R.E.M. – Part Lies, Part Heart, Part Truth, Part Garbage: 1982–2011 (Stream)

Die Best Of Compilation Part Lies, Part Heart, Part Truth, Part Garbage: 1982–2011 gibt es nun komplett auf NPR.com als Stream. Ein Retrospektive zu allen Alben findet ihr hier.

Disc One:

01 Gardening at Night
02 Radio Free Europe
03 Talk About the Passion
04 Sitting Still
05 So. Central Rain
06 (Don’t Go Back to) Rockville
07 Driver 8
08 Life and How to Live It
09 Begin the Begin
10 Fall on Me
11 Finest Worksong
12 Its the End of the World as We Know it (and I Feel Fine)
13 The One I Love
14 Stand
15 Pop Song 89
16 Get Up
17 Orange Crush
18 Losing My Religion
19 Country Feedback
20 Shiny Happy People

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“Büro ist wie Achterbahnfahren!” – Stromberg-Retrospektive (Staffel 1 – 4)

Ich liebe Stromberg (2004 bis heute), seitdem die Serie das erste Mal über die deutschen Fernsehbildschirme flimmerte. Das Rip-Off der (ebenfalls genialen) britischen Satire The Office (2001 – 2003) gehört für mich zu den wenigen Fällen, bei denen das Remake besser funktioniert als das Original. Vielleicht liegt es daran, dass die Mockumentary und Parodie des klassischen Büro-Muffs, die Kombination aus Biedermeierei, fehlender Sensibilität und dreister Inkompetenz noch besser zur deutschen Arbeitswelt passt als zur britischen Mentalität. Vielleicht liegt es daran, dass Autor Ralf Husmann damals genau wusste, wo er die Vorlage abändern muss, wo er konkret Dinge finden konnte, die deutsche Verhaltensauffälligkeiten perfekt persiflieren. Vielleicht liegt es auch am herausragenden Cast, von Christoph Maria Herbst bis zu Bjarne Mädel. Auf jeden Fall war Stromberg immer groß… auch in seinen schwächeren Momenten. Kurz vor der fünften Staffel, die am 8. November auf Pro Sieben startet, will ich an dieser Stelle noch einmal einen kleinen Blick auf die Vergangenheit des “schlechtesten Chefs der Welt” werfen.

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The Dø – Both Ways Open Jaws (Stream)

Das Zweitwerk von The Dø - Both Ways Open Jaws – ist bis jetzt vollkommen an mir vorbei gegangen… Auch ansonsten habe ich auch noch nie von den Franzosen gehört, die immerhin schon seit über fünf Jahren existieren und mit A Mouthful (2008) ein wohlwollend rezensiertes Debüt abgeliefert haben. Der Ende Oktober veröffentlichte Nachfolger ist tatsächlich großartiger, hypnotischer und gefühlvoller Indie-Folk vom feinsten, irgendwo zwischen Joanna Newsom, CocoRosie und einer poppigeren Version von Björk. Betörend, faszinierend, über Ohr und Hirn ins Herz kriechend und sich dort konsequent festbeissend. Auf Soundcloud gibt es das kleine, charmante Indie-Pop-Juwel im Stream zu hören. Ich will jetzt nicht schon wieder die Jahreszeit herbeizitieren, aber genau so wie der derzeitige Herbst klingt dieses großartige Album: Warm, sonnendurchflutet, wunderschön…

–> Zum Stream auf CoS

Sigur Ros – Inni (Stream von CD1)

Die Jungs und Mädels von Inertiamusic haben die erste CD des letzte Woche veröffentlichten Live-Doppelalbums Inni von Sigur Ros bei Soundcloud hochgeladen. Sanfte, dunkle, mysteriöse Postrock-Wohlfühlklänge für den diesjährigen – wirklich angenehmen – Herbst.

‘inni’ is either the first-ever sigur rós live album, or second live film (and follow up to 2007’s acclaimed iceland tour film heima). in fact, it is both: a 75-minute film and 105-minute double live album of the band captured in full flow at the close of their last tour in november 2008, here housed within one single fat package.

Sigur Ros – ‘InnI’ (Album Stream – Disc 1) by inertiamusic

The Incredible Unicorn vs. The Third Reich (Browsergame)

Browsergame der Primaerfunktion: Ähmmm ja… mit nem Einhorn Regenbogenstrahlen verschießen, um Nazis zu töten… Mir ist letzten Samstag so was ähnliches passiert. Achtung, Autostart nach dem Klick…

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Konzertankündigungen: Lanterns On The Lake, Zola Jesus, The Drums

Lanterns On The Lake

+ The Pattern Theory

Wer?

