Links fürs Wochenende

Der Tod und das Social Web

Thomas Gigold über die Rolle der digitalen Sphäre am Ende des Lebens.

Die Grass-Debatte:

Puh, da gibt es so viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Nee, okay… eigentlich ist es klar. Natürlich erstmal mit dem Gedicht selbst, Was gesagt werden muss. Einen guten Kommentar gibt es von Josef Joffe, der sich Gedanken über den innerlichen Antisemitismus Grass’ macht: Der Antisemitismus will raus. Etwas handwerklicher geht da Frank Schirrmacher vor, der das Gedicht auseinander nimmt und unter dem Titel Was Grass uns sagen will eine mögliche Interpretation anbietet.

Die SZ selbst stellt noch einmal einen kleinen Überblick der empörten Reaktionen zusammen, die auf Grass in den letzten Tagen hereingeprasselt sind. Laut dem Postillon haben die Vereinten Nationen ein Tinten- und Pfeifentabakembargo über Grass verhängt. Broder stellt fest, Günther Grass sei zwar nicht ganz dicht, aber ein Dichter, während einer der wenigen wohlwollenden Kommentare von Thomas Nehls stammt. Dieser verlangt Friedenspreis statt Schelte für den in der Kritik stehenden Lyriker. Dieser hat selbst natürlich auch nochmal reagiert (siehe Video unten), woraufhin Arno Frank feststellt, dass sich Grass nur noch weiter in seinem selbstverzapften Unsinn verstrickt. Und Broder langt in diesem Fall auch nochmal nach: “Ein autoritärer Knochen spielt verfolgte Unschuld”… Meiner Meinung nach summa summarum viel zu viel Aufregung um ein politisch eindimensionales, unterdurchschnittliches Gedicht.

Sensationalist Movie Posters, 1956-1973

Futter für die Augen vom Retronauten

Eine kurze Geschichte vom Kopieren und Kapieren

Wolfgang Messer begibt sich auf eine kleine Zeitreise in die Geschichte der analogen und digitalen Kopie des 20. Jahrhunderts:

Kein (Urheber-, Nutzungs-, Lizenz-, Leistungsschutz-, Anti-Produktpiraterie-)Recht der Welt – und sei es auch noch so neu und genial konstruiert – wird die Zeit komplett zurück drehen können. Es wird allenfalls noch notdürftig ein paar Wunden verbinden und Brüche schienen, aber nichts mehr wirklich heilen. Möglicherweise richtet es stattdessen sogar neuen Schaden an. Viele Chancen vertan und wenig kapiert, schon lange.

Gottes geliebte Söhne

Er ist homosexuell und Kandidat für das Priesteramt. Die katholische Kirche sieht das nicht vor, sie nennt sein Leben „ungeordnet“. Anvertrauen kann sich der junge Mann niemandem – und ringt mit seiner Berufung.

Die sixtinische Kapelle online

Ein wenig Besinnung für die feierlichen Ostertage, inklusive sakraler Klänge und interaktiver Features.

Machen Pornofilme Religiöse (un-)glücklich?

Pornofilme werden von glücklich Verheirateten seltener angeschaut und machen auch nicht wirklich glücklich. Aber massiv beeinträchtigen sie das Lebensglück (nur) jener, die glauben, dass solche Filme zu verdammen seien – und sie dennoch anschauen.

Die Handelsblatt-Debatte:

Das Handelsblatt, das Autoren auch gerne mal Kriegserklärungen an die Netzgemeinde schreiben lässt – hat unter dem Slogan Mein Kopf gehört mir die Statements von “mehr als hundert Vertreter aus Kunst, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik” zu Urheberrecht und geistigem Eigentum veröffentlicht. Reaktionen aus der “Netzwelt” ließen natürlich nicht lange auf sich warten: So stellt Marcel Weiss auf Neunetz fest, dass sich unter den 100 Handelsblatt-Kreativen gerade mal 26 Kreativschaffende, dafür aber 47 Manager befinden und spricht von einer kompletten Selbstdemontage des Handelsblatt, während  Markus Beckedahl dem Wirtschaftsmagazin Kampagnen”journalismus” vom Feinsten attestiert. Schön bissig nimmt Thomas Knüwer den zu den Promi-Statements veröffentlichten Artikel auseinander: Das Handelsblatt schwurbelt durch die unreale Welt lautet sein Fazit.

