Zur Pukkelpop-Tragödie

Irgendwas zu einem Unglück zu bloggen hat irgendwie immer was moralisch Anrüchiges und lässt sich einen wie die Bild-Zeitung fühlen. Ich möchte auch nicht allzu viel Worte über das Unglück in Belgien verlieren, aber wenn man eben selber schon auf dem Pukkelpop war und mit so vielen positiven Eindrücken, nicht nur die Musik betreffend, nach Hause kam macht es einen persönlich sehr betroffen. 2009 habe ich zusammen mit ein paar Bekannten das große Festival bei unseren belgischen Nachbarn besucht und dort ein extrem nettes und zuvorkommendes Festival-Publikum getroffen, das sowohl Newcomern als auch großen Acts eine faire Chance gibt. Man musste sich auch direkt vor der Bühne nie fürchten gleich zerquetscht zu werden. Party ja, aber nicht auf Kosten anderer, so war mein Eindruck von diesem in meinen Augen sehr gut organisierten Festivals. Wir alle waren sicher, sowas in der Form bei den meisten deutschen Festivals nicht erlebt zu haben, allen voran natürlich bei “Assis Liebling” Rock am Ring. Es ist einfach schade, wie sehr das Pukkelpop wieder einmal in die Schlagzeilen für Geschehnisse kommt, die es einfach nicht beeinflussen konnte, so wie dem Selbstmord des Ou est Le Swimming Pool Sängers, kurz nach seinem Festival-Auftritt 2010. Das Festival wird aufgrund der Ereignisse nicht mehr fortgesetzt, hier noch einmal die Mitteilung der Organisatoren im Wortlaut:

Pukkelpop is in deep mourning. We truly sympathise with the families and friends of the victims.

Words are not enough. We have struggled with the decision to continue the festival. Therefore we have decided to cancel Pukkelpop 2011.

What has happened is very exceptional and could not have been predicted. We are deeply moved by all the spontaneous support the festival goers and the organisation have received.
We call on all Pukkelpoppers to return home calmly. Extra buses and trains have been organised to bring everybody home.

Undoubtedly many of you have many practical questions. That is why we ask you to direct them to info@pukkelpop.be.

We ask everyone to understand that this decision was extremely difficult to make.

Auf Facebook wurde eine Kondulenz-Seite namens “Pay Your Respects” eröffnet.

The Weeknd – Thursday EP (Free MP3)

The Weeknd hatten wir schon hier zweimal vorgestellt. Während Florian nur mit dem Kopf geschüttelt und dem Blog Hype eine klare Absage erteilt hat, konnte sich Markus immer für das stylische Video begeistern. Ich bin eigentlich so gar nicht überwältigt von dieser Hipster R`n B wie er momentan auch dank James Blake angesagt ist, aber so lange es ja umsonst ist darf man ja fröhlich runterladen und sich seine eigene Meinung bilden.

Download Thursday EP

Warum Marty McFly und Doc Brown aus Zurück in die Zukunft zusammen rumhängen…

Eigentlich ne recht interessante Frage, mit einer ziemlich trivialen Antwort, die Bob Gale seines Zeichens Co-Creator von Zurück in die Zukunft (1985) nun auf mentalfloss gegeben hat. Irgendwie fehlt mir da noch so ein bisschen der Hinweis auf die Auswirkungen von Martys Zeitreise, immerhin kennt zumindest der Doc Brown vom Ende des ersten Teils (der mit der kugelsicheren Weste) Marty schon weitaus länger, schon bevor dieser geboren wurde. Sein Wissen um die Zeitreise Martys wird mit Sicherheit eine Rolle bei deren Freundschaftsfindung gespielt haben. Abgesehen von zeitlichen Paradoxien und Tautologien ist Gales Antwort allerdings einfach mal schöner, niedlicher (und vorhersehbarer) 80er Jahre Schmu, der euch an dieser Stelle nicht vorenthalten werden soll.

