Video Game in a Box – Analoges Super Mario Bros

Unglaublich charmantes Spielkonzept: Mario in a Box. Den Quelltext dazu gibt es bei teagueduino.org… Die analoge Welt reißt sich die digitalen Trumpfstücke langsam wieder unter den Nagel. Späte Rache oder so ähnlich. Und als nächstes bitte ein iPad-Buch und ein Facebook-Dosentelefon.

It’s a video game in a box!

Using a Teagueduino and a few inputs and outputs, we put together a physical side-scrolling video game. To control it, there’s a knob on the side. As time advances the game gets faster and faster — can you avoid all the obstacles and make it to the end?

Watch the second half of the video for an overview of how everything is hooked up.

via Fubiz

Und dann gab’s ja noch die Top Ten der Songs, die auf Beerdigungen gespielt werden…

…die ich drüben bei Lukas Heinser gefunden habe. Ich würde ehrlich gesagt bei jedem einzelnen dieser Stücke noch einmal hilfeschreiend im Grab rotieren, wenn es auf meiner Beerdigung gespielt werden würde. Das ganz oben stehende schauderhafte Duett “Time to say goodbye” ist irgendwie schon aussagekräftig genug für den Rest der Liste. Tatsächlich auf Platz 2, das noch viel schrecklichere “Geboren um zu leben” von Unheilig. Und dann geht es munter weiter durch die schaurigsten Schnulzen der 80er und 90er. Immerhin haben sich der große Frank Sinatra mit dem großen “My Way” und der nette Reinhard Mey mit – dem totgeduldeten, unplugged aber immer noch schönen – “Über den Wolken” in der Liste verirrt. Und Highway to Hell ist schon fast wieder so etwas wie ein cooles Antistatement, auch wenn der Song auf meiner Beerdigung ebenfalls nichts verloren hätte. Das Copy/Paste des zugehörigen Pressetxtes erspare ich mir an dieser Stelle; den könnt ihr bei Coffee And TV nachlesen. Stattdessen die Top 5 meiner Beerdigungssongs, frei nach Nick Hornby:

1. Godspeed you! Black Emperor – Storm (so ein bisschen sakrale Ehrfurcht gehört ja schon zu einer Trauerfeier. Da darfs dann auch ruhig pathetischer Postrock sein)

2. Radiohead – Life in a glass house (Damit sich alle, die dies für nötig halten, ihren Tränen und ihrer Trauer hingeben können)

3. Neutral Milk Hotel – Aeroplane over the sea (Der obligatorische Trauer/Lovesong, gesungen von einer wunderschönen Frau. Meine Version von “You’re the best thing that ever happened to me”)

4. King Crimson – Court of the crimson king (einfach weil ich will, dass die Trauergäste noch ein bisschen gute Musik mit auf den Weg bekommen)

5. Pixies – Mr. Grieves (Als Rausschmeißer mit der klaren Botschaft: Die Sache ist vorbei, er ist unter der Erde, jetzt dürft ihr auch wieder ein wenig Spaß haben)

So viel zu mir. Now it’s your turn…

Harry Potters Bewerbung auf die freie Auroren-Stelle

Krass, wie die Potter-Mashups und Fan-Arts derzeit wieder aus dem Boden schießen. Eigentlich ist die Chose doch gelaufen, oder? Egal. Das hier ist trotzdem ziemlich gelungen. Harry James Potter bewirbt sich mit einem ziemlich imposanten Lebenslauf auf eine Stelle als Auror… Defeated Voldemort, when I was about one year old…. Also ich würde ihn nehmen. oO

via Geekologie

The Evolution of Video Game Controllers (Infografik)

Sehr schicke Infografik von Pop Chart Lab, auf der die vielfach verzweigten Wege der Entwicklung der Videospiel-Controller dargestellt werden. Vom Power Glove zur Wii, vom Tennis for two zum Dual Shock, vom Miracle Piano zur Rock Band Ausstattung. Auf der Seite von Pop Chart Lab lässt sich das Teil als Print ordern und bequem durch die übergroße Genealogie navigieren. Also vorbeisurfen, würde ich mal sagen…

The long-awaited reboot of the most extensive charting of video game controllers ever. Now detailing 119 species and 11 genera over seven decades of gaming.

via bitrebels

Supercut: Die Twin Towers als Hintergrund in Filmen

Vielleicht scheinbar nur eine Randnotiz… Aber immerhin beweist die zahllose Verwendung der Twin Towers als Hintergrund in Filmen, wie ikonisch die beiden Gebäude für das Stadtbild New Yorks waren. Oft erscheinen sie nur am Rand des Bildes, mehr als oft werden sie gar nicht näher thematisiert, bilden nur den verschwommenen Hintergrund für die Filmhandlung. Und doch stehen sie wie kein anderes Gebäude für die Verlockungen, Gefahren und die Atmosphäre der prototypischen amerikanischen Metropole. 9/11 verursachte nicht nur als grauenhafter Terroranschlag ein amerikanisches Trauma, sondern ebenso als Angriff auf den architektonischen Mythos der vermeintlich unverwundbaren westlichen Großstadt. Dieser Supercut stammt von Dan Meth und zollt den gefallenen Türmen noch einmal cineastischen Tribut.

