Die Bänke des literarischen London

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Sehr schönes Projekt des  National Literacy Trust: Ganz London wurde in deren Auftrag von Designern und Künstlern mit bibliophilen Bänken bestückt: Von Kinderbuchschätzen wie Dr. Seuss, über moderne Klassiker wie Mrs. Dalloway bis hin zur aktuellen Pop-Literatur. Oben seht ihr Dr. Seuss, dann folgen von oben nach unten Darwins Origin of Species, The Hitchhikers Guide, Alice Through the Looking-Glass. Menschen sollten sich viel öfter in ein gutes Buch setzen…

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Books about Town via boing boing

Warum Bücher so wunderbar duften…

tumblr_mwxukgqcXK1t11q4bo1_250…insbesondere natürlich ältere (+100 Jahre), die irgendwo in einer Bibliothek vor sich hinstauben und, sobald man sie öffnet, wahre olfaktorische Wunder offenbaren. Aber auch frisch gekaufte, deren Mischung aus Papierbehandlung und Druckerschwärze ein wahres Fest für die Nase eines  jeden bibliophilen Gourmets sein können. Compound Interest hat das Ganze mal chemisch aufgeschlüsselt und als CC-Grafik zur Verfügung gestellt: Wie bei allen chemischen Prozessen gilt: Die Mischung macht es. Herbes Benzaldehyd, süß duftendes Vanillin, markantes Hydrogen Peroxid und blumiges 2-Ethyl Hexanol. Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man etwas liebt, zu wissen, warum man dies tut…

Everyone’s familiar with the smell of old books, the weirdly intoxicating scent that haunts libraries and second-hand book stores. Similarly, who doesn’t enjoy riffling through the pages of a newly purchased book and breathing in the crisp aroma of new paper and freshly printed ink? As with all aromas, the origins can be traced back to a number of chemical constituents, so we can examine the processes and compounds that can contribute to both.

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What causes the smell of new and old books? via Bookpatrol

I Hate Poetry!!!

Ich kann den Hass des Fünftklässlers verstehen, dem in seinem Rant über Poetry lustigerweise selber einer der besten Gedichte ever gelungen ist.

Panajotis, du hast mein Herz erobert und mich von dem ekelhaften Gesülze von Julia Engelmann befreit! Diese eklige Fast Food Poetry mit Tonnen an Feenstaub ruft bei mir immer noch in regelmäßigen Abständen Schüttelkrämpfe hervor.

Die Transkription des Textes gibt es übrigens hier.

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Full Nerd Jacket: Fail Compilation – Inszeniertes Scheitern und Kapitalismus

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Ist inszeniertes Scheitern Scheitern? Ist es nicht vielmehr etwas Geglücktes? Ein Anti-Fail? Spiegelt sich dieses Verhältnis nicht im Kapitalismus wieder? Sind geplante Obsoleszenz und Börsenblasen nicht Sinnbild für dieses Verhältnis? Erfolgreiche Geldakkumulation auf der einen Seite und Arbeitslose, Armut und Schrott auf der anderen. In einem interdisziplinären und kulturtheoretischen Move blicke ich zunächst  auf das (nicht-) Versagen in Kunst und Kultur. Davon dann ableitend wird deutlich, dass das Scheitern nicht nur ein weit größeres Ausmaß hat als uns lieb ist, sondern darüber hinaus uns alle angeht, weil das Failen nicht selten systemimmanent ist.

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Ulysses in zehn Stunden lesen?

