Warum Marty McFly und Doc Brown aus Zurück in die Zukunft zusammen rumhängen…

Eigentlich ne recht interessante Frage, mit einer ziemlich trivialen Antwort, die Bob Gale seines Zeichens Co-Creator von Zurück in die Zukunft (1985) nun auf mentalfloss gegeben hat. Irgendwie fehlt mir da noch so ein bisschen der Hinweis auf die Auswirkungen von Martys Zeitreise, immerhin kennt zumindest der Doc Brown vom Ende des ersten Teils (der mit der kugelsicheren Weste) Marty schon weitaus länger, schon bevor dieser geboren wurde. Sein Wissen um die Zeitreise Martys wird mit Sicherheit eine Rolle bei deren Freundschaftsfindung gespielt haben. Abgesehen von zeitlichen Paradoxien und Tautologien ist Gales Antwort allerdings einfach mal schöner, niedlicher (und vorhersehbarer) 80er Jahre Schmu, der euch an dieser Stelle nicht vorenthalten werden soll.

Okay, from the horse’s mouth (yes, I’m the horse — er, co-writer, co-creator): We never explained it in the movie. But the history of the characters that Bob Zemeckis and I created is this…

For years, Marty was told that Doc Brown was dangerous, a crackpot, a lunatic. So, being a red-blooded American teenage boy, age 13 or 14, he decided to find out just why this guy was so dangerous. Marty snuck into Doc’s lab, and was fascinated by all the cool stuff that was there. when Doc found him there, he was delighted to find that Marty thought he was cool and accepted him for what he was. Both of them were the black sheep in their respective environments. Doc gave Marty a part-time job to help with experiments, tend to the lab, tend to the dog, etc.

And that’s the origin of their relationship.
— Bob Gale

via Filmfreunde

Polizeifoto vom 19jährigen Kurt Cobain (1986)

Bald wird Nirvanas Grunge-Klassiker Nevermind 20 Jahre alt. Ein Alter, das Kurt Cobain auf obigem Foto noch nicht ganz erreicht hat. Die Polizeiaufnahme von 1986 beweist aber noch einmal eindrucksvoll, dass er nicht nur zu den tragischsten sondern auch am besten aussehenden Personen des Rock N Roll der 90er Jahre gehört. Verhaftet wurde er damals für das Besprühen von Pick-Ups.

via KFMW

Polaroid Fotos von Andy Warhol

So schön Photoshop ja auch als mächtige Bildbearbeitungs-Software sein mag, aber es ist eben auch kein Zufall, dass seit einiger Zeit immer mehr Menschen wieder Sehnsucht nach analogen und warmen Tönen haben. Die immer klinischer werdenden Hochglanz-Photos nerven halt irgendwann genauso wie der nächste CGI-Porn von Michael Bay. Andy Warhol gehörte eh zu den großen Fans der Polaroid-Technik und nahm immer mal wieder gerne Fotos von Promis wie Hitchcock, Sylvester Stallone und sogar einem Schwein auf.

Hier noch zwei Favoriten von mir, den Rest gibt es auf These Americans.

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Wer ist John J. Rambo? – Gedanken zu First Blood (1982)

Gestern habe ich seit langer Zeit zum ersten Mal wieder den ersten Teil der Rambo-Franchise First Blood (1982) gesehen. Dieser von Ted Kotcheff inszenierte Film und vor allem seine von Sylvester Stallone verkörperte Hauptfigur ist gleich auf zwei verschiedene Arten zum ikonographischen Filmmythos geworden. Die Offensichtliche ist die Ikonographisierung des Prototypen Rambo, der es nicht nur auf drei Fortsetzungen gebracht hat, in denen er zum Mythos des Einzelkämpfers und furchtlosen Söldner mutieren sollte, sondern zudem sogar Einzug in den Duden erhalten sollte, wo er als umgangssprachliche Bezeichnung eines “brutal männlichen Typen” und “Kraftprotzes” definiert wird. Der zweite mit First Blood einhergehende Mythos ist der des “einzig wirklich gelungenen Films” der Franchise. Rambo I (so der deutsche Titel) als dunkles Vietnam-Drama, dessen Gehalt von den Fortsetzungen in den Schmutz gezogen wurde. Aber welche Rolle nimmt John J. Rambo in dem Film wirklich ein? Welche Prototypen verkörpert er? Und warum wichen die Fortsetzungen so sehr vom Original ab? Eine kleine Analyse; Spoiler selbstverständlich inbegriffen.

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Das erste öffentliche Konzert von Rage against the Machine?

