Björk- Biophilia (Stream)

Björk ist mit seit vielen Jahren und Alben ein wenig fremd geworden und doch ist der Release eines Albums immer mit etwas Spannung verbunden, weil die Frau eben ständige Veränderung zur ihrer einzigen Konstante erklärt hat. Das neue Album Biophilia erscheint heute und wir haben den Album-Player.

David Lynch – Crazy Clown Time

Dies hier gibt dem Gesamtwerk Lynchs nochmal einen komisch-absurden Drive. Klar Lynchs Werk ist strange und schwierig. Aber vielleicht zeigt dieser Song einfach, dass man damit aufhören sollte, in seinem filmischen Werk nach alles-erklärenden, finalen Deutungen und Interpretationen zu suchen. Man sollte wie bei James Joyce und Kafka einfach mal die Signifikanten tanzen lassen, weil “no hay banda”, es gibt keine Band und damit kein Sinnstiftendes, es sind nur tanzende Signifikanten. Ich liebe diesen strangen Sound jetzt schon. “It was crazy clown time. It was real fun.”

Steve Jobs (* 1955 ; † 2011)

Uff, so eine Nachricht möchte man am frühen Morgen nicht lesen. Sicherlich gibt es schon tausende Nachrufe und Kondolenzschreiben anlässlich zu dem Tod des Mannes, der Apple war und ohne den ich hier nicht gerade auf einem Imac schreiben würde. Ich würde zwar nicht mit der Meinung konform gehen, dass Jobs ein Weltverbesserer war aber mit Sicherheit ein großer Visionär und vielleicht Amerikas größtes Marketing-Genie. Wie der Weltkonzern Apple ohne seinen Motor und Inspirator auskommt, wird man sehen, die letzte schnachige Keynote, die schon ohne ihn stattfand, lässt einen mehr als skeptisch werden.

Hier noch eine Rede von Steve Jobs, die er 2005 vor Studenten der Stanford University hielt und sich schon wie eine Abschiedsrede anfühlt.

Hier noch einen Auszug aus der Passage, in der er über seine eigene Sterblichkeit und dem Tod allgemein referiert. Den kompletten Text gibt es hier.

No one wants to die. Even people who want to go to heaven don’t want to die to get there. And yet death is the destination we all share. No one has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very likely the single best invention of Life. It is Life’s change agent. It clears out the old to make way for the new. Right now the new is you, but someday not too long from now, you will gradually become the old and be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.

Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.

(Steve Jobs,Stanford Commencement Speech, 2005)

Update:  Die New York Times hat alle 317 (!!!) Patente von Steve Jobs schön graphisch aufgelistet. Hat dieser Mann jemals geschlafen?

Update2:  Auf allaboutsteve.com gibt es eine schöne Bio die noch mal den Werdegang Jobs veranschaulicht.

Title Scream: Retro-Games Startbildschirme

Großartige Sammlung von klassischen Videospiel-Startbildschirmen als (teilweise animierte) Gifs. Da gibt es wirklich unglaublich viel zu entdecken, und gleich bei mehreren Bildern habe ich in den nostalgischen “Ach, was waren das noch Zeiten!”-Modus geschaltet. Oben seht ihr das wirklich tolle SNES-Remake zum Videospiel-Klassiker Pitfall, das ich unzählige Male gezockt habe. Auf Title Scream könnt ihr den Rest des Nostalgie-Overkills finden: Von C64 über Amiga bis hin zu den 16bit-Konsolen ist alles dabei. Klickt eucht am besten selbst durch.

via Kotzendes Einhorn

Ambivalenz als Markenzeichen – Gerhard Richter Retrospektive im Tate Modern (London)

Mit einem Œuvre, das über fünf Jahrzehnte zurückreicht gehört Gerhard Richter mittlerweile zu den bekanntesten und angesehendsten Künstlern der deutschen Postmoderne. Das Tate Modern in London zeigt ab Donnerstag – anlässlich seines 80. Geburtstags im Februar dieses Jahres – eine Retrospektive des beeidnruckenden und zugleich beispiellos ambivalenten Werk des faszinierenden Künstlers. Popjunkies dürften ihn am ehesten als den Verantwortlichen für das Coverartwork von Sonic Youth – Daydream Nation (1988) kennen, für dessen Frontcover die Zeichnung Kerze (1983) herangezogen wurde. Aber auch darüber hinaus hat Richter seine Spuren in der internationalen Kunstszene des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Es dürfte wohl schwerlich jemand zu finden sein, der nicht mindestens einmal über ein Bild Richters gestolpert ist.

