Animated Short der Woche: Chaplin SP

Sehr schöner, – im besten Sinne des Wortes – putziger Kurzfilm von Matias Vellutini, der mittels klassischer Schablonen Street Art und Stop-Motion-Technik Charlie Chaplin sein Tribut zollt. Urban Art als Vorlage für nen Animationsfilm… Tolle Idee, die ich gerne öfter sehen würde.

vimeodirekt via update or die

Kurzfilm der Woche: SLR

Neues Design… und der Versuch mal wieder alte Rubriken neu zu beleben: SLR ist ein spannendes, emotional sehr intensives Thrillerdrama um einen Voyeur, der damit konfrontiert wird, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Familie plötzlich zum Opfer und Anschauungsobjekt wird. Das Sujet wäre natürlich eine grandiose Vorlage für allerlei Klischees und Läuterungs-Kitsch. Diese umschifft Regisseur Stephen Fingleton allerdings äußerst gekonnt und inszeniert so einen mitreißenden Hybriden aus Thriller, Drama und psychologischem Porträt.

SLR via Short of the Week

Poetisches für den Sonntag: Cyclique

Cyclique is a light and sound installation composed of a matrix of 256 balloons inflated with helium and equipped with LED lights. The floating 700 square-meter structure changes its shape as the wind flows through the balloons, immersing viewers in an artificial synaesthetic landscape where the soundtrack becomes the orchestra conductor.

Director – set design – concept : Maxime Houot
Set design – sound and lighting design : Nohista
Production : Collectif Coin
Coproduction : CCSTI Grenoble-La Casemate

( shot @ Amiens / Nuit Blanche 2013)

via

Links fürs Wochenende

Was soll das Huffpo?

Die Huffington Post startet ihren deutschen Ableger und bekommt erst einmal ordentlich ihr Fett weg. Sowohl von klassischen Medien als auch Bloggern als auch Satirikern. Niggemeyer sieht in der Huffpo ein Angebot, das man auch ablehnen kann und sammelt schon mal den ersten Quatsch in einem Tumblr, die Taz sieht in der Post vor allem hässliche Konkurrenz zu Bild und Gala und in Bloggerkreisen hat sich ja schon vor einiger Zeit Kritik an der Zahlungsmoral der neuen Internet-Illustrierten geregt. Und womit? Mit Recht. Trotzdem sei noch auf zumindest einen prominenten Fürsprecher aus der Blogosphäre verwiesen: Sascha Pallenberg hält das Konzept der Huffpo nicht nur für wichtig für die deutsche Medienlandschaft sondern hat dort auch gleich seine eigene Kolumne gestartet.

Die Eliminierung des Zufalls

Interessantes Gespräch über – den gerade fast überall gehypten – Gravity, der mich zwar mitgerissen hat, den ich aber dann doch bei weitem nicht so gut fand wie Rinko, mit dem ich im Kino war.

GTA V: Ein Turm im Sandkasten

Spannender Artikel von VGT über das Phänomen, den Hype und ganz banal, das Spiel, Grand Theft Auto V. Ergänzend dazu Jörg Luibls Kommentar: Grand Theft Zirkus, aus der Perspektive eines Spieleveteranen, der von GTA nicht so begeistert ist wie 90% der anderen Journalisten.

Sonneborn rettet die Welt!

Yeah! GEZ-Gebühren sind doch manchmal für was Sehenswertes gut; z.B. 30 Minuten Sonneborn folgen, wie er mit Politikern, Bankern und Utopisten über die Rettung der Welt spricht. Danke ZDF!

Breaking the utterly bad: Die bevorstehende TV-Revolution

Richard Gutjahr macht sich Gedanken über die Zukunft des Fernsehens: “Die Fernsehindustrie steht vor einem gewaltigen Umbruch. Wir befinden uns am Anfang einer Veränderung von Sehgewohnheiten, wie sie die Branche noch nicht erlebt hat. Apple, Amazon, Google und Netflix weisen den Weg.”

“Ich bin mein eigener Chefredakteur”

Interview mit Tilo Jung von der wirklich mal unterhaltsamen Polit-Talksendung “Jung und naiv”

Ikea or Death Metal?

Musikvideo der Woche: LCD Soundsystem – Someone Great

Aus.Ende.Vorbei. Pete Murphy hat ja bereits vor einiger Zeit die Stöpsel bei seinem Electro-Projekt LCD Soundsystem gezogen und ist abgetaucht. Die Musikvideos haben sogar durch unsere GEMA-Wand geschafft und somit ist die Rente für den mittlerweile ergrauten Produzenten ja dann doch gesichert.

