Schlussspurt: Die letzten Links des Tages

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Rembrandt gegen Depressionen (ZEIT online)

Was soll eigentlich Kunst? Und wozu braucht es Museen? Der Philosoph Alain de Botton gibt darauf eine radikale Antwort: Er verwandelt das Reichsmuseum in Amsterdam in einen Reparaturbetrieb für ausgelaugte Seelen.


Krasses Pornofetischding (Süddeutsche online)

Aus der Zeit fällt man schnell – dafür muss man sich nicht aufführen wie eine Figur aus einem Heinz-Erhardt-Film. Gesellschaftliche Normen ändern sich häufig, das zeigt sich schon bei den Themen Rauchen und Intimrasur.


Urteil des AG Hannover zu den Redtube-Abmahnungen (Internet Law)

(…) Das Gericht greift zudem die Frage auf, ob das Streaming als bloßer Werkgenuss überhaupt urheberrechtlich relevant ist, beantwortet diese Frage aber nicht abschließend. Der bloße Werkgenuss stellt grundsätzlich keine urheberrechtlich relevante Nutzungshandlung dar. Wer also ein Buch liest, Musik hört oder einen Film nur anschaut, begeht keine Urheberrechtsverletzung, auch wenn er eine Raubkopie konsumiert. (…)


Vortrag von Sascha Lobo zum Überwachungsradikalismus (Fontblog)

Lobo über Überwachung, die Ursprünge der Datenverarbeitung im 2. Weltkrieg, den Wunsch, die Zukunft zu berechnen und warum wir uns gegen die »Überwachung der Welt« auflehnen müssen. Sich für diesen Text Zeit zu nehmen lohnt sich. Der wohl treffendste Ausblick auf eine mögliche Zukunft.


Dan LuVisi’s Violent Portraits Of Childhood Cartoon Characters Are The Stuff Of Nightmares

“Your childhoods belong to me now,” says the concept artist Dan LuVisi of his terrifying portraits of beloved cartoon characters turned grotesque and murderous.


*Beitragsbild: Gustave Courbet - Le bord de mer à Palavas via Arfur’s

Künstliches Ohr aus Van Gogh DNA: Jesus Motherfucking Christ, it’s alive!

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Das befriedigt sowohl den kunstfanatischen Leichenschänder in mir als auch meine Freude am Crossover von Kunst und Wissenschaft. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der ZKM Karlsruhe hat Diemut Strebe ein Vincent Van Gogh Ohr neu wachsen lassen:

Gezüchtet aus Knorpelgewebe mittels echter Van Gogh DNA, lebende Zellen enthaltend, Dank Computer-Abtast-Gedöns mit dem Ohr des Meisters formidentisch, und dann auch noch mit einem Computer verbunden, der zu dem Ohr gelangende Töne in Echtzeit in Nervenimpulse verwandelt: Arty, spooky, epic Frankenstein-Kunst. Top!

Vincent van Gogh repräsentiert mehr als jeder andere Künstler das stereotype, romantische Bild des Künstlers als Genie. Sogar Teile der Kunsttheorie tendieren zu einer Mystifizierung der künstlerischen Kreativität verglichen mit jeder anderen Form menschlicher Innovation.

Das Ohr besteht aus gezüchtetem (tissue engineered) Knorpelgewebe und ist durch den Einsatz von computerbildgebender Technologie in der Form identisch mit dem Ohr van Goghs. Es besteht aus lebenden Zellen, die natürliche, genetische Informationen über ihn enthalten sowie genetisch konstruierte Komponenten, die sich im Ohr als „lebendes Kunstwerk“ reproduzieren.

Weitere Infos zu der Installation via Nerdcore

Entrückte Frauenkörper von Catrin Welz-Stein

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Die Künstlerin Catrin Welz-Stein führt in ihrem Portfolio eine ganze Menge großartiger digitaler Illustrationen, die sich immer im Spannungsfeld zwischen Eskapismus und gesellschaftskritischem Subtext zu bewegen scheinen. Am spannendsten sind allerdings zweifellos ihre entrückten Frauenkörper, in denen historische, gesellschaftliche, politische und kapitalistische Spannungsmomente internalisiert werden und die zugleich ihr Befinden zu externalisieren scheinen. Heraus kommt eine faszinierende Transzendenz in beiderlei Richtungen: Körper, die niemals einfach nur so sind, wie sie sind, sondern sich im permanenten Austausch mit ihrer Umwelt bewegen, von dieser eingenommen und aufgebrochen werden, während sie sich zugleich in diese hineinschreiben.

