Super Mario Bros at Home

Sehr cooler, liebevoll animierter Stop-Motion, in dem Mario sich durch den Mikrokosmos eines klassischen Einfamilienhauses kämpfen muss. Dabei trifft er nicht nur auf seine allseits bekannten Gegner, sondern schlägt sich auch mit Topfpflanzen, E-Herden und Wäschekörben herum, um am Ende dann doch ganz traditionell Princess Peach vor Bowser zu retten. Der großartige Mini-Short wurde von Marcus und Hannes Knutsson animiert.

via Gamgea

Schluss mit lustig! – Rezension zur fünften Stromberg-Staffel

Das ging dann alles doch schneller als vermutet. Im Überschwang der Vorfreude habe ich mir letzte Woche die Limited Pop-Up Edition zur fünften Stromberg-Staffel bestellt und deren Ankunft eigentlich erst die kommende Woche erwartet. Naja, Amazon hat mich bereits am Freitag mit dem Päckchen überrascht und das Wochenende war gerettet. Am Samstag Abend war ein Stromberg-Marathon angesagt: Immerhin 10 Folgen à 20 Minuten warteten darauf entdeckt und abgefeiert zu werden… Und es hat sich wieder einmal gelohnt. Nur soviel im Voraus: Die fünfte Staffel gehört mit zum Besten, was es von der großartigen Comedyserie – die ja alles andere als arm an Höhepunkten ist – bis dato zu sehen gab. Ich versuche die folgende Review so spoilerfrei wie möglich zu halten, was bei einer Serie natürlich immer etwas schwieriger ist. Wer Stromberg, Staffel 5 also so unbefleckt wie möglich sehen will, sollte gar nicht erst weiter lesen… wem ein kleiner, leicht verspoilerter Vorgeschmack nichts ausmacht, here we go.

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Die 90er Jahre: Die besten Sludge Metal Alben des Jahrzehnts

Während dem klasisschen Doom-Metal der 90er etwas sehr Erhabenes, Zeitloses, Universelles bis Transzendentales innewohnt, ist der Nischen-Bastard Sludge von allem metaphysischen Ballast gereinigt: Klar, Doom Metal ist in seiner Schwere, Dichte, Langsamkeit und Transzendenz nicht von dieser Welt, beinahe sakral, religiös. Was ihm aber definitiv fehlt, sind der Groove und der ordentliche Asskick. Der Sludge Metal hat beides im Überfluss zu bieten: Doom Metal kombiniert mit fetten Hardcore-Anleihen, einmal durch den Stoner-Fleischwolf gedreht und ordentlich im staubigen Wüstensand gebadet. Sludge ist der gefallene Stiefsohn des Doom Metal, der dreckige und räudige kleine Bruder, der sich einen Scheiß um Depressionen kümmert und stattdessen lieber mit satter Psychedelic-Note, viel Zynismus und Trockenheit alles niederwalzt, was irgendwie an Erhabenheit übrig ist. Nicht die subtilste Art von Musik, aber in ihrer konsequenten Genresprengung stilprägend für diverse Drone- und Avantgarde Metal Bands der 90er und 00er Jahre. Die besten Alben der Nische der Nische der Nische, die besten Werke dieses kleinen, verzogenen Doom-Abkömmlings präsentieren wir nach dem Klick.

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The Meth Project: Kampagnen-Spots von Darren Aronofsky

Mit der cineastischen Verarbeitung von Drogen hat Regisseur Darren Aronofsky (Black Swan, Requiem for a Dream) ebenso viel Erfahrung wie mit der Darstellung des Extremen, mit krassen Inszenierungen und dunklem, dem Zuschauer die Kehle zuschnürenden Pathos. Insofern macht es auch Sinn, dass er vom Meth Project für die Kampgane “What do you know about Meth” als Regisseur angeheuert wurde, mit der Vorgabe, dabei so schockierend wie möglich zu sein, um Jugendliche mit maximaler Effizienz von Crystal Meth fernzuhalten. Anhand der entstandenen Kurzfilme könnt ihr nun selbst ganz gut beurteilen, wie nah er diesem Ziel dabei gekommen ist… Sehr nah, würde ich sagen: Die gnadenlose Inszenierung vom Inneren zum Äußeren, das Unmittelbare, die schockierende Offenlegung der Meth-Folgen, der Pathos zwischen klinischer Helligkeit und dunklen Abgründen… das alles haut schon ganz schön rein. Weitere Spots nach dem Klick.

