Hörenswertes 2013 – Die besten Alben (Rinko)

Neulich noch ein Gespräch mit Flo geführt, wo wir uns relativ einig waren das 2013 nicht unbedingt als besonders großartiger Musikjahrgang in die Geschichte eingehen wird. Wie sieht es bei Euch aus ? Vorschläge bitte in die Kommentarfunktion. Hier schon mal meine persönlichen Favoriten des Jahres…

weiterlesen

Tropes vs. Women: Ms. Male

Anita Sarkeesian hat diese Woche ein weiteres Video ihrer kickstarterfinanzierten “Tropes vs. Women in Video Games” Reihe veröffentlicht. Nachdem sie sich doch ziemlich umfangreich an der Damsel in Distress abgearbeitet hat, kümmert sie sich in diesem um die Ms. Male, also die weiblich markierte, primär durch ihre Weiblichkeit charakterisierte und in dieser stereotypisierte weibliche Version von männlichen Protagonisten. Wieder informativ, wieder interessant und wieder Offensichtliches benennend, was viel zu viele Gamer einfach nicht sehen wollen. Dank neuem Thema auch mit neuem Schwung und dadurch auf jeden Fall unterhaltsam und sehenswert.

Ms. Male Character – Tropes vs Women

Naja, es waren die 80er… – People Photography in Malls

Wer kennt diesen Ausspruch nicht, wenn bestimmte Künstler auf ihre Haircrimes und Mode-Totalausfälle in den Achtziger angesprochen werden. Die Stars können sich immerhin mit schlechten Stilberater oder zu viel Drogen rausreden, aber wenn ich hier die Fotos von John Normalamerikaner möchte schon brüllen: Echt jetzt? Andererseits lebe ich in Duisburg und die laufen tatsächlich immer noch so rum. Jedenfalls hat Michael Galinsky in seinem Buch Malls Accross Amerika ein schönes zeitdokument geschaffen und eventuell erkennt sich er oder andere Leser mit Schrecken an die Zeit der Leggins und Vokuhila-Fisuren.

weitere Fotos auf Laughin Squid

Beginner melden sich zurück…und ab

Woa, selten so eine coole und ehrliche Ansage einer Band gehört. DJ Mad erklärt mal kurz und knackig, warum die neue Pladde von den Beginnern noch länger braucht warum das RockAlbum von Jan Delay ziemlich scheiße ist und die Fans das Album eh nur runtergeladen hätten oder es mit dem Bambule verglichen hätten. Ach Beginners, dafür nen feddes <3 und…YEEP!

Just the two of us – Cosplayer zu Hause

Ganz und gar fantastische Fotoserie von Klaus Pichler, der enthusiastische Cosplayer in ihren Kostümen alleine zu Hause ablichtet. Und so fallen dann auch folgerichtig gleich mehrere Ebenen in seinen Fotos zusammen: Auf der ersten Ebene die nahezu kindliche Begeisterung der Porträtierten für ihre aufwändigen, epischen Verkleidungen. Auf der zweiten Ebene der Transfer des Fantastischen in den Alltag. Das Kostüm wird nicht einfach als Lebensmittelpunkt dargestellt, sondern kontrastiert mit der gewöhnlichen bis pittoresken Einrichtung der dargestellten Wohnungen. Und schließlich als drittes Moment, die Auflösung des Dissoziativen, das einerseits durch den Titel “just the two of us” betont, andererseits durch die Kadrage der Fotografien in eine harmonische, nahezu meditative Einsamkeit überführt wird.

Auf seiner Website stellt Pichler klar, dass die Bilder beides porträtieren sollen: Sowohl die Kostüme als auch die Personen dahinter. Und das gelingt diesen intimen Impressionen zweifellos, offenbaren die menschlichen, komplett hinter den Kostümen verborgenen Stillleben doch weitaus mehr Humanismus, als jedes direkte Foto es jemals könnte: Die abgelichteten Personen werden weder als Freaks noch ausgestoßene, aber auch nicht als verspielte Kinder inszeniert; stattdessen als reale Menschen, mit all dem Facettenreichtum, der Tiefe und der Nachdenklichkeit, die einen Menschen auszeichnet. Groß.

For the photo series ‘Just the two of us’ I visited owners of elaborate costumes in their own homes. The choice of location is not a coincidence: Nowhere else is the (abstract) link between the person behind the mask and his or her alter ego as visible as in their own home. Nowhere else would it have been possible to portray the mask and, figuratively speaking, the person behind it on the same picture. The costume usually full body costumes, which completely conceal the ‘private’ person represents the alter ego whilst the surrounding living space, so to speak, the ‘backdrop’ or stage design cautiously impart information about the person behind the costume.

Just the two of us via beautiful decay

Das Leben und Wirken eines gealterten Superhelden

Sehr schöne Impressionen eines gealterten Superhelden gibt es auf den opulenten – sanft ironischen – Ölmalereien von Andreas Englund zu bestaunen. Dessen greiser und dennoch verantwortungsbewusster Held kämpft nicht nur gegen Superbösewichte sondern ebenso gegen altersbedingte Erschöpfung und Lethargie, jedoch ohne dabei seine Würde zu verlieren.



Andreas Englunds Oil Paintings via colossal

Full Nerd Jacket: Miss-Universum

Bilderrätsel: Wo findet am kommenden Wochenende die Wahl zur “Miss Universe” statt? Richtig, in Moskau! Konsequent konsequent würde Lenz jetzt sagen. Warum?

weiterlesen

Filmabriss: Stoker, Lore, Ginger & Rosa, Vielleicht lieber morgen

Mal wieder ein kleiner Überschlag an Filmen, die ich in den letzten Tagen, Wochen, Monaten gesehen habe. Was die vier Filme eint: Sie fallen allesamt irgendwie – mitunter auf sehr merkwürdige Weise – in den Bereich des Coming-of-Age Dramas: Teenagernöte, Teenagersorgen, Teenagergefühle… in allen vier Filmen relativ erfolgreich auf erfrischend klischeefreie Weise erzählt: So nutzt Stoker die Adoleszenz als Leinwand für einen düsteren Psychothriller, Lore setzt sich in ihr mit der deutschen Geschichte auseinander, Ginger & Rosa versucht sich gleich in einem universellen Generationenporträt der 60er Jahre, und last but not least entfaltet Vielleicht lieber Morgen auf dem Hintergrund einer rührenden Indie-Komödie die kraftvolle Erzählung eines Traumas und dessen Konsequenzen.

weiterlesen

Magnetic Butterflies in New York

Irgendwann waren es einfach zu viele Stop Motion Videos und das nun zehnte Timelapse-Video von irgendeiner blöden Abendhimmel braucht nun auch keiner mehr. Die Idee mit den sich ausbreitenden Magnet-Schmetterlingen finde ich aber irgendwie sehr charmant, auch wenn sich hier Tasha Lewis (wohl bewusst) nicht gerade die hipsten Ecken von New York City ausgewählt hat.

Rock and Roll Heart – Lou Reed Dokumentation von 1998

 

Ach, ihr habt es eh schon überall gelesen. Saumieser Tag für die Musikwelt, die um einen großartigen und eigenwilligen Charakter ärmer ist. Hier die Dokumentation Rock and Roll Heart, die sich allen Höhen und auch Tiefen von Lou Reed widmet.

via