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Welz-Steins Werke sind eine wahre Fundgrube außergewöhnlicher Kunst zwischen Traditional Art und Digital Art. Hinsurfen lohnt sich.

Digital Artworks by Catrin Welz-Stein via I need a Guide

Die grausamste Szene aus Indiana Jones and the Temple of Doom …und ihr Opfer

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Ich fühle mich gleich mal verpflichtet, das voraus zu schicken: Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984) ist der am meisten unterschätzte Film der Franchise. Jaaa, ich weiß, Willie ist as annoying as it gets, und auch Shorty nervt. Aber abseits davon? Pure Trash Gold. Der zweite Teil der Reihe hat einfach mal verstanden, worum es in Indiana Jones im Kern geht: Um puren, traditionellen, cheesy Abenteuer-Spaß. Scheiß auf den Realismus, scheiß auf die Logik, scheiß auf die albernen Momente: Hab einfach nur Spaß! Und den hat man bei diesem Archäologen-Abenteuer zu Hauf.

Das gesagt, bei Yahoo findet sich ein Interview mit dem Mann, der in der wohl gleichermaßen albernsten wie grausamsten Szene des Films zuerst das Herz rausgerissen bekommt und anschließend bei lebendigem Leib verbrannt wird. Interessante Erkenntnis: Die ohnehin schon ziemlich sadistische Szene war ursprünglich um einiges grausamer geplant, was dann aber letzten Endes den Traumfabrik-Selbstzensoren so viel war. So blieb uns der Anblick eines schmelzenden Gesichts erspart… wobei wir ähnliches dann ja auch im ersten Indiana Jones Teil zu Genüge gesehen haben.

I asked them specifically, “Why is this happening?” And they said, “Because there’s going to be a scene where your body goes into molten lava, and we’ll be using this cast.” Actually, they made a lifelike face of mine for the film, including glass eyes. That was because, once the cage was lowered into this pit of molten lava, my body would disintegrate and you would see my face floating. But that scene was too gory for the censors, so they cut that! [Laughs.] If you ever get a chance to see the uncensored version, that will be there.

Meet the Man Who Had His Heart Ripped Out in ‘Indiana Jones and the Temple of Doom’ via io9


Der Nostalgia Critic hat sich Temple of Doom auch schon mal angenommen, und auch wenn ich ihm nicht im geringsten zustimme, weil ich den Tempel des Todes trotz aller Schwächen für einen der besten Abenteuerfilme der 80er Jahre halte, ist das entsprechende Video verdammt sehenswert.

The Nostalgia Critic – Indiana Jones and the Temple of Doom

Filmabriss: Captain Phillips, 12 Years a Slave, Snowpiercer, Trance – Gefährliche Erinnerung

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Unbedingt mal wieder Zeit für einen aktuellen Filmabriss… Irgendwie tut es mir derzeit um so ziemlich jeden Film leid, den ich sehe und zu dem ich es nicht schaffe, wenigstens ein oder zwei Zeilen zu Papier zu bringen; liegt nicht nur daran, dass ich das Gefühl habe, Seite360 giere nach Content, sondern auch einfach weil das Niederschreiben mir selbst hilft meine Meinung zu dem entsprechenden Film zu verarbeiten und zu fixieren, auch über den (ähnlichen) Effekt eines  Nach-Kinobesuch-Gesprächs hinaus. Hier also jetzt ein paar kurze Gedanken zu einigen Filmen, die ich in den letzten Wochen/Monaten gesehen habe. Keine tiefgründige Analyse, keine umfangreiche Auseinandersetzung, nur ein oder zwei Cents, die ich glaube zu den Werken noch loswerden zu müssen. Dieses Mal sind die Big Budget Großprojekte an der Reihe: Zweimal Oscar-Gewinner in Captain Phillips und 12 Years a Slave, einmal stilsicherer Heist-Mindfuck in Trance, und einmal groteske Weltuntergangsphantasien zwischen Korea und Traumfabrik in Snowpiercer. 2014 ist btw. bis dato ein verdammt gutes Filmjahr.