“From 1969 to 2001, the Twin Towers made countless cameos in Hollywood films. Sometimes featured prominently in the foreground, sometimes lurking in the distance. This montage celebrates the towers’ all-too-short film career with songs that capture the passing decades. Man, I miss them.”

via

9/11 – Superhelden im Schock

Zum Zehnjährigen der Terroranschläge des 11. Septembers bietet es sich natürlich an, einen Rückblick auf die kulturelle Verarbeitung der Katastrophe zu werfen. Ganz hervorragend geschieht dies auf dctp.tv in dem 45minütigen Interview mit Ulrike Sprenger, die die Reaktionen der klassischen US-Superhelden auf den Anschlag betrachtet.

US-Superhelden (Hulk, Spiderman, Captain America, Iceman, Ironman, The Big Four u.a.) reagierten mit Trauer auf das Attentat gegen die Twin Towers. Feuerwehrhelden mussten sie trösten. Die bedeutendsten Super-Heroe-Creators der Welt haben die neue Arbeitsgemeinschaft zwischen Super Heroes und Realhelden in Bildern festgehalten.Woraus bestehen Super Heroes? Warum konnten sie den Schlag vom 11.9. nicht verhindern, können ihn aber so machtvoll vergelten? Dr. Ulrike Sprenger berichtet.

Thrice – Major/Minor (Stream)

Thrice gehörten zu den spannensten Newcomer des letzten Jahrzents und sind eine der besten Post-Hardcore-Bands überhaupt. Nach den ambitionierten Konzeptalben “Vheissu” und “The Alchemy Index” ging es mit “Beggars” wieder einen Schritt zurück zu dem direkten Sound des Debüt-Albums von “The Artist In The Ambulance”. Das neue Album Major/Minor gibt es nun ab sofort als Stream und damit die Antwort auf die Frage ob Thrice den Weg weiter zurück gehen oder wieder in Richtung Progressive Rock abdriften. Das Album erscheint am 20.09.2011.

 

Berlin Festival 2011 – Mixtape (Free Mp3)

Ab heute findet in der Hauptstadt das zweitägige Berlin Festival statt und Freeload spendiert uns ein Mixtape.

Hier die Tracklist, dort der Download:

1. Aloe Blacc: “I Need A Dollar” (Cee-Roo Remix)
2. Bag Raiders: Way Back Home (Universe Remix)
3. Clap Your Hands Say Yeah: Same Mistake
4. Austra: Lose It
5. James Blake: Limit To Your Love
6. Mogwai: San Pedro
7. Yelle: Safari Disco Club
8. Rainbow Arabia: Remix-Album
9. Retro Stefson: Mama Angola
10. The Drums: Me and the Moon (Twin Shadow Remix With No FX)
11. The Rapture: How Deep Is Your Love
12. Santigold feat. Karen O (Yeah Yeah Yeahs): Go
13. Diplo feat. Skrillex: Amplifire Kristian Edit
14. Hercules And Love Affair: Painted Eyes (Edit)

Hörenswertes August/September 2011 II: Primus, Thees Uhlmann, Sungrazer, Beirut

Jepp… das Sommerloch. Viel Musik gehört, aber wenig Muße zum Schreiben gefunden. Das wird jetzt nachgereicht. Rinko hat ja schon ordentlich mit Sommer-Indie-Rock, Postrock und beginnender Herbstdepression losgelegt. Hier soll ebenfalls noch einmal  nach den Klängen des endenden Augusts und beginnenden Septembers gesucht werden. Auf dem Dienstplan steht verschrobener Avantgarde Funkrock der klassischen Art von Primus, die Naivität der neuen Hamburger Schule im frischen Gewand von Tomtes Thees Uhlmann, der sich auf Solo-Abwegen befindet, melancholisch stimmungsvoller Folk von Beirut und hitzigkalter progressiver Stoner Rock von Sungrazer…. Alle auf der Suche nach der verlorenen Jahreszeit.

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Browsergame: Is it Time?

