Gemälde-Dekonstruktionen von Valerie Hegarty

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Großartig aufgesprengte Gemälde von Valerie Hegarty, die sich irgendwo zwischen Malerei und Installation bewegen und sowohl einen düsteren als auch verdammt vitalen Touch mit sich bringen. Fast schon so etwas wie die Antithese zu Stillleben des 19. Jahrhunderts. Mehr davon gibt es in ihrem mehr als besuchenswerten Portfolio von 2013 zu sehen.

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Kunst von Valerie Hegarty via I need a Guide

H. R. Giger ist gestorben

Giger wurde wegen eines Sturzes ins Krankenhaus eingeliefert und erlag gestern den Verletzungen. Er wurde 74 Jahre alt. Gigers Welt war zwar nie so ganz die meine, aber mit seinem Artwork für Ridley Scotts “Alien”, vor allem mit dem Design dieser Kreatur, hat er einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum popkulturellen Kino geliefert. Zurecht erhielt er 1980 dafür den Oscar in der Kategorie “Beste visuelle Effekte”. R.I.P.

via moviepilot

Egal ob Mensch oder Wurst…

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Jedes Jahr frage ich mich erneut, was ich an dem jeweiligen Grand Prix d’ Eurovision Songcontest denn nun am schlimmsten finden soll. 2014 wurde mir die Antwort ziemlich leicht gemacht: Natürlich die nervigen, konservativen, homophoben, ewiggestrigen Kackbratzen, die nicht damit klar kommen, dass ein Mann in der Rolle einer Frau mit Bart den Sieg eingeheimst hat. Fuck you, assholes!

Foto via Barbara

The Grand Sausage Pizza – Wenn Wes Anderson einen Porno drehen würde

Mir fällt auf die Schnelle kein anderer Regisseur ein, dessen Porno ich lieber sehen würde… Die Coens? Was gut ist für die Kunst, kann der Tod des Sexes sein. Sie würden nur das Nicht-Zustande-Kommen des Koitus dokumentieren, oder schlimmer: Maschine never-cum – Der Lerlauf. Christopher Nolan? Würde das Vorspiel drehen und dann in die Imagination eines der Protagonisten abdriften, wie er/sie sich erinnert an einen anderen Akt, mit jemand anderen, der/die sich erinnert an einen anderen Akt, mit jemand anderen der/ die sich erinnert an einen anderen Akt, mit jemand anderen … Paul Thomas Anderson? Würde das Zustandekommen des Aktes und alles, was währenddessen passiert beschreiben, aber nicht den Akt. (Boogie Nights) Lars von Trier? Check. Michael Bay? Standard Porno nur mit mehr Bukkake und zerfickten Städten und am Ende würde er eine sehr gute schlechte Erklärung dafür haben, warum riesige Roboter ejakulieren. Alfred Hitchcock? Würde den acht Millimeter Film aus “8mm” drehen. David Lynch? Würde Alfred Hitchcock aufnehmen, wie er den acht Millimeter Film aus “8mm” dreht. James Cameron? Würde eine stereokopische intravaginale Kamera erfinden und anfangen nur aus dieser, vaginalen Perspektive zu drehen, würde dann von Gaspar Noé überrascht und verprügelt werden, der dann seinerseits die Vergewaltigung von James Cameron aufnehmen und es schaffen würde, das als Kunst zu verkaufen. David Cronenberg? Würde die Penetration mit allen möglichen Gegenständen zulassen, insofern sie nicht fleischlich sind und dann den Zuschauer das Fleischliche in das Künstliche hineininterpretieren lassen. Tarkowski? Fände der Akt in einem Garten statt, würde er bei Bildern vom Garten verharren und dabei schaffen eine existenziell guten Fick mit sich im Wind bewegenden Baumzweigen und Blumen zu erzählen. Ingmar Bergmann? Würde den Akt erzählen lassen, wobei es unerheblich wäre, ob es jemand erzählt der aktiv dabei war, oder nur zugesehen hat, es wäre auf jeden Fall erotisch (Persona). Scorsese? Würde auf jeden Fall Sex drehen, aber entweder Jesus oder Mafialeute dabei zusehen und den Akt kommentieren lassen. Ja, also auf die Schnelle fällt mir wirklich kein besserer Regisseur dafür ein.