Dieses Bootleg-Video stammt aus dem Jahr 1991 – als Rage against the Machine das Licht der Welt erblickten – und wird gerade in diversen Blogs als erstes öffentliches Konzert der Band herum gereicht… Maybe. Ist aber auch gar nicht so wichtig, da die Aufnahmen schon erahnen lassen, warum sich RATM kurz darauf zu Größen des Crossover und einer wahren Kultband entwickeln sollten. Vor kleinem Publikum machen sie genau das, was sie auch später live immer wieder tun sollten: Powern, mitreißen und sau geile Musik abliefern. Ich habe RATM im Jahr 1999 live gesehen, ein Jahr vor dem Ausstieg Zack de la Rochas, und das ist für mich nach wie vor eines der schönsten Konzerterlebnisse meines Lebens. Verdammt, waren die Jungs damals schon großartig…

Full concert footage of RATM’s first ever public performance at The Quad, Cal State Northridge, Northridge, CA on Oct. 23, 1991.

Setlist:
1: Killing In The Name (Instrumental)
2: Take The Power Back
3: Autologic
4: Bullet In The Head
5: Hit The Deck
6: Township Rebellion
7: Darkness Of Greed
8: Clear The Lane
9: Clampdown
10: Know Your Enemy (alternate version)
11: Freedom

via KFMW

Filmrollen zu Alfred Hitchcocks frühestem erhaltenen Film “The white Shadow” gefunden…

Neuseeland* – Rechtzeitig zum 112. Geburtstag von Alfred Hitchcock haben Filmarchivisten drei Rollen mit einem der ersten Filme des Meister der Suspense gefunden. Darauf enthalten sind Aufnahmen des Films The White Shadow (1924), an dem Alfred Hitchcock als Drehbuchautor, Regieassistent und Cutter maßgeblich mitarbeitete. Wie der Hollywood Reporter berichtet handelt es sich bei dem potentiell ersten erhaltenen Hitchcock-Werk um ein britisches Melodram, in dessem Zentrum der Konflikt zweier Frauen steht. Beide werden gespielt von Betty Compson, die sowohl die “gute” als auch die “böse” Schwester verkörpert.

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Toy Masters – Dokumentarfilm zu Masters of the Universe

Yeah! He-Man, Skeletor und die Masters of the Universe waren schlicht und ergreifend die Spielzeuge meiner Kindheit. Fantasy, Science Fiction, große Burgen und viele viele Plastikmuskeln. Der perfekte Spielkick für imaginative Kinder: Ich hatte He-Man, Skeletor, den neuen He-Man (der ziemlich öde war), eine Burg und noch ne Menge anderen Kram, mit dem ich echt tolle Erinnerungen verbinde. Mit Toy Masters wird den Mattel-Spielfiguren nun ein dokumentarisches Denkmal gesetzt. Wurde bei der Comic-Con vorgestellt und lässt mein Herz jetzt schon höher schlagen, auch Dank nostalgischer Commercial-Schnipsel und großem Drama um Urheberrechte und das geistige Eigentum…

“Toy Masters” is the first ever feature-length documentary on the world-wide phenomenon that inspired an entire generation of children and became a billion dollar franchise–“Masters of the Universe”.

The film is in production now, filming all over the U.S. “Toy Masters” will feature interviews with the key creative personnel behind every version of the best selling toy line and all incarnations of “Masters of the Universe” on television, film, stage, and print, tracing the inception and ups and downs of the fantasy juggernaut.

via Superlevel

Planet der Affen Infografik

Jetzt habe ich doch tatsächlich gestern im Kino (HARRY POTTER!!! aber dazu später mehr) einen Trailer zum Planet der Affen Prequel gesehen, der mich im Gegensatz zu älteren Teasern wirklich neugierig auf den Film gemacht hat: War zwar total verspoilert und sah nach ordentlichem CGI-Inferno aus, aber die “Menschlichkeit” der Affen war weitaus besser getroffen als bei Tim Burtons Planet of the Apes Debakel. Warum ich das erzähle? Ich brauche irgendeinen Teasertext für diese schicke IGN Infografik, die die Klassiker der Affen-Saga anständig chronologisiert und in einen plausiblen Kreislauf bringt. Und ja, die alten Filme können alle was; selbst die nicht so gelungenen Teile.