The Meth Project is a large-scale prevention program aimed at reducing Meth use through public service messaging, public policy, and community outreach. Central to the integrated, research-based campaign is MethProject.org—a definitive source for information about Meth for teens—supported by hard-hitting TV, radio, print, online, mobile, and social media campaigns that communicate the risks of Meth use.

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Die 90er Jahre: Die besten Filme des Jahrzehnts (Übersicht aller Artikel)

Sodele… unsere große 90er Jahre Filmretrospektive wäre damit erst einmal abgeschlossen. Die Reise in die Vergangenheit hat wie schon bei der 00er Filmretrospektive (hier gehts zum Überblick aller Artikel) unglaublich viel Spaß gemacht: Nicht nur weil das ein oder andere Mal große, nostalgische Gefühle geweckt wurden, sondern auch weil es für uns ebenfalls einiges aus dem Jahrzehnt neu zu entdecken gab, gerade im Arthaus- und Independent-Bereich. Das mit den Kanonisierungen hat sich auf jedenfall bewährt… Ihr, die Leser habt großes Interesse gezeigt, und wir, die Autoren hatten auch unheimlich viel Spaß am Sammeln und Einordnen der einzelnen Filme. Es tut gut – Achtung Phrase – in unserer schnelllebigen Zeit zu sehen, dass es immer noch so etwas wie zeitlose Klassiker und großartige Filme gibt, die auch über Jahrzehnte hinaus funktionieren… vielleicht gab es in unseren Listen ja auch die ein oder andere vergessene Perle, den ein oder anderen unterschätzten Klassiker für euch zu entdecken… Das sollte zumindest bei jeder ordentlichen, subjektiven Kanonisierung der Fall sein.

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Filmplakate und die Suche nach der Originalität

Interessante, aber auch ziemlich erschreckende Zusammenstellung von Oh No They Didn’t im Live Journal: Die Artworks der großen (und kleinen) Studiofilme sortiert und mit ihren Artgenossen verglichen: Legs wide open, Run for your Life, Nature is blue, Back to Back, Text in your Face… die Zusammenstellungen sind schon ziemlich aussagekräftig, bezüglich der Originalität von Hollywood-Designs.

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Die 90er Jahre: Die besten deutschen Alben des Jahrzehnts I

Deutsche Musik, das waren für mich als Kind Grönemeyer, Westerhagen und die Toten Hosen. Alles Künstler, die ich weniger großartig fand, und überhaupt habe ich englischsprachige Musik bevorzugt, obwohl ich nicht mal die Sprache konnte. Wäre ich damals älter gewesen, wären mir wohl beim ersten Blumfeld Album die Tränen das Gesicht runter gelaufen. Kein aufgesetztes Malocher-Gegröle, sondern feinsinnige Texte, die aber trotzdem den Spirit des Punk atmen und sich mit Krautrock-Anleihen auf die innovativste musikalische Ära berufen, die dieses Land je gehabt hat. Auch wenn das Epizentrum damals in Hamburg lag, entwickelte sich auch abseits der Großstädte eine neue Indie-Kultur. Koblenz, Würzburg und Bentheim klingen vielleicht nicht nach der großen weiten Welt, die Musik von Blackmail, Miles und Jonas hingegen schon.

