Die 90er Jahre: Die besten Slacker-Komödien des Jahrzehnts

Irgendwann sind sie dann doch erwachsen geworden, die Teenager der 80er Jahre, die nichts anderes zu tun hatten, als die Schule zu schwänzen, kreativ unproduktiv zu sein, zu saufen, zu kiffen und die Zeit totzuschlagen. Typen wie Ferris Bueller, Hoops McCann oder John aus Breakfast Club. Aus ihnen wurden schließlich Twenties, die nichts anderes zu tun hatten, als die Arbeit zu schwänzen, kreativ unproduktiv zu sein, zu saufen, zu kiffen und die Zeit tot zu schlagen. Aus den High School Outsidern der 80er Jahre wurden die Slacker der 90er (aus denen schließlich die Nerds der 00er erwachsen sollten, aber das ist eine andere Geschichte). Kaum ein Stereotyp war in den Independentfilm Komödien der 90er Jahre derart angesagt wie der des jungerwachsenen Herumlungerers, der nicht genau weiß was er mit seinem Leben anfangen soll, der das macht, was ihm gefällt, der sich seiner Faulheit nicht schämt und diese zugleich dazu benutzt, sich selbst zu verwirklichen. Und Regisseure wie Richard Linklater und Kevin Smith haben diesen Typen – die sinnbildlich für eine wesentliche Attitüde der Generation X stehen – filmische Denkmäler gesetzt. Die Besten und Größten der Faulsten… Unzeitgemäß, antriebslos, auf ihre eigene Art rebellisch und dabei meistens urkomisch, wenn auch fast immer mit einer tragischen Komponente…. Viel Spaß.

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Animated Short der Woche: Broken

Ja, es ist mal wieder Zeit für richtig schöne Trickfilmkunst. Animated Short ist an dieser Stelle fast schon zu viel gesagt, denn die wenigen Animationen in Freek van Hagens Broken sind eher rudimentär, beschränken sich auf einfachste Objektbewegungen. Dafür ist der kleine Film mit großartiger, liebevoller Bleistiftführung gezeichnet und sehr schön – wenn auch ein bisschen zu pathetisch – erzählt.

(via KFMW)

Broken (Niederlande 2011)

Regie: Freek van Hagen

 

Filmtitel wechsel dich…

…Und zwar so, dass man richtig Lust auf die daraus entstehenden Mashup-Filme bekommt. Mein Favorit ist ja der hierher getackerte Kill Bill, in dem die Kleinarmee aus Zombieland auf David Carradine losgelassen wird. Aber auch das Hairspray/Eraserhead Mashup und der naheliegende Titeldreh von Antz und A Bug’s Life sind Gold wert. Zu finden gibts das Ganze auf dem Cubeeblog

Teil 1 und  Teil 2 – via Interweb3000

 

Rubrik “Man muss ja nicht alles verstehen”: The Weeknd – House of Balloons

Das selfpublished Tape von The Weeknd wird im Moment im Netz rumgereicht. Und klar, dass ist schon ganz schön clever, wie der kanadische Produzent, der dahinter steckt, das Album “House of Balloons” viral vermarktet hat. Ein wenig Mystery, ein paar Appetizer, schließlich vier Songs, dann noch mehr Mystery und schließlich das komplett kostenlose Tape via Soundcloud und zum Download, fertig verpackt zum Abfeiern… Tschuldigung, das soll jetzt gar nicht so sarkastisch klingen, wie es vielleicht gerade tut: Diese Art der Web-Vermarktung hat wirklich was für sich, und die kostenlose Verbreitung der Songs ist sowohl eine künstlerisch als auch ökonomisch lobenswerte Entscheidung. Es ist immer großartig, wenn frische junge Musik jenseits der industriellen Mechanismen erschaffen, verbreitet und wahrgenommen wird.

Aber… verdammt nochmal… wie soll ich das goutieren, wenn ich mit dem Sound dahinter wirklich so rein gar nichts anfangen kann? weiterlesen

Sword & Sworcery – Atmosphärisches und mysteriöses Pixelabenteuer für iPad

Ist natürlich blöd, wenn wir endlich mal wieder über ein Game bloggen und dieses dann ausgerechnet zu der Sorte gehört “Noch nicht angespielt und wird wohl auch eine ganze Zeit lang von uns nicht angespielt werden.” Anyway, Sword & Sworcery sieht Dank seiner Mischung aus Pixelwüste und atmosphärischem Landschaftsgemälde unglaublich groß aus und überzeugt nebenbei noch mit einer mysteriösen, surrealen Anti-Geschichte, die den Zuschauer Spieler offensichtlich lange im Dunkeln lässt, während sie peux à peux ihre eigenen Hintergründe offenlegt… Jörg von 4Players ist jedenfalls mächtig angetan von dem Titel und auch beim iPhone Blog sind sie ganz aus dem Häuschen. Naja wenigstens gibt es für uns traurigen Nicht-Pad-Besitzer dieses schicke Vimeo-Video, das sogar recht viel des Spielzaubers auf den passiven Zuschauer überträgt. Wer so’n i-Dingens besitzt, sollte sich das Teil (für unverschämt günstige 4€) besorgen.

 

Die 90er Jahre: Die besten Britpop-Alben des Jahrzents II

Britpop, zum Zweiten. Heute gibt es die großen Dramen von den Manic Street Preachers, Routine in ihre schönsten Form von Altmeister Paul Weller und wieder Alben, die oft übersehen und vergessen wurden. Wir wünschen wie immer viel Spaß, hoffentlich interessante Neuentdeckungen oder freudiges Wiedersehen mit alten Bekannten.