Klick for full Planet of the Apes Cheat Sheet

Die großen Actionstars der 80er und 90er Jahre… und was von ihnen übrig ist

Mit den besten Actionfilmen der 90er haben wir uns vor Kurzem einen groben Überblick über die Endzeit der goldenen Jahre des Genres verschafft… In den 80ern und 90ern war Ääääktschn der Garant für großes Mainstreamkino, im Idealfall mit vielen Kämpfen, vielen Explosionen und vor allem den klassischen Actionhelden und Actionstars: Muskelbepackt, testosteronschwanger (wunderschönes Oxymoron), verschwitzt und meistens als Alleinkämpfer unterwegs. Ja, damals gab es noch echte Kerle, kurz bevor das Actionkino von Bubis à la Keanu Reeves und hippen Models à la Jason Statham überrannt und schließlich in den 00ern im ADHS-Rausch beerdigt wurde. Wir wollen noch einmal an die guten alten Zeiten und vor allem an die guten alten echten Kerle, die großen Actionstars, die Helden unserer Kindheit erinnern: Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Chuck Norris and the fucking rest… Wie sahen ihre Erfolge aus? Was waren ihre coolsten Oneliner (obligatorisch für jeden tapferen Recken)? Und was machen sie eigentlich heute?

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Ronnie Spector From The Ronettes – A Tribute to Amy Winehouse

Wir sind immer noch kein People-Magazin, und das Leben einer Person auszuschlachten die wir nicht kannten würde uns im Gegensatz zu den, mit Verlaub, unfassbaren Arschlöchern der Springer- und Boulevard-Presse nicht einfallen.

Die stets um Aufmerkssamkeit bettelnde M.I.A. lassen wir auch mal vor , genau wie alle “Freunde” und Promis, die sich nun über Twitter ausheulen. Wir kommen  zu einem Tribute von Ronnie Spector, Sängerin der 60er Girl Gruppe  The Ronettes, über den sich Amy wirklich gefreut hätte, auch weil sie die Ronettes immer zu ihren größten Vorbilder zählte.

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Die 90er Jahre: Die besten Alternative Rock Alben des Jahrzehnts V

Jau, Rinko hat ja schon ordentlich gewütet… Auf ganze vier Artikel hat er es bei der Alternative Rock Retrospektive geschafft. Ein, zwei Ergänzungen brennen mir allerdings auch noch auf dem Herzen und so schiebe ich noch nen eigenen kleinen Beitrag nach. Über die Zuordnung zum Genre kann man natürlich vortrefflich streiten, wie bei so ziemlich jeder anderen Kategorie auch. Ob Dredgs Debütalbum vielleicht doch eher Art Rock ist, ob The God Machine nicht vielleicht irgendeine Form von Alternative Metal spielen, ob man Live nicht besser zum Grunge packt, ob die Queens of the stone age nicht einfach die Fortführung des Kyuss’schen Stoner Rock sind und so weiter und so fort…

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Die 90er Jahre: Die besten New Black Cinema Filme des Jahrzehnts

Hmmm… ja. Hollywood und die Schwarzen. Das hat eine lange und allzu oft traurige Tradition. Angefangen bei weißen Darstellern, die schwarz angemalt wurden und unsägliche rassistische Stereotypen bedienten, über die Sidekick-Rolle des netten, hilfsbereiten Schwarzen (die selbst heute noch erschreckend oft herangezogen wird) bis hin zum Black Cinema der 60er und 70er Jahre, in denen das so genannte schwarze Kino vor allem aus Klischee-Reißern und derben Blaxploitationfilmen bestand. Aber es gibt auch positive Entwicklungen und diese haben fast durchgängig ihre Geburtstätte in den 90ern: Als Schwarze endlich sowohl als Schauspieler als auch Filmmacher ernst genommen wurden, als sie plötzlich auch bei den großen Awards eine Rolle spielen durften, als “schwarze” Themen nicht mehr mit der Kneifzange angefasst und nicht mehr mit Klischees ausdefiniert wurden: Spike Lee, Denzel Washington, Laurence Fishborne… alles Namen, die mittlerweile auch im Mainstream-Kino angekommen sind und nicht mehr rein durch ihre Hautfarbe interpretiert werden. Diese bildeten damals das “New Black Cinema” und gaben damit dem (cineastischen) schwarzen Amerika eine Stimme, fernab von Stereotypen und Klischees. Die besten ihrer Filme, nach dem Klick.

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Poetisches für den Sonntag: Das Futuristische Manifest

Am 20. Februar 1909 von Filippo Tommaso Marinetti in Le Figaro publiziert, begründete Das Futuristische Manifest die kurzlebige, dafür aber umso intensivere, Bewegung des literarischen Futurismus.

