Kurzfilm der Woche: SLR

Neues Design… und der Versuch mal wieder alte Rubriken neu zu beleben: SLR ist ein spannendes, emotional sehr intensives Thrillerdrama um einen Voyeur, der damit konfrontiert wird, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Familie plötzlich zum Opfer und Anschauungsobjekt wird. Das Sujet wäre natürlich eine grandiose Vorlage für allerlei Klischees und Läuterungs-Kitsch. Diese umschifft Regisseur Stephen Fingleton allerdings äußerst gekonnt und inszeniert so einen mitreißenden Hybriden aus Thriller, Drama und psychologischem Porträt.

SLR via Short of the Week

Kurzfilm der Woche: Bittersweet

Eigentlich fast schon zu klassisch und sattsam bekannt, um hier gepostet zu werden. Aber, verdammt, ist dieses Klischee in dem Fall gut erzählt. Bittersweet ist eine schön pointierte Regiearbeit von Stefan Lee, die sowohl mit Kamera als auch Schnitt als auch Musikeinsatz ordentlich punkten kann und damit die abgetretenen Pfade, in denen sich die eigentliche Story bewegt, vollkommen verzeihlich macht.

via kuriositas

Kurzfilm der Woche: Malaria

Grandioser Noir Western, dessen visuelle Inszenierung ich in der Form tatsächlich noch nirgendwo anders gesehen habe: Zwischen Stop-Motion, Comic, Direct Visualisation und der Breitwand-Epik eines Sergio Leone entsteht eine faszinierende Geschichte um den Tod, dessen Rolle in der Welt und ebenso dessen Gnadenlosigkeit.

MALARIA tells the story of Fabiano, a young Mercenary who is hired to kill Death.
This short film combines Origami, Kirigami, Time lapse, nankin illustration, Comic Books and Western Cinema.

via doktorsblog

Kurzfilm der Woche: Mama

Ein junges Mädchen wird von ihrer Schwester geweckt: Mama sei zurück und sie müssten schnellstens verschwinden… Was im weiteren Verlauf dieses Dreiminüters geschieht, ist im Grunde genommen ziemlicher Horror-Standard, aber derart packend inszeniert, dass es dir wirklich an mindestens zwei Stellen einen Mordsschrecken einjagen kann. Das empfand auch Guillermo del Toro so, der daraufhin beschloss die Idee des Kurzfilms in einen Langfilm umzuwandeln. Am 18. Januar soll Del Toros Langfilmversion dieses Minischockers in den Kinos anlaufen. Ob das Konzept auch in aufgeblähten 100 Minuten funktioniert, wird sich zeigen müssen, der Short hat allerdings auf jeden Fall – ähnlich wie Saw 0.5 – das Zeug zum kleinen, dreckigen und gehässigen Genreklassiker. Nach dem Klick Del Toros Kommentar zu dem Kurzfilm sowie der Trailer zum anstehenden Kinoschocker.

short film shoot on S 35mm .
Director by Andy Muschietti
Producer by Barbara Muschietti
Production company Toma 78
Art director Pancho Chamorro
Director of Photography Sebas Sarraute

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Kurzfilm der Woche: Tufty

Wo die süßen Teddybären tatsächlich herkommen…. Wenn ihr drei- bis fünfjährige Kinder wirklich so richtig böse trollen wollt, müsst ihr ihnen einfach nur diesen Film zeigen. Schon unglaublich, wie aus einer eigentlich ziemlich trivialen, absurd-albernen Grundidee durch eine herausragende Inszenierung und viel Pathos eine derart bildgewaltige Tragödie werden kann.

What if you knew where your Teddy Bear really came from?