Okay, from the horse’s mouth (yes, I’m the horse — er, co-writer, co-creator): We never explained it in the movie. But the history of the characters that Bob Zemeckis and I created is this…

For years, Marty was told that Doc Brown was dangerous, a crackpot, a lunatic. So, being a red-blooded American teenage boy, age 13 or 14, he decided to find out just why this guy was so dangerous. Marty snuck into Doc’s lab, and was fascinated by all the cool stuff that was there. when Doc found him there, he was delighted to find that Marty thought he was cool and accepted him for what he was. Both of them were the black sheep in their respective environments. Doc gave Marty a part-time job to help with experiments, tend to the lab, tend to the dog, etc.

And that’s the origin of their relationship.
— Bob Gale

via Filmfreunde

Radiohead From The Basement (Video)

Wird mal wieder Zeit für nen Radiohead-Artikel. Die Jungs haben nun ihr komplettes From The Basement Konzert nochmal auf Youtube gestellt, nachdem ja eine ältere Version mal wieder schön gelöscht wurde. Die Setlist besteht aus dem King of Limbs-Album und Produzent Nigel Godrich stand ihnen auch diesmal wieder zur Seite. Ein knapp 60-minütiger Leckerbissen ist es geworden und wofür braucht es da noch doofe Live-DVD`s ? Ok, die könnte man sich immer wieder aus dem Regal holen und das Video gibt es ja mal wieder nur für limitierte Zeit. Also schnell anschauen!!

Muppets – The Green Album (NPR-Stream)

Wir freuen, freuen, freuen uns einfach mal wahnsinnig auf den kommenden Muppet-Film. Und um das zu feiern, gibt es ein “Green Album”, das hierzulande am 23. August veröffentlicht wird. Darauf zu finden sind großartige Muppet-Coverversionen, angefangen beim klassischen Theme Song, der von OK Go durch den Indie-Fleischwolf gedreht wird, über Rainbow Connection von Weezer bis zum berüchtigten Mahna Mahna, das auf dem Green Album von The Fray performt wird. Bei NPR gibt es das Teil komplett als Stream… und wir freuen uns weiterhin, freuen, freuen, freuen uns auf den kommenden Muppet-Film.

Tracklist:

1. Ok Go – Muppet Show Theme Song

2. Weezer – Rainbow Connection (Feat. Hayley Williams)

3. The Fray – Mahna Mahna

4. Alkaline Trio – Movin’ Right Along

5. My Morning Jacket – Our World

6. Amy Lee – Halfway Down The Stairs

7. Sondre Lerche – Mr. Bassman

8. The Airborne Toxic Event – Wishing Song

9. Various Artists – Night Life

10. Andrew Bird – Bein’ Green

11. Matt Nathanson – I Hope That Something Better Comes Along

12. Rachael Yamagata – I’m Going To Go Back There Someday


via Testspiel

Wer ist John J. Rambo? – Gedanken zu First Blood (1982)

Gestern habe ich seit langer Zeit zum ersten Mal wieder den ersten Teil der Rambo-Franchise First Blood (1982) gesehen. Dieser von Ted Kotcheff inszenierte Film und vor allem seine von Sylvester Stallone verkörperte Hauptfigur ist gleich auf zwei verschiedene Arten zum ikonographischen Filmmythos geworden. Die Offensichtliche ist die Ikonographisierung des Prototypen Rambo, der es nicht nur auf drei Fortsetzungen gebracht hat, in denen er zum Mythos des Einzelkämpfers und furchtlosen Söldner mutieren sollte, sondern zudem sogar Einzug in den Duden erhalten sollte, wo er als umgangssprachliche Bezeichnung eines “brutal männlichen Typen” und “Kraftprotzes” definiert wird. Der zweite mit First Blood einhergehende Mythos ist der des “einzig wirklich gelungenen Films” der Franchise. Rambo I (so der deutsche Titel) als dunkles Vietnam-Drama, dessen Gehalt von den Fortsetzungen in den Schmutz gezogen wurde. Aber welche Rolle nimmt John J. Rambo in dem Film wirklich ein? Welche Prototypen verkörpert er? Und warum wichen die Fortsetzungen so sehr vom Original ab? Eine kleine Analyse; Spoiler selbstverständlich inbegriffen.

