Hörenswertes September/Oktober 2011: Opeth, Dream Theater, Wolves in the Throne Room, Machine Head, Mastodon

Jetzt beginnt die unwirtliche und raue Zeit des Jahres… Aber wir wollen nicht lamentieren und stattdessen den Herbst mit deftiger und roher und vor allem metallschwerer Musik begrüßen. Die gibt es in diesem Soundcheck gleich auf mehrere verschiedene Arten: Die Progressive Metaller von Opeth entdecken die 70er Jahre und bedienen sich ganz ungeniert bei Led Zeppelin und Konsorten, während Wolves in the Throne Room ihre ganz eigene Version eines Smooth Black Metal spielen. Mastodon nehmen knapp vorm selbstverliebten Prog noch rechtzeitig die Ausfahrt und landen so bei deftigen Metal-Attacken zwischen Tradition, Groove und Experiment. Und Machine Head machen das, was sie am besten können und schon immer konnten: Knallen. Falls es neben den deftigen Metalbrettern zwischen Doom, Thrash und Black noch etwas Pathos geben soll, kommen Dream Theater gerade Recht, die sich nach dem Ausstieg von Mike Portnoy zwar nicht runderneuert dafür aber solide wie (fast) immer präsentieren.

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Wu-Tang Clan w/ Gil Scott Heron”Shaolin Jazz” – The Gil Scott Suite (Stream + Download)

Wu-Tang geht immer, ist einfach so. Die legendäre Hip Hop Gruppe macht in letzter Zeit vor allem bei Mash-Up`s  eine gute Figur und nach dem phänomenalen Wugazi Mixtape gibt es nun einen ebenso gelungenen Mix mit der leider zu früh verstorbenen Hip Hop-Ikone Gil Scott-Heron als Free Download.

 

SHAOLIN JAZZ presents The Gil-Scott Suite by noraritchie

 

via whudat

Heute Nacht: Radiohead live im Boiler-Room (Stream)

Flo hat ja schon einen Stream zu dem Remix-Album von Radiohead rausgehauen und ab 21:30 präsentieren sie , oder genauer Thom Yorke, es der Weltöffentlichkeit inm Rahmen der bekannten Boiler Room (der tatsächlich ein Waschsalon ist)-Sessions, die auch schon Four Tet und Jamie Woon vorstellten. Der ganze Spaß dauert 3 h und Thom Yorke himself, Jamie XX, Caribou, Lone & Illum Sphere werden an den Reglern stehen. Der Abend ist sowas von gerettet !

url: http://boilerroom.tv/live/

Update: Gerade kamen die genauen Set-Times (englische Zeit!) durch…

Thom Yorke: 8.00 – 8.45
Lone: 8.45 – 9.30
Illum Sphere: 9.30 – 10.15
Jamie XX B2B Caribou: 10.15 – 11.00

What is Motion Design?

Superschöner und poetischer Film von Motion Design Plus in dem Funktionen, Variationen und Geschichte des Motion Designs erklärt wird… Natürlich primär in designter und animierter Form. Sehe mich auf dem Gebiet ja eher so als ambitionierten Laien und bin immer wieder beeindruckt, was mit After Effects, Motion und Konsorten alles möglich ist.

This project proposes to give a definition to the general public of what motion design is. However this is a non-profit-making project, our goal is to create a concrete place in Paris devoting to Motion Design. This center would allow to open the world of motion design to a largest public. Students, professionals, and curious could discover artistes and meet interesting people… This place will also be an opportunity to promote artists from other design department. To make it real we need your support! More we are, more the project has the chance to exist. It’s up to you to take part of it…

via Nerdcore

Die 90er Jahre: Die besten Grunge-Alben des Jahrzehnts II

Wir sind wieder zurück, ganz nah am Puls der beginnenden 90er. Grunge gehört neben der aufkommenden Techno-Begeisterung in Europa zu den dominierenden Genres der damaligen Zeit, und auch integre Bands wie Mother Love Bone und Mudhoney brachten von der Kritik umjubelte Platten heraus, die aber nicht in jedem Fall den Massengeschmack trafen. Der rohe Punk von L7 und der harsche Metal von Tad war dann doch zu viel für die gerade neu hinzu gekommenen Grunge-Jünger, die später nach dem Tod von Cobain in Silverchair ihr Heil suchten und dafür mit großen Pop-Appeal belohnt wurden.