Auch Dirk von Gehlen meldet sich zu Wort: Vom Wissen der Wichser, ebenso Stefan Niggemeier, der passend feststellt Euren Kopf habt ihr längst verloren und den Verantwortlichen der Kampagne einige weitere lesenswerte Links ans Herz legt. Eine ebenfalls gute Linksammlung haben die Piraten auf Google+ zusammengestellt, während Richard Gutjahr zum anschwelenden Twitter-Shitstorm verschmitzt feststellt:

Letztes Jahr auf Seite360:

Florian sinniert über Grenzen und Möglichkeiten des aktuellen Zombiefilms und sucht in der Veröffentlichungsflut des Jahres 2011 nach hörenswerten Alben für den April. Fündig wird er bei den Mountain Goats, Za!, Explosions in the Sky und Colin Stetson. Für den nötigen Schub Nostalgie sorgen die besten Komödien der 90er Jahre. Ansonsten freuen wir uns alle so wie dieses Jahr (ähmm) am schönen Wetter und geben uns diversen Frühlingsgefühlen hin.

Animated Short der Woche: Little Tombstone

Sehr cooler, comic-realistischer (whatever), perfekt animierter Short-Western, der raffiniert mit den klassischen Genre-Dispositionen (The Good, The Bad and the…) spielt und eine schön gehässige Pointe zu bieten hat. Weitere Infos auf der offiziellen Website des Films:

In a small town in the Far-West, the Good and the Bad, challenge each other to show-down. The Undertaker takes some interest in the show-down between the opponants…

via Drommels

Kurzfilm der Woche: Birth of a Book

Sehr schöne, kommentarlose Kurzdokumentation von Glen Milner, die die Geburt des Buches aus dem Geiste des Textes veranschaulicht. Gezeigt werden Druck, Schnitt und Bindung in wunderschönen, kontrastreichen Bildern. Produktions-Erotik für alle Bibliophilen dieser Welt…

A short vignette of a book being created using traditional printing methods.

For the Daily Telegraph. Shot at Smith-Settle Printers, Leeds, England. The book being printed is Suzanne St Albans’ ‘Mango and Mimosa’ published as part of the Slightly Foxed series.

Shot, Directed & Edited by Glen Milner

via Maik

Links fürs Wochenende

Karl May zum 100. Todestag

Ich war nie sonderlich großer Karl May Fan, aber dank der Cowboy-und-Indianer-Liebe meines Vaters war der Abenteuer-Schwindler in meiner Kindheit doch stets präsent. Zu seinem 100. Todestag spielt er in der deutschen Presse natürlich wieder eine außerordentliche Rolle. So begibt sich Henning Sußebach auf die Suche nach den heutigen Indianern und schreibt einen langen, aber wirklich großartigen Artikel unter dem Titel Wenn Winnetou das wüsste. Roger Willemsen stellt im Westen fest: Diese Kunst darf schwindeln! während sich Hans-Paul Nosko an eine Jugend im Zeichen von Karl May erinnert. Auch in dem dctp-Format 10 vor 11 wird dem Superstar der Abenteuerliteratur gedacht. Dort spricht Prof. Dr. Helmut Schmiedt über die reißerischen Märchen des fantasievollen Erzählers. Und für die notwendige kritische Distanz sorgt Georg Diez auf seiner Reise Durchs wilde Ironiestan. Dort kommt er zu dem – mir sehr sympathischen – Fazit:

Und wenn heute alle groß Karl May feiern? Dann weiß ich, warum ich Karl May nie mochte.

Wie die Sprache das Denken formt

Lera Boroditsky untersucht die unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten verschiedener Kulturkreise. Eine Fünfjährige Aborigine kann ohne mit der Wimper zu zucken mit geschlossenen Augen nach Norden zeigen, während zahllose Wissenschaftler aus anderen Kulturkreisen mit der Frage nach der Himmelsrichtung hoffnungslos überfordert sind. Woran liegt dies? Die verblüffende Antwort: An der Sprache.