Es gibt nicht so wenige Bücher, die ich noch lesen will. Ihr kennt das. Aber wann soll ich das alles machen? Das deutsch-amerikanische Startup spritz schafft da vielleicht Abhilfe. Beim Lesen geht die meiste Zeit für die Bewegung der Augen drauf. spritz umgeht diese Bewegung. Schaut euch nach dem Klick das Video an. Zweieinhalb Dinge sage ich auch dazu. weiterlesen

Books on Tape: Literatur im Elektroschrott

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Books on Tape ist ein spannendes Projekt von Woody Leslie, bei dem aus den Resten obsolet gewordener Technik Buchcover hergestellt wurden. Ist natürlich ein Fest für jeden Bibliophilen: “Seht her! Während eure ehemals modernen Datenträger heute nur noch Schrott sind, besteht das klassische Medium Buch fort, kann sich den Bits und Bytes Müll gar zu Nutze machen, um in neuem Glanz zu erstrahlen!” Ich bin ja echt alles andere als ein Tech-Verachter… und das Papier möglicherweise irgendwann in naher/ferner Zukunft komplett von digitalen Datenträgern abgelöst wird halte ich sowohl für wahrscheinlich als auch durchaus erstrebenswert… kurz innehalten und dem traditionellen Buch Ehre erweisen, kann trotzdem nicht schaden, vor allem, wenn es so künstlerisch wie hier umgesetzt ist.

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Books on Tape via Book Patrol

Eine gut sortierte Bibel

Der Programmierer und Buchliebhaber Peter Harkins hat die Bibel alphabetisch geordnet und das Ergebnis mittels Computeralgorithmen wieder in klassische Bibelform gebracht. Eine “Well-Sorted Version” des Buchstabensalates Gottes: Im Anfang war das a, und das a war bei Gott, und Gott war das a.

I wrote a program to read through the Bible and extract each letter in turn, preserving the order of lowercase and capital letters. The program then poured those sorted letters back into all the structure of books, chapters, verses, paragraphs, and words. […] For example, the KJV opens with the title, “The First book of Moses, called Genesis” and this book opens with “aaa aaaAa aAaa aA….” The length of each word matches up to the original, and the A’s in the KJV appear in this order of upper and lower case.

Though it seems like gibberish at a glance, the book rewards careful examination. Capitals are not distributed but come and go in waves, giving clues to the content. Unsurprisingly, there are far more capital Js than lowercase. The capital K’s appear in clumps as a name or the title ‘King’ is used. And there are exactly 7 uppercase Qs

Well-Sortet Bible via Nerdcore

Die ausbleibende Revolution – Analyse des deutschen TV-Serienmarktes

Drüben bei Dietrich Brüggemann findet sich derzeit ein wirklich, wirklich, wirklich großartiger Text, der zum einen analysiert, wie es zu der großen TV-Serien-Revolution in den USA kommen konnte, und zum zweiten den deutschen Fernsehmarkt darauf abklopft, ob er in naher Zukunft ähnliche Qualität liefern könnte. Dass das Ergebnis der Analyse eher pessimistisch ist, dürfte nicht überraschen, überraschend ist allerdings mit wie viel Akribie sich der anonyme Verfasser dem Thema widmet und wie fundiert und plausibel seine Argumentation aufgebaut ist. Nein, das ist kein gewöhnlicher “Die deutschen Fernsehmacher sind doof”-Rant, sondern eine komplexe, 32seitige (!) essayistische Analyse, die an den entscheidenden Stellen zwar auch nicht mit Polemik geizt, alles in allem aber äußerst sachlich und argumentativ untermauert daherkommt. Ja, das ist ein Lesebefehl.

Eine Analyse, was die Qualität der neuen US-Serien eigentlich ausmacht und warum genau diese Qualität im deutschen Fernsehen auf unbestimmte Zeit nicht zu sehen sein wird.