LCD Soundsystem – Someone Great (2007)


Regie: Doug Aitken
Album: Sound Of Silver

Musikvideo der Woche: Frankie Goes To Hollywood – Relax

30 Jahre hat dieser Song auf dem Buckel und irgendwie hat sich relativ wenig getan. Die Bundeskanzlerin tut sich ja bekanntlich schwer mit dem Adoptionsrecht für Homosexuelle und Russland Präsident Putin bekommt bestimmt schon Stresspickel, wenn in seiner Nähe jemand eine Banane isst. Der Song hat also von seiner Aktualität nichts verloren und das Video, so traurig wie das eigentlich ist, würde wohl auch heute wieder für Aufruhr sorgen. Das Musikvideo produzierte Candyman-Filmregisseur Bernard Rose.

Frankie Goes To Hollywood – Relax (1983)

Regie:Bernhard Rose
Album:Welcome to the Pleasuredome

Links fürs Wochenende

Warum Wählen keinen Gewinn bringt – und warum die Demokratie trotzdem funktioniert

Gedanken von Thomas Grüter über die Irrationalität der Demokratie… Ich persönlich habe da mittlerweile, Dank heftiger Diskussionen der letzten Wochen, ein relativ dickes Fell entwickelt, wenn es darum geht zu verteidigen, warum es aus individueller Perspektive höchst irrational ist, wählen zu gehen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Stimme in irgendeiner Form das Wahlergebnis beeinflusst, praktisch gegen 0 tendiert. Wahrscheinlich hat jedes alberne Facebook-Posting, jede kleine politische Äußerung von mir mehr Einfluss auf den Ausgang der Wahl als die Tatsache, dass ich auch dieses Jahr wieder in die Kabine gehen und mein Kreuzchen machen werde. Ein demokratisches Dilemma eben… und wie (fast) immer werde ich auch bei der Bundestagswahl 2013 wieder einmal irrational handeln. Mich gegenüber Nichtwählern erhaben, verantwortungsbewusster oder gar demokratischer zu fühlen, ist dabei allerdings nicht drin.

Der Kampf der Kleinen (Video: 90 Minuten)

ARD-Reportage über die kleinen Splitterparteien, die regelmäßig an der 5%-Hürde scheitern und trotzdem um jedes kleine bisschen Aufmerksamkeit kämpfen.

Mathematiker beweisen die Existenz Gottes? Nicht wirklich…

Florian Freistetter über den ontologischen Gottesbeweis von Kurt Gödel und über die grundsätzliche Problematik der Prämissen, wenn man Gott mit Werkzeugen der Logik auf die Schliche kommen will. Passend dazu auch der Artikel Gottesbeweis per Mathematik und Computer? von Jürgen Schönstein.

…und der Tempel des Todes

Alle tun es, keiner spricht darüber – aber hiermit hat das Schweigen ein Ende. Vier Betroffene berichten von ihrer persönlichen Beziehung zu einem Spiel, das durch die ‘Daily Challenge’ einen sozialen Aspekt dazugewonnen hat. Wir finden: Spelunky ist jetzt schon ein Klassiker des Gamedesigns.

Vier Blickwinkel auf ein Spiel, vier Texte, vier Spelunky-Opfer … und der Tempel des Todes.

Und wer davon nicht überzeugt ist, der kann es einfach selbst antesten: Das Original-Spelunky zum kostenlosen Download, oder die kostenpflichtige Steam- und XBox-Variante.

Sorry Mario Bros (Freeware-Game)

Wo wir schon bei herausfordernden Plattformern sind: In Sorry Mario Bros wird das sattsam bekannte Damsel-in-Distress Konzept der Mario-Serie auf den Kopf gestellt, indem der Spieler die Steuerung von Princess Peach übernimmt und hier dabei hilft, sich mit eigener Kraft aus Bowsers Schloss zu befreien.

Djändan (Gendern, das)

Gegenderte, also vermeintlich dem Geschlecht des vermuteten Kunden angepaßte Produkte, (via) finde ich persönlich ja ganz wunderbar. Jaja, wirklich!

