3D Filme in 2D anschauen

An 3D scheiden sich momentan die Geister. Während die Einen darin eine willkommene Weiterentwicklung sehen können die Anderen gar nicht laut genug aufstöhnen, wenn der lang ersehnte Kinofilm in 3D und saftigen Zuschlägen angeboten wird. Obendrein beklagen sich immer wieder ein paar Kinogänger über Kopfschmerzen. Ich hatte zwar weder bei “Avatar” noch bei “Tron” dieses Problem, aber immer wieder beschweren sich auch Freunde und Bekannte über Unwohlsein und Überanstregung der Augen. Hank Green hat sich dieser Problematik angenommen und spezielle Brillen entworfen, die den 3 D Effekt wieder in 2 D umwandeln. Über seine Website 2 D Glasses kann diese Brille für 10 Dollar erworben werden.

Death Cab for Cutie – Codes and Keys (Appetizer auf Soundcloud)

Am 31. Mai veröffentlichen Death Cab for Cutie ihr mittlerweile siebentes Studioalbum “Code and Keys”. Drei von der Band auf Sound Cloud gestellte Songs geben schonmal einen kleinen Einblick in das neue Material. Unten seht ihr den Soundcloud-Entry zu der Single “You are a Tourist”, die beiden anderen Stücke sowie die Tracklist des Albums folgen nach dem Klick.

DEATH CAB for CUTIE – You Are A Tourist [Album Version] by ATL REC.

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Twin Peaks auf ARTE

Grund zur Freude für alle Mystery-, Surrealismus- und Lynch-Freunde. Seit gestern überträgt ARTE anlässlich deren 20jährigen Jubiläums “Twin Peaks”. Jeden Dienstag um 22 Uhr wird die Serie über den Bildschirm laufen. Wer David Lynchs skurriles, melancholisches, schräges spannendes 80er Serienmeisterwerk noch nicht kennt, sollte die Gunst der Stunde nutzen und sich das Vorbild für zahllose Mysteryserien von Akte X bis LOST unbedingt anschauen. Gerade die erste Staffel, in deren Mittelpunkt die Ermittlungsarbeiten von Dale Cooper (Kyle MacLachlan als coolster FBI-Agent ever) im Mordfall Laura Palmer sowie die Geheimnisse und dunklen Seiten des nordamerikanischen Nestes Twin Peaks stehen, ist ein Meisterwerk postmoderner TV-Unterhaltung. Aber auch die späteren Folgen, die ab einem gewissen Zeitpunkt immer abgedrehter, skurriler und surrealer werden, sind auf ihre ganz eigene Art echt Gold wert.

Bei Arte.tv gibt es das ganze leider offensichtlich nicht zu sehen. Zumindest ist die Twin-Peaks-Abteilung dort  - abegesehen von kleinen Appetizern auf die einzelnen Episoden – leer. Also auf zum Fernseher und dem vernachlässigten Gerät wieder etwas mehr Aufmerksamkeit schenken!

via misterhonk

Animated Short der Woche: Ещё раз!

“Ещё раз!” bedeutet so viel wie “Noch einmal!” und passt als Titel perfekt zu diesem wunderschönen, unbeschwerten, nostalgischen, großartig illustrierten Kurzfilm, in dem zu wehmütigen Grammophon-Klängen an eine unbekümmerte Kindheit in der russischen Stadt Jaroslawl im Jahr 1930 erinnert wird.

Ещё раз! (Russland 2010)

Regie: Alexander Petrow

via Seitvertreib

 

 

Sepultura… und wo ist bitteschön das Orchester?

Eigentlich ist die Idee ja recht verführerisch… Die Thrash-Metal-Heroen von Sepultura spielen zusammen mit dem “Brazilian Orquestra Experimental De Repertório” Klassiker aus ihrem Repertoire im Rahmen des “Virada Cultural Festival” in São Paulo. Und als CD soll das Ganze dann natürlich auch noch veröffentlicht werden. Nur zeigt sich leider eben wieder das klassische Problem dieser “Orchester trifft Band” Kollaborationen. Entweder werden die Rocksongs komplett vom symphonischen Kitsch erschlagen, oder – wie in diesem Fall bei “Roots Bloody Roots” – das Orchester verschwindet fast vollständig hinter den breiten Gitarrenwänden. Dass es auch besser geht, haben ausgerechnet Metallica mit ihrer “S&M” (1999) bewiesen, die ich nach wie vor für eines der besten “Metal meets Classic”-Alben halte. Und um das zu beweisen gibts von der dann auch noch einen Song des damaligen Auftritts nach dem Klick. Erst einmal aber Sepultura mit Orchester ohne Orchester…

via Mururoar

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1991 The Year Punk Broke – Alternative Rock Dokumentation

