20 Years – Happy Birthday, liebe Playstation

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Im Dezember 2014 wird die Sony PlayStation zwanzig Jahre alt. Um genau zu sein, am dritten Dezember 1994 erblickte sie in Japan das Licht der Welt. Die Amis mussten, so wie es damals üblich war, fast ein Jahr länger auf die US-Modelle der Konsole warten, die die Videospielwelt nachhaltig verändern sollte.  Und wir Europäer mussten sogar noch ein bisschen länger auf dem trockenen sitzen. Seit Ende September 1995 stand das Teil auch in deutschen Elektromärkten, und ich könnte jetzt viel über die technischen und historischen Hintergründe der PSX (warum eigentlich das “X”?) schreiben, darüber dass es fast zu einer Nintendo PlayStation gekommen wäre, dass selbst eine Sega PlayStation eine zeit lang eine Option war, aber all das kann man auch ganz gut bei Wikipedia nachlesen und diverse Videospieljournalisten, Vlogger und Blogger haben das schon weitaus ausführlicher und auch besser getan. Daher eher so ein paar persönliche Erinnerungen und Gedanken, garniert mit vielen Glückwünschen an die großartige, graue Kiste:

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Sex in der DDR besser als in der BRD?

In der 2006er NSFW-Doku “Do Communists have better Sex?” wird das Sexualleben von DDRlern und BRDlern untersucht und Unterschiede festgestellt. Dass DDR-Frauen gegenüber Westfrauen viel emanzipierter waren ist relativ bekannt, doch es gibt noch mehr pikante Details, auch über Größenverhältnisse und cum-frequency. Scheinbar ist es so: Wenn es weniger Dinge gibt, kommen die Menschen öfter, zusammen. Mmmh komisch, bisher war ich froh, nur sieben Jahre DDR erlebt zu haben. Was mich wiederum nervt: Dass hier in Bezug auf die DDR von Kommunismus geredet wird. Im Grunde ist das die Wiederholung der SED-Rhetorik vom real existierenden Sozialismus, der sich 1989 als große Mär entpuppte.

via konbini

Die alljährlichen Geburtstagsfotos von Lucy Hilmer

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Seit 1974 – ihrem 29. Geburtstag – fotografiert sich die Künstlerin Lucy Hilmer jedes Jahr in ihrem “Geburtstagsoutfit”, was in diesem Fall aus nicht viel mehr besteht als einem überdimensionalen weißen Bikiniunterteil, Socken und einem Paar Schuhe. Das Ergebnis sind wundervolle Akt-Selbstporträts, die von einer selbstbewussten Persönlichkeit zeugen, deren Alterungsprozess von unfassbarer Schönheit begleitet ist. Weitere Fotos in den Quellen unten…

Birthday Suits via Huffington Post

Robin Williams (* 21. Juli 1951 ; † 11. August 2014 )

Worte folgen noch, es überwiegt momentan der Schock und die Trauer. Der Tweet der Academy treibt mir gerade zum wiederholten Male die Tränen in die Augen.

Aus den Schützengräben… Ein WWI-Magazin von britischen Soldaten (1916)

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Bei der Public Domain Review findet sich derzeit ein Magazin über den Ersten Weltkrieg aus dem Jahr 1916, vollgepackt mit Texten und Illustrationen von britischen Soldaten. Die in relativ geringen Dosen vorhandene Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Gräuel des Krieges (stattdessen gibt es eher lexikalische Einträge und einige sogar recht vergnügte Zeichnungen) lässt darauf schließen, dass bei der Publikation der eklektischen Sammelschrift das ein oder andere Mal die Schere beteiligt war, um diese nicht zum Motivationskiller im noch andauernden Krieg werden zu lassen. Dennoch und gerade deswegen ein beeindruckendes Dokument über die Auseinandersetzung des “kleinen Mannes” mit dem Leben an der Front.

