Joseph Gordon-Levitt covert Lithium von Nirvana

Nevermind wird demnächst 20 Jahre alt und Joseph Gordon-Levitt, der in Hinterm Mond gleich links ebenso mitgespielt hat wie in 10 Dinge die ich an dir hasse und Inception, spielt hier mal so locker flockig eine der besten akustischen Coverversionen des Grunge-Klassikers überhaupt: Lithium, in einer wunderbar straighten, schön dreckigen und vor allem mitreißenden 21st-century-Fassung. Großartig!

via Minds Delight

Die 90er Jahre: Die besten Filmdramen des Jahrzehnts III

Wo waren wir noch gleich stehen geblieben…? Genau! Die besten Dramen der 90er Jahre gehen in die dritte Runde. Mit Jonathan Demme und Steven Spielberg fahren wir noch einmal Hollywood-Geschütze auf. Zwei sensible Themen – einmal HIV in Philadelphia, einmal die Vernichtung der europäischen Juden in Schindlers Liste – die für Hollywood-Verhältnisse erstaunlich sensibel, wenn auch nicht ohne Traumfabrik-Pathos, umgesetzt wurden. Aber auch die kleinen Filme abseits des großen Geschäfts kommen zu ihrem Recht: Das furiose Psychogramm Shine, das sarkastische Familiendrama Der Eissturm und Mike Leighs düstere Großstadtapokalypse Nackt beweisen, dass auch jenseits des großen Budgets herausragende Filme produziert werden. Und mit David Lynchs The Straight Story hat sich gar ein Regisseur im Dramen-Genre verirrt, den man dort so gar nicht vermuten würde. Alle Filme, inklusive Kurzreview und Trailer nach dem Klick.

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Sony entwickelt Untertitel-Brille fürs Kino

Ein kleines und doch tolles Kinogadget wird derzeit von Sony entwickelt. Die Untertitel-Brille soll einen komfortablen Filmgenuss mit Untertiteln bieten, bei dem die Texte elegant auf die Leinwand projiziert werden. In erster Linie ist dies eine großartige Sache, um Hörgeschädigten ein individuelles Filmerlebnis zu ermöglichen, ohne dass diese auf speziell untertitelte Filme ausweichen müssen. Aber auch in anderer Hinsicht eröffnen sich hier grandiose Möglichkeiten: weiterlesen

Gibt es gute Alternativen zu kino.to? – Kostenlose und legale Filmstreams im Netz

Man kennt das Problem: Keine Lust auf Kino, die hauseigene Filmauswahl scheint auch irgendwie schon abgegrast, der Weg in die Videothek wirkt beschwerlich, und eigentlich will man ja nur einen kurzen netten Langfilm zum Essen schauen… Die unzähligen illegalen Stream-Angebote zwischen kino.to und movie2kirgendwas scheinen Dank zahlloser Pornobanner, langsamen Ladezeiten und Mafia-Hinterzimmerflair nicht so wirklich verlockend und fünfminütige Youtube-Clips, bzw. das ständige Weiterklicken durch Playlists mit verpixelten Transcoding-Opfern mag auch nicht so ganz zünden… Also müssen die kostenlosen und dennoch legalen Alternativen her. Und die gibt es ja tatsächlich im deutschen Raum, wenn auch noch recht spärlich: Vodafone, BILD-Kino, Myvideo und einige kleine und größere Web-Tv-Portale. Ich habe mich mal durchgeklickt durch die vermeintlichen Alternativen… auf der hoffnungsvollen Suche nach einem netten, unterhaltsamen oder auch gehaltvollen Film für den kurzfristigen Zeittotschlag.