Don’t shoot the Puppy! (Browsergame)

Hartes, hartes, wirklich hartes Browsergame, das die Geduld des Spielers herausfordert und zugleich seine Nerven strapaziert.

Movies as Code

Sehr schönes Blog, in dem Filme als Code-Snippets umgesetzt werden. Ein bisschen grundsätzliche Ahnung sollte man allerdings vom Programmieren haben, um das lustig zu finden (mein Wissen – das jetzt nicht sooo doll ist – reicht gerade aus). Nerdiges Beispiel: Die Star Trek Franchise:

Public Sub StarTrekMovies()
Dim intStarTrekMovie As Integer
For intStarTrekMovie = 1 To 6
If intStarTrekMovie Mod 2 = 0 Then
MsgBox(“Star Trek Movie #” & intStarTrekMovie & ” was great!”, , “Star Trek Movies”)
Else
MsgBox(“Star Trek Movie #” & intStarTrekMovie & ” stunk!”)
End If
Next
End Sub

Angst vor dem Volk im Netz

Sascha Lobo analysiert die Angst vor der Tyrannei der Masse, wie sie vor kurzem vom FDP Generalsekretär Patrick Döring geäußert wurde. Passend dazu auch: Piratenpartei und FDP: Wenn Startups die Originale überholen.

Get the Balance right

Spätestens nach dem Rant von Sven Regener im Zündfunk und den darauf folgenden Reaktionen könnte man die Debatte ums Urheberrecht und um Unterhaltungsinhalte im Netz als abgeschlossen ansehen. Denn sie tritt auf der Stelle: Die Fronten sind verhärtet, alle haben Recht und die jeweils anderen haben keine Ahnung. Deswegen glaube ich auch sagen zu können, was sich an der aktuellen rechtlichen Situation ändern wird: Sehr wenig.

Vollkommen seriöse Esoterik

Video-Impressionen von der Esoterik-Messe in Wien, zusammengestellt vom ScienceBlogger Florian Freistetter.

Der offene Brief von 51 Tatort-Autoren zu den Topics Urheberrecht, geistiges Eigentum und Schutzfristen, sowie eine ziemlich ausführliche, unglaublich treffsichere Antwort des Chaos Computer Club.

Letztes Jahr auf Seite360:

Rinko freut sich auf das Haldern Festival und sucht nach Leben in der Zombie-Veranstaltung des Echo 2011, Florian findet Leben in den ersten hörenswerten Alben des Frühlings: Mit von der Partie sind Têtes Raides, Nicolas Jaar, Home Video, Jonny Greenwood sowie Gold Panda. Während Justice es mit Adidas und Roman Gavras versuchen, steigen Radiohead ins Zeitungsgeschäft ein und sorgt Weeknd zumindest bei Florian für Kopfschütteln. Ansonsten läuft mal wieder alles nach dem “Früher war alles besser!”-Prinzip: Rinko trauert weiterhin dem Brit-Pop der 90er Jahre hinterher, Florian erinnert sich an die gute alte Zeit als Slacker (und deren Filme) noch cool waren und in der Satiren und Grotesken noch Niveau besaßen. 90er Jahre Nostalgie als Flucht vor der nervtötenden Gegenwart. It worked!

Musikvideo der Woche: Belle & Sebastian – Crash

Der Glasgower Indie-Institution wurde die große Ehre zuteil schon zum zweiten Mal Songs für die renommierte Late Night Tales zusammen zu stellen. Sie haben sich für ihren eigenen Beitrag Crash von den Primitives vorgenommen und machen aus dem 80er Indie-Popsong eine launige Folknummer. Der Song ist dabei allerdings nicht so interessant wie das putzige Video, in dem die Band als lustige Cartoon-Figuren auftaucht.