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In eigener Sache: EWE @ Youki Festival, up-and-coming & Oldenburger Kurzfilmtage

Unser 2011 fertiggestellter Kurzfilm EWE läuft dieses Jahr im November auf gleich drei Kurzfilmfestivals. Beim internationalen Kurzfilmfestival Youki in Wels (Österreich) wird er am 24.11. um 12:00 Uhr im Alten Schlachthof gezeigt. Beim up and coming, dem internationalen Film Festival Hannover läuft er am 25.11. um 21 Uhr im CinemaxX in der Nikolaistraße, und am 27.11. ist er bei den Oldenburger Kurzfilmtagen zu sehen. Gleich drei Festivals inklusive Competition an einem Wochenende… und dazu noch schön über Deutschland verteilt. Daumen drücken, oder, falls ihr an einem Spielort in der Nähe wohnt, am besten gleich vorbeischauen.

EWE erzählt die Geschichte eines Staates, in dem Überwachung zum Alltag gehört. Jeder Mensch ist sowohl Überwacher als auch Überwachter, Opfer und Täter zugleich… Und alle haben sich mit dieser Art zu leben arrangiert. Auch Nicolai, ein erfolgreicher Journalist, hat schon lange die Kameras um sich herum vergessen. Seinem Beobachtungssoll geht er gewissenhaft nach – bis er zum ersten Mal in seinem Leben einen Blick hinter die Fassade der ganzheitlichen, demokratischen Überwachung wirft…

Erzählt wird der Film durch in sich ruhende Standbilder, die filmische Bewegungen ahnen lassen, andeuten und ansetzen ohne sie allerdings vollkommen auszureizen.

EWE entwirft auf dokumentarische Weise die düstere und zugleich ironische Dystopie einer Welt, in der die Verletzung der Privatsphäre Bürgerpflicht ist.

R.E.M. – Part Lies, Part Heart, Part Truth, Part Garbage: 1982–2011 (Stream)

Die Best Of Compilation Part Lies, Part Heart, Part Truth, Part Garbage: 1982–2011 gibt es nun komplett auf NPR.com als Stream. Ein Retrospektive zu allen Alben findet ihr hier.

Disc One:

01 Gardening at Night
02 Radio Free Europe
03 Talk About the Passion
04 Sitting Still
05 So. Central Rain
06 (Don’t Go Back to) Rockville
07 Driver 8
08 Life and How to Live It
09 Begin the Begin
10 Fall on Me
11 Finest Worksong
12 Its the End of the World as We Know it (and I Feel Fine)
13 The One I Love
14 Stand
15 Pop Song 89
16 Get Up
17 Orange Crush
18 Losing My Religion
19 Country Feedback
20 Shiny Happy People

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“Büro ist wie Achterbahnfahren!” – Stromberg-Retrospektive (Staffel 1 – 4)

Ich liebe Stromberg (2004 bis heute), seitdem die Serie das erste Mal über die deutschen Fernsehbildschirme flimmerte. Das Rip-Off der (ebenfalls genialen) britischen Satire The Office (2001 – 2003) gehört für mich zu den wenigen Fällen, bei denen das Remake besser funktioniert als das Original. Vielleicht liegt es daran, dass die Mockumentary und Parodie des klassischen Büro-Muffs, die Kombination aus Biedermeierei, fehlender Sensibilität und dreister Inkompetenz noch besser zur deutschen Arbeitswelt passt als zur britischen Mentalität. Vielleicht liegt es daran, dass Autor Ralf Husmann damals genau wusste, wo er die Vorlage abändern muss, wo er konkret Dinge finden konnte, die deutsche Verhaltensauffälligkeiten perfekt persiflieren. Vielleicht liegt es auch am herausragenden Cast, von Christoph Maria Herbst bis zu Bjarne Mädel. Auf jeden Fall war Stromberg immer groß… auch in seinen schwächeren Momenten. Kurz vor der fünften Staffel, die am 8. November auf Pro Sieben startet, will ich an dieser Stelle noch einmal einen kleinen Blick auf die Vergangenheit des “schlechtesten Chefs der Welt” werfen.

