Natürlicher Eskapismus: Das Nordlicht

Manchmal muss man eben doch nur einfach die Kamera draufhalten… Und das gilt hier im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Musik, die Ole Christian Salomonsen für die Untermalung seiner atemberaubenden Zeitrafferimpressionen der Aurora borealis verwendet, ist eher so ähmmm…ja…ne…ein klein wenig zu kitschig. Also Sound runterdrehen, Vollbild einschalten und genießen. Der beste Künstler von allen ist eben doch die Natur…

via Feingut

 

Für`s Protokoll : Echo 2011

Ich hab keine Ahnung, ob es überhaupt jemand interessiert, aber gestern wurde irgendwo in Berlin der weltunnötigste Musikpreis verliehen. Anwesend bei der dieses Jahr ca. 20 h andauernden Trauerveranstaltung waren unter anderem Rammstein die den Preis mit “Sowas passiert, wenn man die Zuschauer wählen lässt” kommentierten und sich sichtlich begeistert bei Vattenfall bedankten, weil “wir sonst hier im Dunkeln stünden”. weiterlesen

Musikvideo der Woche

WTF-Momente am laufenden Band und schön dreckigen Electro-Rock von Birdy Nam Nam. Sowas ähnliches ist mir übrigens mal vor einem Monat nach einer Zechtour passiert, aber mir glaubt ja keiner…

Birdy Nam Nam – The Parachute Ending (2008)

Regie: Willy Sweeney

Album: Vinyl only

Nu Metal Retrospektive II (Pioniere): System of a Down und ihr selbstbetiteltes Debüt

Aber hallo, was scheppert denn da so frisch aus den Boxen? Richtig, das Debüt von Serj Tankian (verantwortlich für die heftigen und patehtischen Vocals), Daron Malakian (Gitarre), Shavo Odadjian (Bass) und John Dolmayan (Schlagzeug), besser bekannt unter dem Namen  System of a down: Nicht nur ihre armenischen Wurzeln sind deutlich aus dem wüsten Crossovermix herauszuhören, sondern auch die Vorliebe für Faith no More, klassischen Hardcore und düstere Soundlandschaften á la Fear Factory. 1995 zusammengefunden, brachten sie unter Aufsicht des Produzenten Rick Rubin (u.a. verantwortlich für die Produktion von namhaften Bands wie den Red Hot Chili Peppers oder den Beastie Boys) ihr gleichnamiges Debüt an den Start. Kurz darauf sollten sie mit „Toxicity“ und fast zehn Jahre später mit dem 2005er Doppelschlag Mezmerize/Hypnotize zu wahren Größen des modernen Crossovers – Neusprech Nu Metal – werden.

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Animated Short der Woche: Chernokids

Puh… das ist schon ganz schön düster, nicht nur wegen der Aktualität des Stoffes. Neben der tragischen, unheimlichen und poetischen Komponente überrascht Chernokids im letzten Drittel allerdings auch mit einem kurzen – dafür umso radikaleren – ästhetischen Bruch, der zumindest für einen kurzen Moment jegliche Intentionalität des Films aus den Angeln zu heben scheint.

Chernokids (Frankreich 2010)

Macher: Matthieu Bernadat, Nils Boussuge, Florence Ciuccoli, Clément Deltour und Marion Petegnief

Website

via Seitvertreib

 

Die 90er Jahre: Die besten Komödien des Jahrzehnts I: Parodien und Persiflagen

Langsam kommen wir schon zu den Hauptkategorien, was allerdings noch nicht viel zu heißen hat. Denn auch hier tummeln sich haufenweise Subgenres und Nebenkategorien… wie zum Beispiel Parodien und Persiflagen, die bei den Komödien eine gewisse Sonderstellung einnehmen: Meistens mit einer hohen Gagdichte, mit mindestens einer großen Referenz; nebenher vielen  kleinen Filmzitaten… Und eigentlich fast immer vollkommen Over The Top, absurd und ohne Rücksicht auf die Realität. ZAZ haben es in den 80ern vorgemacht – und auch in den 90ern so manchen Treffer gelandet. Here they come, ein ganzer Sack voll komischer Metafilme. Nach dem Klick…

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Sounds like… Seite360

Inspiriert davon…
 
Windows 7 x64 MS Paint EXE Interpereted as PCM Data by R2Bl3nd
 

…habe ich mal ein komplettes Backup von unserem Blog erstellt, verpackt und durch Audacity gejagt. Wie klingt wohl knapp ein halbes Gigabyte Seite360 komprimiert auf 18 Sekunden Noise-Sound? Awesome!

