Musikvideo der Woche: Secret Music – Ghost In the Graveyard

Lärmende Gitarren und Feuer müssen nicht zwangsläufig Rammstein sein, sondern ein beeindruckendes Performance Video der Gruppe Secret Music.

Here’s the new video from Brooklyn’s Secret Music, featuring Ted Batchelor, the Guinness Record Holder for “Longest Body Burn.”

Secret Music – Ghost In The Graveyard (2012)

Regie: Morgan Krantz

Album: Ghost in the Graveyard

Animated Short der Woche: Ruin

Da wollte man hier im Redaktionsbüro mit seinem Feierabend-Bier entspannen und den Abend gemütlich ausklingen lassen, da erscheint mir plötzlich in einer Vision Florian Bayer, der mich mit mahnenden Worten an den mal wieder vergessenen Artikel für den Animated Short der Woche zwingt. Tja, das war es mit der Gemütlichkeit und hektisches Recherchieren hat immerhin den Post-Apocalypse-Short Ruin hervor gebracht, der mich doch sehr an das Spiel Enslaved erinnert.

via actuallygee

Kurzfilm der Woche: Lie Detector

Ein Bewerbungsgespräch, das von einem Lügendetektor unterstützt wird, läuft etwas aus dem Ruder. Das Prinzip ist zwar alt, in Lie Detector von Paul Emerson aber mal wieder su lustig, ganz und gar großartig umgesetzt. Drei Minuten Comedy für den Montag Morgen…

Lie Detector (2011)

Regie: Paul Emerson
Drehbuch: Dane Hanson, Mike Heim
Darsteller: Dane Hanson, Mike Heim,Danny Gutierrez

via Seitvertreib

Poetisches für den Sonntag: Handmade Type

Wunderschöne handgemachte Typographien vom Design-Künstler Tien-Min Liao. Schaut euch unbedingt auch die weiteren typographischen Animationen bei Behance an… Lange her, dass ich Stil und Schönheit so formvollendet vereint gesehen habe.

I created 26 sets of these inked shapes and drew them on my hands.Each set is made to create both an upper-case and a lower-case letter, such as A and a. I also created some italic letters, hand-writing letters and some new typefaces with the same shapes.

via

Links fürs Wochenende

SPOTIFY

Wahrscheinlich der überflüssigste Link, den wir hier jemals als Link fürs Wochenende gepostet haben. Falls ihr also die letzten Tage durchgeschlafen, auf dem Mond oder in einer Zeitkapsel verbracht habt, here we go. Ich benutze Spotify mittlerweile schon ein paar Tage und werde mit Sicherheit auch noch etwas Längeres dazu schreiben. Nur so viel schon mal vorab: Es lohnt sich! Sowohl als Musik-Stream-Portal als auch Organisations-Tool für die lokale Musikbibliothek. Es ist schlank, verdammt sexy und macht süchtig.

Passend dazu auch: Ein erster Rundgang durch Spotify beim Musikexpress, Spotify scheucht die Konkurrenz mit Gratisangebot auf, Darf ich die Musik mitschneiden? + Replik: Ist das Rippen bei Spotify zulässig?, Im Schatten von Spotify: Rdio mit großem Redesign, Kritik am Datenschutz von Spotify, Interview mit Axel Bringéusdem Director of International Growth für Spotify

Westberlin

Sehr cooler Tumblr, der die Vergangenheit der geteilten Hauptstadt in schicken Fotografien wieder aufleben lässt.

Fantasy Ja! Aber bitte ohne Freaks!

Sehr schöner Rant von Michael Erle über unangenehme Begleiterscheinungen der Popularisierung der Nerdkultur:

von A wie Alderaan bis Z wie Zwerg hat der Mainstream so ziemlich jedes Element einer Gedankenwelt, die früher noch Geeks, Dorks und Freaks gehörte, aufgesogen. Vampire als bevorzugte Lektüre von Teenagermädchen waren sozusagen der letzte Nagel im Sarg des Nischendaseins unseres Lieblingsgenres. Spätestens die Spekulationen über das „Next Big Thing“ (Zombies? Werwölfe? Zeitreisende Cowboys?) sollten uns einen Schrecken eingejagt haben: unser schönes, verschrobenes und geistreiches Hobby leidet unter dem Gesetz des Freien Marktes und seines Marketings.