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Trailerprogramm: Being Elmo, The Pirates! Band of Misfits, Glitch in the Grid, Extremely Loud and Incredibly Close, The Catechism Cataclysm

The Pirates! Band of Misfits [Peter Lord]

Arrrr… Das Genie hinter Chicken Run ist zurück. Und was hat er mit gebracht? Einen Piratenfilm. Och nööö. Trotz meiner temporären Begeisterung für gewisse Parteien konnte ich mit Piratenfilmen noch nie viel anfangen. Ich hasse alle Fluch der Karibik Teile, jeder Errol Flynn lässt mich kalt, jede Piratenbraut kann mich mal kreuzweise. Aber heh, das sieht echt cool aus. Geradezu genial… und ich habe schon lange nicht mehr bei einem Trailer so oft lachen oder wenigstens schmunzeln müssen. Die Animationen sind schick, die Gags können sich sehen lassen, die Dialoge sprechen eine angenehm “erwachsene” Sprache… und natürlich auch Thumbs Up für die Ramones. Wird vorgemerkt.

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Terry Gilliam – Lost in La Mancha (in voller Länge online)

Der Dokumentarfilm Lost in La Mancha (2002), der die Dreharbeiten zu Terry Gilliams gescheiterten Mammutprojekt The Man Who Killed Don Quijote begleitet und ironisch kommentiert ist bereits seit Mai auf youtube zu finden. Das teilweise pathetische, teilweise sarkastische, teilweise ungemein intime Porträt Gilliams, seiner Leidenschaft für Don Quijote (1605) und seinem verzweifelten Versuch gegen die Windmühlen der Filmindustrie anzukämpfen, ist von Regisseur Keith Fulton perfekt eingefangen worden, spannend arrangiert und mit erstaunlichen Gedanken versehen. Bei nächster Gelegenheit unbedingt anschauen!

via

Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben – Biopic auf Arte+7

Am Wochenende lief auf Arte die Verfilmung von Marcel Reich-Ranickis Autobiographie Mein Leben (2008), und diese ist dann auch gleich zu Arte+7 gewandert, wo sie für den Rest der Woche kostenlos online empfangen werden kann. Den Film selbst habe ich noch nicht gesehen, kann mich aber gut erinnern, dass mich die literarische Vorlage damals sehr begeistert hat. So sehr man Reich-Ranicki nicht mögen kann, so ein beeindruckendes und ereignisreiches Leben hat er doch hinter sich. Zudem spricht in Mein Leben (1999) die Liebe zur Literatur, zur Kunst und zum Leben an und für sich aus jeder Zeile, ohne dass es jemals selbstverliebt oder angeberisch klingt. Im Grunde genommen brachte mich dieses Buch sogar dazu, den Literaturpapst – den ich bis dahin nur als amüsantes Feuilleton-Kuriosum wahrgenommen hatte – aus völlig neuem Blickwinkel zu betrachten, zu respektieren und zu schätzen. Mal sehen, ob der Fernsehfilm den Geist der Vorlage einfangen und transportieren kann…

Marcel Reich-Ranicki kommt 1920 als Sohn deutsch-polnischer jüdischer Eltern zur Welt und wächst in Wloclawek in Polen auf. Das Abitur macht er in Berlin, wohin er mit den Eltern umsiedelt. Der aus Polen zugezogene Gymnasiast kennt die deutsche Literatur binnen kurzer Zeit besser als seine Mitschüler.
Zum Studium wird er wegen der Rassengesetze nicht mehr zugelassen. Als polnischer Jude wird er 1938 nach Polen deportiert und zwei Jahre später ins Warschauer Ghetto umgesiedelt. Hier lernt er unter unmenschlichen Zuständen die Liebe seines Lebens kennen…


 

Das Couch-Intro der Simpsons, animiert vom “Ren & Stimpy”-Schöpfer John Kricfalusi

…lief zu Beginn der gestrigen Simpsons-Episode. Und mehr als “WTF?” fällt mir dazu beim besten Willen auch nicht ein…

…na, okay. Dann doch noch der Hinweis auf die Skizzen in John K.’s Blog sowie das ziemlich ausführliche Interview auf Cartoon Brew, das auch mit ein bisschen Videomaterial unterlegt ist.

I did some character models to give them an idea of how I would draw the characters as caricatures of the Simpsons. They all made it very easy for me and the more rules I broke, the more they seemed to like it. I tried not to break any rules in the characters’ personalities, just in the execution of the visuals. I didn’t follow any models—not even my own.

via Nerdcore

Radiohead – TKOL RMX 1234567 (Stream)

Unmöglicher Name für eine Mischung aus großartigen und netten Remixes, die in ihrer Gesamtheit mindestens so ambivalent sind wie die Songs, die Radiohead in den letzten Jahren produziert haben. Ich halte The King of Limbs ja nach wie vor für ein ziemlich großartiges Album, gerade weil es nach dem – ebenfalls wunderbaren – verträumt poppigen “In Rainbows” Radiohead wieder von ihrer experimentierfreudigeren und auch sperrigen Seite zeigt. Das dazugehörige Remix-Album TKOL RMX 1234567 (unmöglicher Name, das) wird diesen Freitag veröffentlicht… und wie es sich für die Publishing-Samariter um Thom Yorke gehört, darf es auch kostenlos im Stream genossen werden.