Made in the Trenches: a WW1 Magazine Created by Soldiers (1916)

In die Jahre gekommene Horrorhelden by Federico Chiesa

Michael_Myers_by_Federico_Chiesa

Es tut ein bisschen weh. Viel ist nicht geblieben von Michael Myers einstiger Agilität. Aber so ist das halt, wenn man alt wird. Der Fotograf Federico Chiesa hat 2012 zusammen mit der Make-up-Artistin Carolina Trotta die coolsten 80er Bösewichte aufgespürt, in dem festen Wunsch ihnen noch ein letztes Mal die Angst zu erweisen, die ihnen gebührt, doch was sie erwartete, das einstige Böse, isn’t that böse anymore. Eine Betrachtung über das Älterwerden und den Verfall. Nach dem Klick. weiterlesen

Ron Gilbert veröffentlicht originale Pitch- und Designdokumente von Maniac Mansion

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Maniac Mansion dürfte neben Zack McKracken meine erste Begegnung mit Point & Click Adventures und sogar eines meiner ersten PC-Spiele überhaupt gewesen sein. Und was war das für ein Erlebnis! Der schräge Humor, die Over-the-Top Gruselmomente, die vollkommen schrägen, jegliche Logik entbehrenden Rätsel, die mir so manches Fluchen entlockt und mich schließlich zu einem Komplettlösungsbuch getrieben haben. Die Nuke Alarm Door, die ich damals dank Raubmordkopie mittels einer ziemlich miesen schwarzweiß-Kopie der original Copy Protection Dokumente knacken musste, und natürlich die irren Charaktere, von den nerdy Protagonisten bis zum verfressenen Tentakelmonster, dem ich mein halbes Inventar zum Essen überließ. Oh, selige Lucas Arts Zeiten!

Grumpy Gamer Ron Gilbert hat nun in seinem Blog ein paar ziemlich coole Skizzen und Originaldokumente aus der Entstehungszeit des Point & Click Klassikers veröffentlicht. Neben einem längeren Proposal gibt es da einige echt coole Zeichnungen und Charakterentwürfe zu sehen, die es fast alle 1:1 in das Spiel geschafft haben. Schöne Adventure-Geschichtsstunde.

Here is the original pitch document Gary and I used for Maniac Mansion. Gary had done some quick concepts, but we didn’t have a real design, screen shots or any code. This was before I realized coding the whole game in 6502 was nuts and began working on the SCUMM system.

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Maniac Mansion Design Doc via 4players

Gästeliste für ein Radiohead-Konzert 1997…just wow!

U2, Oasis, Blur, R.E.M., Eddie Vedder, Marylin Manson, Madonna and the fuckin Rest…kannste mal auf die Gästeliste setzen, wenn man gerade mit OK Computer das Konsens-Album des Jahres rausgebracht hat.

Das Album ist (und bleibt) redaktionsintern immer ein Streitthema, wie man in unserer Radiohead-Retrospektive sehen kann.

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The Evolution of Visual Effects (Supercut)

Und noch einmal im eskapistischen Zeitraffer durch die Filmgeschichte der Visual Effects. Schöner – und vor allem pathetischer – Supercut von Jim Casey:

A homage to the great moments that changed visual effects:
Took a little while to put together but I think its conveys the evolution of visual effects quite well. I tired to the best of my ability to order these clips chronologically (except for of course the first 3)

Direktlink via Boing Boing

RemakeORama: Evil Dead, RoboCop, Oldboy, Maniac

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Es ist kein großes Geheimnis, dass der Traumfabrik in den letzten Jahren doch das eine oder andere Mal die kreativen und originellen Ideen fehlten, wenn es darum ging, Kinohits für die große Leinwand zu produzieren: Fortsetzungen, Remakes, Reboots, Prequels und Sequels wohin das cineastische Auge reicht. Und als ob das nicht schon frustrierend genug wäre, scheint selbst das vermeintliche Outsider- und Independent-Kino mittlerweile große Freude an der Resteverwertung gefunden zu haben. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass mittlerweile nicht nur Kassenschlager von einst durch die Konservationsmaschinerie gedreht werden, sondern ebenso dreckige Trash-Perlen, Splatter-Kultfilme und düstere, groteske Thriller-Dramen mit Exoten-Flair. Remaking ist keineswegs ein Privileg, das nur Hollywood vorbehalten ist und wird durchaus auch jenseits des großen Blockbuster-Kinos für die ganze Familie eingesetzt. Aber Remake ist auch nicht gleich Remake und selbst in der vermeintlichen Ideenlosigkeit lässt sich dann doch manchmal die ein oder andere Perle finden: Fünf aktuelle Remakes von “Indie-Klassikern” auf dem Prüfstand: Was machen sie besser, was machen sie schlechter als das Original. Und sind sie es wert geschaut zu werden?