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Typ fährt Achterbahn und schaut dabei mit der Oculus Rift eine virtuelle Achterbahnfahrt

Um den Gedanken aus meinem kleinen Artikel zu Benoit Paillés GTA V Projekt, in dem er Fotohybride aus Virtuellem und Realem fabriziert, noch mal auf den Punkt zu bringen: Žižek über Deleuze, den er als Philosoph des Virtuellen ansieht:

Für Deleuze zählt nicht die Virtuelle Realität, sondern die Realität des Virtuellen (bei der es sich, Lacansch gesprochen, um das Reale handelt). Die virtuelle Realität an sich ist die relativ dürftige Idee, die Realität nachzuahmen, d.h. die Erfahrung der Realität in einem künstlichen Medium zu reproduzieren. Die Realität des Virtuellen hingegen steht für die Realität des Virtuellen selbst, für seine realen Wirkungen und Folgen.

In diesem Video ist dieser Gedanke umgesetzt: Das Virtuelle befiehlt dem Empfinden. Etwas, was laut Lacan, Deleuze und Žižek einfach passiert. Ihre Idee des Virtuellen ist dabei nicht die digitale Version, sondern die Idee eines transzendentalen Möglichkeitsraumes, der Entscheidungen, Gefühle und Erleben strukturiert. Oder, um es noch abgehobener zu formulieren: Das Transzendente, was im Grunde genommen dem Freudschen Unbewusten mehr als nur nahe kommt, ist die Bedingung, zumindest aber der Ursprung von Emergenz. (Die beiden anderen strukturierenden Momente sind das Imaginäre und das Symbolische. Žižek bedient sich ja dieser Terminologie des Psychoanalytikers Lacan, um damit über Philosophie und Popkultur zu sprechen. Wer Bock hat auf diese komplexen und so verdammt interessanteren Gedankengänge, dem/der sei Žižeks Vortrag über die Realität des Virtuellen ans Herz gelegt.) Im Zusammenhang mit diesen Ideen sagt das Video (sag ich, dass das Video sagt): Menschen leben, das ist die Achterbahnfahrt, und währenddessen sehen sie etwas, von dem sie meinen, dass es so sein soll, so sein muss, so sein darf, nicht so sein darf, das ist das virtuelle Bild. (Freudianisch: Über-Ich/ Es. Lacan ist noch komplexer. Dazu Žižeks Vortrag.)

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(Das Zitat stammt aus: Žižek, Slavoj: Körperlose Organe. Bausteine für eine Begegnung zwischen Deleuze und Lacan. Suhrkamp 2005. S. 13)

Die Mona Lisa, Prototyp eines stereoskopischen 3D-Gemäldes?

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2012 haben Wissenschaftler im Museo del Prado in Madrid hinter einer scheinbar leeren schwarzen Fläche eine fast exakte Kopie von Leonardo Da Vincis Mona Lisa entdeckt, bei der noch nicht ganz klar ist, ob sie dem großen Meister selbst oder einem seiner Schüler zugeschrieben werden kann. Viel spannender als dieser Fund ist allerdings was andere Wissenschaftler daraus gemacht haben: Forscher von der Universität Bamberg haben nämlich entdeckt, dass die horizontale Differenz zwischen “Original” und “Kopie” ziemlich exakt 69mm beträgt, was wiederum ziemlich genau der durchschnittlichen horizontalen Distanz zwischen den beiden menschlichen Augen entspricht. Sprich, die beiden Bilder zusammen ergäben das, was Avatar niemals sein konnte, ein perfektes stereoskopisches Kunstwerk. Die Mona Lisa, ein frühes Exempel von 3D-Kunst… Whoaah!

Turns out, the real “Mona Lisa,” or “La Gioconda,” and the Prado cousin were painted from slightly different perspectives. Carbon and Vera Hesslinger of Germany’s University of Mainz figured out this perspective shift by looking at so-called trajectories, or the paths from a distinctive point on the source, such as the tip of Mona Lisa’s nose, to a target, or the observer’s (or painter’s) eyes. The scientists also asked people to estimate the perspective of the “Mona Lisa” sitter, something Carbon called a psychological assessment of the perspective.


