Kurzfilm der Woche: Leonard in Slow Motion

Sehr schöner Kurzfilm zwischen Tragik und Komik, Poesie und Slapstick, Nonsens und Gesellschaftskritik. In Pete Livolsis Kurzfilm “Leonard in Slow Motion” lebt ein Protagonist ein Leben in Zeitlupe, während die restliche Welt in gewohnter Geschwindigkeit fortschreitet. Erzählt wird die Geschichte auf angenehm ruhige, melancholische Weise, sie geizt aber auch nicht mit bissigen Humor und schicken Special Effects.

Leonard, star of Pete Livolsi’s hilarious new short, is a little slow. Literally, Leonard lives his life in slow-motion while everyone around him lives active, normal lives. Martin Starr from Silicon Valley plays the titular motion-challenged character who, despite every attempt to be a normal office drone, can’t seem to stay up to speed.

While Leonard’s slow-motion should be classified by today’s workplace standards as a disability, it’s treated more like a novelty or a clown show. His boss even blackmails Leonard into performing tricks at his kid’s birthday party.

It’s tough being Leonard. A bathroom break now lasts 20 minutes, and that doesn’t include wiping or washing. He redefines the term “slow eater.” And what’s sex like if you can never go faster than “super slow”?

Livolsi plays beautifully with the tribulations of Leonard’s life, whether it’s getting to work on time or literally being too slow to get the girl. It’s a fantastic tale of personal redemption that also happens to include one of the best vomit scenes in all of film.

Read an interview with the director here: http://bit.ly/1zYX76M

via Langweiledich.net

Poetisches für den Sonntag: Silence Effects by Yuliana Mendoza

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Abgesehen davon, dass ich die Fotos von Yuliana Mendoza einfach nur fantastisch finde, kann ich sie immer noch nicht zu 100% einordnen: Werden hier Körper dekonstruiert und transzendiert, oder werden Träume und Visionen verkörperlicht? Auf jeden Fall sind das ganz und gar großartige Bilder zwischen erotischer Sinnlichkeit und traumwandlerischer Selbstentfremdung. Und sie erinnern nicht selten an die – ebenfalls fantastischen – Bilder von Elena Helfrecht, die wir hier vor kurzem gefeatured hatten.

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Silence Effects via artfucksme

Kurzfilm der Woche: Im Internetcafé gestrandete, obdachlose Japaner

Eindringlicher Kurzdokumentarfilm über Japaner, die sich keine Miete leisten können und daher im Internetcafé leben. Der Film ist ein Teil der Reihe Japans Disposable Workers von Shiho Fukada.

via boing boing

Animated Short der Woche: Star Gore

Filmemacher Reto Hochstrasser hat ein sehr schönes Mashup aus Star Wars und Itchy und Scratchy in Lego Stop-Motion gebastelt (Making of), inklusive Simpsons Intro, Mos Eisley Musik und – wie es sich gehört – einer Menge Blood & Violence. Passt, und ein Film, in dem Jar Jar Binks geshreddert wird, kann einfach nur gut sein.

Star Gore (Youtube) via Webtapete

Animated Short der Woche: Appearance and Reality

Permanent leben wir mit der Diskrepanz zwischen dem, wie wir uns in der Öffentlichkeit geben und in Wirklichkeit innerlich fühlen. Dieser kleine Zeichentrickfilm von Elena Rogova setzt sich auf wunderbare, nostalgische Weise mit dieser Diskrepanz auseinander.

via kuriositas

Kurzfilm der Woche: Cinematography of 2014

Zum Jahresabschluss/-auftakt ein schöner kleiner Supercut mit beeindruckenden Kameraeinstellungen aus dem vergangenen Jahr. Passt.

A brief look at some notable/unique cinematography included in films theatrically released in the United States during 2014.
Music: Sugar Storm by Trent Reznor and Atticus Ross

Films used (in order of appearance):
Interstellar, Nightcrawler, Locke, Godzilla, Under the Skin, Birdman, Snowpiercer, Foxcatcher, Inherent Vice, Fury, God Help the Girl, Double, Gone Girl, White Bird in a Blizzard, Nymphomaniac, The Grand Budapest Hotel, Wild, Unbroken, Fury, The Rover, The Theory of Everything, Mr. Turner, Mommy, Into the Woods, Blue Ruin, The Imitation Game, Edge of Tomorrow, Captain America 2: The Winter Soldier, Guardians of the Galaxy, Ida, The Babadook, American Sniper, Frank, Chef, Mr. Turner, Rosewater, Jimi: All Is by my Side, Palo Alto, The Raid 2, Cold in July, Horns, Filth, Adieu au langage, Whiplash, 300: Rise of an Empire, A Most Wanted Man, Noah, Boyhood.

via Fubiz

Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen (Musikvideo-Kurzfilm)

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Ich mag Kettcar nicht sonderlich und Marcus Wiebusch geht mir in seinem selbstzufriedenen Pathosgejammer genau wie Thees Uhlmann mächtig auf den Wecker, aber das neunminütige Video zu seinem Song “Der Tag wird kommen” spricht mit Homosexualität im Fußball ein Thema an, was einfach immer noch aktuell bleiben sollte, bis die unsäglichen “Man schämt sich ja schon normal zu sein” oder “Müssen Homos einen immer mit ihrer Sexualität nerven”-Stimmen endlich in ihre vermufften Kneipenecken zurück kehren.