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Happy Birthday, Game Boy – Die 10 besten Spiele für den Handheld-Klassiker

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So bevor es zu spät ist, schicke ich an dieser Stelle auch noch schnell meine Geburtstagsgrüße zum 25jährigen Bestehen des Game Boy heraus. Auch wenn der kleine Handheld nicht meinen ersten Kontakt zu Videospielen darstellt (davor gab es bei uns zu Hause ne uralte Pong-Konsole und nen Atari VCS 2600, außerdem habe ich intensiv bei nem Freund Amiga und C64 gezockt), so markiert der Game Boy doch meine intensivste und prägendste  Auseinandersetzung mit Videospielen… bis zum heutigen Tag, über mehrere Variationen und Generationen hinweg. Ich habe den klassischen Game Boy zur Erstkommunion geschenkt bekommen (der beste Teil meiner katholischen Sozialisation), habe mir später vom Taschengeld einen Super Game Boy Adapter für mein SNES gekauft, hatte einen Game Boy Light, einen Game Boy Advance und wurde doch ziemlich wehmütig, als Nintendo den prototypischen Handheld mit der Veröfentlichung der DS-Franchise offiziell beerdigte. Anyway, wenn schon jeder das Jubiläum des kleinen Kastens damit feiert, eine Best-Of-Liste rauszuhauen, dann kann ich das auch. Es folgen – ohne große Einleitungsworte – meine subjektiven Top10-Games für den schwarzweiß-Handheld. Nur Games, die auf jedem Game Boy Modell spielbar waren, sprich: Die wirklichen Klassiker. Keine Game Boy Color -, keine Advance-Games, einfach nur pures Retro-Glück in Grau und Grün. Happy Birthday, lieber Game Boy. Ohne Dich wäre meine Kindheit weitaus trostloser gewesen.

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Die 80er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts V

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Thriller der 80er Jahre, die Fünfte. Thriller der 80er Jahre die Letzte. Ausschussware soll hier trotzdem nicht präsentiert werden. Stattdessen ein enervierender Mix aus klassischem Actionthriller-Flick und raffinierten Tricksereien in F/X – Tödliche Tricks, eine vorzügliche Hitchcock-Verbeugung im Post-Suspense Streifen Frantic, asiatische Genre-Kunst im knallharten “A Better Tomorrow” Quasi-Nachfolger City on Fire, ein elegantes Kammerspiel im französischen Thrillerdrama Das Verhör und den wundervollen Style over Substance Reißer von Brian de Palma Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren.

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Die 80er Jahre: Die besten Thriller des Jahrzehnts IV

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80er Thriller-Retrospektive No. 4: Dieses Mal wird es elegant, es wird knisternd und es wird düster… richtig düster. Neben den ganzen, mitunter viel zu glatten Hollywood-Thrillern dieser Dekade, haben sich die 80er nämlich durchaus auch als Jahrzehnt des Independent-Thrillers hervorgetan. Und während die Traumfabrik, auch wenn es um Mord geht, ihre selbstzensierenden Standards hat, darf es im Indie-Bereich ruhig etwas abnormer und abartiger zugehen. So sorgten sowohl Blue Velvet als auch Henry – Portrait of a Serial Killer in ihrer Heimat für einige Kontroversen, letzterer wurde hierzulande sogar auf den Index gesetzt. Auch Hitcher, der Highway Killer hat eine bewegende BPjM-Geschichte, inklusive zahlloser Schnittvariationen hinter sich. Auf andere Weise aus dem Rahmen fallen der französische Genrebeitrag Diva, der seine klassische Krimi-Handlung mit zahllosen Zitaten, Referenzen und skurrilen Intermezzi aufsprengt, sowie Leben und Sterben in L.A., der den Kampf “gut gegen böse” als Kampf “böse gegen böse” inszeniert, dabei aber nie vergisst, spannendes Genrekino zu sein.

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