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Filmabriss: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2, Super 8, Planet der Affen: Prevolution

Pfff… Wer geht schon im August ins Kino…? Hallo! Hier. Ich natürlich. Wenn schon das Wetter nicht viel hermacht, so kann man sich wenigstens in die fantastischen Arme der kinematographischen Traumfabrik flüchten. Und Träume versprechen die drei Filme dieses Filmabrisses alle, und zwar im großen Maße. Wir haben die epischen Sommerblockbuster vor uns, die sowohl Herz als auch Nerven berühren wollen, die große Gefühle liefern, nur um sie kurz darauf im gigantischen Actioninferno zur Hölle zu jagen. Super 8, der als Zusammenarbeit von Steven Spielberg und J.J. Abrams gleich mal versprechen darf, sowohl Nostalgiker als auch State-of-the-Art-Fantasten zufrieden zu stellen. Harry Potter, der in Die Heiligtümer des Todes Teil 2 endlich zum letzten Mal seinem Erzfeind entgegen tritt und die Geburt einer neuen Welt in Planet der Affen: Prevolution… Eigentlich genug Stoff um die Kinosäle zum Träumen zu bringen. Welche dieser Träume sich erfüllt haben und von welchen nur ein laues Zelluloid-Lüftchen übrig geblieben ist, erfahrt ihr nach dem Klick.

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Someone Still Loves You Boris Yeltsin – Tape Club (Stream)

Wow… von denen war schon länger nichts mehr zu hören. Dafür kommt es jetzt um so schöner. Melancholischer, leicht sentimentaler Sommer-Indie-Pop mit schüchternem Experimental-Folk-Einschlag. Tape Club enthält unveröffentlichtes Material von Someone Still Loves You Boris Yeltsin und kommt jetzt genau rechtzeitig zu diesem merkwürdigen Sommer, der sich nicht zwischen unterkühlt, hitzig und schwül entscheiden kann. Versüßt mir gerade doch sehr den Morgen…

via Dressed like Machines

Trailerprogramm für den Donnerstag: Le Havre, Detective Dee, Uncharted 3, Carnage, American Horror Story, Poulet aux Prunes

Carnage [Roman Polanski]

Ja… es ist mal wieder Zeit für ein hochkarätiges Kammerspiel. Und wenn sonst keiner Lust drauf hat, muss eben der Meister selbst ran. Roman Polanskis neuer Film – die Verfilmung eines Theaterstücks von Yasmina Reza – verspricht einiges: Eine exquisite Besetzung mit Jodie Foster, die alt geworden ist, aber nach wie vor unglaublich charismatisch aussieht, Kate Winslet, die ohnehin immer Top ist, Christoph Waltz, der sich hier als latent unheimlicher Durchschnittsbürger beweisen darf, und John C. Reilly, den ich immer wieder gerne sehe,  liefern sich in dem dichten Drama anscheinend einen spannenden, engen, mit trockenem Sarkasmus unterlegten Kampf, der sukzessive aus den Fugen gerät. Das wird groß… mit Sicherheit.

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Die 90er Jahre: Die besten Filmdramen des Jahrzehnts II

Teil zwei unserer letzten Meter bei den besten Filmen der 90er Jahre. Auch in diesem Artikel stehen die Minimalklassifizierten, die großen emotionalen Leinwanderlebnisse, die besten Dramen des Jahrzehnts im Mittelpunkt. Mit Mike Leigh ergründen wir Lügen und Geheimnisse der britischen Gesellschaft, mit Belar Tarr lassen wir uns in epischer breite die dunklen Seiten der kommunistischen Endzeit nahe bringen. Wir sagen Lebewohl, meine Konkubine, feiern liebste Jahreszeiten und wilde Tage und verlieren uns im Duft der Frauen.

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Glastonbury Festival auf Arte+7


Zum wach werden…

ARTE taucht live in die Festivalwelt von Glastonbury ein und bietet zahlreiche weitere Höhepunkte wie Morrissey, B.B. King, Paul Simon, Elbow, Tinie Tempah, Cee-Lo Green, Queens of the Stone Age, Ke$ha, Paolo Nutini, Wu-Tang Clan, Robyn, Jimmy Eat World, Mumford & Sons, Primal Scream, Big Boi und Don McLean.

via dressedlikemachines

Red Hot Chilli Peppers – I’m with you (Itunes Stream)

Das neue Album der Red Hot Chilli Peppers steht nun auf Itunes als Stream bereit (blöderweise nicht als Track by Track) und nun kann jeder selber reinhören, ob die Peppers auch ohne ihren Gitarren-Gott John Fruiscante noch etwas reißen können. Ich persönlich habe den Fruiscante-Hype nie so ganz verstanden, auch wenn “Californication” ganz klar zu den besten Alternative Rock Alben der 90er gehört. Das ewig unterschätze One Hot Minute haben sie allerdings auch ohne den ollen Gitarren-Kniedler hinbekommen und langweiliger als das letzte Peppers Album geht eh nicht mehr.