Die ausbleibende Revolution via Dietrich Brüggemann

The British Library veröffentlicht Tonnen von Bildern auf Flickr

Über 65.000 Bücher vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Über eine Million Scans, alle urheberrechtsfrei: Fotografien, Buchillustrationen, Grafiken… die gerade auf Flickr veröffentlichten Scans der British Library haben durchaus das Zeug zu einer der größten Bilder-Fundgruben im Internet zu werden, zumal offensichtlich zusätzlich geplant ist, eine Oberfläche zu veröffentlichen, auf der User die Bilder kommentieren und ihren Inhalt beschreiben können. Ein großartiges Geschenk für das Internet und zudem ein weiterer wichtiger Schritt, um dieses zu einem gigantischen Archiv der menschlichen Kultur werden zu lassen:

We have released over a million images onto Flickr Commons for anyone to use, remix and repurpose. These images were taken from the pages of 17th, 18th and 19th century books digitised by Microsoft who then generously gifted the scanned images to us, allowing us to release them back into the Public Domain.

A Million First Steps + The British Library Flickr via Creative Review

Wissenschaftliche Arbeit: Motivik der Improvisation im Spätwerk Kleists

Ich glaube, ich habe es schon mal kurz angekündigt: Ich wollte meine Magisterarbeit über die Motivik der Improvisation im Spätwerk Heinrich von Kleists auf jeden Fall auf irgendeine Weise der Öffentlichkeit zugänglich machen. Und da ich weiß, dass es utopisch ist, davon auszugehen – ohne finanzielle Investition bei einem obskuren Zuschussverlag – die Arbeit tatsächlich gebunden veröffentlichen zu können, da ich keine Lust habe, damit bei BOD Cent-Beträge zu sammeln und weil ich doch wissenschaftlich relativ idealistisch unterwegs bin, werde ich sie an dieser Stelle einfach mal für lau online publizieren. Wie gesagt, es handelt sich “nur” um eine Magisterarbeit, in der allerdings dennoch viel Herzblut steckt und für die ich immerhin die Bestnote bekommen habe. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen da draußen, der Interesse an dem Inhalt hat, oder ihn auf die ein oder andere Weise für sich verwerten kann.

Fragt mich aber bloß nicht, wie ihr am besten aus einer Onlinequelle zitiert… Wenn ihr in einem wissenschaftlichen Text auf etwas aus der Arbeit zurückgreifen wollt, empfehle ich als Quellenangabe: “Bayer, Florian: Die Verfertigung des Menschen Im Handeln. Motivik im Spätwerk Kleists. Berlin, 2013.” und zusätzlich als Quelle vielleicht den Permalink auf diese Seite, inklusive letztem Abrufdatum. Stellt euch dabei aber auf ein leichtes Stirnrunzeln eurer Prüferin oder eures Prüfers ein. Falls ihr trotzdem Gedanken davon verwerten könnt, oder ihnen vielleicht auch widersprechen wollt, freue ich mich total, wenn ihr mich anschreibt oder mir eine Kopie eurer eigenen Arbeit schickt. Und damit genug der einleitenden Worte. Hier ist das 116-Seiten Dokument:

Die Verfertigung des Menschen im Handeln. Motivik der Improvisation im Spätwerk Kleists (PDF)

The Future of Gaming is… now!

Interessanter – bei reddit aufgetauchter – Artikelscan aus irgendeinem populärwissenschaftlichen Sachbuch der early 80′s, das sich mit der potentiellen Zukunft der “Telespiele” auseinandersetzt. Interessant vor allem deshalb, weil der Bericht heutzutage extrem prophetisch wirkt und damit deutlich aus den teilweise kruden SciFi-Vorstellungen unserer Vorgenerationen heraussticht: Da werden mal schnell hyperrealistische Grafiken, Multiplayer-Onlinegames und Handhelds, die den stationären Konsolen in fast nichts nachstehen, vorausgesagt. Nur Virtual Reality hat sich bisher als Griff ins Klo entpuppt. Aber das könnte sich mit der Oculus Rift demnächst ja auch ändern.

via Zockwork Orange

Er war nie wirklich fort – Wider “Er ist wieder da”

Wie einige von Euch vielleicht schon mitbekamen wird Timur Vermes Bestseller “Er ist wieder da” nun auch verfilmt. Bin ich der Einzige, dem das nicht gefällt?

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