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Trailer für die HBO-Dokumentation Superheroes

Real Life Helden liegen voll im Trend der Nerdkultur: Kick-Ass, Super und natürlich die tatsächlichen, auf den amerikanischen Straßen wandelnden Kämpfer für die Gerechtigkeit. Am 8. August läuft lief eine Dokumentation, die sich den real existierenden Superhelden annimmt. Ihr Habitus hat natürlich auch etwas unfreiwillig Komisches, ihr Gerechtigkeitssinn (inkl. Selbstjustizverherrlichung) etwas latent Beängstigendes… aber irgendwie wirken die in diesem schicken Trailer einfach nur niedlich bis sympathisch. Der Film hat ordentlich bei diversen Festivals abgeräumt (u.a. Slamdance) und ich gehe mal stark davon aus hoffe mal, dass er sich entsprechend kritisch und zugleich empathisch dem Thema annimmt. Der Teaser setzt vielleicht doch etwas zu sehr auf den coolness nerdy Factor. Könnte trotzdem was sein…

They patrol the dark and dangerous streets, seeking out criminals, evildoers and villains, veiled in secret identities… They call themselves Real-Life Superheroes, and they are out to save humanity.

Superheroes is a journey inside the world of real-life caped crusaders. From all over America, these everyday citizens don masks, homemade costumes and elaborate utility belts in an attempt to bring justice to evildoers everywhere.

superheroesthemovie.com via Cinematze

The Nextmen vs. Bestival Mixtape

Sehr schönes DJ-Mixtape von The Nextmen zum demnächst auf der Isle of Wight steigenden Bestival (8. – 11. September 2011). Das Festival-Line-Up ist mit Bands wie unter anderem Primal Scream, The Cure, Björk und House of Pain schon mehr als amtlich. Wie The Nextmen dieses durch den Mix-Fleischwolf drehen und die verschiedensten Genres zu einem homogenen, runden Ganzen zusammen fließen lassen, vergoldet das satte Hit-Erlebnis aber nochmal. Der perfekte musikalische Mix, um die Sonne endlich mal hinter den Wolken hervorzulocken.

The Nextmen vs Bestival – 2011 by djmixes

Tracklist

01. Primal Scream – Loaded/The Nextmen w/Dynamite MC – Round Of Applause (Acapella)
02. Wretch 32 – Traktor
03. Labyrinth – Pass Out (Instrumental)/ Wretch 32 – Traktor (Acapella)
04. The Cure – The Love Cats
05. Krafty Kuts and A Skills – Peaches
06. Public Enemy – Rebel Without a Pause
07. Mz Bratt – Get Dark
08. Grandmaster Flash and The Furious Five – The Message
09. DJ Shadow – Organ Donor
10. Jess Mills – Vultures
11. Blondie – Rapture
12. Grandmaster Flash – Adventures of Grandmaster Flash On The Wheels Of Steel
13. House Of Pain – Jump Around
14. House Of Pain – Jump Around (Sabo’s Moombahstep Edit)
15. Mark Ronson and the Business Intl – Bang Bang Bang (U Tern’s Disco Dub)
16. DJ Zinc – Nexx/ Ms Dynamite – Wile Out (Acapella)
17. Robyn – With Every Heartbeat
18. Katy B – Broken Record (Zinc Remix)
19. Sbtrkt – Living Like I Do
20. LFO – LFO (Leeds Warehouse Mix)
21. Fake Blood – Fix Your Accent
22. Roska – Squark/ Kelis – Milkshake (Acapella)
23. Claude Vonstroke – The Whistler
24. TEED – How Far (2 Bears Mix)
25. Emalkay – Fabrication
26. Breakage Feat. Skream – Skreakage
27. Breakage – Together
28. Magnetic Man – I Need Air
29. Fatboy Slim – Praise You
30. James Blake – Limit To Your Love
31. London Elektricity – Elektricity Will Keep Me Warm

via Testspiel

Sigur Ros – Inni (Video)

Hm, erst einmal lauter Jubelschrei durch die Wohnung, weil Sigur Ros wieder da sind und ein Video namens “Inni” auf ihre Homepage gestellt haben. Die Recherche ergibt das Inni altnordisch ist und anscheinend “drinnen” bedeutet, was das kryptische Video auch nicht weniger mystisch macht…

Update: Mir ist gerade aufgefallen, dass es auch auf dem letzten Album ein Song namens Inní Mér Syngur Vitleysingur (engl. Übersetzung: Within me a lunatic sings) gab, aber erkenne da bisher noch keinen Zusammenhang.