Seite360 by Plor

Kurzfilm der Woche: From the Drain

Heute mal so richtig retro: Der absurde Kurzfilm “From the Drain” von 1969 (Budget: 500$) gehört zu den ersten filmischen Gehversuchen David Cronenbergs. Mit beängstigend feingeistiger Musik in dunklen Schwarzweiß-Aufnahmen erzählt. Irgendwie schön, irgendwie experimentell, irgendwie bizarr, irgendwie gruselig, irgendwie spröde und alles in allem sehr speziell…

From The Drain (Kanada, 1967)

Regie: David Cronenberg

Darsteller: Mort Ritts, Stefan Nosko

Laufzeit: 14 Minuten

 

Filmabriss: Bedways, Daybreakers, Für immer Shrek, Rampage

Zeit für einen weiteren kleinen Filmabriss: Dieses Mal mit dem spröden Independent-Sexdrama Bedways, dem überraschend gefälligen Vampirthriller Daybreakers, einem vermeintlich guten Film von Uwe Boll und dem wohl endgültig (hoffentlich) allerletzten Teil der Shrek-Franchise…

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New Mars Volta Song

 

Huch! Mars Volta spielen mal so eben auf der SXSW2011 einen neuen Song als Vorboten zum kommenden Albums… Und Joaa… das klingt schon ziemlich cool. Back to Punk, back to Core, back to Song? Hat natürlich alles noch nicht viel zu heißen, klingt aber weitaus unproggiger und vor allem weniger prätentiös als die letzten Outputs der Band. Könnte sogar ehemaligen At the Drive-in Fans gefallen, die mit den neueren Sachen von Cedric und Omar sonst eher wenig anfangen können.

Die 90er: Die besten Britpop-Alben des Jahrzents I

Mit den elekronischen Alben haben wir unsere musikalische Retrospektive der 90er begonnen und heute kommen wir zu einem weiteren höchst erfolgreichen Genre dieser Ära. Dabei ist gar nicht so wirklich klar und auszumachen, wo Britpop startet und aufhört: Der Höhepunkt dieses Subgenres war sicherlich Mitte der 90er, als plötzlich die Mischung aus Sixties-Pop, Punk und Zitaten aus aus dem Rave-Sound der 80er von der Insel zu uns rüberollte und für zwei Sommer lang den Globus infizierte. Der erste Grund für dieses Phänomen dürfte sicherlich die unglaublich hohe Dichte an guten Alben sein, aber auch die Reaktion auf die immer langweiliger werdende amerikanische Grunge-Musik, die zu allem Überfluss 1994 mit dem Tod von Kurt Cobain ihre wichtigste Persönlichkeit verlor und damit endgültig den Weg für smarten Pop aus UK freimachte. Britisch und Smart, beides Attribute, die man in Deutschland noch nie sonderlich schätze und  selbst heute wird hier Britpop immer noch auf Oasis und ihre erfolgreichste Single Wonderwall reduziert. Wir geben hier nun die Möglichkeit, weitere Bands des Genres kennen zu lernen und stellen in unserem ersten Teil unter anderem die zynischen Pulp, die unterschätzen Supergrass und die Ur-Väter des Britpop`95 vor…

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Westernwestern – “True Grit” von den Coens

Jetzt habe ich es also doch noch geschafft. Nachdem mir von mehreren Freunden eine Enttäuschung prognostiziert wurde, nachdem ich (warum auch immer) Burn After Reading immer noch nicht gesehen habe und nachdem “No Country for old men” nach wie vor bei meinen besten Filmen der 00er Jahre – und liebsten Coen-Filmen überhaupt – ganz oben rangiert, habe ich mir endlich den Spätwestern True Grit angesehen: Eine Adaption von Charles Portis gleichnamigem Roman, der 1969 bereits einmal mit John Wayne unter dem deutschen Titel “Der Marshal” verfilmt wurde. Eine klassische Westernvorlage also, und bei den Coens darf man damit doch mindestens die Dekonstruktion eines gesamten Genres erwarten, wenn nicht sogar mehr…

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Wohin das Auge wandert… (There will be Blood)

Faszinierende Untersuchung im Rahmen des Diem Projects zum Thema Blickrichtungen und Fokussetzungen des Publikums: Die Blickbewegungen von 11 Zuschauern wurden während des Films “There will be Blood” (Die besten Epen der 00er Jahre) aufgezeichnet.

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