Wir sind ja bei unserer 90er Albenretrospektive noch nicht bei Punk, Grunge und Alternative Rock angelangt. Aber jeder, der sich für diese Genres interessiert, sollte jetzt die Möglichkeit dazu nutzen den Dokumentarfilmklassiker “1991 The Year Punk Broke” auf Googlevideo zu sehen. Ab dem 29. April wird dieser nämlich nicht mehr als Freeclip zur Verfügung stehen. Stattdessen erscheint dann – anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Jahres – im Herbst 2011 endlich die entsprechende DVD, die nicht nur den Musikdokumentations-Klassiker selbst enthält sondern zusätzlich 42 Minuten Bonusmaterial. In der Dokumentation geht es vor allem um die Europa-Tour von Sonic Yout und Nirvana, bevor deren Album Nevermind die Charts erobern und Kurt Cobain und die Band selbst zu Ikonen der 90er Jahre Rockmusik aufsteigen lassen sollte. Aber auch Indie-Größen wie Dinosaur JR. und Mudhoney kommen zu Wort.

via Dangerous Minds

Die besten Filme der 90er: Zumindest beachtenswert – “The Brave” (1995) von und mit Johnny Depp

Vielleicht nicht gerade einer der besten Filme der 90er, aber allemal sehens- und erinnerungswert ist das Regiedebüt von Johnny Depp, in dem der talentierte Allrounder nicht nur die Inszenierung sondern auch gleich die Hauptrolle übernahm und somit eine gediegene und interessante One-Man-Show ablieferte. Wer bei One-Man-Show in Verbindung mit dem Namen „Johnny Depp“  nur an Fluch der Karibik oder Dead Man denkt, sollte sich durch „The Brave“ von 1997 umgehend eines Besseren belehren lassen. Der von Depp verkörperte Protagonist dominiert auf eine originelle – dem Sterbenden in Dead Man nicht ganz unähnliche Art und Weise – den gesamten Film. Sprich, wir sehen hier den ruhigen, sensiblen, melancholischen,  Johnny Depp, der zugleich als aufopferungsvoller Kämpfer für das Wohl seiner Familie agiert.

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Experience Human Flight

Wahnsinnig schöner Werbeclip des Melbourne Skydive Centers, in dem nicht nur genau das gezeigt wird, wofür der Spot wirbt (was bei Virals ja eher unüblich ist), sondern der darüber hinaus noch total Lust auf eben genau jenes Erlebnis macht. Nur schade, dass die in diesem Film perfekt eingesetzte unmittelbar erlebte Zeitlupe und die erstaunlich gut passende, eher sphärisch ruhige Musik wohl kaum mitbuchbar sind bei einem Sturz in die Wolken.

via Fubiz

 

Noma wie schon im letzten Jahr “Bestes Restaurant der Welt”

Wie die Jahre zuvor hat die britische Fachzeitschrift Restaurant Magazine die besten Restaurants der Welt ausgezeichnet. Und wie schon 2010 steht wieder das dänische Spitzenrestaurant aus Kopenhagen Noma auf Platz eins der Liste, die von insgesamt 800 Fachleuten – Spitzenköchen und Restaurantkritikern – erlesen zusammengestellt wird.

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Charlie Chaplin und das Böse, Woody Allen und das Animalische…

(via Thisisnotporn)

Charlie Chaplin muss als Reinkarnation des Bösen nicht zwangsläufig einen kleinen, schmalen Schnauzbart oder ein Verdoux’sches Bankeroutfit tragen… Manchmal genügen auch einfach angedeutete Teufelshörner. Und weil es so schön passt skurrile Celebrity-Fotos immer cool sind, gibt es nach dem Klick noch Woody Allen auf der Flucht vor einem Gorilla…

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Nu Metal Retrospektive II (Pioniere): Die Deftones und der Nu Metal – Geschichte eines Missverständnisses

An alle Deftones-Fans
Musiksnobgasse 2
Alternativemetalhausen
CC/ Tool-Fans

Betreff: Re.: “Die Deftones sind kein Nu Metal”