Listen to Wikipedia

Data-Vertonung der Internet-Enzyklopädie, bei der Bearbeitungen, Neukreationen und Löschungen von Artikeln in nahezu meditative Töne übersetzt werden. Hier noch mal für  näher Interessierte die Story zum Projekt bei Verge: Fall asleep to the sound of Wikipedia (via)

Download Free Music from 150+ Classical Composers

Klassischer Sound fürs Wochenende…

Mad Magazine #1

…und klassischer Lesestoff fürs Wochenende. Die Erstausgabe des Mad Magazine gibt es derzeit als Kindle-Edition im ebook-Format bei Amazon für lau. (via) Edit: Leider nur bei Amazon.com. Keine Ahnung, ob man da trotzdem auch aus Deutschland rankommt. Alternativ gibt es das Teil ebenfalls kostenlos bei Comixology

Musikvideo der Woche: Arcade Fire – Reflektor

 Yay! Arcade Fire sind endlich zurück! Der neue Song spaltet gerade den Freundeskreis ziemlich und ist sehr groovy ausgefallen. Ich behaupte mal die kanadischen Indie-Legenden nie so funky gehört zu haben und trotzdem meistern sie auch diese Hürde, als ob sie nie was anderes gemacht haben. Wartet also gefälligst mit euren “Best Albums of 2013″- Listen bevor das neue Album Ende Oktober erscheint.

Arcade Fire – Reflektor (2013)

Regie: Anton Corbjin
Album: Reflektor

Links fürs Wochenende

Wahl-O-Mat

Nicht mehr lange bis zur Bundestagswahl 2013… und der auch dieses Jahr wieder von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebene Wahl-O-Mat gehört ja mittlerweile zum Pflichtspielzeug eines jeden seiner Stimme bewussten Wählers, einer jeden ihrer Stimme bewussten Wählerin. Ich bin übrigens immer noch unentschlossen (Stand: Freitag, der 30.08.), denke aber, dass ich bei dieser Bundestagswahl aus Gründen die Piraten ankreuzen werde. Die verdienen trotz chaotischer letzter Jahre ihre Chance auf 5%+.

Funktioniert die Wünschelroute?

Crowdfunding für die Postproduction desPSI-Tests 2013, der kostenlos auf YouTube veröffentlicht werden soll. Siehe dazu auch den entsprechenden Aufruf der GWUP

Der Liebespakt

Der Fluter über die Liebesbeziehung zwischen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.

“Das Fernsehen hat das Kino überholt”

DWDL dokumentiert die vielbeachtete Rede Kevin Spaceys über die Zukunft des Fernsehens.

I Have a Character Issue

Anna Gunn, die Skyler White aus Breaking Bad, über ihre Rolle, die differenzierte Charakterzeichnung der Serie und über ihren Umgang mit dem Fan-Hass, dem die von ihr verkörperte Figur oft ausgesetzt ist.

On the Phenomenon of Bullshit Jobs

Ever had the feeling that your job might be made up? That the world would keep on turning if you weren’t doing that thing you do 9-5? David Graeber explored the phenomenon of bullshit jobs for our recent summer issue – everyone who’s employed should read carefully…

The Evolution of Gaming Consoles

Infografik via cinemassacre

Links fürs Wochenende

Kompass: Wie der Heavy Metal in den Leitmedien abschneidet

Teil 2 der Power-Metal-Reihe zum Thema “Heavy Metal im Mainstream-Journalismus”. Dieses Mal stehen Fernsehen und Radio im Mittelpunkt, inklusive interessantem und kuriosem Anschauungsmaterial.

Jung & Naiv: Mit Peer Steinbrück

Bin tatsächlich erst vor kurzem auf dieses – mittlerweile gar nicht mehr so junge – Politiker-Interview-Format aufmerksam geworden. Die Selbstbeschreibung lässt eigentlich schlimmes erwarten: “Politik für Desinteressierte. Ungekürzt, endlich bearbeitet und weiterhin uninformiert.”? So kokett, so bemüht lässig, so bemüht anders… das kann doch nur in die Hose gehen. Tut es aber eben gerade nicht. Jung & Naiv ist wunderbar unangestrengtes, tatsächlich ziemlich lässiges Quatschen über Politik, das mit Tilo Jung einen ziemlich coolen Moderator zur Verfügung hat und in seiner Naivität angenehm spitzfindig daherkommt. Vielleicht gerade in diesem Jahr die beste Medizin gegen Politikverdrossenheit.

Irrer Qualitäts-Wahnsinn! - Bild-Mann Blome wird Spiegel-Chefredakteur

Prophetische Tagesspiegel-Satire vom April dieses Jahres. Siehe dazu auch: Der Fuchs im Hühnerstall und Satire sagte Blomes Spiegel-Wechsel voraus.

Süssem und McFit-Coupons

Schöner Semi-Rant von Herm zum System of a Down Konzert in Berlin Wuhlheide.