“I’m Comic Sans, Asshole”-Monolog animiert

Designfreunde (und -Hasser) dürften sich noch an den großartigen “I’m Comic Sans, Asshole”-Monolog von Mike Lacher erinnern. Dieser wurde nun von John Hollier animiert und auf Vimeo hochgeladen. Zwei Minuten großartiges “In your Face!” gegen alle Designfaschisten…

Listen up. I know the shit you’ve been saying behind my back. You think I’m stupid. You think I’m immature. You think I’m a malformed, pathetic excuse for a font. Well think again, nerdhole, because I’m Comic Sans, and I’m the best thing to happen to typography since Johannes fucking Gutenberg…

via Langweiledichnet

Foo Fighters Garage Tour – Dokumentation

Hah! Jede Band, die ihre Musik Garage Rock schimpft, sollte sich das hier reinziehen und vor Scham im Boden versinken. Während selbst ernannte Garagen-Bands wie “The Strokes” Unmengen an Kohle ausgeben um ihre Produktion schön garagisch (ähmmm) klingen zu lassen, setzen die Foo Fighters das Label einfach mal in die Tat um: Zur Veröffentlichung ihres Albums Wasting Light (2011) tourten sie nicht durch die großen Stadien, sondern besuchten die Fans zu Hause, eben dort wo sonst nur Autos und Werkzeug landen. Impressionen der daraus entstandenen Garage Tour gibt es nun als 40minütige Dokumentation auf YouTube zu bestaunen. Große Musik im kleinen Ambiente… perfekt!

via In.Die.Meute

Haldern Pop Festival 2011 – Playlist (Stream)

Grmpf! Ich wollte ja eigentlich wieder zum Haldern dieses Jahr, schließlich ist das kleine aber sehr feine Festival mittlerweile ein Inbegriff für eine gesunde Mischung aus Newcomern (zu den dort auch mal Mumford & Sons gehörten) und angesagten Indie-Künstlern. Dieses Jahr ist allerdings wegen Geldproblemen einer Freundin und auch dem miesesten Sommer aller Zeiten leider Essig. Es gibt aber immerhin auf Simfy eine sehr schicke Playlist mit allen Acts die dort auftreten, u.a. Fleet Foxes, The Antlers und anderem hochwertigen Schönklang. Ich drücke also den mutigen Festival-Besuchern schon mal die Daumen und empfehle mit Blick auf die Vorhersage ein gut imprägniertes Zelt!

Stream

Das erste öffentliche Konzert von Rage against the Machine?

Dieses Bootleg-Video stammt aus dem Jahr 1991 – als Rage against the Machine das Licht der Welt erblickten – und wird gerade in diversen Blogs als erstes öffentliches Konzert der Band herum gereicht… Maybe. Ist aber auch gar nicht so wichtig, da die Aufnahmen schon erahnen lassen, warum sich RATM kurz darauf zu Größen des Crossover und einer wahren Kultband entwickeln sollten. Vor kleinem Publikum machen sie genau das, was sie auch später live immer wieder tun sollten: Powern, mitreißen und sau geile Musik abliefern. Ich habe RATM im Jahr 1999 live gesehen, ein Jahr vor dem Ausstieg Zack de la Rochas, und das ist für mich nach wie vor eines der schönsten Konzerterlebnisse meines Lebens. Verdammt, waren die Jungs damals schon großartig…

Full concert footage of RATM’s first ever public performance at The Quad, Cal State Northridge, Northridge, CA on Oct. 23, 1991.

Setlist:
1: Killing In The Name (Instrumental)
2: Take The Power Back
3: Autologic
4: Bullet In The Head
5: Hit The Deck
6: Township Rebellion
7: Darkness Of Greed
8: Clear The Lane
9: Clampdown
10: Know Your Enemy (alternate version)
11: Freedom

via KFMW

Like Sister, Like Brother

Ich kann ja weder mit Bob Dylan noch mit Patti Smith wirklich etwas anfangen, aber Kollege Bayer würde es gerade die Mütze vom Kopf hauen, wenn er diese spezielle Paarung sehen würde. Einen lachenden Bob Dylan sieht man ja auch relativ selten…

via awesomepeoplehangingouttogether