Die Facepalmisierung des Internet

Warum muss ich täglich auf Twitter lesen “Wer noch einmal Wort xy schreibt, wird entfolgt”? Wozu die ganzen abwertenden Vokabeln, warum andere lächerlich machen, anstatt einfach mit ihnen zu reden? Wie wäre es denn, der betreffenden Person, die etwas so unsägliches gebloggt/getwittert/gesagt hat, einfach mal in Ruhe zu erklären, was mir nicht passt? Anstatt sie durch einen abwertenden Tweet zu verhöhnen?

dys4ia (Browsergame)

Ungemein persönliches Browsergame von ‘Pixel Provocateur’ Auntie Pixelante, die ihren Weg zur Frau, von der gesellschaftlichen Ablehnung über die Hormontherapie bis heute spielerisch aufarbeitet.

Nelly (Browsergame)

Wenn es nicht ganz so artifiziell sein soll: Nelly ist ein spannender Plattformer zwischen jugendlichem Alptraum, Gothic Novel und Burton-Ästhetik. Narration und spielerische Herausforderung behindern sich hier nicht gegenseitig sondern ergänzen sich zu einem fantastischen, dunklen Anti-Märchen.

Meinungsmacher 2012: Hacker-Interviews

Schafft Leverkusen den Klassenerhalt?

Eine mathematische Problemlösungsstrategie für Fanhoffnungen und Fanängste.

Warum ich nie mit etwas fertig werde…

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Der März wird endlich etwas hörenswerter, mit J Mascis, dem Esbjörn Svensson Trio, den Strokes, The Pain of being pure at heart, Earth und anderen… und dann gibt es natürlich auch noch die wundervolle neue Songcollage von R.E.M. Collapse into now und der musikalische Frühling ist gerettet. Cineastisch läuft eher weniger und so rezensiert Florian schon etwas weiter zurückliegende Filme wie Revanche und Hot Tub Timemachine.

Musikvideo der Woche: The Shoes – Time To Dance

Jake Gyllenhaal looking at things.

Combine the best band in France right now, acclaimed director Daniel Wolfe, production by Somesuch & Co, and one of the hottest young actors on the planet and you’re sure to get a banging filmclip.

We scored the world premiere of The Shoes newest video which features Jake Gyllenhaal as a disturbed killing machine who chases his victims up fire escapes, into back alleys, and through strip clubs before he violently slays them.

The Shoes – Time To Dance (2012)

Regie: Daniel Wolfe

Album: Time To Dance EP

Kurzfilm der Woche: SOLIPSIST

Ich werde jetzt nicht das ganze Gerante wiederholen, das Rinko von sich gegeben hat, während wir gemeinsam (nein, nicht händchenhaltend) diesen Kurzfilm von Andrew Thomas Huang genossen haben. Ja, SOLIPSIST kann man durchaus vorwerfen prätentiös, selbstverliebt, esoterisch, Kunstkunstkunst zu sein. Und ja, das erinnert in seiner Ästhetik stark an Björk-Videoclips (sucht euch einen Regisseur aus), hat ne Menge spirituelles Gewaber an Bord und sucht nach einem Sinn in allem. Aber diese Bilder, diese verspielte, verquere Erotik, dieser Farbentanz und diese wunderbaren Animationen! … Jepp, die reichen in diesem Fall, um endlich mal wieder Montags einen Kurzfilm der Woche nach oben zu tackern. Nach dem Klick gibt es noch das Making of zu sehen.

weiterlesen

Poetisches für den Sonntag: Nimbus von Berndnaut Smilde

Räume und Objekte werden vom niederländischen Künstler Berndnaut Smilde in wundervoll minimalistischen Manipulationen verfremdet, ihr surrealer Kern wird aufgedeckt und ihre Räumlichkeit durch kleine Ergänzungen transzendiert. Oben ist ein Wolkenzimmer aus der Nimbus-Reihe zu sehen, weitere großartige Kunstwerke findet ihr auf Smildes Website.

via Fubiz

Links fürs Wochenende

Der beste schlechte Schauspieler der Welt

Großartige Auseinandersetzung mit Triumph, Niederlage und Triumph der Schauspieler-Karikatur Nicolas Cage:

Cage sehen heißt erkennen, wie Schauspiel zustande kommt. Man wird nicht wie bei anderen Stars in eine Illusion hineingezogen, sondern erlebt zur gleichen Zeit die Herstellung und Zertrümmerung einer Fiktion.