Hero Quest (Browsergame)

Großartiges Meta-Game, das man in relativ kurzer Zeit durchspielen kann, das sein wahres Potential aber erst offenbart, wenn es gegen den Strich gespielt wird. Experimentierfreude und das kritische Reflektieren der durch Spiele evozierten Grenzen sind aber schon notwendig, um überhaupt erst dahinter zu kommen, was diesen kleinen gehässigen Plattformer so besonders macht. Achja, und die Tastatur auf “englisch” umstellen, nicht vergessen. Um xz-Fingerkrämpfe zu vermeiden. (via)

Super Mario Bros. NES Game Builder

Eigentlich ist es unfassbar, dass Nintendo bis dato keinen coolen Level-Builder für die Super-Mario-Klassiker zur Verfügung gestellt hat. Die letzte Super Mario Allstars Jubiläumsausgabe wäre dazu geradezu prädestiniert gewesen. Anyway, Fans wissen sich zu helfen. Und dieser Editor für das erste Super Mario Bros Jump N Run für das NES hat alles an Bord, was man braucht, um seine eigenen kleinen und gemeinen Level zu erstellen. Fix, stabil und intuitiv zu bedienen. Was will man mehr? (via)

16 “Simpsons” Episodes That Made You Teary-Eyed

Achja… das waren goldene Zeiten. Als schwarzhumorige Zeichentrickserien auch noch emotional bewegen konnten. So sehr ich Family Guy und South Park schätze. DAS haben sie nie hingekriegt.

BoooTube

The worst rated videos in youtube-history. Nuff said. (via)

Musikvideo der Woche: Snap! – Welcome To Tomorrow

Ich mag den Song wirklich! Da gab es wirklich viel Schlimmeres ein paar schlimmere Verbrechen im Bereich Eurodance und eigentlich war das ja auch nur ein Update zum ebenfalls anti-intellektuellen Disco-Sound der 70er, in dem sämtliche Gesellschaftsschichten zu einem Sound zu großartigen Lyrics wie “Hocus Pocus turn around” gemeinsam tanzten. Ok, ich suche gerade ne Ausrede für mein Guilty Pleasure aber egal…nun geht es auf eine eine lustige Trash-Reise mit einem komischen Steam-Punk-Gefährt und herrlich schrecklichen CGI-Welten.

Snap! – Welcome To Tomorrow (1994)

Regie: unbekannt
Album: Welcome to Tomorrow

Poetisches für den Sonntag: Otherscapes – Erotische Landschaften

Der Fotograf und Künstler Carl Warner arrangiert menschliche Körper zu faszinierenden Landschaften, in denen Natur und Kultur aufeinandertreffen. Wohl kaum notwendig, zu erwähnen, dass seine Bilder sowohl hocherotisch als auch wunderschön, eskapistisch sind. Und ein wenig humanistische Grundgedanken gibt es dann auch noch mit in die Landschaft:

An alternative portrait of a human being whose body becomes a landscape of themselves and plays on the sense of space in which we dwell. The external view of ourselves therefore becomes a more abstract and perhaps more intimate reflection of our inner being when viewed as a landscape or given a sense of place.

Otherscapes by Carl Warner via Faith is torment

Links fürs Wochenende

“Gebt ihnen Daten!”

Interview mit Medienprofessor Hasan Elahi, der seit 10 Jahren Post-Privacy lebt, indem er alle seinen relevanten Daten freiwillig an die US-Geheimdienste und die Öffentlichkeit herausgibt.

Ein Jahr iPhone statt Kamera

Martin Gommel bloggt über das zurückliegende Jahr, in dem er konsequent auf seine DSLR verzichtete und stattdessen mit iPhone-Kamera auf die Fotojagd ging. Inklusive tollem Bildmaterial.

Dirty little (or big) secrets

Großer, dreckiger reddit-Thread zum abwechselnden Lachen, Schreien, Heulen… oder wie der Nerdcore-René sagt: “sowas wie Fefe auf Steroiden”

Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie : Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse”

Interessante Studie, die im Juli als kostenloses ebook von der Heinrich-Böll-Stiftung online veröffentlicht wurde. In verschiedenen Aufsätzen geht es um die (mittlerweile klassischen) Vorwürfe gegenüber der Genderwissenschaft, sie sei unwissenschaftlich oder ideologisch. Ein guter Einstieg und Überblick für alle, die sich jenseits von Stammtischparolen mit Gender-Diskursen auseinandersetzen wollen.

Placebo-Buttons

The Misconception: All buttons placed around you do your bidding. The Truth: Many public buttons are only there to comfort you.

The NSA-Button

Kleine Online-Mutprobe. Ganzheitliche Überwachung der eigenen Person mit einem Mausklick provozieren. via Kotzendes Einhorn

40 Karten, die helfen, die Welt zu verstehen

Visualisierte Erdkunde mit konsequent randomisierten Thematiken

17 Mind-Bending Paradoxes That Will Hurt Your Brain

Buzzfeed-Sammlung…

Pofallabeendetdinge

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