Kurzfilm der Woche: Kung Fury

Ja, ich weiß: Wir sind wieder einmal eine Woche zu spät. Zu meiner Verteidigung, ich bin tatsächlich erst diesen Samstag dazu gekommen, dass Pseudo 80er Trash-Brett Kung Fury und zu schauen; und der Film ist tatsächlich so genial, wie Kampagne, Trailer und Sneak Peeks vermuten ließen: Komplett over the Top, komplett neben der Spur; größenwahnsinnig und low budget zugleich.

Achja, und neben massiver Kung Fu Action, amoklaufenden Arcademaschinen, Triceratops-Cop, zeitreisendem Hitler, Thor, Wikinger-Amazonen und laserschießenden Velociraptoren gibt es auch noch Hassel the fucking Hoff zu sehen. Alles richtig gemacht, und vollkommen verdient der beste Kurzfilm der reanimierten 80er Jahre (oder so…)

via alle

Poetisches für den Sonntag: Tauchen im Quallensee

Faszinierende Unterwasseraufnahmen vom Ongeim’l Tketau in Palau, der auch Jellyfish Lake bzw. Quallensee genannt wird. Warum dies so ist, wird in diesem von einem Schnorchler gedrehten poetischen Film eindrucksvoll beantwortet.

Eigentlich finde ich im Meer Quallen ja immer ein bisschen unheimlich: Hier, mit genügender Distanz, erscheinen sie tatsächlich aber als mit die poetischsten Tiere, die Mutter Natur zu bieten hat. Ergänzend sei noch gesagt, dass die hier zu sehenden Mastigias papua im Gegensatz zu vielen anderen Quallenarten derart sanfte Harpunen haben, dass sie für die menschliche Haut praktisch nicht spürbar sind und so ohne Probleme auch durch diese poetischen Massen hindurchgetaucht werden kann (mehr dazu in dieser pdf).

via Colossal

Poetisches für den Sonntag: Hyperrealistische Gemälde von István Sándorfi

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István Sándorfi, geboren 1948, gestorben 2007, war ein ungarischer Maler, der oft und gerne zu den Hyperrealisten gezählt hat, eine Kategorisierung, die – wie viele seiner Bilder zeigen – seinem spannenden Œuvre gerade mal im Ansatz gerecht wird. So nutzt Sándorfi die Möglichkeiten seines fotorealistischen Zeichenstils nicht bloß, um Realität übersteigert materialistisch abzubilden, sondern wagt immer wieder atemberaubende Schwenks in den Surrealismus, die Abstraktion, Dekonstruktion oder gar Düsterromantik. Und so oszillieren viele seiner Bilder gekonnt zwischen einem nahezu erdrückenden Realismus, traumwandlerischer Transzendenz und selbstreferenzieller Thematisierung des eigenen Schöpfungsprozesses: Mehr von ihm findet ihr unter anderem hier.

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via artfucksme

Animated Short der Woche: All Your Favorite Shows!

Absolut fantastisch animierter und geschnittener Kurzfilm, der die Geschichte eines Teenagers erzählt, der von dem medialen Überangebot seines Tablets latent überfordert ist. Dieser unglaublich furiose Bastard aus Sketch Animation und Action Supercut lässt sich am besten zusammenfassen mit: Videodrome trifft Kid’s Story trifft die gesamte fucking Filmwelt des 20. und 21. Jahrhunderts! Habe ich noch irgendwelche Superlativen parat? Nein verdammt, schaut euch das Teil einfach an! Wirklich groß!

All Your Favorite Shows! via pewpewpew

Animated Short der Woche: Battle Deadline

Turbulenter, amüsanter und schlicht atemloser Kurzfilm über eine Animationsschule, den Kampf der Trickfilmschöpfer und ebenso den Kampf ihrer Trickfilmgeschöpfe.

This is an art school where students bring their animation to life. In order to graduate each students must create an animated short within given amount of time. But meeting that deadline is not a simple task.

Battle Deadline by John Cody Kim via Kraftfuttermischwerk

Kurzfilm der Woche: Berlin Walk

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Berlin, wie man es als Berliner viel zu selten zu Gesicht bekommt: Entschleunigt, verträumt, magisch realistisch. Scheint mit der Realität der Metropole auf den ersten Blick nicht viel zu tun zu haben. Und doch, wenn man an einem lauen Sommerabend in einer stillen Ecke des Treptower Parks oder des Tempelhofer Felds liegt und die letzten Sonnenstrahlen mit den Augen einfängt, bekommt man ein wenig was von genau dieser urbanen, antiurbanen Magie zu spüren. Und dann merkt man auch: Vielleicht ist weniger die Stadt daran schuld, dass man diese Magie so selten zu greifen bekommt, als viel mehr das eigene Blickfeld. Von Vitùc.

A two day walk through Berlin. Inspiring city, great people, great atmosphere!
Filmed handheld with the 7D + 24m 1.4 (60 fps to 25)
Wonderful music by Reid Willis: April Illuminating

Berlin Walk by Vitùc via Gilly

Kurzfilm der Woche: Leonard in Slow Motion

Sehr schöner Kurzfilm zwischen Tragik und Komik, Poesie und Slapstick, Nonsens und Gesellschaftskritik. In Pete Livolsis Kurzfilm “Leonard in Slow Motion” lebt ein Protagonist ein Leben in Zeitlupe, während die restliche Welt in gewohnter Geschwindigkeit fortschreitet. Erzählt wird die Geschichte auf angenehm ruhige, melancholische Weise, sie geizt aber auch nicht mit bissigen Humor und schicken Special Effects.