Warum ich das hier nicht auf einen Tumblr mache

Kraftfuttermischwerk-Ronny verteidigt seine Entscheidung, weiterhin klassisch zu bloggen und trotz mitunter knapper Texte – oder vollkommen ohne Text auskommender Bilder – nicht einen auf Tumblr zu machen.

Müssen wir uns vom Konzept des geistigen Eigentums verabschieden?

Eigentum an Sachen ist etwas, was die Menschheit seit Jahrtausenden kennt und anerkennt. Das Konstrukt des geistigen Eigentums stellt demgegenüber eine (juristische) Fiktion dar, die erst wenige Jahrhunderte alt ist und die von der Vorstellung getragen wird, dass man die Inhaberschaft an einem Geisteswerk in gleicher Weise wie eine Sache einer einzelnen Person ausschließlich und absolut zuordnen kann.

Geboren zwischen Katzen und Sex

Eine kleine Geschichte über die Hacker-Gruppe LulzSec, die sich aus dem Anarcho-Forum 4chan gebildet hat und diese Woche vom FBI ausgehoben wurde.

Mari0 (Game-Download)

Endlich: Der Portal/Mario-Hybrid von Stabyourself hat das Licht der Welt erblickt und begeistert mit den klassischen Mario-Bros-Levels, einer großen Portal-Spielwelterweiterung sowie einem sexy Level-Editor.

Der Drill des Gefällt mir

Titanic-Redakteur Leo Fischer setzt sich mit  satirisch mit der Generation Facebook auseinander und spart auch nicht an Selbstkritik.

Presserat: „taz-Fail“ als Meinungsäußerung zulässig

Der Presserat segnet die vollkommen falsche Behauptung, alle Amokläufer an Schulen hätten exzessiv Killerspiele gespielt, als legitime Meinungsäußerung ab.

Letztes Jahr auf Seite360:

Erschreckend wenig, was vermutlich wie derzeit unter anderem mit dem guten Wetter zusammenhängt: Rinko schafft es immerhin eine epische R.E.M.-Retrospektive zu veröffentlichen (was anderes als episch ist bei diesem enormen Output auch gar nicht drin) und Florian schaut sich den Himbeer-Abräumer Die Legende von Aang unter dem Motto “really that bad?” noch einmal genauer an.

Kurzfilm der Woche: Archetype

Ein Kampfroboter beginnt plötzlich, sich an ein früheres Leben inklusive Frau und Kinder zu erinnern und begehrt dadurch gegen die ihm gegebenen Befehle sowie seine Erbauer auf. Das Science Fiction Drama Archetype von Aaron Sims ist ein großartiger, auf Big-Budget-Niveau stattfindender Low-Budget-Kurzfilm, der sowohl was Setting als auch Animationen als auch Dramaturgie als auch Schauspieler betrifft, locker mit diversen Großproduktionen mithalten kann. Und das Beste: Produzent John Davis (Chronicle) ist auf das Teil aufmerksam geworden und will daraus einen Langfilm machen.

RL7 is an eight-foot tall combat robot that goes on the run after malfunctioning with vivid memories of once being human. As its creators and the military close in, RL7 battles its way to uncovering the shocking truth behind its mysterious visions and past.

via

Links fürs Wochenende

Graffiti: Zwischen Knast und Museum

Street Art hat die Institutionen des Kulturbtriebs erobert. Dass sie dort noch nicht ernst genommen wird, zeigt ein Film zur Austellung im Museum of Contemporary Art

Analyzing the 2012 Oscar Acceptance Speeches

Die von Overthinking schon wieder: Eine quantitative und qualitative Auslese der Reden der diesjährigen Oscar-Nacht.

An autistic savant spent 20 years designing an entire city on paper

The French city of Urville exists in two places: in the mind of Gilles Trehin and in the elaborate drawings Trehin created. But what’s incredible isn’t just the detailed designs he created for the city’s architecture and layout, but the entirely plausible history for his fictional city.

Lou Reed: In Bausch und Drogen

Keine Ahnung, ob ich ihm Lulu schon verziehen habe… aber wenn eine der größten Rockhelden des 20. Jahrhunderts siebzig wird, dann gehört dies auch gewürdigt.

Eine Philosophie des Erotischen

Erotik ist die Kunst das Begehren zu steigern und zu zügeln, mit ihm zu spielen, die Begierde wach zu halten und hin zu halten und den Wahn damit so lang wie möglich auszukosten und auszuhalten.