Man kann nur hoffen, dass die starke Message des Videos auch außerhalb von Kulturblogs seinen Weg in den Mainstream findet und etwas bewegt. Es hat gerade erst angefangen und der Tag wird hoffentlich kommen.

Kurzfilm der Woche: Epilogue

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Der Held hat den Schurken niedergestreckt, das Mädchen gerettet und den Schatz gefunden, nach dem er sein Leben lang gesucht hat… Und dann? Epilogue erzählt die Geschichte nach dem Abspann, die zehn Minuten, die wir in Hollywood nicht zu sehen bekommen, das was geschieht, wenn der Held seine Bestimmung und sein Ziel verloren hat. Dabei geht diese feiste Genre-Dekonstruktion von Dylan Allen nicht den Weg der grellen Satire, sondern bleibt angenehm bodenständig, subtil und vor allem emphatisch; irgendwo zwischen Drama, Komödie, Gender-Twist und Abhandlung über die Sinnlosigkeit des Lebens.

At the end of his greatest adventure, Skillman has vanquished his nemesis, recovered the priceless artifact, and saved his latest lover from certain doom. But as he struggles to figure out what comes next, his lady begins to realize her confident, capable man hasn’t the first clue what to do once the guns are down.

Epilogue on Vimeo via 11k2

Disclosure – Grab Her (Musikvideo)

Lasst uns noch die letzten Stunden vor dem Arbeitsbeginn genießen, denn morgen erwartet uns wieder so ein Ekel wie in dem neuen Video von Disclosure. Die habe ich ja bereits hier abgefeiert und finde den Sound immer noch fresh.

Kurzfilm der Woche: Reflections

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Schöner kleiner und vor allem gehässiger Mystery-Thriller, dessen finale Pointe vielleicht etwas zu leicht antizipierbar ist, der aber trotzdem mit düsterer Spannung, hervorragender Schauspielkunst, cleverer Inszenierung und einem sympathischen Augenzwinkern zu unterhalten weiß. Der Film gehört zu den Gewinnern der Imagination Series von Bombay Sapphire.

The award winning short film series returns with Academy Award® Winning Writer Geoffrey Fletcher’s new script. One of Five Films based on the same outline script, Reflections tells a fantastical tale of a beautiful couple in beautiful surroundings – it should have been the start of the ultimate love story. But a romantic meal turns dark when they discover a hidden mirror which shows their true reflection.

Reflections via Detailverliebt

Poetisches für den Sonntag: Klassische französische Filmplakate

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Design, das den Augen und dem cineastischen Geist eines jeden Filmfreundes schmeichelt. Drüben bei 50 Watts gibt es noch weitaus mehr davon zu sehen. Und an der Stelle kann gerne noch einmal betont werden: Was die Franzosen nach dem Krieg filmtechnisch angestellt haben (Stichwort: Nouvelle Vague, Truffaut, Godard, Malle u.a.), war nicht nur damals ein Fest für jeden Kinofreund. Konsequent, dass sich diese Liebe zum Medium selbst in der grafischen Präsentation der Werke – auch ausländischer Herkunft – widerspiegelt.

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12-Wages-of-Fear-1953-Rene-Ferracci

26-FOLON-Stalker-Mosfilm--1981

via 50 Watts

Animated Short der Woche: Chaplin SP

Sehr schöner, – im besten Sinne des Wortes – putziger Kurzfilm von Matias Vellutini, der mittels klassischer Schablonen Street Art und Stop-Motion-Technik Charlie Chaplin sein Tribut zollt. Urban Art als Vorlage für nen Animationsfilm… Tolle Idee, die ich gerne öfter sehen würde.

vimeodirekt via update or die

Kurzfilm der Woche: SLR

Neues Design… und der Versuch mal wieder alte Rubriken neu zu beleben: SLR ist ein spannendes, emotional sehr intensives Thrillerdrama um einen Voyeur, der damit konfrontiert wird, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Familie plötzlich zum Opfer und Anschauungsobjekt wird. Das Sujet wäre natürlich eine grandiose Vorlage für allerlei Klischees und Läuterungs-Kitsch. Diese umschifft Regisseur Stephen Fingleton allerdings äußerst gekonnt und inszeniert so einen mitreißenden Hybriden aus Thriller, Drama und psychologischem Porträt.

SLR via Short of the Week