Itunes-Stream

GEMA vs. YouTube – Anonymous hackt Website der deutschen Verwertungsgesellschaft

So ein bisschen was von Kindergarten-Kleinkrieg hatte der Konflikt zwischen der Verwertungsgesellschaft GEMA und YouTube ja schon immer. Die einen wollen, dass ihre Künstler anständig vergütet werden, irgendwie nachvollziehbar, die anderen wollen keine horrende Summen für Videostreams bezahlen, die letzten Endes vor allem Werbung für die abgespielten Künstler sind… irgendwie nachvollziehbarer. Das ganze Brimborium um Rechte und Vergügtungen wäre im Grunde genommen auch ganz lustig, wenn es nicht auf dem Rücken der Zuschauer ausgetragen werden würde. Diese bekommen in Deutschland nämlich schon seit einiger Zeit immer öfter schwarze Bildschirme zu sehen, wenn sie eigentlich aktuelle Musikvideos genießen wollen. Schuld ist Google/YouTube, wenn es nach der GEMA geht. Schuld ist die GEMA, wenn es nach dem Videoportal geht. Auf wessen Seite Anonymus in dem Konflikt steht, durfte heute auf der Webpräsenz der GEMA eindeutig festgestellt werden.

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Alleinunterhalter-Rant: Zur Hölle mit den Hochzeitsmusikern!

Ich war ja vor zwei Wochen in der guten alten Heimat auf einer Hochzeit… und irgendwie habe ich nach wie vor nicht den Schmerz überwunden, den ich an diesem Tag erleiden musste. Nein, dasbetrifft weder den katholischen Ritus, den ich mit einem Augenzwinkern und leicht nostalgischen Gefühlen gut überstanden habe. Es betrifft auch nicht das restliche Zeremoniell: Weißes Brautkleid, Blumenwurf, Kalt-warmes Buffet und Walzertanz. Das sind alles Dinge, mit denen ich klar komme. Wer’s braucht. Ich bräuchte es nicht, kann das ganze traditionelle Brimborium aber recht gut ertragen. Nein, was an diesem Tag wirklich unerträglich war, mir abwechselnd Angstschweiß, Schamesröte und schmerzhaft zusammengekniffene Augen ins Gesicht getrieben hat, war die musikalische Untermalung der Feier. Für diese war niemand anderes als ein Alleinunterhalter verantwortlich und dementsprechend bin  ich gleich mehrmals am Abend innerlich verblutet.

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Die 90er Jahre: Die besten Filmdramen des Jahrzehnts I

Wir nähern uns langsam dem Ende unserer 90er Film-Retrospektive und spitzen schon Bleistifte, tauchen Füller und massieren die Schläfen für den kommenden 80er Kanon-Rundumschlag. Aber ein paar 90er-Highlights haben wir noch und diese passen, wie schon die Dramen der 00er Jahre, mal mehr mal weniger zu allen Kategorien und im Grunde genommen zu keiner, außer der, in die sie nun gepackt werden. Dramen sind einerseits die Simpelkategorisierten, die Filme, die bei jeder Oscarverleihung die besten Chancen haben, die Filme, die man am Ende eben doch ganz banal Dramen nennt und ohne schlechtes Gewissen von jeder weiteren Klassifizierung erlöst. Ein bisschen traurig, ein bisschen optimistisch, mitunter tragisch, aber auch lebenslustig, versöhnlich, mitreißend, belastend, erlösend… je nach dem. Und wie schon in den 00er Jahren gibt es zu dieser Nullkategorie auch gleich einen ganzen Haufen von Artikeln. Im ersten verschlägt es uns ins triste Iowa, in Nervenheilanstalten, in unbekümmerte und bekümmerte Jugend, nach Osteuropa, in die französischen Banlieues und ohnehin überall dorthin, wo das Leben etwas Bewegendes zu erzählen hat…