Did da Vinci Create a 3-D ‘Mona Lisa’? (Discovery News) via Boing Boing

Wenn man hörte, was man sieht…

…und es wirklich gut meint! Youtuber Felix van Eltz kann es nur gut gemeint haben, als er Akkorde und Rhythmik dieser “Band” von dieser einen Blonden,… mit den Brüsten, das WM-Lied?, na egal… analysiert und die “Griffe” dann nachgestellt hat. So oder so ähnlich hätte diese “Sache” geklungen, wenn man die Instrumente angeschlossen hätte, sagt van Eltz. Ich befürchte, es wäre weitaus *kakophonischer,… wenn das möglich wäre.

Disclosure – Grab Her (Musikvideo)

Lasst uns noch die letzten Stunden vor dem Arbeitsbeginn genießen, denn morgen erwartet uns wieder so ein Ekel wie in dem neuen Video von Disclosure. Die habe ich ja bereits hier abgefeiert und finde den Sound immer noch fresh.

Star Wars Episode IV by Quentin Tarantino

Ein bisschen Trivial-Content für den Sonntag? Here we go! Ein Trailer für Star Wars Episode IV, inszeniert von Quentin Tarantino: Das braucht nicht viel und wäre wahrscheinlich auch mit jedem anderen 70er/80er/90er Film möglich: Einfach die Musik entsprechend anpassen, die gewalttätigsten, wildesten, albernsten Szenen raussuchen und die richtigen Credits drüberlaufen lassen. Trotzdem ganz nett gemacht…

Direktlink via Neatorama

(S)NES Games als 3D Diorama

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Ich bin leider der weltschlechteste Bastler, falls sich aber mal jemand an die 30 h Arbeit machen und die Welt um Mario mal plastisch darstellen möchte, auf seiner Facebook-Seite gibt es nette Bastelanleitung von dem positiv Verrückten Wuppes aus Luxembourg.

Hier noch ein paar Bilder seines bisherigen Oeuvres:

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#rp14

republica-360

Ich bin diese Woche mal wieder überhaupt nicht zum Bloggen gekommen, weil ich voll und ganz in der re:publica-Bubble gefangen war. Und wie jedes Jahr war ich vor allem mit Arbeit beschäftigt, sowohl vor/nach dem eigentlichen Event, als auch während der drei Tage in der Station Berlin, und wieder einmal konnte ich daher den Großteil der Vorträge leider nur am Rande, in den folgenden Gesprächen oder – ironischerweise direkt vor Ort – im Livestream verfolgen. Trotzdem an dieser Stelle schnell meine zwei Pfennige zur diesjährigen Netzkonferenz.

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Benoit Paillé – Crossroad of Realities/ GTA V Project

Dass Fotos oft digital nachbearbeitet werden, ist ja nun nichts ungewöhnliches. Monsieur Paillé jedoch definiert das gänzlich neu. Schon sein Ausgangsmaterial, sein Motiv, ist digital, sozusagen digital vorbearbeitet. Sollte man nun sagen: Er fotografiert “in” der  virtuellen Realität von GTA V? Oder: Er fotografiert die virtuelle Realität von GTA V? Ich glaube, es trifft beides zu. Paillé spielt mit den beiden Realitätsebenen, der virtuellen und realen Realität (Žižek würde mich jetzt ohrfeigen, aber egal). Der Künstler fotografiert reale Arme, die ein reales Fotodevice vor einer Leinwand in die Höhe halten, auf der ein Motiv aus der virtuellen Welt von GTA V zu erkennen ist. Paillé setzt das reale Licht dann so, dass es mit dem virtuellen Licht matched, fügt an den Armen eventuell ein paar Dinge hinzu, die auch im virtuellen (GTA V) Bild ein Rolle spielen und voilà: Es entsteht ein Hybrid ist aus real und virtuell und das auf mehreren Ebenen. Der Clou an der Sache: die virtuelle Welt diktiert dem Künstler, wie dieser das reale Setting so zu verändern hat, dass die, sagen wir mal, Immersion stimmt. Spätestens jetzt würde Žižek hellhörig werden. Und wenn ich jetzt noch behauptete, dass die Realität somit virtuell ist, bekäme ich doch noch ein Bienchen von ihm. Auf jeden Fall ist das hier großartige Kunst.

CROSSROAD OF REALITIES / BENOIT PAILLÉ – GTAV project from Lapoudrerie on Vimeo.

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