Filmbase / RTÉ presents a Warrior Films production
Written & Directed by Jason Butler & Brendan Butler

Boy – Luke Reilly | Mother – Una Kavanagh | Hunter – Brendan McCormack | Taxidermist – Brendan Conroy

Producer Dave Leahy | Director of Photography Ivan McCullough | Edited by Berni Stack and Róisín O’Donnell | Original score composed by Louise Heaney | Sound Design & Mix by Paul Lynch at Mutiny Recording Studios | Puppet Design Asumpta Sweeney | Puppeteers Brendan Butler & Asumpta Sweeney | Special Effects Dave Roddham | Grading Orla O’Brien | Online Dominic Lord | Music Performed by RTÉ Concert Orchestra | Thanks to The Production Depot, Egg Post Production, IMRO, FÁS Screen Training Ireland, Contemporary Music Centre

via Kraftfuttermischwerk

Kurzfilm der Woche: True Skin

Visuell beeindruckendes – im besten Sinne des Wortes ästhetisch und inhaltlich vollkommen überladenes – Cyberpunk-Drama, in dem in satten Neonfarben die Dystopie einer transhumanen Zukunft erzählt wird: Cyberware, Biotech, Bioware, Argumented Reality, Brain-Memories etc… eben alles was dazu gehört; und das irgendwo zwischen Blade Runner und den ästhetischen Visionen Chan-Won Parks. Neben den optischen Leckerbissen liefert der Film dann noch ein wenig humanistische Philosophie und Ethik, die allerdings erwartungsgemäß in dem Farbenrausch ein wenig verloren gehen. Aber purer Eskapismus kann ja manchmal auch ganz wohltuend sein…

True Skin – A sci-fi short set in the not too distant future where augmentation is the way of life. For Kaye, still a natural, augmenting will help him keep pace in this now hyper-paced world. However, after acquiring an off-market prototype, Kaye quickly finds himself fighting not only for his own humanity, but something much larger.

Written & Directed by: Stephan Zlotescu
Director of Photography: H1
Original Music: J-Punch
Producer: Christopher Sewall
Manager: Scott Glassgold / IAM Entertainment

An N1ON Production

True Skin via misterhonk

Kurzfilm der Woche: The End

Schwarzhumorige, bittersüße und verdammt bösartige Tragikomödie über einen Mann, der verzweifelt versucht sich das Leben zu nehmen. Aber egal was er auch anstellt, irgendwie scheint Gevatter Tod an ihm kein Interesse zu haben. Dafür, dass der Film von Cameron McHarg für gerade mal 5.000$ produziert hatte, sieht er – im besten Sinne des Wortes – verdammt stark nach Big-Budget aus. Nicht zuletzt Dank des Herausragenden Schauspiels von Cris D’Annunzio als verzweifeltem Suizidalen und der exzellenten Kameraarbeit ein echtes Glanzstück von einem Kurzfilm. Weitere Infos zu dem kleinen Meisterwerk findet ihr in diesem Interview

The initial seed of the idea for The End began a few years ago when I heard an interview with comedian George Carlin. In the interview, he said that he actually hoped that a comet or an asteroid would crash into Earth and wipe out humanity. To hear this was both funny and shocking to me, and it made me step back a little and think.

via honk

Kurzfilm der Woche: The Dragon in my Dreams

Mal wieder ein etwas älterer, aber immer noch verdammt sehenswerter Film: James Rolfe, bekannt aus seiner Rolle als Angry Video Game Nerd, in der er gerade einen abendfüllenden Spielfilm dreht, spürt seiner Kindheit und der besonderen Bedeutung eines Drachen in dieser nach. Dieser Spielplatz-Drache hat ihn bis in seine Träume verfolgt und seine Begeisterung für das Fantastische gerade als Filmemacher entscheidend geprägt. Die Kurzdokumentation, die James zurück zu dem Ort seiner Kindheit folgt, ist ein ungemein anrührender Hybrid aus Dokumentation, Spurensuche und Liebeserklärung an die Fantasie und die Begeisterung für den Film und das Cineastische. Stille, poetische Töne, die überraschen, wenn man James nur aus seiner Nerd-Rolle kennt, die aber noch einmal sehr gut unter Beweis stellen, dass er weitaus mehr kann, als den wütenden Zocker zu mimen.

This is sort of a psycho-analysis of myself. It’s about my earliest memory and what drove me to make movies.

Special thanks to everyone who submitted music. I had plenty of stuff to listen through and will always look back if I need more.

