurzem noch in einem Interview mit Peenko:

The wall of sound is kinda gone. Andy’s demos involve a lot of keyboards, and it’s a lot more considered, the parts are really studied and considered. When I heard the demos I was immediately blown away.

und Sänger James Graham fügte ergänzend hinzu:

There’s not a lot of verse/chorus either. There’s maybe only two songs with verses and choruses. The rest are mainly story-based, the fact is they progress all the way through then there’s this small part you can relate to that we keep coming back to. It’s hard to explain without hearing it. Basically though, it’ll probably be a bit of a reggae tinge once we get back into it.

Klingt auf jeden Fall spannend… und tatsächlich schwer vorstellbar. Bis wir uns eigener Ohren von den neuen Qualitäten von The Twilight Sad überzeugen dürfen, ist die Acoustic EP jedenfalls eine ordentliche musikalische Überbrückung. Email-Adresse eintragen, confirmen und auf Post aus dem Hause Shoegaze freuen…

via Indiemeute

Kurzfilm der Woche: 11’09″01 – September 11: Segment Burkina Faso – Kinder auf der Jagd nach Osama Bin Laden

Aus gegebenem Anlass… Ein kleiner Junge begibt sich zusammen mit seinen Freunden in Burkina Faso auf die Jagd nach einem vermeintlichen Osama Bin Laden, um das ausgelobte Kopfgeld für die Schule und seine kranke Mutter einzusetzen. Leider nur mit französischen Untertiteln… aber dennoch mehr als sehenswert.

11’09″01 – September 11: Segment Burkina Faso (2002)

Regie: Idrissa Ouédraogo

Darsteller: Lionel Zizréel Guire, René Aimé Bassinga

 

Auf Tour: Fucked Up

Wohl nicht wenige werden bei dem Arcade Fire leicht konstatiert geschaut haben, als ein Sänger mit dem Aussehen eines serbischen Eisenbiegers die Bühne betrat und energiegeladen den Support Slot seiner Band Fucked Up begann. Wer bei den Kanadiern allerdings nur monotonen Krachcore vermutet, liegt falsch. Die Art und Weise wie die Kanadier ihren intelligenten Hardcore interpretieren, geht zeitweise sogar schon in Richtung Prog und hebt sie wohltuend von der Mittelmäßigkeit der anderen Genre-Bands ab. Eine Hardcore Band, die zusammen mit Vampire Weekend “Do They Know It`s Christmas Time Again?” oder Owen Pallet als Gastsänger auftritt, ist sicherlich alles, nur nicht normal.

Fucked Up
special guest: Dramamine
17.05.2011
Köln, Underground
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Tickets: 14,- € (zzgl. Geb.)

Filmgeschichte – Die ersten Jahre des Films: Filme der Jahre 1891 bis 1900

In Ergänzung zu meinem Artikel “Die ersten Jahre des Films – Teil 1” möchte ich euch noch ein paar der (subjektiv) wichtigsten Filme bis 1900 vorstellen.

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In Memoriam…

Osama Bin Laden- Family Guy
Tags: Osama Bin Laden- Family Guy

 

Tonight, I can report to the American people and to the world that the United States has conducted an operation that killed Osama bin Laden, the leader of al Qaeda, and a terrorist who’s responsible for the murder of thousands of innocent men, women, and children.

http://www.whitehouse.gov/blog/2011/05/02/osama-bin-laden-dead

Futuristische, verlassene Monumente im ehemaligen Jugoslawien

Die moderne Architektur und das Industriedesign des ehemaligen Jugoslawiens haben so manche faszinierende Bauwerke hervorgebracht. Cracktwo hat eine ganze Fotoserie der retrofuturistischen Monumente und Mahnmale veröffentlicht. Diese wirken mitunter größenwahnsinnig, beängstigend, gigantisch oder eben auch einfach nur verdammt stilverliebt und diversifiziert. Lieben Gruß an Andrei Tarkowski… Zwei weitere Bilder gibts nach dem Klick, den Rest auf Cracktwo:

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Godard trifft Truffaut – April/Mai 2011 im Kino

Manchmal ärgert es schon ein wenig, das Gefühl etwas verpasst zu haben… Ich rede jetzt nicht unbedingt von dem Film “Godard trifft Truffaut – Deux de la Vague”, der seit ungefähr einer halben Woche im deutschen Programmkino läuft (und von dem ich tatsächlich jetzt erst etwas mitbekommen habe), sondern von der Nouvelle Vague an und für sich. Was hätte ich gerne in der damaligen Zeit gelebt… und natürlich im damaligen Frankreich: Aufbruchsstimmung, große neue Filmideen, Experimentierlust, zeitzersetzende wahnwitzige inszenatorische Ideen, von Jump Cuts über selbstreferenzielle Momente bis hin zu ungewöhnlichen Narrationen. All das und noch viel mehr nutzten die Regisseure der Nouvelle Vague um eindrucksvolle, zeitlose Klassiker des postmodernen Kinos zu kreieren. Zwei der einflussreichsten Regisseure der damaligen Epoche sind Jean-Luc Godard und Francois Truffaut, deren Zusammenarbeit und Auseinanderdriften Emmanuel Laurent mit der Dokumentation “Deux de la Vague” nun ein filmisches Denkmal gesetzt hat.

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Poetisches für den Sonntag: Pedro Salinas meets Four Tet

Sprachkritik des frühen 20. Jahrhunderts trifft auf Kieran Hebdens musikalischen Ausdruck des Unausgesprochenen, oder: Einfach mal die Fresse halten.

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Die 90er Jahre: Die besten Tragikomödien des Jahrzehnts I

So, sechs Komödienretrospektiven haben wir hinter uns gebracht (Parodien, Grotesken, Slacker, bitte, bitte, bitte…). Wenden wir uns nun der gekonnten Mischung aus Tragik und Komik zu. Wie schon bei den Komödien aufgefallen, ist es gar nicht so leicht das Genre der Tragikomödie einzugrenzen. Gelungene Komödien bieten immer auch tragische Momente, große Dramen haben auch oft genug ihre komischen Seiten. Und was sich dann genau dazwischen abspielt, ist eben oft auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und Empfindens. Egal, diese Filme bieten – jeder für sich – genug fürs Herz, für die Sinne, zum Schmunzeln, manchmal auch zum Lachen und selbstverständlich zum Weinen. Komisch schön, tragisch schön, einfach nur schön… die besten des Jahrzehnts. Mit einem Lächeln und einer Träne Teil 1…

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Indie Stars, bevor sie berühmt wurden…

Der Death Cab For Cutie Sänger als rumpelnder 90er Punk, Trent Reznor mit ekliger 80er Frisur und viele andere heute eher für cooles Auftreten bekannte Indie-Stars in Commercials und Filmprojekten, die sie weniger mystisch sondern so normal wie Otto Normalbürger auf einem Hochzeitsvideo dastehen lassen.

Hier nun ein kleiner Appetizer von 1993, der Ben Gibbard mit einer Schulband in den wilden Anfangs 90er zeigt, wo echte Jungs noch Topdeckel-Frisur und zu lange Shirts trugen.

weiter geht es auf Stereogum

Irgendwie fehlt da aber noch das Video dieser hoffnungsvollen Newcomer- Band, die einen gewissen  Maynard James Keenan als Sänger und ein Eddie Murphy Double am Bass hatte.