Belle & Sebastian – Crash (2012)

Regie: Stephen Tolfrey

Album: Late Night Tales

Animated Short der Woche II: Boris The Dog

Eigentlich wollte ich hier was über Penis-Nasen, Vagina-Köpfe, Nazi-Brüste und viel Gewalt schreiben, aber dann war mir die Dokumentation “Cartoons Kick-Ass” doch etwas zu langatmig und so bin ich bei dem Short Boris The Dog hängen geblieben, dem wohl wohl größten Psycho-Dog ever. Laughing My Fucking Ass Off und die Tatsache, dass der Zeichner von diesem Sado-Köter auch noch 20 Jahre bei der Sesamstraße in selbiger Position war, macht das ganze endgültig zu meinem persönlichen WTF-Moment des Abends.

Boris The Dog (1998)

Regie: Cevin D. Solving

Animationen: Bill Davis

Die komplette Doku Cartoons Kick-Ass, in der auch Boris vorkommt, gibt es bei MindsDelight.

Links fürs Wochenende

Lieber Sven Regener

Dirk von Gehlen antwortet auf Sven Regeners (Element of Crime) “Wut-Rede” im Interview mit dem Zündfunk zum Thema Urheberrecht in der digitalen Welt:

ikono.tv: „Was MTV für Musikvideos war, sind wir jetzt für die Kunst!“

In einem unscheinbaren Gebäude eines Werkhofes im Prenzlauer Berg produziert das 24-köpfige, multinationale Team von ikono.tv zusammen mit vielen freischaffenden Kreativen, vom Kameramann bis zur Kunsthistorikerin, in aller Stille Filme und Beiträge über zeitgenössische wie klassische Kunst, Kunstwerke, Werkschauen oder Ausstellungen einzelner Künstler.

Hinter den Kulissen des Fotojournalismus

Fotoserie

Komfortzone findet woanders Stadt

Aus Angst vor Sachschaden ziehen BMW und Guggenheim-Museum ein Kulturprojekt aus Kreuzberg ab. Berlin entgehe eine große Chance, heißt es. Aber worauf?

Faust-Statistiken

Eine schöne, kleine, quantitative Analyse des literarischen Klassikers.

FC Bayern A-Z

Launiges Mini-Glossar beim Freitag über Mythos und Wirklichkeit des FC Bayern München. Mal abgesehen davon, dass ich mich relativ wenig für Fußball interessiere, war das echt gut zu lesen, zumal mir dieser affektive Hass auf die Münchner schon immer etwas suspekt war.

7 Reasons it Sucks Living in an RPG World

Helden bestehlen sich, Shops verkaufen nur Abenteuerausrüstung, Bücher haben meistens nur ein paar Seiten und in deinem Keller leben überdimensionierte Tiere…ätzend!

You have forgotten to use a pen (Browsergame)

Unglaublich frustrierendes Geschicklichkeitsspiel für alle Tastatur-Veteranen…

Simple Motions (Browsergame)

Unglaublich befriedigendes Puzzle- und Rätselspiel, in dem ihr eine munter vor sich hinrollende Kugel durch das Setzen verschiedener Impulse dabei helfen müsst, Sterne einzusammeln und zur Zielfahne zu gelangen. Perfekte Physik, tolle Rätsel und schöne, simple Grafiken. Macht Laune.

Wie ein Belgier das Internet erfand…

Letztes Jahr auf Seite360:

Ein Filmabend, ein Filmabend! Der erste der Reihe und leider gab es davon in letzter Zeit viel zu wenige. Thema in diesem Fall: Dream a little Dream. Ansonsten stehen mal wieder Zeitreisen auf dem Programm: 90er Brit-Pop Nostalgie, 90er Comedy-Nostalgie, 90er Nu-Metal-Nostalgie, sowie ein Blick auf die besten Episodenfilme und Composite Films des selben Jahrzehnts. Außerdem setzen wir uns mit dem Western-Western True Grit auseinander und beschäftigen uns in einem mehr oder weniger aktuellen Filmabriss mit Bedways, Daybreaker, Für immer Shrek und Rampage von… Uwe Boll.

Musikvideo der Woche: Secret Music – Ghost In the Graveyard

Lärmende Gitarren und Feuer müssen nicht zwangsläufig Rammstein sein, sondern ein beeindruckendes Performance Video der Gruppe Secret Music.