Tracklist:

1. Little By Little (Caribou RMX)
2. Lotus Flower (Jacques Greene RMX)
3. Morning Mr Magpie (Nathan Fake RMX)
4. Bloom (Harmonic 313 RMX)
5. Bloom (Mark Pritchard RMX)
6. Feral (Lone RMX)
7. Morning Mr Magpie (Pearson Sound Scavenger RMX)
8. Separator (Four Tet RMX)
9. Give Up The Ghost (Thriller Houseghost RMX)
10. Codex (Illum Sphere RMX)
11. Little By Little (Shed RMX)
12. Give Up The Ghost (Brokenchord RMX)
13. TKOL (Altrice RMX)
14. Bloom (Blawan RMX)
15. Good Evening Mrs Magpie (Modeselektor RMX)
16. Bloom (Object RMX)
17. Bloom (Jamie xx Rework)
18. Separator (Anstam RMX)
19. Lotus Flower (SBTRKT RMX)

via Testspiel

Baphomets Fluch kostenlos downloaden

Der Point&Click-Adventure Klassiker Broken Sword: The Shadow of the Templars, hierzulande bekannt unter dem Namen Baphomets Fluch (1996) kann derzeit kostenlos auf gog.com bezogen werden. Für den Download des 1 Gigabyte großen Gesamtpakets ist nur ein (ebenfalls kostenloser) Gog-Account notwendig. Für alle, die das Kultspiel nicht kennen: Es lohnt sich. Baphomet’s Fluch ist zwar ein etwas zu lineares, dafür storytechnisch und dramaturgisch unglaublich gekonntes Adventure der alten Schule: Spannend, mitreißend, fesselnd, mit einem Hang zu schön trockenem Humor. Ich habe das damals unglaublich gerne gespielt… und hasse die Stelle mit dem Ziegenbock immer noch wie die Hölle (Mitleidende werden wissen was gemeint ist). Also falls ihr das Game bis dato verpasst habt und auf traditionelle Adventures steht… besorgt es euch.

via Gamgea

Superior Firepower: The Making of Aliens – Dokumentation

Okay… ich habe das jetzt noch nicht gesehen und werde dieses Wochenende vermutlich auch nicht mehr dazu kommen. Aber, trotzdem gibt es an dieser Stelle erst einmal ein präventives “Wow!”. Über drei Stunden dauert das Making of Superior Firepower, in dem es um die Entstehung des zweiten Teils der legendären Sci-Fi-Horror-Franchise Aliens (1986) geht. Das wird demnächst definitiv verschlungen:

This feature-length documentary plus extras, made especially for the 2003 Aliens (1986) DVD release, is incredibly informative with all its interviews with both the cast and crew, as well as behind the scenes footage filmed during the making of the film. Every possible element towards what went into making the movie is included here and gives fans an overload of information to fill their brains with.

via Mururoar

The Legend of Zelda: Four Swords – Kostenlos im Nintendo DSi- und e-Shop

Keine Ahnung, ob das auch für Deutschland gilt, aber bei The Gaming Vault haben sie gebloggt, dass The Legend of Zelda: Four Swords (2002) derzeit vollkommen kostenlos bei Nintendo heruntergeladen werden kann. Wer einen 3DS oder DSi besitzt, darf bis zum 20. Februar 2012 für lau das etwas vergessene Zelda im hauseigenen e-shop downloaden… Und das lohnt sich natürlich. Nicht nur weil es Zelda und weil es kostenlos ist, sondern auch weil dieser kleine Ableger der großen Franchise viel Multiplayer-Spaß in einem ungeheuer niedlichen Setting verspricht. Also schnell zugreifen!

Weitere Infos direkt bei Nintendo

Die 90er Jahre: Die besten TV-Serien des Jahrzehnts IV

Auf zum letzten Teil unserer 90er TV-Kanonisierung. Dieses Mal gibt es viel Teenagerherzschmerz, einmal der realistischen und zugleich hochästhetischen Art mit der wundervollen Drama-Serie Willkommen im Leben, einmal als warmherziges Nostalgie-Paket Wunderbare Jahre. Neben Teenagern war die Dekade gegen Ende besonders von den Arzt- und Krankenhausserien geprägt. Der Vorreiter Emergency Room soll hier nicht unterschlagen werden, ebenso wenig die makabere, surreale Umsetzung des Topos in Lars von Triers grotesker Horrorserie Hospital der Geister. Zum Lachen gibt es dann aber auch noch was: Das großartige Review-Format Mystery Science Theater 3000 und die sarkastische, trockene High School Außenseiterin Daria. Alles ordentlich sortiert und rezensiert… nach dem Klick.

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