Liebe Deftones-Fans,

um das gleich klar zu stellen: Ich bin einer von euch. Nicht, dass angesichts dieses Textes irgendwelche Missverständnisse aufkommen. Ich mag die Deftones, ich liebe sie geradezu. Fast jedes Album: Den Hassfetzen Adreanline, das fiebrige Around the Fur, das schillernde Meisterwerk White Pony, ja sogar dessen in Fankreisen verpönten selbstbetitelten Nachfolger. Ich liebe diese Band seit den 90er Jahren, halte sie für einen der besten Nu Metal Acts überhaupt… Und genau deswegen, weil ich sie liebe und weil ich sie für eine großartige Nu Metal Band halte, muss ich an dieser Stelle mit euch schimpfen. Ihr mögt die Band, zweifellos, sonst wäret ihr wohl kaum Fans; zugleich wehrt ihr euch aber mit der selben Leidenschaft mit der ihr die Band liebt gegen jede potentielle Einordnung der Mannen um Chino Moreno in das so verhasste Genre. “Die Deftones machen keinen Nu Metal!” muss ich dann immer wieder hören. Und genau das ist gelinde gesagt Blödsinn.

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Die 90er Jahre: Die besten Drogenfilme des Jahrzehnts

Wir unterbrechen die 90er Komödienretrospektive für ein kleines Subgenre, das in den 90ern jedoch omnipräsent war. Drogen waren der Pop dieses Jahrzehnts. Auf die eher düsteren 80er folgte eine hedonistische Dekade, in der möglichst lange, euphorisch und ekstatisch gefeiert wurde. Ectasy wurde schnell zur Modedroge Nr 1 und ebenso wie sich LSD auf das Wirken vieler Filmemacher der 60er auswirkte, hatten andere bewusstseinserweiternte Mittel Einfluss auf die 90er, in denen der sogenannte bleiche und ungesunde Heroin-Chic es sogar dank Models wie Kate Moss auf die Laufstege dieser Welt schaffte. Auch auf dem Plakat von Trainsspotting schaut uns ein kotzbleicher Ewan McGregor entgegen. Doch genau wie es in den Kriegsfilmen der Dekade nur selten wirkliche Gewinner gab, sind auch die hier nominierten Filme kein affirmatives Statement für Drogen, sondern zeigen gleichberechtigt sowohl ihre bewusstseinfördernde als auch destruktive Kraft.

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Kurzfilm der Woche: Occupations

Lars von Trier hasst Leute, die im Kino dazwischen quasseln. Mal ehrlich, wer tut das nicht? Auch wenn seine Reaktion als etwas, nunja, rabiat bezeichnet werden könnte, spricht er mit ihr wohl jedem Cineasten aus der Seele. Der biestige Kurzfilm lief übrigens beim FantasyFilmFest 2008, wo er hoffentlich eine pädagogische Wirkung auf das Publikum hatte.

Occupations  (Dänemark 2007)

Regie: Lars von Trier

Smutley, der sexsüchtige Kater

(via eayz)

Grandiose Werbung für… wird nicht verraten. Das würde nämlich die Pointe dieses hervorragenden Spots versauen, der sich irgendwo zwischen Fritz the Cat und schrägem schwarz-weiß Minimalismus bewegt. Entworfen wurde der Viral mit dem sich quer durch das Tierreich poppenden Kater übrigens von Mike Kazaleh für… wird auch nicht verraten, weil das ebenso die Pointe versauen könnte. Da von seinen Auftraggebern aber noch weitaus mehr geniale Virals kommen, gibts einen weiteren – sozusagen als Bonus (und in Spoilerform) – nach dem Klick.

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Rise of the Planet of the Apes – Trailer

Ich war ja überhaupt nicht begeistert von Tim Burtons Neuinterpretation von “Planet der Affen” (2001). Im Original von 1968 war das Erschreckende das menschliche Verhalten der behaarten Primaten und damit einhergehend das animalische Auftreten der im Film vorkommenden Menschen, die nicht reden konnten und sich archaisch und atavistisch verhielten. Tim Burton dagegen machte – zugegeben mit recht schicker CGI – die Affen wieder zu Tieren und hatte offensichtlich nicht den Schneid den menschlichen Protagonisten das “Humanistische” zu nehmen.

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