  1. Wir wollen die Liebe zur Gefahr besingen, die Vertrautheit mit Energie und Verwegenheit.
  2. Mut, Kühnheit und Auflehnung werden die Wesenselemente unserer Dichtung sein.
  3. Bis heute hat die Literatur die gedankenschwere Unbeweglichkeit, die Ekstase und den Schlaf gepriesen. Wir wollen preisen die angriffslustige Bewegung, die fiebrige Schlaflosigkeit, den Laufschritt, den Salto mortale, die Ohrfeige und den Faustschlag.
  4. Wir erklären, daß sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit. Ein Rennwagen, dessen Karosserie große Rohre schmücken, die Schlangen mit explosivem Atem gleichen … ein aufheulendes Auto, das auf Kartätschen zu laufen scheint, ist schöner als die Nike von Samothrake.
  5. Wir wollen den Mann besingen, der das Steuer hält, dessen Idealachse die Erde durchquert, die selbst auf ihrer Bahn dahinjagt.
  6. Der Dichter muß sich glühend, glanzvoll und freigebig verschwenden, um die leidenschaftliche Inbrunst der Urelemente zu vermehren.
  7. Schönheit gibt es nur noch im Kampf. Ein Werk ohne aggressiven Charakter kann kein Meisterwerk sein. Die Dichtung muß aufgefasst werden als ein heftiger Angriff auf die unbekannten Kräfte, um sie zu zwingen, sich vor den Menschen zu beugen.
  8. Wir stehen auf dem äußersten Vorgebirge der Jahrhunderte! … Warum sollten wir zurückblicken, wenn wir die geheimnisvollen Tore des Unmöglichen aufbrechen wollen? Zeit und Raum sind gestern gestorben. Wir leben bereits im Absoluten, denn wir haben schon die ewige, allgegenwärtige Geschwindigkeit erschaffen.
  9. Wir wollen den Krieg verherrlichen – diese einzige Hygiene der Welt – den Militarismus, den Patriotismus, die Vernichtungstat der Anarchisten, die schönen Ideen, für die man stirbt, und die Verachtung des Weibes.
  10. Wir wollen die Museen, die Bibliotheken und die Akademien jeder Art zerstören und gegen den Moralismus, den Feminismus und jede Feigheit kämpfen, die auf Zweckmäßigkeit und Eigennutz beruht.
  11. Wir werden die großen Menschenmengen besingen, welche die Arbeit, das Vergnügen oder der Aufruhr erregt; besingen werden wir die vielfarbige, vielstimmige Flut der Revolution in den modernen Hauptstädten; besingen werden wir die nächtliche, vibrierende Glut der Arsenale und Werften, die von grellen elektrischen Monden erleuchtet werden; die gefräßigen Bahnhöfe, die rauchende Schlangen verzehren; die Fabriken, die mit ihren sich hochwindenden Rauchfäden an den Wolken hängen; die Brücken, die wie gigantische Athleten Flüsse überspannen, die in der Sonne wie Messer aufblitzen; die abenteuersuchenden Dampfer, die den Horizont wittern; die breitbrüstigen Lokomotiven, die auf den Schienen wie riesige, mit Rohren gezäumte Stahlrosse einherstampfen und den gleitenden Flug der Flugzeuge, deren Propeller wie eine Fahne im Winde knattert und Beifall zu klatschen scheint wie eine begeisterte Menge …

Quelle und weitere Informationen: Wikipedia

The ultimate Alfred Hitchcock Cook Book – Kochen mit dem cineastischen Meister

Bevor die Überschrift zu Verwirrung führt: In Felix Meyer und Pascal Monacos Kurzanimation erfahren wir weder etwas über das Leibgericht von Norman Bates, noch wie man am delikatesten amoklaufende Vögel zubereitet. Stattdessen lehrt uns Hitch einige essentielle Kleinigkeiten über die Zutaten eines klassischen Hitchcock-Films. Frei nach dem Motto: Ein bisschen Suspense hinzugeben, das ganze auf schwarzhumoriger Flamme kurz anbraten und mit einem Schuss Psychoanalyse verfeinern.

»Hitch« is our graduation project at the University of Applied Sciences and Arts in Hannover.
It’s about »The Ultimate Hitch Cookbook«, an animated book containing the recipes for Alfred Hitchcock’s classics. It’s made for Hitchcock enthusiasts and every other couch potato out there.

Concept: Felix Meyer, Pascal Monaco, Torsten Strer
Layout / Animation: Pascal Monaco, Felix Meyer
Sound Design: Torsten Strer
Sound Technician: Dirk Austen / Paul Productions
Voice: Peter Bennett

via Dangerous Minds