Manic Street Preachers – Everything must go

(Epic, 1996)

Für viele Fans hören die eigentlichen Manic Street Preachers nach “The Holy Bible” auf. Der traurige und höchst dramatische Grund: Richey James Edwards, depressives Genius hinter den ersten drei Preachers Alben verschwand spurlos und anstatt den immer düster werdenden Sound vom Vorgänger weiter zu führen ist “Everything Must Go” teilweise aufrüttelnd und dem Albumtitel getreu trotzig. Weg vom epischen Breitwandrock zurück zu den rauen, unbekümmerten Rock`n Roll Wurzeln…

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Fake-Trailer: Michael Bay’s Angry Birds


“Angry Birds” ist schon seit einiger Zeit DAS Geschicklichkeits-Game, inbesondere auf Smartphones, und hat sich bis dato schon 10 Millionen mal verkauft. Es war also nur eine Frage der Zeit bis Hollywood auch auf den Hype aufmerksam werden sollte, um mit Michael Bay den Fachmann für eine gehirnlose Actionverfilmung auf das verärgerte Federvieh loszulassen. Ok, das war zum Glück gelogen; und hoffentlich hat Uwe Boll gerade nicht  aufmerksam mitgelesen… Aber den  kurzweiligen Fake-Trailer zu Angry Birds wollen wir euch nicht vorenthalten:

Kurzfilm der Woche: Blinky™

Take this, kleiner Roboterjunge aus A.I., der du uns so tierisch auf die Nerven gegangen bist! Großartige, kurze Science Fiction Farce mit Max Records (Where the wild Things are).

(via)

Blinky™ (USA 2011)

Regie: Ruairi Robinson

Darsteller: Max Records

Laufzeit: 12 Minuten

 

Hörenswertes: März 2011 (III): Têtes Raides, Nicolas Jaar, Home Video, Jonny Greenwood, Gold Panda

Ja ihr lieben Leute… Es wird Frühling. Wir feiern das neu erwachende Leben mit fröhlichem, eleganten Folk Rock aus Frankreich von Têtes Raides und herrlich nonchalantem Indie Electro-Pop von Gold Panda. Die letzten Furchen des Winters stehen aber noch in unseren Gesichtern und so haben sich auch etwas kargere, kältere Klänge in unseren Soundcheck geschmuggelt. Der tragische Norwegian Wood Soundtrack von Jonny Greenwood und Can, der etwas spät eintrudelnde – aber immer noch geniale – Minimal Techno von Nicolas Jaar und melodieverliebter, semielektronischer Art Pop / Art Rock von Home Video. Wie immer alles mit dem Seite360 Hörenswert-Gütesiegel versehen.

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All In for Civilization – Justice machen es mit Adidas und Romain Gavras

Filter-House, Disco-Samples und Geboller.  Daft Punk Justice sind zurück ! Kaum zu glauben, dass deren  Album “Cross” nun schon 4 Jahre auf dem Buckel hat und ganz klar einen großen Einfluss auf das Electro-Revival der 00er hatte. Wo andere Band zaghaft MP3 Singles zum Download anbieten und auf sonstige Promotion verzichten, kann es für das Pariser Duo wohl nicht laut und pompös genug sein. Adidas ließ sogar den Justice-Intimus Romain Gavras das Commercial produzieren, was für einen Weltkonzern sicherlich gar nicht mal so ohne ist, da dem gute Mann dem Ruf als Provocateur vorraus eilt und seine Videos zu Stress und Born Free, welches wir hier schon als Musikvideo der Woche vorstellten, schnell auf dem Index von Youtube landeten. Im Grunde genommen hat sich sein Stil für die Adidas Werbung auch nicht großartig geändert: Hektische schnelle Schnitte, Adrenalin, ikonische Bilder, Ekstase und fast schon pornographische Darstellungen von Emotionen. Katy Perry, May, b.o.b, Beckham, Rose, Blanka, Mehdin, Jeremy, Rokko, Messi sind drin – wir nun auch.

hier noch die einzelnen Features, die später für den clip zusammen geschnitten wurden: weiterlesen

Disneyland als Miniatur

(via)

Ich liebe Freizeitparks, ich liebe Tilt-Shift-Fotos… und ja, verdammt! Ich liebe Disney! Und wenn es gleich alle drei im Paket gibt, umso besser. Disneyland Paris als Miniatur; von Céranne Gantzer. Ist natürlich “nur” ein Promovideo. Aber dennoch so genial, dass ich das jetzt an dieser Stelle einfach raushauen muss…

Die 90er Jahre: Die besten Satiren, Grotesken und schwarzen Komödien des Jahrzehnts

Okay… Hier soll es wirklich böse, bizarr, grotesk, allerdings dennoch und gerade deswegen urkomisch werden. Und um das gleich klarzustellen: Wenn an dieser Stelle von schwarzen Komödien die Rede ist, dann ist auch wirklich schwarz gemeint. Pechschwarz! Nicht der sadistische Fäkalhumor, der sich als böse tarnt, um zu verbergen, dass er doch nur moralinsaure Teenager- und Massenunterhaltung aus Hollywood ist… nein, nein… gemeint ist das Lachen, das dir im Halse stecken bleibt und dort noch Tage später schmerzt. Das Lachen, das weh tut, weil es die eigene Amoralität, den eigenen Sadismus, die ureigenen dunkelsten Seiten des Menschen enttarnt. Böse gehässig und eben doch zum Schreien komisch, oder zum Leiden komisch, zum Erschrecken komisch, whatever. Die besten des Jahrzehnts: Wir haben euch gewarnt.

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