Leonard, star of Pete Livolsi’s hilarious new short, is a little slow. Literally, Leonard lives his life in slow-motion while everyone around him lives active, normal lives. Martin Starr from Silicon Valley plays the titular motion-challenged character who, despite every attempt to be a normal office drone, can’t seem to stay up to speed.

While Leonard’s slow-motion should be classified by today’s workplace standards as a disability, it’s treated more like a novelty or a clown show. His boss even blackmails Leonard into performing tricks at his kid’s birthday party.

It’s tough being Leonard. A bathroom break now lasts 20 minutes, and that doesn’t include wiping or washing. He redefines the term “slow eater.” And what’s sex like if you can never go faster than “super slow”?

Livolsi plays beautifully with the tribulations of Leonard’s life, whether it’s getting to work on time or literally being too slow to get the girl. It’s a fantastic tale of personal redemption that also happens to include one of the best vomit scenes in all of film.

Read an interview with the director here: http://bit.ly/1zYX76M

via Langweiledich.net

Poetisches für den Sonntag: Silence Effects by Yuliana Mendoza

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Abgesehen davon, dass ich die Fotos von Yuliana Mendoza einfach nur fantastisch finde, kann ich sie immer noch nicht zu 100% einordnen: Werden hier Körper dekonstruiert und transzendiert, oder werden Träume und Visionen verkörperlicht? Auf jeden Fall sind das ganz und gar großartige Bilder zwischen erotischer Sinnlichkeit und traumwandlerischer Selbstentfremdung. Und sie erinnern nicht selten an die – ebenfalls fantastischen – Bilder von Elena Helfrecht, die wir hier vor kurzem gefeatured hatten.

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Silence Effects via artfucksme

Kurzfilm der Woche: Im Internetcafé gestrandete, obdachlose Japaner

Eindringlicher Kurzdokumentarfilm über Japaner, die sich keine Miete leisten können und daher im Internetcafé leben. Der Film ist ein Teil der Reihe Japans Disposable Workers von Shiho Fukada.

via boing boing

Animated Short der Woche: Star Gore

Filmemacher Reto Hochstrasser hat ein sehr schönes Mashup aus Star Wars und Itchy und Scratchy in Lego Stop-Motion gebastelt (Making of), inklusive Simpsons Intro, Mos Eisley Musik und – wie es sich gehört – einer Menge Blood & Violence. Passt, und ein Film, in dem Jar Jar Binks geshreddert wird, kann einfach nur gut sein.

Star Gore (Youtube) via Webtapete

Animated Short der Woche: Appearance and Reality

Permanent leben wir mit der Diskrepanz zwischen dem, wie wir uns in der Öffentlichkeit geben und in Wirklichkeit innerlich fühlen. Dieser kleine Zeichentrickfilm von Elena Rogova setzt sich auf wunderbare, nostalgische Weise mit dieser Diskrepanz auseinander.

via kuriositas

Kurzfilm der Woche: Cinematography of 2014

Zum Jahresabschluss/-auftakt ein schöner kleiner Supercut mit beeindruckenden Kameraeinstellungen aus dem vergangenen Jahr. Passt.

A brief look at some notable/unique cinematography included in films theatrically released in the United States during 2014.
Music: Sugar Storm by Trent Reznor and Atticus Ross

Films used (in order of appearance):
Interstellar, Nightcrawler, Locke, Godzilla, Under the Skin, Birdman, Snowpiercer, Foxcatcher, Inherent Vice, Fury, God Help the Girl, Double, Gone Girl, White Bird in a Blizzard, Nymphomaniac, The Grand Budapest Hotel, Wild, Unbroken, Fury, The Rover, The Theory of Everything, Mr. Turner, Mommy, Into the Woods, Blue Ruin, The Imitation Game, Edge of Tomorrow, Captain America 2: The Winter Soldier, Guardians of the Galaxy, Ida, The Babadook, American Sniper, Frank, Chef, Mr. Turner, Rosewater, Jimi: All Is by my Side, Palo Alto, The Raid 2, Cold in July, Horns, Filth, Adieu au langage, Whiplash, 300: Rise of an Empire, A Most Wanted Man, Noah, Boyhood.

via Fubiz

Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen (Musikvideo-Kurzfilm)

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Ich mag Kettcar nicht sonderlich und Marcus Wiebusch geht mir in seinem selbstzufriedenen Pathosgejammer genau wie Thees Uhlmann mächtig auf den Wecker, aber das neunminütige Video zu seinem Song “Der Tag wird kommen” spricht mit Homosexualität im Fußball ein Thema an, was einfach immer noch aktuell bleiben sollte, bis die unsäglichen “Man schämt sich ja schon normal zu sein” oder “Müssen Homos einen immer mit ihrer Sexualität nerven”-Stimmen endlich in ihre vermufften Kneipenecken zurück kehren.

Man kann nur hoffen, dass die starke Message des Videos auch außerhalb von Kulturblogs seinen Weg in den Mainstream findet und etwas bewegt. Es hat gerade erst angefangen und der Tag wird hoffentlich kommen.