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Trailerprogramm: The Raven, VS, Norman, My Week with Marilyn, Tim und Struppi, Lulu

My Week with Marilyn [Richard Curtis]

Und hier haben wir dann auch gleich einen heißen Favoriten für die Academy Awards 2012. My Week with Marilyn, der von der kurzen und heftigen Romanze zwischen Marilyn Monroe und dem jungen Colin Clark erzählt, bringt alles mit, was die Academy derzeit und auch grundsätzlich liebt: Geschichte des 20. Jahrhunderts, ein Clash of the Cultures von Amerika und Großbritannien, edle Sets und Kostüme, große Darsteller (u.a. Kenneth Branagh und Judi Dench) und natürlich den notwendigen Schuss Menschlichkeit, Emotionalität und Big-Budget-Pathos. Ist mir fast zu sehr auf Oscargewinn gebürstet, sieht aber nichts desto trotz fantastisch aus. Michelle Williams funktioniert als Norma Jean, auch wenn sie nicht gerade meine Traumbesetzung für die Verkörperung der Hollywood-Legende wäre. Die Geschichte scheint erlesen, nicht zu effekthaschend erzählt, die Bilder sind natürlich episch… und hoppla, da stolpert ja auch eine deutlich gereifte Emma Watson durchs Bild, die hoffentlich nun auch jenseits der Potter-Reihe beweisen darf, dass sie eine verdammt gute Schauspielerin ist. Doch… das will ich sehen. Andererseits habe ich The King’s Speech (2010) bisher auch ausgespart. Angst vor der Academy Award Formel

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Everything is a Remix: The Matrix

Hatten wir ja schon: Everything is a Remix von Kerby Ferguson ist immer grandios… selbst wenn es mal nicht so grandios ist. Dieser Teil von Robert Grigsby Wilson, der sich ausschließlich mit The Matrix (1999) beschäftigt gehört zu jenen, die grandios sind, einfach weil sie grandios sind. Und das sage ich als jemand, der den ersten Teil der Trilogie gut aber alles andere als überragend fand, und der an den folgenden Teilen kein gutes Haar lassen würde. Obwohl der zweite Teil The Matrix Reloaded (2003) ein so überborderndes, gigantomanisches, übertriebenes Minduck-Action-What-The-Hell-Spektakel war, dass seine Paarung von Größenwahn und grandiosem dramaturgischen Scheitern fast schon wieder bewundernswert ist… aber halt nur fast. Wo war ich stehen geblieben? Genau: Everything is a Remix, und der verspielt eklektische SciFi/Action/Philosophie und Martial-Arts-Bastard Matrix erst Recht.

Films

0:27 – Fist of Legend (1994)

0:38 – Tai-Chi Master (Twin Dragons) (1993)

0:44 – Fist of Legend (1994)

0:48 – Tai-Chi Master (Twin Dragons) (1993)

0:53 – Drunken Master (1978)

1:02 – Fist of Legend (1994)

1:09 – The Killer (1989)

1:19 – Fist of Legend (1994)

1:21 – Iron Monkey (1993)

1:31 – Once Upon A Time In China (1991)

1:36 – Fist of Legend (1994)

1:41 – Tai-Chi Master (Twin Dragons) (1993)

1:45 – Philip K. Dick Speech (youtube.com/watch?v=jXeVgEs4sOo&feature=related) (1977)

2:18 – Strange Days (1995)

2:24 – Akira (1988)

2:30 – Total Recall (1990)

3:24 – Alice In Wonderland (1951)

3:42 – The Killer (1989)

3:53 – A Better Tomorrow (1986)

4:05 – Ghost In The Shell (1995)

4:32 – Akira (1998)

4:39 – Koyannisqatsi (1982)

4:49 – Dr. Who: The Deadly Assassin (1976)

5:10 – Ghost In The Shell (1995)

 

Music

(All sourced from The Matrix Soundtrack)

0:20 – Rob Dougan – Clubbed To Death (Kurayamino Variation)

1:44 – Hive – Ultrasonic Sound

2:30 – Lunatic Calm – Leave You Far Behind (Lunatics Roller Coaster Mix)