Also thanks to the workers for allowing me to film there. They told me the dragon is being moved to the front of the park. Nevertheless, it was my last time seeing it the way I remembered. I have yet to go back and see how it looks today, assuming it was moved successfully.

The Dragon in my Dreams (USA, 2010)

Regie: James Rolfe

Kamera: Matt Conant

Kurzfilm der Woche: Fragments

Shewwww… da hat jemand die poststrukturalistischen Theorien des fragmentierten Subjekts aber ziemlich wörtlich genommen. Hugo Bravos Fragments ist ein spannend umgesetzter, minimalistisch inszenierter Kampf zwischen zwei Menschen, in einer Welt, die zerfällt und dabei die Subjekte permanent mit sich mitreißt. Klingt zu abstrakt? Ist es auch… aber gerade deswegen entsteht aus dem minimalistischen Setting, trotz der Kürze, eine unfassbar epische Auseinandersetzung mit Ich, Anderem und Welt.

Realisierung und Konzept: Hugo Bravo.
Produktion : Dimitri Cohen-Tanugi, Alexis Laffaille, Pierre Razetto, Morgane Souris.
Schauspieler: Pierre Razetto und Mehdi Leffad.

via Seitvertreib

Kurzfilm der Woche: Stitches

Angenehm geerdet – unglaublich gut fotografiert – schrammt der crowdfunding-finanzierte Stitches mit seiner Geschichte um Leben und Tod zwar nicht nur am Kitsch vorbei, sondern trifft diesen voll frontal um ihn anschließend dankbar aufzunehmen, ist nichtsdestotrotz allerdings warmherzig und zurückhaltend erzählt: Eine ur-amerikanische, sentimentale, nicht zu sentimentale Geschichte über  Trauer und Trauerbewältigung, perfekt inszeniert als leises, sensibles Drama, das wenige Worte braucht und sich stattdessen ganz auf seine Bilder, Gesten und Momente stützt, um zu berühren und zu verzaubern.

“Some people come into our lives and quietly go. Others stay for awhile and leave footprints on our hearts.”

Stitches centers around Sam, a 13-year-old boy who idolizes his grandfather and shares a passion for baseball. When his grandfather passes away suddenly, Sam must come to terms with the loss.

Stitches (USA, 2012)

Regie: Mike Eisenberg
Darsteller: Steffan Argus (Sam), Art Fox (Grandpa), David Lowenthal (Tim), Rachel Sledd (Lynn)
Kamera und Drehbuch : Mitch Koepp
Based on the short story, “No School Today” by John Mokhtarei

via Filmfreunde

Kurzfilm der Woche: Le Ballon Rouge

Le Ballon Rouge ist ein wunderschöner, befreiend naiver Kurzfilm von 1956, der im Jahr seiner Veröffentlichung auch den Academy Award für den besten Short gewonnen hat. Der nostalgische Fantasyfilm zwischen Kindheitserinnerung und magischem Realismus erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen aus Paris, der auf seinem Schulweg einen roten Ballon findet, der eigene Gefühle und einen eigenen Willen hat und den jungen, verträumten Schüler den Rest des Tages begleitet. Der Kinderbuchautor Brian Selznick schrieb 2008 in dem Essay  “The Red Balloon: Written on the Wind” über seine Begeisterung für diesen Kurzfilm-Klassiker:

As a child, I longed for two specific things that I now realize Lamorisse’s movie embodies: the presence of a loving friend and the knowledge that real magic exists in the world. Childhood, in so many ways, is about learning to navigate the world around us, to make sense of what seems overwhelming and gigantic. Having a special companion makes that experience more manageable and less terrifying. To kids, the world of grown-ups is often alien and untranslatable, and so magic becomes a lens through which the incomprehensible universe (as Einstein once called it) becomes comprehensible.