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The Dø – Both Ways Open Jaws (Stream)

Das Zweitwerk von The Dø - Both Ways Open Jaws – ist bis jetzt vollkommen an mir vorbei gegangen… Auch ansonsten habe ich auch noch nie von den Franzosen gehört, die immerhin schon seit über fünf Jahren existieren und mit A Mouthful (2008) ein wohlwollend rezensiertes Debüt abgeliefert haben. Der Ende Oktober veröffentlichte Nachfolger ist tatsächlich großartiger, hypnotischer und gefühlvoller Indie-Folk vom feinsten, irgendwo zwischen Joanna Newsom, CocoRosie und einer poppigeren Version von Björk. Betörend, faszinierend, über Ohr und Hirn ins Herz kriechend und sich dort konsequent festbeissend. Auf Soundcloud gibt es das kleine, charmante Indie-Pop-Juwel im Stream zu hören. Ich will jetzt nicht schon wieder die Jahreszeit herbeizitieren, aber genau so wie der derzeitige Herbst klingt dieses großartige Album: Warm, sonnendurchflutet, wunderschön…

–> Zum Stream auf CoS

Sigur Ros – Inni (Stream von CD1)

Die Jungs und Mädels von Inertiamusic haben die erste CD des letzte Woche veröffentlichten Live-Doppelalbums Inni von Sigur Ros bei Soundcloud hochgeladen. Sanfte, dunkle, mysteriöse Postrock-Wohlfühlklänge für den diesjährigen – wirklich angenehmen – Herbst.

‘inni’ is either the first-ever sigur rós live album, or second live film (and follow up to 2007’s acclaimed iceland tour film heima). in fact, it is both: a 75-minute film and 105-minute double live album of the band captured in full flow at the close of their last tour in november 2008, here housed within one single fat package.

Sigur Ros – ‘InnI’ (Album Stream – Disc 1) by inertiamusic

The Incredible Unicorn vs. The Third Reich (Browsergame)

Browsergame der Primaerfunktion: Ähmmm ja… mit nem Einhorn Regenbogenstrahlen verschießen, um Nazis zu töten… Mir ist letzten Samstag so was ähnliches passiert. Achtung, Autostart nach dem Klick…

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Konzertankündigungen: Lanterns On The Lake, Zola Jesus, The Drums

Lanterns On The Lake

+ The Pattern Theory

Wer?

Lanterns On The Lake werden entscheidend durch den entrückt klingenden Gesang von Hazel Wilde geprägt. Das Sextett aus Newcastle spielt wunderschönen, verträumten Pop mit Gitarren, Geige, Electro-Beats und eben diesem ätherischen Gesang ihrer Leadsängerin. Ihre Einflüsse beschreiben die Musiker so: „The coast, red wine, the northumberland countryside, you, me, the deep blue sea, good bands, bad bands, Newcastle upon Tyne, dancing in the dark.“

(promo)

Wo?

09.11. 2011 Köln – Studio 672

10.11. 2011 Berlin – Privatclub

 

 

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Trailerprogramm: 21 Jump Street, You are not so smart, Perfect Sense, Fear of Falling, I believe I can fly, GTA5, We are the Legion

We are the Legion [Luminant Media]

Für 2012 angesetzte Dokumentation über Ursprünge, Ideale, Attitüde und Aktionen der Hacktivisten von Anonymous, die ja derzeit – Dank der Drogenkriege in Mexiko – wieder in aller Munde sind. Sieht gut aus, gerade weil sich der Film offensichtlich in der Dynamik und im Rhythmus an der Geschwindigkeit des Netzes orientiert. Ordentliche Bilder, ein hektisches – und gerade dadurch passendes – Spiel mit der Bildgestaltung, viele Interviews und interessante “Actionshots”. Jepp, macht Laune.

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