Die Frage ob Spiel, Antispiel oder Kunst… im besten Fall muss sie nicht beantwortet werden, wenn das entsprechende Game Gänsehaut erzeugen und zum Nachdenken anregen kann. So auch das Browserspiel Is it Time?, das das monotone, beschwerliche Leben im hohen Alter thematisiert: Hunger, Einsamkeit, körperlicher Verfall, geistige Umnachtung und die omnipräsente Frage nach dem Sinn des Weiterlebens, gandenlos vom Spiel an den Spieler gerichtet. Is it Time? ist ein tristes, dunkles und belastendes Spiel, in dem es scheinbar letzten Endes  nur ums Weiterspielen geht – sofern man das denn noch “spielen” nennen kann – und das dadurch auf geniale Weise Welt- und Selbstreferenzialität unter einen Hut bringt.

When is life not worth living? A game about the struggles of old age and loss of loved ones. Based on a true story. Created by Jaime Fraina.

via Gee

Hörenswertes August/September 2011:Hard-Fi, The Rapture, The Drums, Lanterns On The Lake

Hochsommer ist ja traditionell nicht die tollste Zeit für großartige Alben. Die Plattenindustrie hebt ihr größten Schätze meist für die eklig kalten Herbstmonate auf, in denen wir lieber in unser Wohnung Musik hören als draußen zu grillen oder schnellstmöglich in den Park zu flüchten. So richtig ergiebig ist unsere Auswahl für August auch nicht gewesen, so dass wir an diese einfach schon gleich – und etwas verspätet  ein paar Alben für September mit dran hängen. Während The Drums noch in Gedanken an den Sommer sind und diesen mit Melancholie verabschieden, sind Laterns On The Lake schon in einer heftigen Herbst-Depression angelangt. Wem das noch viel zu früh ist kann bei Hard-Fi abzappeln oder mit The Rapture noch die letzte Welle surfen gehen.

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Trailerprogramm für den Dienstag: Melancholia, Don’t be afraid of the Dark, Wilde Salome, The Skin I Live in, Captain Planet

Melancholia [Lars von Trier]

Auf Melancholia von Lars von Trier freue ich mich schon länger… viel zu lange, wie mir mittlerweile scheint. Warum dauert das so verflucht lange, bis dieser merkwürdig scheinende Hybrid aus Familiendrama und surrealem Weltuntergangsszenario endlich in den hiesigen Kinos läuft? Am 10. Oktober soll es endlich so weit sein, und bis dahin können wir uns immer noch mit dem aktuellen Trailer vorwärmen. Der erzählt zwar im Vergleich zu den vorangegangenen nichts Neues, ist aber wunderbar anzuschauen und verspricht die richtige Mischung aus narrativer Bild-, Symbol- und Sprachverliebtheit, die ich an dem einstigen Dogma95-Wunderkind so schätze.

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Inception Trailer – 50’s Version

Groß! Inklusive 4:3 Format, Unschärfen, bedrohlicher Off-Stimme, dramatischer Musik und Hitchcock-Eyes. Kaum zu glauben wie perfekt die Settings und Requisiten von Nolans Inception in diese Zeit passen.

via Retronaut

Cinemetrics – Measuring and Visualizing Movie Data

Spannendes Projekt von Frederic Brodbeck. Cinemetrics ist der Titel seiner Bachelor-Arbeit an der Royal Academy of Arts in Den Haag. Aus einem Film wird in mehreren Schritten ein dynamischer in sich beweglicher Ring erzeugt. Am Anfang steht die Skizzierung des Films als offener Ring. Dieser wird anschließend in Segmente unterteilt, die jeweils die Länge von zehn Kameraeinstellungen repräsentieren. Nach der Colorierung sowohl des gesamten Rings als auch der einzelnen Segmente werden diese in Bewegung versetzt, um die Bewegungen innerhalb des Films an der jeweiligen Stelle zu veranschaulichen… Bevor ich mich hier verheddere: Das Video unten zeigt das ganze Prozedere in plastischer Form, inklusive interessanter Ergebnisse. Erstaunlich: Tarkowskis Solaris (1972) scheint bewegungsintensiver als die Variante von Steven Soderbergh, Stanley Kubricks The Shining (1980) hält sich ziemlich ruhig, bevor er im letzten Drittel ziemlich abdreht und die Simpsons liefern auch einen ziemlichen Animations-Heckmeck ab.

cinemetrics is about measuring and visualizing movie data, in order to reveal the characteristics of films and to create a visual “fingerprint” for them. Information such as the editing structure, color, speech or motion are extracted, analyzed and transformed into graphic representations so that movies can be seen as a whole and easily interpreted or compared side by side.

(…)

Not only cinema enthusiasts and people doing film studies might benefit, but also for regular people an alternative way of looking at movies could provide an interesting new way of choosing movies based on formal criteria.
For instance: “I don’t want to see the dark one with lots of motion, that colorful one with the great amount of spoken words looks much more interesting to me.”

cinemetrics is an experiment to find out if the data that is inherent in the movie can be used to make something visible that otherwise would remain unnoticed.

Cinemetrics via misterhonk