3:38 – Propellerheads – Spybreak

4:39 – Rob Dougan – Clubbed To Death (Kurayamino Variation)

via Filmfreunde

Stromberg Kinotour – Preview der 5. Staffel in verschiedenen deutschen Städten

Gerade noch einen Monat dauert es, bis die derzeit vielleicht beste deutsche Comedyserie in die fünfte Runde geht. Die neuste Stromberg-Staffel läuft am 11. November im Fernsehen an. Nachdem die vierte Staffel mit grandiosen Ideen den schlimmsten Chef der Welt wieder auf bekannt hohem Niveau zeigte – und die schwächelnde dritte Staffel mehr als ausglich – steht natürlich wieder einmal die Frage im Raum: Kann Stromberg tatsächlich noch neues erzählen, oder sind den Machern im fünften Jahr die Ideen ausgegangen? Diese Gefahr ist ja bei Stromberg durchaus immer präsent und äußert sich auch immer wieder in eher dünneren Episoden. Im November werden wir es genauer wissen. Und wer bis dahin nicht warten will, kann ja eine der Stromberg-Kino-Previews in Deutschland besuchen: Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf und Bochum dienen als Austragungsort…

17.10.2011 Berlin
UCI KINOWELT Colosseum
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18.10.2011 Bochum
UCI KINOWELT Ruhr Park
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19.10.2011 Hamburg
UCI KINOWELT Mundsburg
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24.10.2011 München
Mathäser
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25.10.2011 Stuttgart
Gloria Kino
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26.10.2011 Düsseldorf
UCI KINOWELT Düsseldorf
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Alle weiteren Infos + Gewinnspiel auf Myspass


James Blake – Enough Thunder (EP-Stream)

Morgen erscheint die neue EP von James Blake: Enough Thunder. Und genau diese wunderbare Musik, zwischen Electro, Avantgarde, Soul, Melancholie und Experimental passt gerade perfekt zum Ausklang des Sonntag-Abends. Gibt es derzeit kostenlos im Stream… und gerade kann ich mir nichts schöneres vorstellen, als mich mit einer Zigarette in der Hand zurückzulehnen und den verschrobenen, emotional mitreißenden Klängen Blakes zu lauschen.

via electru

Die 90er Jahre: Die besten deutschen Filme des Jahrzehnts I

Florian hat sich ja bereits der Thematik Deutscher Film angenommen, und auch ich denke eher mit Graus an Meisterwerke wie “Werner – Das muss kesseln” oder die nervigen Dorris Dörrie Verfilmungen zurück. Es gab aber meiner Meinung nach schon ein paar Perlen des deutschen Kinos der 90er Jahre, die es wert sind erwähnt zu werden und die ich auch heute immer noch sehr gerne schaue, ohne dafür de Nostalgie-Bonus zu bemühen. Mit Lola rennt ist Tom Tykwer sogar ein Film gelungen, der zum Kanon der 90er, nicht nur in Deutschland sondern auch international gehört, und auch die restlichen Provinz-Possen wie Karniggels und Bang Boom Bang (wo sind eigentlich alle die guten Pott-Komödien hin?) machen heute immer noch Spaß. Den Ösis, die auch hier mal wieder zu den Piefkes assimiliert werden, haben wir zu verdanken, dass auch der nötige Schuss schwarzer Humor und Raffinesse Einzug in unsere kleine Heimat-Rückschau fällt.

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Deutsche Filme der 90er Jahre: War da was?

Als ich die Liste für die besten Filme der 90er Jahre – sortiert nach Genres – angelegt habe, hat die ganze Redaktion fleißig mitgeholfen. Rinko hat dann auch ganz euphorisch eine Liste mit den besten deutschen – beziehungsweise deutschsprachigen – Filmen der 90er Jahre angelegt (Artikel von ihm in Arbeit), wovon ich so gut wie gar keinen kannte. Die, die ich kenne und sehr schätze, habe ich dann zu den anderen Genres gelegt… vorerst ohne mir große Gedanken zu machen. Es wäre mühselig jetzt zu grübeln, ob es Sinn macht, eine Best-Of-Liste für nationale Filme aufzustellen: Natürlich hat der Deutsche Film in jedem Jahrzehnt Spezifika, die ihn von anderen Ländern abheben. Und natürlich verdienen es diese Spezifika auch, näher genannt zu werden. Am stärksten kommt dies wohl beim Neuen Deutschen Film der 60er und 70er Jahre zur Geltung. Werner Herzog, Alexander Kluge, Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder… Diesen großen Regisseuren gelang es damals tatsächlich dem Deutschen Film eine besondere Note, ein Alleinstellungsmerkmal im internationalen Kino zu geben. Aber wie sieht es eigentlich in den 90ern aus? Was waren die Momente, die das deutschsprachige Kino von internationalen Produktionen abhob… Und sind diese ein Grund für cineastischen Patriotismus?