Lanterns On The Lake werden entscheidend durch den entrückt klingenden Gesang von Hazel Wilde geprägt. Das Sextett aus Newcastle spielt wunderschönen, verträumten Pop mit Gitarren, Geige, Electro-Beats und eben diesem ätherischen Gesang ihrer Leadsängerin. Ihre Einflüsse beschreiben die Musiker so: „The coast, red wine, the northumberland countryside, you, me, the deep blue sea, good bands, bad bands, Newcastle upon Tyne, dancing in the dark.“

(promo)

Wo?

09.11. 2011 Köln – Studio 672

10.11. 2011 Berlin – Privatclub

 

 

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Trailerprogramm: 21 Jump Street, You are not so smart, Perfect Sense, Fear of Falling, I believe I can fly, GTA5, We are the Legion

We are the Legion [Luminant Media]

Für 2012 angesetzte Dokumentation über Ursprünge, Ideale, Attitüde und Aktionen der Hacktivisten von Anonymous, die ja derzeit – Dank der Drogenkriege in Mexiko – wieder in aller Munde sind. Sieht gut aus, gerade weil sich der Film offensichtlich in der Dynamik und im Rhythmus an der Geschwindigkeit des Netzes orientiert. Ordentliche Bilder, ein hektisches – und gerade dadurch passendes – Spiel mit der Bildgestaltung, viele Interviews und interessante “Actionshots”. Jepp, macht Laune.

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Tallahassee Turns Ten – Kickstarter für Mountain Goats Tributalbum

Schöne Kickstarter-Idee angesichts des anstehenden zehnjährigen Jubiläums des Mountain-Goats-Meisterwerkes Tallahassee (2002). Diesem soll ein Tributalbum gewidmet werden, auf dem verschiedene Künstler die Songs des gesamten Albums covern. Für Produktion und Songlizensen ist ein Budget von 1500$ vorgesehen, das ab sofort über die Crowd reingeholt werden soll. Nette Sache, zumal Mountain Goats Mastermind John Darnielle zu den sowohl unterschätztesten als auch besten Singer/Songwritern unserer Zeit gehört.

Tallahassee Turns Ten (Projectpage) via Flavorwire

Vogelperspektiven-Supercut

Sehr schöner Supercut von Brian Carroll: Verschiedene Filmszenen aus der so genannten Gods Eye View Perspektive, bei der die Kamera in einem 90° Winkel direkt über dem Geschehen hängt und dieses weniger aus der Vogelperspektive als viel mehr durch die Augen des alles erfassenden Schöpfers präsentiert.

via Nerdcore

Wie oft Michael Bay in seinen jeweiligen Filmen Dinge in die Luft jagt…

Ich hasse, hasse, hasse Michael-Bay-Filme. Und nein, das ist weder cineastischer Snobismus noch das fehlende Gespür für cooles Action-Kino. Das können andere Regisseure viel, viel besser. Und abgesehen von The Rock und meinetwegen Bad Boys hat der Michael echt nur müllige Pubertäts-Action und Army-Marketingclips fabriziert. Überhaupt, wer so etwas wie Pearl Harbor verbricht, sollte mit Kinohausverbot nicht unter zehn Jahren bestraft werden. Anyway, der Designer Jeffery Frankenhauser hat ein wenig die Filmographie von Michael Bay analysiert. Heraus gekommen sind Infografiken zur Explosionsdichte, zum Bodycount, den Kosten und Einspielergebnissen seiner Filme.

Interessant ist natürlich die offensichtliche Korrelation zwischen Explosionsdichte und Einspielergebnissen (Giv’em what they want), noch interessanter die weniger offensichtliche Korrelation zwischen Explosionsdichte und Qualität der einzelnen Werke. Ich mache dann mal meine ganz persönliche Rechnung auf: Je mehr Explosionen, umso schlechter der jeweilige Film. Die guten The Rock (1996) und Bad Boys (1995) und der okaye Die Insel (2005) weisen relativ wenige Explosionen auf, während die Totalkatastrophen Pearl Harbor (2001) und Transformers II (2009) alle paar Minuten irgendetwas in die Luft sprengen müssen. Also entweder finde ich Explosionen scheiße, oder der gute Herr Bay versucht offensichtliche, mangelhafte Qualität durch viel TNT wegzublasen…

via Neatorama

Nicolas Jaar – Don’t break my love EP (Stream)

Nicolas Jaar habe ich ja Anfang dieses Jahres schon ordentlich abgefeiert. Und da ich gerade erstmal genug von den ganzen nostalgischen Metal-Attacken der letzten Wochen habe, kommt der Stream der neuen EP des minimalistischen, elektronischen Klangkünstlers gerade recht. Zurücklehnen und entspannen… und so düster sieht der Herbst dann auch nicht mehr aus…

NICOLAS JAAR / Don’t break my love EP by Clown & Sunset

via Testspiel

A little bit Argumented Reality Magic….