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Browsergame: TransDimensional

Endlich mal wieder ein schön verqueres Arty Browsergame für mehr als nur zwischendurch: In TransDimensional von Willem Rosenthal spielt ihr einen kleinen Roboter, dessen ursprüngliche Aufgabe es ist Dinge von a nach b zu transportieren. Einige dieser Gegenstände sind allerdings äußerst empfindlich und können bei falscher Handhabung einen Riss im Zeit-Raum-Kontinuum erzeugen und so ein Tor in eine andere Dimension öffnen. Und  genau in dieser landet man auch früher oder später, wenn man an den knackigen Jump N Run Passagen scheitert. Mit der Erkundung jener fremden Dimension wird das Spiel aber erst so richtig weird und faszinierend.

TransDimensional ist ein packender Hybrid aus Jump N Run, Adventure und bewusst schrägem Storytelling. Die Steuerung ist simpel, der Schwierigkeitsgrad nicht ohne und die verbastelten Ideen pendeln schön zwischen gaga und philosophischem Subtext. Bitte unbedingt die Tastatur auf englisch umstellen, wenn ihr euch nicht die Finger verrenken wollt. Ansonsten unbedingt Probespielen!

Transdimensional hier spielen (via Indiegames)

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Zur Pukkelpop-Tragödie

Irgendwas zu einem Unglück zu bloggen hat irgendwie immer was moralisch Anrüchiges und lässt sich einen wie die Bild-Zeitung fühlen. Ich möchte auch nicht allzu viel Worte über das Unglück in Belgien verlieren, aber wenn man eben selber schon auf dem Pukkelpop war und mit so vielen positiven Eindrücken, nicht nur die Musik betreffend, nach Hause kam macht es einen persönlich sehr betroffen. 2009 habe ich zusammen mit ein paar Bekannten das große Festival bei unseren belgischen Nachbarn besucht und dort ein extrem nettes und zuvorkommendes Festival-Publikum getroffen, das sowohl Newcomern als auch großen Acts eine faire Chance gibt. Man musste sich auch direkt vor der Bühne nie fürchten gleich zerquetscht zu werden. Party ja, aber nicht auf Kosten anderer, so war mein Eindruck von diesem in meinen Augen sehr gut organisierten Festivals. Wir alle waren sicher, sowas in der Form bei den meisten deutschen Festivals nicht erlebt zu haben, allen voran natürlich bei “Assis Liebling” Rock am Ring. Es ist einfach schade, wie sehr das Pukkelpop wieder einmal in die Schlagzeilen für Geschehnisse kommt, die es einfach nicht beeinflussen konnte, so wie dem Selbstmord des Ou est Le Swimming Pool Sängers, kurz nach seinem Festival-Auftritt 2010. Das Festival wird aufgrund der Ereignisse nicht mehr fortgesetzt, hier noch einmal die Mitteilung der Organisatoren im Wortlaut:

Pukkelpop is in deep mourning. We truly sympathise with the families and friends of the victims.

Words are not enough. We have struggled with the decision to continue the festival. Therefore we have decided to cancel Pukkelpop 2011.

What has happened is very exceptional and could not have been predicted. We are deeply moved by all the spontaneous support the festival goers and the organisation have received.
We call on all Pukkelpoppers to return home calmly. Extra buses and trains have been organised to bring everybody home.

Undoubtedly many of you have many practical questions. That is why we ask you to direct them to info@pukkelpop.be.

We ask everyone to understand that this decision was extremely difficult to make.

Auf Facebook wurde eine Kondulenz-Seite namens “Pay Your Respects” eröffnet.