The great children’s stories, which we believe so strongly when we’re young, reveal themselves as rich and beautiful metaphors once we’ve grown up; think of how adults have used J. M. Barrie’s Peter Pan or fairy tales like “Cinderella” to understand themselves and others. An adult watching The Red Balloon will not find it difficult to see the title character as a symbol of spirituality, friendship, love, transcendence, the triumph of good over evil, or any of the countless other things that a simple, round red balloon can represent. But perhaps we’re better off enjoying some things the way a child understands them: not as metaphors but as stories. In the end, I think there’s something nice about allowing the balloon to just be. I guess that’s what you do with good friends—you let them be themselves.

Le Ballon Rouge (Frankreich, 1956)

Regie: Albert Lamorisse

Kamera: Edmond Séchan

Darsteller: Pascal Lamorisse

Musik: Maurice Leroux

via Open Culture

Kurzfilm der Woche: not over

Ein plüschiger Teddy auf Reisen… Und viel mehr geschieht auch nicht in diesem wundervollen animierten Short Short: Wohin geht die Reise? Was ist das Ziel? Was ist der Grund der stoischen Bewegung dieses plüschigen Riesen? Die charmante und ironische Antwort gibt es in den augenzwinkernden Schluss-Sekunden, bis dahin puren, wunderschönen Animations-Eskapismus vom feinsten.

The short story of the big Cryptid like a plushie.

Direction & Animation: Toru Hayai
Sound: Akihiro Morita
Vocal: Big AL (virtual singer)
2012 TAIYO KIKAKU co.,ltd.

used 3dsmax vray & vue xstream.

via Kuriositas

Kurzfilm der Woche: The Hands of Hollywood

Kurz-Dokumentation und Interview-Film, in dem Aufstieg und Fall des berühmten Handmodels Steve Hershon geschildert werden. Für mich als Handfetischist quasi essentielles Pflichtprogramm…

Directed by
Ryan Palmieri

Produced and Edited by
Ryan Palmieri and Austin Conroy

Visual Effects
Jarrett Lehman

Sound Design
AJ Pyatak

via Cinematze

Kurzfilm der Woche: The American Who Quit Money To Live In A Cave

Ein wenig Pathos für den Montag-Morgen… auch okay:

Mark Sundeen, the author of book, ‘The Man Who Quit Money’ is a soulful journey into the spirit of Daniel Suelo. Suelo, gave up on money in 2000. He walked into a phone booth, pulled out 30 dollars and left it. Twelve years later, Suelo still does not have a personal i.d. bank accounts, a modern home, does not take money, or live off of federal welfare. Suelo, lives in caves in the canyon lands outside of Moab, UT. Suelo, harvests wild foods, eats roadkill, and dumpster dives. Suelo, is not an isolationist, he still is very active in the Moab community SE Utah politics and he is an active blogger.

Sundeen, knew Suelo from Moab, UT when they both worked together as cooks. But years later Sundeen came across Suelo in a market and payed him no attention. After Sundeen gave thought to the current economy and Suelo’s philosophy he was inspired to write about Suelo. Sundeen’s book focuses on one man, but the message of the book captures the American zeitgeist of a changing economy.

via

Kurzfilm der Woche: Mr. Foley

Immer noch im “Update or Die!”-Modus: Mr. Foley ist eine schräge, surreale, rabenschwarze Komödie über einen Mann im Krankenhaus, der sich mit einer ganzen Armada an Geräuschemachern konfrontiert sieht, die jeden einzelnen seiner Schritte musikalisch und soundtechnisch begleiten. Der Name Mr. Foley ist wie der gesamte Film eine Reminiszenz an die so genannten Foley Artists, die Geräuschemacher, die im Tonstudio diverse Gegenstände zweckentfremden um für Filme die richtige Geräuschkulisse zu erschaffen. Und ja, diese Hommage an die oft unterschätzten Sound-Tüftler wäre echt urkomisch… wenn sie nicht so verdammt düster wäre.

A darkly funny but nightmarish scenario, a man wakes up in hospital with a group of sound artists soundtracking his life. Mr Foley is an award winning short film directed by Dublin directing duo Mike Ahern & Enda Loughman aka D.A.D.D.Y. The film has been on the festival circuit for a while but has just premiered online for all to see, YAY!

Mr. Foley via The Fox is black