Der virtuelle Magier Marco Tempest dürfte den meisten Freunden der Kombination von Technologie und Magie ein Begriff sein. Sein neuster Ted-Talk ist mal wieder Argumented Reality Entertainment vom feinsten. Klar: Tatsächliches magisches Fingergeschick ist für eine solche Präsentation nicht so sehr notwendig, dafür aber ein Gespür für Storytelling, schönes Motion-Design und die raffinierte Verknüpfung von Device und Umwelt. Marco hat all das reichlich zu bieten und kann mit seiner ganz eigenen Form der Magie immer noch vorzüglich unterhalten…

Die 90er Jahre: Die besten Doom Metal Alben des Jahrzehnts

Okay… ich weiß, es wirkt langsam ein wenig exzentrisch, hier jedem noch so kleinen Metal-Subgenre einen eigenen Artikel zu widmen. But, hell, it’s Doom. And Doom is pretty amazing. Schwere, langsame, schleppende Hymnen… ja, eine gewisse Verwandtschaft zu Gothic, Death- und Black Metal besitzt dieses Genre schon, aber gerade in seiner 90er Jahre Ausprägung ist es nicht nur einzigartig sondern auch wegweisend Richtung Avantgarde und Extreme Metal der 00er Jahre. Bands wie Isis, Cult of Luna, Sunn O))), praktisch der gesamte langsame Avantagarde Metal und Drone unserer Zeit ist beeinflusst von diesen frühen Pionieren: Winter und Goatlord, die noch tief im Black Metal verankert sind, Neurosis, die mit dem Hardcore den langsamen Tod überwinden wollen, Candlemass, die den 70ern ihr Tribut zollen, Skepticism und Thergothon, die ihr verzögertes Sterben dem Ambient und Postrock weihen, Solitude Aeturnus, die gar Richtung Pop schielen… sie alle kreieren – verbunden in der Langsamkeit – originäre Alben, düstere, lange und avantgardistische Epen, die mitunter heute sogar frischer und zeitgemäßer wirken als zu ihrer Entstehungszeit. Doom Metal, das beweisen die hier zu Wort kommenden Werke, ist alles andere als tot. Er lebt stirbt weiter. Und weiß auch heute noch zu erschaudern…

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…Wie im Himmel so auch auf Erden. – Rezension zu “The Tree of Life” von Terrence Malick

Der Pathos, der Ästhetizismus und das Epische haben Einzug gehalten im internationalen Arthaus-Kino. Einen großen Anteil daran dürfte unter anderem Lars von Trier haben, der in den 00er Jahren erst sukzessive, später immer radikaler von seinem minimalistischen, naturalistischen Dogma95-Konzept abgerückt ist, zu Gunsten von großen Kamerafahrten, epischen Slow-Speed-Zeitlupen und großen Opern-Arien. Das Wunderkind des New Hollywood Terrence Malick indes war schon immer pathetisch. Egal ob in seinem elegischen 70er Jahre Klassiker Badlands (1973), in der schwelgerischen Gegenüberstellung von Krieg und Natur in Der schmale Grat (1998) oder zuletzt im metaphysischen Bilderbogen The New World (2005). Der mittlerweile fast 60jährige Regisseur kann in seiner Vita gerade mal sechs Langfilme aufweisen, die allerdings auch allesamt – jeder auf seine eigene Weise – eine Transzendentalisierung des Sujets, Mediums und Publikums versprechen. Da scheint es nur konsequent, dass er seinen neusten Streich, sein “persönliches Werk” The Tree of Life (2011) mit einem metaphysisch, religiösen und holistischen Rahmen ausstattet, der wiederum alle Grenzen des traditionellen Erzählkinos sprengen soll. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist seine Religion/Natur-Exegese zu stilverliebt, zu metaphysisch, universalistisch? Im Gebet hoffen wir auf eine Antwort…

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Die 90er Jahre: Die besten deutschen Filme des Jahrzehnts III

Aus und vorbei! Das ist der letzte Teil unserer Retrospektive der besten deutschsprachigen Film. Zum Schluss gibt es den spannenden Thriller 23, den mehr als verstörenden Schlafes Bruder, mit Schtonk! wenig Subtiles von Wedl, Emotionales und Sinnliches mit Aimee & Jaguar und Nostalgie in der Sonnenallee. Viel Spaß mit der Erinnerung an diese Filme, die aus der Zeit zwischen Helmut Kohl und Gerhard Schröder entstammen und eventuell doch die sicherlich berechtigte Skepsis gegenüber deutschen Filme beiseite legen. Wir können tiefsinnig, lustig und spannend sein…wenn man es die Richtigen machen lässt.

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