Letztes Jahr auf Seite360:

Auch 2011 finden die alljährlichen Oscarverleihungen statt. Rinko widmet sich dazu noch einmal dem herausragenden Soundtrack von The Social Network, Florian schenkt seine Aufmerksamkeit den Verlierern des vorausgegangenen Kinojahres und wirft einen Blick auf die Goldene Himbeere 2011. Und früher war ja ohnehin alles besser und folgerichtig veröffentlichen wir einen ersten kleinen Überblick unserer umfangreichen, cineastischen 90er Jahre Retrospektive. Mit einen wenig 90er Jahre Wehmut rezensiert Rinko dann auch den aktuellen Gallagher-Bastard Beady Eye “Different Gear, Still Speeding”.

Animated Shorts: asdfmovies 1-4

Was Animated Shorts betrifft führte Anfang des Jahres 2012 kein Weg an den asdfmovies vorbei… zumindest lassen die Besucherzahlen dieser randomized Youtube Clips darauf schließen: Über 27 Millionen Besucher allein bei Teil 1, weitere gute 20 Millionen im Schnitt jeweils bei den anderen drei Teilen. Kein Wunder: Im Bezug auf schwarzen Humor, Arrangement und Schnitt macht TomSka so schnell keiner was vor. Gerade der erste asdf-movie ist zwar ziemlich eindeutig vom großartigen Rejected inspiriert, in den weiteren Teilen der Franchise entwickeln die asdfs aber eine ganz eigene Bildsprache und (anti-)narrative Struktur. Und wehe jemand schreit jetzt “aaalt!”. So lange es auch nur ein paar Leute zu sehen bekommen, die es vorher noch nicht kannten, hat es sich bereits gelohnt.

weiterlesen

Animated Short: The Shrine / An Argument

Man muss die Fleet Foxes nicht unbedingt mögen, um festzustellen, dass diese mysthischen Animationen von Sean Pecknold ganz hervorragend zu ihrer Musik passen. Zwischen Höhlenmalerei, symbolischem Natur-Epos und metaphysisch überhöhtem Eskapismus bewegt sich die Geschichte von The Shrine / An Argument entlang am Nichts und begeistert dabei dennoch die gesamte Laufzeit.

and if i just stay awhile here staring at the sea
and the waves break ever closer, ever near to me
i will lay down in the sand and let the ocean lead
carry me to Innisfree like pollen on the breeze

Music: Fleet Foxes
Album: Helplessness Blues
Director: Sean Pecknold
Animators: Sean Pecknold & Britta Johnson
Character Illustrations: Stacey Rozich
Art Assistant: Natalie Jenkins
Producer: Aaron Ball
Multiplane: Greg Pecknold
Post/Edit : Sean Pecknold
Particle FX: Britta Johnson
AE Assist: Austin Wilson
Sound FX: Shervin Shaeri
Story: Sean Pecknold
Labels: Bella Union & Sub Pop
Made in Portland, Oregon
Made with Dragonframe

via

Animated Short: Birdboy

Neben den ganzen eskapistischen, ästhetizistischen, lustigen und epischen Shorts hat sich in meinem RSS-Reader noch jenes kleines Meisterwerk eingefunden, das ich hiermit mal kurzerhand zu meinem favorisierten Kurzfilm der letzten Monate erkläre. Birdboy ist eine ziemlich verstörende, düstere und hochintelligente Parabel, in deren surrealistischen Welt verschiedenste Topoi in eine (alp)traumhafte Geschichte verpackt werden: Gesellschaftliche Missstände, universelle Träume, Traumatisierungen, Kindheitsängste, Kindheitsverlust und zumindest ein klein wenig Hoffnung kreisen in dieser dystopischen, symbolistischen Geschichte um die kleine Maus Dinki, die im Außenseiter Birboy einen stummen Verbündeten findet. Unbedingt ansehen, wird nicht so schnell vergessen!

A short film directed by Pedro Rivero and Alberto Vázquez
based upon the graphic novel PSICONAUTAS by Alberto Vázquez

Written & Direction : Pedro Rivero, Alberto Vázquez alberto-vazquez.blogspot.com/
Character design: Sebas Fábrega
Story/animatic: Santi Riscos (santicomic.blogspot.com)
Visual development Artist: Khris Cembe (khriscembe.blogspot.com)
Animation: Postoma Studio (Santi, Sebas, Khris) postoma-studio.blogspot.com
Postproduction: Santi Justribó
Editing: Iván Miñambres (UNIKO) uniko.com.es/
Music: Suso Sáiz
Sound: Cinemar

via