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Schlussspurt: Die letzten Links des Tages

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Salvador Dali’s Cookbook is every bit as insane as you would expect it to be (Dangerous Minds)

In 1973, French publisher Felicie put out a remarkable “cookbook” (quotation marks are important here) by the great Surrealist master Salvador Dalí. It delivers everything you would expect from such a volume: visual flair, a winking sense of humor, a disregard for accepted norms, and a heightened feeling for the absurd.


Signs from the near Future

Tolles Tumblr, vollgepackt mit Hinweisschildern aus einer nahen Zukunft. Besser wir gewöhnen uns jetzt schon dran.


Der Eurokiller (ZEIT online)

September 2025: Der Altkanzler Bernd Lucke hat Deutschland vor Jahren aus der EU geführt. Jetzt will er im Exil sein Schweigen brechen. Eine dystopische Kriminalgeschichte.


Transform any text into a patent application

Script, das automatisch beliebige Texte in Patentschriften verwandelt.


The Metropolitan Museum of Art Releases 400,000 Images Online for Non-Commercial Use (colossal)

Man darf diese Masse an Bildern downloaden und non-commercial nutzen.


Unbegreifliche Wahlwerbung des Europaparlaments: And then came a lot of sheep (Seitvertreib)

Wenn (Wie) Demokratie zum Event verkommt. Das Event der Wahl.


Your Favorite Websites Have A Password Problem (Buzzfeed)

Laut einer neuen Sudie haben 86% der Topseiten “subpar password security policies”.


WTF, Evolution?

Das Tumblr gibt seeehr unterhaltsame, aufregende und interessante Einblicke in das Labor der Evolution. Irre…


28 Pieces Of Street Art That Cleverly Interact With Their Surroundings (Bored Panda)


Wider den Perfektionismus! (Kwerfeldein)

Ein großartiger Artikel, den man sich zu Herzen nehmen sollte.


* Image credits: Natalia Rak

 

 

Augmented Reality von Marty Cooper

Okay… das hier ist einfach nur fantastisch. Mittels bemalter Folien und Stop-Motion fabriziert Marty Cooper so etwas wie analoge Augment Reality, die zum einen eine wunderbare Verbeugung vor der ganz klassischen Trickkunst darstellt, zum zweiten großartige Urban Art ist, und zum Dritten wunderbar als Augmented Reality mit traditionellen Mitteln funktioniert. In Martys Instagramm und Tumblr gibt es noch viele weitere dieser tollen Cartoon-Spielereien zu sehen.

Direktlink via Freundeskreis Street-Art Berlin

Let’s make inclusion a child’s play

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Eine Lego-Figur im Rollstuhl: Tolle Idee bei den LEGO-Ideas, die definitiv Support verdient.

Gemeinsam Inklusion zum Kinderspiel machen.

Ein Rollstuhl von Lego wäre ein Sinnbild und würde den Gedanken der Inklusion spielerisch & mit großer Reichweite vorantreiben und schon den Kleinsten erklären, dass wir zwar nicht alle gleich sind, aber alle die gleichen Chancen haben sollten. Für Barrierefreiheit und Offenheit. Jeder Mensch ist anders.

DANKE!

Let’s make inclusion a child’s play via Raul Krauthausen (FB)

Neues von Helge Schneider auf dctp.tv

Achja… der Helge… im verbalen Schlagabtausch mit Alexander Kluge immer herausragend. Und in diesem Fall in – selbst für dctp-Verhältnisse – ziemlich irren Rollen: Als Skilehrer der Kanzlerin, als Lenins Friseur, als verkanntes Model von Abu Dhabi und in inniger Beziehung zu seinem Saxophon. Kultur + WTF = TV-Highlight dieses Monats. Wir haben den 45Minüter auf dctp.tv gerade online gestellt; und das hier ist ein Einschalt-Befehl!

Neu im Catch-up Service: Late Night Show mit Helge Schneider; inklusive Bildergalerie und weiteren fantastischen Helge Schneider Filmen (magazin.dctp.tv)

► Late Night Show mit Helge Schneider (45 Minuten; dctp.tv Direktlink)