Here’s the new video from Brooklyn’s Secret Music, featuring Ted Batchelor, the Guinness Record Holder for “Longest Body Burn.”

Secret Music – Ghost In The Graveyard (2012)

Regie: Morgan Krantz

Album: Ghost in the Graveyard

Animated Short der Woche: Ruin

Da wollte man hier im Redaktionsbüro mit seinem Feierabend-Bier entspannen und den Abend gemütlich ausklingen lassen, da erscheint mir plötzlich in einer Vision Florian Bayer, der mich mit mahnenden Worten an den mal wieder vergessenen Artikel für den Animated Short der Woche zwingt. Tja, das war es mit der Gemütlichkeit und hektisches Recherchieren hat immerhin den Post-Apocalypse-Short Ruin hervor gebracht, der mich doch sehr an das Spiel Enslaved erinnert.

via actuallygee

Kurzfilm der Woche: Lie Detector

Ein Bewerbungsgespräch, das von einem Lügendetektor unterstützt wird, läuft etwas aus dem Ruder. Das Prinzip ist zwar alt, in Lie Detector von Paul Emerson aber mal wieder su lustig, ganz und gar großartig umgesetzt. Drei Minuten Comedy für den Montag Morgen…

Lie Detector (2011)

Regie: Paul Emerson
Drehbuch: Dane Hanson, Mike Heim
Darsteller: Dane Hanson, Mike Heim,Danny Gutierrez

via Seitvertreib

Poetisches für den Sonntag: Handmade Type

Wunderschöne handgemachte Typographien vom Design-Künstler Tien-Min Liao. Schaut euch unbedingt auch die weiteren typographischen Animationen bei Behance an… Lange her, dass ich Stil und Schönheit so formvollendet vereint gesehen habe.

I created 26 sets of these inked shapes and drew them on my hands.Each set is made to create both an upper-case and a lower-case letter, such as A and a. I also created some italic letters, hand-writing letters and some new typefaces with the same shapes.

via

Links fürs Wochenende

SPOTIFY

Wahrscheinlich der überflüssigste Link, den wir hier jemals als Link fürs Wochenende gepostet haben. Falls ihr also die letzten Tage durchgeschlafen, auf dem Mond oder in einer Zeitkapsel verbracht habt, here we go. Ich benutze Spotify mittlerweile schon ein paar Tage und werde mit Sicherheit auch noch etwas Längeres dazu schreiben. Nur so viel schon mal vorab: Es lohnt sich! Sowohl als Musik-Stream-Portal als auch Organisations-Tool für die lokale Musikbibliothek. Es ist schlank, verdammt sexy und macht süchtig.

Passend dazu auch: Ein erster Rundgang durch Spotify beim Musikexpress, Spotify scheucht die Konkurrenz mit Gratisangebot auf, Darf ich die Musik mitschneiden? + Replik: Ist das Rippen bei Spotify zulässig?, Im Schatten von Spotify: Rdio mit großem Redesign, Kritik am Datenschutz von Spotify, Interview mit Axel Bringéusdem Director of International Growth für Spotify

Westberlin

Sehr cooler Tumblr, der die Vergangenheit der geteilten Hauptstadt in schicken Fotografien wieder aufleben lässt.

Fantasy Ja! Aber bitte ohne Freaks!

Sehr schöner Rant von Michael Erle über unangenehme Begleiterscheinungen der Popularisierung der Nerdkultur:

von A wie Alderaan bis Z wie Zwerg hat der Mainstream so ziemlich jedes Element einer Gedankenwelt, die früher noch Geeks, Dorks und Freaks gehörte, aufgesogen. Vampire als bevorzugte Lektüre von Teenagermädchen waren sozusagen der letzte Nagel im Sarg des Nischendaseins unseres Lieblingsgenres. Spätestens die Spekulationen über das „Next Big Thing“ (Zombies? Werwölfe? Zeitreisende Cowboys?) sollten uns einen Schrecken eingejagt haben: unser schönes, verschrobenes und geistreiches Hobby leidet unter dem Gesetz des Freien Marktes und seines Marketings.