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Flashgame-Demo: Story Hero

Ist zwar nur eine Demo, aber das Spielkonzept gehört zum interessantesten, was mir an letzter Zeit an Flashgames untergekommen ist. Das Adventure Story Hero von shiroik verbindet auf grandiose Weise Plattform-Knobelspaß mit klassischen – ganz klassischen – Textadventures, die nur auf Sprache basieren. Ihr navigiert in einem minimalistischen Setting einen 8-Bit-Helden im wahrsten Sinne des Wortes durch die Geschichte, die Screen für Screen weiter erzählt wird. Dabei bewegt ihr euch genau über jene Story, über die einzelnen Wörter und Sätze, die den Verlauf der Handlung vorgeben. Und falls ein Wort für die Lösung eines Rätsels sinnvoll erscheint, genügt ein Klick nach unten und ihr erhaltet den Gegenstand, der hinter dem Wort schlummert.

Klingt kompliziert? Ist alles andere als das. Der Screenshot unten verdeutlicht das simple und doch so vielversprechende Konzept. Einfach den Schlüssel eingesammelt und schon könnt ihr die Tür am Ende des Text-Levels betreten. In späteren Screens werden die Aufgaben natürlich anspruchsvoller, die Rätsel verzwickter. Nach kurzer Zeit ist zwar bereits Schluss. Aber genau von diesem Konzept – am besten noch mit vertrackterer Syntax, mit der Integration von Verben etc… – will ich unbedingt ein vollständiges Spiel sehen.

–> PLAY Story Hero


via Flashmush

Akin Cetin – Melancholie in Istanbul

Auf der Homepage von Akin Celtin gibt es wunderschöne Portrait-Aufnahmen, die mal sehr sinnlich und dann wieder melancholisch wirken. Ein schöne und intime Momentaufnahme der türkischen Metropole am Bosporus.

Hier noch ein paar Impressionen und nach dem Click gibt es noch ein paar Videos, die Celtin auf Vimeo hochgeladen hat. Als  größte Inspiration nennt er den polnische Filmemacher und Drehbuchautor Krzysztof Kieślowski.

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Remotekontrol performen Dubstep (Video)

Naja, so langsam dürften jedem klar sein das Dubstep im Mainstream angekommen ist, aber solange die Songs und die Videos stimmen ist ja alles soweit ok. Die Dubstep-Tanzgruppe Remotekontrol hat nun ein virales Video erstellt, die schöne Dubstep-Moves bzw. Performances zeigt und sich dem verschleppten Beat von  Crave you perfekt anpasst.

R.I.P. Bert Jansch (1943 – 2011)

Während die ganze Welt um Steve Jobs trauert, ist am 5. Oktober – beinahe unter Ausschluss der Öffentlichkeit – der legendäre Gitarrist und Folksänger Bert Jansch gestorben. Jansch gilt Dank seines virtuosen Gitarrenspiels als einer der einflussreichsten Gitarristen des 20. Jahrhunderts überhaupt. Sowohl Rock- als auch Folkmusiker berufen sich auf seinen virtuosen Umgang mit dem Instrument, unter anderem Led Zeppelin, Neil Young, Nick Drake und Pete Doherty. Und auch unabhängig von seinem Einfluss auf die vergangene und aktuelle Musikszene hat er mit Alben wie Jack Orion und Lucky Thirteen wunderbare Folkperlen geschaffen, die kein bisschen gealtert sind. Der schottische Musiker starb am 5. Oktober im Alter von 67 Jahren infolge eines Krebsleidens.