Die Facepalmisierung des Internet

Warum muss ich täglich auf Twitter lesen “Wer noch einmal Wort xy schreibt, wird entfolgt”? Wozu die ganzen abwertenden Vokabeln, warum andere lächerlich machen, anstatt einfach mit ihnen zu reden? Wie wäre es denn, der betreffenden Person, die etwas so unsägliches gebloggt/getwittert/gesagt hat, einfach mal in Ruhe zu erklären, was mir nicht passt? Anstatt sie durch einen abwertenden Tweet zu verhöhnen?

dys4ia (Browsergame)

Ungemein persönliches Browsergame von ‘Pixel Provocateur’ Auntie Pixelante, die ihren Weg zur Frau, von der gesellschaftlichen Ablehnung über die Hormontherapie bis heute spielerisch aufarbeitet.

Nelly (Browsergame)

Wenn es nicht ganz so artifiziell sein soll: Nelly ist ein spannender Plattformer zwischen jugendlichem Alptraum, Gothic Novel und Burton-Ästhetik. Narration und spielerische Herausforderung behindern sich hier nicht gegenseitig sondern ergänzen sich zu einem fantastischen, dunklen Anti-Märchen.

Meinungsmacher 2012: Hacker-Interviews

Schafft Leverkusen den Klassenerhalt?

Eine mathematische Problemlösungsstrategie für Fanhoffnungen und Fanängste.

Warum ich nie mit etwas fertig werde…

Infografik

Letztes Jahr auf Seite360:

Der März wird endlich etwas hörenswerter, mit J Mascis, dem Esbjörn Svensson Trio, den Strokes, The Pain of being pure at heart, Earth und anderen… und dann gibt es natürlich auch noch die wundervolle neue Songcollage von R.E.M. Collapse into now und der musikalische Frühling ist gerettet. Cineastisch läuft eher weniger und so rezensiert Florian schon etwas weiter zurückliegende Filme wie Revanche und Hot Tub Timemachine.

Musikvideo der Woche: The Shoes – Time To Dance

Jake Gyllenhaal looking at things.

Combine the best band in France right now, acclaimed director Daniel Wolfe, production by Somesuch & Co, and one of the hottest young actors on the planet and you’re sure to get a banging filmclip.

We scored the world premiere of The Shoes newest video which features Jake Gyllenhaal as a disturbed killing machine who chases his victims up fire escapes, into back alleys, and through strip clubs before he violently slays them.

The Shoes – Time To Dance (2012)

Regie: Daniel Wolfe

Album: Time To Dance EP

Kurzfilm der Woche: SOLIPSIST

Ich werde jetzt nicht das ganze Gerante wiederholen, das Rinko von sich gegeben hat, während wir gemeinsam (nein, nicht händchenhaltend) diesen Kurzfilm von Andrew Thomas Huang genossen haben. Ja, SOLIPSIST kann man durchaus vorwerfen prätentiös, selbstverliebt, esoterisch, Kunstkunstkunst zu sein. Und ja, das erinnert in seiner Ästhetik stark an Björk-Videoclips (sucht euch einen Regisseur aus), hat ne Menge spirituelles Gewaber an Bord und sucht nach einem Sinn in allem. Aber diese Bilder, diese verspielte, verquere Erotik, dieser Farbentanz und diese wunderbaren Animationen! … Jepp, die reichen in diesem Fall, um endlich mal wieder Montags einen Kurzfilm der Woche nach oben zu tackern. Nach dem Klick gibt es noch das Making of zu sehen.

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Poetisches für den Sonntag: Nimbus von Berndnaut Smilde

Räume und Objekte werden vom niederländischen Künstler Berndnaut Smilde in wundervoll minimalistischen Manipulationen verfremdet, ihr surrealer Kern wird aufgedeckt und ihre Räumlichkeit durch kleine Ergänzungen transzendiert. Oben ist ein Wolkenzimmer aus der Nimbus-Reihe zu sehen, weitere großartige Kunstwerke findet ihr auf Smildes Website.

via Fubiz